DE559085C - Thermische Ausloesevorrichtung - Google Patents
Thermische AusloesevorrichtungInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H71/00—Details of the protective switches or relays covered by groups H01H73/00 - H01H83/00
- H01H71/10—Operating or release mechanisms
- H01H71/12—Automatic release mechanisms with or without manual release
- H01H71/14—Electrothermal mechanisms
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- Thermally Actuated Switches (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine in bekannter Weise durch elektrische Stromwärme
beeinflußte Auslösevorrichtung zur mechanischen oder elektrischen Betätigung von elekirischen
Schaltgeräten in Abhängigkeit von der Erwärmung. Bei bekannten Geräten dieser Art wurden Bimetallstreifen und allseitig
geschlossene, luftgefüllte Metalldosen verwendet, die von Heizwicklungen beeinflußt
werden. Es ist bekannt, um größere Bewegung und größere Drücke mit diesen nach Art von Aneroid-Barometer-Kapseln gebauten
Metalldosen zu erzeugen, statt Luft eine leicht verdampfende Flüssigkeit einzuschließen.
Die bekannten Geräte hatten aber stets besondere Anschlußorgane, mit denen sie an
die Stromführung einzuschalten waren; sie ließen sich deshalb auch nur dort anwenden,
ao wo entsprechende besonders ausgestaltete Anschlußvorrichtungen vorhanden waren.
Demgegenüber betrifft die vorliegende Erfindung eine universell anwendbare thermische
Auslösevorrichtung, die sich ähnlich
as wie ein Schmelzstöpsel in jede beliebige Gewindefassung
einschrauben läßt und bei welcher eine in eine Isolierkappe eingebaute, durch eine stromdurchflossene Heizwicklung
beeinflußte Membrandose mittels eines an der Membran sitzenden Stiftes die Auslösung
mechanisch oder elektrisch bewirkt.
Die Erfindung ist gekennzeichnet durch eine an ihrem Boden isoliert einen Fußkontakt
tragende, mit ihrem offenen Ende an dem offenen Ende der Isolierkappe befestigte
Sicherungskappe, durch deren Fußkontakt der Auslösestift hindurchführt. Eine solche
leicht auswechselbare, mit Edisongewinde versehene Wärmeschutzsicherung ist in einer
beispielsweisen Ausführung durch die beiliegende Zeichnung im Längsschnitt dargestellt.
Die mit einer unteren Federmembran abgeschlossene Wärmedose a, die zweckmäßig
aus metallisch gut leitendem Material ausgeführt wird, ist außen mit einem isolierten
Heizdraht b umwickelt und in eine Porzellanhaube c eingebettet. In der Mitte der Membran
ist ein Bolzen d angeordnet, der isoliert durch den Sockelkontakt e hindurchgeführt
ist. Der untere Teil der Wärmedose trägt, metallisch starr verbunden, das einschraubbare
Edisongewinde/, vermittels dessen die Wärmepatrone wie jede andere beliebige Sicherung in einen normalen Sicherungssockel
eingeschraubt werden kann. Der Fußkontakt e ist isoliert mit dem das Edisongewinde
tragenden Teil f verbunden. Mit ihm steht das eine Ende des Heizdrahtes in Kontakt,
das andere Ende des Heizdrahtes ist metallisch mit dem Sockel / verbunden. Beim
Einschrauben in einen Sicherungssockel fließt demnach der Strom vom Mittelkontakt e
durch die Zuleitung g über die Heizspule b nach der Edisonfassung. Die Wärmekapsel α
wird so vom Heizstrom umflossen und erwärmt. Unter dem Einfluß der sich durch die Erwärmung expandierenden Gase, die in
die Dose eingeschlossen sind, bewegt sich der Bolzen ei nach unten und kann durch diese
Bewegung in bekannter Weise Auslöseorgane direkt oder indirekt durch Kontakteinrichtungen
betätigen.
Dem Wesen der Erfindung nach ist es gleichgültig, ob die Erwärmung von außen
her, wie in der Zeichnung dargestellt, oder durch einen in die Dose eingebauten Heizkörper
von innen her erfolgt. Die Erwärmung kann auch durch Hysteresis oder Wirbelströme
hervorgerufen werden. Man würde dann die Kapsel aus Eisen ausführen und
statf mit Heizdrähten mit Kupferdrähten bewickeln. Auch könnte man z. B. für Drehstrom
aus Billigkeitsgründen eine gemeinsame, entsprechend große Dose für alle drei Phasen gleichzeitig benutzen, mit der dann
noch größere Auslösekräfte erzeugt werden
so könnten. Die Einrichtung hat den weiteren
Vorteil, daß sie in jeder beliebigen Lage arbeiten kann und daß sie sich sowohl in Luft
als auch in Öl einbauen läßt. Die Einrichtung läßt sich nicht allein verwenden zum
Auslösen von Schaltgeräten, sondern auch als Wärmeschutzeinrichtung für Öltransformatoren
usw. und überall da, wo eine äußere Wärmewirkung, die auf die Wärmedose einwirken könnte, zur Betätigung elektrischer
oder mechanischer Einrichtungen benutzt werden könnte.
Vermittels dieser Einrichtung kann man jedes beliebige automatisch abschaltbare elektrische
Schaltgerät den verschiedensten Belastungsverhältnissen anpassen durch einfache Wahl des entsprechenden Wärmestöpsels, ein
Vorteil, der durch die bisher bekannten Einrichtungen nicht zu erzielen war. Im übrigen
läßt sich diese Wärmepatrone in rationeller Massenfabrikation billig herstellen.
Claims (1)
- Patentanspruch:Thermische Auslösevorrichtung, bei der eine in eine Isolierkappe eingebaute, durch eine stromdurchflossene Heizwicklung beeinflußte Membrandose mittels eines an der Membran sitzenden Stiftes die Auslösung mechanisch oder elektrisch bewirkt, gekennzeichnet durch eine nach Art eines Sicherungsschraubstöpsels ausgebildete, an ihrem Boden isoliert einen Fußkontakt (e) tragende, mit ihrem offenen Ende an dem offenen Ende der Isolierkappe (c) befestigte Sicherungskappe (f), durch deren Fußkontakt (e) der Auslösestift (d). hindurchführt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE559085T | 1930-03-14 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE559085C true DE559085C (de) | 1932-09-15 |
Family
ID=6565532
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930559085D Expired DE559085C (de) | 1930-03-14 | 1930-03-14 | Thermische Ausloesevorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE559085C (de) |
-
1930
- 1930-03-14 DE DE1930559085D patent/DE559085C/de not_active Expired
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