CH312607A - Elektrische Schmelzsicherung - Google Patents

Elektrische Schmelzsicherung

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CH312607A
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Inventor
Walter Dr Ing Chem Egli
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Schurter Ag H
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H85/00Protective devices in which the current flows through a part of fusible material and this current is interrupted by displacement of the fusible material when this current becomes excessive
    • H01H85/02Details
    • H01H85/04Fuses, i.e. expendable parts of the protective device, e.g. cartridges
    • H01H85/05Component parts thereof
    • H01H85/055Fusible members
    • H01H85/06Fusible members characterised by the fusible material

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Description


  Elektrische Schmelzsicherung    Die     Anforderungen,    die heute an elek  trische     Schmelzsicherungen        gestellt    werden,  sind     mannigfacher    Art.     Einmail    soll die     Be,          triebstemperatur    möglichst- gering sein und  es soll anderseits bei: Erreichen einer be  stimmten     Teauperatur    die     Zerstörung    der       5iehvun.g    rasch erfolgen.

   Ferner geht das  Bestreben dahin, für Sicherungen verschie  dener Nennstromstärken ein und denselben       Querschnitt    zu verwenden, damit. nicht allzu  viel v     ersehiedene:        Sicherungen    am Lager ge  halten werden müssen.  



  Es ist. ohne weiteres klar, dass diese     For-          clerungen        dureih        gewöhnliche    Drahtsicherun  gen nicht- erfüllt werden können. Man ist da  her dazu übergegangen, den Sicherungsdraht  an einer oder mehreren Stellen mit einem  Gemisch von Stoffen zu umgeben, die bei  Erreichung einer bestimmten Temperatur  einen     chemischen    Prozess auslösen, der den  Draht, angreift, damit dessen Widerstand  erhöht.

       und    so das Durchschmelzen     beschleu-          nigt.    Derartige Sicherungen haben sieh im  allgemeinen bewährt., doch weisen sie den  erheblichen     Nachteil    auf,     da,ss    bis zu einer  bestimmten Temperatur völlig inaktive Stoffe  kaum.

   zu finden     sind.    Es werden daher auch  bei vorübergehend erhöhter Temperatur, die  an sich noch nicht ausreicht, um die     che-          mische    Reaktion vollständig einzuleiten,     be-          f-eits    Umsetzungen veranlasst, die langsam  den Draht zersetzen und so die     Sicherung     nach Ablauf einer bestimmten Zeit,     ohne    dass    je die eigentliche, die     Reaktion    auslösende  Temperatur erreicht worden wäre, unbrauch  bar     ma@ehen.    Daneben können     auch    Feuchtig  keitseinflüsse geringfügige Reaktionen aus  lösen,

   die     ebenfalls    im Laufe der Zeit die  Sicherung zerstören.    Bei der     Sichmelzsieherung    gemäss der vor  liegenden Erfindung wird ein     vollständig     neuer Weg beschritten. Die     Sehmeäzsi6he-          rung        kennzelchnet        sich    dadurch, dass der       Sicherungsdraht    an     mindestens    einer Stelle  mit einer Mischung von den Draht nicht an  greifenden Stoffen umgeben ist, die,     wenn     ihre Temperatur auf einen Grenzwert ange  stiegen ist,

   eine     Sauerstoffbenötigende        ehe-          mische    Reaktion, für deren Ablauf sie den  erforderlichen Sauerstoff in gebundener  Form selbst enthält, auslöst, wobei die       Wärmetönung    dieser Reaktion so gross ist,  dass der     Sicherungsdraht    plötzlich durch  schmilzt.  



  Zwar treten auch bei den üblichen       Sie#herungen,    bei denen durch     .ehemisehe     Reaktionen Stoffe gebildet werden, die den  Draht angreifen, erhöhte Temperaturen auf.  Der Wärmeinhalt dieser Reaktionen ist je  doch, wie Versuche gezeigt haben, nicht gross  genug, um den Draht     durchzuschanelzen,    son  dern dieser     muss    vorerst durch die gebildeten  Stoffe     angegriffen    und sein Widerstand  erhöht werden, so dass er durch eigene       Wärmebildung    abschmilzt.

