Misch- und Dispergiervorrichtung.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Misch- und Dispeygiervorrichtung mit zwei zueinander koaxial angeordneten Haltern, von denen mindestens der eine drehbar ist und welche um einen zentralen Zuführungsraum für das zu behandelnde Gut angeordnete Zer klein. erungsorgane aufweisen, von denen mindestens ein Teil seherend zusammenarbeitet.
Es gibt bereits Vorriehtungen dieser Art, z. B. gemäss Patent Nr. 288154. 3vlan kann Vorrichtungen dieser Art eine solehe Zahl von Zerkleinerungsorganen und dem einen Halter eine solehe Umlaufgeschwindigkeit geben, dass eventuell T.
Tltraschallwirkungen auftreten. Das zu behandelnde Gut gelangt vom Zuführungs- raum vermöge der durch die Drehung bewirkten Zentrifugalkraft in den Bereich der zu sammenarbeitenden Zerkleinerungsorgane und erfährt durch Prallschläge der Flanken sowie Scherwirkungen zwisehen den Zerkleinerungsorganen eine intensive Bearbeitung, Zerteilung, Quetschung und innige Durchmischung gegebenenfalls bis zur Überführung in stabile Suspensionen sowie kolloidale Lösungen, wird hierhei eventuell parallel dazu laufenden physiko-chemischen Effekten unterworfen und nach der Bearbeitung an der Peripherie der äussern Organe ausgeschleudert.
Bei den bekannten Vorrichtungen tragen B¯den der Halter die Zerkleinerungsorgane auf ihren einander zugekehrten Seiten, so dass diese Organe zwischen den B¯den gewissermassen wie in einem von den B¯den begrenzten Gehäuse sitzen. Daher sind diese Vorrich- tungen nur für flüssiges Behandlungsgut oder solches mit kleineren festen Bestandteilen geeignet, da das Gut nur durch besondere Off- nungen mit begrenzter Lichtweite in den Hal terböden zum Zuführungsraum gelangen kann.
Es besteht jedoch in verschiedenen Gebieten ein Bedürfnis nach einer Misch-lmd Dispergiervorrichtung, welche auch zur Be arbeitung von Gemischen aus Flüssigkeit und festen Bestandteilen gröberer Struktur geeignet ist.
Die vorliegende Erfindung bezweckt nun, die Unzulänglichkeit der genannten Vorrichtungen zu vermeiden.
Die erfindungsgemässe Misch-und Disper giervorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass auf der Eintrittsseite des zentralen Zuführungsraumes die freien Enden mindestens eines Teils der rotierenden Zerkleinerungsorgane zum Angriff des sich zum Zuführungs- raum bewegenden Gutes in axialer Richtung frei zugänglich sind.
Bei bestimmten Ausführungsformen kann das Gut feste Bestandteile haben, die grosser sind als die Lichtweite des Eintrittes in den zentralen Zuführungsraum und doch von den in axialer Richtung frei zugänglichen Enden der rotierenden Zerkleinerungsorgane vorzerkleinert werden.
Bei entsprechender Ausbildung der erfindungsgemässen Vorrichtung können z. B. ganze Klumpen chemischer Rohstoffe, wie z. B. Kaolin, Harze, Farbpigmente, aber auch Obst, Zuekerrüben, Kartoffeln llSW. mit einer Flüs- sigkeit in einem Arbeitsgang zerkleinert und dispergiert sowie homogenisiert werden. Derartige Klumpen mu¯ten bis jetzt zuerst vorzerkleinert werden, bevor sie in die Miseh-und Dispergiervorriehtung gebracht wurden.
Die beiliegende Zeichnung zeigt mehrere Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegen- stades.
Fig. 1 ist eine teilweise geschnittene Ansicht einer ersten Ausführungsform.
Fig. 2 zeigt einen Querschnitt nach der Linie II-II der Fig. 1.
Fig. 3 bis 6 zeigen im Vertikalschnitt vier Varianten.
Fig. 7 und 8 veranschaulichen eine weitere Ausführungsform, wobei Fig. 7 einen Schnitt nach der Linie VII-VII der Fig. 8 darstellt, welche eine teilweise geschnittene Draufsicht ist.
