CH320590A - Verfahren zur Herstellung von binuclear halogensubstituierten Salicylsäurearylamiden - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von binuclear halogensubstituierten SalicylsäurearylamidenInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung von hinuclear halogensubstituierten Salicylsäurearylamiden Es ist bekannt, dass Oxybenzoesäui@eanilide, insbesondere Salicylsäureanilid, gegen Haut pilzerkrankun;en wirksam sind.
Es wurde nun gefunden, dass die fungizide und fungista.tisehe Wirkung von 2-Oxy-ben- zoesäui,earyIainiden auf das Vielfache gestei gert werden kann, wenn mindestens ein Kern wasserstoffatom durch Brom und gegebenen falls ein oder mehrere andere zusätzlieli dureli Chlor ersetzt werden.
Diese lialogen- aubstituierten neuen Verbindungen sind von besonderem therapeutischem )V ert, weil Pilz Prkrankungen häufig von bakteriellen Infek tionen begleitet sind, gegen welche die neuen Verbindungen ebenfalls wirksam sind.
Ini seliweiz. Patent 1Vr. 317291 ist nun ein Verfahren zur IIPrstellung von binuelear halo- (:ensubstituierten bromhaltigen @alieylsäure- aryIamiden durch Kondensation halogensub stituierter @alic@-lsäurederivate mit halogen substituierten ArOderivaten, wobei minde stens einer der Kernsubstituenten ein Brom atom ist, beschrieben.
Die vorliegende Erfindung betrifft nun ein Verfahren zur Herstellung solcher Verbin dungen aus nichthalogenierten Salieylsäure- arylamiden, wie sie durch Kondensation unha- logenierter Ausgangsstoffe erhalten werden.
\ Dieses Verfahren ist dadurch gekennzeic'- riet, class man ein Halogenfreies Salieyisäure- arylamid durch Einwirkung elementaren Ha- logens in beiden aromatischen Kernen. haloge- niert, wobei man in mindestens einen der Kerne mindestens ein Bromatom einführt.
Die als Ausgangsstoffe dienenden halogen freien Salietlsäurearylamide können gewon nen werden durch Kondensation einer gege-. benenfalls kernsubstituierten Salicylsäure, eines #;alicylsä.nrehalogenicls oder eines Sali- cylsäureesters mit einem Arylamin, oder durch Kondensation eines Salieylsäureamids mit einem Arylhalogenid.
Die Kondensation erfolgt vorteilhaft durch Einwirkung von Pliosphorhalogeniden als Kondensationsmittel auf die Komponenten. Es kann jedoch auch vorteilhaft sein, zur Vermeidung der Bildung unerwünschter Phos- phorsäureester bei Anwendung der Phosphor halogenide als Kondensationsmittel, die Kon densation derart durchzuführen, dass man die Komponenten zusammenschmilzt oder innig mischt und auf die erhaltene Schmelze oder innige Mischung Thionylchlorid, zweckmässig in Gegenwart eines Halogenwasserstoff bin denden Mittels, einwirken lässt.
Die so erhaltenen halogenfreien Salicyl- säurearylamide werden nun erfindungsgemäss in beiden Arylresten durch Einwirkung ele mentaren Halogens halögeniert. Mindestens einer der ini Molekül eingeführten Halogen gruppen muss ein Bromatom sein. Jeder Aryl- rest kann aueli mehrfach halogeniert werden und ausserdem andere Substituenten, wie z. B. Alkylgruppen, tragen.
