CH310978A - Verfahren zur Gewinnung eines Salzes. - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung eines Salzes.

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CH310978A
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Aktiengesellschaft Ciba
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Ciba Geigy
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D459/00Heterocyclic compounds containing benz [g] indolo [2, 3-a] quinolizine ring systems, e.g. yohimbine; 16, 18-lactones thereof, e.g. reserpic acid lactone

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Description


  Verfahren zur Gewinnung eines Salzes.    Gegenstand des vorliegenden Patentes ist  ein Verfahren zur Herstellung eines     Salzes     des     Reserpins,    das dadurch gekennzeichnet. ist,  dass man     Resex-pin    oder ein Salz desselben mit  Salzsäure behandelt.. Man kann dabei in an  sich bekannter Weise arbeiten.         Reserpin-hy        dr        oehlorid    ist schwerlöslich  und schmilzt bei 221 . Es soll als Heilmittel  Verwendung finden.

           Reserpin    ist ein neuer     Wirkstoff    aus Rau  wolfia-Arten, insbesondere aus dem Wurzel-    material von     R,auwolfia        serpentina        Benth.    Es  bildet, aus Aceton in der Hitze     umkristalli-          siert,    schwach gelbliche Kristalle vom     F.=262     bis 263  (unter Zersetzung),     [a]D    -117   (Chloroform), und lässt sich auch aus einer  Mischung von Chloroform und Äther     umkri-          stallisieren.    Das neue Alkaloid ist unlöslich in  Wasser und     Petroläther,    mässig löslich in Ben  zol,

   Äther, kaltem Alkohol und kaltem Ace  ton und leicht löslich zum Beispiel in Chloro  form,     1.0o/oiger    Essigsäure oder     verdünnter     Phosphorsäure.    <I>Beispiel:</I>    1.     CTewichtsteil        Reserpin    wird in 5-7     Vo-          lumteilen    Chloroform gelöst und die Lösung  im Vakuum eingedampft. Der Rückstand wird  mit der berechneten Menge einer alkoholischen  Lösung von Salzsäure versetzt. Nach einiger  Zeit, gegebenenfalls nach Eindampfen der Lö  sung, kristallisiert das     Reserpin-hydrochlorid;     F. = 221 .

      Das als Ausgangsstoff verwendete     Reser-          pin    lässt sich zum Beispiel wie folgt     gewinnen:     200 Gewichtsteile     vorgereinigte         Oleore-          sins     werden einer Verteilung zwischen einer    Mischung von     501/o    Methanol und     501/o    Was  ser als oberer Phase im     Gleichgewicht    mit  Chloroform als unterer Phase     unterworfen.     Es wurde gefunden, dass sich eine für prak  tische Zwecke ausreichende Trennung     ergibt,

       wenn man 200 Gewichtsteile der     Oleoresins     in 6 Scheidetrichtern zwischen je 2000     Volum-          teilen    oberer und 2000     Vollumteilen    unterer  Phase verteilt..

   Die aus der     Verteilung    in den  6 Scheidetrichtern (ST I bis     VI)    resultieren  den 12 Phasen     (Ph)    lassen sich wie     folgt    zu  6 Fraktionen, die die nachstehenden Eigen  schaften aufweisen, zusammenfassen:

      
EMI0002.0001     
  
    Gewicht <SEP> im <SEP> Mittel
<tb>  hTr. <SEP> Fraktion <SEP> in <SEP> Gewichtsteilen <SEP> Farbe <SEP> sedative <SEP> Wirkung
<tb>  1 <SEP> (obere <SEP> Ph, <SEP> ST <SEP> T) <SEP> 75-80 <SEP> schwarzbraun <SEP> sehr <SEP> gering
<tb>  2 <SEP> (obere <SEP> Ph, <SEP> ST <SEP> II <SEP> und <SEP> 11I) <SEP> 45-50 <SEP> braun <SEP> gering
<tb>  3 <SEP> (untere <SEP> Ph, <SEP> ST <SEP> I, <SEP> II <SEP> und <SEP> 11I) <SEP> 10 <SEP> hellbraun <SEP> gering
<tb>  4 <SEP> (obere <SEP> und <SEP> untere <SEP> Ph, <SEP> ST <SEP> IV) <SEP> l.5-20 <SEP> hellbraun <SEP> gering
<tb>  5 <SEP> (obere <SEP> Ph, <SEP> ST <SEP> V <SEP> und <SEP> VI) <SEP> 15 <SEP> hellbraun <SEP> gering
<tb>  6 <SEP> (untere <SEP> Ph, <SEP> ST <SEP> V <SEP> und <SEP> VI)

   <SEP> 35-40 <SEP> grünbraun <SEP> stark
<tb>  200 <SEP> Gew.-Teile       Die als aktiv befundene Fraktion 6 wird  durch     Chromatographie    an Aluminiumoxyd  weiter gereinigt. Mit Vorteil verwendet man  dazu neutrales Aluminiumoxyd der     Aktivi-          tätsstufe        11-III    (nach     Brockmann).    34 Ge  wichtsteile der Fraktion 6     werden    in 400     Vo-          lumteilen    Benzol gelöst, mit 100     Volumteilen          Petroläther    versetzt, wobei ein Teil der Sub  stanz ausflockt und auf eine Säule von 800  Gewichtsteilen Aluminiumoxyd gegeben.

