CH316521A - Kontaktvorrichtung für Starkstromgeräte - Google Patents

Kontaktvorrichtung für Starkstromgeräte

Info

Publication number
CH316521A
CH316521A CH316521DA CH316521A CH 316521 A CH316521 A CH 316521A CH 316521D A CH316521D A CH 316521DA CH 316521 A CH316521 A CH 316521A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
contact
contact device
electrical
power devices
insulating
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Schrank Erwin
Original Assignee
Concordia Masch & Elekt
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Concordia Masch & Elekt filed Critical Concordia Masch & Elekt
Publication of CH316521A publication Critical patent/CH316521A/de

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H1/00Contacts
    • H01H1/50Means for increasing contact pressure, preventing vibration of contacts, holding contacts together after engagement, or biasing contacts to the open position

Landscapes

  • Fuses (AREA)

Description


  Kontaktvorrichtung für Starkstromgeräte    Es ist bekannt,     dass    Werkstoffe in Abhän  gigkeit von ihrer Erwärmung mehr oder weni  ger elastisch sind, und     dass    die den Federn  durch Einwalzen, Härten oder Vorspannen  verliehene Elastizität bei bestimmten Tempera  turen     verlorengeht.    So kommt es,     dass    Druck  federn in Kontaktvorrichtungen für     Stark-          stromueräte    dann ihre Federkraft einbüssen,  wenn sie mit vom Strom     durchilossen    werden  oder in metallischer Verbindung mit vom  Strom aufgeheizten Kontaktstücken stehen.  



  Insbesondere bei     Kontaktvorriehtungen    für       Sicherungs-Schmelzeinsätze,    die bei Über  lastungen und kurz vor dem Ansprechen sehr  hohe Eigenerwärmungen entwickeln, kommt  es oft zu Störungen durch mangelhaft gewor  dene     Kontaktdrüeke    und durch     Ausglühungen     und Brüche der     Kontaktdruekfedern.    Neben  den     bei'-t,berlastungen    auf die Federn entfal  lenden erhöhten Teilströmen wirkt auch die  von den Schmelzeinsätzen und stromführen  den Kontaktteilen abstrahlende und abflie  ssende Wärme auf die     Kontaktdruekfedern     aufheizend. Da Schmelzeinsätze Eigenerwär  mungen von einigen hundert Grad Celsius an  nehmen können und z. B.

   Federn auf Kupfer  basis schon bei etwa     125 < 1        C    die eingewalzte  Elastizität verlieren, ergeben sich durch das  Nachlassen des Kontaktdruckes und den     ver-          sehleehterten    Stromübergang weitere Tem  peratursteigerungen, die zu     Ausglühungen,            Versehmorungen    und Brüchen der     Kontakt-          druckfedern    führen.    Die geschilderten Verhältnisse treffen auch  für     Kontaktvorriehtungen    von     Leistungs-    und       Trennsehaltern    zu.

   Eine besondere Gefähr  dung der     Kontaktdruckfedern    besteht, wenn  diese zusätzlich in längerer Betriebsdauer  natürlich gealtert oder durch einwirkende Ver  unreinigungen der umgebenden Luft ange  griffen worden sind. Weiterhin können durch       Materialversehleiss    bei häufigem Schalten und  durch Erhöhung des Übergangswiderstandes  der Kontaktstellen durch verharzende Fette,  Fett- oder     Ölverkohlungen,    Schmorperlen, Ver  unreinigungen oder Korrosion solche zusätz  lichen Erwärmungen entstehen, die weit über  die Werte fabrikneuer     Kontaktvorriehtungen     hinausgehen, so     dass    bei gelegentlichen     über-          lastungen,

          Kurzschlussbeanspruchumgen    oder  auch nur bei längerem Betrieb mit     Nennstrom-          Belastung        vorbeanspruchte        Kontaktdruck-          federn    zum Ausglühen, kommen.  



