CH314780A - Elektronenstrahlröhre mit einem Leuchtschirm - Google Patents
Elektronenstrahlröhre mit einem LeuchtschirmInfo
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Description
<B>Elektronenstrahlröhre mit einem Leuchtschirm</B> Die Erfindung bezieht. sich auf eine Elek tronenstrahlröhre mit einem Leuchtschirm und auf ein Verfahren zur Herstellung einer sol- ehen Röhre, insbesondere eines Leuchtschirmes für eine solche Röhre.
Eine der wichtigsten Schwierigkeiten bei einer Elektronenstrahlröhre mit einem Leucht- sehirm, auf dem ein Bild aufgezeichnet wird, ist. die von der grossen Menge der durch dem. Elektronenstrahl zugeführten Elektronen her vorgerufene Auflad"ung dieses Schirmes, da viele Schirme so wenig leitend sind, dass von einer Abfuhr dieser Ladung durch Leitung nicht die Rede sein kann. Zum Verbessern der Leitfähigkeit ist der Leuchtstoff wohl mit einem leitenden Stoff, z. B. einem Metall., ge mischt worden. Auch ist der Leuchtstoff auf einer leitenden Metallschicht angebracht wor den.
In allen andern Fällen muss man zum Ab führen der Ladung die Sekundäremissions- eigenachaften des Leuchtstoffes zur Hilfe neh men, da selbstverständlich, wenn der Sekun- däremissionskoeffizient des Leuchtstoffesgleich 1. oder grösser als 1 ist, der Schirm sich nicht. aufladen wird. Bei vielen Leuchtstoffen ist dies nicht der Fall und dabei treten also alle die unangenehmen Erscheinungen auf, die auf die Aufladung des Schirmes zurückzuführen sind.
Diese Erscheinungen sind, unter ande rem, eine Unschärfe dies Fleekes auf dem Schirm, das Auftreten unregelmässigen, schwa- eben Aufleuchtens nicht von Elektronen ge troffener Schirmteile usw.
Es ist bereits bekannt, die Sekundäremis sion eines Leuchtschirmes durch Aufdämpfen von Cäsium und Umwandlung dieses Cäsiums durch Oxydierung in Cäsiumoxyd zu verbes sern. Bei diesem bekannten Verfahren ist be schrieben, da.ss nach Verschluss und Entlüf tung der Elektronenstrahlröhre eine Menge an einer passenden. Stelle in der Elektronenstrahl röhre befindlichen Cäsiums verdampft und der Dampf auf dien Schirm niedergeschlagen wird. Durch Heizung einer an einer andern Stelle in der Röhre vorgesehenen Menge Stoff, z. B.
Mangandioxyd, wird Sauerstoff entwickelt, der das Cäsium am Schirm in Cäsiumoxyd um wandelt.
Es hat sich ergeben, da.ss der Verwendung von Cäsiumo:xyd einige Nachteile anhaften, da die Bindung zwischen Cäsium und Sauerstoff nicht gross genug ist, um zu verhüten, dass (las Cäsiumöxyd sich während des Elektronenauf pralls zersetzt. Der Sekundäremissionakoeffi- zient eines mit Cäsiumoxyd überzogenen Schirmes wird sich infolgedessen während des Gebrauches der Röhre wieder verringern.
Es ,sind sogar Erscheinungen festgestellt, die darauf hinweisen, da.ss der Sekundäremissions- koeffizient dabei sogar niedriger werden kann als der. des nicht behandelten Leuchtstoffes. Ein weiterer Nachteil des Cäsiumoxyds ist das hohe Atomgewicht des Cäsiums. Infolgedessen hält das Cäsiumoxyd noch eine verhältnis mässig grosse Menge von Elektronen zurück, die sonst zur Lichtausbeute dies Schirmes bei steuern würden.
Eine Elektronenstrahlröhre nach der Er findung hat einen Leuchtschirm, der auf der der Kathode zugewendeten Seite mit einer Schicht von Ma.gnesiumoxyd überzogen ist..
Die Stärke dieser Schicht liegt vorzugs weise zwischen 10 und 1000 A.