Diese Halogeneinführung in die Kerne des Salicylsäurearylamids erfolgt vorzugsweise dadurch, dass man die elementaren Halogene Bronn und Chlor auf das Salicylsäureary 1- amid nacheinander einwirken lässt, beginnend
EMI0002.0008
OH
<tb> 5-Broin-salicylsäur <SEP> e--1'-chlor-anilid <SEP> : <SEP> @- <SEP> <B>\ <SEP> -CO</B> <SEP> - <SEP> N <SEP> H-<B><I>z</I></B>@-C1
<tb> Br
<tb> OH
<tb> 1
<tb> w
<tb> 5-Clilor-salieylsäure-g-brom-anilicl: <SEP> <B>/</B>_\-CO <SEP> NH <SEP> <B>7/</B>
<tb> \-Br
<tb> C1
<tb> OH
<tb> 5-Brom-salicylsäure-1'-brom-anilid:
<SEP> @-<B>CO</B> <SEP> - <SEP> NH-/ <SEP> \ <SEP> -Br
<tb> Br Diese Verbindungen sind gegen Staphylo- kokkeninfektionen noch in einer Verdünnung von 1 : 500 000 und mehr wirksam. Ihre Wir kungsstärke gegen Hautpilze wurde wie folgt geprüft:
0,5 cm3 einer Lösung der Verbindung wurde in eine zylindrische Aussparung von 14 mm Durchmesser gebracht, die in einem
EMI0002.0013
5-Clilor-salievlsäure-4'-brom-anilid
<tb> Wachstumszeit
<tb> in <SEP> Stunden <SEP> I <SEP> : <SEP> I000 <SEP> I <SEP> : <SEP> 200<I>0</I> <SEP> I <SEP> : <SEP> 5<B><I>0</I></B>00 <SEP> I <SEP> : <SEP> <B>10 <SEP> 000</B> <SEP> I <SEP> : <SEP> 20 <SEP> 00<B>0</B> <SEP> I <SEP> : <SEP> <B><I>5</I></B>0 <SEP> 000
<tb> 24 <SEP> 39 <SEP> 37 <SEP> 34 <SEP> 33 <SEP> 28 <SEP> 26
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<tb> 5-Brom-salievlsäure-4'-elilor-anilid
<tb> Wachstumszeit
<tb> <B>in</B> <SEP> Stunden <SEP> I <SEP> # <SEP> I000 <SEP> <B>I</B> <SEP> :
<SEP> 2000 <SEP> <B>I</B> <SEP> : <SEP> 5000 <SEP> I <SEP> : <SEP> <B>10000 <SEP> I</B> <SEP> : <SEP> 20 <SEP> 000 <SEP> I <SEP> : <SEP> 50 <SEP> 0<B><I>0</I></B>0
<tb> 2-1 <SEP> 40 <SEP> 36 <SEP> 33 <SEP> 30 <SEP> 28 <SEP> 24
<tb> 96 <SEP> 38 <SEP> 35 <SEP> 37. <SEP> 29 <SEP> 26 <SEP> 21
<tb> 192 <SEP> 36 <SEP> 32 <SEP> 29 <SEP> 26 <SEP> 23 <SEP> + mit dem für den ",aliey lsäurerest bestimmten Halogen.
Von den erfindungsgemäss erhaltenen halo- genierten Salieylsäurearylamiden haben sieh clie folgenden als besonders wirksam erwiesen: mit der zu prüfenden Pilzart infizierten festen Nährboden angebracht war, z. B. mit Epi- dermophyton unterdigitale oder Triehophy ton floecosuin sui ingninale. Nach einer gewissen Wachstlnmszeit wurde die vom Pilzwachstum freigebliebene Zone in Millimetern ausgemes sen.
Hierbei ergaben sieh die folgenden Zah lenwerte: Beispiel. <I>1</I> 5-Bi-oni-salicylyl-i'-chlor-auilid In eine Lösung von 42,6 g Saliey lanilid in etwa der vierfaehen Gewichtsmenge Eisessig oder bromwasserstoffhaltigem Eisessig wird bromhaltige Essigsäure, enthaltend die für den Eintritt eines Bromatoms berechnete 1-Ienge Brom, bei mässiger Kühlung unter Rühren eingetropft.
