CH310644A - Verfahren zur Herstellung eines Keime und Mikroorganismen abtötenden Mittels. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Keime und Mikroorganismen abtötenden Mittels.

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CH310644A
CH310644A CH310644DA CH310644A CH 310644 A CH310644 A CH 310644A CH 310644D A CH310644D A CH 310644DA CH 310644 A CH310644 A CH 310644A
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microorganisms
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active oxygen
salicylic acid
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Mueller Otto
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Mueller Otto
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D215/00Heterocyclic compounds containing quinoline or hydrogenated quinoline ring systems
    • C07D215/02Heterocyclic compounds containing quinoline or hydrogenated quinoline ring systems having no bond between the ring nitrogen atom and a non-ring member or having only hydrogen atoms or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom
    • C07D215/16Heterocyclic compounds containing quinoline or hydrogenated quinoline ring systems having no bond between the ring nitrogen atom and a non-ring member or having only hydrogen atoms or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D215/20Oxygen atoms
    • C07D215/24Oxygen atoms attached in position 8

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung eines Keime und Mikroorganismen abtötenden Mittels    Mittel, die zur     Entkeimung    und zur Ver  hinderung des     Wachstums    von Bakterien und  Mikroorganismen benutzt werden, sind in  grosser Anzahl in der Praxis und im Schrift  tum bekannt. Ihre     Vielzahl    ist ein gewisser  Beweis dafür, dass bisher noch keines dieser  Mittel allen Anforderungen entspricht, so dass  immer noch Verbesserungen in dieser oder  jener Hinsicht erstrebt und gefunden werden.

    Bei vielen Mitteln ist die Menge, die zur  völligen     Abtötung    aller Keime und Mikro  organismen erforderlich ist, so gross, dass als       Nebenwirkung    bei ihrer Anwendung Schädi  gungen der behandelten Stoffe oder Gewebe  teile des lebenden Körpers auftreten. Viele  Mittel haben zudem nur eine spezifische, auf  eine oder einige bestimmte Klassen von Mikro  organismen beschränkte Wirksamkeit.  



  Für die Behandlung von Entzündungen       -und    infektiösen Erkrankungen ausserhalb und  innerhalb des menschlichen oder tierischen       Körpers,    für die Sterilisation von Körper  oberflächen und chirurgischen Geräten sind  Mittel erwünscht, die möglichst alle Arten von  Mikroorganismen, Bakterien, Hefen usw. in  kürzester Zeit völlig abtöten und schädliche  Fermente und dergleichen zerstören, und die       ausserdem    eine Nachinfektion für längere  Zeit. verhindern.

   Besonders diese letztere Wir  kung ist deshalb sehr erwünscht, weil die  Mehrzahl der bisher bekannten Mittel hierzu  nicht in der Lage ist und entweder eine rest  lose Vernichtung aller Keime nicht erzielt    oder eine Nachinfektion durch irgendwelche  neu     hinzukommende    Keime nicht verhindern  kann.  



  Die     vorliegende    Erfindung betrifft ein  Verfahren zur Herstellung eines Keime und       Mikroorganismen    abtötenden Mittels, das da  durch     gekennzeichnet    ist, dass man ein Salz  der     Salicylsäure,    vorzugsweise ein     Alkali-          salicylat,    einen     Alkali-p-oxy-benzoesäureester          und        8-Oxy-ehinolin    in alkoholischer Lösung  bei     alkalischer    Reaktion in Gegenwart eines       Fluorides    der Einwirkung von aktivem  Sauerstoff     unterwirft.     



  Hierbei bilden sich     -unter    Eintritt von  Fluor in den     Oxyehinolinring    und     Ver-          ätherung    des letzteren mit dem     p-Oxybenzoe-          säurerest    eine Reihe von     fluorhaltigen    Ver  bindungen, deren wichtigste der     5,7-Difluor-          8-oxychinolin-ester    der     p-Oxybenzoesäure    ist.  Daneben lassen sich in dem entstehenden  Stoffgemisch auch mono- ;und     trifluorierte     Abkömmlinge des     8-Oxy-chinolins    nachweisen.

    Ferner     wird    im alkalischen Medium ein Teil  der     Estergruppen    am     verätherten        Benzoe-          säurerest    verseift, so dass ausser den ent  sprechenden Salzen in der Reaktionsmischung  auch neu gebildete     Oxyverbindungen    vorhan  den sind. Als besonders vorteilhaft erweist  sich hierbei die Verwendung des     Natrium-p-          oxy-benzoesäure-.phenylesters.    Wesentlich un  verändert bleiben im Gemisch einzig das       salicylsaure    Salz sowie der Alkohol erhalten,  wobei letzterer ausser als Lösungsmittel in      gewissem Umfange auch zur Bindung des ge  bildeten Reaktionswassers dient.  



