CH314906A - Vorrichtung zum Filtrieren von organischen Feststoff-Flüssigkeitsgemischen - Google Patents
Vorrichtung zum Filtrieren von organischen Feststoff-FlüssigkeitsgemischenInfo
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Description
Vorrichtung zum Filtrieren von organischen Feststoff-Flüssigkeitsgemischen
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Filtrieren von organisehen Feststoff Flüssigkeitsgemischen, z. B. von Maischen, die eine Filterkammer mit während eines Teils des Filtervorganges sich durez hydraulischen Druck annähernden, von einem Press-und einem Deekelkolben getragenen Filterflächen aufweist, wobei Press-und Deckelkolben mit je einem IIilfskolben verbunden ist.
Die bekannten Vorrichtungen dieser Art erweisen als Nachteil einen grossen Presswasserverbraueh, und ihre Betätigung ist mit beträchtlichem Kraftaufwand verbunden.
Ausserdem erfordert das Offnen der Vorrich- tung zum Ausstossen des Presskuchens und das darauffolgende Schliessen derselben viel Zeit, die als Totzeit zu betrachten ist. Durch zweck mässige Vorfülleinrichtungen kann dieses rbel zwar teilweise gemildert werden, eine lIerabsetzung jedoeh auf ein für den Betrieb erforderliches Zeitminimum war bisher unmöglich.
Zur Verhinderung dieser Nachteile sind erfindungsgemäss die Räume hinter den Kolben zur Erzielung eines Druckausgleiches dauernd miteinander verbunden.
In der Zeiehnung ist ein Ausführungsbei- spiel der erfindungsgemässen Pressfilterein rielltung sehematiseh dargestellt. Es zeigen Fig. 1 einen Axialsehnitt durch das Pressfilter mit schematisch dargestellten Verbindungs- leitungen und Steuerventilen und Fig. 2 einen Selmitt dureh die Dichtung zwischen Deckelkolben und Presszylinder.
Das Pressfilter besitzt die Zylinder 1 und 2, die miteinander über ein Rohr 3 verbunden sind. In dem Zylinder 2 befindet sich der Deckelkolben 4 und im Zylinder 1 der hydrau- lische Presskolben 5, die beide den gleichen Durchmesser und die gleichen Filterflächen aufweisen und mit Rohren 6 ausgestattet sind, durch die die ausgepresste Flüssigkeit in den Behälter 19 abfliesst. Zwischen den Kolben 4 und 5 befindet sich die Presskammer 11, welche von dem Gehäuse 11' gebildet ist. Dieses und der Pre¯zylinder 1 sind getrennt hergestellte Teile, um dadurch zu ermöglichen, den Zylinder, welcher mit dem Pressgut nicht in Berührung kommt, aus einem billigeren Material herzustellen als das Presskammergehäuse, welches den korrodierenden Einflüs- sen des Pressgutes ausgesetzt ist.
Das Rohstoffgemisch wird von einer För- derpumpe 8 einem druckbelasteten Vorratsbehälter 20 zugef hrt. Der Vorratsbehälter 20 rat seinen untern Teil konisch ausgebildet und weist innen eine der Form der Aussenwand entsprechende Zwischenwand 21 in Abstand von der Aussenwand auf. In den von den Wänden 20 und 21 gebildeten Raum wird nun das Rohstoffgemisch von der Pumpe her gedrüekt und somit nach oben abgelenkt, von wo es durch die Einwirkung des Druckes dem Ventil 13 zufliesst.
Diese Ausbildung des Druckbehälters hat eine dauernde Umwälzung des zum Pressen bestimmten Gemisches zur Folge, wodurch sicher vermieden wird, da¯ Teile des Pressgutes lÏngere Zeit im Vorratsbehälter verbleiben, sieh zersetzen und schäd lichen Einfluss auf die übrige Rohstoffmenge ausiiben können.
Vom Ventil 13 gelangt das Rohstoffgemiseh in die ringförmige Kammer 12 des Presskam- mergehäuses 11', von wo es durch die Schlitze 9 in die Presskammer 11 tritt. Die ringf¯rmige Kammer 12 weist ein nach aussen führendes Ventil 14 auf.
Am Rande des Bodens des Deekelkolbens 4 oder an der Stirnfläehe des Presskammer- gehäuses ist eine selbstdichtende Mansehette 10 aus Leder, Gummi oder dergleichen vorgesehen, welche mit der Wand der Presskammer bzw. des Deckelkolbens zusammenwirkt. Zum Bewegen der Kolben 4, 5 beim Öffnen bzw.
Sehliessen der Presskammer 11 sind an die Hauptzylinder 1, 2 die Hilfszylinder 24, 28 angeschlossen. Der Hilfszylinder 28 dr ckt ausserdem wÏhrend des F ll- und Pressvorgan- ges den Kolben 4 mit ausreiehender Kraft an das Presskammergehäuse an, um den f r die Abdichtung durch die Manschette 10 erforderlichen Druck zu erzeugen. An das Rohr 3 sehliessen die Ventile 38', 37, 15, 16 und 38 mit dem R ckschlagventil 37, die Drueklei- tung 17 und die Ablassleitung 18'an.
