CH319927A - Einrichtung zur elektrischen Aufladung von in einem Luftstrom suspendierter Materie mittels radioaktiver Präparate - Google Patents

Einrichtung zur elektrischen Aufladung von in einem Luftstrom suspendierter Materie mittels radioaktiver Präparate

Info

Publication number
CH319927A
CH319927A CH319927DA CH319927A CH 319927 A CH319927 A CH 319927A CH 319927D A CH319927D A CH 319927DA CH 319927 A CH319927 A CH 319927A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
air flow
electrode
radiation
air
flow
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Messen Jaschin G A
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Messen Jaschin G A filed Critical Messen Jaschin G A
Publication of CH319927A publication Critical patent/CH319927A/de

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B03SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03CMAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03C3/00Separating dispersed particles from gases or vapour, e.g. air, by electrostatic effect
    • B03C3/34Constructional details or accessories or operation thereof
    • B03C3/38Particle charging or ionising stations, e.g. using electric discharge, radioactive radiation or flames
    • B03C3/383Particle charging or ionising stations, e.g. using electric discharge, radioactive radiation or flames using radiation

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Toxicology (AREA)
  • Electrostatic Separation (AREA)

Description


  <B>Einrichtung zur elektrischen</B> Auf     ladung   <B>von in einem Luftstrom suspendierter Materie</B>  mittels radioaktiver Präparate    Die Erfindung bezieht sieh auf die Auf  ladung von in Luft suspendierter Materie, wie  Rauch, Staub, Nebel, Bakterien usw., mit  Ionen unter Verwendung eines oder mehre  rer radioaktiver Präparate zur Ionenerzeu  gung und eines elektrischen Feldes zur Her  stellung einer elektrischen Raumladung.    Einrichtungen, die dieses Ziel mit den Be  nannten Mitteln anstreben, sind bereits be  kannt.

   Sie arbeiten aber alle unvollkommen,  weil sie keine Rücksicht auf die Reichweite  der ionisierenden Strahlen nehmen und ins  besondere auch nicht darauf, dass die vom  Strahler emittierten Teilchen     längs    ihrer  Bahn pro Wegstreckeneinheit unm so mehr  Luftmoleküle ionisieren, je mehr Energie sie  durch diesen Ionisierungsprozess bereits ver  loren haben.

   Bekanntlich durchläuft die     spe-          zifiselhe    Ionisierung der Alpha-Strahlen kurz  vor der völligen Abbremsundeg Alpha-Teil  chen ein sehr ausgepägtes Maximum     (Bragg-          sche    Kurve) und demzufolge ist ein     Alpha-          Strahler    mit Abmessungen, die klein     greuen-          über    der Reichweite seiner Alpha-Strahlen  sind, im Bereich seines Strahlungskegels von  einer kugelkalottenförmigen Zone maximnaler  Ionisierung, der Braggschen Zone, konzen  trisch umgeben.

      Die Anwendung eines elektrischen Feldes  ist     ebenfalls    bereits     für    die Zwecke einer     elek-          trischen    Beladung von in Luft suspendierter    Materie bzw. zur Verhütung ihrer Entladung  durch     Beseitigung    der leichtbeweglichen Ionen  unter Vermeidung eines hohen Energiever  lustes im nachfolgenden Abscheider vorge  schlagen worden. Durch dlas elektrische Feld  sollten die in der einzelnen Alpha-Strahlbahn  nahe beieinanderliegenden positiven und nega  tiven Ionen voneinander geschieden und an  ihrer Rekombination gehindert werden, damit  sie für die elektrische Anlagerung an die  Schwebeteilchen zur Verfügung stehen.  



  Bei strömender Luft sind auch schon Me  tallsiebe zur Errichtung eines elektrischen  Längsfeldes in demn von     Alpha-Strahlendurch-          setzten    Raum angewandt worden mit dem  Ziel, im     Beladzuigsraum    einen     Lberschuss    von  Ionen einer Polarität     hervorzurufen        und    die  schädlichen, weil eine     Entladung    herbeifüh  render, schnell beweglichen Ionen der andern       Polarität.    beschleunigt aus dem     Bela.druigs-          raum    herauszuführen. Dieses Mittel kann je-.

    doch nicht voll zur     Wirklmg    kommen, wenn  in dem Feld durch     Alpha-Strahlen    immer wie  der neue leicht, bewegliche Ionen     beider    Pola  rität     gebildet.    werden.

