CH315121A - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Blausäure - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Blausäure

Info

Publication number
CH315121A
CH315121A CH315121DA CH315121A CH 315121 A CH315121 A CH 315121A CH 315121D A CH315121D A CH 315121DA CH 315121 A CH315121 A CH 315121A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
reaction
ammonia
hydrocyanic acid
hydrogen
methane
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Lonza Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Lonza Ag filed Critical Lonza Ag
Publication of CH315121A publication Critical patent/CH315121A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01CAMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
    • C01C3/00Cyanogen; Compounds thereof
    • C01C3/02Preparation, separation or purification of hydrogen cyanide
    • C01C3/0208Preparation in gaseous phase
    • C01C3/0229Preparation in gaseous phase from hydrocarbons and ammonia in the absence of oxygen, e.g. HMA-process
    • C01C3/0233Preparation in gaseous phase from hydrocarbons and ammonia in the absence of oxygen, e.g. HMA-process making use of fluidised beds, e.g. the Shawinigan-process
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01CAMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
    • C01C3/00Cyanogen; Compounds thereof
    • C01C3/02Preparation, separation or purification of hydrogen cyanide
    • C01C3/0204Preparation, separation or purification of hydrogen cyanide from formamide or from ammonium formate
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02PCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
    • Y02P20/00Technologies relating to chemical industry
    • Y02P20/10Process efficiency
    • Y02P20/129Energy recovery, e.g. by cogeneration, H2recovery or pressure recovery turbines

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Toxicology (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Catalysts (AREA)

Description


  Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Blausäure    Es wurde gefunden, dass die     Herstellung     von Blausäure mit geringen Aufwendungen an  Rohstoffen bzw. Energien und Arbeit sowie  höchsten Ausbeuten durchgeführt     werden     kann, wenn man gemäss vorliegender Erfin  dung Methan mit Ammoniak in Gegenwart  eines     Katalysators        mindestens    teilweise zu  Blausäure und Wasserstoff umsetzt, die     Blau-          s    äure i aus dem Realitionsgemiseh b entfernt und  das aus dem Reaktionssystem abgeführte was  serstoffhaltige Gasgemisch mindestens teilweise  für die Herstellung von Ammoniak verwendet,

    wobei man durch Zugabe von Stickstoff auf  das zur Ammoniaksynthese benötigte Wasser  stoff-Stiekstoffverhältnis einstellt, die Ammo  niaksynthese durchführt und die für Blau  säurebildung benötigte Menge Ammoniak in  den Kreislauf zurückführt.  



  Dieses Verfahren ist also als sogenanntes   Kreislaufverfahren  ausgebildet. Der durch  die Blausäure synthese erzeugte Wasserstoff  wird mit elementarem Stichstoff in Ammoniak  übergeführt. Es ist auf diese Art möglich., die  Vorteile der Reaktion von CH4 und NH3 zu  Blausäure auszunutzen,     trotzdem    man von ele  mentarem Stickstoff ausgeht. In dieser Hand  lungsweise liegt der grundliegende Fortschritt,  da sieh Methan mit elementarem Stiekstoff  nur unvollständig und mit hohem Energieauf  wand umsetzen lässt. Bei reinen Ausgangs  stoffen können, wenn ein Mol N2 und ein Mol    CH4 zugeführt werden, auf diese Weise 1 Mol  NH3 und 1 Mol HCN gewonnen werden.  



  Zu klarer Erläuterung des erfindungs  gemässen Verfahrens wird auf Fig. 1 der bei  liegenden Zeichnung verwiesen, welche bei  spielsweise und schematisch eine Vorrichtung  zur Durchführung des Verfahrens darstellt.  



  Das Methan wird durch die Leitung 1 dem  Reaktionsraum 2 zugeführt, dort mit Ammo  niak zu Blausäure und Wasserstoff umgesetzt,  bei 3 wird die Blausäure abgetrennt, und bei 4  werden Restgase, insbesondere Ammoniak, aus  dem Wasserstoffgemisch abgetrennt. Dabei  kann ein Restgehalt von NH3 vor oder auch  nach der Abtrennung der HCN aus dem Gas  gemisch abgetrennt werden, z. B. vor Ent  fernung der HCN, mit verdünnter     Schwefel-          Aure    oder einer andern geeigneten     Absarp-          tionsflüssigkeit,    aus der NH3 durch Erwärmen  wieder abgetrieben werden kann. Abgetrie  benes NH3 wird zum Reaktionsraum 2 zurück  geführt.

   Der gegebenenfalls N2-haltige Was  serstoff wird anschliessend in 5 mit über 6       zugeführtem    Stickstoff auf das     zur        NH3-          Erzeugung    erforderliche     Wasserstoff-Stick-          stoff-Verhältnis    eingestellt und     zu    Ammoniak  umgesetzt, welches über Leitung 7 dem Re  aktionsraum 2 zugeführt wird und dort für  die     Blausäure-Synthese        Verwendung    findet.  



  Mit dieser     beispielsweisen        Ausführungs-          form,    bei der 1     Mol        CH.1    und 1     Mol        N2    zuge-      führt werden, lässt sich eine HCN-Ausbeute  von 96 % oder mehr in bezug auf NH3 erzie  len, mit geringstem Aufwand an Ausgangs  gasen der Ammoniak-Synthese.  



