Höchstverbrauchszähler mit Maximum- und Mittelwertanzeigevorrichtungen und Auslöseeinrichtung mit Schnellauslösung, zum Beispiel für Elektrizität Bei Höchstverbrauchszählern wird peri odisch durch ein Messwerk der Energiever brauch während einer bestimmten Zeit, der sogenannten Messperiode gemessen. Mit diesen Messwerk ist über ein Leerganggetriebe ein Anzeigeorgan verbunden, welches den erreich ten Höchstwert anzeigt, während das Mess- werk am Ende jeder Messperiode vom Mess- system des Zählers abgekuppelt und in seine Nulla=re zurückgeführt wird.
Die Dauer der Messperiode wird bestimmt durch ein Zeitele ment, welches am Ende jeder Messperiode während einer bestimmten Zeit, dem Entkupp- lungsintervall, die Messung unterbricht. Dieses Entkupplungsintervall beträgt etwa 1 % der Messperiode und kann dadurch einen Mess fehler in der gleichen Grössenordnung ver ursachen, welcher teilweise korrigiert. werden kann.
Die Dauer des Entkupplungsintervalles ist bedingt durch die konstruktiven Eigen schaften des Zeitelementes, zum Beispiel bei einer Schaltuhr durch das Öffnen und nach folgende Schliessen eines durch einen umlau fenden Nocken gesteuerten Kontaktes, welcher Kontakt einen Elektromagneten im Messwerk steuert, welcher die Ein- und Auskupplung bewirkt, oder einen kleinen, mit dem Messwerk zusammengebauten Synchronmotor, welcher mittels einer umlaufenden Nockenscheibe mechanisch die Ein- und Auskupplung be wirkt.
Zur Verminderung des Messfehlers ist man bestrebt, das Entkupplungsintervall auf eine minimale Zeit zu reduzieren, indem der Anfang des Entkupplungsintervalles durch das Zeitelement und das Ende des Entkupp- lungsintervalles durch die Erreichung der Nullage des Messwerkes bestimmt wird, was an sich unter der Bezeichnung Schnellaus lösung bekannt ist.
Für Zählwerke, welche einen sogenannten Mitnehmer aufweisen, welcher unter Span nung einer Feder .durch das Messwerk vor wärts getrieben und bei der Entkupplung durch die gespannte Feder in die Nullage zu rückgeführt wird, ist es bekannt, einen Kon takt anzuordnen, welcher bei Erreichung der Nullage durch den Mitnehmer mittels eines Steuernockens geschlossen wird und den Steuerkontakt der Schaltuhr, welcher das Ent- kupplungsintervall ausgelöst hat, überbrückt. Ein derartiger Kontakt sollte hinsichtlich der Steuerung verschiedene Bedingungen erfül len, die sich widersprechen.
So darf der Kon takt erst schliessen, wenn die Nullage vollstän dig erreicht ist, und der Stromkreis muss ge schlossen bleiben, wenn der Mitnehmer infolge der Wiedereinkupplung zu Beginn der Mess- periode aus der Nullage herausläuft -Lind der Steuerkontakt in der Schaltuhr noch nicht zurückgeschaltet ist.
Zur Lösung dieses Widerspruches sind bereits verschiedene Vorschläge bekannt. Sie beziehen sich jedoch immer auf Höchstver brauchszählwerke, deren Leerganggetriebe zwischen dem Zählwerk und dem Zeiger bzw. der Höchstverbrauchsanzeigevorrichtung einen Leergangweg aufweist, der kleiner als eine volle Umdrehung ist. Zur Ausnützung der hohen Messempfindlichkeit moderner Mess- systeme von Elektrizitätszählern benützt man vorzugsweise in Höchstverbrauchszählwerken Leerganggetriebe, welche einen Leergangweg aufweisen, der mehrere Dekaden des Anzeige höchstwertes oder mindestens mehrere volle Umdrehungen umfasst.