Die Anwendung von Magnesiumoxyd er gibt einen sehr hohen Sekundärem.issions- koeffizienten, der sich zwar während des Ge brauchs der Röhre langsam verringert, aber stets grösser als 1 bleibt, da. die Bindung zwi schen lVIagnesium und Sauerstoff sehr stark ist.
Gegenüber dem Cäsiumoxyd hat das Magne- siumoxyd ausserdem den grösseren Vorteil, dass das Atomgewicht des Magnesiums wesentlich niedriger ist als das dies Cäsiums. Eine Leucht schicht einer Elektronenstrahlröhre nach der Erfindung kann auf verschiedene Weise mit Magnesiumoxyd überzogen werden..
Nachdem die Leuchtschicht auf einem Träger, meistens der Glaswand der Elektronenstrahlröhre, an gebracht worden ist, kann eine Menge Magne sium im Vakuum verdampft und der Dampf mit dem Leuchtschirm in Berührung gebracht werden, an dem er sich. wenigstens teilweise absetzt.
Diese Verdampfung muss dureh.ge- führt werden, bevor das Elektrodensystem in der Elektronenstrahlröhre untergebracht ist, da sonst dieses eine Kathode enthaltende Sy stem mit Magnesium überzogen wird, was ein grosser Nachteil wäre, da, die Emission der Kathode sich da:durch verschlechtert und zwi. sehen den verschiedenen Elektroden leitende Niederschläge entstehen können. Nachdem das :Magnesium auf die Leuchtschicht niederge schlagen worden ist, wird das Magnesium durch Heizung der Leuchtschicht in einer sauerstoffhaltigen Atmosphäre, z.
B. in Luft, in Magnesiumokyd. umgewandelt. Erst dann wird das Elektrod'ensystem in .der Röhre be festigt, die auf normale Weise weiter herge stellt werden kann. Bei manchen Elektronenstrahlröhren ist die Seitenwand der Röhre mit einer das Licht schlecht reflektierenden, z. B. aus Kohle be stehenden Schicht überzogen. Diese Wand schicht wird meistens dadurch angebracht. d'ass eine Suspension von Kohle in einem brennbaren Bindemittel, z. B. mittels des käuflich erhältlichen Aqua.dag auf die Wand gestrichen wird.
Das Bindemittel kann durch Verbrennung entfernt werden und diese Phase des Herstellungsvorgangs einer solchen Elektronenstrahlröhre kann mit dem Oxydie ren des Magnesiums auf der Leuehtschiebt kombiniert werden.
Das Magnesium kann selbstverständlieb auch unter verringertem Druck in einer Atmosphäre verdampfen, die eine ausrei chende Menge Sauerstoff enthält, z. B. in Luft, um das Ma-nesium während der Verdampfung zu oxydieren. Die Leuclitsehicht wird dann unmittelbar mit. Magnesiumoxy d überzogen.
Ein ganz anderes Verfahren zum. Bedecken des Leuchtschirmes mit. Magnesiumoxyd, be steht darin, dass die zuvor bereits auf einem Träger angebrachte Leuchtschicht. mit- einer Wolke von Magnesiumoxy d in Berührung ge bracht wird; aus dieser Wolke schlägt infolge der Wirkung der Schwerkraft. eine Menge Magnesiumoxy d auf den Leuchtstoff nieder. Die Magnesiumoxydwolke ergibt sich leicht, indem eine Menge Magnesium verbrannt. wird.
Diese VerbrennunD, des Magnesiums braucht nicht im Gefäss stattzufinden, in dem die Leuchtschicht. enthalten ist. Bei einer besonde ren Ausführungsform dieses Verfahrens wird in ein Lagergefäss eine Menge Magnesium ein geführt und Magnesiumoxyd gebildet, d'ass z. B. durch Überpumpen oder Überschütten in ein Gefäss eingeführt werden kann, das die Leuchtschicht enthält. Die für einen vollstän digen Niederschlag von Magnesiumoxyd erfor derliche Zeit beträgt. 10 bis 15 Minuten.