  Erfindungsgemäss werden die beschrie  benen Mängel der bekannten Kontaktvorrich  tungen dadurch vermieden,     dass    ihre den Kon  taktdruck ausübende Feder vom     Stromfluss     durch elektrische Isolierung und von den, vom  elektrischen Strom     durchilossenen,    durch den       Stromfluss    erwärmten Kontaktstellen durch  wärmeisolierende Zwischenlagen getrennt ist.      Als isolierende     Zwisehenlagen    können Iso  latoren oder Lacke verwendet werden, die  hohe elektrische Durchschlagsfestigkeit und  schlechte Wärmeleitfähigkeit haben. Die Zwi  schenlagen können als elektrischer Isolator  z. B. aus keramischem Werkstoff und als ther  mischer Isolator, z. B. aus Asbest, sein.

   Sie  können auch aus Werkstoffen bestehen, die  beide Eigenschaften haben, und sie können  auch aus Werkstoffen geschichtet     bzw.    zusam  mengesetzt sein, von denen einer den     elektri-          sehen    und der andere den     thermisehen    Isolator  bildet. Eine solche     Zwisehenlage    ergibt sieh  z. B. durch     Hintereinandersehalten    von     Steatit     und Asbest.

   In Fällen, in denen ein als Trä  ger der     Kontaktvorriehtung    sowieso vorhan  dener elektrischer Isolator für die Befestigung  der     Kontaktdruckfeder    verwendet wird, kommt  eine thermische oder eine thermische und zu  gleich elektrische Isolierung als     Zwisehenlage     nur an der einen     Druckfederseite    zur Anwen  dung, die ohne diese Zwischenlage mit den  stromführenden Kontaktteilen unmittelbar in  Berührung kommen würde.  



  In den nachfolgenden Beispielen wird die  Erfindung an zeichnerischen Darstellungen  von den Stirnseiten aus erläutert:       Abb.   <B>1</B> zeigt eine     Kontaktvorriehtung    im  Unterteil eines geschlossenen     NH-        (Niederspan-          nungs-Hoehleistungs-)Schmelzeinsatzes    mit  Kontaktmessern.     Auf    einem Isoliersockel<B>1</B> ist  ein starres     Kontaktstüek    2 mit     Anschluss   <B>3</B> für       Sammelsehiene    oder Kabel befestigt.

   Am     Kon-          taktstüek    2 ist in metallischer Verbindung mit  diesem der elastische Hilfskontakt 4 mit  Schrauben<B>6</B> einseitig     angesehraubt.    Gleich  zeitig mit den Schrauben<B>6</B> ist die     Kontakt-          druckleder   <B>5</B> befestigt,

   die unten gegen den  Hilfskontakt 4 und gegen die Schrauben<B>6</B>  durch wärmeisolierende     Zwisehenlagen   <B>7</B> und  <B>8</B> und oben gegen den Hilfskontakt 4 durch  eine isolierende     Zwisehenlage   <B>9</B> gegen flie  ssende Wärme geschützt ist und die oben durch  die isolierende     Zwisehenlage   <B>10</B> elektrisch aus  dem     Stromfluss    herausgetrennt ist. Je nach der  Stärke der isolierenden Zwischenlagen sind  diese auch ein Wärmeschutz der     Kontakt-          druckfeder   <B>5</B> gegen Strahlungswärme.

   Das    Kontaktmesser<B>11</B> des     NH-Sehmelzeinsatzes    12  hat unmittelbaren Kontakt mit dem Kontakt  stück 2     bzw.    dessen Auflagerippe<B>13</B>     (Punkt-          oder    Linienkontakt). Der elastische Hilfskon  takt 4 übernimmt über die ausgedrückte Rippe  14 einen Teilstrom. Dem Druck der Druck  feder<B>5</B> entsprechend wird er gegen das Kon  taktmesser<B>11</B> und dieses gegen das starre  Kontaktstück 2     gepresst.    Der Hilfskontakt  4 ist vorgesehen, um das Kontaktmesser<B>11</B>  leicht in die     Kontaktvorriehtung    einführen  zu können.  



  Bei     Abb.    2 handelt es sich um ein Ge  rät wie in     Abb.   <B>1</B> mit dem Unterschied,     dass          Fläehen-Kontaktgabe    am Kontaktmesser<B>11</B>  vorhanden ist, und     dass    die     Kontaktdruck-          feder   <B>5</B> an dem sowieso vorhandenen     Isolier-          soekel   <B>1</B> befestigt und damit aus dem  elektrischen     Stromfluss    herausgetrennt ist.

