CH322871A - Verfahren zur Herstellung basischer, phosphorhaltiger Ester - Google Patents

Verfahren zur Herstellung basischer, phosphorhaltiger Ester

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CH322871A
CH322871A CH322871DA CH322871A CH 322871 A CH322871 A CH 322871A CH 322871D A CH322871D A CH 322871DA CH 322871 A CH322871 A CH 322871A
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phosphorus
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Karl Dr Lutz
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Sandoz Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F9/00Compounds containing elements of Groups 5 or 15 of the Periodic Table
    • C07F9/02Phosphorus compounds
    • C07F9/06Phosphorus compounds without P—C bonds
    • C07F9/16Esters of thiophosphoric acids or thiophosphorous acids
    • C07F9/165Esters of thiophosphoric acids
    • C07F9/1651Esters of thiophosphoric acids with hydroxyalkyl compounds with further substituents on alkyl

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Description


  Verfahren zur Herstellung basischer, phosphorhaltiger Ester    Gegenstand vorliegender Erfindung ist  ein Verfahren zur Herstellung neuer,     wert-          voller,    basischer, phosphorhaltiger Ester der  Formel  
EMI0001.0003     
    dadurch gekennzeichnet, dass man phosphor  haltige Verbindungen der allgemeinen For  mel I  
EMI0001.0004     
    mit.

       Verbindungen    der allgemeinen Formel     II          A-Alk-Y2-X     umsetzt, wobei in den     Formeln.        R,    und     R#>          niedermolekulare,    gegebenenfalls     substituierte          Alkylreste,    A den Rest eines sekundären  Amins, welches höchstens 12 Kohlenstoff  atome enthält, Alk einen     1,2-Alkylenrest    mit  2 bis 3     Kohlenstoffatomen,    X ein     ionisier-          bares    Atom vom Atomgewicht 1--23 bedeu  tet,

   das durch     Ionisation    in ein Kation über  geht,     Yi        iuid    Y2     Sauerstoff-    oder Schwefel  atome bedeuten, und wobei mindestens eines  der     Radikale        Y1        und    Y2 ein Schwefelatom  sein soll.  



  Besonders geeignete Verbindungen der  Formel I sind beispielsweise die Chloride,       Bromide,        Jodide    oder     Fluoride    der Phosphor  säure- oder     Thionophosphorsäuredimethyl-,            -diäthyl-,        -dichloräthyl-,        -methylallyl-        und        -di-          äthoxyäthylester.     



  Als geeignete Verbindungen der Formel     II     können zum Beispiel     Dimethylaminoäthanol,          Diäthylaminoäthanol,        Dicyciohexylaminoätha-          nol,        N-oxyäthyl-morpholin,        N-Phenyl-N-methyl-          aminoäthanol,        Diäthylaminomereaptan,        N-(2-          mercaptoäthyl)-morpholin,        N-(2-oxypropyl)-          morpholin    bzw. das     Natriumalkoholat    dieser  Verbindungen, erwähnt werden.  



  Die Verbindungen der allgemeinen     Fo@-          mel    I werden zweckmässig in Gegenwart von  Benzol,     Toluol    oder einem     überschuss    des  Alkohols der Formel     II    oder des zur Herstel  lung der     Verbindung    der Formel     II    benötig  ten     Alkohols    mit den Verbindungen der all  gemeinen Formel     II    zur Reaktion gebracht.  Die Kondensation kann je nach der Reaktions  art und den     Reaktionspartnern    vorteilhaft in  Temperaturbereichen von 0-150  durchge  führt werden.  



  Geht man von     Alkoholen    der Formel     II     aus, so ist es zweckmässig, in     Gegenwart    eines  säurebindenden Mittels zu arbeiten.  



  Die auf diese Weise erhältlichen Verbin  dungen sind bei     gewöhnlicher    Temperatur  meistens farblose, viskose Flüssigkeiten, die  in vielen Fällen im Vakuum     unzersetzt    destil  lierbar sind.  



  Sie sind in wässeriger Lösung bzw. Sus  pension haltbar und in ölen sowie organi  schen     Lösungsmitteln    löslich.  