  Bei der HCN-Synthese kann auch von  stickstoffhaltigem Methan oder solchen Me  thangemischen angegangen werden, so dass  N2 schon bei der HCN-Bildung zugegen ist.  Die Stiekstoffzufuhr 6 bei der     Ammoniak-          Synthese    5 wird dann entsprechend kleiner  oder fällt unter Umständen sogar ganz weg.  Das Verfahren gemäss vorliegender Erfindung  ergibt somit, gegebenenfalls noch eine über  raschende Ausnutzung des Stickstoffgehaltes  in den Ausgangsgasen, insbesondere in Me  thangasen, indem dieser Stickstoff, welcher  sonst nur störend empfunden wird,     ebenso    wie  der     zurückgeführte    Wasserstoff bereits frei  von Kontaktgiften in die Ammoniak-Synthese  eingeführt werden kann.

   Nach Abtrennen von  HCN und NH3 aus dem Wasserstoff enthal  tenden Gasgemisch gegebenenfalls in diesem  verbleibende Restgase, welche zum Beispiel  aus CH4 und N2 bestehen, können entweder  herausgenommen oder in die HCN Synthese  eurückgeführt werden oder zum Beispiel mit  in die NH3-Synthese gelassen werden, wo N2  in der NH3-Erzeugung, CH4 im Restgas bzw.  Endgas verbleibt. Methanhaltige Restgase bzw.  Endgase der Ammoniak-Synthese können,  gegebenenfalls nach Zerlegung, zur     Blausäure-          Synthese    geführt werden, wo CH4 für die  HCN-Erzeugung genutzt wird, während H2  und N2 im Kreislauf zur NH3-Synthese  zurückgehen.  



  Die NH3-Synthese aus N2 und H2 kann  nach einem beliebigen bekannten Verfahren  durchgeführt werden. Statt die ganze Menge  H2 in NH3 überzuführen, kann das Verfahren  auch so ausgeführt werden, dass nur die für  den Kreislauf benötigte Menge NH3 herge  stellt und     zurückgeführt    wird, also auch nur  so viel des Wasserstoffes auf das zur     NH3-          Synthese    erforderliche Verhältnis von H2 zu  N2 eingestellt und zu NH3 umgesetzt wird.

    Der in diesem Falle nicht zur NH3-Synthese  verwendete Teil des wasserstoffhaltigen Gas  gemisches kann zu Hydrierungen benutzt wer-    den, und dabei anfallende wasserstoff- oder  methanhaltige Restgase können, erfor     derlichen-          falls    nach Zerlegteng, zur HCN- oder bzw. und  NH3-Synthese zurückgeführt werden. Vor der  Zuführung in den Blausäurebildungsprozess  können einem methanhaltigen Gasgemisch, das  Wasser und bzw. oder Kohlensäure enthält,  solche Bestandteile entzogen werden,     vormugs-          weise    weitgehend oder vollständig.  



  Die     Umsetzung       CH.4 + NH3 = HCN + 3 H2    ist, sofern kein oder nur entsprechend wenig  02 zugegen ist, ein endothermer Vorgang. Es  muss also eine Wärmezufuhr zu dem Gas  gemisch erfolgen, damit die Reaktion statt  finden kann. Es wurde hierzu gefunden, dass  die Umsetzung von CH4 mit NH3 am besten  an Katalysatoren erfolgt, denen während der       Umsetzung    nicht durch das     Reaktionsgas    über  tragene Energie     zugeführt    wird, insbesondere  elektrisch, zum Beispiel durch Widerstands  oder Induktionsheizung,

   oder durch geson  dertes Heizgas oder durch Anstrahlung     usw-          wobei    die nicht durch das gegebenenfalls vor  gewärmte Umsetzungsgas zugeführte Energie  ganz oder teilweise zum Aufbringen der     endo-          thermen    Reaktionswärme verbraucht wird.  



  Zweckmässig geschieht die Umsetzling der  HCN-Bildungsgemische an einseitig mit Kata  lysatoren bedeckten und von der andern Seite  beheizten Wandungen, z. B. Rohrwandungen,  Kammerwandungen oder dergleichen. Die Be  heizung erfolgt zum Beispiel durch Feuerungs  gase, Gasheizung, Oberfläehenverbrennung,  Anstrahlun- oder auf sonstige Weise.  



  Eine grössere Zahl Katalysatoren kann für  die HCN-Bildung verwendet werden, sowohl  Oxyde, z. B. A1203, als auch Metalle, z. B.  Kupfer, für sieh oder in Legierungen, als auch       Misehkata.lysatoren        usw.    Besonders werden     Pt     oder ein anderes     Platin--,4leta1-1    für das vorlie  gende     IICN-Bildungsverfahren        verwendet.          Rein-Platin    und     Legierungen    des Platins, z. B.  mit Ir und     R.h,    sind von guter Wirksamkeit.

