CH371463A - Verfahren zur Regelung eines aus einem Dampferzeuger und einer Dampfturbine bestehenden Aggregates - Google Patents

Verfahren zur Regelung eines aus einem Dampferzeuger und einer Dampfturbine bestehenden Aggregates

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CH371463A
CH371463A CH7775759A CH7775759A CH371463A CH 371463 A CH371463 A CH 371463A CH 7775759 A CH7775759 A CH 7775759A CH 7775759 A CH7775759 A CH 7775759A CH 371463 A CH371463 A CH 371463A
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turbine
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steam
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CH7775759A
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English (en)
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Adolf Dipl Ing Kruessmann
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Sulzer Ag
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    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01KSTEAM ENGINE PLANTS; STEAM ACCUMULATORS; ENGINE PLANTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; ENGINES USING SPECIAL WORKING FLUIDS OR CYCLES
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Description


  Verfahren zur Regelung eines aus einem Dampferzeuger und einer     Dampfturbine     bestehenden Aggregates    Bei Aggregaten, die aus einer Dampfturbine und  einem diese speisenden Dampferzeuger bestehen, wie  sie insbesondere zum Antrieb von Stromerzeugern  benutzt werden, ist der Dampferzeuger durchwegs  mit einer Regelanlage für die Feuerung des Dampf  erzeugers versehen, welche die Brennstoffzufuhr in  Abhängigkeit vom Dampfdruck regelt und die Ein  haltung eines bestimmten     Dampfdrucksollwertes    be  wirkt. Die Regelung der Turbine erfolgt häufig durch  Drehzahlregler, welche den Dampfzulauf zur Turbine  verstellen und so     ihrerseits    für die     Einhaltung    einer  bestimmten Solldrehzahl sorgen.

   Die Verwendung  drehzahlgeregelter Turbinen erweist sich besonders  für den Antrieb von Generatoren für     diie    Stromliefe  rung an das öffentliche Energieversorgungsnetz als  günstig, da die drehzahlgeregelte Turbine einen Bei  trag zur     Konstanthaltung    der Netzfrequenz zu liefern  imstande ist. Anderseits kann die     Drehzahlregelung     der Dampfturbine jedoch zu grossen Belastungen des  Dampferzeugers und damit zu gefährlichen Druck  absenkungen im Kessel führen.

   Deswegen wird sehr  oft insbesondere bei grossen     Generatorantriebseinhei-          ten    auf eine     Drehzahlregelungseinrichtung    für die Tur  bine ganz verzichtet und     ihre    Regelung in Abhängig  keit vom     Dampfdruck    vor der Turbine vorgenommen.  Durch diese Massnahme können zwar zuverlässig  hohe Belastungen des Dampferzeugers vermieden  werden, ein     Stromerzeugungsaggregat    mit     in    Abhän  gigkeit vom Vordruck geregelter Turbine ist jedoch  nicht imstande, einen Beitrag für die     Konstanthaltung     der     Netzfrequenz    zu liefern.

   Dies hat eine schwan  kende Mehrbelastung der an der     Konstanthaltung    der  Netzfrequenz beteiligten     Stromerzeugungsaggregate     und bei deren Überlastung ein unzulässiges Absin  ken der Netzfrequenz zur Folge. Aus diesem Grunde  ist grundsätzlich die Anwendung einer Drehzahlrege-         lungsanlage    für die Turbinenregelung anzustreben.  Die Erfindung bezweckt die Möglichkeit hierzu zu  schaffen, ohne dass deshalb die Nachteile der dreh  zahlgeregelten Turbinen in bezug auf die mögliche  Überlastung des Dampferzeugers oder eine übermä  ssige     Inanspruchnahme    seines Speichervermögens in  Kauf genommen werden müssten.  



  Gemäss dem Verfahren nach der Erfindung zur  Regelung eines aus einem Dampferzeuger und     einer     Turbine bestehenden Aggregates, bei welchem die  Dampfturbine mit einem Drehzahlregler und der  Dampferzeuger mit einem     Dampfdruckregler    verse  hen ist,

   wird beim Absinken des     Dampfdruckes    vor  der Turbine unter einen bestimmten einstellbaren  Wert der Drehzahlregler in Abhängigkeit vom Dampf  druck im Sinne einer mit absinkendem Dampfdruck  abnehmenden Drehzahl     beeinflusst.    Die     Beeinflussung     der Drehzahlregelung in Abhängigkeit von dem  Dampfdruck vor der Turbine geschieht vorteilhafter  weise durch eine bei Unterschreitung     eines    bestimm  ten Vordruckes vorgenommenen Verstellung des       Drehzahlsollwertes    im Sinne einer mit sinkendem       Dampfdruck    abnehmenden Drehzahl.  