  Sie eignen sich besonders zur Herstellung  von Mitteln zur Schädlingsbekämpfung.      So erhält man zum Beispiel für diesen  Zweck geeignete Präparate, wenn man einen  in den folgenden Herstellungsbeispielen be  schriebenen Aktivstoff mit einem     Emulgator,     wie z. B. einem     Polyglykoläther    höherer Alko  hole, einem     Poly        glykoläther    von     Alkylpheno-          len    oder einem sulfonierten Öl vermischt. Da  bei können dem Gemisch auch noch beliebige  organische Lösungsmittel, wie z. B. Alkohole,       Ketone    oder aromatische     Kohlenwasserstoffe,     beigefügt werden.  



  Ein in Wasser gut     emulgierbares    Präparat       wird    erhalten, wenn ein Gewichtsteil des im  Beispiel 3 beschriebenen Aktivstoffes mit  1/2 Gewichtsteil eines     Xylolgemisches    und  1/2 Gewichtsteil eines     Isooctylphenyloctagly-          koläthers    vermischt wird.  



  Ein in Wasser gut lösliches und gut     net-          zendes    Präparat kann durch Mischen von 75  Gewichtsteilen des im Beispiel 5 beschriebenen  Aktivstoffes mit 25 Gewichtsteilen eines     sul-          fonierten    Paraffinöls hergestellt werden.  



  Alle oben erwähnten Präparate besitzen  in     0,04-0,311/eigen    Brühen ausgezeichnete  Kontaktwirkung auf verschiedenste Schäd  linge. Zum Teil zeichnen sie sich zudem noch  durch deutliche     systemisch-insektizide    Wir  kung aus.         Beispiel   <I>1</I>  2,3 g     Na-metall    werden bei 60-70      in     100 g     Diäthylaminoäthanol    gelöst. Bei etwa  30  C wird die Lösung des so erhaltenen     Alko-          holates    tropfenweise mit 18,8 g     Diäthylthio-          phosphorsäurechlorid    versetzt.

   Nach vierstün  digem Rühren bei Zimmertemperatur wird  die     -Reaktionsmischung    mit dem dreifachen  Volumen Wasser versetzt und     ausgeäthert.     Die ätherische Lösung     wird        zweimal    mit Was  ser gewaschen und     getrocknet.    Nach Eindamp  fen des Äthers erhält man durch Destillation  eine     Verbindung    der Formel:  
EMI0002.0034     
    die folgende Eigenschaften besitzt    Farbloses Öl von schwach basischem Ge  ruch,     schwerlöslich    in Wasser, löslich in ver  dünnten Säuren.  



  Siedepunkt:     98-1000/0,3    mm.  
EMI0002.0037     
  
    1V7 <SEP> ber <SEP> : <SEP> 5,2% <SEP> S <SEP> ber.: <SEP> 11,9%
<tb>  gef.:5,0% <SEP> gef.:12,10/0       <I>Beispiel 2</I>  4,6g     Na-meitall    werden bei etwa 50  in  50     cm3        Dimethylaminoäthanol    gelöst. Nach  vollständiger     Lösung    des     Na-metalles    wird die  so erhaltene     Alkoholatlösung    bei etwa 30   tropfenweise mit 38g     Diäthylthiophosphor-          säurechlorid    versetzt. Die Reaktionsmischung  wird noch 4 Stunden bei Zimmertemperatur  gerührt und, wie im Beispiel 1 geschildert,  aufgearbeitet.

   Man erhält eine Verbindung der       Formel:     
EMI0002.0047     
    die folgende Eigenschaften besitzt:  Helles,     aminartig    riechendes Öl vom Siede  punkt 83-86 /0,2 mm.  
EMI0002.0049     
  
    N <SEP> @ <SEP> ber.: <SEP> 5,8% <SEP> S <SEP> ber.: <SEP> 13,3%
<tb>  gef. <SEP> : <SEP> 5,6 <SEP> % <SEP> gef. <SEP> : <SEP> 13,6 <SEP> %       <I>Beispiel 3</I>  9,2g     Na-metall    werden in 100     ems        Xylol     pulverisiert und bei 100  mit 62g     N-oxyäthyl-          morpholin    versetzt. Nach zweistündigem Er  wärmen auf 90-100  hat sich alles Natrium  gelöst.

