CH316232A - Verfahren zum Trocknen von Gut in einem Tunneltrockner mit Querbelüftung für die keramische Industrie - Google Patents
Verfahren zum Trocknen von Gut in einem Tunneltrockner mit Querbelüftung für die keramische IndustrieInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F26—DRYING
- F26B—DRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
- F26B21/00—Arrangements for supplying or controlling air or other gases for drying solid materials or objects
- F26B21/20—Circulating air or gases in closed cycles, e.g. wholly within the drying enclosure
- F26B21/202—Circulating air or gases in closed cycles, e.g. wholly within the drying enclosure with means for changing the flow pattern, e.g. by reversing gas flow or by moving the materials or objects through subsequent compartments, at least two of which have a different flow direction
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F26—DRYING
- F26B—DRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
- F26B15/00—Machines or apparatus for drying objects with progressive movement; Machines or apparatus with progressive movement for drying batches of material in compact form
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Description
Verfahren zum Trocknen von Gut in einem Tunneltrockner mit Querbelüftung für die keramische Industrie Vorliegende Erfindung betrifft ein Ver fahren zum Trocknen von Gut. in einem Tun- neltrockner mit Querbelüftung für die kera mische Industrie.
Die älteste und: einfachste Farm des Tun- neltrockners ist der längsbelüftete Gegenstrom trockner. Dieses System hat zwei:
wesentliche Nachteile, einerseits können die Luftbedin gungen in einzelnen Abschnitten des Tunnels nicht beeinflusst werden und anderseits ist es nicht möglich, die Luftströmungen auf dem längen, freien Weg im Tunnel zu beherrschen.
Um diese Nachteile zu beheben, ging man dazu über, den Tunnel in verschiedene Zonen einzuteilen und :Düne Luft quer durch dies- Zonen zu führen. Man kann so durch Auf heizung oder durch Beimischung von Heiss- luft die Luftbedingungen der einzelnen Zonen bis zu einem gewissen Grad beeinflussen, und der Weg der Luft.
innerhalb der Trocknerei bleibt kurz. Es zeigte sich jedoch ein anderer Nachteil, indem die Formlinge, die längs der Einströmseite vorbeifuhren, viel rascher trock- neten als die gegenüberliegenden Formlinge,
woraus eine ungleichmässige Trocknung und eine verlängerte Trockenzeit resultiert. Man ging deshalb dazu über, die Strömungsrich- tung der Luft von Zone zu Zone umzukehren, d. h. in einer Zone z.
B. von rechts nach links und in der folgenden Zone von links nach rechts zu blasen. Dies ist der heutige Stand der Entwicklung. Dieses Verfahren kann je- doch nicht befriedigen, da :
die Pormlinge längs der Einblasseiten nun, infolge ihres langsamen Vorschubes durch den Tunnel abwechslungs- weise einige Stunden rasch und anschliessend einige Stunden .langsam trocknen, mit einem scharfen Übergang von. Zone zu Zone.
Zudem besteht die Tendenz der Luft, nicht quer durch den Tunnel zu strömen, sondern, den kürzeren Weg in der Längsrichtung zu nehmen, von der Einblasseite der einen Zone zur Absaug- seite der ansehliessendien Zone.
Es ist enAnscht, die Trocknung bei ziem- lich hohen Temperaturen und bei hohen rela tiven Feuchtigkeiten zu beginnen. Damit be steht aber die Gefahr,
dass sich auf den frisch eingefahrenen Formlingen ein Kondensnieder- schlag bildet. Ein solcher Niederschlag ist aus verschiedenen Gründen unerwünscht.
Beim Verlassen des Tunnels sind die Form länge und die Trockenwagen hoch erhitzt, und es wäre ein Nachteil, die entsprechende Spei cherwärme ganz zu verlieren.
Das erfindungsgemässe Verfahren besteht nun darin, d@ass zur Verhinderung eines Kon- densniederschlages auf den Formlingen beim Beginn der Trocknung, die Formlinge in einer Vorwäxmzone mittels Luft. vorgewärmt werden, :
deren Taupunkt fortlaufend auf der Temperatur dieser Formlinge gehalten wird, dass ferner in jeder Trockenzone ein Luft- strom in Tunnelquerrichtung umgewälzt wird, von dem ein Teil abgeblasen und durch andere Luft, z.
B. Frischluft oder Heissluft, ersetzt wird, d'ass die, Luftströmunb richtung in allen Zonen gleich gehalten, jedoch periodiiseh um gekehrt wird, und, dass durch Abkühlen der fertig getrockneten Formlinge und der Wagen ein Teil der Speicherwärme zurückgewonnen wird.
Die Änderung der Luftströmungsrichtun g kann in verschiedenen Zeiträumen je nach der Art des Trockengutes erfolgen, vorzugsweise jedoch alle 5-10 Minuten.