Das Absetzen ausschliesslich infolge der Schwer kraft ergibt eine sehr gleichmässige Abd'eekung des Schirmes.
Der Niederschlag des Magnesiumoxyds auf= den Schirm kann dadurch beschleunigt wer den, da.ss eine elektrostatische Ladung zwischen der Magnesiumwolke und dem Schirm ange bracht wird'.
Im allgemeinen wird das Absetzen des iVTagnesiums oder des Magnesiumoxyds in der Elektronenstrahlröhre selbst durchgeführt, in. der der Leuchtschirm verwendet wird. Dies ist jedoch nicht erforderlich, da ein gesonderter Leuchtschirm zum Beispiel für Anwendung bei Elektronenmikroskopen auch ausserhalb der eigentlichen Entladungsröhren in einem angemessenen, verschlossenen Raum herge stellt werden kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Elektronenstrahlröhre mit einem Leucht schirm, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtschicht auf der der Kathode zugewen- deten Seite mit einer Schicht aus Mabgnesium- oxy d überzogen ist.II. Verfahren zur Herstellung einer Elek- tronenstrahlröhre nach Patentanspruch I, da- cl urch gekennzeichnet, da.ss nachdem die Leucht- sehieht auf einen Träger aufgebracht und be vor das Elektrodensystem untergebracht wor den ist,wenigstens Magnesium enthaltende Pa.rtikelchen aus der mit der Leuchtschicht in Berührung befindlichen Atmosphäre auf die Leuchtschicht abgesetzt werden. UNTERANSPRÜCHE 1. Elektronenstrahlröhre nach Patentan spruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Stärke der Magnesiumoxydschicht zwischen 10 und<B>1000</B> Ä liegt. 2.Verfahren nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass nachdem die Leuchtschicht auf einem Träger angebracht und bevor das Elektrodensystem untergebracht worden ist, im Vakuum eine Menge Magnesium verdampft und dessen Dampf mit der Leucht- sehieht in Berührung gebracht wird, auf die er sich wenigstens teilweise absetzt, und dass darauf durch Heizung des Schirmes in einer sauerstoffhaltigen Atmosphäre das Magnesium oxydiert wird. 3.Verfahren nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass nachdem das Magnesium aufgedampft worden ist, eine das Licht schlecht reflektierende Schicht mit Hilfe eines brennbaren Bindemittels auf der Seiten wand der Elektronenstrahlröhre angebracht wird, worauf durch Heizung der Röhre und des daran befindlichen Schirmes gleichzeitig das Bindemittel der nicht reflektierenden Schicht verbrannt und das Magnesium oxy diert wird.4. Verfahren nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass nachdem die Leuchtschicht auf einem Träger und bevor das Elektrodensystem angebracht worden ist, eine Menge Magnesium in einer sauerstoffhaltigen Atmosphäre verdampft und der Magnesium- axydd'ampf, der dabei entsteht, mit der Leuchtschicht in Berührung gebracht wird, worauf er sich wenigstens teilweise absetzt. 5.Verfahren nasch Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, d@ass nachdem die Leuchtschicht auf einem Träger und bevor das Elektrodensystem angebracht worden ist, der Schirm mit einer Wolke aus Magnesium- oxyd in Berührung gebracht wird, aus der infolge der Schwerkraft wenigstens ein Teil des Magnesiumoxyds heruntersinkt und sich auf die Leuehtsehieht absetzt. 6.Verfahren nach Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, d!ass das Magnesium- oxyd durch Verbrennung einer Menge Magne sium in einem andern Gefäss hergestellt wird als das, in dem sich die Leuchtschicht befindet, und dass das Magnesiumoxyd in das Gefäss eingeführt wird, das die Leuchtschicht enthält. 7.Verfahren nach Unteranspruch 6; da durch gekennzeichnet, dass das Absetzen des Magnesiumoxyds dadurch beschleunigt wird, dass ein elektrosta:.tis ches Feld zwischen dein Leuchtschirm und der Wolke des Magnesium- oxyds angebracht wird.
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