CH311078A - Verfahren zur Herstellung von Zeichen mit durch optisch homogene Flächen begrenzter Form auf einer Unterlage und durch dieses Verfahren erhaltene Unterlage mit Zeichen. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Zeichen mit durch optisch homogene Flächen begrenzter Form auf einer Unterlage und durch dieses Verfahren erhaltene Unterlage mit Zeichen.Info
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Description
#fteÜ Verfahren zur Herstellung von Zeichen mit durch optisch homogene Flächen begren ri#Irm auf einer Unterlage und durch dieses Verfahren erhaltene Unterlage mit Zeichen. Im Hauptpatent X-r. ?89455 ist ein Ver fahren zur Herstellung von Zeichen mit durch optisch homogene Flächen begrenzter Form auf einer Unterlage mit der Kennzeichnung angegeben worden, dass unmittelbar auf der Unterlage mindestens eine dünne, der Dicke nach höchstens einer Wellenlänge des Lichtes entsprechende, wieder entfernbare Hilfs schicht erzeugt,
die Unterlage durch die I-Iüfs- schicht hindurch in einem Flächenausmass freigelegt wird, das gerade den herzustellen den Zeichen entspricht, alsdann eine zeichen bildende Haftschicht aufgebracht und die verbliebene Hilfsschicht entfernt wird.
Unter optisch homogenen Begrenzungs flächen erden Flächen verstanden, die auch bei Betrachtung mit optischen Vergrösse rungsgeräten mit Einfall sichtbaren Lichtes auf die zu untersuchende Fläche keine Un regelmässigkeiten erkennen lassen, die über das Mass hinausgehen, bei dein das Zeichen die Aufgabe nicht mehr erfüllen könnte, zu deren Bewältigung in optischer Beziehung es geschaffen wurde.
Als Wellenlänge des Lichtes kann dabei auf die dem Schwerpunkt der Augenempfind lichkeit entsprechende Wellenlänge von 5500 AE abgestellt werden, ohne dass andere Lichtwellenlängen als Bezugsmass, beispiels weise die obere und untere Grenzwellenlänge des (sichtbaren) Lichtes, ausscheiden.
Dieses Verfahren kann deshalb zu mathe matisch definierten Raumformen der Zeichen führen, weil durch das Zusammenwirken von Haftschichten und entfernbaren Mfsschich- ten erreicht werden kann, dass man unab hängig von der Formgebung der die Begren zungsflächen beeinflussenden Werkzeugfor men wird. Bekanntlich geht auch die feinste Spitze eines Werkzeuges zu iin Querschnitt stärkeren Werkzeugteilen über, weil es un möglich ist, den Querschnitt der Spitze auf eine grössere Länge zu erhalten.
Das gilt auch für die Querschnittsflächen eines Stichels, wie er in der Gravurtechnik Anwendung findet. Das bedeutet also, dass neben der schneiden den Spitze oder Schneide an der Bildung der Zeichen Werkzeugflächen beteiligt sind, die nicht als ausgesprochene Schneiden ausgebil det sind, so dass sie den Werkstoff, der die Zeichen begrenzt, wegdrücken statt weg schneiden.
Auf diese Weise kommt es zu Aus- bröckelungen des Werkstoffes und damit zu den oben erörterten unregelmässigen Be grenzungsflächen der bisher erzeugten Zei chen. Durch das vorgeschlagene Verfahren können diese Erscheinungen beseitigt wer den. Denn durch die Entfernung der Hilfs- schicht verlieren die Teile der Haftschicht, die nicht unmittelbar an der Unterlage haften, d. h. diejenigen Teile der Haft schicht, die von der Unterlage durch die Hilfsschicht getrennt sind, ihren Halt.
Sie brechen ab und es bleiben gegebenenfalls nur quaderförmige Blöcke der Haftschicht be stehen. Damit wird man unabhängig von den Unregelmässigkeiten, die durch die nicht schneidenden Werkzeugteile erzeugt werden, und inan kann Raumformen der Zeichen ge winnen, die durch mathematisch definierte Ebenen bestimmt sind.
Im Hauptpatent wurde weiter angegeben, dass das Verfahren nach drei grundsätzlich verschiedenen Richtungen hin abgewandelt werden kann, je nachdem, ob die zu erzeu genden Zeichen in erhabener Form auf einer Unterlage auftreten sollen, oder ob sie als Ausnehmungen in einer auf die Unterlage auf gebrachten Schicht erscheinen oder ob sie optisch lückenlos aneinanderliegen müssen.