Für .die Vorwärmzone kann ein. Luftge misch verwendet. werden, das aus Fris@ehluft und aus Feuchtluft aus der ersten Trocken zone gebildet isst- und, hinsieht:ln@ch seines Zu standes durch einen Programmregler ständig nach Massgabe der zunehmenden Temperatur der in der Varwä.rrnzone befindlichen Form linge verändert wird.
Die Temperatur dieses Luftgemisches für ,die VOrwärm7.one kann über einem programm- gesteuerten Lufterhitzer so verändert werden, dass der Taupunkt des Luftgemisches mit. der Temperatur der in dieser Zone befindlichen Formlinge übereinstimmt.
Die Einrichtung zur Ausübung des Ver fahrens kennzeichnet. sieh dadurch, da.ss jeder Trockenzone eines Tunnels eine von den übri gen Trockenzonen unabhängige, selbständige Luftkonditionieranlage zugeordnet ist, welcher Luftsteuermittel zugeordnet. sind, die gestat ten, die Luftströmungsriehtung in der Zone periodisseh umzukehren, und dass der Reihe von Trockenzonen eine Vorwärmzone mit p:
ro- grammgest:euerter Luftkonditionieranlage vor- gesehaltet. und ferner eine Kühlzone nachge schaltet ist, der Mittel zur Zufuhr eines Frischluftstromes zum Abkühlen der in dieser Zone befindlichen Wagen und Formlinge zu geordnet sind.
An Hand beiliegender Zeichnung, die eine beispielsweise Ausführungsform des erfin- dungsgemässen veranschaulicht, wird die Erfindung beispielsweise erläutert.
Es zeigt Fig. 1 einen Tunneltrockner mit sechs Ge leisen im Grundriss, Fig. 2 einen Schnitt ,durch die über den Tunnels angeordneten Deckenkanäle, Fing. 3 einen Querschnitt. nach Linie A-A in Fig. 2, Fig.4 einen.
Schnitt nach Linie B-B in Fig. 2, Fig. 5 einen vertikalen Längsschnitt durch den Trockner.
Der Tunneltrockner gemäss vorliegendem Ausführungsbeispiel zeigt, zwei zu einer Ein heit zusammengebaute Tunnels mit einem ge meinsamen Luftkanalsystem. Zwischen dien beiden Tunnels ist ein Luftkanal a vorhanden, der gemäss den aneinandergereihten Zonen 1 bis 3 unterteilt ist.
und dessen den beiden Tunnels zugekehrte Wände Luftlöcher auf weisen. Die Aussenwände der Tunnels sind ebenfalls mit unterteilten Kanälen b versehen, deren den Tunnels zugekehrte Wände eben falls Luftlöcher aufweisen.
In den Fig. 1, 2 und 5 bedeutet 1 die Vor wärmzone und 2 die ihr nachgeschalteten Trockenzonen, in welchen die Luftströmungs- riehtung kurzfristig periodisch umgekehrt wird, 3 bezeichnet, die den Zonen 2 nachge- schalt:
ete Abkühilzone. Die Trockenwagen 4 sind in Fig. 1 nur auf einem der Geleise 5 an- gedeutet. Jeder der Zonen (Kammern) 2 ist eine von den andern Zonen unabhängige Luft konditionieranlage zugeordnet, zu der ein Ventilator 8, ein Lufterhitzer 10, Luftklappen 9.a zum Anschluss an den Frischluftkanal 9 und eine Klappe in dem Kamin 11 gehören.
Die Umkehrung der LuftstAmungsrichtung in den Zonen 2 wird durch Umstellung der Klappen 6 und der Jalousien 7 erreicht. Durch .den Kanal 9 und die Reg il.ierk Lappen 9a kann Frischluft oder Heissluft zugesetzt, und durch den Lufterhitzer 10 kann die Umluft erwärmt werden.
Man kann die Klappen 9ca und den Lufterhitzer 10 auch automatisch steuern du #ch Hpdxo@state und Thermostate. Eine dem Zusatz jener Luft entsprechende Luftmenge geht. durch den Kamin 11 weg.
Der Vorwärmzone ist ein separater Ven tilator 12 und ein Lufterhitzer 13 zugeord- net. Das zu ihr gelangende Luftgemisch wird dureh die Klappen 14 und 15 nach einem vor- bestimmten Programm mittel. einer nicht ge zeichneten Programmuhr eingestellt, durch welche die Stellung der Klappen entsprechend der fortschreitenden Erwärmung der frischen Formlinge kontinuierlich verändert. wird.
