CH317432A - Lederstück für Schuhsohlen und Absatzflecke und Verfahren zu dessen Herstellung - Google Patents

Lederstück für Schuhsohlen und Absatzflecke und Verfahren zu dessen Herstellung

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CH317432A
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CH
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leather
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Inventor
Odermatt Alois
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Schuhfabriken Odermatt & Co Ag
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    • A43FOOTWEAR
    • A43BCHARACTERISTIC FEATURES OF FOOTWEAR; PARTS OF FOOTWEAR
    • A43B13/00Soles; Sole-and-heel integral units
    • A43B13/14Soles; Sole-and-heel integral units characterised by the constructive form
    • A43B13/22Soles made slip-preventing or wear-resisting, e.g. by impregnation or spreading a wear-resisting layer
    • A43B13/223Profiled soles
    • A43B13/226Profiled soles the profile being made in the foot facing surface
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  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description


  Lederstück für Schuhsohlen und     Absatzflecke    und Verfahren zu dessen Herstellung    Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf  ein Lederstück für Schuhsohlen und     Absatz-          flecke.     



  Es ist bereits bekannt, zu Zierzwecken  Lederstücke zum Beispiel auf der Haarseite       mit        einer        eine     mit einer eine Narbung imitierenden Prä  gung zu versehen und aus diesen Leder  stücken dann Sohlen und Absatzflecke für  Pantoffeln oder leichtes Schuhwerk auszu  schneiden. Bei dieser bekannten Sohlenprä  gung bleiben die     Vertiefungen    der Prägung  weit unter 1 mm Tiefe. Die Prägung ver  flacht sich infolge der durch das Körperge  wicht der dieses     Schuhwerk    tragenden Person  auftretenden Druck-     und    Biegebeanspruchun  gen, bevor eine wesentliche Abnützung der  Sohle infolge Abrieb auftritt.

   Eine derartige  Prägung verschwindet also verhältnismässig  rasch und ergibt keine merkliche Verbesse  rung der Griffigkeit und     Gleitsicherheit    der  Sohle.  



  Demgegenüber ist das     erfindungsgemässe,     für Schuhsohlen und Absatzflecke be  stimmte Lederstück dadurch gekennzeichnet,  dass es eine     eingeprägte    Profilierung aufweist,  deren Vertiefungen wenigstens 1 mm tief und  oben und     unten        abgerundet    sind und schräge  Flanken aufweisen.  



  Die Tiefe der Prägung beträgt vorzugs  weise bei Schuhsohlen und Absatzflecken für  erwachsene Personen 2 bis 3 mm bder mehr.  Das untere Mass von 1 mm ist normalerweise    nur für Kinderschuhe bestimmt. Eine derar  tige starke     Prägung    ergibt ein sehr griffiges  und gleitsicheres Profil.  



  Durch die     Prägung        kann    eine Schuhsohle  bedeutend flexibler gemacht werden, insbe  sondere wenn die Vertiefungen in der Haupt  sache als quer zur Längsachse der 'Sohle ver  laufende Rillen     ausgebildet    sind. Es kann  somit ein verhältnismässig starkes, zähes Leder  verwendet werden, bei welchem dann auch  eine entsprechend gute Haltbarkeit der Profi  lierung erreicht wird.     Vorzugsweise    wird ein  imprägniertes Leder benützt,     das    zum Bei  spiel eine     kleine        Wasseraufnahmefähigkeit     besitzt.

   Zur Verbesserung der Haltbarkeit  der Profilierung ist es vorteilhaft, ein Leder  zu verwenden, das mit einem Leder härtenden       Imprägnierungsmittel    imprägniert ist.  



  Die Erfindung bezieht sich auch auf ein  Verfahren zur Herstellung eines derart ge  prägten Lederstückes.  



  Erfindungsgemäss ist das Verfahren da  durch gekennzeichnet, dass das Lederstück mit  einem Leder härtenden     Imprägnierungsmittel     imprägniert     und    vor dem- Eintritt der Här  tung in einer Prägepresse mit einer Profi  lierung     versehen        wird,    deren     Vertiefungen          wenigstens    1     mm    tief und oben     und        unten     abgerundet sind und schräge Flanken aufwei  sen.

