CH317454A - Verfahren zur Herstellung von Dithiocarbamaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Dithiocarbamaten

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CH317454A
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CH
Switzerland
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amine
salt
dithiocarbamates
production
dithiocarbamic acid
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English (en)
Inventor
Annette Broekema Rena
Leo Dr Melles Johan
Original Assignee
Aagrunol Chemische Fabriek Nv
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  Verfahren zur Herstellung von     Ditbiocarbamaten       Es ist     bekannt,    dass     Dithiocarbamate    durch       Umsetzung    eines     Amins    mit     Schwefelkohlen-          stoff    in Anwesenheit einer starken Base her  gestellt werden können (siehe z. B. USA-Pa  tent     Nr.2317765).     



  Gemäss dem erwähnten Patent wird zu  einer     Mischung    von     Alkylendiamin        mit    einer  starken Base und Wasser     Schwefelkohlenstoff     hinzugefügt. Laut Beispiel 1     imd    2 erhält man  dabei eine orangefarbige     Lösung,    welche neben  dem farblosen     Alkylen-bis-dithiocarbamat    eine  beträchtliche Menge     Trithiocarbonat    enthält.  Dieses Nebenprodukt kann als unlösliches, rot  gefärbtes     Bleitrithiocarbonat,    durch Zusatz  einer     Bleiacetatlösung    nachgewiesen werden.

    Beim Ansäuern der erwähnten Lösung ent  weicht eine grosse Menge Schwefelwasserstoff,  der aus der nichtbeständigen     Trithiokohlen-          säure    entsteht. Wie im genannten Patent an  gegeben ist, soll das     Alkylen-bis-dithiocarba-          mat    durch Kristallisation aus absolutem Al  kohol gereinigt werden.  



  Nach dem erfindungsgemässen Verfahren  kann nun aus denselben Mengen Amin, Schwe  felkohlenstoff und einer starken anorgani  schen Base, wie Alkali- oder     Erdalkalimetall-          hydroxyd,    wie sie bei den bisherigen Herstel  lungsweisen verwendet wurden, stets eine fast  theoretische Ausbeute an nicht mit Nebenpro  dukten wie     Trithiocarbonaten        verunreinigten          Dithiocarbamaten    erhalten werden.

      Das     erfindungsgemässe    Verfahren ist da  durch     gekennzeiclinet,    dass man ein     Amin        mit          Schwefelkohlenstoff        umsetzt    und dann, sobald  die Flüssigkeit neutral reagiert, gerade so viel  einer starken, anorganischen, mit der     Dithio-          carbaminsäiue    ein wasserlösliches     Salz    bilden  den Base     hinzufügt,

      dass das     gebildete        dithio-          carbaminsaiue        Aminsalz    vollständig in das       Salz    der     Dithiocarbaminsäure        mit    dieser Base  und in das freie     Amin.    zerlegt wird, so dass  letzteres wiederum mit dem noch nicht um  gesetzten Schwefelkohlenstoff reagieren kann,  worauf man wieder so viel Base zusetzt, dass  das     Aminsalz    zerlegt wird, welche Massnahme  so     länge    wiederholt wird, bis alles Amin um  gesetzt ist.  



  Die erhaltene Lösung gibt mit Bleiacetat  lösung keinen roten Niederschlag von     Blei-          trithiocarbonat,    und beim Ansäuern entweicht  bloss eine Spur Schwefelwasserstoff.  



  Die Ausbeute, z. B. an reinem     Natrium-          äthylen-bis-dithiocarbamat,        beträgt        97%        der     Theorie. Ohne weitere     Reinigung,        wie        .z.    B.  durch Kristallisation aus Alkohol, können aus  den so erhaltenen Salzlösungen     schwerlösliche     oder unlösliche     Dithiocarbamate    grosser Rein  heit, z.

   B. durch Umsatz mit der Lösung eines       Salzes,    dessen Kation mit dem     Dithioca.rba-          mat-anion        einen        schwerlöslichen    Niederschlag  ergibt, ausgefällt werden.  