    Sehr wesentlich ist jedoch, wie     1efunden     wurde,     da.ss.    die für die     Ammoniakoxy        dation     zu Stickoxyden usw. nicht     bzw.    wenig geeigne-      ten Platinmetalle Ru und bzw. oder Os und  bzw. oder Pd bzw. deren Legierungen, Ge  mische oder dergleichen untereinander und  bzw. oder insbesondere mit einem oder meh  reren der übrigen Platinmetalle,     vorzugsweise     deren Legierungen mit Platin selbst, also z. B.  Pt und\ Ru bzw. Pt und Os enthaltende Legie  rungen vorzüglich geeignet sind. Dabei wer  den gegebenenfalls auch noch andere Be  standteile, z. B. die Edelmetalle Ru, Ag,  Au, oder z. B. hoehsehmelzende Metalle,  z. B. Re, Nb, Ta, W, Mo, zugesetzt..

   Diese  Katalysatoren aus zum Beispiel Pt-Ru- oder  Pt-Os-Legierungen ermöglichen nicht nur  besten Umsatz, sondern sind auch haltbarer als  die bekannten und werden vorzugsweise bei  Reaktionstemperaturen oberhalb 800 und un  terhalb 1200  C, z. B. 900 bis 1100  C, benutzt.  



  Eine zur Durchführung der HCN-Bildumg  sehr geeignete Vorrichtung, mit auf der einen  Seite von Katalysatoren überzogenen Wandun  gen, besteht aus Rohren oder dergleichen, die  in etwa horizontaler Stellung mit Metallsalz  lösungen gefüllt, rotiert und beheizt wurden,  unter Entweichen des verdampften Lösungs  mittels durch axiale, durch die Rohrverschlüsse  geführte Öffnungen, Gasaustrittsrohre oder  dergleichen. Auf diese überraschend einfache  und wirksame Weise entstehen festhaftende  Überzüge, die auch dann festhaften, wenn  mehrere übereinander angebracht werden. An  gewendet werden Lösungen von Metallverbin  dungen, z. B. von Al oder Cu oder Pt oder  Pt-Metallen für sich oder in Gemischen bzw.  Legierungen, insbesondere auch der vorstehend  beschriebenen, z. B. Pt-Ru, Pt-Os.  



  Bei dieser     Arbeitsweise    kann ein nach Ver  dampfen es Lösungsmittels verbleibender  Überzug durch weiteres Erhitzen, gegebenen  falls über Zwischenstufen, metallisch, oder  bzw. und oxydisch gemacht werden, wobei ent  weder ein oder mehrere Überzüge übereinander  aufgetragen werden und bzw. oder weiter  erhitzt werden und erst dann die Wandung  in Betrieb genommen wird, oder einzelne  Überzüge erst aktiviert bzw. unter Betriebs  verhältnissen benutzt. werden, bevor der oder  die nächsten aufgebracht werden. Über-    raschenderweise sind die Überzüge unter den  Bedingungen der HCN-Erzeugung noch halt  barer als geformte Katalysatoren, wie Folien,  Drahtgewebe oder dergleichen, die an sich  ebenfalls benutzt werden können.

   Diese Ar  beitsweise hat den weiteren Vorteil, bei Her  stellung von gemischten und legierten Über  zügen, insbesondere Legierungen von Pt mit  andern Pt-Metallen, z. B. Pt-Rh, Pt-Ir, Pt-Os,  Pt-Pd, zu Überzügen jeder gewünschten Zu  sammensetzung ohne Mehrarbeit zu führen,  auch dann, wenn die Herstellung der Kataly  satoren in anderer Form, wie Folien oder Ge  weben, Schwierigkeiten bereiten würde. Das  ist zum Beispiel bei Pt-Ru mit höherem     Ru-          Gehalt    der Fall. Die beschriebenen neuen  Überzüge erfordern weniger Edelmetall als  Folien, Gewebe usw. und ausserdem geringe  Formkosten. Ein weiterer Schritt besteht  darin, als Vorrichtung für die HCN-Bildung  Wandungen bzw.

   Rohre zu verwenden, die  nicht völlig gasdicht sind, aber durch Im  prägnierung, Bedeckung, Überzüge, Folien  oder dergleichen oder bzw. und durch     Ab-          seheidungen    während des Betriebes     hinrei-          ehend    dicht. gemacht. sind.     Insbesondere    wird  durch Aufbringen der oben beschriebenen  neuen Überzüge gedichtet.

   Damit lassen sieh       lfaterialien    verwenden, die     sonst    wegen     za     grosser Durchlässigkeit ausscheiden, aber insbe  sondere im Hinblick auf die     HCN-Erzeugung     sonstige Vorzüge zum Beispiel der Haltbarkeit,  Feuerfestigkeit,     katalytischen    Eignung, ther  mischen Eigenschaften     usw.    besitzen.  



  Beispielsweise werden waagrecht 'liegende  keramische Rohre, z. B.     Sillimanit-    oder     Ko-          rundrohre    von 10     bis    100 mm lichtem Durch  messer, mit konzentrierter bz w.     gesättigter     Lösung von Platin in Königswasser     bzw.        H2-          Pt-C16-Lösung    bzw.     Pt-C1,1-Lösung    oder der  gleichen beschickt. und     unter        Beheizung    lang  sam um die Rohrachse .oder eine hierzu par  allele Achse rotiert.