  Die Beeinflussung des Sollwertes der     Drehzahlrege-          lung    in     Abhängigkeit    von dem vor der Turbine herr  schenden Dampfdruck kann mit     Vorteil    dadurch er  reicht werden, dass als Geber für das vom Druck  abhängige Regelsignal ein     Druckmessinstrument    in  Verbindung mit     einem    Ferngeber verwendet wird,  welches im Bereiche des durch die     Feuerungsregelung          einzuhaltenden        Drucksollwertes    kein Regelsignal lie  fert, sondern erst dann,

   wenn der     Druck    vor der  Turbine den Sollwert um ein     bestimmtes        einstell-          bares    Mass unterschreitet. Dadurch     kommt    in dem  normalen Fall, in welchem die     Feuerungsregelung    im  stande ist, den     Dampfdruck    vor der Turbine auf dem      Sollwert oder nahezu auf dem Sollwert zu halten,  der Drehzahlregler der Turbine unbeeinflusst zur  Wirkung.

   Die Einrichtung zur Turbinenregelung in  Abhängigkeit vom     Vordruck    greift nur dann in die  Drehzahlregelung ein, wenn durch Überlastung oder  Eintreten irgendwelcher ungünstiger Umstände im  Dampferzeuger durch die     Feuerungsregelung    der  normale     Druck        nicht    mehr aufrechterhalten werden  kann, und     ein    weiteres Absinken des Druckes mit  seinen ungünstigen Folgen zu befürchten ist.

   Das       Herunterregeln    der     Turbinendrehzahl    in Abhängig  keit vom     Dampfdruck    vor der Turbine ist also eine  im Notfall zur Wirkung gelangende Schutzmassnahme,  welche, zum Unterschied von Regelanlagen,     bei    denen  die Turbine normalerweise in Abhängigkeit vom       Dampfdruck    vor der Turbine geregelt wird, einen  Beitrag des Aggregates zur Stützung der Netzfre  quenz im Falle eines     reibungslosen    Betriebes nicht       ausschliesst.     



  Das Regelsignal zur Beeinflussung der Drehzahl  regelung in Abhängigkeit     von    der     Unterschreitung     eines unteren     Schwellwertes    kann durch ein     Mess-          instrument    erzielt werden, das mit einem Kontakt  versehen ist. Eine nachstehend als Beispiel beschrie  bene, besonders wirksame Lösung verwendet eine  elektromechanische     Kompensations-    bzw.     Nachlauf-          einrichtung.    Es ist dabei ein     Druckmessinstrument     vorgesehen, das die Abweichungen vom Sollwert als  elektrische Grösse abbildet.

   Die Ausgangsgrösse dieses       Instrumentes    wird durch eine ihr     entgegengeschaltete     selbsttätige Kompensationseinrichtung bis zu einem  bestimmten einstellbaren Wert kompensiert, so dass  nur der über diesen     einstellbaren    Wert hinausgehende  Teil der Ausgangsgrösse als Regelsignal     zur    Wirkung  kommt. Diese Kompensation kann durch einen     Stel-          lungsferngeber    bewirkt werden, der der Ausgangs  grösse des     Messinstrumentes        entgegengeschaltet    und  durch einen Motor so nachgedreht wird, dass seine  Ausgangsspannung die Ausgangsgrösse des Druck  wertgebers kompensiert.

   Wird     dieser        Stellungsfern-          geber    mit einem Anschlag versehen, der seine weitere  Bewegung im Sinne des abnehmenden     Dampfdruckes     verhindert, so kann die Kompensation der Ausgangs  spannung des     Druckmessinstrumentes    nur bis zu einem       bestimmten    Wert der     Solldruckunterschreitung    erfol  gen, bei     überschreitung    dieses Wertes durch den       Druckmesswertgeber        überwiegt    dessen Ausgangsspan  nung die Spannung des nachgedrehten Gebers.