Der erste Fall wird durch ein dunkles Faden kreuz auf hellem Untergrund in Durchsicht, der zweite Fall durch ein helles Fadenkreuz auf dunklem Untergrund in Durchsicht und der dritte Fall durch die Phasenringe bei den Phasenkontrastverfahren der Mikroskopie veranschaulicht.
Während im Hauptpatent der erste Fall, also die Herstellung erhabener Zeichen, näher behandelt wurde, betrifft vorliegende Erfin dung den zweiten Fall, nämlich die Eizeugung von Zeichen in Form optisch homogene Be grenzungsflächen aufweisender Ausnehmun- gen in Schichten, die auf einer Unterlage auf liegen.
Die Durchführung dieses Verfahrens kenn zeichnet sich erfindungsgemäss dadurch, dass unmittelbar auf der Unterlage mindestens eine dünne, der Dicke nach höchstens einer Wel lenlänge des Lichtes entsprechende, wieder entfernbare Hilfsschicht erzeugt, die Unter lage durch die Hilfsschicht hindurch in einem Flächenausmass freigelegt wird, das gerade den herzustellenden Zeichen entspricht, als dann, zwecks Erzeugung von Zeichen in Form optisch homogene Begrenzungsflächen aufweisender Ausnehmungen in auf der Unter lage aufliegender Schicht, eine zweite,
unter andern Bedingungen wie die ersteHilfsschicht wieder entfernbare Hilfsschicht auf die erste Hilfsschicht und auf die Unterlage aufge bracht wird, worauf die Ersthilfsschicht ent fernt, auf den an der Unterlage haftenden Rest der Zw eithilfsschicht und auf die Unter- lage die zeichenbildende Haftschicht aufge bracht und hierauf der Pest der Zweithilfs- schicht entfernt wird.
Weitere Einzelheiten des Verfahrens seien an Hand der Zeichnung veranschaulicht. Es sei nur festgehalten, dass eine nach einem der artigen Verfahren erhaltene Unterlage mit aufgebrachten Zeichen in Form optisch homo gene Begrenzungsflächen aufweisender Aus nehmungen in auf der Unterlage aufliegen der Schicht versehen ist.
In der Zeichnung geben die Fig. 1 bis 5 Phasen eines erfindungsgemäss durchgeführten Verfahrens wieder, nach wel chem Zeichen in Form optisch homogene Be grenzungsflächen aufweisender Ausnelimun- gen in einer Schicht erzeugt. werden, die auf einer Unterlage aufliegt. Im Beispielsfalle soll die Ausnehmung die Form eines Fadenkreuzes haben.
In Fig. 1 bezeichnet 14 die Unterlage. auf der eine Ersthilfsschicht bei 13 erzeugt wird. An der Stelle, an der später die Ausnehmung 1? erscheinen soll, wird eine Furche 14 derart. eingraviert, dass die freigelegte Bodenfläche 15 der Furche gerade und genau der Projek tion der den Balken 12? des Fadenkreuzes bildenden Begrenzungsränder entspricht. Der die Ersthilfsschicht 13 bildende Stoff ist dabei so bestimmt, dass er sich etwa in kaltem @@ATas- ser gut, in heissem Wasser schlecht lösen lässt.
Ein derartiger Stoffist beispielsweise.Natri uni fluorid. Natriumfluorid ist überdies ein nicht duktiler, in gewissem Sinne also spröder, jedenfalls nicht. schivierender Stoff. Das ist beim Übergang von inakroskopischen, an sich bekannten Hilfsschichten aus schmierenden Metallen (Kupfer, Zinn, Cadmium usw.) oder metallähnlichen Stoffen wie den als Schmier mittel verwandten Sulfiden, Telluriden oder Seleniden, auch aus organischen, wieder schmierenden Stoffen wie Wachsen, Harzen, Lacken, Gummi, Asphalt usw. zu extrem dünnen Schichten von entscheidender -Bedeu tung.