  Die nach dem erfindungsgemässen Verfah  ren hergestellten     Dithiocarbamate    können zur      Schädlingsbekämpfung oder zur Herstellung  von Präparaten zur Schädlingsbekämpfung,  z. B. zur Bekämpfung -von Pilzen, Verwen  dung finden.  



  So eignet sieh zum Beispiel     Zink-äthylen-          bis-dithiocarbamat,    hergestellt nach Beispiel 2,  gut zur Bekämpfung. von     Phytophthora    in  festans in Kartoffeln. Den     Dithiocarbamaten     können Füllstoffe, Haftmittel,     Benetzungsmit-          tel,        Dispergiermittel    und eventuell noch an  dere übliche Mittel zur Bekämpfung von  Schädlingen, wie z.     B..    von Pilzen und Insek  ten, zugefügt werden.  



  <I>Beispiel 1</I>  In einen Reaktionskessel werden unter  ständigem Rühren 280 kg Wasser, 40 kg     Äthy-          lendiamin(75%ig)        und        80        kg        Schwefelkoh-          lenstoff    eingetragen. Die Temperatur wird  zwischen     30-40     C gehalten.

   Sobald die Flüs  sigkeit neutral reagiert, werden 60 kg     Natron-          lauge        (33,3%ig)        hinzugefügt,        wodurch        das     gebildete     dithiocarbaminsaure        Aminsalz    voll  ständig zerlegt wird.

   Dann wird weiterge  rührt, bis die Flüssigkeit wieder neutral     rea-          giert.        Diese        Zugabe        von        33,3%iger        NaOH        wird     nacheinander wiederholt mit Mengen von 30,  15, 7,5 3,75, 1,875 und 1,875 kg.  



  Die erhaltene Lösung     enthält-124    kg     Na-          trium-äthylen-bis-dithiocarbamat,        was        97%     der Theorie entspricht. Mit Bleiacetat kann  kein     Trithiocarbonat    nachgewiesen werden.

      <I>Beispiel 2</I>  Man lässt die Lösung des     Natrium-äthylen-          bis-dithiocarbamats,    hergestellt nach Beispiel  1, ohne weitere Reinigung mit     einer        wäs-          serigen        Lösung        von        75        kg        100%igem        Zink-          chlorid    reagieren. Der entstandene Nieder-    schlag wird abgetrennt, mit Wasser gewaschen  und     getrocknet.     



  Die Ausbeute an reinem     Zink-äthylen-bis-          dithiocarbamat    beträgt 95,80/0, bezogen auf  das in Beispiel 1 verwendete     Äthylendiamin.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Herstellung von Dithio- carbamaten, dadurch gekennzeichnet, _dass man ein Amin mit Schwefelkohlenstoff um setzt und dann, sobald die Flüssigkeit neutral reagiert, gerade so viel einer starken, anorga nischen, mit der Dithiocarbaminsäure ein was serlösliches Salz bildenden Base hinzufügt, dass hierdurch das gebildete dithiocarbamin- saure Aminsalz vollständig in das Salz der Dithiocarbaminsäure mit dieser Base und in das freie Amin zerlegt wird,
    so dass letzteres wiederum mit dem noch nicht umgesetzten Schwefelkohlenstoff reagieren kann, worauf man wieder so viel Base zusetzt, dass das Aminsalz zerlegt wird, welche Massnahme so lange wiederholt wird, bis alles Amin umge setzt ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Dithiocarba- mate aus der erhaltenen Lösung durch Zusatz einer wässerigen Lösung eines Salzes, dessen Kation mit dem Dithiocarbamat-anion einen schwerlöslichere Niederschlag ergibt, ausgefällt werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Amin ein Alkylendiamin verwendet wird.
    -PATENTANSPRUCH II Verwendung der nach Patentanspruch I hergestellten Dithiocarbamate zur Herstellung von Präparaten zur Schädlingsbekämpfung.
CH317454D 1952-06-18 1953-06-09 Verfahren zur Herstellung von Dithiocarbamaten CH317454A (de)

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