Fig. 9 bis 12a stellen eine weitere Ausfüh- rungsform dar, wobei
Fig. 9 dieses GerÏt mit elektrisch geheizter Hülse (letztere im Schnitt) zeigt.
Fig. 10 und 10a zeigen diese Dispergier- vorriehtung ohne die heizbare Sterilisierhülse im Längsschnitt bzw. im Querschnitt entsprechend dem Schnitt X-X der Fig. 10, und
Fig. 11 die gleiche Vorrichtung an einem Laborstativ befestigt.
Fig. 12 und 12a sind eine Ansicht der Vorrichtung, eingebracht in ein Becherglas bzw. ein Quersehnitt durch dieselbe entspreehend dem Schnitt XII-XII der Fig. 12.
Bei der Ausführungsform gemäss Fig. 1 ist zum Antrieb der Zentralwelle 5 am obern Ende einer Hülse 2 ein hochtouriger elektricher lIotor 1 mit Griff 6, Drehzahlregler und Schalter 3 angeordnet. Am freien Ende der H lse 2 ist ein Halter 7 mit Armen 12 befestigt, welche je einen, ein Zerkleinerungsorgan bildenden, axial geriehteten Zahn 8 tragen, welche ZÏhne 8 zusammen einen zur Drehachse konzentrischen Zahnkranz bilden.
In diesem stillstehenden Kranz aus Zerkleine rungsorganen befindet sich ein drehbarer, innerer Kranz von Zerkleinerungsorganen, die auf dem Halter 9 angeordnet sind. Dieser Halter ist an der Welle 5 koaxial zu dieser befestigt und weist Arme auf, welche die axial gerichteten, als ZÏhne 4 ausgebildeten Zerkleinerungsorgane tragen. Die innern, drehbaren ZÏhne 4 umsehlieBen einen zentralen Zuführungsraum, dessen Eintrittsseite unten liegt. Auf dieser Eintrittsseite sind die freien Enden der rotierenden Zähne 4 in axialer Riehtung frei zugänglieh und können somit in ihren Bereich gelangendes Gut zur Vorzerkleinerung angreifen.
Die Zahnkränze berühren sich zwar nieht, liegen aber so eng nebeneinander, dass sie noch genügend Raum lassen, um das bearbeitete Gut unter Sehe- rung, Quetschung und Prallung durehzulassen.
Die Halter konnten auch volle oder durehbrochene Scheiben oder Gloeken bilden.
Je nach dem zu bearbeitenden Gut sind die ZÏhne nach der in der Drehriehtung des Innenhalters vorlaufenden Seite zu gesehärft.
Die ZÏhne haben rechteckigen Quersehnitt (Fig. 2) und können in ihrer einfaehsten Form an ihrem freien Ende reeht-oder spitz- winklig abgeschnitten sein. Der Querselmitt der ZÏhne kann auch quadratiseli, oval, rund oder halbrund, trapezförmig oder noch anders gestaltet sein.
Zum Gebrauch wird die als Eintauehgerät ausgebildete Vorrichtung am Griff 6 erfasst und mit dem untern Ende der Hülse 2 in das zu bearbeitende Gemiseh in einem Behalter ein getaueht und in Betrieb gesetzt. Dadurch rotieren die ZÏhne 4 des innern Kranzes rela- tiv zu den Zähnen 8 des äussern Kranzes.
Das innerhalb des rotierenden innern Kranzes befindliche Gut wird damit in sehnelle Rotation versetzt und zwischen den Organen 4 des innern Kranzes rundherum gesehleudert und gegen die Zähne 8 des äussern Kranzes gepresst und besonders durch den Anprall gegen die angenähert radial liegenden Flanken der ZÏhne 8 zersehlagen und zerschert. Bei gen gend hoher Gesehwindigkeit der relativ aneinander vorbeifliegenden Zerkleinerungsorgane bzw. deren Flanken treten im Gut Deh nungsspannungen auf, die zur Kavitation führen.
Gleichzeitig wird insbesondere der bereits feiner zerkleinerte Teil des Gutes zwischen den Zähnen 4 und 8 bis zu sehr hohen Fein heitsgraden zerrieben und zuletzt durch die Lüeken zwischen den Zähnen 8 hindurch in den Behälter ausgeschleudert. Hand in Hand damit geht eine innige Durehmisehung einher, gegebenenfalls bis zur Überführung des Gutes in stabile Suspensionen oder kolloidale Losun- gen.