Das ausgeschiedene 5- Bi#oin-saliey lyl-anilid wird abgetrennt und da von 36 g in 500 em33 Eisessig und 150 g Essig ester gelöst und bei etwa 40 C etwas mehr als die für den Eintritt eines Chloratoms be rechnete Menge Chlorgas eingeleitet. Das erhal tene 5-Brom-salicvlvl-4'-ehlor-anilicl schmilzt nach dem Umkristallisieren aus Alkohol bei 241-2420 C.
Beispiel 5-B rorrt.-sal ic@cl@l-.@'-naeth@l-1'-boorn-crrailid In eine Lösung von 15 g Saliey ll-o-toltii- din in 300 ema Eisessig werden bei' Zimmer temperatur<B>1.7,5</B> g Brom, gelöst in 30 em3 bromwasserstoffhaltigem Eisessig, eingetropft.
Durch Einengen der Reaktionslösung erhält man <B>18</B> - kristallisiertes 5-Broni-sa@iez-1\-1-2'- methyl-4'-brom-anilid, das nach mehrfachem Uinkristallisieren aus Alkohol-Benzol bei 215 bis 216 C schmilzt.
<I>Beispiel. 3</I> <I>5-B</I> rorn-sUlicyl yl,-1'-b roira-a.7ail id Zu einer Lösung von 42,6 g Salieylylani- lid in<B>150</B> 0 em3 Eisessig werden unter mässiger Kühlung 69 g Brom, gelöst in 50 ems brom wasserstoffhaltigem Eisessig, zugetropft. Nach einigem Stehen kristallisieren 73,4 g rohes 5- Bronisalieylyl-4'-broni-anilid aus, das nach der Umkristallisation aus Alkohol,
Benzol oder Äthylenehlorid bei 233-234 C schmilzt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von binuclear halogensubstituierten, mindestens ein Brom atom enthaltenden Salicylsäurearylamiden, dadurch gekennzeichnet, dass man ein halo genfreies Salicylsäurearylamid durch Einwir kung elementaren Halogens in beiden aroma tischen Kernen halogeniert, wobei man in min destens einen der Kerne mindestens ein Brom atom einführt. UNTERANSPRÜCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man verschiedene Halogene in die beiden Kerne einführt, wo bei man zuerst den Salicylrest halogeniert. ?. Verfahren nach Patentansprueh, da durch gekennzeichnet, dass man die Haloge- nierung in Eisessig vornimmt. 3.Verfahren nach Patentanspruch und Untei#ansprtieh 1, dadurch gekennzeichnet, dass man Salieylsäureanilid zuerst im Salicyl- säurekern monobromiert und dann im Anilid- kern monochloriert, um 5-Brom-salicylsäure- 4'-ehlor-anilid zu erhalten. 4.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man Salicy lsättr e- 2'-methz-1-anilid in beiden aromatischen Kernen monobromiert, um 5-Brom-salicylsäure-2'-me- lhy l-4'-brom-anilid zu erhalten. 5.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man Salicylsäure- anilid in beiden aromatischen Kernen mono- bromiert, um 5-Brom-salicylsäure-4'-brom-ani- lid zu erhalten.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE320590X | 1952-05-10 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH320590A true CH320590A (de) | 1957-03-31 |
Family
ID=6156117
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH320590D CH320590A (de) | 1952-05-10 | 1952-11-28 | Verfahren zur Herstellung von binuclear halogensubstituierten Salicylsäurearylamiden |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH320590A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1293740B (de) * | 1959-08-31 | 1969-04-30 | Dow Chemical Co | Verfahren zur Herstellung von 3, 5, 4-Tribromsalicylsaeureanilid |
-
1952
- 1952-11-28 CH CH320590D patent/CH320590A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1293740B (de) * | 1959-08-31 | 1969-04-30 | Dow Chemical Co | Verfahren zur Herstellung von 3, 5, 4-Tribromsalicylsaeureanilid |
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