   Dann  wird mit einem Gemisch von     Petroläther    und  Benzol im     Volumverhältnis    1:4 nachgewa  schen, gegebenenfalls unter Druck, wobei     zu-          erst    ein inaktives hellgelbes Öl, hernach etwa  0,6 Gewichtsteile einer inaktiven Kristall  fraktion vom F. = 238-239  und anschlie  ssend die oft von einem roten Farbstoff be  gleitete sedativ wirksame Substanz     eluiert     wird.

   Nun wird das erste Lösungsmittel  gemisch nacheinander durch Benzol und ein  Gemisch von     Benzol    und Aceton im     Volum-          verhältnis    2:1 ersetzt, wodurch der letzte  Rest des aktiven Materials aus der Säule     ent-          lernt    wird. Die     Eluatfraktionen    werden nach  dem Eindampfen mit wenig Aceton versetzt;  sie kristallisieren dann meist innert kurzer  Zeit. Durch     Abnutschen    und Waschen mit  einem Gemisch aus gleichen     Volumteilen    Ace  ton und Äther und mit Aceton kann die kri  stallisierte Substanz leicht isoliert werden.

    Man erhält 4,5 bis 5 Gewichtsteile eines     Roh-          k-ristallisates    vom F. = etwa 250 . Die weitere  Reinigung geschieht durch     Umlösen        aas    hei  ;     ssem    Aceton oder aus einem Gemisch von  Chloroform und Äther, wobei das fast farb  lose     Reserpin    vom F. = 262-263  (unter Zer-         setzung),    [all, -1170 (Chloroform), erhalten  wird.     b     Die     Gewinnung    des kristallisierten     Reser-          pins    aus Fraktion 6 kann auch durch eine  weitere     Gegenstromverteilung    erfolgen.

   So  kann man zum Beispiel 29,7 Gewichtsteile des  aus Fraktion 6 erhaltenen Rückstandes     in        c     8     Seheidetrielitern    zwischen je 500     Volumtei-          len        eines        Gemisches        von        60%        Benzol        und          40%        Hexan        als        oberer        Phase        im        Gleich-          

  gewieht    mit je 500     Volumteilen    eines     Ge-          misches        von        80%        Äthanol        und        20%        Wasser    7  als unterer Phase im Gegenstrom verteilen.

    Aus der     durch        Vereinigung    der obern     Phasen-          der    Scheidetrichter.     .\Tr.    2, 3 und 4 erhaltenen  Fraktion lässt sieh analog den obigen An  gaben kristallisiertes     Reserpin    isolieren. 7  Die oben genannten      Oleoresins     werden  wie     folgt    gewonnen:

    4000 Gewichtsteile feingemahlene Wurzel  rinde von     Rauwolfia        serpentina        Benth.    wer  den mit etwa. 20000     Volumteilen    Methanol so 8  lange     pereoliert,    bis     Mayers        Reagens    auf Al  kaloide nur noch sehr     schwaeli    positiv anzeigt.  Der     methanolische    Extrakt wird dann im Va  kuum     zur    Trockne eingedampft und der 500  bis 600 Gewichtsteile betragende     Riickstand    8  zur Entfernung der     Hauptalkaloide    mehrmals  mit Wasser aasgeknetet.

   Der unlösliche Rück  stand wird anschliessend zur Entfernung der  restlichen basischen Anteile mehrmals mit       verdünnter    Salzsäure aasgeknetet, mit. Was-     y          ser    gewaschen und getrocknet.

       Darauf    wird  der verbleibende unlösliche Anteil, der      Oleo-          resins     genannt wird, zur     Vorreinigung    fein  zerrieben, mit     Petroläther    erschöpfend extra-           liiert    und das hierbei zurückbleibende braune       Pulver    mehrere     Stauiden    mit etwa 2000     Vo-          himteilen        95 /aigem    Alkohol     ausgerührt.    Dabei       gehen        80-90%        des        Materials    

      in        Lösung.     lach dem     Abnutschen    wird die dunkelbraune  Lösung zur Trockne eingedampft, -und man  erhält etwa 200 Gewichtsteile     vorgereinigte           Oleoresins .  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Salzes, dadurch gekennzeichnet, dass man Reserpin oder ein Salz desselben mit Salzsäure behan delt. Reserpin-hy drochlorid ist schwer löslich und schmilzt bei 221 . Es soll als Heilmittel Verwendung finden.
CH310978D 1952-07-24 1952-07-24 Verfahren zur Gewinnung eines Salzes. CH310978A (de)

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