CH320182A - Dreidrucksteuerventil an mit einer zur lokalen Anzapfung der Hauptluftleitung vorgesehenen Abzapfkammer ausgerüsteten Druckluftbremsen, insbesondere für Schienenfahrzeuge - Google Patents

Dreidrucksteuerventil an mit einer zur lokalen Anzapfung der Hauptluftleitung vorgesehenen Abzapfkammer ausgerüsteten Druckluftbremsen, insbesondere für Schienenfahrzeuge

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CH320182A
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CH
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control valve
piston
pressure control
pressure
valve
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Inventor
Ernst Dr Moeller
Original Assignee
Knorr Bremse Gmbh
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T15/00Construction arrangement, or operation of valves incorporated in power brake systems and not covered by groups B60T11/00 or B60T13/00
    • B60T15/02Application and release valves
    • B60T15/18Triple or other relay valves which allow step-wise application or release and which are actuated by brake-pipe pressure variation to connect brake cylinders or equivalent to compressed air or vacuum source or atmosphere
    • B60T15/24Triple or other relay valves which allow step-wise application or release and which are actuated by brake-pipe pressure variation to connect brake cylinders or equivalent to compressed air or vacuum source or atmosphere controlled by three fluid pressures
    • B60T15/30Triple or other relay valves which allow step-wise application or release and which are actuated by brake-pipe pressure variation to connect brake cylinders or equivalent to compressed air or vacuum source or atmosphere controlled by three fluid pressures with a quick braking action
    • B60T15/302Railway control or brake valves with evacuation of air to a reservoir, to the atmosphere or to the brake cylinder

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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Description


  Dreidrucksteuerventil an mit einer zur lokalen Anzapfung der Hauptluftleitung vorgesehenen  Abzapfkammer ausgerüsteten Druckluftbremsen, insbesondere für Schienenfahrzeuge    Die Erfindung bezieht sich auf Dreidruck  steuerventile an Druckluftbremsen mit Ab  zapfkammer, wie sie bei Eisenbahnzügen Ver  wendung finden. Wenn bei Beginn einer  Bremsung aus der den Zug durchlaufenden  Hauptluftleitung durch die Steuerventile Luft  in die noch aufnahmefähige Abzapfkammer  abgezapft wird, so bedeutet das eine Beschleu  nigung des Druckabfalles in der Leitung, was  wiederum der Reaktionsempfindlichkeit der  Steuerventile     zugute    kommt.  



  Nach Füllung der Abzapfkammer fällt  dieselbe jedoch für den weiteren Brems- und  Löseverlauf biss zu erneuter Vollbremsung  aus, wobei es vorkommen kann, dass zum Bei  spiel kurz vor der Vollösung, wenn bereits  wieder die sogenannte Empfindlichkeitsboh  rung die Reaktionsempfindlichkeit des Steuer  ventils bestimmt, diese Empfindlichkeit nicht,  ausreicht, um bei einer schwachen Zwischen  bremsung den     Kolbensatz    des     Steuerventils     eine eindeutige Bewegung ausführen zu las  sen. Dieser labile Zustand bedeutet aber eine       Erschöpfungsgefahr    für die Bremse, weil dabei  Druckluft aus der auf konstantem Druck zu  Haltenden Steuerkammer des Dreidrucksteuer  ventils in die Hauptluftleitung abströmen  kann.  



  Zur Beseitigung dieses betriebsgefährden  den Nachteils besteht das Wesen der Erfin  dung darin, dass bei einem Dreidrucksteuer-    ventil der genannten Art Mittel vorgesehen  sind, welche im dem Betriebszustand, bei wel  chem die Abzapfkammer nach Beendigung der  Abzapfung der Hauptluftleitung nicht auf  nahmefähig ist, die Reaktionsempfindlichkeit  des Steuerventils auf einem höhern Wert halten,  als er im gelösten Zustand der Bremse beträgt.  



  In der Zeichnung sind zwei Ausführungs  beispiele der Erfindung in schematischer  Weise dargestellt.  