Dadurch, dass man zu derartig extrem dünnen Hilfsschichten übergeht, ist man näm lich in der Lage, die Grösse der Kristallite so zu beschränken, dass auch die Korngrenzen, wenn man sie längs einer Geraden oder regel mässig gekrümmten Linie betrachtet, keine über die Wellenlängen des sichtbaren Spek trums hinausgehende Grössenunterschiede aufweisen. Gelingt es nun, die Voraussetzun gen dafür zu schaffen, dass die Schneide des Gravierwerkzeuges an diesen Korngrenzen entlang schneidet, so erreicht man, dass die Unterschiede in der Regelmässigkeit des Rand- verlaufes des durch die Werkzeugschneide gezogenen Striches unterhalb des Auflösungs vermögens von Mikroskopen bleibt.
Der Be dingung kann aber genügt werden, wenn man zur Herstellung der extrem dünnen Hilfs schichten den vorgeschlagenen nichtmetalli schen, aber anorganischen sowie nichtdukti- len, im allgemeinen als spröde bezeichneten Stoff benutzt.
Dadurch, dass dieser Stoff in folge seiner Sprödigkeit wegbricht, wenn er von der Werkzeugschneide erfasst wird, und nicht, wie dies duktile und weiche Stoffe tun würden, hängenbleibt und dadurch ver schmiert und deformiert wird, gelingt es, zu den gewünschten, im mikroskopisch-opti- schen Sinne regelmässigen Zeichenbegren- zungsrändern zu kommen.
Auf die Erstbilfssehicht 13 wird nach Fig. 2 eine Zweithilfsschicht 16 aufgebracht, die aus einem Stoff besteht, der unter andern Bedin gungen entfernbar ist wie der Stoff, aus dem die Schicht 13 besteht.
Ein derartiger Stoff soll beispielsweise mir in heissem Wasser lös lich, in kaltem Wasser jedoch unlöslich sein; ein so beschaffener Stoff ist durch Magnesium- fluorid gegeben; Magnesiumfluorid hat nicht nur die Eigenschaften der 1Vichtduktilität, damit der leichten Gravierbarkeit in dünner Schicht, sondern ist auch nichthygroskopisch.
Ein so erzeugter, das Aussehen der Fig. 2 aufweisender Körper wird nunmehr mit kal tem Wasser behandelt. Dadurch löst sich die Schiebt 13 auf und von der Schicht 16 bleibt nur der Balken 1.7 bestehen, weil alle andern Teile der .Schicht 16 ihren Halt an der Unter lage und sonstwie im Raum verlieren. Nun mehr wird die Haftschicht 11 hergestellt. Das Ergebnis ist in Fig. 4 veranschaulicht. Nach Herstellung der Haftschicht 11 wird der in Betracht kommende Körper mit heissem Was ser behandelt, so dass sich Balken 17 auflöst.
Dadurch verliert der Balken 11 in Fig. 4 sei nen Halt, und es entsteht ein Körper mit dem Aussehen der Fig. 5, d.. h. es entsteht ein in der Schicht 11 ausgespartes Fadenkreuz, des sen durch die Zeichenebene geschnittener Balken bei 12 zu erkennen ist.
An die Stelle von zur Hilfsschichtenbil- dung benutzbaren, bei verschiedenen Tempe raturen wasserlöslichen Stoffen wie die ge nannten Natrium- und Magnesiumfluoride kann man auch Stoffe treten lassen, die nur in verschiedenen Medien lösbar sind. Ein der- artigerStoff ist beispielsweiseNickeldimethyl- glyoxim, der nur in Alkohol, nicht dagegen in Wasser lösbar ist, während als wasser-,
aber nicht alkohollösliche Stoffe die genannten Fluoride dienen können.
Zur Herstellung der Haftschicht 11 kom men vorzugsweise weder in kaltem noch in warmem Wasser lösliche, mechanisch und chemischbeständigeundbezüglich ihrerLicht- durchlässigkeit geeignete Stoffe in Betracht. Derartige Stoffe bestehen beispielsweise aus niederen Oxyden, etwa aus Fe0 oder aus Me tallen.
Naturgemäss ist es möglich, nachträglich weitere Schichten aufzubringen oder das durchlässige Zeichen zu färben, zu mattieren oder zu verspiegeln, ohne dass diese zusätz lichen Schritte etwas am Herstellungsverfah- ren selbst ändern.