Die bei der Arbeit auftretenden physiko ehemisehen Effekte, wie insbesondere elektrisehe Nufladung Oxydation, Destruktion, Depolymerisation, Koagulation und Ausfäl- lung und dergleichen, sowie chemische Reak- tionen usw., können hauptsächlicher oder zu sätzlicher Zweek der Bearbeitung des Gutes sein und nach Bedarf durch ErwÏrmung.
Kühlung, Zusätze während des Betriebes von Reagenzien oder weiteren Rohstoffen oder auch von Katalysatoren gelenkt. werden, wobei durch die intensive Wirkung der Vorrichtung derartige Prozesse beschleunigt, begünstigt oder überhaupt erst ermöglieht werden.
Das in den Behälter ausgescllleuderte Gut wird infolge des Unterdruckes im innern Kranz und des Überdruckes an der Peripherie des äussern Kranzes in kontinuierlichen Um- laiif und zu einer ständigen Vermischung sowie zu einer stetigen Rückkehr in den innern Zahnkranz zwecks erneuter und waehsend feinerer Zerkleinerung gebracht, bis der gew nschte Grad erreicht ist. Die Vorrichtung nach den Fig. 1 und 2 kann auch an einem Stativ oder an Behältern befestigt werden. Da der durch den innern Kranz umsehlossene Zuführungsraum von einer Seite über den ganzen innern Durehmesser des innern Kranzes frei zugänglieh ist, können feste Bestandteile bearbeitet werden, deren Ausma¯ so gross ist wie die Öffnung des innern Kranzes.
Da die freien Enden der rotierenden Zähne 4 in axialer Richtung frei zugÏnglich, also naeh aussen unverdeekt sind, können in deren Bereich gelangende feste Bestandteile vorzerkleinert werden, bis sie in den Zuführungs- raum eintreten können.
Bei sformen nach Fig. 3, 4 und 5 ist der zentrale Zuführungsraum nicht nach unten, sondern nach oben offen und sind die freien Enden der rotierenden Zähne 4 von oben in axialer Richtung frei zugänglich.
Die Zahnkränze liegen im Innern eines Behandlungsbehälters 13 (Fig. 3), wobei die den Ïu¯ern Kranz tragende Hülse 2 am Behälter 13 verschraubt ist. In der Hülse 2 ist wieder die zentrale, rotierende Welle 5 gelagert, welche den Innenkranz trägt. In den Fig. 3, 4 und 5 sind am Innenkranz beispielsweise messerförmige Verlängerungen 10 der als ZÏhne 4 ausgebildeten Zerkleinerungsorgane dargestellt, welche je naeh Zweek und Art des Gutes eine geradlinige oder abgebogene Ver längerung der ZÏhne bilden.
Die Verlänge- rungen dienen der Vorzerkleinerung fester Bestandteile, insbesondere wenn diese sehr viel grösser sind, als die Lichtweite des Ein- trittes zum Zuführungsraum. Gebogene Verlängerungen haben auch eine den Umlauf im Behälter beeinflussende Wirkung, so dass diese Verlängerungen sich gegebenenfalls in ihrem Verlauf auch nach der Form und der Weite des Behälters richten müssen.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 liegen die ZÏhne 4 und 8 der beiden Kränze auf einem sich naeh oben öffnenden Kegelmantel, welcher koaxial zur Drehachse angeordnet ist.
Diese Form gestattet, grobe Materialstüeke leichter in den Innenkranz aufzunehmen. Bei der Ausführungsform gemäss Fig. 5 haben die ZÏhne 4 des innern Kranzes ebenfalls mes serförmige Verlängerungen 10. Die verschie- denartige Abbiegung dieser Verlängerungen dient dem Zweck, mögliehst alle Schichten sowohl des in den innern Kranz einströmenden Gutes als auch des aus dem Ïu¯ern Kranz ausströmenden und an der Behälterwandung hochsteigenden Gutes zu erfassen.