   Es werden dann zwar  die schädlichen     Ionen    schneller abgeführt. als  die Ionen     der        andern    Polarität, die in dein  Luftstrom durch das elektrische Feld gestaut  werden, doch ist ersteren hierbei immer noch  die     Möglichkeit    gegeben, durch Anlagerung  an die     suspendierte    Materie deren Ladung zu       schmälern.         Wenn man hingegen, wie das bei der     Ein-          richtumg    nach der Erfindung der Fall ist, die  Elektroden, mit denen das Feld im Beladungs  raum über dem stromabwärts strahlenden Prä  parat errichtet wird, ausserhalb des Strah  lungsbereiches bzw.

   beim Alpha-Strahler au  sserhalb des durch Strahlungskegel     und     Braggsche Zone begrenzten eigentlichen Ioni  sierungsraumes anbringt, ist das Feld wenig  stens zum Teil in solchen Räumen errichtet,  in denen     wenigstens    keine neuen Ionen gebil  det werden. Der Erfindung liegt nun die Er  kenntnis     zugrunde,    dass in diesen Räumen  Raumladungen entstehen, die entweder nur  eine Ionenart enthalten oder doch aber durch  einen überwältigenden Überschoss von Ionen  einer Polarität gegeben sind.

   Es sind liier prin  zipiell zwei Fälle zu unterscheiden  Wenn die in die Richtung des Luftstromes  fallende Komponente E der Feldstärke ausser  halb des Ionisierungsbereiches erheblich grö  sser isst als die durch die Ionenbeweglichkeit b  dividierte Geschwindigkeit v des Luftstromes,  heischt im Bereich des Feldes eine Raum  ladung fliessender Ionen, welche die Polarität  der Präparatelektrode hat - wir sprechen in  diesem Falle von einer durch Ionenfluss be  dingten Raumladung. Ihre Dichte ergibt sich  aus dem Gleichgewicht von abfliessender und  zufliessender Ladung, ist also in erster     Nähe-          ruing    der Strahlungsintensität des radioakti  ven Präparates proportional. Die im Ionisie  rungsraum gebildeten Ionen entgegengesetzter  Polarität fliessen dann sämtlich zur Präparat  elektrode ab.  



  Ist jedoch die in die Richtung des Luft  stromes fallende Komponente E der Feld  stärke kleiner oder     annähernd    gleich der  durch die Ionenbeweglichkeit b dividierten  Luftgeschwindigkeit v, so baut sich eine Raum  ladung von Ionen entgegengesetzter Polarität  auf.

   Dies ist mit dem Unterschied der Ge  schwindigkeiten     n    i erklären, welche die bei  den Ionenarten im elektrischen Feld durch  die überlagerte Luftgeschwindigkeit erhalten;  während die Ionen von der Polarität der Prä  paratelektrode mit durch die Luftbewegung  vermehrter Geschwindigkeit zur Gegenelek-         trode        abwandern,    werden die Ionen entgegen  gesetzter Polarität in ihrer Bewegung zum  Präparat durch die Luftströmung aufgehal  ten und damit im Raunm angestaut - wir  sprechen in diesem Falle von einer durch  Ionenstau bedingten Raumladung.

   Hierzu  trägt auch noch bei, dass das Feld im Ioni  sierungsraum durch die Ionisierung ge  schwächt ist, und es den Ionen, deren Polarität  derjenigen der Präparatelektrode entgegenge  setzt ist, daher nicht möglich ist, die Präparat  elektrode zu erreichen. Der Ionenstau wird  sich natürlich um so stärker bemerkbar ma  chen, je mehr Ionen in ihrer     Bewegung        zur     Präparatelektrode durch den Luftstrom abge  bremst werden, d. h. je mehr man sieh dem  Gleichgewicht von     Ionenrelativgescliwiiidig-          k    eit bE und Luftgesehwindigkeit Lv nähert.

    Aus diesem Grunde wird man von vorn  herein erwarten dürfen, dass     unter        sonst    glei  chen Verhältnissen die Raumladung im Ionen  stau erheblich konzentrierter ist als die Raum  ladung im Ionenfluss.  