Es liegt im Wesen der Erfindung, dass auch die weiteren Massnahmen benutzt wer den können, die bereits im Hauptpatent vor geschlagen worden sind. Insbesondere kann man sowohl die Hilfs- als auch die Haft schichten durch Aufdampfen im Hochvaku um herstellen, ohne dass andere Herstellungs verfahren, beispielsweise Kathodenzerstäu- bungen, ausgeschlossen sind. Die Schichten, insbesondere die Hilfsschichten, können dabei in der Dicke weniger Moleküllagen, sogar nur in der Dicke einer einzigen Moleküllage herge stellt sein.
Insbesondere wird man die haft fähige Schicht in der Dicke von weniger als einer Lichtwellenlänge auftragen. Die Dicke der die Ausnehmungen aufweisenden Schicht kann auch derart sein, dass sie infolge Inter ferenz farbig erscheint.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung von Zeichen mit durch optisch homogene Flächen be- grenzterFormauf einerUnterlage, dadurch ge kennzeichnet, dass unmittelbar auf der Unter lage mindestens eine dünne, der Dicke nach höchstens einer Wellenlänge des Lichtes ent sprechende, wieder entfernbare Hilfsschicht erzeugt, die Unterlage durch die Hilfsschicht hindurch in einem Flächenausmass freigelegt wird, das gerade den herzustellenden Zeichen entspricht, alsdann, zwecks Erzeugung von Zeichen in Form optisch homogene Begren zungsflächen aufweisender Ausnehmungen in auf der Unterlage aufliegender Schicht, eine zweite,unter andern Bedingungen als die erste Hilfsschicht wieder entfernbare Hilfs schicht auf die erste Hilfsschicht und auf die Unterlage aufgebracht wird, worauf die Erst hilfsschicht entfernt, auf den an der Unter lage haftenden Rest der Zweithilfsschicht und auf die Unterlage die zeichenbildende Haft schicht aufgebracht und hierauf der Rest. der Zweithilfsschicht entfernt wird. II. Nach dem Verfahren gemäss Patent anspruch I erhaltene Unterlage mit aufge brachten Zeichen in Form optisch homogene Begrenzungsflächen aufweisender Ausneh- mungen in auf der Unterlage aufliegender Schicht. UNTERANSPRÜCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Hilfsschichten aus unter verschiedenen Bedingungen lö sungsfähigen Stoffen erzeugt werden. ?. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass mindestens eine Hilfsschicht aus einem wasserlöslichen Stoff erzeugt wird. 3. Verfahren nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass mindestens eine Hilfsschicht aus einem in Alkohol löslichen Stoff erzeugt wird. 4. Verfahren nach Unteranspruch I , da durch gekennzeichnet, dass die Hilfsschichten aus bei verschiedenen Temperaturen des Lö sungsmittels lösungsfähigen Stoffen erzeugt werden. 5.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass mindestens eine Hilfsschicht aus einem nichtduktilen Stoff hergestellt wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, da,ss mindestens eine Hilfsschicht aus einem nichthygroskopischen Stoff hergestellt wird. 7. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass mindestens eine Hilfsschicht aus einem Fluorid hergestellt wird. S. Verfahren nach Unteranspruch 7. da durch gekennzeichnet, dass mindestens eine Hilfsschicht aus Magnesiumfluorid hergestellt wird. 0.Verfahren nach Unteranspruch 7, da durch gekennzeichnet, dass mindestens eine Hilfsschicht aus Natriumfluorid hergestellt wird. 10. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass mindestens eine Hilfsschicht im Hochvakuum aufgedampft wircl. 11. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass mindestens eine Hilfsschicht in der Dicke von wenigen Mole küllagen hergestellt wird. 12. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass mindestens eine Hilfsschicht aus einer einzigen Moleküllage hergestellt wird. 13. Verfahren nach. Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass mindestens eine haftfeste Schicht in einer Dicke von weniger als einer Lichtwellenlänge aufgetragen wird. 14.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, da.ss mindestens eine haftfeste Schicht aus einem Metall erzeugt wird. 15. Verfahren nach Patentanspruch I. da durch gekennzeichnet, dass mindestens eine haftfeste Schicht aus einem Metalloxyd er zeugt wird. 16. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass mindestens eine haftfeste Schicht im Hochvakuum aufge dampft wird. 17. Unterlage nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der die Ausnehmungen aufweisenden Schicht der art ist, dass sie infolge Interferenz in einer Farbe erscheint.
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