CH314642A - Leuchtstoff für Leuchtschirme und Verfahren zur Herstellung dieses Leuchtstoffes - Google Patents
Leuchtstoff für Leuchtschirme und Verfahren zur Herstellung dieses LeuchtstoffesInfo
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Description
Leuchtstoff für Leuchtschirme und Verfahren zur Herstellung dieses Leuchtstoffes hie Erfindung bezieht sich auf einen Lenehtstoff für Leuchtschirme, der gelb bis orange leuchtet. Die Erfindung bezieht sich ferner auf ein Verfahren zur Herstellung die ses Leuehtstoffes.
Einer der bekanntesten Leuchtstoffe ist Willemit, welches ein mit Mangan aktiviertes Zinkorthosilikat ist.. Die Aufleuchtung dieses Stoffes ist grün sowohl bei Erregung durch korpuskulare Teilchen, z. B. Elektronen, als aneli bei Erregung mit elektromagnetischen Wellen, z. B. Ultraviolettstrahlen oder Rönt- -enstrahlen. Später wurden durch verschiedene Kunstriffe auch Leuchtstoffe gleicher Zu- saininensetzung mit einer abweichenden Emis sion hergestellt.
Diese Kunstgriffe umfassen unter anderem eine Erhitzung auf hohe Tem peratur und darauffolgende schnelle Abküh lung bis auf Zimmertemperatur, das soge- minnte Absehrecken. Es wurde auch festge stellt, dass man nicht völlig durch die stoechio- metrisehe Zusammensetzung des Orthosilikats begrenzt ist. Infolge eines Übermasses am sauren oder basischen Oxyd kann ein nicht -i#1111, sondern gelb oder sogar rot leuchten (ler Stoff erhalten werden.
Ferner ist es bekannt, dass neben der grü nen Emission des normalen Willemits ein seliwaehes Orangeband auftritt, wenn die Aufleuelitung eines Stoffes mit einem höheren Mangangehalt bei der Temperatur von flüs sigem Stickstoff betrachtet wird. Dieses Orangeband weist bei etwa 6100 A ein Maxi mum auf. Bei Zimmertemperatur aber ist von dieser Orangeemission nichts mehr zu er kennen.
Auch wurde bereits beschrieben, dass mit Mangan aktiviertes sogenanntes Zinkmesodi- silikat bei der Temperatur von flüssiger Luft eine Emission mit einem Maximum bei 6030 A aufweist. Auch diese Emission ist bei Zim mertemperatur nicht mehr wahrnehmbar oder wenigstens so schwach, dass sie für praktische Zwecke unbrauchbar ist.
Die Herstellung von gelborange leueh-. tendem Willemit, welches bei Zimmertem peratur eine so grosse Emission aufweist, dass es praktisch verwendbar ist, ist von grösster Bedeutung, insbesondere wenn das Maximum der Emission zwischen 6000 und 6200 A liegt, denn das Willemit kann dann an die Stelle des bisher vielfach verwendeten, mit Man gan aktivierten Zinkberylliumsilikates treten. Mit der Verwendung des Zinkberylliumsili- kates sind nämlich Nachteile verbunden, die mit der Verwendung von Beryllium als solches zusammenhängen.
Die Erfindung bezweckt, einen Leuchtstoff mit einer praktisch brauchbaren, stabilen Emis- sion bei Zimmertemperatur zu schaffen, dessen Maximum zwischen 6000 und 6200 A liegt.
Der Leuchtstoff nach der Erfindung besteht. aus einem Zink, Phosphor, Silicium, Sauer- stoff und Mangan als Aktivator enthalten den Produkt, in dem die Mengen dieser Ele mente derart sind, da.ss 1. das Molverhältnis von Zinkoxyd und Silieiumdioxyd zwischen 2,2: 1 und 1:1. liegt, 2. das Molverhältnis von Manganoxy d und Zinkoxyd zwischen 1 :200 und 1 : 5 liegt, 3. das'Holverhältnis von Phosphorpentoxy d und Zinkoxyd zwischen 1 :
400 und 1 :10 liegt, 4. das Reaktionsprodukt eine bei Zimmer temperatur stabile Lumineszenz mit einer Höchstemission zwischen 6000 und 6200 A auf weist.
Naturgemäss sind die Oxyde im Reaktions produkt nicht also solche vorhanden. Bei der Berechnung werden aber die Mengen der Ele mente so kombiniert.