   Die     Beheizung    erfolgt zum  Beispiel. durch eine Reihe     kleiner    Flammen  oder durch Heizgase oder elektrisch. Weitere  Bewegung, z. B. periodische Neigungsänderun  gen, sind möglich, aber nicht erforderlich.  Nach Verdampfen des Lösungsmittels ver-      bleibt ein Überzug, der bei weiterem Erhitzen,  gegebenenfalls über Zwischenstufen wie     Pt-          Cl2,    metallisch wird. Das Erhitzen erfolgt  ohne oder mit Durchleiten nicht oxydierender  Gase, also. z. B. ohne Spülung bzw. unter     Luft-          zrrtritt    bzw. unter Durchleiten von Luft oder  dergleichen, oder aber bei Luftabschluss bzw.  unter Spülung zum Beispiel mit. H2, NH3, N2.  Es werden ein oder mehrere, z.

   B. zwei Über  züge, übereinander aufgetragen und erst dann  wird das Rohr in Betrieb genommen. Das  Herstellungsverfahren gestattet aber auch,  jeden einzelnen Überzug erst unter Betriebs  verhältnissen zu benutzen bzw. zu aktivieren,  bevor der nächste aufgebracht wird. Diese  Überzüge sind ausserordentlich haltbar und  selektiv für die HCN-Bildung. Durch Anwen  dung gemeinsamer Lösungen mehrerer Platin  metalle, wie z. B. Pt-Ru bzw. Pt Os an Stelle  von Reinplatin, werden weitere Vorzüge er  zielt. Über 95 % des NH3-Stickstoffes werden  als HCN gewonnen.  



  Die Wandungen bzw. Rohre sind nicht an  eine bestimmte Art der Beheizung gebunden  (Feuerungsgase, Heizgase, Oberflächenver  brennung, Anstrahlung, elektrische Beheizung  usw.). Andere, bei elektrischer Energiezufuhr  wesentliche Ausführungsformenbestehen darin,  dass die katalytische NCN-Bildung in     CH4-          und    NH3-haltigen Gasgemischen an elektrisch  beheizten metallischen Katalysatoren in Form  von Folien oder bzw. und Netzen oder bzw.  und Drahtgeweben oder dergleichen erfolgt.  Die endotherme Reaktionswärme kann da  nach ganz oder teilweise durch unmittel  bare elektrische Beheizung der metal  lischen Katalysatoren, denen die     HCN-          Bildungsgemische    kalt oder vorzugsweise vor  gewärmt zuströmen, aufgebracht werden.

   Ins  besondere werden Netze oder Folien aus Pt  bzw. einem Pt-Metall bzw. Legierungen von  Pt-Metallen, etwa die oben beschriebenen     Pt-          Legierurngen    mit Ru, Os, Pd, z. B.     Pt-Ru-          Katalysatoren,    die sowohl an Umsatz als auch  besonders an Haltbarkeit überraschende Über  legenheit besitzen, benutzt, z. B. mit Draht  stärken bzw. dicken von 0,01 bis 0,1 mm.  Diese     Legierungen    sind im Vergleich     zu    andern    unempfindlich gegen C-Verbindung bzw. et  waige C-Abscheidung. In der Strömungsrich  tung ausgedehnte, z.

   B. aus mehrfachen oder  zahlreichen Netzlagen bzw. entsprechend an  geordneten Folien bestehende     Katalysator-          zonen    ergeben     bevorzugte,    leistungsfähige Ein  heiten, wobei z. B. Folienflächen insbesondere  parallel zur Strömungsachse angeordnet wer  den, z. B. in Form von Zylindern oder Spiral  zylindern, deren Achse mit der Achse der Gas  strömung zusammenfällt. Bei unmittelbarer  elektrischer Beheizung der Katalysatoren ist  die Energieausnutzung verlustfrei, und beson  dere Massnahmen zur     Wärmeübertragung    auf  die Katalysatoren bzw. deren reaktionstra  gende Flächen entfallen, wodurch die Anpas  sung an die optimalen Reaktionsverhältnisse  erleichtert und vervollkommnet. bzw. die Appa  ratur vereinfacht wird.  



  Wie weiter gefunden wurde, sind Wandun  gen, die mehr Al203 als Sillimanit  (A1203 - SiO2)  enthalten, auch ohne Bedeekung oder Imprä  gnierung oder dergleichen mit andern Kata  lysatoren schon bei unterhalb 1200  geeignet  zur katalytischen HCN-Bildung. Als     Hüll-          oder    Trägerrohre bzw. -wandungen für andere  Katalysatoren sind Wandungen solcher     Zli-          sammensetzung    ebenfalls von hervorragenden  Eigenschaften und gestatten, mit einem Mini  mum an.     misätzlicher        Katalysatorsubstanz,    z. B.

         Pt-Metallen,        auszukommen.    Die Ausgangsgase  können entweder kalt     bzw.    mit ihrer Eigen  temperatur zu den Katalysatoren treten, oder  sie können vorher vorgewärmt werden. Letz  teres vermindert nicht nur die erforderliche       Beheizungsenergie,    sondern erleichtert auch  die Aufrechterhaltung der optimalen Tempe  raturverteilung, was nicht     vorherzusehen    war.