Ausserdem wird die Rückstellung des Mitnehmers bzw. des Zähl werkes nicht mehr durch eine Rückstellfeder bewirkt, die unter Belastung des Messsystems während des Messvorganges gespannt werden muss, sondern die Rückstellung erfolgt zweck- mä,ssigerweise durch einen vom Messsystem unabhängigen Rückstellmechanismus. Bei der artigen modernen Höchstverbrauchszählwer ken versagt der oben erwähnte Nullagekon takt bis jetzt. seinen Dienst. Er ist. auch bei Höchstverbrauchszählwerken nicht anwend bar, welche als Zeitelement einen an das Zähl werk angebauten, kleinen Synchronmotor be nützen, welcher mittels einer umlaufenden Nockenscheibe mechanisch die Ein- und Aus kupplung steuert.
Die vorliegende Erfindung bezieht sieh auf Höchstverbrauchszähler mit Maximum- und Mittelwertanzeigevorrichtungen und Aus löseeinriehtung mit. Sehnenauslösung, z. B. für Elektrizität, welche Auslöseeinrichtung auch die Rückstellvorrichtung antreibt und welche Erfindung gekennzeichnet ist durch eine mechanische Kupplungsvorrichtung, wel che unabhängig von der der Messperiode ein Ende setzenden Auslöseeinrichtung unmittel bar nach Vollendung des Rückstellvorganges die Anzeigeeinrichtungen mit dem Messwerk kuppelt, wobei die Rückstellvorrichtung eine dieses Kuppeln einleitende Klinke und die mechanische Kupplungsvorrichtung eine Steuerscheibe aufweist, ,
welche unter dem Einfluss der genannten Klinke steht und wel che im Moment der Vollendung des Rückstell vorganges von der Klinke freigegeben wird. Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird an Hand der Zeichnung näher erläutert.
Die Zeichnung zeigt einen uhrgesteuerten Höchstverbauchszähler mit Anzeigetrommel und Zeiger für dekadierte Anzeige des Höchst wertes und Schnellauslösung in perspektivi scher Darstellung.
Wie in der Zeichnung dargestellt., treibt. der Zähleranker 1 über die Räder ?, 3, 4, ."5 ein Leerganggetriebe, das am untern Ende der Welle 50 angeordnet ist. Die Zahnräder 4, 5 sind entkuppelbar, indem die Achse der Räder 3, 4 einerends in einem Arm ?5 eines um eine Achse 13 schwenkbaren Hebels \?1 ge lagert ist. Die Achse 13 wird in der Folge Rückstellachse genannt. Das Rad 5 ist durch Reibung mit der Achse 50 gekuppelt, indem die an einem Stellring 51 anliegende Schrau benfeder 52 das Rad 5 an die auf der Achse 50 befestigte Scheibe 53 drückt. Auf der Achse 50 sitzt fest das Zentralrad 54 des Leer ganggetriebes, welches als Umlaufgetriebe ausgebildet ist.
Dieses Zentralrad 54 kämmt mit\ einem Planetenrad 55, welches an einem Steg 56 gelagert ist, welcher seinerseits um die Achse 50 drehbar ist.. Mit dein Zentralrad fest verbunden ist ein Sperrnocken 57 und fest verbunden. mit denn Planetenrad ein Sperrnocken 58 und die beiden Sperrnocken 57, 58 sind länger als die Radien der Räder 54 und 55 und sie sind bezüglich der Zahn teilung der Räder so gesetzt, dass sie in der einen Drehrichtung mit ihren Nasen anein anderstossen und eine Drehung der Räder 54, 55 gegeneinander sperren, in der andern Drehrichtung jedoch auseinanderschwenkbar sind. Der Steg 56 ist durch ein Gewicht<B>59</B> annähernd ausgeglichen.
Am Steg 56 ist mit tels einer Hülse 60 eine Skalentrommel 61 an- gebraelit, welche den Höchstwert anzeigt, indem sie in der erreichten Laffe stehenbleibt. Da die Skalentron imel 61. für den --grössten Messbereich viele Umdrehungen ausführen soll, damit die Ablesegenauigkeit genügend gross ist, wird über die Zahnräder 6?, 63\ und über die Kegelräder 64, 65 ein Zeiger 66 angetrieben, weleher auf einer Skala 67 die Anzahl Umdrehungen der Skalentrommel 61 angibt.
Die Skalentrommel hat vorzugsweise eine dekadische Skalenteilung, so dass der angezeigte Höchstwert der Skala 67 und der Skalentrommel 61 in einfacher Weise abge lesen werden kann.