  Bei der in Fig. 1 gezeigten Bremse ent  hält das Dreidrucksteuerventil 1 einen Kolben  3, welcher auf seiner in der Zeichnung obern  Seite vom jeweiligen Druck in der über die  Länge des Zuges sich erstreckenden Haupt  luftleitung 5 und auf seiner untern Seite vom  konstanten Druck des Raumes 7 beaufschlägt  ist. Der Kolben 3 ist starr mit einer Hülse 9  verbunden, die einen Auslass 11 besitzt und  deren oberes, ebenfalls offenes Ende 13 einen  Sitz für ein Ventil 15 bildet. Letzteres Ventil       liegt    im gelösten Zustand der Bremse unter  der Wirkung der Feder 17 auf einem zum  Sitz 13 konzentrischen Sitz 19 auf. Die Hülse  9 trägt einen Rückführkolben 21, auf welchen  eine Feder 23 wirkt, die das     Kolbensystem    im  vollgelösten Zustand der Bremse in der untern  Endlage hält.

   Das Ventil<B>15</B>     überwacht    die vom       V'orratsluftbehälter    24 (der über ein nicht  gezeigtes     Rücksehlagventil    aus der     Ha>iptluft-          leitung    5 gefüllt wird) kommende Leitung 25  gegenüber ihrer zum     Bremszylinder    27     füh         renden Fortsetzung 29. Das aus den beiden  Kolben 3 und 21, der Hülse 9 sowie Ver  bindungsteilen zusammengesetzte bewegliche  System des Dreidrucksteuerventils 1 trägt  ausserdem ein Ventil 31, welches mit dem  offenen Ende 33 einer Hülse 35 zusammen  wirkt. Diese Hülse trägt ihrerseits ein ring  förmiges Ventil 37, welches seinen Sitz bei 39  im Gehäuse des Steuerventils findet.

   Eine  Feder 41 sorgt dafür, dlass die bei 43     abgedich-          tet    geführte Hülse 35 die     Bewegungen    des  Kolbensystems bis zum Aufsitzen dies Ventils  37 bei 39 mitmacht. Bei geöffnetem Ventil 37  ist die Leitung 45 über den Auslass 47 ins  Freie entlüftet, während sie bei     geschlossenem     Ventil 37 und dafür von der Hülse 35 abge  hobenem Ventil 31 mit dem Druck der Haupt  luftleitung 5 über die Drossel 49 beaufschlagt  wird. Die Leitung 45 besitzt eine Abzweigung  51, die zum Steuerventil 1 zurückführt und  über welche ein Kolben 53 beaufsehlagt wird,  der eigenverschiebbar auf der Hülse 9 sitzt.  Der Kolben 53 trägt eine Feder 55 und sein  Weg ist durch einen Anschlag 57 begrenzt.

    Die Leitung 45 mündet an einer Vorkammer  59 des Überwachungsventils 61 für die soge  nannte     Abzapekammer    63. Letztere ist über  eine     Drosselöffnung    65 mit der Aussenluft  dauernd verbunden. Die Verbindung zwischen  den Kammern 59 und 63 wird durch ein  Ventil 67 überwacht, das ein Kolben 69 gegen  die Kraft einer Feder 71 schliesst. Der Kolben  69 wird durch die Leitung 29 und deren Zweig  73 mit dem jeweiligen Druck im Bremszylin  der 27 beaufschlagt. Von der Hauptluftlei  tung 5 führt eine Abzweigung 75 zu einer  Überwachungseinrichtung 77 und weiter zum  Raum 7 konstanten Druckes des Dreidruck  steuerventils 1. Die Überwachungseinrichtung  77 enthält ein durch eine Feder 79 offen  gehaltenes Ventil 81, welches gegen diese  Feder von einem Kolben 83 betätigt wird.

    Dieser Kolben wird aus der Leitung 29 mit  dem Druck im Bremszylinder 27 beaufschlagt.  Die Leitung 75 enthält die Empfindlichkeits  öffnung 85, die während der Offenstellung des  Ventils 81 die Reaktionsempfindlichkeit des  Dreidrucksteuerventils 1 bestimmt.    Die Wirkungsweise der beschriebenen Ein  richtung ist folgende:  Im ungebremsten Zustand nehmen die Teile  die aus der Zeichnung ersichtliche Stellung  ein. Das Kolbensystem im Dreidrucksteuer  ventil 1 wird durch die Feder 23 in seiner  untern Endlage gehalten, wobei das Ventil 15,  beaufschlagt durch die Feder 17, auf dem Sitz  19 aufliegt und dabei den Hilfsluftbehälter 24  vom Bremszylinder 27 trennt. Letzterer ist  über den Auslass 11 ins Freie entlüftet.