    Zur Durchführung der     Vorwärmnng    kann die  Abwärme     HCN-hal.tiger    Gase oder bzw. und  von Heizungsabgasen herangezogen werden,  die ausserdem noch zu andern     Zwecken    wie  Dampferzeugung,     Gasreinigung        usw.    Abwärme  abgeben können.  



  Eine besonders zur Ausfuhrung des     erfin-     dungsgemässen Verfahrens geeignete Vorrich-      tung ist in Fig. 2 der Zeichnung dargestellt  und besteht aus einem aus einer Heizkammer  11 oder dergleichen beiderseitig herausragen  den, gegebenenfalls verlängerten oder zusam  mengesetzten oder bzw. und mit Katalysator  substanz versehenen Rohr oder Rohrbündel 12,  ausserhalb des Heizraumes gelegenen Mitteln  13 zum Festhalten des Rohres oder der Rohre  nur an einer Seite, nach der andern Seite  jedoch in der Weise beweglichen Anordnun  gen, dass durch thermische und betriebliche  Einwirkung auftretende Ausdehnungen, Ver  werfungen oder dergleichen ohne die Haltbar  keit beeinträchtigende Widerstände erfolgen  können.

   Das bzw. die Rohre erhalten beweg  liche Gaszufuhrleitungen 14 an der nicht fest  eingespannten Seite, ausserdem Abdichtungs  mittel, die die erforderliche     Bewegungsfreiheit     des oder der Rohre nicht, behindern. Ausser  halb des Heizraumes und bzw. oder der Ofen  wandungen     liegen    Kühleinrichtungen 15 mit  Durehlässen für die Reaktionsrohre.

   Insbeson  dere wird wenigstens eine der Durchführungs  wände der Heizkammer aussen durch gekühlte  Metallplatten oder -kammern mit Öffnungen  <I>zur</I> Durchführung der Reaktionsrohre     abge-          deckt.    Beispielsweise werden bei senkrecht  hängenden Rohren sowohl die obere als auch  die untere Durehführungswand entsprechend  abg e deekt, und die Reaktionsrohre werden an  einer Seite in oder an der gekühlten Metall  platte     befestigt,    insbesondere oben eingespannt  oder eingehängt oder dergleichen. Im übrigen  sind sie dann nicht fixiert, sondern hängen  zum Beispiel frei nach unten. Eine weitere  Massnahme besteht darin, solche Rohre von  dem hängenden oder aufstützenden Gewicht  mindestens teilweise zu entlasten, was grund  sätzlich beliebig, z.

   B. durch entsprechende  Gegengewichte oder dergleichen, Stützvorrich  tungen, insbesondere aber durch Federspan  nung erfolgt. Ein weiterer bedeutsamer Schritt.  ist dadurch gegeben, dass Ammoniak und Me  than enthaltende Gasgemisehe durch Einsteck  rohre kleineren Durchmessers in die Reak  tionsräume, Rohre oder dergleichen ein- und  bzw. oder aus den Reaktionsräumen der     HCN-          ssildung    austreten, insbesondere derart, dass    nur diese Einsteckrohre die Wände der     Heiz-          kammer    und bzw. oder die Kühleinrichtungen  durchdringen bzw. darin eingehängt sind, so  dass das eigentliche Reaktionsrohr bzw. die       Reaktionsrohre,        -kammern    oder dergleichen an  den bzw.

   dem mit Einsteckrohren versehenen  Enden nicht aus dem Heizraum herausragen.  Dadurch wird erreicht, dass die in den Ein  steckrohren mit kurzer Verweilzeit strömenden  Gase beim Eintritt in die eigentlichen Reak  tionsrohre bzw. -räume sogleich auf Kataly  satorflächen von ausreichender Temperatur  treffen.

   Es ist     zweckmässig,    so zu arbeiten, dass  die in den Reaktionsraum eintretenden Blau  säurebildungsgemische dort sogleich nur Flä  chen von mehr als 800  Temperatur,     vorzugs-          weise    von     Reaktionstemperatur    antreffen,     und     bzw. oder dass alle im Reaktionsraum berühr  ten Flächen aus Katalysatorsubstanz bestehen  oder damit bedeckt bzw. überzogen sind, ins  besondere Reaktionsrohre ihrer ganzen Länge  nach.

   Es     wurde    gefunden, dass     dhirch    diese  Arbeitsweise die gefürchtete     Vorzersetzung          bzw.        C-Abseheidung        bzw.    Nebenreaktionen  auf ein zu vernachlässigendes Mass absinken       bzw.    bei den     beschriebenen    besten Katalysa  toren usw. vollständig     beseitigt    werden, was  überraschend ist.

