CH320104A - Anordnung an einem porportionalen Regler, durch welche der Ausgleichsvorgang mit steilerer Anfangsflanke als ohne sie beginnt - Google Patents
Anordnung an einem porportionalen Regler, durch welche der Ausgleichsvorgang mit steilerer Anfangsflanke als ohne sie beginntInfo
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Description
Anordnung an einem porportionalen Regler, durch welche der Ausgleichsvorgang mit steilerer Anfangsflanke als ohne sie beginnt Bekanntlich erfolgt. die Regelung mit Pro portionalreglern und damit stetigen Reglern (z. B. mit Elektronenröhren, gittergesteuer ten Dampf- oder Gasentladungsstrecken, magnetischen Verstärkern usw.) in der Weise, dass die Regelgrösse (Istwert) mit einem Soll wert verglichen wird und die Regelabwei chung, das ist die Differenz zwischen Soll- und Istwert,
über einen Verstärker und ein oder mehrere Verstellglieder die Regelstrecke in der Weise verstellt, dass eine eingetretene Regelabweichung je nach der Grösse der Ge samtverstärkung, vermindert wird. Die Zeit, in welcher eine eingetretene Störung (Regel abweichung) .aasgeregelt, das heisst beseitigt wird, hängt ab von den Eigenzeiten der im Regelkreis liegenden Glieder. So gibt es z. B. fast keine völlig trägheitslosen Regel verstärker oder Stellglieder.
Die Überwindung dieser Trägheiten ist grundsätzlich immer da durch möglich, dass bei einem Regelvorgang grössere lIomentanleistungen wirksam werden, also für den stationären Zustand erforderlich sind. Erwähnt werden kann in diesem Zusain- inenhang das Beispiel der bekannten Stoss- erreäning zwecks Überwindung einer magneti schen Trägheit.
Auf den Regelkreis über tragen bedeutet dies, dass möglichst schon bei einer kleinen Regelabweichung grosse Ver- stellkräfte bzw. -leistungen ausgelöst werden sollen, um die Regelabweichung in kurzer Zeit zu vermindern bzw. ganz zu beseitigen. Dem steht entgegen, dass mit Rücksicht auf die Stabilität des Regelkreises sogenannte Beruhigungseinrichtungen verwendet werden müssen, die eine volle Ausnutzung der Lei stung von Regelverstärkern und Stellgliedern begrenzen, um Pen.delungen zu vermeiden.
Die Forderungen, gleichzeitig genau und auch schnell zu regeln, stösst daher bei Pro:por- tiornalreglern auf Schwierigkeiten.
Es besteht nun die Aufgabe auch bei Pro- portionalregl.ern., die eine bleibende Regelab weichung vom Sollwert von weniger als 0,1 II/o gewährleisten sollen, eine grössere Regelge schwindigkeit za. erreichen. Durch eine spe zielle Ausbildung der erfindungsgemässen An ordnung wird dies ermöglicht.
Die erfindungsgemässe Anordnung an einem proportionalen Regler ist, dadurch ge kennzeichnet, dass dem proportionalen Regler mindestens ein unstetiger Regler mit Schwell- wert vorgeschaltet ist, wobei, wenn die Regel abweichung die Schwelle in mindestens einer Richtung übersteigt, dem stetigen Regler eine grössere Regelabweichung vorgetäuscht wird, als tatsächlich vorliegt, so .dass der Ausgleieh- vorgang im Sinne der erforderlichen Verstel lung mit wesentlich steilerer Anfangsflanke beginnt, als er ohne unstetigen Regler begin nen würde.
Ein<I>bevorzugtes</I> Anwendungsgebiet ist die Drehzahlregelung kontinuierlicher Walzen strassen, weil hier die bleibende Regelabwei chung extrem gering sein muss. Andernfalls treten sofort Stauchungen oder Zerrungen auf. Anderseits muss aber hier die RegeIge- sehwindigkeit hoch sein, um eben dieselben Fehler so klein wie möglich .zu halten.
Wenn man ausserdem Pendelungen ver meiden will, ist erforderlich, dass die nur zeitweilig eingreifenden unstetigen Regler schon vor Erreichen des Sollzustandes wieder unwirksam geworden sind. Das könnte z. B. dadurch erreicht werden, dass der unstetige Regler mit. Schwellenwert nicht .allein auf die Grösse der Regelabweichung, sondern auch auf deren zeitliche Veränderung, das heisst den Differentialquotienten, anspricht und z. B. bei schneller Verkleinerung der R.egel- abwelchung vorzeitig .der unstetige Regler ab geschaltet wird.