  In der beiliegenden Zeichnung sind einige  Ausführungsbeispiele der     erfindungsgemässen     Einrichtung schematisch dargestellt; es zeigt:  Fig.l ein erstes Beispiel,  Fig. 2 ein zweites Beispiel,  Fig. 3 ein drittes Beispiel,  Fig. 4 eine Variante zu Fig. 3,  Fig. 5 eine weitere Variante zu Fig. 3,  Fig.5a im Querschnitt eine Variante zu  Fig. 5,  Fig. 6 ein viertes Beisspiel,       Fig.    7 eine Variante zu     Fig.    6 und       Fig.8    ein fünftes Beispiel.  



  Gleiche Elemente sind in allen Figuren  mit den gleichen Bezugszahlen versehen.  Die in     Fig.l    gezeigte Einrichtung zum  elektrischen Beladen von in einem     Lufstrom          suspendierter    Materie mittels     Alpha.-Strahlern     besitzt ein     rohrförmiges        Gehäuse    1, aus     Iso-          lierinat.erial,

      das im Betrieb in     Richtung    des  Pfeils     zv    vom     Luftstrom        durchströmt        wird.    Im  Gehäuse 1 ist eine     z@-lindrische        3letallelektrode     2 angeordnet, in deren Ale ein     Alpha-Strah-          ler    3 auf einer     eleltri#,-eli    leitenden     Unterlage     4     vorgesehen    ist.

   Der     innere        Halbiiiesser    der      Metallelektrode 2 ist etwa gleich gross wie der  Halbmesser des senkrecht zur Zeichnungs  ebene liegenden Schnittkreises des Strahlungs  kegels 5 des Strahlens 3 mit der Braggsehen  Zone 6.  



  Der Alpha-Strahler 3 strahlt hierbei in der  Richtung w der Luftströmung und wird ge  genüber der Zylinderelektrode 2 durch eine  Batterie 7 auf Spannung gebracht. Bei hoher       Spannung    werden sämtliche Ionen von der  Polarität des Zylinders an der Unterlage 4  abgeschieden, während die Ionen entgegenge  setzter Polarität teilweise in radialer und teil  weise in axialer Richtung aus dem Ionisie  rungsraum herausgezogen werden und     min-          clestens    ausserhalb des Ionisierungsraumes eine  durch Ionenfluss bedingte Raumladung bilden.

    Wird jedoch die Spannung so gering, dass ein  grosser Teil der Ionen oder gar sämtliche  Ionen durch den Luftstrom am Abfliessen zur  Präparateleltrode J gehindert werden, so wer  den     vom    elektrischen Feld mehr Ionen von  Vorzeichen der Präparatelektrode ausgeschie  den als solche umgekehrten Vorzeichens. Letz  tere bilden demgemäss im Rohr eine Raum  ladung, die zur Beladung der im Luftstrom  suspendierten Teilchen dienen kann.  



  Beim Beispiel gemäss Fig. 2, das im übrigen  gleich ausgebildet ist wie die     Einrichtung     nach Fig. 1, ist am stromabwärtsliegenden  Ende der Elektrode 2 ausserhalb der     Bragg-          schen    Zone 4 ein mit der Elektrode 2 ver  bundenes Metallsieb 8 angeordnet, das als zu  sätzliche Gegenelektrode dient. Mittels dieser  Siebelektrode 8 erreicht man in der Braggschen  Zone 6 eine Homogenisierung des zwischen  den Elektroden 2, 8 und der Strahlerunterlage  4 geschaffenen Feldes.  



  Die durch Ionenfluss bedingte Raumladung  ist hierbei nicht auf dem stromaufwärts ge  legenen Raum vor der Siebelektrode begrenzt,  weil ein Teil, der Ionen, die sich in Richtung  des     Luftstromes    bewegen, mit dem Luftstrom  in den stromabwärts gelegenen Raum hinein  getragen werden. Die Wirlkung eines Ionen  staus ist in dieser Anordnung nicht beobachtet  worden, weil vielleicht die Konzentration des  Feldes am radioaktiven Präparat der Ausbil-    dung einer Raumladung abträglich ist. Jedoch  entsteht eine Raumladung ohne den Zylinder  2 in demn Raum, der zwischen Braggscher  Zone 6 und der Siebelektrode 8 gelegen ist.  