    Oben ist zwischen dem Hilfskontakt 4 und der       Kontakt,druekieder   <B>5</B> ein thermischer Isolator  <B>15</B> in der Feder<B>5</B> gehaltert, über den sie den  Kontaktdruck auf die stromführenden Teile  ausübt. Die Bezugszeichen sind wie in     Abb.   <B>1</B>  gewählt worden.  



  In     Abb.   <B>3</B> wird ein     Sieherungshandgriff     mit     angesehraubtem    geschlossenem     NH-          Schmelzeinsatz    gezeigt, der in ein Unterteil  mit messerartigem     Kontaktstüek    eingesetzt ist.

    Im Gegensatz zu den in     Abb.   <B>1</B> und 2 dar  gestellten     NH-Sehmelzeinsätzen,    die Kontakt  messer<B>11</B> haben, sind hier     sogenannte        Schraub-          Kontaktfahnen   <B>16</B> vorhanden, an denen die       NH-Schmelzeinsätze    12 mittels Schrauben<B>17</B>  an dem starren Kontaktstück 2     angesehraubt     sind.

      An dem     lsoliergriff   <B>18</B> ist eine     Kontakt-          vorriehtung    ähnlich     Abb.   <B>1</B> befestigt, die über  das     Messer-Kontaktstüek   <B>19</B> mit     Anschluss    20       auf    dem     Isoliersoekel   <B>1</B>     hinweggreift.    Am  starren, unmittelbar mit seinen Punkt- oder  Rippenauflagen<B>13</B> am     Messerkontaktstück   <B>19</B>  anliegenden Kontaktstück 2 ist eine Verstär  kung 21 vorhanden,

   auf der mit der Schraube  <B>17</B> die     Schraubfahne   <B>16</B> des     NH-Schmelzein-          Satzes    befestigt ist. Die Isolierung der Druck  feder<B>5</B> ist, wie in     Abb.   <B>1</B> dargestellt, von der      auch die übrigen     Bezugszeiehen    übernommen  wurden.  



       Abb.    4 stellt ein Gerät dar, wie es nach       Abb.   <B>3</B> erläutert wurde, jedoch sind hier Flä  chenkontakte und die isolierte Befestigung der       Druekfeder   <B>5</B> mit Schrauben 22 an dem sowie  so vorhandenen     Isoliergriff   <B>18</B> gezeigt. Die  ganze     Kontaktdruckfeder   <B>5</B> ist mit einem     Iso-          lierlack    überzogen, und auf dem elastischen  Hilfskontakt 4 ist eine weitere     Isolier-Laek-          schicht   <B>23</B> aufgetragen. Die     Lackschichten     sind durch stärkere Linien in     Abb.    4 kennt  lich gemacht.  



  Genau wie in den gezeigten vier Ausfüh  rungsbeispielen mit Blattledern     lässt    sich der  Erfindungsgedanke auch bei andern Stark  stromgeräten mit     Kontaktvorriehtungen    mit  elektrisch und thermisch isolierten Schrauben-,  Teller-, Stab- und Ringfedern anwenden.

   Der  entscheidende Fortschritt besteht auch dabei  darin,     dass    die Erwärmung der elektrisch und       thermiseh    isolierten     Kontaktdrl-iekfedern    immer  erheblich niedriger ist als wenn sie mit im       Stromfluss    und an den     stromdurchilossenen,     aufgeheizten Kontaktteilen liegen, wodurch  ihre Erwärmung so niedrig gehalten werden  kann,     dass    es niemals zu Ermüdungen,  wärmebedingten Alterungen und     Ausglühun-          gen    kommt.