Dadurch wird gewährleistet, da.ss die Beruhigungseinrichtung des Propor- tionalreglers nach wie vor wirksam bleiben. Sichere Stabilität ist ferner .gewährleistet, wenn der zusätzliche Regler richtungsemp findlich gemacht wird, damit er immer nur eingreift, wenn die Regelabweichung in einer bestimmten Richtung auftritt. Die üblichen Antriebsmotoren haben eine fallende Dreh- itioment-Drehzahl-Kennlinie, die durch den innern Spannungsabfall und den Spannungs abfall in den Zuleitungskabeln bedingt ist.
Unter Ausnützung dieser Tatsache lässt sich insbesondere dann, wenn ein nennenswertes Lastmoment vorhanden ist, das .die kinetische Energie des Antriebes genügend schnell ver kleinern kann, eine weitere Verbesserung der Stabilität erreichen, indem der zusätzliche Regler richtungsempfindlich gemacht wird. Dieser greift dann zweckmässig immer nur dann an, wenn .die Regelabweichung in einer bestimmten Richtung auftritt. So würde der betreffende Motor von sieh aus bei zu hoher Drehzahl eine grössere Last übernehmen, wenn nicht die fallende Kennlinie einen Drehzahl abfall und damit wiederum einen Rückgang der Belastung bewirkt.
Es ist also lediglich <I>erforderlich, eine</I> genau definierte Festlegung der Drehzahl nach unten hin vorzunehmen.
Da. Drehstromgenerator en einerseits einen Antrieb mit fallender Kennlinie haben kön nen und anderseits ein innerer Spanniuigs- abfall besteht, ist die Erfindung auch bei der Regelung von Drehstromgeneratoren an wendbar.
Das Patent soll an Hand einer Drehzahl regelung beispielsweise näher erläutert wer den.
Bei Fig. 1 der Zeichnung wird die Dreh zahl mit Hilfe einer Gleichstrom-Tachometer- niasehine 1 gemessen und mit dem Sollwert einer stabilisierten Gleichspannung vergli- ehen. Die Regelabweichung wird dem nicht näher beschriebenen Proportionalregler 3 zu- gefÜhrt, der eine entsprechende Verstellung v eranlasst. Als unstetiger Regler mit Schwell wert.
soll beispielsweise ein polarisiertes Fein relais verwendet werden, oder ein Feinrelais, dessen Spuie 4 über einen Kondensator 5 und ein Ventil 6, vorzugsweise einen Trok- kenaleichrieht.er, an die Ta.ehometermaschine angeschlossen ist. Der Kontakt des Relais schaltet beim Ansprechen den Widerstand 7 ein, so dass durch den dann auftretenden Spannungsabfall am Widerstand 8 dem Pro- portiona.lregler 3 eine grössere Regelabwei chung vorgetäuscht wird, als tatsächlich vor handen ist.
Der Kondensator 5 wird über den Widerstand 9 aufge- und durch den Ventil 6 entladen. Bei richtiger Drehzahl ist er auf geladen. Tritt nun eine plötzliche Zunahme der Belastung B des auf konstante Drehzahl zu regelnden Motors zur Zeit to (Fig. 2) ein, so sinkt die Drehzahl n und damit auch die Gleichspannung an der Tachometermaschine 1 ab, bis zwischen Belastungsmoment und An- triebsmoment Gleichgewicht besteht.. Dann steigt. die Drehzahl auf Grund des weiteren Wirkens des Reglers wieder auf den Sollwert an.
Würde der Proportionalregler allein wir ken, so wäre nach Fig. 2 (Kurve a) der Um kehrpunkt infolge der Trägheiten in dessen Regelverstärker im Stellglied und in der Regelstrecke erst zur Zeit t2 erreicht.
Wird aber der unstetige Regler gemäss Fig. 1 ver- wendet, der bei einer Regelabweiehung, wie sie zur Zeit ti vorliegt, anspricht, so kann der Wendepunkt wesentlich früher erreicht werden, so dass sich ein Regelvorgang gemäss Kurve b ergibt und die Drehzahl-Zeit-Fläche, das heisst der Wegverlust, wesentlich kleiner gehalten werden kann.
Das ergibt sieh so, dass mit dem Absinken der Tachometerspa.n- nung ein Entladestromstoss durch 10 und 4 in Purchlassriehtung von 6 getrieben wird, wodurch das Relais 4 eingeschaltet wird. Es ist dabei wesentlich, dass die Zeitkonstante des Relais-Spulenkreises so eingestellt werden kann, dass bereits vor dem Erreichen des Soll zustandes, z.