   Auf  der obern Seite des Kolbens 3 herrscht der  höchste Regeldruck der Hauptluftleitung und  mit dem gleichen Druck ist über die Empfind  lichkeitsöffnung 85 sowie das offene Ventil 81  und die Leitung 75 auch der Raum 7 unter  halb des Kolbens 3 aufgefüllt. Die Empfind  lichkeitsöffnung 85 ist so bemessen, dass sie  bei Druckschwankungen in der Hauptluftlei  tung 5, die eine Grenzgeschwindigkeit nicht  überschreiten, einen jeweiligen Ausgleich zwi  schen. Hauptluftleitung und Steuerkammer 7  ermöglicht und damit ein ungewolltes Ansprin  gen der Bremse verhindert. Die Überwachungs  ventile 67 und 81 sind offen, nachdem die  Leitung 29 zusammen mit dem Bremszylinder  27 entlüftet ist.

   Die Steuerhülse 35 im Drei  drucksteuerventil wird gegen die Kraft der  Feder 41 in einer Stellung gehalten, in welcher  das Ventil 31 geschlossen und das Ringventil  <B>7 g</B> öffnet.     i.st.    Damit stehen Vorkammer 5.)  <B>3 3</B>     e     und     Leitung,        -15    ,sowie Leitung 51 ebenfalls mit  der Aussenluft. in     Verbindung,    so dass der  Kolben 53 seine gezeigte untere Endlage ein  nimmt, in welcher die Feder 55 ausser Kraft  schluss mit     dem    Kolben 21 sich befindet.  



  Wird zwecks Einleitung einer Bremsung  der     Driiek    in der     Hauptluftleitung    5     vorn     Lokomotivführer     verringert,    so bewegt sieh  das     Kolbensystem    unter dem entstehenden       Überdruck    im Raum 7 nach oben.

   Dabei geht  die Hülse 35 unter der Wirkung der Feder 11  bis zum     Absrhluss    des Ventils 37     -Lind        Öfene.i     des Ventils 31 mit. Über letzteres Ventil strömt       Druckluft,    zeitlich gesteuert durch die Dros  sel     .19,    aus dem mit der     Hauptluftleitung    5  verbundenen Raum des Steuerventils durch      die Leitung 45 in die Vorkammer 59 und  weiter über das geöffnete Ventil 67 in die  Abzapfkammer 63 und füllt die letztere.

   Diese  bei jedem Steuerventil vorgenommene lokale  Anzapfung der Hauptluftleitung beschleunigt  den Druckabfall in der letzteren und erhöht  damit die Reaktionsempfindlichkeit dies Steuer  ventils, dessen seine bisherige     Empfindlichkeit     bestimmende Öffnung 85 durch das Ventil 81  gesperrt wird, das der vom ansteigenden  Bremszylinderdruck beaufschlagte Kolben 83  gegen die Wirkung der Feder 79 auf seinen  Sitz presst. Der Anstieg des Druckes im  Bremszylinder 27 und damit auch in der  Leitung 29 ist durch Abschluss des Auslass  ventils 15 am Sitz 13 und Öffnen des Einlass  ventils 15 am Sitz 19 im Dreidrucksteuerventil  bedingt. Der ansteigende Bremszylinderdruck  bewegt auch das Ventil 67 gegen die Kraft der  Feder 71 auf seinen Sitz, wodurch die Vor  kammer 59 von der Abzapfkammer 53 für den  weiteren Brems- und Löseverlauf getrennt ist.

    Die Abzapfkammer ist damit bis zu erneuter  Vollösung nicht mehr     aufnahmefähig    und ent  leert sieh langsam über die Öffnung 65.  



  Der entstandene Überdruck in der Vor  kammer 59, der bis auf weiteres erhalten  bleibt, hat den Kolben 53 in der Zeichnung  nach oben bewegt, so dass die Feder 55 in  Kraftschluss mit dem Kolben 21 gekommen ist.  An der Beaufschlagung sowohl des Kolbens 53  als auch der Kolben 69 und 83 der Über  wachungseinrichtungen 61 bzw. 77 ändert sieh  nun während der weiteren Brems- und Löse  stufen nichts und nachdem diese Stufen in  der üblichen Weise vom Dreidrucksteuerventil  1 bemessen werden, erübrigt sich eine Be  schreibung dieser bekannten Vorgänge.  