   Wird  die Differenz zwischen der Ausgangsspannung des       Druckmesswertumformers    und des     Nachlaufgebers    als       Regelsignal    benutzt, so hat dieses Regelsignal die  gewünschten Eigenschaften, das     heisst,    es tritt erst von  einer bestimmten     Sollwertabweichung    im     Sinne    fallen  den     Druckes    an auf, während es in einem einstell  baren Bereich um den Sollwert verschwindet.  



  Das Verfahren nach der Erfindung wird nach  stehend an Hand eines in     Fig.    1 der beiliegenden Zeich  nung dargestellten     Ausführungsbeispiels    der Einrich  tung zur Durchführung desselben beispielsweise näher  beschrieben.         Fig.2    zeigt schematisch eine Einrichtung zur  Gewinnung eines erst von einer bestimmten Sollwert  abweichung des Dampfdruckes an wirksam werden  den Regelsignals für die Turbinendrehzahl.  



  Die     Fig.    1 zeigt das Blockschema eines aus einem  Dampferzeuger K und einer Hochdruckturbine T be  stehenden Aggregates mit den zugehörigen Regel  einrichtungen, das zum Antrieb eines Stromerzeu  gers dient. Die     Hochdruckturbine    T ist mit einer       Niederdruckturbine    N gekuppelt, welche gemeinsam  den Generator G antreiben. Ein     proportional-inte-          gral    wirkender Druckregler mit     Aufschaltung    des  Dampfverbrauches wird als Führungsgrösse angewen  det.

   Ein     Druckmessinstrument    i ist mit einem Fern  geber gekuppelt, dessen Ausgangsspannung über einen  Transformator m einem Regelverstärker r für den       Feuerungsregler    mit einem     Sollwerteinsteller    q zu  geführt wird. Der     Regelverstärker    r speist einen Stell  motor s, der die Einstellung der der     Feuerung    zuge  führten Kohlenmengen vornimmt. Die Einstellung der       Brennstoffzuteilereinrichtungen    ist durch einen Rück  führgeber p elektrisch abgebildet und über ein     Dif-          ferenzierglied    o an den Eingang des Regelverstärkers  r zurückgeführt.

   Die der Turbine zufliessende Dampf  menge wird durch eine     Mengenmesseinrichtung    n in  der Dampfleitung gemessen, durch den mit ihr     ge-          kuppelten    Ferngeber als elektrisches Signal abgebil  det, und dieses Signal ebenfalls über das     Differen-          zierglied    o auf den Regelverstärker r geschaltet.  



  Die Drehzahlregelung der Turbine<I>T</I> und<I>N</I> er  folgt durch einen in nicht dargestellter Weise direkt  an die Turbinenwelle angebauten Drehzahlregler     z,     welcher auf ein     Dampfzuflussventil    V vor der Tur  bine wirkt. Für die Verstellung des Sollwertes der       Drehzahlregeleinrichtung        z    ist ein Servomotor a vor  gesehen, welcher durch den Servoverstärker c ge  speist wird. Die     Sollwerteinstellung    des Drehzahl  reglers     z    wird durch den Ferngeber b als elektrisches  Signal abgebildet, welches auf den Eingang des     Servo-          verstärkers    c geschaltet ist.

   Die     Fernsteuerung    für  den     Drehzahlsollwert    kann über eine Schalttaste     d     erfolgen. Eine Betätigung dieser Taste setzt den  Motor e in Gang, welcher mit einem Ferngeber     f     gekuppelt ist. Die Ausgangsspannung des Ferngebers       f    ist ebenfalls auf den Eingang des     Servomotorver-          stärkers    c für den Motor a geschaltet.

   Es empfiehlt  sich bei der Regelung der Turbine, insbesondere bei  der Verstellung des     Drehzahlsollwertes    vermittels der       Ferneinstellvorrichtung,    keine zu grossen zeitlichen       Änderungen    der Drehzahl zu erzwingen, da plötzliche       Drehzahländerungen    bzw.     Laständerungen    nachteilige  Folgen haben können.

   Zwischen den Motor e und  den     Stellungsferngeber        f    ist daher ein     übersetzungs-          getriebe    mit grosser Übersetzung eingeschaltet, wel  ches nur kleine zeitliche     Änderungen    bei der Fern  einstellung des     Drehzahlsollwertes    bewirken kann.

