CH315885A - Verfahren zur Herstellung von Acylmercaptoalkylaminen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Acylmercaptoalkylaminen

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CH315885A
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Robert Dr Schwyzer
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Ciba Geigy
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D213/00Heterocyclic compounds containing six-membered rings, not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom and three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D213/02Heterocyclic compounds containing six-membered rings, not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom and three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
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    • C07D213/81Amides; Imides
    • C07D213/82Amides; Imides in position 3
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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Description


  



  Verfahren zur Herstellung von Acylmercaptoalkylaminen
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von   N-Acyl-    mereaptoalkylaminen der Formel    R-NH-Alkylen-S-R1.   



  Darin bedeutet R den Rest einer Saure, wie einer aliphatischen oder   cyclischen,    z. B. aromat. ischen oder heterocyclischen   Carbon-oder    Sulfonsäure. R1 steht für einen beliebigen CarbonsÏurerest. R und R1 sind besonders Reste der   Essigsäure, Propionsäure, Dichlor-    essigsÏure, BernsteinsÏure, BenzoesÏure, Nicotinsäure oder Isonieotinsäure.   Der Alkylenrest    kann gerade oder verzweigt sein. Vorzugsweise ist es   der Äthylenrest.   



   Verbindungen der obigen Formel, in denen R fiir den Rest einer Sulfonsäure,   cyclischen    Carbonsaure oder aliphatisehen Carbonsäure mit wenigstens 6 Kohlenstoffatomen steht und R1 einen beliebigen Carbonsäureester bedeutet, sind neu.



   Von besonderer Wichtigkeit sind Acylmer  captoalkylamine    der obigen Formel, in denen R den Rest der Pantothensäure der Formel HO-CH2-C (CH3)   2-CHOH--CO-NH-CH2-CH2-CO-    darstellt und R1 ein beliebiger Carbonsäurerest ist. Diese besitzen als Bausteine der unmittelbar aktiven Acyl übertragenden Formen des   Coenzyms    A für die   Stoff wechselvorgänge    der   tierischen Zellen cardinale Bedeutung.   



   Eine wesentliehe Bedeutung der nach dem   vorliegend'en    Verfahren erhaltenen Verbindungen besteht auch darin, dass sich der mit dem Schwefelatom verbundene Säurerest   selek-    tiv   leieht    abspalten lässt und sich diese Ver  bindungen    infolgedessen zur Einführung von Säureresten in   aktiven Wasserstoff enthalten-    den   Verbindmngen    sehr gu eignen. Diese selektive   Desacylierung wird vorteilhaft m : t    Ammoniak oder Aminogruppen enthaltenden Verbindungen wie Aminen,   Aminocarbonsäu-    ren oder Hydroxylaminen durchgef hrt. ¯berrasehenderweise entstehen dabei ausser den    Mereaptoverbindungen die entspreehenden    SÏureamide.

   Die   Desacylierung    lässt sich jedoch auch mit Hydroxylgruppen enthaltenden   Verbindnngen,    wie mit Wasser oder Alkoholen, vornehmen.



   Die erfindungsgemäss erhaltenen Verbindungen können somit als Heilmittel Verwendung finden oder als Zwischenprodukte zum Beispiel zur Herstellung von Arzneimitteln dienen.



   Das Verfahren gemäss der vorliegenden Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass man ein   N-Acyl-alkylenimin    mit einer   Thiocar-    bonsäure umsetzt. Die Reaktion kann in Gegenwart von organisehen Verdünnungsmitteln wie ¯ther, Benzol, Toluol, Dimethylformamid oder auch in Anwesenheit von Wasser durchgeführt werden. Sie verläuft bereits bei tiefer Temperatur ; vorzugsweise arbeitet man bei Zimmertemperatur. 



  Die verfahrensgemässe Reaktion lässt sich durch folgende Gleichung veranschaulichen :
EMI2.1     

Sofern die verwendeten Ausgangsstoffe neu sind, lassen sie sieh zum Beispiel analog zu bekannten Methoden gewinnen. Ein neues,   eigenartiges    Verfahren besteht darin, dass man auf ein Anhydrid einer   Halbesterkohlensäure    und einer entspreehenden Säure ein   Alkylen-    imin in   Gegenwart eines säurebindenden Mit-    tels, wie z. B. eines tertiären Amins, einwirken   lässt.   



