CH310314A - Für feinmechanische Apparate und Instrumente bestimmte Welle mit bruchsicheren Lagerzapfen und Verfahren zur Herstellung dieser Welle. - Google Patents

Für feinmechanische Apparate und Instrumente bestimmte Welle mit bruchsicheren Lagerzapfen und Verfahren zur Herstellung dieser Welle.

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CH310314A
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CH
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Institut Dr Ing Reinhard St Ag
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Straumann Inst Ag
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    • GPHYSICS
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Description


  Für feinmechanische Apparate     und        Instrumente        bestimmte    Welle  mit bruchsicheren Lagerzapfen und Verfahren zur Herstellung     dieser        Welle.       Die vorliegende Erfindung betrifft eine  für     feinmechanische    Apparate und Instru  mente bestimmte Welle mit.     bruchsicheren     Lagerzapfen, welche z. B. die     Unruhwelle    einer  Uhr sein kann, sowie ein Verfahren zur Her  stellung dieser Welle.  



  Bekanntlich werden die Lagerzapfen von       Unruhwellen    und sonstigen Wellen aus Auto  matendrehstahl     hergestellt.    Sie werden     mar-          tensitisch    gehärtet und auf     Vickershärten    von  etwa 500-650     kgjmm2    angelassen. Diese La  gerzapfen sind aber brüchig, was z. B. im  Falle der     Unruhwellen    für Uhren zu häufi  gen, kostspieligen. Reparaturen führt.

   Man  ist     diesem    Nachteil dadurch begegnet, dass  man die Lagerelemente federnd in die Werk  gestelle eingebaut hat, so dass der Schaft der  Welle anlässlich eines Stosses infolge des  federnden     Nachgebens    der Lagerelemente aus  ihrer Ruhelage gegen     zylindrische    Anschläge  anstossen kann und so der Bruch der Zapfen       veimiedenwird.    Man hat suchversucht, den Zap  fenbruch gemäss Schweizer Patent     Nr.169398     und Schweizer Patent     Nr.183001    dadurch zu  vermeiden, dass man dem Zapfen eine     koni-          sehe    Form gibt,

   so dass bei einem     Zentriwinkel     des Konus von     8-10     der Längsschnitt des  Zapfens annähernd von     einer        kubisehen     Parabel begrenzt wird     und    dadurch der Zap  fen auf seiner     ganzen    Länge denselben Biege  widerstand hat, wodurch der Zapfenbruch  weitgehend behindert     wird.    Die Beweglichkeit  der Lagerelemente ist insofern nachteilig,

   weil    die     Ölhaltung    zu Schwierigkeiten     Anlass    gibt       und        weil        sich    in den kleinen Zwischenräumen       zwischen    dem zylindrischen     Anschlagteil    der  Welle     und    dem diesen umgebenden festen       Anschlagteil    des. Werkgestelles Staubpartikel  ehen ansammeln, die die freie Schwingung     der          Unruhwelle    behindern. Es ist auch versucht       worden,,    wie z.

   B. im Falle der     Lagerung    ge  mäss Schweizer Patent Nr. 207904, zylindrische  Zapfen in gebohrte Wellen einzusetzen. Diese  Zapfen werden entweder an den Wellenenden  in Bohrungen     eingepresst    oder es wird ein  Draht durch eine durchgehende Bohrung der  Welle     hindurchgeführt,    dessen vorstehende  Enden Lagerzapfen bilden. Es ist dadurch,  dass das Material des     Zapfens-    an der Aus  trittstelle aus dem Schaft. nicht angedreht  ist, eine Verminderung des Bruchrisikos er=  reicht worden, die aber im Falle der Unruh  welle von Uhren und ähnlichen Fällen nicht  ausreichend ist.  



  Die erfindungsgemässe Welle     kennzeicb-          net    sich dadurch, dass sie aus einem     draht-          förmigen,    durch Kaltverformung auf eine  Zugfestigkeit von mindestens 250     kg/mm2    ge  brachten Kernteil und     einem    darauf     aiüge-          zogenen,    profilierten Mantelteil     besteht,    über  dessen Enden hinaus     die    die Lagerzapfen  bildenden Enden des Kernteils     vorstehen.     



  Nach dem mir Herstellung einer solchen  Welle     bestimmten        Verfahren        wird    ein durch  Kaltverformung auf eine Zugfestigkeit von  mindestens 250     kg/mm2    gebrachter Metall-           draht,    wie z.