    Zur Einschaltung eines vom Druck vor der Turbine  abhängigen Regeleinflusses auf die Solldrehzahl des  Turbinenreglers, welche erst bei Unterschreiten eines  bestimmten Dampfdruckes zur Wirkung kommt, ist      der dem     Stellungsferngeber    des     Dampfdruckmess-          instrumentes   <I>i</I> nachgeschaltete Transformator<I>m</I> mit  einer zweiten Sekundärwicklung versehen, welche  eine Nachlauf- bzw. Kompensationseinrichtung k  speist. Es kann aber auch ein an die Dampfzuleitung  zur Turbine angeschaltetes weiteres     Druckmessinstru-          ment    vorgesehen werden, das mit einem Ferngeber  gekuppelt ist.  



  Eine Kompensationseinrichtung k, welche das  Ausgangssignal des     Druckmessers    so umformt, dass  es erst nach Überschreitung eines einstellbaren       Schwellwertes    der     Solldruckabweichung    zur Wirkung  gelangt, ist in     Fig.2    dargestellt; ihre Wirkungsweise  wird im folgenden an Hand dieser Figur näher er  läutert.  



  Das     Kompensations-    oder     Nachlaufglied    k enthält  einen induktiven Ferngeber 1, der einen motorähn  lichen     Aufbau    hat. Der Ständer des Gebers 1 hat  eine dreiphasige Erregerwicklung 2 und seine drei  Anschlüsse liegen an einem Wechselstromnetz 50     Hz.     Der Läufer des Gebers 1 hat eine einphasige Wick  lung 3, die auf einer drehbaren Welle 9 angeordnet  ist. Diese Welle 9 ist über     ein    Übersetzungsgetriebe  4 mit dem Läufer 5' eines     Scheibeninduktionsmo-          tors    5 verbunden. Dieser Induktionsmotor weist eine  netzgespeiste Erregerwicklung 6 und eine Steuerwick  lung 7 auf.

   Der     Ausschlagweg    der Läuferwicklung 3  des Ferngebers 1 ist durch einen einstellbaren An  schlag 8 auf der Welle 9 begrenzt. Das bis     zu    einem  bestimmten Wert zu kompensierende     Eingangssginal     kommt von einem Ferngeber 10, der in gleicher Weise  aufgebaut ist wie der     Ferngeber    1 und dessen Läufer  mit dem     Dampfdruckmessgerät    i gekuppelt ist. Die       Läuferwicklung    11 des Ferngebers 10 ist entgegen  gesetzt in Reihe mit der Läuferwicklung 3 des Fern  gebers 1 und in Reihe mit der Steuerwicklung 7 des  Motors 5 geschaltet.

   Eine Drehung der mit dem       Druckmessgerät    i verbundenen Läuferwicklung 11  des Ferngebers 10 hat eine Nachdrehung der Läufer  wicklung 3 des Ferngebers 1 durch den Motor 5 zur  Folge. Solange in den Ferngebern 1 und 10 die  beiden Wicklungen 3 und 11 relativ zu ihren Erre  gerwicklungen 2 und 12 die gleiche Lage einnehmen,  heben sich die in     ihnen        induzierten    Spannungen auf.  Die an der Stelle 14 abgenommene Spannung hat  also einen verschwindenden Wert. Dieser Zustand  wird durch den Motor 5 im allgemeinen aufrecht  erhalten.

   Dies gilt jedoch nur so lange, bis die Welle  des Ferngebers 1 gegen den Anschlag 8     aufläuft,     von diesem Augenblick an kann der     Nachlaufmotor     5 die Wicklung 3 des Ferngebers 1 der Wicklung  11 des Ferngebers 10 nicht mehr nachdrehen, die  Folge davon ist das Auftreten einer Differenz  spannung an der     Stelle    14. Diese an der     Stelle     14 abgenommene Spannung hat die gewünschte  Eigenschaft, dass sie erst nach Verdrehung des  Läufers 11 .im Ferngeber 10 um einen bestimm  ten einstellbaren Betrag auftritt. Die an der  Stelle 14 auftretende Differenzspannung wird an den  Eingang des Servoverstärkers c in     Fig.    1 eingespeist,    wo sie das gewünschte Regelverhalten der Drehzahl  regelung bewirkt.

   Die beschriebene Einrichtung ent  spricht in ihrem     Aufbau    einem     Differenzierglied,    wie  es für die hier vorgesehene sogenannte induktive  Regelung üblich ist -und z. B. bei o in dem gezeich  neten Schema vorgesehen ist. Es kann also ein vor  handenes Bauelement benutzt werden, das nur durch  den Einbau von einstellbaren Anschlägen ergänzt zu  werden braucht.