Bei der Ausführungsform gemäss Fig. 6 sind die Kränze wieder mit ihrer Öffnung nach oben im Innern eines stehenden Behälters 13 3 angeordnet. Das Gemisch im Behälter 13 wird in den innern, vom Motor 1 angetriebenen, auf der Welle 5 sitzenden Kranz hineingesaugt. Der äussere Halter ist ähnlich befestigt wie in Fig. 3. Der Behälter 13 kann, wenn gewünscht, heizbar sein.
Ein von Hand oder automatisch betätig- barer Regulierschalter 15 dient zur Einstel- lung einer konstanten Drehzahl des Motors oder auch zur stossweisen periodischen oder aperiodischen Auf-und Abregulierung der Drehzahl. Diese Möglichkeit kann auch bei den vorangehenden und nachfolgenden Beispielen vorgesehen werden.
Die in axialer Richtung frei zugänglichen Enden der Zähne 4 des innern Kranzes sind abwechselnd durch Haken bzw. Messer ver längert, welche dem weiter oben beschriebenen Zweck dienen. Auch liegen die als Zähne 4 und 8 ausgebildeten Zerkleinerungsorgane wie in Fig. 4 auf einem Kegelmantel.
In der Fig. 6 ist weiter eine Zusatzein- richtung dargestellt, welche eine tellerförmige Schale 18 mit einem Anschlussstück 17 bildet.
Diese Einrichtung soll die bei Rührwerken bekannten Nachteile vermeiden, wenn klebrige Harze oder dergleichen Stoffe in Lösungsmitteln gelöst werden, wobei die an ihrer Oberfläche angelösten und weich werdenden Harze durch ihre hohe Adhäsion an den rotierenden Rührorganen und an dem Behälter aussergewöhnlich hohen Kraftaufwand erfordern und zur Arretierung des ganzen Rührapparates führen können. Die Zusatzeinrichtung ist dazu bestimmt, das zu lösende Harz zu tragen und den Raum um und in den Kränzen ausschliesslich dem Zweeke der Lösung zu reservieren.
Das auf dem Teller 18 liegende Harz wird vom Lösungsmittel umspült. Bei der Inbetriebsetzung der Dispergiervorrichtung wird das Lösungsmittel mit starker Strömung in Rich- tung der Pfeile X nach unten gesogen und strömt von oben im mittleren Teil des Behälters ebenso stark nach. Hierbei dringt es durch Löcher 19 im Boden des horizontal liegenden Tellers 18 in das Anschlussstück 17 und in den innern Kranz ein, welcher es durch den äussern Kranz hindurch gegen die Behälterwand ausschleudert. Es steigt dann an der letzteren nach oben, strömt um den Rand des Tellers 18 herum durch den Spalt 21 und gelangt erneut durch das Harz und durch die Löcher 19 hindurch in den Innenkranz usw.
Dabei löst das Lösungsmittel das Harz auf, und reichert sich dadurch fortlaufend mit Harz an. Mit der gleichen Vorrichtung ist auch die Pigmentierung von Harzlosungen. und/oder andern Bindemitteln möglich, indem die Pigmente einfach dem über dem Teller stehenden Lösungsmittel oder der Harzlosung oder gegebenenfalls auch einem andern Bindemittel zugegeben und der Dispergierarbeit ausgesetzt werden.
Zur Befestigung der Zusatzeinrichtung ist der untere Rand des kapselfomnigen Anschlussstüekes 17 mit federnden Lappen 27 versehen, welche auf dem obern Rand der äussern Zerkleinerungsorgane 8 aufklemmbar sind. Die Schale 18 kann auch eine andere als die in Fig. 6 dargestellte Gestalt haben. Sie kann auch an kleinen Konsolen 22 der Innenwan- dung des Behälters 13 befestigt sein (links in Fig. 6).
Der Behälter 13 kann z. B. mit Dampf, Elektrizität, Kühlwasser oder andern bekannten Mitteln je nach Bedarf beheizt oder gekühlt werden.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung der Fig. 6 ist im übrigen im wesentlichen gleich, wie im Zusammenhang mit Fig. 1 und 2 beschrieben.