Auf der Achse 50 sitzt ferner ein Zahnrad 6, welches über die Räder 40, 41 mit dem Zahnrad 7 des Rückstellmechanismus gekup pelt ist, und das Zahnrad 7 kämmt mit. einem Zahnrad 4?, welches über die Kegelräder 43, 44 einen Zeiger 45 antreibt., der den jeweiligen Energieverbrauch pro Messperiode anzeigt und am Ende der Messperiode in die Nullstellung automatisch zurückgeführt wird.
Diese Rückführung erfolgt, von einer Schaltuhr gesteuert, über den Rückstellmecha nismus, welcher durch einen Drehankermagne ten 12 angetrieben wird.
Die Rückstellung erfolgt unter gleich zeitiger Entkupplung des Rades 5 vom Zäh 1ersystem 1, indem die beiden Zahnräder 4, 5 ausser Eingriff gebracht werden. Zu diesem Zweck ist die Rückstellachse 13 angeordnet. Das Rad 7 ist durch eine Hülse mit einer Scheibe 14 fest verbunden, die mit einem Zahn 15 versehen ist. Diese Hülse ist lose auf der Achse 13 drehbar. Ebenfalls lose auf der Achse 13 drehbar ist eine Scheibe 16, welche einen Zahn 17 und einen Zahn 1.8 aufweist. Sie steht unter dem Einfloss einer Feder 19 und steuert mit dem Zahn 18 über einen Stift 47 den um die Achse 13 schwenkbaren Hebel 21, der unter dem Einfloss einer Feder 22 steht und zwischen zwei Anschlägen 23 und 24 beweglich ist.
Am Hebelende 25 ist. die Achse der Räder 3,4 gelagert, und die Schwen kung des Hebels 21 bewirkt die Ein- und Auskupplung der beiden Räder 4 und 5.
Auf der Rückstellachse 13 ist ein Hebel \?6 fest angeordnet, der an seinem freien Ende eine drehbar gelagerte Doppelklinke 27l28 trägt, deren einer Klinkenzahn 27 in der Bahn des Zahnes 15 läuft, während der andere Klin kenzahn 28 auf den Zahn 17 der Entkupp- lungsscheibe 1.6 wirkt. In der Bahn .dieser Doppelklinke ist ein feststehender Anschlag <B>2</B> '19 angeordnet, und die Doppelklinke weist einen Ansatz 30 auf, welcher am Ende der Bahn des Hebels 26 gegen den Anschlag 29 drückt und dadurch die Klinkenzähne 27 und 28 von den. Zähnen 15 und 17 ausklinkt.
Wird diese Schwenkbewegung am Ende einer Regi- strierperiode ausgeführt, indem zum Beispiel der unter Ruhestrom stehende Schaltmagnet 12 durch eine Schaltuhr abgeschaltet wird und unter dem Drehmoment. einer Feder 32 der losgelassene Anker 31 über die Räder 33, 34 und die Rückstellachse 13 angetrieben wer den, so gibt am Anfang der Bewegung der Zahn 18 den Hebel 21 frei, wodurch das Rad 4 vom Rad 5 entkuppelt wird. Irgendwo zwi schen der Anfangslage und dem festen An schlag 29 steht entsprechend dem Energie verbrauch während der vergangenen Mess- periode der Zahn 15, welcher durch den Klinkenzahn 27 erfasst und in seine Nullage zurückgestellt wird.
In dieser Nullage drückt der Ansatz 30 auf den Anschlag 29, wodurch die Ausklinkung erfolgt. Die Entkupplungs- scheibe 16 dreht unter dem Drehmoment der Feder 19 sofort zurück und der Zahn 18 drückt wieder auf den Hebel 21 und bringt dadurch die beiden Zahnräder 4 und 5 in Ein griff miteinander, so dass sofort nach Errei- ehung der Nullage im Rückstellvorgang ein neuer Zählvorgang beginnt. Nach einiger Zeit wird durch die Schaltuhr der Magnet 12 wieder eingeschaltet und dadurch die Rück stellachse 13 in die gezeichnete Lage zurück gedreht.