   Dabei wird aber noch der beson  dere Vorteil erreicht, dass die     differenzierende    Wir  kung besteht, solange die Anschläge nicht in Tätig  keit getreten     sind.    Es     verursachen    also     plötzliche     Belastungsstösse, welche den     Kesseldruck    unzulässig  absenken, ebenfalls eine     Sollwertverstellung    des Dreh  zahlreglers der Turbine, so dass eine zu starke Dampf  entnahme     vermieden    wird.

   Um das Mass der differen  zierenden Wirkung einstellen zu können, ist der     Schei-          beninduktionsmotor    5 noch mit einer einstellbaren       Dämpfungseinrichtung,    dargestellt durch den     Dämp-          fungsmagneten    13, versehen. Durch die Einstellung  der     Dämpfungseinrichtung    kann somit in einfachster  Weise die     Speicherdampfmenge    auf den betrieblich  am besten geeigneten     Wert    eingestellt werden.

      Dem durch das     Druckmessinstrument    i in Verbin  dung mit dem     Nachlaufsystem    k bei Unterschreitung  eines bestimmten einstellbaren     Druckes    gelieferten,  an den Eingang des Servoverstärkers c geschalteten       Regelsignal    ist der Vorrang vor dem     Stellsignal    aus  dem Ferngeber für die     Drehzahlsollwertfernverstel-          lung    f zu geben sowie auch der Vorrang vor dem       Rückführsignal    aus dem den eingestellten Sollwert ab  bildenden Ausgangssignal des Fernsenders b.

   Diese  beiden Ferngeber     f    und<I>b</I> werden deshalb nicht direkt  an den Eingang des Servoverstärkers c geschaltet,  sondern über eine Begrenzungseinrichtung g, die  ihren     Einfluss    auf die Regelung im Normalfalle, das  heisst, wenn der     Dampfdruck    vor der Turbine inner  halb des zulässigen Bereiches bleibt und so kein vom       Druck    abhängiges     Stellsignal    für die Drehzahlsoll  wertverstellung auftritt, nicht     behindert,    die jedoch  im Falle des Auftretens eines Ausgangssignals des       Nachlaufsystems    k diesem das Übergewicht über das       Stellsignal    bzw.

   das     Rückführsignal    sichert. Als Be  grenzungseinrichtung kann z. B. eine Kombination  von     gegeneinandergeschalteten        Sperrschicht-Gleich-          richtern    dienen, die Wechselstrom nur oberhalb eines  Schwellwertes durchlässt.  



  Zum Schutze gegen ein Überschreiten des zuläs  sigen     Dampfdruckes    im Dampferzeuger ist in an sich  bekannter Weise ein bei Überschreitung eines be  stimmten     Druckwertes    öffnendes     Überströmventil    V'  vorgesehen, welches den     Hochdruckteil    der Turbine  überbrückt. Dieses     überströmventil    spricht bereits bei  einem     Überdruck    an, bei welchem das ebenfalls vor  handene Sicherheitsventil des Dampferzeugers noch  nicht abbläst, so dass     grössere    Verluste vermieden wer  den.  



  Zum zusätzlichen Schutz des Dampferzeugers ge  gen     Überdruck    kann dem     Nachlaufsystem    k auch      noch     zusätzlich    ein den Weg im Sinne     eines    zu  nehmenden Ausschlages begrenzender Anschlag gege  ben werden. Bei     Überschreitung    des     Drucksollwertes     gibt dann der Fernsender am     Druckmessinstrument    i  eine Spannung ab, die von einer bestimmten Grösse  an nicht mehr durch das     Nachlaufsystem    k kom  pensiert werden     kann    und die deshalb auf den Ein  gang des     Servoverstärkers    c wirkt.

   Dadurch wird  über den Servomotor a das Regelventil der Turbine  vorübergehend geöffnet, so dass der Turbine eine  erhöhte Dampfmenge     zufliesst    und diese selbst als       Überstromregler    wirkt. Die dadurch von der Tur  bine abgegebene überschüssige Leistung kann durch  das Energieversorgungsnetz aufgenommen werden.  Dieser Vorgang trägt ebenfalls zu einer verlustlosen  Absenkung des     Kesseldruckes    auf den Normalwert  und zu dessen     Stabilisierung    bei.  