   Ebenso werden die Gase  beim Verlassen der ausreichend heissen Wan  dungen sogleich zum Beispiel durch     Einsteck-          rohre    entfernt, und auch am Austritt     Zer-          setzungen    dadurch vermieden. Es wird vor  zugsweise so gearbeitet., dass die Wände der  vor den Eintrittsrohren und nach den Aus  trittsrohren liegenden Leitungen oder Appa  rate wesentlich, d. h. um mehr als 100 bzw.

    mehrere 100 , kälter sind als die Katalysator  flächen der     Reaktionsräume.    Besonders am  Gasaustritt, wo im allgemeinen die fühlbare  Wärme der Reaktionsgase ganz oder teilweise  zur Dampferzeugung,     Gasvorwärmung,    Wärme  austausch usw. ausgenutzt wird, liegen vor  zugsweise unter Ausnutzung der Abwärme ge  kühlte Wandungen von Apparaten (z. B.       Dampfkesseln,        Wärmeaustauschern)    und Rohr  leitungen.  



  Ausserdem können ausserhalb des Reaktions  raumes Wände     bzw.    Überzüge oder dergleichen      benutzt. werden, an denen keine Zersetzung  zu befürchten ist, z. B. Phosphorbronze, ins  besondere an der Gaseintrittsseite.  



  Vorzügliche Ergebnisse werden erhalten,  wenn bei dieser HCN-Erzeugüng langgestreckte  Reaktionsräume, rohre, -kammern oder der  gleichen, die je em2 Strömungsquerschnitt  eine wirksame Länge von wenigstens 6 emn  aufweisen, so schnell     durchströmt    werden, dass  das Gasgemisch am Ende der Reaktionsrohre  oder dergleichen eine tatsächliche lineare Ge  schwindigkeit von mehr als 6 m pro Sekunde  aufweist. Diese Betriebsweise wird am besten  gleichzeitig mit der vorstehend behandelten  Anwendung von     Einsteckrohren    durchgeführt,  ist aber aueh tunabhängig davon fortschrittlich  bezüglich Leistung der Einheit,     HCN-Aus-          beute    und Vermeidung von Zersetzung.

   Es ist  erstaunlich, dass so langgestreckte Reaktions  zonen unter diesen Bedingungen derartig gute  Ergebnisse erreichen lassen, z. B.     HCN-Aus-          beuten    von 97 %IM und keinerlei Unterbrechun  gen durch C-Abscheidung.  



  In Vereinigung mit vorstehend beschrie  benen Massnahmen werden wesentliche Aus  führungsformen durch     Mitverwendung    von  Gaszerlegungsprozessen bzw. -anlagen ver  wirklicht. Beispielsweise werden wenigstens  einmal Gasgemische bzw. Kreislaufgase bzw.  aus den Kreisläufen abgelassene Gasströme der  HCN-Herstellun g und bzw. oder der     CH4-          und    bzw. oder der NH3-Synthese durch     Gas-          zerlegunflsaniagen    in zwei oder mehr Gasströme  zerlegt und diese ganz oder teilweise an den  nach ihrer Zusammensetzung geeigneten Stel  len in den Gesamtkreislauf zurückgeführt.

    Zum Beispiel wird das von der Blausäureher  stellungsreaktion kommende Gas nach Abtren  nung des zum Blatisäureofen     zurückzuführen-          den        Ammoniaks    und     Abtrennung    der Blau  säure durch wenigstens eine Gaszerlegungs  anlage geführt und dadurch in mindestens  zwei Ströme zerlegt, wobei einer Wasserstoff,  z. B. diesen allein, oder Wasserstoff und     min-          destens    einen Teil des     Stickstoffes    enthält  und zur Synthese der Ausgangsstoffe, d. h.

    mir Ammoniaksynthese zurückgeführt wird,  während ein anderer das Methan enthält und    zum Blausäureofen zurückgeführt wird, wobei  der Stickstoff bis zu der für die Ammoniak  synthese benötigten Menge     zur    Ammoniak  synthese     gelangt,    während bei Anwesenheit  darüberhinausgehender Stickstoffmengendiese  abgetrennt werden. Insbesondere wird aus  von HCN befreiten Gasgemischen und/oder  aus dem Rest- bzw. Endgas der NHs-Synthese  CH4 rein oder in angereicherten Teilströmen  abgetrennt, wobei CH zur HCN-Synthese  zurüekgeführt wird, während gleiehzeitig     H2-          haltige    Gemische mindestens teilweise zur  NH3-Sy nthese zurückgeführt werden.

   Soweit  durch Blausäurebildung entstandener Wasser  stoff auf diese Weise nicht vollständig ver  braucht wird, ist der nicht verbrauchte Teil  zur Deckung der endothermen Reaktionswärme  der Blautsäutrebilclung heranzuziehen. Bei     N2-          Bedarf    kann     insbesondere    solcher     Wasserstoff     mit Luft bzw. 02N2-Gemischen derart ver  brannt werden, dass der so erhaltene, von Kon  taktgiften freie N2 im Rahmen des Verfahrens  zur Ammoniaksynthese geführt werden und  zum Spülen der Apparaturen verwendet wer  den kann.  