  An Stelle des Alpha-Strahlers kann in den  Einrichtungen gemäss Fig.1 und 2 und den  weiter hinten zu beschreibenden Einrichtun  gen gemäss der Fig. 3-8 auch ein Beta-Strah  ler Verwendung finden, dessen Ionisierungs  bereich anstatt durch eine Braggsche Zone  durch eine Zone maximaler Reichweite der  Beta-Strahlen abgegrenzt ist. Es eignen sich  besonders Isotope, die verhältnismässig sehr  weiche, stark ionisierende Beta-Strahlen aus  senden. In diesem Zusammenhang ist beson  ders auf das Tritium hinzuweisen, das in     Cir-          conium-Schichten    absorbiert ist.

   Letztere wer  den durch Aufdampfen im Vakuum auf Mo  lybdän-Unterlagen erhalten, und zwar in der  art dünnen Schichten, dass die Beta-Strahlen,  die von dem im Innern der Circonium-Sehicht  absorbierten Tritium abgehen, noch nicht  wesentlich geschwächt werden.  



  Um die im Luftstrom suspendierten Teil  ehen noch stärker elektrisch zu     beladen,    wird  das Feld zwischen der Siebelektrode 8 und der  leitfähigen     Unterlage    J     des    Strahlers 3 so  schwach gehalten, dass die Ionen, die auf  Grund der angreifenden Feldkraft gegen den       Luftstrom    wandern, von dem     Luftstrom    durch  die Siebelektrode 8 hindurch transportiert  werden. Da alle Ionen     umgekehrter    Polarität       wie    die Elektrode 8 von dieser     abgesaugt    wer  den, enthält dann der Luftstrom hinter der  Siebelektrode 8 nur Ionen einer Polarität.

   Die  Beladung der im Luftstrom     suspendierten     Materie geht- dann um so     sicherer        vonstatten,     je länger     diese    der mit. der Luftströmung wan  dernden Raumladung ausgesetzt. ist     (Langevin-          sches    Phänomen).  



  Wenn aber .die     Raumladung    auf irgend  eine     Weise,    z. B. durch ein nachfolgendes     el,ek-          trisehes        Ahscheidefilter        beseitig    .     wird,    kann  man, wie .dies beim     Beispiel    gemäss     Fig.    3 ge  zeigt ist., in dem im Sinn des     Luftstromes    hin  ter der ersten     Siebelektrode    8     gelegenen.    Raum  mit.

       Hilfe    einer weiteren, auf höherer Span  nung liegenden     Siebelektrodie    9     (Fig.    3) einen.      Ionenstau vornehmen, d.h. man bringt die  Ionen durch ein weiteres mit der Spannungs  quelle Us9 errichtetes Feld vor der zweiten  Siebelektrode 9 zum Stehen. Es bildet sich so  eine verhältnismässig dichte Raumladung 10  aus, die nur Ionen eines Vorzeichens enthält,  sofern ausser den oben betrachteten ionisieren  den     Strahlen    nicht noch andere ionisierende  Strahlen mit grösserer Reichweite von dem  radioaktiven Präparat ausgehen. In dieser  Raumladung 10 findet dann eine intensive  Beladung der in der Luft suspendierten Ma  terie statt.  



  Auch wenn die Spannung Us9 zwischen  den beiden Siebelektroden, die für die weitere  Betrachtung als eben und im gegenseitigen  Abstand d senkrecht zur Luftströmung     ge-          stellt    angenommen sind, auf die Luftströmung  genau abgeglichen wird, derart, dass die aus  der Spannung Us9, dem Siebabstand d und  der Ionenbewegung b berechnete     Ionenge-          sehwindigkeit    pro Einheit der Feldstärke:  b ³ Us9/d genau gleich der     Strömtungsgeschwvin-          digkeit    w der Luft wird, kann die Dichte der  Raumladung zwischen den beiden Siebelek  troden nicht unbegmenzt wachsen.

   Denn das  Feld zwischen den beiden Siebelektroden wird  durch die Anwesenheit der Raumladung ver  zerrt, und zwar in der Weise, dass es unmit  telbar hinter der ersten Siebelektrode 8 ver  stärkt und ummittelbar vor der zweiten Sieb  elektrode 9 geschwächt wird. Demzufolge baut  sich die Raumladung 10 nicht nur auf, son  dern durch den Ionenabfluss zur ersten Sieb  elektrode 8 und dem Ionenabfluss durch die  zweite Siebelektrode 9 auch ständig wieder  ab, so     dass    sich im     stationären    Gleichgewicht  eine Raumladungswolke ganz bestimmter, k     on-          starnter    Konzentration ausbildet,