   Beispiel. 1
Zu einer   Losung von    20 Gewichtsteilen   N-Aeetyl-äthylenimin    in 100   Volumteilen    Benzol werden zwisehen 0-5  20 Gewichtsteile Thioessigsäure eingeriihrt. Nach 1/2 Stunde bei Zimmertemperatur wird das   Löstmgsmittel    entfernt und der   Rüekstand    der Vakuumdestillation unterworfen. Bei   160-165  md       1 mm Hg-Druck destillieren 26, 2 Gewiehts-    teile   (=      72  /o    der Theorie) N,S-Diacetyl-¯  mercapto-äthylamin    der Formel
CH3CO-NH-CH2-CH2-S-COCH3.



  Nach einer weiteren Destillation ist das Pro  dukt    rein und besitzt einen   F.    =   28 .   



     Sehüttelt    man eine Spatelspitze der Substanz mit einem kleinen Kristall von   Hydroxyl-    amin-ehlorhydrat während kurzer Zeit bei    Zimmertemperatur mit Wasser und In-      Natronlauge und schüttet    das Ganze in eine mit  bersch ssiger SalzsÏure versetzte Losung von wenig FeCl3, so entsteht sofort eine für AcethydroxamsÏure (CH3CO ò NHOH) cha  rakteristische    Rotfärbung.



     Lö, st    man eine Probe der Substanz in Wasser, versetzt mit 2 Tropfen einer   I    %igen Nitro  prussid-natrium-Losung und mit 2    Tropfen einer 1n-L¯sung von Ammoniak, so entsteht naeh einer kurzen Initialzeit eine zunehmende BlaurotfÏrbung, welche in dem Masse zunimmt, wie durch den Ammoniak N-Acetyl-¯-mercapto-Ïthylamin  (CH3CO-NH-CH2-CH2-SH) freigesetzt wird.



   Wird   1    Gewiehtsteil N, S-Diacetyl-mereapto-äthylamin mit 1 Gewiehtsteil Anilin in   100 Volumteilen Wasser (pg    = 3) 48 Stunden bei Zimmertemperatur aufbewahrt, so können nach dieser Zeit durch Aussehütteln mit Chloroform, Waschen mit   Sodalosung,    Salz  säurelosmg    und Wasser 0, 25 Gewichtsteile Acetanilid (C6H5NH ò COCH3), F. =   114 ,    isoliert werden.



   Eine Mischung von 1, 6 Teilen N,   S-Diacetyl-    ¯-mercapto-Ïthylamin mit 0, 75 Teilen Glycia und 2   Volumteilen    0,   5n-Natronlauge    liefert nach 48 Stunden bei 200, nachfolgender Ver   dunstung des Losungsmittels und Ansäuern    mit verdünnter Salzsäure 0, 45 Teile   (=    38,   zozo    der theoretiseh erwarteten Menge) N-Acetylglycin. F. =   206 .   



   Bei einem analogen Ansatz mit   p-Amino-    benzoesäure entstehen 0, 5 Gewichtsteile kristallisierte   p-Aeetyl-amino-benzoesäure    in reiner Form. F. =   256 .   



   Beispiel 2
In genau gleicher Weise, wie f r N, S-Di   aeetyl-mereapto-äthylamin besehrieben, lässt    sieh   aus N-Aeetyl-äthylenimin und    ThiobenzoesÏure N-Acetyl-S-benzoyl-¯-mercapto-Ïthylamin der Formel    CH3-CO-NH-CH2-CH2-S-CO-C6Hs    herstellen ; F =   87 .   



   Diese Substanz zeigt analoge Reaktionen mit NH3, NH2OH und Aminoverbindungen wie N, S-Diacetyl-¯-mercapto-Ïthylamin.