  Bei der Umsetzung von NH3 mit CH4 ent  stehen zunächst HCN und H2 enthaltende  G asgenmische, aus denen HCN herausgenom  men wird, was auf bekannte oder geeignete  Weise durchgeführt werden kann, z. B. auch  durch Verflüssigen oder Absorbieren oder  Herauslösen, z. B. mit. kaltem Wasser, alka  lischen     Lösungen        tvsw.    Für die Abtrennung  der     HCN        ans    den vorliegenden     R.eaktions-          gemisehen    im allgemeinen bestens geeignet  hat sieh das     Herauswasehen    mit organischen  Lösungsmitteln     erwiesen,    insbesondere mit  Alkoholen oder Estern, wie z. B. Methylalkohol  oder z. B.

   Essigester; auch mehrwertige Alko  hole und Ester kommen in Betracht. Aus den  Lösungsmitteln wird zum Beispiel     HCN    bei  höheren Temperaturen unverdünnt abgetrie  ben, vorzugsweise unter Ausnutzung von. bei  der     Durehführung    des Gesamtprozesses anfal  lenden     Abwärmen,    z.

   B. der     Reaktionsgemisehe     oder     Feuerungsabgase    bzw. vom     Abhitzedampf.     Die     unverdünnt    abgetriebene     HCN    kann als  Gas verwendet oder anschliessend verflüssigt      bzw. verarbeitet werden, während die Lösungs  mittel im Kreislauf geführt werden, vorzugs  weise     unter    Anwendung von Tiefkühlung bei  der Absorption. Zum Beispiel wird bei Absorp  tion mit.

   Kühlwasser oder mit tiefgekühltem  Wasser oder 7z1nr' Erreichung von unterhalb 0        liegenden    Kühltemperaturen mit Kühlsole  bzw. auf sonstige Weise gekühlt, gegebenen  fallsunter Anwendung von Kälte- und     Wärmne-          austauseh    an den entsprechenden Stellen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE 1. Verfahren zur Herstellung von Blau säure, dadureh gekennzeichnet, dass man Me than mit Ammoniak in Gegenwart eines Kata- lysators mindestens teilweise zu Blausäure und Wasserstoff umsetzt, die Blausäure aus dem Reaktionsgemisch entfernt und das ans dem Reaktionssystem abgeführte wasserstoffhaltige Gasgemisch mindestens teilweise für die Her- eellung von Ammoniak verwendet, wobei man durch. Zugabe von Stickstoff auf das mur Ammoniaksynthese benötigte Wasserstoff- Stiekstoff-Verhältnis einstellt, die Ammoniak synthese durchführt und die für die Blau säurebildung benötigte Menge Ammoniak in den Kreislauf zurückführt. Il.
    Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch 1, d'adureh gekennzeichnet, dass sie mindestens einen Re aktionsraum aufweist., dessen Wandungen mindestens teilweise aus keramischem Mate rial bestehen, wobei die mit Katalysator ver sehene Innenseite der Wandung von den Gasen bestrichen und der Aussenseite Wärme zugeführt wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruceh I, da- dureh gekennzeichnet, dass der nicht zur Ammoniaksy nthese verwendete Teil des ab geführten wasserstoffhaltigen Gasgemisches zur Hly drierung von kohlenstoffhaltigen Stof fen verwendet wird und die dabei anfallenden methanhaltigen Restgase mindestens teilweise in die Blausäuresynthese zurückgeführt wer den. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Umsetzung von Methan und Ammoniak zu Blausäure und Wasserstoff an Katalysatoren erfolgt, denen während der Umsetzung nicht durch das zuge führte Reaktionsgas übertragene Energie zu geführt wird, wobei die nicht durch das zuge- führte Reaktionsgas zugeführte Energie wenig stens teilweise zum Aufbringen der endother men Reaktionswärme verbraucht wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass für die Umsetzung von Methan mit Ammoniak Katalysatoren aus mindestens zwei Metallen der Platingruppe verwendet. werden, wobei die Temperatur der Katalysationsreaktion zwischen 800 und 1200 liegt. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Katalysatoren aus Platin und Ruthe- nium bestehen. 5. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die platinhaltigen Katalysatoren noch Nieht- platinmetalle enthalten. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die katalytische Blausäurebildung aus Methan und Ammoniak an einem elektrisch beheizten metallischen Ka,- talysator aus Platinlegierung erfolgt. 7. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Platinkatalysatoren geformt sind. B.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das Methan und Ammoniak enthaltende Blausäurebild'ungs- gemiseh vor der Umsetzung vorgewärmt wird, wobei die Abwärme blausäurehaltiger Gase und Heizungsabgase mindestens teilweise zur Vorwärmung mindestens eines Teils der Frisch gase benutzt wird. 9.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass langgestreckte Re aktionsräume, die je cm2 Strömungsquer schnitt eine wirksame Länge von mindestens 6 ein aufweisen, von dem umzusetzenden Gas- gemisch so schnell durebströmt werden, dass das Gasgemisch am Ende der Reaktionsräume eine tatsächliche lineare Geschwindigkeit von mehr als 5 m/Sek. aufweist, wobei die in die Reaktionsräume eintretenden Blausäurebil dungsgemische dort sogleich nur Flächen an treffen, die eine Temperatur von mehr als 800 aufweisen, und dass mindestens ein Teil der im Reaktionsraum berührten Flächen aus Katalysatorsubstanz bestehen. 10.
    Verfahren nach Patentanspriueh I, da durch gekennzeichnet, dass das von der Blau- säureherstellungsreaktion kommende Gas nach Abtrennung des zum Blausäureofen zurüek- zuführenden Ammoniaks und Abtrennung der Blausäure durch wenigstens eine Gaszer legungsanlage fliesst und dadurch in minde stens zwei Ströme zerlegt wird, wobei einer Wasserstoff enthält und in die Ammoniak synthese zurückgeführt wird, während ein anderer Methan enthält und zum Blausäu e- ofen zurückgeführt wird, wobei der Stickstoff bis zu der für die Ammoniaksynthese benötig ten Menge zur Ammoniaksynthese gelangt,
    während darüber hinausgehende Stielzstoff- mengen abgetrennt werden. 11. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Abtrennung der Blansäure aus den Reaktionsgemischen durch Herauswaschen mit organischen Lö- sungsmitteln erfolgt, aus denen die Blausäure unverdünnt abgetrieben wird. 12. Einrichtung nach Patentansprueh II, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandungen aus keramischem Material bestehen, das mehr A1203, enthält, als dem Sillimanit (Al20 - SiO2) entspricht. 13.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, gekennzeichnet durch folgende Vorrichtungen: mindestens ein aus einer Heizkammer beid seitig herausragendes und auf der Innenseile mit Katalysatorsubstanz versehenes kera misches Reaktionsrohr; ausserhalb der Heiz- kammer gelegene Mittel zum Festhalten des Rohres nur an einer Seite; bewegliche Gas zufuhrleitungen an der nicht eingespannten Seite; wenigstens eine ausserhalb der Heilkam mer gelegene Kühleinrichtung mit Durchlässen für das Reaktionsrohr unter Abdeckung wenig stens einer der Durehführungswände der Heiz- kammer mit. gekühlten Metallplatten.
    14. Einrichtung nach Patentanspiueh Il und Unteranspruch 13, dadurch gekennzeich net, dass die Reaktionsrohre senkrecht angeord net und an ihrem obern Ende eingespannt, im übrigen aber nicht. fixiert sind, und d'ass die Rohre mindestens teilweise -ewiehtsentlastet sind.
CH315121D 1950-01-31 1951-01-30 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Blausäure CH315121A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE315121X 1950-01-31