   Der     Kontaktdruek    kann mit       Druekfedern    nach der Erfindung auch im  Dauerbetrieb weitgehend erhalten bleiben, so       dass    Störungen durch Wärmeeinflüsse an den  Kontaktvorrichtungen vermeidbar sind.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH</B> Kontaktvorriehtung für Starkstromgeräte, dadurch gekennzeichnet, dass ihre den Kon- taktdruek ausübende Feder<B>(5)</B> vom Strom- fluss durch elektrische Isolierung und von den, vom elektrischen Strom durchflossenen, durch den Stromfluss erwärmten Kontakt- stüeliteilen durch wärmeisolierende Zwischen lagen getrennt ist.
    <B>UNTERANSPRÜCHE</B> <B>1.</B> Kontaktvorrichtung für Starkstrom geräte nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die zur elektrischen und thermi- sehen Isolierung der Kontaktdruckieder <B>(5)</B> vorhandenen Zwischenlagen aus einem Werk stoff mit gleichzeitig hoher elektrischer Durch- sehlagsfestigkeit und schlechter Wärmeleit fähigkeit bestehen. 2.
    Kontaktvorrichtung für Starkstrom geräte nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die elektrische und thermische Isolierung der Kontaktdruckfeder <B>(5)</B> aus Isolierlachen mit gleichzeitig hoher elektri- seher Durchschlagsfestigkeit und schlechter Wärmeleitfähigkeit besteht. <B>3.</B> Kontaktvorriehtung für Starkstrom geräte nach Patentansprach, dadurch gekenn zeichnet, dass die Kontaktdruckleder <B>(5)</B> an einem als Träger der Kontaktvorrichtung vor handenen Isolator befestigt ist.
CH316521D 1952-04-30 1953-04-08 Kontaktvorrichtung für Starkstromgeräte CH316521A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE316521X 1952-04-30

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH316521A true CH316521A (de) 1956-10-15

Family

ID=6150500

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH316521D CH316521A (de) 1952-04-30 1953-04-08 Kontaktvorrichtung für Starkstromgeräte

Country Status (3)

Country Link
BE (1) BE519514A (de)
CH (1) CH316521A (de)
NL (1) NL177805C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4795869A (en) * 1987-09-01 1989-01-03 S&C Electric Company Contact assembly for high-voltage switch

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4795869A (en) * 1987-09-01 1989-01-03 S&C Electric Company Contact assembly for high-voltage switch

Also Published As

Publication number Publication date
BE519514A (de)
NL177805C (nl)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP3101999B1 (de) Ptc-heizelement und elektrische heizvorrichtung für ein kraftfahrzeug umfassend ein solches ptc-heizelement
DE102005011405B3 (de) Schaltgerät mit Wärmerohr
DE102018204271A1 (de) Anordnung zur Erfassung der Temperatur und Kontaktanordnung mit einer solchen Anordnung
DE2426348A1 (de) Uebertemperatur und ueberstromwiderstandssicherung
EP2058081A2 (de) Flüssigmetallpaste
DE2323512C3 (de) Schmelzsicherung
DE3101964A1 (de) Druckgas-schaltungsunterbrecher
DE3027732A1 (de) Kontakt fuer einen vakuumleistungsschalter
CH316521A (de) Kontaktvorrichtung für Starkstromgeräte
EP1902944A2 (de) Schiffsantrieb
US20240421510A1 (en) Electrical contact connection
CH647899A5 (de) Strombegrenzungseinrichtung.
DE2320269B2 (de) Elektrische Widerstandsheizung für Floatglasanlagen
DE3936088A1 (de) Selbstregelnde elektrische heizeinrichtung mit ptc-heizelementen
DE1080193B (de) Kontaktvorrichtung fuer insbesondere mit Sicherungspatronen oder Schmelzeinsaetzen versehene elektrische Starkstromgeraete
CH657940A5 (de) Schmelzelement und damit gebaute elektrische schmelzsicherung.
DE102013215760A1 (de) Isolationselement und Schaltanlage
DE102017004915A1 (de) Hochstromsicherung
DE509182C (de) Hochtemperatur-Ofen fuer Dreiphasenanschluss
DE692202C (de) Elektrolytischer Kondensator mit einer Schmelzsicherung
EP3593373A1 (de) Aufnahmevorrichtung für vakuumschaltröhren
DE692333C (de) Waermesicherungspatrone fuer elektrische Hausinstallationen
DE559085C (de) Thermische Ausloesevorrichtung
DE830525C (de) Sicherungskaestchen fuer Fernmeldeleitungen
DE412669C (de) Elektrischer Erhitzer fuer Fluessigkeiten, Daempfe und Gase