             Bei        der        Schmelzsieherun,r        na.eli        der     Erfindung     löst.    der Draht durch  die     erreichte    Temperatur bei der höchstzuläs  sigen     überlastung    oder bei Kurzschluss, nur       clie    Einleitung der chemischen Reaktion aus.  Damit, ist seine Wirkung beendet, das Durch  schmelzen     erfolgt    ausschliesslich durch die  hohe     @@        ärmetönun-    der chemischen Reak  tion.

   Die     erfindungsgemässe    Mischung, mit  der der Draht     umgeben    ist, muss einen Stoff,  der mit Sauerstoff zu reagieren     vermag        und          sauerstofflialti,ge    Stoffe, die den Sauerstoff  abspalten, enthalten.  



  Mit Vorteil kann das     Stof        .fgemiseh    ein       Konservierungsmittel,    z. B. Schellack, ent  halten, welches     Blessen    vorzeitige Zersetzung  verhindert; eine solche     Schmelzsieherung:    ist  der ungewollten     Zerstörung    entzogen. Die  Stoffe sind vor Erreichen der     zulässigen     Drahttemperatur vollkommen inaktiv und  können keinerlei Reaktionen miteinander       eingehen;,    die Stoffe bilden würden, die den  Draht angreifen.  



  Als äusserst     günstig    hat sieb ein Gemisch  aus     Kaliu        ehlorat,        Strontiumsulfat    und       Sehellaek        erwiesen.    Dabei ist     Kaliumühlorat     die Sauerstoff abgebende Substanz, während  der     Sehella:ek    Brennstoff und     mleiehzeitig          Konservierungsmittel    ist.  



  Die     Wirkung    bei Überschreiten der     zuläs-          sizen        Belastuno-    und bei Kurzschluss ist erheb-    ]ich rascher als bei den bekannten     Sicherun-          5gen,    bei denen erst durch die neu gebildeten  Stoffe ein Angriff auf den Draht erfolgen       inuss    und dieser dann durch die Erhöhung  des     Widerstandes    selbst     durehschmilzt.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Elektrische Sehmelzsieherung, dadurch gekennzeichnet., .dass der Sicherungsdraht an mindestens einer Stelle mit einer Mischung von den Draht nicht angreifenden Stoffen umgeben ist, die, wenn ihre Temperatur auf einen Grenzwert angestiegen ist, eine Sauer stoff benötigende chemische Reaktion, für deren Ablauf sie den erforderlichen Sauer stoff in gebundener Form selbst enthält, auslöst, wobei die -#Värnietönung dieser Reak tion so gross ist,
    da.ss der Sicherungsdraht plötzlich durchsehsnilzt. UNTERANSPRÜCHE l.. Elektrische Schmelzsicherung nach_ Pa- tentanspiaicb, dadurch gekennzeichnet, dass die Stoffmischung aus Schellack, Kaliu m ehlorat und Strontiumsulfat besteht.
    \'. Elektrische Selimelzsieherung nach Pa- ; tenta.nsprireh, dadurch gekennzeichnet, dass die Stoffmischung noch. ein Konservierungs- mittel enthält.
CH312607D 1954-12-27 1954-12-27 Elektrische Schmelzsicherung CH312607A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP1107277A1 (de) * 1999-12-08 2001-06-13 Abb Research Ltd. Sicherung

Cited By (2)

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP1107277A1 (de) * 1999-12-08 2001-06-13 Abb Research Ltd. Sicherung
US6515570B2 (en) 1999-12-08 2003-02-04 Abb Research Ltd Fuse with overstoichiometric amount of oxidant

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