   Das Leder härtende     Imprägnierungsmit-          tel    gewährleistet einerseits die Erhöhung der  Profilbeständigkeit und der     Abriebfestigkeit,         so dass in zweifacher Hinsicht die Dauerhaf  tigkeit des Profils gegenüber der bekannten  imitierten Ledernarbung verbessert wird.  



  Vorzugsweise wird ein Imprägnierungs  mittel auf Silikonbasis verwendet, in welchem  Fall das Lederstück nach der Imprägnierung  in der Prägepresse etwa 20 bis 60 Sekunden  unter Druck gehalten.  



  Um dem Imprägnierungsmittel ein ra  scheres Eindringen in das Leder zu gestatten,  kann das Leder vorgewärmt werden. Es ist  dann empfehlenswert, das Lederstück in noch  warmem Zustand sofort in die Prägepresse  zu bringen, um insbesondere bei Verwendung  eines wärmehärtenden Kunstharzes die Prä  gung vor dem Eintritt der Härtung anbrin  gen zu können.  



  Es ist auch ohne weiteres möglich, das  Leder bereits in der Gerberei zum Beispiel  mit einem Leder härtenden Imprägnierungs  mittel zu imprägnieren, so dass es später, zum  Beispiel vom Schuhhersteller, nur noch ge  prägt zu werden braucht, ohne dass dieser  sich um das Imprägnierungsmittel kümmern  muss.  



  An Hand der beiliegenden Zeichnung, in  welcher eine beispielsweise Ausführungsform  einer zugeschnittenen     Ledersohle        dargestellt     ist, wird auch das erfindungsgemässe Ver  fahren beispielsweise beschrieben.  



  Fig. 1 zeigt einen Teil einer Ledersohle  mit einer Prägung in Ansicht.  



  Fig. 2 zeigt einen Schnitt II-II in Fig. 1.  Fig. 3 zeigt einen Teil eines Querschnittes  durch das Profil in grösserem Massstab, wobei  auch ein Teil des Prägestempels dargestellt  ist.  



  Ein zugeschnittenes Lederstück 1 von etwa  5 mm Dicke wird in einem warmen Luftstrom  von etwa 40 bis 60  C gründlich erwärmt.  Diese Temperatur kann je nach Art und  Qualität des Leders auch anders     gewählt    wer  den. Darauf wird die Haarseite mit einer etwa  25prozentigen Lösung von Silikonöl, zum Bei  spiel das unter der Schutzmarke  Rhodopas   bekannte Produkt in einem Kohlenwasser  stoff, zum Beispiel     Benzol    oder das im Han  del unter der Schutzmarke  Sangajol  erhält-    liehe Produkt, mittels     eines    Schwammes oder  eines Pinsels bestrichen. Infolge der     Vorwär-          mung    des Leders haben sich seine Poren ge  öffnet, so dass die Lösung rasch in das Leder  eindringt.

   Nach dem Bestreichen wird das  Lederstück sofort, das heisst auf jeden Fall  vor dem Eintritt der Härtung in eine Präge  presse mit geheiztem Stempel     eingeführt    und  einem Druck von etwa 30U kg/cm2 und einer  Temperatur von etwa 60 bis 80  C ausgesetzt.  Diese     Bedingungen    werden während ungefähr  30 Sekunden aufrechterhalten, worauf das ge  prägte Lederstück aus der     Presse    herausge  nommen wird. Man lässt es dann während  etwa 2     bis    3 Stunden an der freien Luft ab  kühlen, bevor es für die Schuhherstellung wei  terverwendet wird. Die     Pressdauer    kann  selbstverständlich den jeweiligen Bedürfnis  sen angepasst werden und kann zum Beispiel  zwischen 10 und 120 Sekunden betragen.

   Auch  der anzuwendende     Pressdruck    hängt von ver  schiedenen Faktoren, wie zum Beispiel Dicke  und Qualität des Leders, ab.  