   B. ein     Klaviersaitendraht,    in ein       ziehbares    Metallrohr eingeführt und dieses  letztere dann einer Ziehoperation unterwor  fen,     um    es zu strecken, bis es auf dem Metall  draht festsitzt, worauf dann aus dem so er  haltenen Verbundkörper unter     Bearbeitung     des Rohres ein Stück mit einem Rohrteil  gebildet     wird;,    aus dem     beiderends    Lagerzap  fen vorstehen, die vom Draht gebildet sind.  Man kann hierbei ein Rohr relativ kleinen       Durchmessers    auf den Draht aufziehen und  nach Herausarbeitung der Zapfen einen profi  lierten, mit     einer    Bohrung versehenen Teil  der Welle auf dem Rohrteil aufbringen.  



  Im folgenden ist die Erfindung an Hand  der     beiliegenden    Zeichnung     beispielsweise    er  läutert.  



       Fig.1    zeigt einen     Klaviersaitendraht    mit  einem lose darüber geschobenen, verhältnis  mässig dickwandigen Metallrohr.  



       Fig.    2 zeigt eine     aus    den vorgenannten Tei  len hergestellte     Unruhwelle,    und       Fig.3    und 4 zeigen in ähnlicher Weise  hergestellte     Unruhwellen,    die aber etwas  anders ausgebildet sind.  



  In     Fig.1    ist a ein verhältnismässig dick  wandiges Rohr aus einem Metall, das sich auf  einem Drehautomaten leicht bearbeiten lässt.  Als Metalle für dieses Rohr     eignen    sich     bei-          spielsweise    folgende: Messing, Neusilber,     Nik-          kel,        Kupfer-Nickel-Legierungen,        Beryllium-          braize    und andere     aushärtbare    Legierungen,  z.

   B. auf der     Basis    von     Fe-Ni,        Fe-Ni-Co,          Ni-Co,        Ni-Cu,    die ein Aushärten der fertigen  geformten Welle erlauben. Es     könnte    aber  auch normaler Stahl     verwendet    werden. In  dieses Rohr     a    wird ein Metalldraht, wie z. B.  ein     Klaviersaitendraht,    eingeführt, dem durch  Kaltziehen eine Zugfestigkeit von über  250     kgimm2    verliehen wird und der sich im       perlitischen    oder     sorbitischen    Zustand befin  det.

   Als Metalle, aus dein     dieser    Draht b  hergestellt werden kann, kommen auch rost  sichere Legierungen     in    Frage, die durch sehr       starkes    Kaltziehen, ähnlich wie dies beim     Kla-          viersaitendraht    der Fall ist, infolge einer sehr       stark    ausgeprägten     Ziehtextur        Höchstwerte     der     Elastizitäts-    und der     Festigkeitsgrenze    in    Richtung parallel zur Drahtachse aufweisen.  Für solche Fälle kommen z. B.

   Legierungen  in Frage, die in der Hauptsache Eisen, Nickel  oder Kobalt enthalten mit Zusätzen von Ele  menten aus der Chromgruppe, sowie von aus  härtenden Zusätzen von Elementen, wie     Be,          Ti,    C     usw.     



  Es kommen aber auch andere rostfeste  Legierungen in Frage, wie z. B. rostfreie  Stähle hoher Festigkeit. Das Rohr     a    wird auf  dem Draht b, der z. B. eine Länge von 1 bis  2 m aufweisen     kann,    in an sich bekannter  Weise gezogen bis es bei Erreichung eines  Mindestdurchmessers auf dem Draht b fest  sitzt. Auf diese Weise erhält man einen aus  einem Kernteil und einem auf diesem fest  sitzenden Mantelteil sich zusammensetzenden  Stab. Dieser Stab wird     in    einen Drehauto  maten     eingesetzt,    auf dem, wie in     Fig.2    ge  zeigt ist, Wellen c herausgedreht werden.  Dabei werden an den Enden der Wellen die  aus dem harten Material bestehenden Lager  zapfen     b1    freigelegt, die z.

   B. im Falle einer       Unruhwelle    nachträglich mittels     Hartmetall-          scheiben    in bekannter Weise auf genaues Mass  geschliffen und poliert werden. Die Lager  zapfen     bi    sind verhältnismässig kurz und im  Gebrauch auf     Scherung        beansprucht.     