   Beispiel 3
1, 23   (tewiehtsteile Nieotinsäure    werden in   Dimethylformamid gelost und die Losung    mit   1,    01 Gewichtsteilen Triäthylamin versetzt. Unter R hren werden darauf bei   0     1, 08 Ge  wichtsteile Chlorameisensäure-äthylester    in Essigester gelost zugegeben. Nach 10 Minuten wird vom abgeschiedenen   Triäthylammonium-    chlorid abfiltriert und das Filtrat, das Anhydrid ans Nieotinsäure   und Äthoxy-ameisen-    sÏure enthaltend, in ein Gemisch von 0, 460 Gewichtsteilen   Athylenimin    und 1, 1   Gewichts-    teilen Triäthylamin (in Essigester) bei   0     eingetropft.

   Nach einer halben Stunde haben sieh   N-Nicotinyl-äthylenimin    und Triäthyl-ammonium-äthoxyformiat gebildet.



   Zur Herstellung des N-Nieotinyl-S-benzoylmereapto-äthylamins werden   1,    5 Gewichtsteile Thiobenzoesäure zur Lösung, welche   N-Nico-      tinyl-äthylenimin    enthält, zugegeben. Der Ansatz wird im Vakuum vom   Losmgsmittel    befreit, der R ckstand in Benzol aufgenommen und mit 2n-Sodal¯sung und Wasser gewaschen. Beim Verdampfen der   Benzollosung    erhält man insgesamt 2, 3 Gewichtsteile   kristal-    lisiertes   N-Nicotinyl-S-benzoyl-p-mereapto-      äthylamin, entspreehend 82  /o    der Theorie, auf Nicotinsäure bezogen. Ans   Benzol-Äther    erhält man   blättehenförmige    Kristalle vom   F.    =   97 .   



   Diese Substanz ist in ähnlicher Weise wie die vorangehend beschriebenen Verbindungen befähigt., den S-Aeylrest zu  bertragen.



   Die beschriebenen Reaktionen sind in den nachstehenden Gleichungen dargestellt :
EMI3.1     

Beispiel 4
0, 9 Gewichtsteile   N-p-To, luol6ulfonyl-    äthylenimin werden zusammen mit aus   0, 9    Gewiehtsteilen Kaliumsalz der Thiolbenzoesäure hergestellter Thiolbenzoesäure in 8 Volumteilen Essigester gelöst und 2 Stunden am m R ckfluss gekocht. Vor dem Abkühlen werden 4 Volumteile Petroläther zugegeben. Über Nacht scheiden sich 1, 3   Gewiehtsteile N-p-Toluol-    sulfonyl-S-benzoyl-¯-mercapto-Ïthylamin in grossen, bis zu.   1    cm langen,   plattenformigen    Kristallen ab. F. =   111-112 .   



   Die Reaktion lϯt sich durch folgende Gleichung veranschaulichen :
EMI3.2     

Die neue Verbindung weist gleiche acylierende Eigenschaften auf wie die andern besehriebenen N, S-Diacylderivate des ¯-Mercapto-Ïthylamins.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Acylmer- eaptoalkyla. minen, dadurch gekennzeichnet, da¯ man ein N-Acyl-alkylenimin mit einer Thioearbonsäure umsetzt.
    .
    UNTERANSPBÜCHE 1. Verfahren nach Patenta. nsprnch, da durch gekennzeichnet, dass man ein N-Acyl- äthylenimin als Ausgangsstoff verwendet.
    2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch @, dadurch gekennzeichnet, da¯ man ein von einer aliphatisehen Carbonsäure mit wenigstens 6 Kohlenstoffatomen abgeleitetes N-Acyl-alkylenimin als Ausgangsstoff verwendet.
    3. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man ein von einer cyclisehen CarbonsÏure ab geleitetes N-Acyl-alkylenimin als Ausgangs- stoff verwendet.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP0421441A3 (en) * 1989-10-06 1991-09-18 Fujirebio Inc. Pantothenic acid derivatives

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP0421441A3 (en) * 1989-10-06 1991-09-18 Fujirebio Inc. Pantothenic acid derivatives
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