   die bei kon  stanten Elektrodenspannungen U3s und Us9  allein von der Geschwindigkeit w der Luft  strömung abhängt und bei einem bestimmten  Verhältnis von Elektroden Spannung Us9 und  Luftgeschwindigkeit w ein Maximum hat.  Diese maximale Raumladungskonzentration ist  dann in ihrer Grösse nur noch von demn Ionen  zustrom, d. h von der Strahlungsintensität des  radioaktiven Präparates abhängig.    Die durch die zw eite Siebelektrode hin  durchtretenden Ionen können mit Hilfe einer  dritten auf noch     höherer        Spannung        liegenden     Siebelektrode 11 abernals zum Aufbau einer  Raumladung 12 hinter der zweiten Siebelek  trode 9 ausgenutzt werden, wie dies bei der  in Fig. 4 gezeigten Variante der Fall ist.

   Je  grösser die Konzentration und Ausdehnung  der Raumladung in Richtung der     Strömungs-          geschwirndigkeit    ist bzw. je länger und häu  figer sieh die in der Luft suspendierte Materie  in solchen Raturladungswolken aufhalten  kann, uni so grösser ist naturgemäss die- Wahr  scheinlichkeit ihrer Beladung mit Ionen eine  Vorzeichens. Bei veränderlicher Luftgeschwin  digkeit werden die Spannungen für die ein  zelnen Siebelektroden im     vorliegenden    Fall  von einem hochohnigen Widerstand 13 abge  griffen und der diesen Widerstand     clurchflie-          ssende    elektrische Gleichstrom mit Hilfe eine  regelbarenr Vorsehaltwiderstandes 14 der je  weils herrschenden Luftgeschwindigkeit. w an  gepasst.  



  In allen Fällen, in denen der Querschnitt  des die suspendierte Materie enthaltenden       Luftstromes    grösser ist als der Schnittkreis  von Strahlung skegel und Zone maximaler  Reichweite bzw. Braggscher Zone, sind zweck  mässig wie beim Beispiel gemäss Fig. 5     meh-          reve    radioaktive Präparate 15 in einer zur       Luftströmung    senkrechten Fläche geordnet.  Ihre Verteilung in dieser Fläche und die Aus  richtung ihrer     Strahhuigshegel    ist. dabei der  art vorgenommen, dass der ganze     Querschnitt     des Luftstromes mit den     Strahlungsbereichen     der einzelnen, radioaktiven Präparate bzw.

    von     Bra; gschen    Zonen 16 erfüllt wird und  die     Strahlungshege-    17 der einzelnen Präpa  rate 15 noch     möglichst    vollständig innerhalb  des     Luftstromes    liegen. Bei der in     Fig.        5ca    im  Querschnitt gezeigten Variante ist als radio  aktives Material     Tritium    vorgesehen. Die     ein-          zeinen    Präparate     15a    sind als Streifen aus=  gebildet, die in einer     Radialebene    des zylin  drischen Gehäuses 1     parallel    zueinander an  geordnet sind.  



  Wenn das     verwendete    radioaktive Prä  parat ausser     Alpha-Strahlen    auch noch Beta-      Strahlen emittiert und die Beta-Strahlen die  Alpha-Strahlen an Reiechweite wesentlich über  treffen, wie das z. B. bei Radium oder Ra  dium D mit seinen Folgeprodukten der Fall  ist, würde in dem Raum zwischen der ersten  und zweiten Siebelektrode immer noch eine  die Wirkung der Raumladung abschwächende  Neubildung von Ionen stattfinden.

   Um diese  auszuschalten bw. möglichst zu unterdrücken,  wird bei dem in Fig. 6 gezeigten Beispiel die  der Braggschen Zone 6 benachbarte Gegen  elektrode in der Form zweier     hintereinander-          gesehalteter,    durehroehener Bleche 8a ausge  bildet, deren Löcher derart     gegeneinander    ver  setzt .sind, dass den Beta-Strahlen überall der  Weg in den hinter dieser Elektrode gelegenem  Raum 10 verwehrt ist. Auch können hierbei  noch besondere Fänger oder Absorber zum     Ab-          fan,gen    der Streustrahlung angebracht sein.  



