Elektrische Schmelzsicherung Die Anforderungen, die heute an elek trische Schmelzsicherungen gestellt werden, sind mannigfacher Art. Einmail soll die Be, triebstemperatur möglichst- gering sein und es soll anderseits bei: Erreichen einer be stimmten Teauperatur die Zerstörung der 5iehvun.g rasch erfolgen.
Ferner geht das Bestreben dahin, für Sicherungen verschie dener Nennstromstärken ein und denselben Querschnitt zu verwenden, damit. nicht allzu viel v ersehiedene: Sicherungen am Lager ge halten werden müssen.
Es ist. ohne weiteres klar, dass diese For- clerungen dureih gewöhnliche Drahtsicherun gen nicht- erfüllt werden können. Man ist da her dazu übergegangen, den Sicherungsdraht an einer oder mehreren Stellen mit einem Gemisch von Stoffen zu umgeben, die bei Erreichung einer bestimmten Temperatur einen chemischen Prozess auslösen, der den Draht, angreift, damit dessen Widerstand erhöht.
und so das Durchschmelzen beschleu- nigt. Derartige Sicherungen haben sieh im allgemeinen bewährt., doch weisen sie den erheblichen Nachteil auf, da,ss bis zu einer bestimmten Temperatur völlig inaktive Stoffe kaum.
zu finden sind. Es werden daher auch bei vorübergehend erhöhter Temperatur, die an sich noch nicht ausreicht, um die che- mische Reaktion vollständig einzuleiten, be- f-eits Umsetzungen veranlasst, die langsam den Draht zersetzen und so die Sicherung nach Ablauf einer bestimmten Zeit, ohne dass je die eigentliche, die Reaktion auslösende Temperatur erreicht worden wäre, unbrauch bar ma@ehen. Daneben können auch Feuchtig keitseinflüsse geringfügige Reaktionen aus lösen,
die ebenfalls im Laufe der Zeit die Sicherung zerstören. Bei der Sichmelzsieherung gemäss der vor liegenden Erfindung wird ein vollständig neuer Weg beschritten. Die Sehmeäzsi6he- rung kennzelchnet sich dadurch, dass der Sicherungsdraht an mindestens einer Stelle mit einer Mischung von den Draht nicht an greifenden Stoffen umgeben ist, die, wenn ihre Temperatur auf einen Grenzwert ange stiegen ist,
eine Sauerstoffbenötigende ehe- mische Reaktion, für deren Ablauf sie den erforderlichen Sauerstoff in gebundener Form selbst enthält, auslöst, wobei die Wärmetönung dieser Reaktion so gross ist, dass der Sicherungsdraht plötzlich durch schmilzt.
Zwar treten auch bei den üblichen Sie#herungen, bei denen durch .ehemisehe Reaktionen Stoffe gebildet werden, die den Draht angreifen, erhöhte Temperaturen auf. Der Wärmeinhalt dieser Reaktionen ist je doch, wie Versuche gezeigt haben, nicht gross genug, um den Draht durchzuschanelzen, son dern dieser muss vorerst durch die gebildeten Stoffe angegriffen und sein Widerstand erhöht werden, so dass er durch eigene Wärmebildung abschmilzt.
Bei der Schmelzsieherun,r na.eli der Erfindung löst. der Draht durch die erreichte Temperatur bei der höchstzuläs sigen überlastung oder bei Kurzschluss, nur clie Einleitung der chemischen Reaktion aus. Damit, ist seine Wirkung beendet, das Durch schmelzen erfolgt ausschliesslich durch die hohe @@ ärmetönun- der chemischen Reak tion.
Die erfindungsgemässe Mischung, mit der der Draht umgeben ist, muss einen Stoff, der mit Sauerstoff zu reagieren vermag und sauerstofflialti,ge Stoffe, die den Sauerstoff abspalten, enthalten.