Bei der Ausführungsform nach den Fig. 7 und 8 weisen die beiden Halter je einen Doppelkranz von als Zerkleinerungsorgane ausgebildeten Zähnen auf. Der innere Halter sitzt fest auf der Zentralwelle 5 und hat einen scheibenförmigen Halterteil 9 und einen peripheren Ring 28, der durch Arme 20 mit dem Teil 9 verbunden ist. Der Ring 28 trägt einen innern Zahnkranz mit Zerkleinerungsorganen 4. Die Aussenkanten der Zerkleinerungsorgane 4 sind axial gerichtet und tragen am untern Ende einen Ring 25, ielcher den innern Zahnkranz 8 des ruhenden äussern Halters überbrückt. Wie aus Fig. 7 hervorgeht, ist die radiale Ausdehnung der Zerkleine rungsorgane 4 grouper als diejenige der Zähne 8.
Damit wird eine Verbreiterung der in der Drehrichtung vorauslaufenden Flanke der Zerkleinerungsorgane 4 erreieht, was eine ver stärkte Pumpenwirkung ergibt. Diese Organe ersetzen also eine Zentrifugalpumpe. Die mit den Zerkleinerungsorganen 4 zusammenarbei tenden Zähne 8 des ruhenden äussern Kranzes sitzen zusammen mit den ZÏhnen 8a des äussersten Zahnkranzes an einem zur Drehachse koaxialen Ring 14, der durch Arme 12a mit einer zentralen, am Ende der Hülse 2 sitzenden und mit dieser verschraubten AIuffe 7'verbunden ist. Innerhalb der Muffe 7'bzw. der Hülse 2 ist ein Kugellager 24 für die Zen tralwelle 5 bzw. eine Packung 11 vorgesehen, welche das Innere von Muffe 7' und Hülse 2 abdichtet.
Zwischen den beiden ZahnkrÏnzen des einen Halters befindet sieh jeweils ein Zahnkranz des andern Halters, wo bei die Zähne 8 und 8a der stillstehenden Kränze sowie die Zerkleinerungsorgane 4 des Innenkranzes hängend, die Zähne 4a des äussern beweglichen Kranzes dagegen stehend angeordnet sind. Benachbarte Zahnkränze berühren sieh nieht. Anstatt Arme 20 mit da zwisehenliegenden Uffnungen 23 vorzusehen, kann man auch den Boden als gesehlossenen, glockenf¯rmigen Halter ohne Íffnungen ausbilden.
Die Zerkleinerungsorgane 4 des Innenkranzes tragen messerförmige Verlänge- rungen der Organe 4 bildende Zerkleine rungsorgane 10, die auch hakenförmig oder sonstwie ausgebildet sein können und deren Enden in axialer Richtung zum Angriff des Outes frei zugänglich sind. Diese Verlängerungen 10 sind, wie Fig. 8 reehts zeigt, am übrigen Teil der Zerkleinerungsorgane 4 an gesehraubt, können jedoeh aueh als Messer oder Haken 10a (links in Fig. 8) oder der gleiehen am übrigen Teil der Organe 4 oder am 25 angegossen sein. Die Verlängerun gen 10 bzw. 10 divergieren naeh unten und liegen auf einem Kegelmantel.
Wie Fig. 7 zeigt, ist die Teilung bei den innersten, am rotierenden Halter angeordneten Zerkleinerungsorganen 4 ein Vielfaches der Teilung bei den diese innersten, rotie rendez Organe 4 umgebenden, am andern Halter angeordneten Zerkleinerungsorganen 8.
Das hat den Vorteil, dass grosse klumpige Be standteile, die in den Zuführungsraum eingetreten sind und zwischen zwei benachbarte Organe 4 gelangen, von diesen mitgenommen und an den Organen 8 zerrieben werden. Ahn- liches ist übrigens möglieh beim Beispiel nach Fig. 2.
Die Vorrichtung der Fig. 7 und 8 kann entweder wie in Fig. 1 als Tauchgerät Verwendung finden, oder sie kann, wie in Fig. 6, stehend im Boden eines Behälters eingebaut sein.