       Fig.3    betrifft ein weiteres Ausführungs  beispiel der Erfindung, bei dem auf den Draht  ein Rohr kleineren Durchmessers aufgezogen  und nach Herausarbeitung der Lagerzapfen       b1    auf dem eine gerade Mantelerzeugende auf  weisenden Rohrteil der     profilierte    Teil e der  Welle c aufgebracht wird.  



  In     Fig.    4 ist eine auf     ähnliche    Weise aus  dem     zusammengesetzten    Stab     a,    b herausge  drehte     bzw.    profilierte     Unruhwelle    d gezeigt,  die aber     verhältnismässig    lange, auf Biegung       beanspruchte    Lagerzapfen     b2    aufweist., die  konisch     sind    und einen     Zentriwinkel    von     bei-          spielsweise    5-20  aufweisen können.  



  Je nach     Ausbildung    der     Unruhwelle    kön  nen die Lagerzapfen eine Länge von     1/s    bis       1,'3    der totalen Wellenlänge aufweisen. Bei  Anwendung langer, konischer Lagerzapfen mit  einem     Zentriwinkel    von z. B. 10  oder weniger  ist es     aueh    möglich, Anschläge zu verwenden,      die einen grösseren Abstand von der Welle als  bisher aufweisen, so dass im Falle der     Un-          ruhwelle    für Uhren Gangstörungen nicht zu  befürchten sind.

   Bei     Verwendung    eines auf  eine Festigkeit von über 250     kgImm2    gezo  genen     Klaviersaitendrahtes        als        Drahtseele    für  die     Unruhwelle,    ist die Festigkeit der Zapfen  genügend gross, um Zapfenbrüche unter nor  malen Verhältnissen zu vermeiden, ohne     da.ss     ein Anschlag für die Welle nötig ist. Bei der  Ausführung gemäss     Fig.4    erübrigt es sich,  federnde Lagerstücke zu verwenden. Die La  ger können im Werkgestell fest     eingepresst     werden.  



  Anstatt das profilierte     Mantelstück    aus  dem zusammen mit dem Metalldraht gezogenen  Metallrohr herauszuarbeiten, könnte dieses  profilierte Mantelstück für sich hergestellt       Lind    dann mit     Passsitz    auf einen Abschnitt  gewünschter Länge des gezogenen     Drahtes          aufgeschoben    werden.  



  Für den Fall, dass es sich bei der hier in       Frage    stehenden Welle um eine     Unruhwelle     handelt, kann die Unruh und das Plateau des  Ankerganges direkt auf die mit den konischen  Lagerzapfen     b2    versehene, in     Fig.4    gezeigte  Welle aufgezogen sein. In diesem Falle wür  den also dieses Plateau und der     Nabenteil    der    Unruh das oben erwähnte, als zweiteilig aufzu  fassende Mantelstück bilden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE I. Für feinmechanische Apparate und In strumente bestimmte Welle mit bruchsicheren Lagerzapfen, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einem drahtförmigen, durch Kaltverfor mung auf eine Zugfestigkeit von mindestens 250 kgimm2 gebrachten Kernteil und einem darauf aufgezogenen, profilierten Mantelteil besteht, über dessen Enden hinaus die die Lagerzapfen bildenden Enden des Kernteils , vorstehen.
    II. Verfahren zur Herstellung einer Welle mit bruchsicheren Zapfen nach Patentan spruch I, dadurch gekennzeichnet, dass ein durch Kaltverformung auf eine Zugfestigkeit, von mindestens 250 kg/mm9 gebrachter Metall draht in ein ziehbares Metallrohr eingeführt und dieses letztere dann einer Ziehoperation unterworfen wird, tun es zu strecken, bis es auf dem Metalldraht festsitzt, worauf dann ; aus dem so erhaltenen Verbundkörper unter Bearbeitung des Rohres ein Stück mit einem Rohrteil gebildet wird, aus dem beiderends La gerzapfen vorstehen, die vom Draht gebildAt sind.
CH310314D 1954-07-26 1954-07-26 Für feinmechanische Apparate und Instrumente bestimmte Welle mit bruchsicheren Lagerzapfen und Verfahren zur Herstellung dieser Welle. CH310314A (de)

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