   Die gekühlte Suspension des     Alkoho-          lates    wird bei     20-40     in eine Lösung von 75 g       Diäthylthiophosphorsäurechlorid    in 100     ems          Xylol    eingetropft. Nach zehnstündigem Rüh  ren bei Zimmertemperatur wird vom ausge  schiedenen     Kochsalz        abfiltriert    und das Fil  trat durch Destillation aufgearbeitet.  



  Man erhält eine     Verbindung    der Formel:  
EMI0002.0064     
    die folgende Eigenschaften besitzt:      Wasserklares Öl, schwerlöslich in Wasser,  löslich in verdünnten Säuren. Siedepunkt: 118  bis 122 /0,06 mm.  
EMI0003.0001     
  
    N <SEP> ber. <SEP> : <SEP> 4,3 <SEP> % <SEP> S <SEP> ber. <SEP> : <SEP> 11,3 <SEP> 0/0
<tb>  gef.:4,6% <SEP> gef.:11,70/0       <I>Beispiel 4</I>  29 g     N-(2-oxy-propyl)-morpholin    werden  bei 100  in eine Suspension von 4,6 g pulveri  siertem     Na-metall    in 100     cm3        Xylol    einge  tropft.

   Wenn sich alles Natrium gelöst hat,  wird die Suspension des entstandenen     Alköho-          lates    bei etwa 40  in eine Lösung von 38 g       Diäthylthiophosphorsäurechlorid    in 100     cms          Xylol    eingetropft. Nach mehrstündigem Rüh  ren bei der angegebenen Temperatur wird vom  Kochsalz abgesaugt und das Filtrat durch  Destillation aufgearbeitet.  



  Man erhält eine Verbindung der Formel:  
EMI0003.0011     
    die folgende Eigenschaften besitzt:  Helles Öl vom Siedepunkt 108-112 /  0,06 mm; schwerlöslich in Wasser, leicht in  verdünnten Säuren.  
EMI0003.0012     
  
    N <SEP> ber.:4,7% <SEP> S <SEP> ber.:10,7%
<tb>  gef.:4,4% <SEP> gef.:10,9%            @ez@hzer,   <I>a</I>  14,7     g        N-(2-mercaptoäthyl)-morpholin    wer  den durch zehnstündiges Erhitzen in einer  Suspension von 2,3g     Na-metall    in 100     cm3          Xylol    bei 100  in das Na-Salz übergeführt.

    Die erhaltene Suspension des     Na-mercaptides     wird bei Zimmertemperatur in eine     Lösung     von 17,2 g     Diäthylphosphorsäurechlorid    in  50     em3        Xylol    eingetropft. Nach mehrstündi  gem Rühren bei Zimmertemperatur wird vom  Kochsalz abgesaugt und das Filtrat durch  Destillation aufgearbeitet.    Man erhält eine Verbindung der Formel:  
EMI0003.0024     
    die folgende Eigenschaften hat:  Wasserhelles Öl,     wasserlöslich,        Siedepunkt          136-14011/0,08    mm.  
EMI0003.0028     
  
    N <SEP> ber.:4,3% <SEP> S <SEP> ber.:11,30/0
<tb>  gef.:4,5% <SEP> gef.:11,4%

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung neuer, basi scher, phosphorhaltiger Ester der allgemei nen Formel, EMI0003.0030 dadurch gekennzeichnet, dass man phosphor haltige Verbindungen der allgemeinen For mel 1 EMI0003.0031 mit Verbindungen9der allgemeinen Formel 11 A-Alk-Y2-X umsetzt, wobei in den Formeln R, und R2 niedermolekulare, gegebenenfalls substituierte Alkylreste, A den Rest eines sekundären Amins, welches höchstens 12 Kohlenstoff atome enthält, Alk einen 1,2-Alkylenrest mit 2 bis 3 Kohlenstoffatomen,
    X ein ionisier- bares Atom vom Atomgewicht 1-23 bedeu tet, das durch Ionisation in ein Kation über geht, Y1 und Y2 Sauerstoff- oder Schwefel atome bedeuten, und wobei mindestens eines der Radikale Y1 und Y2 ein Schwefelatom sein soll.
CH322871D 1953-05-29 1953-05-29 Verfahren zur Herstellung basischer, phosphorhaltiger Ester CH322871A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1132147B (de) * 1957-11-06 1962-06-28 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung von Thiophosphorsaeureestern

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1132147B (de) * 1957-11-06 1962-06-28 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung von Thiophosphorsaeureestern

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