Fernzähleinrichtung mit Anpassungsmitteln für in Netzen mit verschiedenen Nenndaten liegende Geberzähler an einen Summenzähler Zur Summierung elektrischer Energiewerte auf grössere Entfernung oder bei verschie denen Stromarten benutzt man F'ernzählein- riehtungen, bei welchen jedem zia messendon Leitungszweig ein mit einem 'Sendekontakt. ausgestatteter Geberzähler zugeordnet wird.
.Jedem von diesen letzteren erteilten. Zähl impulse entspricht eine bestimmte und für sämtliche gemeinsam arbeitenden Zähler fest gelegte Energiemenge, den sogenannten Im pulswert in kjV hlImpuls. Die einzelnen Im pulse werden, einem an zentraler Stelle ange ordneten Summenzähler zugeführt, der sie addiert und auf ein Zählwerk überträgt, wel- elies den Gesamtverbrauch sämtlicher Lei tungszweige in den ursprünglich gemessenen Arbeitseinheiten anzeigt.
Als Geberzähler lässt sieh grundsätzlich jeder für die betreffende Stromart, Spannung und Netzschaltung geeig nete Elektrizitätszähler verwenden. Derselbe ist. lediglich mit. einem Sendekontakt zu ver sehen. Dieser wird direkt oder unter Zwischen schaltung einer geeigneten Übersetzung vom Zählerrotor aus angetrieben. Im Siuuiuenzäli- ler ist jedem Geberzähler eine Empfangsrelais- einrichtung zugeordnet, welche die ankom menden Zählimpulse auf eine Summierspin- del oder auf ein Summiergetriebe überträgt.
Diese sind ihrerseits unter Zwischenschaltung einer geeigneten Übersetzung derart mit einem Zählwerk des Summenzählers gekuppelt, da an diesem Zählwerk die Summe der einzelnen 1Messwerte in der ursprünglichen Arbeitsein heit abgelesen werden kann.
Liegen die Geberzähler in Netzen mit ver schiedenen Nenndaten, so russ eine Anpas sung stattfinden, da im .Summenzähler nur gleichartige Werte summiert werden können. Es sind nun bereits zwei Arten von Anpas sungen bekanntgeworden. Bei der ersten Art findet die Anpassung an den Geberzähler da durch statt, dass zwischen Läufer und Sende kontakt zweckmässig gewählte Übersetzungen vorgesehen werden.
Beispielsweise seien zwei Geberzähler betrachtet, die über Stromwand ler mit einer sekundärseitigen Leistung von 550 VA (11ss Volt, .5, Ampere) an Netze mit Leistungen von P1 = 2i0.103 kW und P2 = 10 # 103 kW angeschlossen sind.
Bei der Nenn last drehen die beiden Zähler gleich schnell, zum Beispiel mit 20-00 Umdrehungen pro Stunde. Wird pro Umdrehung der Läufer ein Impuls ausgesandt, so entfallen beim ersten Geberzähler 10 kWh und beim zweiten 5 kWh auf einen Impuls. Dies ist der sogenannte Impulswert. Die Anpassung erfolgt nun da durch, dass der zweite Geberzähler an den ersten angepasst wird, so dass beide Geber zähler gleichen Impulswert aufweisen.
Dazu wird im zweiten Zähler zwischen dem Läufer und dem ;Sendekontakt eine Übersetzung 1 :2 eingebaut, so dass dieser nur noch halb .,o viele Impulse aussendet wie früher. Dadurch wird der Impulswert des zweiten Zählers stets gleich demjenigen des ersten, und im'Summen- zä.hler kann die, Summierung dieser gleich artigen Werte einwandfrei erfolgen.
Bei der zweiten Art findet die Anpassung hingegen im Summenzähler statt. Bei Nenn last geben hier die beiden Geberzähler je 2000 Impulse pro Stunde, das heisst sie geben gleich viele Impulse pro Zeiteinheit ab, wäh rend ihre Impulswerte, wie oben gezeigt, ver schieden sind.
Die Berichtigung der Impulse des zweiten Zählers erfolgt dann im Summen- zähler dadurch, dass zwischen einem dem zwei- tenGeberzähler zugeordneten Empfangsrelais und einem iSummiergetriebe des iSummenzäh- lers eine entsprechende Übersetzung vorge sehen wird.
Die zweite Anpassungsart ist nun aber bei Summenzählern, die kein Summiergetriebe, sondern eine Summierspindel aufweisen, nicht durchführbar, da solche Summenzähler in folge ihres Arbeitsprinzips pro empfangenen Impuls immer eine gleich grosse Drehung der Summierspindel ausführen. Bei Änderungen in den Betriebsverhältnissen in den Netz < -..n erweist sich dies als nachteilig, da dann die Übersetzungen riur in den Kontaktgabewerken der Geberzähler ausgewechselt werden kön nen.
Die Geberzähler müssen zu diesem Zweck ausgebaut, die Übersetzungsräder ausgeweeii- selt, der Zähler nachgestellt und unter Um- ständen von einem elektrischen Prüfamt neu beglaubigt werden. Dies ist aber ohne eine Be triebsunterbrechung kaum möglich.