Vor der Zuleitung 18 in die hydraulische Pumpe ist am Ende der Ablassleitung 18'ein luftbelasteter Druekakkumulator 18". eingebaut, weleher die von den Zylindern zur ckflie¯ende Druckflüssigkeit aufnimmt und einerseits in die Saugrohre der hydraulischen Pumpe dr ckt und anderseits. im Bedarfsfalle den Hilfszylindern 24 und 28 zuführt. Dem Ven- til 15 ist ein einstellbares Druckventil 16 vorgesehaltet. Die nieht dargestellte hydrau- lische Pumpe liefert ber die Leitungen 17 und 39 die zur Hauptpressung bzw. Vorpressung erforderliche Druckflüssigkeit.
Das Rohr 3 ist iiber ein Ventil 38 und ein diesem vorgeschaltetes R ckschlagventil 37 an die Leitung 39 angesehlossen, welche von der nicht dargestellten Mitteldruckstufe der hydrau- lischen Pumpe gespeist wird. Die Rhume VOl und hinter dem Kolben 29 des Ililfszylinders 28 und der presskolbenseitige Raum des Hilfszylinders 24 sind jeweils über einen Dreiweg- hahn 35, 36 bzw. 27 einerseits mit der Druckfl ssigkeitabla¯leitung 18' und anderseits mit der Druckleitung 17 verbunden.
Die Wirkungsweise des Pre¯filters wird im folgenden an Hand eines Arbeitsspiels beschrieben.
Zu Beginn des Arbeitsspiels befinden sich die Kolben 4, 5 in der in Fig. 1 dargestellten Lage. Durez das Ventil 13 wird in die Pre¯ kammcr 11 das zu pressende Gemisch einge- führt. Zunäehst findet ein Vorfiltrieren statt, wobei dureh Unterdruckwirkung in der Presskammer 11 ein Teil der im Gemisch enthal- tenen Flüssigkeit dureli die Robre 6 in den Behälter19abgeführtwird. Beim daraul- folgenden Fertigfiltrieren, welches unter Druckwirkung auf die Kolben 4, 5 vor sich geht, wird das Rohr 3 über das Ventil 38 und das R ckschlagventil 37 mit dem Rohr 39, welches zur Mitteldruckstufe f hrt,
verbunden. Hierbei sind die Ventile 38' und 15 gesehlossen und die Kammern der Hilfszylinder 24 und 28 über die DreiweghÏhne 27, 36 und 35 mit den Druckfl ssigkeits-Abla¯leitungen 18' verbunden. Durch den Teil der Abla¯leitungen 18', welcher den Dreiweghahn 35 mit der Rohrleitung 3 verbindet, wird im deekelseitigen Raum des Hilfszylinders 28 der gleiche Druck, wie er hinter den Presskolben herrscht, hergestellt. Hierauf wird das Ventil 38'geöffnet und die Leitung 3 mit cler Hoeh- druekstufe verbunden. Das R ckschlagventil 37 verhindert das Eindringen der unter Hochdruck stehenden Druckflüssigkeit in die Alit- teldruckleitung 39.
Der erforderliche Anpre¯druek für die Dichtungsmansehette 10 zur Abdichtung der Presskammer 11 nach au¯en wird dadurch erzeugt, da¯ die Fläehenpressung auf den Hilfskolben 29 sich jener auf den Pre¯kolben 4 addiert, so class die auf den Presskolben 4 ausge bte Kraft gr¯¯er ist als die auf den Kolben5wirkende. Die Differenz dieser beiden Kräfte ergibt somit den Anpressdruck für die Dichtungsmanschette 10.
Wie in Fig. 2 dargestellt, besteht eine Verbindung zwischen der Presskammer 11 und der spaltf¯rmigen Ausnehmung 10'der Mansehette 10, wodurch die Manchette von innen her unter Druck gesetzt wird und ein sattes der Manschette am Widerlager ge- sichert ist.
Nach Durchführung des Pressvorganges wird ber die Leitungen 7 Druekluft in die Presskammer 11 eingeführt, um die an den Wänden der Presskolben haftenden Flüssig kcitsreste zu entfernen und in die Leitung 6 zu bringen. Sodann werden die Ventile 38 und 38'geschlossen und das Ventil 15 geöffnet, wo durci die zum Pressen zusätzlich eingeführte Druckfl ssigkeit bis zur Herstellung des glei- chen Druckes, wie er in der Ablassleitung 18' herrscht, abfliesst. Die presskolbenseitige Kammer des Hilfszylinders 28 wird ber den Dreiweghahn 36 mit der Hochdruckleitung 17 verbunden, die DreiweghÏhne 35 und 27 verbinden die zugehörigen Kammern der Hilfszylin- der mit der Ablassleitung 18'.
Ilierbei wird der Kolben 29 nach rechts @ geschoben, nimmt den Presskolben 4 mit und ¯ffnet so die Presskammer 11. Die vom Kolben 4 4 verdrÏngte Druckfl ssigkeit str¯mt durch das Rohr 3 hinter den Kolben 5, treibt diesen ebenfalls nach rechts und schiebt den Presskuchen aus der Presskammer 11 unter die nicht dargestellte Aussto¯vorrichtung.