  Wird das     Stromerzeugungsaggregat    unter Abtren  nung vom     Netz    im     Inselbetrieb    gefahren, was bei  Ausfall des Netzes als Notmassnahme geschehen muss,  so ist es möglich, das Drehzahlregelsystem durch  einen zusätzlichen     Regelsignalgeber    zu ergänzen, der  aus einem     Frequenzmesser    und einem integrierenden       Messgeber    für die Frequenz besteht. Dadurch wird  das     proportionale    Verhalten der     Turbinenregelung    zu  einem Integralverhalten.

   Im allgemeinen wird es je  doch nicht möglich sein, diese     Integralkorrektur    vor  zunehmen, da es sich beim Inselbetrieb um einen  Notbetrieb handelt und dabei kurzzeitige Frequenz  änderungen innerhalb des     Statikbereiches    in Kauf  genommen werden können, zumal die Möglichkeit  besteht, durch die in     Fig.    1 gezeigte     Einstellvorrich-          tung    für den     Drehzahl'sollwert    die Frequenz bei Be  darf von Hand zu korrigieren.

   Bei Ausfall des Net  zes und im Inselbetrieb des     Stromerzeugeraggregates     darf natürlich die erwähnte Heranziehung der Tur  bine zur     überstromregelung    durch eine Wegbegren  zung des     Induktivgebers    im     Nachlaufgeber    k     nicht     erfolgen, da eine überhöhte Leistungsabgabe nicht  vom Netz aufgenommen werden kann und die Tur  binendrehzahl daher zu hoch ansteigen würde.

   Für  den Fall des Inselbetriebes ist daher     eine    Einrich  tung vorzusehen, welche     eine        zusätzliche    Spannung  auf die in     Fig.2    gezeigte     Nachlaufeinrichtung    auf  schaltet, so dass ihr     Induktivgeber    1 (in     Fig.2)    den  oberen Anschlag     nicht    mehr erreichen kann.  



  Es kann auch noch eine Möglichkeit vorgesehen  werden, die Ausgangsspannung des Ferngebers am       Druckmessinstrument    i wahlweise direkt unter Um  gehung des Zeitgliedes auf den Servoverstärker c  zu schalten. Es wird bei dieser Schaltung der     Dreh-          zahlsollwert    in Abhängigkeit vom     Dampfdruck    vor  der     Turbine    geregelt, und dadurch die Drehzahl  regelung auf einen konstanten     Wert    unwirksam ge  macht.