B. zur Zeit t;" der Relaiskontakt wieder geöffnet wird, um Überregelungen, wie sie durch die Kurve b angedeutet sind, zu vermeiden, das heisst einen Verlauf zu erreichen, wie er durch die Kurve c wieder- (,egeben. ist.
Eine derartige Einstellung ist mit dem Widerstand 10 bequem zu erreichen. Mit einem zweiten unstetigen Regler kann auch bei Drehzahlanstieg durch plötzliche Entlastung in ähnlicher Weise eingegriffen werden, indem. die Regelabweiehung in um gekehrter Richtung am Proportionalregler als grösser vorgetäuscht wird.
Diese Verbindung zwischen einem steti gen) Proportional- und einem unstetigen Regler ist um so leichter möglich, je schneller sieh die Regelabweichung im Falle einer Stö rung einstellt, weil dann entsprechend leich ter differenziert werden kann. Es kommt eine derartige Einrichtung vorzugsweise auch Für die Regelung von Generatoren auf kon stante Spannung in Frage, weil dort beson ders bei einem Blindlaststoss die Generator- ,#pannung sich sprunghaft verändert.
In un stetigen Reglern können auch als Verstärker Elektronenröhren und Transistoren bei Aus nutzung ihrer Knickkennlinie verwendet wer den.
Claims (1)
- PATENTAN?SPRÜCH'E I. Anordnung an einem proportionalen Regler, da,dureh gekennzeichnet, dass dem pro port.ional:en Regler mindestens ein unstetiger Regler mit Schwellenwert vorgeschaltet ist, wobei, wenn die Regelabweiehung die Schwelle in mindestens einer Richtung über steigt, dem stetigen Regler eine grössere Regelabweichung vorgetäuscht wird, als tat sächlich vorliegt, so dass der Ausgleichvor- gang im Sinne der erforderlichen Verstellung mit wesentlich steilerer Anfangsflanke be ginnt, als er ohne unstetigen Regler beginnen würde.II. Verwendung der Anordnung nach Patentanspruch I in einer Vorrichtung für die Drehzahlregelung kontinuierlicher Wal zenstrassen. UNTERANSPRÜCHE 1. Anordnung nach Patentansprueh I, da durch gekennzeichnet, dass der unstetige Regler nur auf eine Richtung der Regelab weichung anspricht und,dass neben ,der Regel- , abweiehung selbst auch :deren. zeitliche Ver änderung auf ,den unstetigen Regler einwirkt. 2.Anordnung nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in ihr zur Erzeugung einer Richtungs abhängigkeit Trockengleichrichterzellen vor gesehen sind, die in Reihe mit Blindwider ständen liegen. 3. Anordnung nach Patentansprueh I und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass für die beiden; Richtungen der Regelabweichung je ein unstetiger Regler mit Richtungsglied vorgesehen ist. 4.Anordnung n.acli Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, dass in den unstetigen Reglern Fein relais vorgesehen sind, deren Spulen in Reihe mit Kondensatoren und Trockengleichrichter zellen an den Istwertgeber der Regelgrösse angeschaltet sind. 5. Anordnung nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass im unstetigen Regler in polarisiertes Feinrelais verwendet ist. 6.Anordnung nach Patentanspruch I und Unteranspriiehen 1 bis 4, dadurch gekenn zeichnet, dass zur Erhöhung der Ansprech- empfindlichkeit der unstetigen Relais Qlektrg, nische Verstärker dienen. 7. Anordnung nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 4 und 6, dadurch ge kennzeichnet, dass als elektronischer Verstär ker Transistoren dienen. B.Anordnung nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 4 und 6, dadurch ge- kennzeichnet, dass als elektronischer Verstär ker Blektronenröhren dienen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE320104X | 1952-09-09 |
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| CH320104D CH320104A (de) | 1952-09-09 | 1953-08-31 | Anordnung an einem porportionalen Regler, durch welche der Ausgleichsvorgang mit steilerer Anfangsflanke als ohne sie beginnt |
Country Status (1)
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| CH (1) | CH320104A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1166335B (de) * | 1957-08-27 | 1964-03-26 | Sperry Gyroscope Co Ltd | Elektrische Steuerung fuer den Antrieb eines Schiffsruders |
-
1953
- 1953-08-31 CH CH320104D patent/CH320104A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE1166335B (de) * | 1957-08-27 | 1964-03-26 | Sperry Gyroscope Co Ltd | Elektrische Steuerung fuer den Antrieb eines Schiffsruders |
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