Einwickelmaschine.
Die Erfindung betrifft eine Einwiekel- machine mit einem Hebeorgan zum Heben aufeinanderfolgender Gegenstände in den Einwickelmechanismus und mit einem Greifer zum Zuführen aufeinanderfolgender Umschläge in eine Stellung über dem Hebeorgan, wobei durch letzteren mit jedem Gegenstand ein Umschlag in den Einsehlagmeehanismus gebraeht wird.
Bei solchen Einwiekelmasehinen gelangt der Umsehlag in die Stellung über dem IIebeorgan gerade zu dem Zeitpunkt, in dem der 'iegenstand seine Aufwärtsbewegtmg auf dem Hebeorgan beginnt. Sobald die Oberkante des Gegenstandes den Umsehlag erreicht, der ge wohnlieh in dieser Stellung dureh einen auf die Oberseite des Gegenstandes einen Druck ausübenden Finger festgehalten wird, muss sieh der Greifer zur Freigabe des Umsehlages iiffnen, worauf der Greifer sich sofort um eine geringe Strecke zurückziehen muss, so dass der Umsehlag mit minimaler Behinderung von der der Greiferenden aufsteigen kann.
Eine solche Einrichtung bildet Gegenstand des schweizerischen Patentes Nr. 3Ü3114.
Es stellt sich aber gewöhnlieh heraus, da# bei hohen Gesehwindigkeiten die sehr sehnelle Rückzugbewegung des Greifermechanismus, auf die unmittelbar die lange Vorwärtsbewegung in die Stellung zur Aufnahme des nächstfolgenden Umschlages folgt, schädlieh ist, Mittels vorliegender Erfindung soll die Notwendigkeit der Rüekwärtsbewegung des ganzen, ziemlich schweren Greifermechanismus aus dem Bereich des Umsehlages vermieden und eine solche Bewegung nur der obern Greiferbacke erteilt werden. Diese Backe ist sehr viel leichter als der Greifermechanismus und natürlich der einzige Teil des letzteren, der zu diesem besondern Zeitpunkt dem aufsteigenden Umsehlag ins Gehege kommt.
Die Einwickelmaschine der im ersten Abschnitt angeführten Art ist nun dadurch ge kennzeiclinet, dass der Greifer eine untere und eine auf diese montierte obere Backe aufweist und ein Mechanismus zum Hin-und Herbewegen des Greifers auf einem quer zu demjenigen des Hebeorgans liegenden Weg und ein weiterer Mechanismus vorgesehen sind, weleli letzterer auf die obere Backe einwirkt, um diese wu schliessen, wenn der Greifer sich am vordern Endpunkt seines Bewegungsweges befindet, und sie zu offnen und auch gegen über der untern Backe zuriiekzuziehen, wenn sich der Greifer am hintern Ende seines Bewegungsweges befindet und der Gegen- stand von unten her den Umsehlag berührt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in Anwendung auf einen im vorgenannten schweizerischen Patent beschriebenen Greifermechanismus in der Zeichnung dargestellt.
Die Erfindung ist jedoch auch in Einwickel- maschinen anwendbar, bei denen der Greifer durch einen Mechanismus betätigt wird, der von dem in diesem Patent beschriebenen Alechanismus verschieden ist. In der Zeichnung zeigt :
Fig. 1 eine Seitenansicht des Greifermechanismus, wobei der Greifer ganz zurück- gezogen und geneigt ist und die Greiferbacken geschlossen sind,
Fig. 2 einen Teil der entsprechenden Draufsicht und
Fig. 3 eine Ansicht ähnlich Fig. 1, wobei aber die Teile in der Stellung gezeigt sind, die sie einnehmen, wenn sich die Greiferbacken geöffnet haben.
Der gezeigte Greifermechanismus dient zum Vortragen aufeinander folgender Umschläge 14 in eine Stellung über einem Hebe- organ 23. Dadurch werden in aufeinander folgenden Maschinenarbeitsspielen einzuwickelnde Gegenstände 15 (Fig. 3) aus Ausnehmungen 21 in einer intermittierend rotierenden Zufiihrscheibe 22 in einen Einwiekel- mechanismus gehoben, wie eingehend im angeführten schweizerischen Patentbeschrieben ist.
Der Greifer 20 bewegt sich mit offenen Backen vorwärts in eine in Fig. 1 strichpunktiert gezeichnete Stellung. Die obere Greiferbacke 31 schliesst sich dann unter Ergreifen des Umschlages 14 gegen die untere Backe 32 und der Greifer wird in geradliniger Bewegung zurückgezogen, um den Umschlag in die Stellung über dem Hebeorgan 23 zu ziehen. Der Greifer wird dann in die in Fig. 1 vollausgezogen gezeichnete Stellung abwärts verschwenkt.
Wenn das Hebeorgan 23 den Gegenstand 1@ 5 bis zur Berührung mit dem Umschlag 14 angehoben hat und ein oberer Drücker 29 bis zur Berührung mit dem Gegenstand gesenkt ist, werden die beiden Greiferbacken geöffnet, wie in Fig. 3 gezeigt ist, wodureh der Umsehlag zur Aufwärtsbewe- gung zusammen mit dem Gegenstand in den Einwiekelmeehanismus freigegeben wird.
Wenn das Hebeorgan 2'3 unter den Greiferbewegungsweg gelangt ist, wird der Greifer auf sein Ausgangsniveau zurückgeführt und zur Aufnahme eines weiteren Umschlages wieder vorwärtsbewegt.
Die Vorrichtungen zum Bewegen des Hebeorgans 23. der Zuführseheibe 22 und des obern Drückers 29 sind im angeführten schweizerischen Patent besclirieben. Die Vor- richtungen zum Hin- und Herbwegen und Abwärtskippen des Greifers und zum Öffnen und Sehliessen von dessen oberer Backe 31 werden im folgenden dargelegt.