  Das in der genannten Weise gebildete  Gemisch enthält somit als     mengenmässige     Hauptanteile den     5,7-Difluor-8-ox@-ehinolin-          ester    der     p-Oxy-benzoesäure    und ein     salicyl-          saures    Salz. Seine Wirkungsbreite bei der Ab  tötung von Keimen und Mikroorganismen  geht aber wesentlich über die Summenwir  kung dieser     Einzelkomponenten    hinaus, so  dass angenommen werden muss, dass auch die  übrigen, in geringeren Anteilen in der Mi  schung vorliegenden Reaktionsprodukte das       WirkLUigsspektrum    verbreitern und intensiver  gestalten.  



  Die Bereitung dieses     Gemiselies    kann nach  folgendem Beispiel erfolgen:    <I>Beispiel:</I>  In 1000 Teilen     909/oigen        Äthylalkohols     werden 25 Teile     8-Oxy-chinolin,    3 Teile     p-          Oxy-benzoesäure-plienylester    und 10 Teile       Salicylsäure    durch     Umschütteln    gelöst.

   Nach  vollständiger Lösung werden unter starker  Flüssigkeitsbewegung 1,25 Teile Ammonium  bifluorid in wässriger Lösung zugesetzt.     NLin     wird der     PH-Wert.    durch Zusatz von Kalilauge  auf etwas über 9,0 eingestellt, wobei der       Benzoesäureester    und die     Salizylsä,ure    in die  entsprechenden Kalisalze übergeführt werden  und     Wasserstoffperoxyd    zugefügt, und zwar  so viel, dass der Zusatz 25 Teile aktiven  Sauerstoffes ausmacht..

   Nach einer Einwir  kungszeit von etwa 24 Stunden wird von der  entstandenen Trübung beziehungsweise dem  etwa ausgefallenen Niederschlag     abfilt.riert;     die klare intensiv gelbfarbig gewordene Flüs  sigkeit kann - je nach vorgesehener An  wendung - mit entsprechenden     Geruchs-    und       Geschmackskorrigentien    versehen werden.    Das Mittel ist auch bei konzentrierter An  wendung absolut reizlos.

   Es wurde festgestellt,  dass mit dem Mittel sämtliche in der Umwelt  vorkommenden     pathogenen,        aeräben    und an  aeroben Keime sowie sämtliche Kultur- und  Wildhäfen in     kürzester    Zeit vollkommen ab  getötet werden; dieselben werden also nicht  nur für eine gewisse Zeit. ihrer     Virulenz    be  raubt. Auch Enzyme,     Phosphatasen,        Zymasen     und dergleichen werden rasch zerstört und es  wird auch eine langanhaltende Sterilität der  behandelten Stellen gewährleistet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Keime und Mikroorganismen abtötenden Mittels, da durch gekennzeichnet, dass man ein Salz der Salicylsä-uire, einen Alkali-p-oxy-benzoesäure- ester und 8-Oxv-ehinolin in alkoholischer Lösung bei alkalischer Reaktion in Gegenwart eines Fluorides der Einwirkung von aktivem Sauerstoff unterwirft. UNTERAN'@SPRÜ'CHE 1.
    Verfahren nach Patentansprueli, da durch gekennzeichnet, dass die Einwirkung des aktiven Sauerstoffes bei einem über 9 liegenden pH-Wert, stattfindet. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man ein Alkalisalz der Salicylsäure verwendet. 3.. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als Fluorid Ammoniumbifluorid verwendet. -I. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als aktiven Sauerstoff abgebende Verbindung Wasser stoffperoxyd verwendet.
CH310644D 1950-08-16 1951-04-11 Verfahren zur Herstellung eines Keime und Mikroorganismen abtötenden Mittels. CH310644A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2356600A1 (fr) * 1976-06-29 1978-01-27 Peroxid Chemie Gmbh Agent germicide pour systemes aqueux a base de peroxyde d'hydrogene et son utilisation

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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FR2356600A1 (fr) * 1976-06-29 1978-01-27 Peroxid Chemie Gmbh Agent germicide pour systemes aqueux a base de peroxyde d'hydrogene et son utilisation

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