  Ist jedoch beim     Lösen    der Bremse kurz  vor der Vollösung der Bremszylinderdruck  auf einen Restwert gefallen, so öffnet das  Ventil 81 unter der Wirkung der Feder 79  wieder, und es besteht erneut die Verbindung  der Steuerkammer 7 über die Leitung 75 und  die Empfindlichkeitsöffnung 85 mit der  Hauptluftleitung 5. Dagegen hält der nach wie  vor vorhandene Druck in der Vorkammer 59  das Ventil 67 unter einseitiger Beaufschla-    gung, so dass es trotz des nur mehr kleinen  Überdruckes auf seinem Kolben 69 weiter ge  schlossen bleibt. Der Überdruck in der Lei  tung 45 hält auch den Kraftschluss der Feder  55 mit dem Kolben 21 aufrecht.

   Wird nun  aus dieser Betriebslage eine schwache Zwi  schenbremsung eingeleitet, so würde bei einer  durch die Empfindlichkeitsöffnung 85 be  stimmten Reaktionsempfindlichkeit des Steuer  ventils 1 dessen Kolbensatz gegen die auf dem  Rückführkolben 21 lastende Gesamtkraft aus  der Feder 23 und dem Restdruck im Brems  zylinder 27 nicht anspringen und der Druck  in der Steuerkammer 7 würde sieh über die  Leitung 75 und das bereits offene Ventil 81  nach der Hauptluftleitung 5 hin absenken.  Eine Erschöpfung der Bremse wäre die Folge.  Die Abzapfkammer 63 ist nietet aufnahmefähig  und kann daher die Reaktionsempfindlichkeit  des Steuerventils nicht erhöhen.

   Dafür aber  befindet sich die Feder 55 in Kraftschluss mit  dem Kolben 21 und unterstützt dabei die Auf  wärtstendenz des Kolbensystems gegen die  Feder 23 und den Restdruck des Bremszylin  ders in einem Masse, dass die Reaktionsemp  findlichkeit des Steuerventils wenigstens an  nähernd derjenigen entspricht, welche bei  Einschuss der Hauptleitungsluft in die zu Be  ginn einer Bremsung aufnahmebereite Kam  mer 63 vorhanden ist.

   Diese Reaktionsemp  findlichkeit reicht nun aus, das Steuerventil  auch in dem zuletzt geschilderten Fall eindeu  tig bis zum Öffnen des Ventils 15 am Sitz 19       Lind        Absehluss    des     Ventils    15 am Sitz 13 an  springen, zu lassen, womit eine erneute     Bea@if-          sehlagung    des     Bremszylinders    27 und ein     Ab-          sehluss    des Ventils 81 eintritt.  



  Erst wenn beim vollen Lösen der Bremse  der     Dru:ek    in der     Hauptluftleitung    wieder  seinen     höchsten    Regelwert erreicht hat, ist  auch der Kolben 3 in seiner untern     Endlage     angekommen und die Hülse 35 ist durch das  Ventil 31 unter Öffnen des Ringventils 37 in  ihre     Ausgangsstellung,    zurückgeholt. Damit  kann nun auch die Luft aus der Vorkammer  59 entweichen und das Ventil 67, das bisher       untereinseitiger        Beaufsehlagung        7,urüekgehal-          ten    wurde, wird nun durch die Feder 71      ebenfalls geöffnet.

   Damit entfällt auch der  Überdruck auf den Kolben 53 und der Kraft  schluss der Feder 55 mit dem Kolben 21 löst  sich.  



  Die durch die Feder 55 bestimmte     An-          sprechempfindliehkeit    des     Steuerventils    ist  nun während des Ruhezustandes durch die  kleinere, vom     Querschnitt    der     Öffnung    85 be  stimmte Ansprechempfindlichkeit ersetzt, die  die Bremse vor ungewolltem Anspringen bei  Druckschwankungen in der Hauptluftleitung  5 schützt.

   Nachdem aber die Abzapfkammer 63  wieder aufnahmebereit zur Verfügung     steht,     kommt es bei Beginn einer neuen Bremsung  mit dem Einschuss der Leitungsluft in diese  Kammer sofort wieder zu der beschriebenen  Erhöhung der Reaktionsempfindlichkeit, die  nach Ausfall der Abzapfkammer durch die  Feder 55 wieder bis zur erneuten Vollösung  erhalten     bleibt.     



  Die in Fig. 2 gezeigte Bremse unterscheidet  sich von derjenigen nach Fig. 1 dadurch, dass  an Stelle der vom Kolben 53 betätigten Zusatz  feder 55 ein Kolben 90 gleichachsig mit dem  Kolben 3 am Steuerventil 1 vorgesehen ist,  der unter bestimmten     Voraussetzungen    gegen  die Kraft einer Feder 92 einen Kraftschluss  seiner bei 94 abgedichtet gelagerten Kolben  stange 96 mit dem Kolben 3 herbeiführt. Der  Kolben 90 wird über die Leitung 98 mit dem  Druck in der Leitung 45 bzw. der Vorkammer  59 beaufschlagt. Die übrigen Teile der in  Fig. 2 gezeigten Bremse sind dieselben wie die  jenigen gemäss Fig. 1.  