  Infolge der sehr     starken    Pressung wird       dass    Leder etwas komprimiert, wie es bei 2  in     Fig.    2. angedeutet ist. Die Tiefe T der ge  prägten Vertiefungen beträgt etwa 2 bis  2,5 mm (Fug. 3), in jedem Fall muss sie aber  wenigstens 1 mm betragen, und zwar auch  bei Profilen für Kinderschuhe,     ansonst    das  Profil zu wenig griffig und bei einer ein  setzenden Abnützung durch Abrieb zu rasch  verschwindet.  



  Im allgemeinen beträgt die Tiefe der Prä  gung etwa ein Viertel bis etwa die Hälfte der  Lederdicke D (Fug.     3.)    oder sogar noch etwas  mehr. Dadurch wird nämlich erreicht, dass  das gleichmässig auf das Leder gestrichene  und auch gleichmässig in das Leder eingedrun  gene härtende     Imprägnierungsmittel    durch  die beim     Pressen    zuerst auf das Leder stossen  den Vorsprünge     @6    des Prägestempels 5 nach  der Seite in Richtung der in     Fig.    3 angege  benen Pfeile teilweise     verdrängt,    wird.

   In den       Erhebmzgen    7 der     Prägung    ist das     Imprä-          gnierungsmittei    also     angereiehert,    wodurch  gerade die dem Abrieb ausgesetzten Stellen  des Profils am härtesten werden. Dadurch      erklärt sich auch die wesentliche Erhöhung  der Abriebfestigkeit gegenüber einer     unge-          prägten    Ledersohle. Durch eine nur 1/1o bis  5/1o mm tiefe Prägung wird diese Wirkung  nicht erreicht. Deshalb soll die Mindesttiefe  der Prägung 1 mm betragen, welches Mass  vorzugsweise bei 'Sohlen für Kinderschuhe an  gewendet wird, welche     Sohlen    eine Dicke von  etwa 3 mm haben mögen.  



  Da somit die Vertiefungen stets verhältnis  mässig tief sind, dürfen die vorstehenden Teile  des Prägestempels keine scharfen Kanten auf  weisen, damit in der     Oberfläche    des Leders  keine Brüche oder Risse entstehen. Deshalb  sind die in der     Zeichnung    dargestellten Ver  tiefungen oben und unten abgerundet und  weisen schräge Flanken auf. Das Anbringen  von senkrechten     Seitenflächen    bei den Ver  tiefungen würde das Leder verletzen.  



  Die beschriebene teilweise Verdrängung  des Imprägnierumgsmittels hat aber noch eine  weitere bedeutungsvolle Wirkung, insbeson  dere wenn die Profilierung Rillen 3 aufweist,  die auf einem Sohlenzuschnitt zur Hauptsache  quer zur Längsachse der     Sohle    verlaufen, wie  es in Fig. 1 dargestellt ist. Eine derartige Sohle  wird nämlich durch die     Prägung    bedeutend  flexibler, weil die Rillen den Biegewiderstand  des Leders herabsetzen. Da das Imprägnie  rungsmittel aus den Rillen 3, wie beschrieben,  teilweise     verdrängt    ist,     tritt    gerade in diesen  Rillen keine wesentliche     Härtung    des Leders  auf, so dass die durch die Rillen sich erge  bende Flexibilitätsverbesserung aufrechterhal  ten bleibt.  



  Durch die beschriebene und in der Zeich  nung dargestellte Prägung unter Verwen  dung eines Leder härtenden Imprägnierungs  mittels auf Silikonbasis wird gegenüber einer  entsprechenden ungeprägten Sohle eine we  sentliche Verbesserung der Dauerhaftigkeit  und eine bedeutende Verringerung der Was  seraufnahmefähigkeit erzielt. Durch die Profi  lierung wird die Sohle griffig, gleitsicher und  ausserdem sehr flexibel. Durch das Leder här  tende Imprägnierungsmittel wird erreicht,  dass das Profil seine Form trotz der dauern  den Druck- und Biegebeanspruchungen beim    Tragen unverändert beibehält. Das Profil ver  schwindet erst infolge der fortschreitenden       Abnützung,    die aber langsamer vor sieh  geht als bei einer nicht geprägten Leder  sohle.  