Das Höchstverbrauchszählwerk arbeitet folgendermassen: Treibt die Systemscheibe des Zählers über die Räder 2, 3, 4, 5 die Achse 50 in der Pfeilrichtung an und stehen die Ska lentrommel 61 und die Zeiger 66, 45 auf Null, wobei die beiden Sperrnocken 57, 58 anein- anderliegen, so können sich die Räder 54, 55 nicht gegeneinander drehen, und die Drehung der Achse 50 wird auf den Steg 56 übertra gen, so dass die Skalentrommel 61 vorwärts gedreht wird.
Erfolgt nach einer bestimmten Zeitdauer - am Ende der Messperiode von einer Schaltuhr ein Auslöseimpuls auf den Schaltmagneten 12, so dreht dessen Anker 31 in Pfeilrichtung und dreht über die Räder 33, 31 die Rückstellachse 13 unter gleichzeiti ger Spannung der Ankerrückzugfeder 32. Da durch dreht der Arm 26 in Richtung des strichlierten Pfeils auf den festen Anschlag 29, und der Klinkenzahn 28, verklinkt mit. dem Zahn 17 der Entkupplungsscheibe 16, dreht letztere unter Spannung der Feder 19 aus ihrer Ausgangslage. heraus.
Da die Feder 19 an einem Stift 47 angehängt ist, welcher am Hebel. 21 sitzt, so wird der Hebel 21 unter Spannung der Feder 22 so weit mitgedreht, bis er durch den festen Anschlag 24 angehalten wird, worauf sich beim Weiterdrehen der Scheibe 16 der Zahn 18 vom Stift 47 abhebt. Die Schwenkung des Hebels 21 bewirkt die Auskupplung der Räder 4 und 5.
Irgendwo innerhalb der Rückführbewe gung stösst die Klinke 27 auf den Zahn 15 der Rückstellscheibe 14 und dreht. diese in ihre Ausgangslage zurück. Ist diese erreicht, so liegt der Ansatz 30 der Doppelklinke 27, 28 am Anschlag 29, und beim Weiterdrehen wer den die beiden Klinkenzähne 27, 28 von den Scheiben 14 und 16 entkuppelt, worauf die Entkupplungsscheibe 16 unter dem Einfluss der Feder 19 zurückgedreht und unter dem Einfloss der Feder 22 der Hebel 25 an den Anschlag 23 gezogen wird, wodurch die Kupp lungsräder 4, 5 miteinander wieder in Ein -griff gebracht sind. Die Rückstellachse 13 kann soweit nach rechts drehen, bis der Stift 48 am Klinkenansatz 30 anschlägt, der seiner seits am Stift 29 anliegt.
Das Höchstverbrauchszählwerk wird somit sofort nach der Erreichung der Nullage wie der mit dem Zähler gekuppelt. Wird nach einiger Zeit der Auslöseimpuls beendet, so dreht unter dem Einfloss der Feder 32 die Rückstellachse 1.3 und der Anker 31 in die gezeichnete Ausgangsstellung zurück, wobei die beiden Klinkenzähne 27, 28 die beiden Zähne 1.5 und 17 überholen. Beim Rückstell vorgang treibt die Rückstellscheibe 14 über das mit ihr fest verbundene Zahnrad 7 und die Räder 41, 40, 6 die Achse 50 in die Aus gangslage zurück. Dabei werden die Skalen trommel 61 und der Steg 56 des Leergang getriebes durch Reibung in der erreichten Stellung gehalten.
Die beiden Sperrnocken 57, 58 heben sich dabei voneinander ab, und durch die unterschiedliche Zähnezahl der Räder 54, 55 kann das Rad 54 eine grössere Anzahl Umdrehungen rückwärts ausführen, bis die beiden Sperrnocken 57, 58 in der zur Nullstellung spiegelbildlichen Lage wieder aufeinanderstossen würden. Dieser Leergang weg muss naturgemäss etwas grösser bemessen sein als die durch den Messbereich bedingte Umdrehungszahl der Skalentrommel 61.
Die Skalentrommel 61 zeigt. mit dem Zeiger 66 den Leistungshöchstwert an. Am Ende einer Ableseperiode, zum Beispiel am Ende jedes Monats, wird durch einen Beamten dieser Höchstwert abgelesen Lind die Skalen trommel 61 von Hand über die beiden Räder 162, 161 zurückgestellt. Dabei dreht der Steg 56 ebenfalls zurück, und in der Nullage stossen die beiden Nasen 57, 58 wieder aufein ander.