Das Einblasen erfolgt abwechslungsweise von der Mitte des Trockners oder von den beiden Sei ten desselben aus entsprechend der quer zu den Tunnels erfolgenden Luftströmung in den Trockenzonen 2, wobei die Umschaltung durch die Klappen 16 erfolgt, was durch bekannte automatische Mittel erfolgen kann. Die Vor- wärmung erfolgt. so, dass in der ersten Trok- ken7one 2 kein Kondensniederschlag auf den Formlingen erfolgt.
Der Abkühlzone ist ein eigener Ventilator 17 zugeordnet, und das Einblasen von Frisch luft. in diese Zone mittels dieses Ventilators erfolgt analog wie bei der Vorwä.rmzone ab- wechslungsweise von der Mitte des Trockners oder von den beiden Seiten derselben aus durch Umstellung ,der Klappen 18. Die er hitzte Frischluft wird in die Trockenzonen ge leitet.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE 1. Verfahren zum Trocknen von Gut in einem Tunneltrockner mit, Querbelüftung für die keramische Industrie, der mehrere anein- andergereihte Zonen aufweist., dadurch ge kennzeichnet, dass zur Verhinderung eines Kondensniederschlages auf den Formlingen beim Beginn der Trocknung die Formlinge in einer Vorwärmzone mittels Luft vorge wärmt werden, deren Taupunkt fortlaufend auf der Temperatur dieser Formlinge gehal ten wird,dass ferner in jeder Trockenzone ein Luftstrom in Tunnelquerrichtung umgewälzt wird, von dem ein Teil abgeblasen und durch andere Luft ersetzt wird, dass die Luftströ- mungprichtung in allen Zonen gleichgehalten, jedoch periodisch umgekehrt wird, und dass durch Abkühlen der festig getrockneten Form- linge und der Wagen ein Teil der Speicher wärme zurückgewonnen wird.II. Einrichtung zur Ausübung des Ver fahrens, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Trockenzone eines Tunnels eine von den übri gen Trockenzonen unabhängige, selbständige Luftkonditionieranlage zugeordnet ist, welcher Luftsteuermittel zugeordnet sind, die gestat- ten,die Luftströmunäsrichtung in der Zone periodisch -umzukehren, dass der Reihe von Trockenzonen eine Vorwärmzone mit pro grammgesteuerter Luftkonditionieranliage vor- geschaltet und ferner eine Kühlzone nachge- schaltet isst, der Mittel zur Zufuhr eines Frischluftstromes zum Abkühlen der in dieser Zone befindlichen Wagen und Formlinge zu geordnet sind. UNTERANSPRÜCIIE 1.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet., dass für die V orwärm- zone ein Luftgemisch verwendet. wird, das aus Frischluft und aus Feuchtluft aus der ersten Trockenzone gebildet ist, und dass der Zu stand dieses Luftgemisches durch einen Pro grammregler ständig nach Massgabe der zu nehmenden.Temperatur der in der V,orwärm zone befindlichen Formlinge verändert wird. 2,. Verfahren nach Patentanspruch I und Unterans,prich <B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass,die Temperatur des Luftgemisches für die Vorwärmzone über einen progranungesteuer- ten Lufterhitzer so verändert wird, d@ass der Taupunkt,des Luftgemisches mit der Tempe ratur der in dieser Zone befindlichen Form- linge übereinstimmt. 3. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Tunnels zu einer Einheit zusammengefügt und mit einem gemeinsamen Luftkanalsystem versehen sind.4. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass an zwei sich ge genüberliegenden Seiten jeder Trocl.#:enzone Luftv erteilkammern vorhanden sind, deren der Trockenzone zugekehrte Wände gelocht sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH316232T | 1953-06-06 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH316232A true CH316232A (de) | 1956-09-30 |
Family
ID=4496312
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH316232D CH316232A (de) | 1953-06-06 | 1953-06-06 | Verfahren zum Trocknen von Gut in einem Tunneltrockner mit Querbelüftung für die keramische Industrie |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH316232A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0877220A3 (de) * | 1997-05-06 | 2000-12-20 | Hans Lingl Anlagenbau und Verfahrenstechnik GmbH & Co. KG | Vorrichtung und Verfahren zum Trocknen von Keramikformlingen |
| EP1167907A1 (de) * | 2000-06-23 | 2002-01-02 | Piccinini Impianti S.r.l. | Anlage zur kontinuierlichen Trocknung von Bausteinprodukten |
-
1953
- 1953-06-06 CH CH316232D patent/CH316232A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0877220A3 (de) * | 1997-05-06 | 2000-12-20 | Hans Lingl Anlagenbau und Verfahrenstechnik GmbH & Co. KG | Vorrichtung und Verfahren zum Trocknen von Keramikformlingen |
| EP1167907A1 (de) * | 2000-06-23 | 2002-01-02 | Piccinini Impianti S.r.l. | Anlage zur kontinuierlichen Trocknung von Bausteinprodukten |
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