Mit Vorteil kann das Stof .fgemiseh ein Konservierungsmittel, z. B. Schellack, ent halten, welches Blessen vorzeitige Zersetzung verhindert; eine solche Schmelzsieherung: ist der ungewollten Zerstörung entzogen. Die Stoffe sind vor Erreichen der zulässigen Drahttemperatur vollkommen inaktiv und können keinerlei Reaktionen miteinander eingehen;, die Stoffe bilden würden, die den Draht angreifen.
Als äusserst günstig hat sieb ein Gemisch aus Kaliu ehlorat, Strontiumsulfat und Sehellaek erwiesen. Dabei ist Kaliumühlorat die Sauerstoff abgebende Substanz, während der Sehella:ek Brennstoff und mleiehzeitig Konservierungsmittel ist.
Die Wirkung bei Überschreiten der zuläs- sizen Belastuno- und bei Kurzschluss ist erheb- ]ich rascher als bei den bekannten Sicherun- 5gen, bei denen erst durch die neu gebildeten Stoffe ein Angriff auf den Draht erfolgen inuss und dieser dann durch die Erhöhung des Widerstandes selbst durehschmilzt.
Electrical fuses The requirements that are placed on electrical fuses today are manifold. The operating temperature should be as low as possible and, on the other hand, when a certain temperature is reached, the damage should be done quickly.
Furthermore, the aim is to use one and the same cross-section for fuses with different nominal currents, so that. not too much different: fuses have to be kept in stock.
It is. It is immediately clear that these requirements cannot be met with ordinary wire fuses. There has therefore been a move towards surrounding the safety wire at one or more points with a mixture of substances which, when a certain temperature is reached, trigger a chemical process that attacks the wire, thus increasing its resistance.
and thus accelerates the melting. Such fuses have generally proven, but they have the considerable disadvantage that there are hardly any completely inactive substances up to a certain temperature.
can be found. Therefore, even at a temporarily elevated temperature, which in itself is not yet sufficient to completely initiate the chemical reaction, reactions are already initiated which slowly decompose the wire and thus the fuse after a certain time has elapsed, without this ever the actual temperature triggering the reaction would have been reached, it would be unusable. In addition, the effects of moisture can trigger minor reactions,
which also destroy the fuse over time. A completely new approach is taken in the melting process according to the present invention. The safety wire is characterized by the fact that the safety wire is surrounded at at least one point with a mixture of substances that do not attack the wire, which when its temperature has risen to a limit value,
a domestic reaction that requires oxygen, for the course of which it contains the necessary oxygen in bound form, triggers, the heat of this reaction being so great that the safety wire suddenly melts through.
It is true that high temperatures also occur with the usual seals in which substances are formed through .hemical reactions that attack the wire. However, as experiments have shown, the heat content of these reactions is not large enough to melt the wire through, but it must first be attacked by the substances formed and its resistance increased so that it melts through its own heat generation.
At the fusible link, r na.eli the invention solves. the temperature reached at the maximum permissible overload or in the event of a short circuit only prevents the chemical reaction from being initiated. With this, its effect is over, the melting through takes place exclusively through the high @@ chemical reaction.
The mixture according to the invention, with which the wire is surrounded, must contain a substance which is able to react with oxygen and oxygen-volatile substances which split off the oxygen.
Advantageously, the substance can .fgemiseh a preservative, e.g. B. shellac, hold ent, which prevents premature decomposition blessen; Such a fusion: is withdrawn from unwanted destruction. The substances are completely inactive before the permissible wire temperature is reached and cannot react with one another, which would form substances that attack the wire.
A mixture of potassium chloride, strontium sulfate and Sehellaek has proven to be extremely beneficial. Kaliumühlorat is the oxygen-releasing substance, while the Sehella: ek is a fuel and at the same time a preservative.
The effect of exceeding the permissible load and short circuit is considerably faster than with the known fuses, in which the wire must first be attacked by the newly formed substances and then by the increase in resistance melted through itself.