Die untere Greiferbaeke 32 ist auf Zapfen 33, 38 schwenkbar am obern Ende eines He bels 34 bzw. eines Lenkers 36 befestigt. Dem Greifer wird eine annähernd geradlinige hin und her gehende Bewegung erteilt durch einen Winkelhebel 57, der durch einen noeken- betätigen, im genannte schweizerischen Patent besehriebenen Mechanismus um eine Welle 56 hin und her versehwenkt wird.
Eine bei 91 am Hebel 34schwenkbarbefestigte R, aste 89 (Fig. 1) ist mit einer Nase 92 ver- sehen, die normalerweise in eine Kerbe 94 auf der Hinterseite des Winkelhebels 57 greift und so einen Antrieb von letzterem auf den Hebel 34 überträgt, wodurch @ der Greifer quer zum Weg des hebeorgans 23 hin und her bewegt wird. Begegnet der Breifer auf seinem Vorwärtsgang jedoch einem Hindernis, so wird die Nase 92 der Raste 89 aus der Kerbe 94 herausbewegt und der Winkelhebel 57 kann seinen Vorwärtsgang vollenden, ohne den Hebel 34 anzutreiben.
Beim Rückwärts- gang des Winkelhebels wird die Raste 89 durch die Feder 93 in die Ausgangslage zurückverschwenkt und wieder in die Kerbe 94 einfallen, wodurch die Antriebsverbindung zwischen dem Winkelhebel 57 und dem Hebel 34 wiederhergestellt wird. Nach Beendigen des Rückwärtsganges des Greifers wird, wie im genannten schweizerischen Patent beschrieben ist, eine Welle 82 durch die Umschlagkipp- noeke im Uhrzeigersinn in die Stellung nach Fig. 1 verscirwenkt.
Ein Arm 83 an der Welle 82 weist einen Schlitz 80 auf, der einen an einem weiteren Arm 86 befestigten Zapfen 84 aufnimmt. Der Arm 86 ist mit einem Hebel 87 verbunden, der anderseits mit dem Lenker 36 verbunden und bei 88 am Masehinenrahmen schwenkbar befestigt ist. Bei Drehung der Welle 82 im Uhrzeigersinn wird somit der Lenker 36 gehoben und der Greifer um den Zapfen 33 in die in Fig. 1 durell vollausgezogene Linien dargestellte Lage abwärts gekippt.
Nachdem sich die Greiferbacken geöffnet haben, wie weiter unten beschrieben ist, wird die Welle 82 im Gegenuhrzeigersinn verschwenkt, wobei die Greiferbacken auf das in Fig. 1 strichpunktiert gezeichnete Niveau zurückgebracht werden. Der Greifer beginnt dann seinen Vorwärtsgang.
Die obere Greiferbacke 31 ist durci einen Zapfen 45 und Stifte 43'an einem Verlänge- rungsarm 44 und einem Halter 41 (Fig. 2) befestigt. Ein Glied 46 ist an seinen beiden 3nden mittels Zapfen 47, 48 mit dem Ealter 41 bzw. der untern Greiferbacke 32 verbun- den. Im Arm 44 ist ein Loch vorgesehen zur . tufnahme eines Kurbelzapfens 49, der an einer in der untern Greiferbacke 32 drehbar gelagerten Aehse 50 montiert ist, die ein Zahnrad 52 trägt.
Eine Feder 53 hält die obere Backe 31 gesehlossen, wenn der Kurbelzapfen 49 die Stellung nach Fig. 1 einnimmt, in der dieser sich auf gleicher Höhe mit der Achse 50 und vor dieser gelegen ist.
Das Zahnrad 52 steht im Eingriff mit am m. hintern Ende eines Armes 61 vorgesehenen Sektorzähnen 55 und dieser Arm ist mittels eines Zapfens 59 sehwenkbar an der untern Greiferbacke 32 befestigt. Ein weiterer Zapfen 60 verbindet den Arm 61 mit dem obern Ende eines Lenkers 42, der an seinem untern Ende durch einen Zapfen 90 an einem starr auf der Welle 70 befestigten Arm 71 angelenkt ist.
Die beiden Enden des Lenkers 42 sind annähernd mit dem Drehzentrum am obern Ende des Hebels 34 ausgerichtet zwecks Hin-und Herbewegens des Greifers bzw. mit dem Drehpunkt, das hei#t der Achse der Welle56. um den der Hebel 34 verschwenkt wird.
Wenn das Hebeorgan 23 in die in Fig. 3 z steigt, so wird die Welle 70 durch einen im angeführten schweizerischen Patent heschniebenen Noeken im ITlirzeiger- siiiii verschwenkt, wodurch der Lenker 42 abgesenkt und der Arm 61 im Gegenuhrzeiger- sinn um den Zapfen 59 verschwenkt wird. Das Zahnrad 52 wird dann im Gegenuhrzeigersinn gedrelit, wodurch der Kurbelzapfen 49 um 90 abwärts und rückwärts in eine Stellung unterhalb der Achse 50 bewegt wird, wie in Fi 3 gezeigt ist.
Das Ergebnis ist, dass die obere Greiferbacke 31 zuerst von der untern Backe 39 abgehoben und dann relativ zu dieser rückwärts in die Stellung nach Fig. 3 bewegt wird.
Nachdem der Greifer wieder in seine vordere Stellung zurückgekehrt ist, wird die Welle 70 rückwärts gedreht, um den Lenker 42 anzu- heben und den Arm 61 und den Kurbelzapfen 49 wieder in die Stellung zurückzubringen, in der die obere Greiferbacke 31 geschlossen wird.