CH317259A - Verfahren zur Herstellung von Wärmeaustauschern - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von WärmeaustauschernInfo
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-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F28—HEAT EXCHANGE IN GENERAL
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Description
Verfahren zur Herstellung von Wärmeaustauschern Vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von Wärmeaustauschern aus Leichtmetallegierungen und insbesondere auf die Anwendung verbesserter Legierungen zur Erleichterung. des Zusammenbaues und zur Herstellung solcher Apparate mit besseren mechanischen Eigenschaften.
Bei der Herstellung von Wärmeaustaii- schern aus Leichtmetallegierungen verwendet man allgemein Schmelzschweiss- und Hartlöt- verfahren unter Benutzung von Aluminium- Silizium-Legierungen als Zusatzwerkstoff. Die Wärmeaustauscher bestehen aus einem Zel-. lenkörper, in welchem der Wärmeübergang von einem Medium zum andern stattfindet, und Hilfseinrichtungen, um die beiden Me dien dem Zellenkörper zuzuführen.
Der Zel lenkörper besteht äus einer Anzahl nahe bei einanderliegender Kanäle, durch welche die Medien strömen, und die Wandungen dieser Kanäle bestehen aus dünnen Material, iun die Wärmeübertragung zu erleichtern.
Die Einzelelemente des Zellenkörpers werden vor zugsweise durch Tauchhartlötung miteinan der verbunden, wobei die die Verbindungen bildende, 5 bis 10% Silizium enthaltende Alu- minium-Silizium-Legierung als Vorplattierung auf das Material aufgebracht wird, während des Zusammenbaues separat in Form von Bei lageblechen oder Drähten eingeführt.
Die Hilfsanschlüsse, die so leicht als möglich sein müssen, werden durch Schmelzschweissung hergestellt und mit dem Zellenkörper durch Schweissen verbunden, wobei man Al-Si-Legie- rungen mit 5 bis 14% Si als Zusatzwerkstoff verwendet.
Infolge der hohen Temperaturen, die beim Hartlöten mit Al-Si-Legierungen als Zusatz werkstoff erforderlich sind, können nur sol che Legierungen, die einen hohen Solidus- punkt besitzen, in befriedigender Weise für die Einzelelemente des Wärmeaustauschers verwendet werden. Legierungen mit genü gend hohen Schmelzpunkten enthalten sehr wenig legierendes Element und besitzen dem zufolge eine sehr geringe Festigkeit. Dies ist ein grosser Nachteil, da Wärmeaustauscher, insbesondere in Flugzeugen, so leicht als mög lich sein und gleichzeitig den hohen Bean spruchungen unter den herrschenden Be triebsbedingungen widerstehen müssen.
Die Legierungsart, die zur Erfüllung der an hartgelötete Wärmeaustauscher gestell ten Anforderungen am vielversprechendsten scheint, sind Aluminium-Magnesiiim-Silizium- Legierungen, die verhältnismässig schwach le giert sind und noch durch Wärmebehandlung gehärtet werden können, doch ist der Bereich der Legierungen, die gegenwärtig in der Tech nik Verwendung finden und dem Material HS 10 der British Standard- Specification Nr.
1470/1948 entsprechen, dessen Haupt- Bestandteile 0,4 bis 1,5% Mg, 0,75 bis 1,3% Si, 0 bis 1,01/o, yln, '0 bis 0,
2% Ti sind wäh- rend des Tauchlötens infolge beginnenden Sehmelzens der Bildung von Hitzerissen und dem Angriff des Korngefüges unterworfen. Auch beim Löten mit der Lampe und beim Schweissen treten Hitzerisse auf.
Vorliegende Erfindung ermöglicht nun die befriedigende Herstellung von Wärmeaustau- schern, die aus Aluminiumlegierungen her- gestellt sind, welche einer Wärmebehandlung unterworfen werden können, unter Anwen dung von Hartlötverfahren, und es wurde gefunden, dass dies durch Verwendung von speziell ausgewählten und modifizierten Al- Mg-Si-Legierungen möglich ist.