Um naeli dem Entlasten der Presskolben zit verhindern, dass Flüssigkeit aus dem nicht gefilterten Rohstoffgemisch in der Kammer 12 in den bereits gefilterten Presskuchen in der Pre¯kammer 11 eindringt, wird gleichzeitig mit dem Entlasten der RÏume hinter dem Presskolben das Ventil 14 zum Druckausgleich der Kammer 12 nach au¯en ge¯ffnet.
Nach dem Ausstossen des Presskuchens wird die presskolbenseitige Kammer des Hilfszylinders 24 ber dem Dreiweghahn 27 mit der Hochdruckleitung 17 und die Kammern des Hilfszylinders 28 ber die Dreiweghähne 35 und 36 mit der Ablassleitung 18'verbunden.
I) er Presskolben 5 wird nun nach links geschoben, drÏngt ber die Leitung 3 Druckflüssigkeit hinter den Presskolben 4, wodurch dieser ebenfalls in die Ausgangslage zur ckkehrt. Hierauf wiederholt sich das Arbeitsspiel von neuem.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Vorrichtung zum Filtrieren von organi schen Feststoff-Flüssigkeitsgemischen, die eine Filterkammer mit wÏhrend eines Teils des Filtervorganges sich durch hydraulischen Druck annähernden, von einem Press-und einem Deckelkolben getragenen Filterfläehen aufweist, wobei Press-und Deekelkolben mit je einem Hilfskolben verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Räume hinter den Kolben zur Erzielung eines Druckausgleiches dauernd miteinander verbunden sind.UNTERANSPRÜGHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung der RÏume zwischen den Kolben (4, 5) durch eine Rohrleitung (3) erfolgt.2. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die RÏume hinter den Kolben (4, 5) in jeder Lage derselben vollständig mit Druekflüssigkeit gefüllt sind.3. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckfl ssigkeits-Abla¯leitungen der Haupt-und Hilfszylinder in direkter Verbindung mit einem Druckakkumulator stehen.4. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspriiehen 2 und 3, dadurch gekenn- zeichnet, dass der Druckakkumulator luftbelastet ist.5. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der in der Druekflüssigkeits Ablassleitung vorgesehene Druckakkumulator auch an die Saugrohre der hydraulischen Pumpe angesehlossen ist.6. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die die Druckräume hinter den beiden Kolben (4, 5) verbindende Rohrleitung über ein Ablassventil und ein einstellbares Uberdruckventil mit der Druckfl ssigkeits-Abla¯leitung in Verbindmg steht.7. Vorriehtung naeh Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die RÏume vor und hinter dem Kolben (29) des Hilfszylinders (28) und der presskolbenseitige Raum des Hilfszylinders (24) jeweils ber einen Dreiweghahn (35, 36 bzw.27) einerseits mit der Druckflüssigkeits-Ablassleitung (18') und anderseits mit der Hochdruckleitung (17) in Verbindung stehen, wodureh unter anderem der deckelseitige Raum des Hilfszylinders (28) wÏhrend des Pressvorganges zur Erzeugung der zur Abdichtung der Presskammern (11) nach aussen durch die Manchette (10) erforderliehen Anpresskraft mit der Hochdruck- leitung (17) verbunden wird.8. Vorrichtung nach Patentanspruch, da dureh gekennzeichnet, dass die die Druek- raume hinter den Presskolben verbindende Rohrleitung mit einem Ventil (38) und einem R ckschlagventil (37) an die Mitteldluek- leitung und mit einem Ventil (38') an die Hochdruckleitung angeschlossen ist.9. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Rand des Bodens des Deckelkolbens (4) eine ringförmige Ausnehmung zur Aufnahme der selbstdichtenden Manchette (10) aufweist, die sieh zur Abdichtung der Presskammer (11) an das GehÏuse der Presskammcr anlegt.10. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Stirnfläche des Presskammergehäuses die ringförmige Ausnehmung zur Aufnahme der selbstdichtenden @ Manchette (10) aufweist.
Applications Claiming Priority (1)
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Cited By (2)
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|---|---|---|---|---|
| DE1164377B (de) * | 1960-05-17 | 1964-03-05 | Commissariat Energie Atomique | Filterverschluss |
| EP0663227A1 (de) * | 1994-01-12 | 1995-07-19 | Nagaoka International Corporation | Entwässerungspresse für Schlämme und Verfahren zur Schlammbehandlung |
-
1953
- 1953-06-09 CH CH314906D patent/CH314906A/de unknown
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1164377B (de) * | 1960-05-17 | 1964-03-05 | Commissariat Energie Atomique | Filterverschluss |
| EP0663227A1 (de) * | 1994-01-12 | 1995-07-19 | Nagaoka International Corporation | Entwässerungspresse für Schlämme und Verfahren zur Schlammbehandlung |
| US5643458A (en) * | 1994-01-12 | 1997-07-01 | Nagaoka International Corporation | Sludge dehydrating press and method for treating sludge |
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