  Die beschriebene Prägung lässt sich mit  oder ohne Verwendung eines Leder härten  den Imprägnierungsmittels sowohl auf zuge  schnittene 'Sohlen- bzw. Absatzflecke als auch  auf ganze Lederhäute anwenden,     aus    welchen  dann die Sohlen und Absatzflecke herausge  schnitten werden, so dass die Profilierung     bis     an den Rand der Zuschnitte     läuft.    Es ist  jedoch vorteilhaft, wenn die Prägung nur  auf dem innerhalb des Randes des zugeschnit  tenen Lederstückes liegenden Teil angewendet  wird,

   so dass zwischen einer die Profilierung       ringsum        abgrenzenden        Vertiefung    8 und dem  Rand     des    Lederstückes     ein.        ungeprägter    Rand  teil 4 übrig bleibt (siehe     (Fig.1).    Nachdem  eine     solche    Sohle mit dem Boden des 'Schuhes  verbunden ist, wird der überflüssige Teil des  Randteils 4 weggeschnitten.  



  Es ist klar, dass die Profilierung auch ein  anderes als das     in        F'ig.    1 dargestellte Muster  aufweisen kann. So kann die     Profilierung    zum  Beispiel ringförmige Rillen     aufweisen:

  ,    so- dass  ein Teil der Erhöhungen     'als    Zäpfchen ausge  bildet sind, oder das     Muster    kann ein netz  artiges     Bild    haben, indem die Vertiefungen  der     Profilierung    so     angeordnet    und geformt  sind, dass     zwischen    ihnen     ununterbrochene          und    sich     kreuzende    Rippen     bestehen.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Lederstück für Schuhsohlen und Absatz flecke, dadurch gekennzeichnet, dass es eine eingeprägte Profilierung aufweist, deren Vertiefungen wenigstens 1 mm tief und oben lind unten abgerundet sind und schräge Vlan- ken aufweisen. UNTERANSPRÜCHE 1. Lederstück nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Profilierung 2 bis 3 mm tiefe Vertiefungen aufweist. 2.
    Lederstück nach Patentanspruch I, in Form einer Schuhsohle, dadurch gekennzeich net, dass die Vertiefungen in der Hauptsache als quer zur Längsachse der Sohle verlau fende Rillen ausgebildet sind. 3. Lederstück nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Profilierung ringförmige Rillen aufweist. PATENTANSPRUCH II Verfahren zur Herstellung eines Leder stückes nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass das Lederstück mit einem Leder härtenden Imprägnierungsmittel im prägniert und vor dem Eintritt der Härtung in einer Prägepresse mit einer Profilierung versehen wird, deren Vertiefungen wenigstens 1 mm tief und oben und unten abgerundet sind und schräge Flanken aufweisen. UNTERANSPRÜCHE 4.
    Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass ein Silikonöl ent haltendes Imprägnierungsmittel verwendet wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass das Lederstück in der Prägepresse 20 bis 60 Sekunden unter Druck gehalten wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass das Lederstück vor der Imprägnierung vorgewärmt und in noch warmem Zustand in die Prägepresse gebracht wird. 7.
    Verfahren nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass nach der Vorwär- mung des Lederstückes auf dessen Haarseite als Imprägnierungsmittel eine Lösung von Silikonöl in einem Kohlenwasserstoff aufge bracht wird und dass Lederstück anschliessend in der Prägepresse während 10 bis 120 Se kunden unter Druck gehalten wird. B. Verfahren nach Unteranspruch 7, da durch gekennzeichnet, dass das Lederstück in der Prägepresse mit Hilfe einer in der Press- form. eingebauten Heizung auf 60 bis 80 C gehalten wird.
CH317432D 1955-11-11 1955-11-11 Lederstück für Schuhsohlen und Absatzflecke und Verfahren zu dessen Herstellung CH317432A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102012018248A1 (de) * 2012-09-17 2014-04-10 Joseph Zwaans Einlegesohle

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE102012018248A1 (de) * 2012-09-17 2014-04-10 Joseph Zwaans Einlegesohle

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