Wie es sich aus dem Vorstehenden ergibt, weicht. ein derartiger Leuchtstoff vor allem darin von normalem Willemit ab, da.ss auch Phosphor vorhanden ist. Es ist sehr wahr scheinlieh, dass es auf das Vorhandensein von Phosphor im Leuchtstoff zurückzuführen ist, dass die gelborange Aufleuchtung zwischen 6000 und 6200 A, welche, wie oben angegeben, bereits erkennbar, aber bei Zimmertemperatur nicht stabil war, sodann bei Zimmertemperatur stabil und von solcher Intensität ist, dass der Stoff in der Praxis z. B. in Elektronen strahlröhren, Gasentladungsröhren und der gleichen verwendbar ist.
Die Herstellung eines Stoffes nach der Erfindung erfolgt vorzugsweise durch den Zusatz von Ammoniumphosphat zu einem Ge misch von Zinkoxyd, Siliciumdioxy d und Man- (Y d oder von Verbindungen, aus denen diese Oxyde durch Erhitzung leicht ent stehen, z. B. Karbonaten und Nitraten, und durch Erhitzung dieses ganzen Gemisches in einer Wasserdampf enthaltenden reduzieren den Atmosphäre bis auf eine zwischen 700 und 875 C liegende Temperatur.
Eine Verbindung mit einer besonders guten Lichtausbeute hat die Formel 2 7.n0 . 1 SiO. .0,03 P.,05 :0,05 Mn0. Dieser Stoff kann auf die im nachfolgenden angegebene weise hergestellt werden. , <I>Beispiel:</I> 2,03 g Zn0 wird mit 0,75 g SiO., 0,15 g MnSi0?, und 0,15 g (NH1)2HPO,1 in Wasser gemischt; die so erhaltene Suspension wird in einer Kugelmühle gemahlen und bei einer Temperatur von etwa 1.00 C trockengedampft.
Der erhaltene trockene Stoff wird innig ge mischt und während etwa 1i/2 Stunden bis auf etwa 800 C in einer Atmosphäre von Dampf und Wasserstoff erhitzt. Das erhaltene Pro dukt hat. eine Emissionskurve bei Erregung durch Elektronen, wie sie in der beiliegen den Zeichnung dargestellt ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Leuchtstoff für Leuchtsehirme, da durch gekennzeichnet, dass er aus einem Zink, Phosphor, Silicium, Sauerstoff und Mangan als Aktivator enthaltenden Produkt besteht, in dem die Mengen dieser Elemente derart sind, da.ss das Molverhältnis von Zinkoxyd und Siliciumdioxy d zwischen 2,2: 1 und 1 :1, das Molverhältnis von Manganoxyd und Zink= oxy d zwischen 1 : 200 und 1 :5, das Molver- hältnis von Phosphorpentoxy d und Zinkoxy d zwischen 1 :400 und 1 :10 liegt, und dass er eine bei Zimmertemperatur stabile Lumines zenz mit einer Höehstemission zwischen 6000 und 6200 A aufweist.1I. Verfahren zur Herstellung des Leuclit- Stoffes nach Patentanspruch I, dadurch ge- kennzeiehnet, dass ein Zinkoxyd, Silicium dioxyd und Manganoxy d enthaltendes oder beim Erhitzen diese Oxyde bildendes Stoff gemiseh mit Ammoniumphosphat in einer ;\V#'asserdampf enthaltenden reduzierenden Atmosphäre bis auf eine zwischen 700 und 87.5 C liegende Temperatur erhitzt wird, wo bei die Ausgangsstoffe in einem solchen Ver hältnis gewählt werden, dal;') das entstehende Reaktionsprodukt die im Patentanspruch I ,-exiannten Molverhältnisse aufweist.UNTERANSPRUCH Lenehtstoff nach Patentanspruch I, da- dureli "elzeiinzeiehnet, dass derselbe 2 Zn0 . 1 Si02 . 0,03 P205: 0,05 Mn0 enthält.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL314642X | 1952-01-15 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH314642A true CH314642A (de) | 1956-06-30 |
Family
ID=19783762
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH314642D CH314642A (de) | 1952-01-15 | 1953-01-13 | Leuchtstoff für Leuchtschirme und Verfahren zur Herstellung dieses Leuchtstoffes |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH314642A (de) |
-
1953
- 1953-01-13 CH CH314642D patent/CH314642A/de unknown
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