An einem stabförmigen Körper von beliebiger Profilierung abnehmbar zu befestigende Ablegeplatte, insbesondere als Zelttisch verwendbar Es ist bekannt, eine Tischplatte an einer Zeltstange in der Weise zu befestigen, dass eine an der Tischplatte angebrachte Hülse über die Zeltstange geschoben und dort an geklemmt wird.
Der Nachteil dieser Anord- nnng besteht jedoch darin, dass bereits beim Aufbau des Zeltes die an der Tiseliplatte be- festigrte Hülse über die Zeltstange herüber- @,csehobe.ir werden muss, so dass, abgesehen von (ler erschwerten Montage, ein Entfernen oder anderweitiges Anbringen der Tischplatte nach beendetem Aufbau des Zeltes nicht mehr mög lieh ist.
Durch die Erfindung wird dieser Nachteil behoben, so dass es möglich ist, die Tischplatte erst nach erfolgtem Aufbau des Zeltes anzu bringen, ihren Standort beliebig zu wechseln und sie schnell und bequem anzusetzen und abzunehmen. Dies ist um. so wesentlicher, als gerade in Zelten die Raumfrage es wünsehens- weit: erscheinen lässt, derartige Tischplatten mir vorübergehend zu benutzen, sie im übri gen aber beiseite zu stellen.
Bei den bekannten Tiseliplatten ist dies nicht. möglich, und selbst ihre Höhenverstellbarkeit beseitigt nicht den Nachteil der Raumeinengung, der besonders fühlbar wird, wenn es sich um eine Tisch platte von grösseren Abmessungen handelt,. was wünschenswert ist.
Nach der Erfindung sind zwei mit der Platte in Verbindung stehende, an ihrem Rande liegende Klemmbacken, von denen we nigstens eine im Sinne einer Auseinander spreizung ausschwenkbar ist, und Spannmit tel zur Herbeiführung der Klemmverbindung vorgesehen.
Die Anordnung kann zum Beispiel derart getroffen werden, dass die eine Klemmbacke an der Tischplatte fest angebracht und die andere scharnierartig an der ersten angelenkt ist, wobei beide Backen etwa durch einen schwenkbaren Schraubenbolzen mit einer Flü gelmutter zusammengezogen werden können. Die fest an der Tischplatte angebrachte Klemmbacke wird zweckmässig als Verstei fung für die Tischplatte ausgenutzt. Das Scharnier kann unterhalb der Tischplatte und auf der dem Tisch abgewandten Seite der Zeltstange angebracht sein.
In weiterer Ausbildung der Erfindung können aber auch beide Klemmbacken von der Tischplatte unabhängig beweglich und gegen einander ausschwenkbar sein, wobei sie Schwenkhebel tragen, die unterhalb der Platte strahlenförmig etwa bis zum entgegengesetz ten Ende der Tischplatte verlaufen und sich über ihre ganze Länge, zumindest aber in der Nähe ihrer Enden, an die Unterseite der Platte stützend anlegen. Dadurch werden die Schwenkhebel zur Abstützung lind Verstei fung der Platte herangezogen, so dass die Platte keiner weiteren Verstrebungen in Form von Diagonalen, Sicken, Rippen oder derglei- ehen mehr bedarf und eine zuverlässige und kräftige Abstützung vom Klemmpunkt aus erfährt.
Die Klemmhebel können hierbei durch Federkraft stets in ihre Schliesslage gedrängt werden. Die Innenseiten der Klemm backen sind vorteilhaft mit einem dünnen Belag von hohem Reibungskoeffizient, etwa ( T ummi, ausgefüttert, der aufgeklebt oder aufvulkanisiert sein kann.
In den Zeichnungen sind zwei Ausfüh rungen der Erfindung beispielsweise wieder gegeben, und zwar zeigt: Fig.l eine Ansicht der Tischplatte von unten mit der Festklemmvorrichtung, Fig.2 eine Seitenansicht der Anordnung nach Fig. 1, Fig.3 eine andere Ausführungsform von unten gesehen, Fig.4 eine Seitenansicht der Anordnung nach Fig. 3.