Durch die Doppelzahnkränze wird die im Zusammenhang mit Fig. 1 geschilderte Mischund Dispergierwirkung vervielfacht, also eine Vergrösserung der Leistung erreieht, indem das von den Organen 4 erfasste und dabei durch die hohe Prallwirkung zerkleinerte und vermischte Gut gegen die radial liegenden Flanken der Organe 8 und von diesen gegen die radial liegenden Flanken der Organe 4a und so weiter im Zickzackweg geschleudert wird, bis es am Aussenkranz 8a austritt. Die Zirkulation des Gutes ist in Fig. 8 durch Pfeile xg veransehaulieht. Anstatt zwei Zahnkränze pro Halter können deren mehr vorgesehen sein.
Das GerÏt gemäss Fig. 9 bis 12a gestattet. auf Grund seiner Kleinheit beispielsweise die Herstellung kleiner Mengen von Dispersionen oder Emulsionen in einem relativ enghalsigen Kolben, einer Flasche, einem kleinen Becherglas, nötigenfalls auch in einem Reagensglas (mit nur 12-20 mm Durchmesser) oder dgl.
Gemäss Fig. 10 besitzt das Gerä. t einen nach unten geöffneten, drehbaren, von einem Motor oder dergleichen angetriebenen Halter 30 mit einem Kranz von Zerkleinerungsorganen, welcher wegen der Kleinheit des Gerätes vorzugsweise nur zwei bis zechs als Zähne ausgebildete Zerkleinerungsorgane 31 aufweist. Der drehbare Halter 30 einschliesslich der zentral angeordneten Antriebswelle 5 ist von einem rohrförmigen Halter 32 umgeben, der nach unten zu offen ist und unten über die Zähne 31 hinausragt. Im vorzugsweise aus hochwertigem Material bestehenden rohrför- migen Halter 32 sind in der Höhe der Zähne 31 Löcher, z. B. Schlitze 33 oder dergleichen, vorgesehen.
Die Kanten der zwischen den Sehlitzen 33 liegenden, stillstehende Zerkleine rungsorgane bildenden Stege 34 wirken mit den hoehtourig rotierenden Zähnen 31 sche rend und bewirken durch hochfrequente Prallsehläge eine intensive Bearbeitung, Zerteilung, Quetschung und Homogenisierung des Gemiches. Die Stege 34 können dabei einseitig entgegen der Drehrichtung des rotierenden Halters 30 eventuell Anschärfungen erhalten, um im Zusammenwirken mit den eventuell gleichfalls angeschärften Flanken der Zähne 31 eine noeh wirkungsvollere Zerscherung fester Teile des Gemisches zu bewirken.
Die freien Enden der Zähne 31 sind in axialer Richtung für den Angriff des Gutes frei zu gänglich zur Vorzerkleinerung des letzteren.
Um eventuell zu grobe Bestandteile des Gemisches aus dem Innern des ruhenden Halters fernzuhalten, ist der rohrförmige Halter 32 nach unten zu verlängert und mit im Vergleich zu den Schlitzen 33 breiter gehaltenen Saugöffnungen 35 versehen. Schliesslieh sind noch im untern Rand des Halters 32 Aus- sparungen 36 vorgesehen, wobei die zwischen diesen liegenden Teile 37 als Füsse zur Abstützung des Gerätes gegenüber dem Behälter- boden dienen können und gleichfalls den Eintritt zu grober Bestandteile des Gemisches in das Innere verhindern. Die Verlängerung mit den Sehlitzen 35 kann auch weggelassen werden. Der rohrförmige Halter 32 ermöglicht weiter in konstruktiv einfacher Weise die Anordnung einer Dichtung und der Lagerung 38 für die zentrale Antriebswelle 5.
Die eingetragenen Pfeile deuten die Zirkulation des Gemisches an. Der Misch-und Dispergiervorgang ist im wesentlichen gleich, wie im Zusammenhang mit Fig. 1 beschrieben.
An Stelle von Zähnen treten beim ruhenden Halter die Stege 34.
Fig. 11 zeigt die Vorrichtung an einem Stativ 43. Sie taucht in einen Becher 44 ein, an dessen Stelle ein strichliert angedeutetes Reagensglas 45 treten konnte.
