CH474949A - Verfahren zur Herstellung eines Fungizids und dessen Verwendung in einem Pflanzenschutzmittel - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Fungizids und dessen Verwendung in einem Pflanzenschutzmittel

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CH474949A
CH474949A CH1161565A CH1161565A CH474949A CH 474949 A CH474949 A CH 474949A CH 1161565 A CH1161565 A CH 1161565A CH 1161565 A CH1161565 A CH 1161565A CH 474949 A CH474949 A CH 474949A
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sep
zinc
fungicide
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CH1161565A
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Richard Dr Sehring
Karl Dr Zeile
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Boehringer Sohn Ingelheim
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  Verfahren zur Herstellung eines Fungizids und dessen Verwendung in einem Pflanzenschutzmittel
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Fungizids und dessen Verwendung in einem Pflanzenschutzmittel.



   Die Metallsalze der N-Dialkylhydrazin-N'-dithiocar  bonsäuren    sind aus der   doutschen    Auslegeschrift 1 135 702 als fungizide Mittel bekannt. Ebenso ist die fungizide Wirksamkeit der Metallsalze des   Athylenbisdi-      thiocarbsamates fbekannt.   



   Diese Verbindungen sind jedoch nicht ausreichend haftfest. Das Zinksalz der N, N-Dimethylhydrazin-N'  dithiocarbonsäure ebenso    wie das   Zinkäthylen-bis-di-    thiocarbamat zeigen im Regentest eine stark verminderte   Aktivität, gegenüber    ihrer Wirksamkeit an der nicht beregneten Versuchspflanze.



   Im Tomatentest   (Nachrichtenblatt    des Deutschen   Pflanzenschutzdirenstes    7, (1955), Seiten 120-122) wurde der Befall der mit Phytophthora infestans infizierten Tomatenpflanzen bei unbehandelten Versuchspflanzen (Kontrolle) und bei Anwendung der bieden oben genannten Verbindungen untersucht. Die Tabellen zeigen den   Fhytophthora-Befall    in    /o,    bezogen auf die unbehandelte Kontrolle = 100.
EMI1.1     





   <SEP>    Ànwendungs-unbehandelte <SEP> Zink-dimethyl-Zinkäthylen-    <SEP> 
<tb>  <SEP> konzentrat <SEP>    Kontrolle <SEP> hydrazindithio-bisdithio-    <SEP> 
<tb>  <SEP>     /o    <SEP> Befall <SEP>    catbonat <SEP> carbamat    <SEP> 
<tb>  <SEP>     /o    <SEP> Befall <SEP>     /o <SEP> Befall    <SEP> 
<tb> 0,1 <SEP> 100 <SEP> 0 <SEP> 0,2
<tb>  <SEP> 0,05 <SEP> 100 <SEP> 0,5 <SEP> 0,9
<tb>  <SEP> 0, <SEP> 25 <SEP> 100 <SEP> 1, <SEP> 5 <SEP> 1, <SEP> 9
<tb>  Nach einer Regenmenge von 20 mm :

  
EMI1.2     


<tb>  <SEP> Anwendungs- <SEP> unbehandelte <SEP> Zink-dimethyl- <SEP> Zinkäthylen  <SEP> konzentrat <SEP> Kontrolle <SEP> hydrazindithio- <SEP> bisdithio
<tb>  <SEP>     /o    <SEP> Befall <SEP> carbonat <SEP> carbamat
<tb>  <SEP>     /o <SEP> Befall <SEP>  /o    <SEP> Befall
<tb> i <SEP> 
<tb>  <SEP> 0, <SEP> 2 <SEP> 100 <SEP> 22 <SEP> 15
<tb>  <SEP> 0, <SEP> 05 <SEP> 100 <SEP> 40 <SEP> 24
<tb>  <SEP> 0, <SEP> 0125 <SEP> 100 <SEP> 70 <SEP> 40
<tb>  
Es wurde nun gefunden, dass man ein wirksames, zur Verwendung in   Pflanzenschutzmitteln    geeignetes Fungizid erhält, wenn man Athylendiamin und N, N Dimethylhydrazin mit Schwefelkohlenstoff und einer Base umsetzt und aus einer Lösung des Reaktionsproduktes ein schwer wasserlösliches 2-wertiges Metallsalz ausfällt.