Gemäss vorliegender Erfindung besteht das Verfahren zur Herstellung von Wärme austausehern der beschriebenen Art darin,- dass man die Einzelteile des Zellenkörpers aus einer Legierung herstellt, die 0,35 bis 0,55% Mg, 0,35 bis 0,55% Si, bis 0,35% Ti, bis 1% Mn,
Rest Al enthält, diese Einzelteile nach einem Hartlötverfahren miteinander verbindet, bei dem man ein Lot aus Al-Si- Legierung verwendet, die Hilfsanschlüsse des Wärmeaustausehers aus einer Legierung her- stellt, die 0,5 bis 1,0% Mg, 0,
75 bis 1,250% Si, 0,2 bis 0,350/0 Ti, bis 1% Mn, Rest A1 ent- hält und diese Anschlüsse mit dem Zellenkör per durch Hartlotung verbindet.
Ferner kann man den teilweise oder ganz zusammengelöte ten Wärmeaustauscher einer Wärmebehand- hmg unterwerfen, um eine Ausscheidungshär tung der Legierungen zu bewirken.
Die Legierungen können bis zu 0,5% der üblichen technischen Verunreinigungen ausser Silizium enthalten doch sollte deren Anteil vorzugsweise 0,4% nicht überschreiten.
Die Einzelteile des Zellenkör-pers werden vorzugsweise durch Tauchhartlöten miteinan der verbunden, doch kann man auch die Ofen ; lötung anwenden. Vorzugsweise werden sie aus einem geeigneten Material hergestellt, das mit einer haftenden Vorplattierung aus Al-Si-Löt- legierung, die 5 bis 10% Si enthält, versehen ist.
Vorzugsweise verwendet man die binären Lötlegierungen, doch kann man gewünschten falls AI-Legierungen verwenden, die kleine Mengen Zink, Kupfer und Nickel enthalten. Die obengenannten Legierungen, aus denen die Hilfsanschlüsse gebildet werden, besitzen neben ihren guten Löteigenschaften eine be trächtlich geringere Neigung zur Rissbildung während des Schmelzschweissens als das Mate rial HS 10 der B.
S. 1470;1948, .was die Her stellung dieser Teile als solche erl'eiehtert. Nach dem Zusammenbau und der Vereini gung der Teile können die Wärmeaustauscher durch geeignete Wärmebehandlung gefestigt werden. Dies geschieht durch Erhitzen auf solche Temperaturen und während so langer Zeit, um die die Alterungshärtung von Al-Mg- Si-Legierungen bewirkenden Komponenten in feste Lösung zu bringen, und anschliessendes Abschrecken oder sonstwie genügend rasches Abkühlen, um diese in fester Lösung zu hal ten.
Das Abschrecken kann in kaltem Wasser erfolgen, wobei man dafür Sorge trägt, dass keine Verzerrungen vorkommen, oder man kann ein genügend rasches Abschrecken unter Verwendung von heissem Wasser, Sprühwas ser oder Aufblasen von Luft erreichen, wobei die Gefahr einer Verzerrung auf ein Mini mum herabgesetzt ist. Anschliessend kann man die Wärmeaustauscher einer Alterungshär- tung bei Zimmertemperatur unterwerfen, doch erhält man viel bessere mechanische Eigenschaften, wenn man die Alterung bei einer geeigneten höheren Temperatur vor nimmt.
Typische mechanische Eigenschaften, wie sie mit Legierungen im vorgenannten Zusam mensetzungsbereich nach dem Erhitzen beim Zusammenbau des Apparates, einer halbstün digen Lösungsbehandlung bei 525 C, Ab schrecken in- kaltem Wasser und 18stündiges Altern bei 160 C erhältlich sind, sind fol gende:.