   Diese Ausschaltung der     Nachlaufeinrichtung     k kann gleichzeitig     mit    der Umschaltung der Rege  lung auf Handbetrieb geschehen, so dass     dm    Not  betrieb der Turbinenregler als     vordruckabhängiger          Drehzahlregler    wirkt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Regelung eines aus einem Dampf erzeuger und einer Dampfturbine bestehenden Aggre gates, bei welchem die Dampfturbine mit einem Drehzahlregler und der Dampferzeuger mit einem Dampfdruckregler versehen ist, dadurch gekennzeich net, dass bei Absinken des Dampfdruckes vor der Turbine unter einen bestimmten einstellbaren Wert der Drehzahlregler in Abhängigkeit vom Dampfdruck im Sinne einer mit absinkendem Dampfdruck ab nehmenden Drehzahl beeinflusst wird.
    II. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch ein Messinstrument (c) für den Dampfdruck, das auf den Geber für das die Drehzahlregelung beeinflussende Regelsignal wirkt, und eine in der übertragungsein- richtung zwischen Mefnstrument und Regelsignal geber eingeschaltete, einstellbare Begrenzungsein richtung (k).
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass zusätzlich beim Überschreiten eines bestimmten einstellbaren Wertes des Dampf druckes der Drehzahlregler 1n Abhängigkeit vom Dampfdruck im Sinne einer mit ansteigendem Dampf druck zunehmenden Drehzahl beeinflusst wird. 2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Beeinflussung des Drehzahl reglers durch Veränderung seines Sollwertes erfolgt. 3.
    Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellung des Sollwertes der Turbinendrehzahlregelung durch eine Einstell vorrichtung oder eine zentrale Fernregelungseinrich- tung beeinflussbar ist und dieser Einfluss der Ein stell- bzw. Fernregelungseinrichtung begrenzt ist ge genüber der bei Überschreitung der Dampfdruck- grenzwerte wirksam werdenden Beeinflussung der Solldrehzahl. 4.
    Einrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckmessgerät des Feue- rungsreglers zugleich auch auf den Drehzahlregler der Turbine unter Einschaltung einer einstellbaren Begrenzungseinrichtung für die Höhe des Regel signals einwirkt. 5.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, gekenn zeichnet durch ein Druckmessinstrument mit von der Sollwertabweichung abhängigem elektrischem Ausgang, dessen Ausgangsgrösse durch eine ihm ent- gegengeschaltete selbsttätige Kompensationseinrich tung in bestimmten einstellbaren Bereichen kompen siert und nur die ausserhalb dieser Bereiche liegende Sollwertabweichung auf die Drehzahlregelung zur Wirkung gebracht wird. 6.
    Einrichtung nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Messinstrument für den Dampfdruck mit einem elektrischen Fernsender ge kuppelt und die Ausgangsspannung des Fernsenders der Ausgangsspannung eines weiteren, durch einen Nachlaufmotor angetriebenen Fernsenders über den Nachlaufmotor entgegengeschaltet ist,
    und dass der durch den Nachlaufmotor angetriebene Fernsender mit Einrichtungen zur Ausschlagbegrenzung versehen ist und die Differenz der Ausgangsspannungen der beiden Fernsender als Regelsignal zur Beeinflussung der Turbinensolldrehzahl dient. 7. Einrichtung nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der den Fernsender mit der ein stellbaren Wegbegrenzung bewegende Nachführmo- tor mit einer Einrichtung zur einstellbaren Dämp fung versehen ist. B.
    Einrichtung nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der mit dem Druckmessgeber gekuppelte und der vom Nachführmotor bis zu dem einstellbaren Anschlag bewegte Fernsender als induk tive Drehmelder oder Differentialtransformatoren aus gebildet sind und dass als Nachführmotor ein Zwei phasen-Induktionsmotor dient. 9.
    Einrichtung nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausgangssignal des Fern senders am Dampfdruckmessinstrument und der die sem entgegengeschalteten Nachlaufeinnichtung auf den Eingang eines Servoverstärkers für die Drehzahlsoll wertverstellung wirkt und an dem Eingang des Servo verstärkers auch eine Drehzahlfernverstellungsein- richtung unter Zwischenschaltung eines Spannungs begrenzers (g) einwirkt. 10.
    Einrichtung nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die eingestellte Solldrehzahl des Drehzahlreglers als elektrisches Signal abgebildet und unter Zwischenschaltung einer Begrenzungseinrich- tung an den Eingang des Servoverstärkers zurück geführt wird. 11.
    Einrichtung nach den Unteransprüchen 6 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass zur Fernbeeinflus- sung des Drehzahlsollwertes mit kleiner Verstellge- schwindigkeit ein Ferngeber vorhanden ist, zu dessen Betätigung ein Steuermotor unter Zwischenschaltung eines übersetzungsgetriebes mit hoher übersetzung vorgesehen ist. 12. Einrichtung nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass für den Notbetrieb der Einfluss der Kompensationseinrichtung ausschaltbar ist. 13.
    Einrichtung nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Fernsender der Nachlauf- einrichtung mit zwei Ausschlagbegrenzungen für beide Bewegungsrichtungen versehen ist, so dass auch beim Erreichen oder überschreiten einer bestimmten Soll drucküberschreitung der Drehzahlsollwert im Sinne einer Drehzahlerhöhung beeänflusst wird.
    14. Einrichtung nach Unteranspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Einfluss der Ausschlagbe- grenzung für die Bewegung des Fernsenders in der Nachlaufeinrichtung im Sinne grösserer Sollwertüber- schreitungen bei Abschaltung des Stromerzeugerag- gregates vom Netz wahlweise ausschaltbar ist.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0070047A1 (de) * 1981-07-13 1983-01-19 BBC Aktiengesellschaft Brown, Boveri & Cie. Einrichtung zur Leistungsbestimmung einer Turbogruppe während Netzstörungen

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EP0070047A1 (de) * 1981-07-13 1983-01-19 BBC Aktiengesellschaft Brown, Boveri & Cie. Einrichtung zur Leistungsbestimmung einer Turbogruppe während Netzstörungen

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