   Als zweiwertige Metalle kommen hierfür beispielsweise Zink, Mangan, Kupfer, Quecksilber oder Eisen in Frage.



   Pflanzenschutzmittel, welche die erfindungsgemäss erhätlichen Salze enthalten, sind denjenigen, welche Äthylen-bis-dithiocarbamate oder Hydrazindithiocarbonate als Wirkstoff enthalten in jeder   Hinsicht,    besonders in bezug auf die   Haftfestigkeit, iiberlegen.   



     Wahrend    die wasserlöslichen Äthylenbisdithiocarbamate mit den Kationen 2-wertiger Metalle stets   monome-    re oder oligomere Ringe bilden, versiegeln im vorliegenden Falle die anwesenden Dimethylhydrazindithiocar  bonsäure-Moleküle, die Äthylonbisdithiocarbamat-Ket-    ten und   verhindern so einen Ringsohluss.    Es wird angenommen, dass dieser Unterschied in der Struktur der Wirkstoffe sowohl eine Steierung der fungiziden Aktivität als auch der Haftfestigkeit der erfindungsgemässen Fungizide gegeniiber den bekannten Athylenbisdithiocarbamaten bedingt.



     Die HersteXung    der als Wirkstoffkomponente in Pflanzenschutzmitteln verwendbaren Fungizide kann in der nachfolgend beschriebenen Weise erfolgen.



   Wirkstoff A
75 g Äthylendiamin (1,25 Mol) und 37,5 g N,N Dimethylhydrazin (0,625 Mol) werden in 300 ccm Wasser gelöst und mit 125 g Ätznatron (3,125 Mol) und 225 g Schwefelkohlenstoff (3,125 Mol) versetzt.



   Dans Reaktionsgemisch wird bei Raumtemperatur gerührt, bis eine klare   Losun. g entsteht. Gegen    Ende der Reaktion wird auf 40    C erwärmt.   



     220    g Zinkchlorid (1, 62 Mol) werden in 2 Liter Wasser gelöst. Die   Lösung lässt    man in das Dithiocarbamatgemisch bei Zimmertemperatur einlaufen. Das Zinksalz   fallut    aus. Es wird abgesaugt und bei 70    C    getrocknet.



   Die   Augbeute betrdgt 440 g, entsprechend 100 O/o    der Theorie.



   Der so erhaltene Wirkstoff weist folgende Analysenwerte auf : (Molverhältnis Athylendiamin zu   Dimethylhy-    drazin = 4 : 1).



   Schwefel ber. 44, 6    /o    gef. 44, 4%    Stickstoff Iber.    11, 7    /o    gef. 11, 6 %    Zink ber. 22, 8 O/o    gef. 22,   0  /o   
Wirkstoff B
150 g Äthylendiamin (2,5 Mol) und 37,5 g N,N Dimethylhydrazin (0,625 Mol) werden in 500 ccm Wasser gelöst und mit 225 g Ätznatron (5,625 Mol) und 420 g Schwefelkohlenstoff (5,625 Mol) versetzt. Das Reaktionsgemisch wird bei Zimmertemperatur gerührt, bis eine klare Lösung entsteht. Gegen Ende der Reaktion wird auf   40  C erwärmt.   



     390    g Zinkchlorid (2, 86 Mol) werden in 3 Liter Wasser gelost. Die   Lösung lässt    man in das Dithiocarbamatgemisch bei Zimmertemperatur einlaufen. Das Zink  salz fallt aus.    Es wird abgesaugt und bei 70  C getrocknet.



   Die Ausbeute beträgt 780 g, entsprechend 100 % der Theorie.