Da die relativ kleine Ausführungsform der Dispergiervorriehtung gemäss Fig. 9 bis 12a z. B. für ärztliche, pharmazeutische und biologische Zweeke Verwendung finden soll, kann sie mit einer Einrichtung zum Sterilisieren desjenigen Geräteteils versehen werden, weleher in das zu dispergierende Material getaucht wird, also des rohrformigen Halters 32 mit den darin befindlichen Teilen. Diese Sterilisiervorriehtung besteht aus einer Hülse 39 aus Metall oder einem andern geeigneten Material, innerhalb welcher sich ein elektrischer Heizwiderstand 41 befindet, dessen Temperatur gegebenenfalls durch einen Thermostaten überwacht werden kann.
Es ist auch möglieh, die Hülse durch eine offene Heizflamme auf die zur sicheren Sterilisation erforderliche Temperatur zu bringen, wobei sich diese Tem peratur auf die Dispergiervorrichtung über- trägt. Nach dem Erkalten sehützt die Hülse 39 die Dispergiervorrichtung gegen eine Infektion. Sie umsehliesst die letztere und wird erst vor dem erneuten Gebrauch der Dispergiervorrichtung von dieser abgezogen. Die Festlegung der Hülse 39 gegenüber dem Halter 32 erfolgt über Klemmittel 42 am obern Hülsenrand.
Die Zerkleinerungsorgane des äussern Halters brauchen nicht unbedingt Zähne oder zwisehen länglichen Sehlitzen liegende Stege zu sein, sondern können aueh die zwischen runden oder noch andersgeformten Locher liegenden Teile eines mantelförmigen Halters, also z. B. eines Siebes aus Bleeh oder Folie sein, wobei dieses Sieb gegebenenfalls kleinste Lochweiten aufweisen kann.
Bei allen gezeigten Beispielen könnte auch der äussere Halter rotierend, und zwar entgegengesetzt dem Drehsinn des innern Halters, vorgesehen sein.
Die Wirkung der gezeigten Ausführungsformen wäehst mit steigender relativer LTmlaufgeschwindigkeit. Sie kann also sowohl durch Erhöhung der Drehzahl tindloder durch Vergrösserung des Durchmessers des durch die Zerkleinerungsorgane gebildeten Kranzes gesteigert werden. Eine Steigerung der Wirkung ist ferner auch durch Erhöhung der Zahl der Zerkleinerungsorgane erreichbar.
Die Vergrösserung des Durehmessers des Organkranzes wird womöglich in erster Linie zur Steigerung der Effektivleistung, besonders auch in qualitativer Hinsicht, vorgezogen.
Die Drehzahl des rotierenden Halters kann auch sehr hoch, z. B. 50000 UT./Minute und hoher gewählt werden, wenn notig unter Verwendung einer tSbersetzung zwisehen dem Antrieb und der Welle des rotierenden Kranzes.
Hat z. B. der rotierende Kranz sechs Organe, der andere Kranz zwölf Organe und beträgt die relative Drehzahl 25000 U. lMinute, so erhält man eine Seherfrequenz von 30000 Sek. (30 kHz). Diese Frequenz kann durch Regulierung der Drehzahl nach Bedarf ge ändert werden. Eine sonst gleiche Vorrich- tung hat bei je drei Organkränzen pro Halter und je zwanzig Organen pro Kranz bei 30 000 U./Minute eine Scherfrequenz von 1000 000 Sek. (1000 kHz).
Verlängerungen 10, wie sie im Zusammenhang mit Fig. 3, 4, 5, 6 und 8 beschrieben sind und welche jede beliebige zum Schneiden günstige Form haben können, können auch im Beispiel der Fig. 1 und andern Verwenclung finden. Wenn erwünscht, können auch die ruhenden Kränze mit solchen Verlängerungen versehen werden. Diese Verlängerungen wirken dann zusammen mit den Verlängerungen des rotierenden Kranzes als Scher-oder Reisswerkzeuge. Schliesslich konnte man auch mehr als nur zwei ineinanderliegende Halter mit Zerkleinerungsorganen vorsehen, von denen nur ein Teil oder alle drehbar vorgesehen sein können.
Als Antriebsvorrichtung können ausser hochtourigen Elektromotoren auch Luftturbinen und andere Antriebsmittel Verwendung finden.
Die Organe benachbarter Kränze berühren sich in keinem der Beispiele. Die Zahl der Zerkleinerungsorgane kann beliebig gewahlt werden.