  In allen Fällen, in denen die elektrisclh zu  beladende Luft in einen Querschnitt     einströ-          mnen    soll, der kleiner ist als der Querschnitt  des Selcnittkreises von Strahllungskegel 5 und  Zone maximaler Reichweite bzw. Braggseher  Zone 6, wäre die ionisierende Wirkung des  Strahlers 3' nicht voll ausgenutzt, wenn man  die Luft bereits im Belaclun geraum auf die  sen Querschnitt einengen würde.     Zweekmässi-          gerweise    lässt man in diesen Fällen die Luft  zunächst zur elektrischen Beladung in der  oben beschriebenen Weise ein zv lindrisehes  Rohr 2 durchströmen, dessen Halbmesser etwa  gleich dem     Halbmesser    des erwähnten Schnitt  kreises ist.

   und erst hiernach durch ein sieh  verengendes Isolierrohr 20 in den verkleiner  ten Querschnitt einmünden. Eine derart aus  gebildete Variante isst in Fig.7 dargestellt.  Sofern die Luft in den verengerten Quer  schnitt angesaugt wird, kann auf ein beson  deres Luftführungsrohr verzichtet werden.  Urm eine Ablösung der Strömung am Einlass  das Saugstutzens 21 und eine entsprechend  starke Wirbelbildung im Saugstutzen zu ver  meiden, empfiehlt es sieh dann, den Saug  stutzen     allmählich    zu verengen, wie dies bei  dem in Fig. 8 gezeigten Beispiel der Fall ist.  



  Dieses Vorgehen bringt nicht nur den Vor  teil euner besseren Ausnutzung der ionisieren-    den Wirkung des Strahlers, sondern auch den  Vorteil, dass infolge der geringeren Luftströ  mung im Beladungsraum die Vexrveilzeit der  suspendierten Materie in den Raumladungen  vergrössert ist. Beim Beispiel gemäss Fig.8  sind die beiden Siebelektroden 8 und 9 im  Gegensatz zu den vorangehend beschriebenen  Beispielen als Kugelkalotten ausgebildet, da  mit das den Ionenstau erzeugende Feld über  all die Richtung der Luftströmung aufweist.  



  Bei den beschriebenen Einrichtungen sind  alle Mittel zur Erzeugung eines elektrischen  Feldes, wie durchbrochene oder     undurchbro-          ehene    Elektroden, und alle Mittel zur Füh  rung des elektrisch zu beladenen Luftstrome  ausserhalb des durch     Strahlungskegel    und  Braggsche Zone begrenzten Raumes.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRU CH Einrichtung zur elektrischen Aufladiung von in einem Luftstrom suspendierter Materie mittels mindestens eines auf elektrisch leit fähiger Unterlage angeordneten radioaktiven Präparates, dessen Strahlen emittierende Schicht dem Luftstrom abgewandt ist, gekenn zeichnet durch mindestens eine ausserhalb der Reichweite der ionisierenden Strahlen ange brachte Gegenelektrode, wobei zwischen der leitfähigen Unterlage des Präparates inld der Gegenelektrode mittels einer Gleichstromquelle eine Potentialdifferenz hergestellt- ist.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Einrichtiuvg nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das radioaktive Präparat in der Symmetrieachse eines zylin drischen, von dein Luftstrom durchflossenen und, als Gegenelektrode dienenden Rohres an geordnet ist, das mindestens auf seiner Innen wandurig leitfähig ist. 2.
    Einrichtung nach Pa,tentansprueh, ger kennzeichnet durch mehrere Strahlen emittie rende Präparate, die in einer zur Luftströ- inung normal liegenden Fläche derart ver teilt und gerichtet sind, da.ss die Strahlungs bereiehe der einzelnen radioaktiven Präparate zum gmösseren Teil in den Strömimgsqiier- schnitt fallen und den ganzen Querschnitt des Luftstromes erfüllen. 3.
    Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass im Sinne der Luft strömung hinter der Zone maximaler Strah lenreichweite mindestens eine den Strömungs querschnitt ganz erfüllende durchbrochene Gegenelektrode angeordnet ist. 4. Einrichtung nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass die der Zone maxi maler Strahlenreichweite benachbarte, dur h brochene Gegenelektrode aus zwei im Sinne der Luftströmung hintereinander angeorcdne- ten, mit Löchern versehenen Blechen besteht, deren Löcher derart gegeneinander versetzt sind, dass den Beta-Strahlen,
    die von vorwie- gend Alpha-Strahlen aussendenden radioakti ven Präparaten zusätzlicl ausgehen, der Weg in den hinter dieser Elelktrode gelegenen Raum verwehrt ist. 5. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Strömungs querschnitt hinter der Zone maximaler Strah- lenreichweite durch eine verengende Luftfüh rung aus Isolationsmaterial verkleinert ist. 6. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass hinter der Zone maximaler Strahlenreichweite ein Absaugrohr stutzen angeordnet ist, dessen Querschnitt höchstens gleich dem vom Strahlungsbereieh erfüllten Querschnitt ist. 7. Einrichtung nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass der Absaugrohr stutzen sieh allmählich verengt. S.
    Einrichtnng nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, mit deren Hilfe die elektrische Beladun g der im Luftstrom suspendierten Materie durch Variation des Luftstromes und durch Varia tion der Potentialdifferenz zwischen leitfähi ger Unterlage des radioaktiven Präparates und der Gegenelektrode erzielt wird. 9. Einrichtung nach U nteransprach 8, da durch gekennzeichnet, dass die Potentialdiffe renz von einem Spannungsteiler abgenommen ist, dessen Strom nach Massgabe der 1,uft",trö- mungsgeschwindngkeit einstellbar ist.
CH319927D 1953-10-12 1953-10-12 Einrichtung zur elektrischen Aufladung von in einem Luftstrom suspendierter Materie mittels radioaktiver Präparate CH319927A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH319927T 1953-10-12