EMI0003.0001
Zellenkörper <SEP> Legierung <SEP> für <SEP> die
<tb> Legierung <SEP> Hilfseinrichtungen
<tb> 0,1% <SEP> Prüfbeanspruchung <SEP> kg/cm2 <SEP> 1890 <SEP> 2J992;5
<tb> Zugfestigkeit <SEP> kg/em2 <SEP> _ <SEP> 2362,5 <SEP> 3307,5
<tb> Dehnung <SEP> o/o <SEP> auf <SEP> 5,8 <SEP> cm <SEP> 10 <SEP> 10
<tb> Vickers-Härte <SEP> 90 <SEP> 125 (Die Dehnungswerte der Legierung für die Hilfseinrichtungen können in der Nähe der Verbindungsstellen etwas niedriger sein.) Da hauptsächlich ' im Zellenkörper der Wärmeaustauscher hohe Festigkeiten erfor derlich sind, kann man zur Erhöhung der Festigkeit dieser Teile eine vereinfachte Wärmebehandlung durchführen.
Diese besteht darin, dass man den Zellenkörper unmittelbar nach dem Tauchlötbad abschreckt und dann entweder natürlich oder künstlich altert, nach dem die Hilfselemente eingefügt sind. Die beim Anlöten der Hilfselemente erforderliche Erhitzung zerstört die Wirkung der Ab schreckbehandlung in der unmittelbaren Nach barschaft der Verbindungsstellen, doch bleibt der Rest des Zellenkörpers unbeeinflusst und spricht auf die anschliessenden Alterungs- behandlungen an.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Herstellung von Wärmeaus- tauschern mit Zellenkörper, in welchem eine Wärmeübertragung von einem Medium an das andere stattfindet und Hilfsanschlüsse für die Zuführung der Medien zum Zellen körper, dadurch gekennzeichnet, dass man die Einzelteile des Zellenkörpers aus einer Legie- rung herstellt, die 0,35 bis 0,55% Mg, 0,35 bis 0,55% Si, bis 0,35% Ti, bis 1% Mn, Rest A1 enthält, diese Teile durch Hartlöten mit tels einer Al-Si-Legierung miteinander verbin det, die Hilfsanschlüsse aus einer Legierung herstellt, die 0,5 bis 1,0 % Mg,0,75 bis, 1,25 % Si, 0,2 bis 0,35% Ti, bis <B>1</B> 0/a Mn, Rest A1 ent- hält und diese Anschlüsse an den Zellenkör per hart anlötet. UNTERANSPRÜCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Zellenkörper- legierung 0,2 bis 0,35% Ti enthält. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da-, durch gekennzeichnet, dass man die Elemente des Zellenkörpers aus Material herstellt, das mit einer haftenden Vorplättierung aus einer Al-Si-Hartlötlegierung versehen ist, die 5 bis 1011/o Si enthält. . 3.Verfahren nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass die Hartlötlegie- rung ausserdem noch kleine Mengen. Zn, Cu und Ni enthält. 4. Verfahrnen nach Patentanspruch I, da-, durch gekennzeichnet, dass man den Wärme austauscher nach dem Zusammenbau einer Ausscheidungshärtungsbehandlungunterwirft. 5.Verfahren nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass man eine Lösungs- wärmebehandlung mit anschliessender Alte rungshärtung anwendet. 6. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man den Zellen körper unmittelbar nach dem Zusammenlöten abschreckt und nach dem Anbringen der Hilfsanschlüsse altert. PATENTANSPRUCH II Wärmeaustauscher, hergestellt nach dem Verfahren des Patentanspruches I.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB317259X | 1952-10-27 |
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| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH317259A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4673551A (en) * | 1984-05-25 | 1987-06-16 | Sumitomo Light Metal Industries, Ltd. | Fin stock material for use in plate fin heat exchanger adapted for superhigh pressure service |
-
1953
- 1953-10-27 CH CH317259D patent/CH317259A/de unknown
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