   Der so erhaltene Wirkstoff weist folgende Analysenwerte auf : (MolverhaltnisAthylendiamin zu Dimethylhydrain = 4 : 1)
Schwefel ber. 45, 4    /o    gef. 45, 27    /o   
Stickstoff ber. 11.05 % gef. 11,0 %
Zink ber. 23,2 % gef. 22,4 %
Durch Verwendung, z. B. von Mangansulfat, dem Chloird des 2-wertigen Eisens, Kupfersulfat usw. können entsprechende Schwermetallsalze hergestellt werden.



     Sithylendiamin    und Dimethylhydrazin können im   Molverhältnis    1 : 2 bis 10 : 1 umgesetzt werden.



   Die Substanzen A und B zeigen im Tomatentest die überlegene Wirkung gegenüber Zinkäthylenbisdithiocarbamat. Die   Tabellen geben den    Phytophthora-Befall in    /o    an, bezogen auf die unbehandelte Kontrolle = 100.
EMI2.1     


<tb>



     I <SEP> Andwencungs-unbehandelte <SEP> Su'bst. <SEP> A <SEP> Subst.    <SEP> B <SEP>    Zinkdthylen-    <SEP> 
<tb>   kenzentrat <SEP> Kontrolle    <SEP> bisdithio
<tb> carbamat
<tb>  <SEP> 0,2 <SEP> 100 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0,6
<tb>  <SEP> 0,05 <SEP> 100 <SEP> 0 <SEP> 1,9 <SEP> 1,9
<tb> 0,0125 <SEP> 100 <SEP> 0 <SEP> 2,6 <SEP> 31,6
<tb>  nach einer Regenmenge von 20 mm :

  
EMI2.2     


<tb> Anwendungs- <SEP> unbehandelte <SEP> Subs. <SEP> A <SEP> Subst. <SEP> B <SEP> Zinkäthylenkonzentrat <SEP> Kontrolle <SEP> bisdithio  <SEP> carbamat
<tb> 0, <SEP> 2 <SEP> 100 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 15
<tb> 0,05 <SEP> 100 <SEP> 2,2 <SEP> 0,9 <SEP> 24
<tb> 0,0125 <SEP> 100 <SEP> 18,9 <SEP> 22,1 <SEP> 40
<tb>  
Die   Vergleichisversuche weisen    aus, dass die Substanzen A und B dem   Zinäthylenbisdithiocarbamat    sowohl in der normalen Versuchsanordnung als auch nach Beregnung der Versuchspflane eindeutig überlegen sind.



   Die Anwendung der neuen Fungizide erfolgt bevorzugt in   wässriger Suspension    oder als Streupulver. Die bevorzugte Wirkstoffkonzentration beträgt 0, 01-5 %.



   Die   erfindungsgemäss erhältlichen    Fungizide können beispielsweise wie folgt   fur    die Verwendung als   Plan-    zenschutzmittel konfektioniert werden.



   Beispiel 1
Suspension
50 Teile Wirkstoff A, 24 Teile Kieselkreise, 15 Teile Kaolin, 5 Teile Natriumsulfat und 6 Teile   Naphthalin-    sulfonat werden zusammen vermahlen und mit Wasser auf   die gewünschte Konzentration verdünnt.   



   Beispiel 2
Streupuder
5 Teile Wirkstoff B werden mit 95 Teilen Kaolin vermahlen.



      PATENTANSPRtJCHE   
I. Verfahren zur Herstellung eines Fungizids, dadurch gekennzeichnet, dass man   Athylendiamin    und N,   N-Dimethylhydrazin    mit   Schwefelkahlenstoff    und einer Base umsetzt und aus einer Lösung des Reaktionsproduktes ein schwer   wasserlösliches 2-wertiges    Metallsalz ausfällt.

Claims (1)

  1. II. Verwendung des nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I erhaltenen Salzes als Komponente in einem Pflanzenschutzmittel.
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