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH319927A true CH319927A (de) 1957-03-15

Family

ID=4497802

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH319927D CH319927A (de) 1953-10-12 1953-10-12 Einrichtung zur elektrischen Aufladung von in einem Luftstrom suspendierter Materie mittels radioaktiver Präparate

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH319927A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE102005020521B4 (de) Verfahren und Anordnung zur Unterdrückung von Debris bei der Erzeugung kurzwelliger Strahlung auf Basis eines Plasmas
DD297868A5 (de) Koronaentladungsanordnung mit verbesserter beseitigung von durch die koronaentladung entstehendnen schaedlichen substanzen
DE19962160C2 (de) Vorrichtungen zur Erzeugung von Extrem-Ultraviolett- und weicher Röntgenstrahlung aus einer Gasentladung
CH649231A5 (de) Verfahren zum elektrischen aufladen von schwebeteilchen in gasen.
DE1278614B (de) Elektrodenanordnung zur Fuehrung freier Elektronen im Vakuum und Verwendung der Anordnung als Ionisationsmanometer, Verstaerkerroehre und Getter-Ionenpumpe
DE4441972A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Nachweis von Probenmolekülen in einem Trägergas
DE2602078C3 (de) Niederdruck-Gasentladungsröhre
DE764240C (de) Elektronenroehre mit zwei sekundaeremittierenden Kathoden
DE1810665C3 (de) Magnetisches Ablenksystem für einen Ladungsträgerstrahl und Anwendungen hiervon
CH319927A (de) Einrichtung zur elektrischen Aufladung von in einem Luftstrom suspendierter Materie mittels radioaktiver Präparate
DE1589416B2 (de) Spektrale strahlungsquelle
DE1298648B (de) Laufzeitroehre mit koaxial um den Elektronenstrahl angeordneten Ionenfaengern
DE1284947B (de) Elektrostatischer Abscheider
DE687265C (de) Sekundaerelektronen-Vervielfaeltiger
DE2436622C2 (de) Bildwandler- oder Bildverstärkerröhre
CH333902A (de) Einrichtung zur unipolaren Teilchenaufladung
DE1021963B (de) Einrichtung zur elektrischen Beladung von in einem Luftstrom suspendierter Materie mittels radioaktiver Praeparate
DE557184C (de) Einrichtung zur elektrischen Abscheidung von Schwebekoerpern aus Gasen
AT157215B (de) Dynamischer Vervielfacher.
DE1589416C (de) Spektrale Strahlungsquelle
DE1648902C3 (de) lonenkammerdetektor
DE1497093C (de) Röntgenelektrophotographisches Aufnahmeverfahren
DE907449C (de) Korpuskularstrahlapparat zur Untersuchung von Objekten, insbesondere Elektronenmikroskop
DE1497093B1 (de) Roentgenelektrophotographisches Aufnahmeverfahren
DE804943C (de) Einrichtung zur Erzeugung und insbesondere medizinischen Anwendung von Elementarteilcen (Elektronen, Ionen) hoher Energie