CH316969A - Verfahren zur Herstellung von Salzen der l-Form des Isopropylaminomethyl-3,4-dioxyphenyl-carbinols - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Salzen der l-Form des Isopropylaminomethyl-3,4-dioxyphenyl-carbinols

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CH316969A
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dioxyphenyl
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Ernst Dr Kerschbaum
Kurt Dr Benedikt
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Cilag Ag
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    • C07BGENERAL METHODS OF ORGANIC CHEMISTRY; APPARATUS THEREFOR
    • C07B57/00Separation of optically-active compounds
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C07BGENERAL METHODS OF ORGANIC CHEMISTRY; APPARATUS THEREFOR
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Description


  



   Verfahren zur Herstellung von Salzen der l-Form des   Isopropylaminomethyl-3, 4-dioxyphenyl-carbinols   
Das Isopropylaminomethyl-3,   4-dioxyphe-    nyl-earbinol ist als racemische Verbindung bereits seit längerer Zeit bekannt (DRP Nr.   723278)    und findet als broncholytisch wirksame Verbindung therapeutische Verwendung. Eine Spaltung des Racemates in seine beiden optisch aktiven Komponenten wurde bisher noch nicht durchgeführt.



   Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Salzen des optisch aktiven 1-Isopropylaminomethyl-3,   4-      dioxyphenylcarbinols,    welches dadurch gekennzeichnet ist, dass man racemisches Iso  propylaminomethyl-3,    4- dioxyphenyl-carbinol mit Hilfe optisch aktiver Säuren,   vorzugs-    weise   d-Weinsäure,    in Gegenwart von Lo  sungsmitteln    in eine Lösung der Salze der beiden optisch aktiven Isopropylaminomethyl3, 4-dioxyphenyl-carbinole überführt, aus welcher das Salz des 1-Isopropylaminomethyl3,   4-dioxyphenyl-carbinole    in kristallisierter Form abgeschieden wird.



   Die Linkskomponente des Isopropylamino  methyl-3, 4-dioxyphenyl-carbinols    ist   hinsicht-    lich ihrer   broncholytischen    Wirkung dem Raeemat überlegen.   Uberraschenderweise    besitzt nun aber die Linksform keine wesentlich höhere Toxizität als das   Raeemat    bzw.

   die   Reehtsform.    So ist die Linksform, subcutan angewandt, etwa doppelt so toxisch, und peroral appliziert, praktisch gleich toxisch wie die   Rechtsform, während    die broncholytische, fre  quenzsteigernde    und   spasmolytische Wirksam-    keit der Linksform die der Reehtsform um das Fünf-bis   Achtfache übertrifft.    Das linksdrehende Isopropylaminomethyl-3, 4-dioxyphenyl-earbinol ist somit trotz erheblich höherer   broneholytischer    Wirkung je nach der Art der Applizierung nur unwesentlich oder   über-    haupt nicht stärker toxisch als die entsprechende rechtsdrehende Form.

   Dadurch wird der Koeffizient zwischen wirksamer und toxischer Dosis kleiner und die Gefahr von   sehäd-    lichen Wirkungen des neuen Mittels geringer.



   Es hängt   beijn    Verfahren gemäss der Er  findung    von der Wahl der optisch aktiven Säure und des   Losungsmittels    ab, welche der optisch aktiven Komponente der   Racembase    als Salz mit der angewandten Säure zuerst in kristallisierter Form ausgesehieden wird. Bei einer bevorzugten Ausführungsform des er  findungsgemässen    Verfahrens werden als Lö  sungsmittel    Alkohole, vorzugsweise   alipha-    tische Alkohole mit niedrigem Molekulargewicht, verwendet. Insbesondere können als Lösungsmittel absoluter   Methyl-oder Äthyl-    alkohol oder diese Alkohole mit einem Zusatz von Wasser verwendet werden.

   Bei Verwendung von d-Weinsäure als optisch aktiver Säure zur Spaltung des   Racemates    von Iso   propylaminomethyl-3, 4-dioxyphenyl-carbinol    kann man mit Methanol als Losungsmittel die d-Form kristallisiert abscheiden und aus der verbleibenden Lösung die 1-Verbindung gewinnen ; mit wässerigem Äthanol kann die 1-Form des optisch aktiven Alkohols unmittelbar in kristallisierter Form und in guter Ausbeute erhalten werden.



   Zur Spaltung des   racemischen      Isopropyl-    aminomethyl-3,4-dioxyphenylcarbinols können ausser   d-Weinsäureauch    andere optisch aktive Säuren verwendet werden, wie beispielsweise d-oder   l-Alandelsäure,    d-oder   l-1-a-Phenyl-ss-    (4-oxyphenyl)-propionsäure, d-Camphersäure usw.



   Beispiel 1    44      g      feingepulverte    Raeembase werden in Stickstoffatmosphäre unter Rühren in eine Lösung von 31 g   d-Weinsäure    in 210   em3    han  delsübliehem Methanol eingetragen.    Die naeh Stehen am Eis ausgeschiedenen Kristalle werden abgesaugt und aus 350   em3    Methanol umkristallisiert. Man erhält 25 g des sauren weinsauren Salzes der Rechtsbase vom Sehmp.   111     C  (Zers., Sintern 109 C) ; spez. Drehung   [a]    D9 = +28  (p = 2,98, Wasser).