Die vorliegende Erfindung betrifft nun eine Fernzä:hleinrichtung mit Anpassungsmit teln für in Netzen mit verschiedenen Nenn daten liegende Geberzähler an einen Summen zähler, durch welches der oben erwähnte Nach teil umgangen wird. Die erfindungsgemässe Einrichtung zeichnet sich dadurch aus, da.ss mindestens in einer der die Kontaktwerke der Geberzähler mit Empfangsrelais des Summen zählers verbindenden Befehlsleitungen ein Impulswandler eingeschaltet ist. Die Anpas sung wird somit weder in den Geberzählern, noch im Summenzähler, sondern in den da zwischen geschalteten Impulswandlern vorge nommen.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbei spiel der erfindungsgemässen Einrichtung. In der Fig.1 bedeutet 1 mehrere Geberzähler, die über,Stromwandler 2. an Netze 3, 4, 5 mit verschiedenen Nenndaten angeschlossen sind. Diese Geberzähler weisen alle gleiche Kontakt werke auf, so dass sie zum Beispiel pro Um drehung des Läufers einen Impuls abgeben.
Mit 6 ist ein Summenzähler bekannter Art bezeichnet, bei welchem die ankommenden Impulse; vermittels Empfangsrelais 7 auf eine nicht dargestellte Summierspindel übertragen werden, welche den einzelnen Geberzählern zugeordnete Kontrollzählwerke 8 und ein Summenzählwerk 9 antreibt. Die Anpassung der Geberzähler erfolgt nun dadurch, dass zwischen wenigstens einen derselben und den Siunmenzähler, vorzugsweise in der Nähe des letzteren, Impulswandler 10 geschaltet. wer den. Durch diese Impulswandler werden die unterschiedlichen Impulswerte der Geberzäh ler einander gleich gemacht, so dass im Sum menzähler wieder gleichartige Werte summiert werden.
Dabei ist. es zweckmässig, den Geber zähler mit dem grössten Impulswert, zum Bei spiel der an das Netz 3, mit der grössten Lei stung angeschlossene Geberzähler, mit dein zugehörigen Relais 7 im ;Summenzähler 6 über eine Befehlsleitung 11 direkt zii v erbindeii und nur in den übrigen Befehlsleitungen 12 Impulswandler 10 vorzusehen.
In der Fig. 2. ist ein in Frage kommender Impulswandler schematisch dargestellt. Ein Zahnrad 13 wird durch ein durch das Kon.. taktwerk des Geberzählers gesteuertes elektro magnetisches F'ortseha,ltwerk 14 impulsweise angetrieben und steht im Eingriff mit- einem mit dem linken Sonnenrad 1!5 eines Differen- tialgetriebes 16 fest verbundenen Zahnrad 17.
Das rechte Sonnenrad 18 ist mit einem Zahn rad 19 fest verbunden, welches einerseits über ein Zahnrad 201 mit einem dauernd an Span nung liegenden Ferraris-Motor 21 und ander seits über ein Zahnrad 22 . und eine auswech selbare Zahnradübersetzung 23 mit. einer Kon taktvorrichtung 2-I gekuppelt ist. An der das Planetenrad 25 tragenden Achse '26 sitzt ein einen Bremsklotz<B>27</B> aufweisender Bremshebel 28.
Wenn keine Impulse auf das Fortschalt- werk 11 eintreffen, drückt der Bremsklotz<B>9-7</B> gegen die Triebscheibe 29 des F'erraris-Motors 2,1, so da.ss dieser stillsteht. Treffen hingegen Impulse auf das F'ortschaltwerk 14 ein, so wird das Sonnenrad 15 entsprechend gedreht, da das Sonnenrad 18 vorerst ruht. Das Pla netenrad 25 wird daher durch das Sonnenrad 15 mitgenommen, der Bremshebel !8 wird ge lüftet. Die Triebscheibe 29 treibt somit das Sonnenrad 1'$ über die Zahnräder 20, 19 in entgegengesetzter Richtung zum Sonnenrad 1,5 an.
Treffen keine Impulse mehr ein, so wird der Bremshebel 28 wieder zurückbewegt und der Ferraris-Motor 21 stillgesetzt. Wäh rend der Drehung des !Ferraris-Motors wird die Kontaktvorrichtung 2,1 nach Massgabe des Übersetzungsverhältnisses der Zahnräder 23 gleichförmig angetrieben und über die Ver bindungsleitung 39 zum Summenzähler 6 sind entsprechend viele Impulse an den Siun- m.enzähler weitergeleitet worden.
Für den zweiten Geberzähler 1, der gemäss dem ge wählten Beispiel die Leistung P2 =101 # 103 k zu messen hat, wird zwecks Anpassung an den die Leistung P1 = 20.1,03 kW messenden ersten Geberzähler die Übersetzung der Zahn räder 23 so gewählt, dass für zwei ankom mende Impulse nur einer an den Summenzäh ler 6 weitergeleitet wird. Entsprechend wer den die übrigen Geberzähler angepasst.
Wer- den nun die Daten an einer oder mehreren Messstellen geändert, so erkennt man leicht den Vorteil des beschriebenen Anpassungs verfahrens, bedingt doch dasselbe bei einer Neuanpassung lediglich die Änderung der Übersetzungsverhältnisse der Zahnräder 2.3 in den Impulswandlern 10, hingegen keine Än- derungen an den Geberzählern und am ,
Sum- menzähler. Die Durchführung einer not wendig gewordenen Anpassung wird da durch ausserordentlich vereinfacht. Insbeson dere kann jede Netzunterbrechung und der Ausbau von Geberzählern vollständig vermie den werden.