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH315121A true CH315121A (de) 1956-07-31

Family

ID=6149617

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH315121D CH315121A (de) 1950-01-31 1951-01-30 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Blausäure

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH315121A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1567853A1 (de) Verfahren und Behaelter zum Spalten kohlenstoffhaltiger Brennstoffe
DE1567880A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Erzeugen von Wasserstoff aus fluessigen,wasserstoffhaltigen Brennstoffen
DE2711897A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur katalytischen oxidation von gasfoermigen schwefelverbindungen zu schwefeltrioxid
DE3026954A1 (de) Waerme- und stoff-austauschapparat
DE2546416C3 (de) Verfahren für die chargenweise Gasreduktion von Metalloxiden und Verfahren zum Betrieb der Vorrichtung
DE882985C (de) Verfahren zur Durchfuehrung katalytischer Reaktionen, insbesondere zur Herstellung von Blausaeure
DE20221983U1 (de) Dampferzeuger zum Erzeugen von Wasserdampf, insbesondere Reinstwasserdampf
EP0125395A2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Cyanwasserstoff
CH315121A (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Blausäure
DE2034907C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Reduktionsgasen
DE19613905A1 (de) Gegen Metal-Dusting-Korrosion geschützte Metallfläche, die eine thermische Isolierschicht aufweist
DE919769C (de) Verfahren zur katalytischen Herstellung von Blausaeure und Wasserstoff aus Ammoniak-Kohlenwasserstoff-Gemischen
DE1567474A1 (de) Verfahren und Reaktionsgefaess zum Entfernen von Oxyden des Stickstoffs aus Gasen
DE867686C (de) Verfahren zur Herstellung von Blausaeure
DE1077198B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Blausaeure bzw. Cyanverbindungen
DE1078554B (de) Vorrichtung zur Herstellung von Blausaeure
DE19805202A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Salpetersäure und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
CH306637A (de) Verfahren zur Herstellung von Blausäure aus Methan und Ammoniak und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
DE827943C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Verbindungen aus Ammoniak und Kohlendioxyd
DE1043291B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Durchfuehrung von endothermen Reaktionen
CH385175A (de) Verfahren zur Herstellung von katalytisch wirksamen Überzügen an Reaktionsräumen
AT226354B (de) Vorrichtung zur kontinuierlichen thermischen oder thermisch-katalytischen Umformung gasförmiger und/oder flüssiger Kohlenwasserstoffe
DE2058867C3 (de) Rohrbaugruppe zur Verwendung bei katalytisch unterstützten Kohlenwasserstoffreaktionen
DE1592271C (de) Verfahren und Anlage zur Erzeu gung von Wasserstoffgas unter Aus nutzung der bei der Zersetzung von Peroxiden entstehenden Warme
DE931616C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Abbau von organischen Schwefel- und Stickstoffverbindungen