Die in Fig.1 dargestellte Tischplatte 5 ist aus dünnem Blech gefertigt, an den Rändern leicht abgerundet und nach unten angewin kelt, um eine gerundete Kante 6 von einer bestimmten Kantensteifigkeit zu erhalten. Sie weist Rechteckform auf. An der einen Längs seite 7 der Platte 5, etwa in der Mitte, ist die Klemmvorrichtung angebracht. Sie besteht aus einem Klemmbackenpaar 8, 9, von dem die erstere, 8, mit einem Schlitz 10 und die letztere, 9, mit einem schwenkbar um sein freies Ende 11 beweglichen Gewindebolzen 12 versehen ist.
Das Klemmbackenpaar wird durch einen Scharnierstift 13 zusammengehal ten, wobei dieser nach der Plattenmitte zu um ein bestimmtes Mass vom Rande der Platte entfernt ist, so dass die Klemmteile 8, 9 nach der Mitte der Tischplatte 5 zu gerichtet. sind und diese wirksam unterstützen.
Der Scharnierstift 13 ist auf der einen Seite mit der Tischplatte 5 durch einen ver senkten Kopf verbunden, während auf der andern, das heisst untern Seite, zwei Stahl bänder 15 und 16 sich kreuzend diagonal so verlaufen, dass sich ihre Kreuzungsstelle am untern Ende des Seharnierstiftes 13 befindet. Dieser durchdringt mit seinem abgesetzten Ende die Kreuzungsstelle 17 und ist dort ver nietet oder verschweisst. Die Diagonalbänder 15 und 16 sind an ihren abgekröpften En den mit der Platte. 5, z. B. durch Punkt schweissung oder Nietung, verbunden.
Es er gibt sich durch diese Anordnung eine Diago- nalversteifung der Tischplatte 5, die beson ders zweckmässig und haltbar ist. Als Träger der Tisehplatte dient ein Rohr 14, das zum Teil in die Tischplatte 5 eingreift, die an die ser Stelle eine entsprechende Eindrückung erhält. Der Träger kann naturgemäss auch eine andere Profilierung erhalten, der die Form der Klemme alsdann anzupassen ist.
In Fig. 2 ist die Anordnung von der Seite gesehen dargestellt, wobei gleiche Teile durch die gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet sind.
Die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Anord nung eignet. sich vorzugsweise für grössere Tisehplattenabmessungen mit stärkerer Bela stung, da der erforderliche Anpressdruck durch Regelung des Klemmdruckes der Flü gelschraube nach Bedarf eingestellt werden kann.
Eine andere Ausführungsform der Erfin dung ist in den Fig. 3 und 4 dargestellt. Sie eig net sich für kleinere Tischplatten und kleinere Belastungen, hat aber den Vorteil., bequem und schnell an- und abmontiert werden zu können.
Die in diesen Figuren dargestellte Anord nung zeigt zwei Klemmbacken 18, die gegen einander beweglich sind und deren strahlen artig verlaufende Schwenkhebel 20 durch Fe dern 21 in die Klemmlage gezogen werden. Die Klemmbacken 18 durchdringen an ihren Verbindungsstellen mit den Schwenkhebeln 20 eine auf der Unterseite der Tischplatte 5 angeschweisste oder anderweitig befestigte Verstärkungsrippe 19 und finden dort, ihre Widerlager. Die Verstärkungsrippe 19 ist in einiger Entfernung von der Durchbrechung 23 für den Durchtritt der Schwenkhebel 20 an den Punkten 22 in Richtung auf den vor- dern Rand 24 des Tisches abgewinkelt,
um die Tischplatte in einer besonders zweckmässi gen 'W'eise zu versteifen.
Die Zugfedern 21 sind an Bolzen 25 be festigt, die in die Tischplatte eingenietet sind; sie können aber auch in Löcher, die in die Verstärkungsrippe 19 nahe ihren Enden ge bohrt sind, eingehängt werden. Um die Schwenkhebel 20 in ihrer Lage zu halten, sind sie in der Nähe ihrer Widerlager 23 mit klei nen Erhöhungen 26 versehen, etwa in Gestalt eines Nietkopfes. Die Innenflächen der Klemm backen 1.8 werden vorteilhaft mit. einem dün nen Belag von Gummi oder dergleichen ver sehen, um die Haftfestigkeit der Klemmver bindung zu erhöhen.
Es versteht sich, dass die gleiche Klemm anordnung nicht nur für Zelttischplatten an wendbar ist, sondern sich auch für andere Vorrichtungen, wie Montageplatten, Auslage platten von Geschäftshäusern oder im Deko rationsbau, verwenden lässt.