  Sobald sich mit dem Gefülltsein der Kam  mern 59 und 63 ein entsprechender Überdruck  in der Leitung 45 einstellt, der den Kolben  90 beaufschlagt, bewegt sich der letztere gegen  die Wirkung der Feder 92 nach oben und  stellt einen Kraftschluss zwischen seiner Kol  benstange 96 und dem Kolben 3 her.

   Damit       ist    während des Abschnittes, in welchem die  Abzapfkammer 63 nicht aufnahmefähig ist,  der Kolben 3 vom Kolben 90 im Sinne des  Anspringens des Steuerventils 1 unterstützt,  womit dessen Reaktionsempfindlichkeit auch  für den bereits geschilderten Fall, dass das  Ventil 81 kurz vor der Vollösung bereits wie-    der geöffnet hat und eine nochmalige Zwi  schenbremsung verlangt wird, ausreicht, um  diese Zwischenbremsung einwandfrei durchzu  führen und einen erneuten Abschluss des Ven  tils 81 als Schutz gegen Erschöpfungserschei  nungen der Bremse zu erzielen.  



  Erst wenn sich bei     eingetretener        Vollösung     der Bremse die Vorkammer 59 wieder ent  lüftet, hört auch die Beaufschlagung des Un  terstützungskolbens 90 auf und die Reaktions  empfindlichkeit des Steuerventils ist während  des Ruhezustandes wieder auf den durch die  Öffnung 85 bestimmten Wert zurückgeführt.  



  An Stelle der beschriebenen Mittel könnte  zum Beispiel auch eine während der Nicht  aufnahmefähigkeit der Abzapfkammer 63 mit  tels einer Drosselnadel hervorgerufene Quer  schnittsverminderung der Öffnung 85 dazu  herangezogen werden, die Reaktionsempfind  lichkeit des Steuerventils auf einem für alle  Betriebszustände ausreichenden Wert zu hal  ten.  



  Auch läge es im Rahmen der Erfindung,  an Stelle der durch den Kolben 90 ausgeübten  Unterstützung andere zusätzliche Impulse zu  gegebener Zeit auf den Kolben 3 wirken zu  lassen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Dreidrucksteuerventil an mit einer zur lokalen Anzapfung der Hauptluftleitung vor- gesehenenAbzapfkammer ausgerüsteten Druck luftbremsen, insbesondere für Schienenfa.hr- zeuge, dadurch gekennzeichnet, dass bei dem selben Mittel vorgesehen sind, welche in dem Betriebszustand, bei welchem.
    die Abzapfkam- mer nach Beendigung der Abzapfung der Hauptluftleitung nicht aufnahmefähig ist, die Reaktionsempfindlichkeit des Steuerventils auf einem höheren Wert halten, als er im gelösten Zustand der Bremse beträgt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Dreidrucksteuerventil nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, d'ass zur Korrektur der Reaktionsempfindlichkeit die Wirkung der Gegenfeder (23) im Dreidruek- steuerventil (1) bei nicht aufnahmefähiger Abzapfkammer verringert wird. 2.
    Dreidrucksteuerventil nach Patent- ansprneh, dadurch gekennzeichnet, dass zur Korrektur der Mittel vorgesehen sind, welche den einerseits von einem konstanten Steuerdruck und anderseits vom Druck der Hauptluftleitung beaufschlag ten Kolben (3) im Dreidrucksteuerventil bei nicht aufnahmefähiger Abzapfkammer unter stützen. 3. Dreidrucksteuerventil nach Unteran spruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur Unterstützung des Kolbens (3) ein Zusatz kolben (90) verwendet ist, der bei nicht auf nahmefähiger Abzapfkammer unter Druckbe aufschlagung in Kraftschluss mit dem erst genannten Kolben gebracht wird.
CH320182D 1952-12-24 1953-10-16 Dreidrucksteuerventil an mit einer zur lokalen Anzapfung der Hauptluftleitung vorgesehenen Abzapfkammer ausgerüsteten Druckluftbremsen, insbesondere für Schienenfahrzeuge CH320182A (de)

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