   Aus   der Mutter-    lauge erhält man durch wiederholtes Einengen noch insgesamt   14,    5 g Rohprodukt   der glei-    chen Zusammensetzung.   Dureh    Umkristallisieren der vereinigten   Kristallisate    (39, 5 g) zunächst aus   385    em3 absolutem Methanol, sodann aus 270 cm3 gewöhnlichem Methanol werden schliesslich   28,    7 g reines Produkt vom Sehmp. 115  C (Zers., Sintern   109     C) und der spez. Drehung   [a] == + 32, 2  fp    = 2.   83,    Wasser) erhalten.



   Die aus dem Salz mit verdünntem Ammoniak in Freiheit gesetzte Base zeigt eine spez.



  Drehung von [a]   l9 = +45, 00    (p = 2, 20,   11/2    HCl) und einen Sehmp. von 161 bis   162     C   (Zers.,    Sintern   160     C).



   Zur Gewinnung des sauren   weinsauren    Salzes der Linksbase werden die vereinigten    Mutterlaugen nach Abtrennung obiger Kri-    stallisate eingedampft, der Rüekstand   (38,      5      g)    mit   70 em3 Wasser gelost    und naeh Reinigung mit   Tierkohle    und Bisulfit die Base mit einem   geringen Überschuss verdünnter    Am  moniaklosung in Freiheit gesetzt.    Es werden 13, 7   g    Base vom   Schmp.      167     C (Zers., Sintern 165  C) und der spez. Drehung   [α]D19      --41,      7     (p = 1, 98, n/2 HCl) erhalten.

   Zur neuerlichen Salzbildung wird die Base in eine Lösung von 10, 4 g d-Weinsäure in 40   em3      70 /eigem    Xthanol eingetragen, worauf   naell    Stehen am Eis das   Dihvdrat    des sauren weinsauren Salzes der   Linksbase auskristallisiert.   



  Man   erhält,    naeh Umkristallisieren zuerst aus   20    cm3 70%igem Äthanol und dann aus 30 cm3 90%igem Äthanol 17, 2   g    reines Salz vom   Sehmp.    80-83 C (Sintern 78  C) und der spez. Drehung   [α]D19 = -14,9  (p = 2,   31, Wasser). Aus der Mutterlauge kann noch eine weitere Menge dieses Salzes gewonnen werden.



   Die wie oben in Freiheit gesetzte Base zeigt in guter Übereinstimmung mit der Rechtsbase einen Drehwert von   [α]D19 = -45,0     (p = 2,   06,    n/2 HCl) und einen Schmp. von 161-161,   5  C fZers., Sintern 160  C).   



   Beispiel 2
10, 5 g   Raeembase    werden in einer   Losung    von 7, 8 g d-Weinsäure in 50 cm3 abs.   Metha-    nol gelost und das am Eis auskristallisierte Produkt aus 95 cm3 gewöhnlichem Methanol umkristallisiert. Hierbei werden 8, 6 g saures   weinsaures    Salz der Reehtsbase vom   Schmp.   



  112-113  C (Zers., Sintern   110     C) und einer spez. Drehung   [α]D19 = + 29,5     (p =2, 32, Wasser) erhalten. Aus der Mutterlauge gewinnt man dureh Einengen und zweimaliges Umkristallisieren aus Methanol noch 1, 0 g Salz mit der spez. Drehung [a] D19 = + 26  (p =   2,    05, Wasser).



   Das entsprechende Salz der Linksbase wird aus der Mutterlauge analog Beispiel 1 gewonnen.



   Beispiel 3
5, 3 g Raeembase und   4,    0 g   d-Weinsäure    werden in   15    cm3   90 /oigem    Äthanol unter Erwärmen am Wasserbad gelost. Das nach   mehrtägigem    Stehen am Eis   auskristallisie-    rende Salz (3, 85 g) wird aus 8 cm3 90%igem Äthanol umkristallisiert und ergibt 3,0 g Dihydrat des sauren weinsauren Salzes der  Linksbase mit der spez. Drehung   [α]D19 =      -12,      1     (p   = 2,    40, Wasser). Aus der eingedampften Mutterlauge kristallisiert mit Me  thanol    4, 5 g rechtsdrehendes Salz mit der spez. Drehung   [a] D9 = + 27, 20    (p   =    2, 21, Was  ser).

   Aus    dieser letzten Mutterlauge erhält man durch Anreiben mit 90%igem Methanol noch 0, 66 g linksdrehendes Salz.



     Dure.    Umkristallisieren erhält man schliesslieh   4,    0 g saures weinsaures Salz der Rechtsbase und 2,   9 g Dihydrat    des sauren weinsauren Salzes der Linksbase von den im Beispiel   1    angeführten Drehwerten der Reinstprodukte.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Salzen der l-F'orm des Isopropylaminomethyl-3, 4-dioxyphenyl-carbinols, dadurch gekennzeichnet, dass man racemisehes Isopropylaminomethyl-3, 4 dioxyphenyl-carbinol mit Hilfe optisch aktiver Säuren in Gegenwart von Lösungsmitteln in eine Lösung der Salze der beiden optisch aktiven Isopropylaminomethyl-3, 4-dioxyphe- nyl-carbinole überführt, aus welcher das Salz des 1-Isopropylaminomethyl-3, 4-dioxyphenyl carbinols in kristallisierter Form abgeschieden wird.
    UNTERANSPRTCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als optisch aktive Säure d-Weinsäure verwendet.
    2, Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Lösungs- mittel niedere Alkohole verwendet.
CH316969D 1952-06-10 1953-04-13 Verfahren zur Herstellung von Salzen der l-Form des Isopropylaminomethyl-3,4-dioxyphenyl-carbinols CH316969A (de)

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