Fahrbare Vorrichtung zum seitlichen Zusammenrechen von auf der Erde liegendem Erntegut
Die Erfindung bet. rifft eine fahrbare Vorrichtung zum seitlichen Zusammenrechen von auf der Erde liegendem Erntegut, mittels wenigstens zweier sich in der Fahrtrichtung überlappender Reehenglieder, die durch ihre Berührung mit dem Boden oder dem Gut in Drehung versetzt werden.
Bisher bekannte Vorrichtungen dieser Art sind mit Reehenrädern ausgerüstet, deren Durchmesser wenigstens 1,2 m beträgt. Es sind sogar schwere und kostspielige Rechen- r#der von 1,6 m Durchmesser verwendet worden, mit denen bis zu grosseren Höhen, z. B.
1 m, aufgestautes Gut ohne Schwierigkeiten verarbeitet werden kann.
Die Erfindung beruht auf der Einsicht, dass hoeh aufgestautes Gut auch mit verhältnismässig kleinen Rechenrädern verarbei- tet werden kann, wobei der Durchmesser der Reehenräder sogar kleiner sein kann als die Hohe, zu weleher das Gut aufgestaut wird, und dass mit dem Gebraueh von relativ kleinen Reehenrädern bedeutende Vorteile verbunden sind. Erfindungsgemäss ist bei einer Vorrieh tung der eingangs erwähnten Art der Aussen- durehmesser wenigstens eines der Rechen- g kleiner als ein Meter.
Die Erfindung wird an Hand der Zeich- nung näher erläutert. Es zeigen :
Fig. 1 eine Draufsicht einer Rechenvor- richtung gemäss der Erfindung mit seitlicher Abgabe des Gutes,
Fig. 2 eine Draufsicht einer sowohl als Reehen wie auch als Schwadenwender benutzbaren Vorrichtung nach der Erfindung,
Fig. 3 eine Draufsicht einer abgeänderten Ausführung der Vorrichtung nach Fig. 1,
Fig. 4 eine-Seitenansicht der Vorrichtung nach Fig. 3, in der Richtung des Pfeils IV gesehen,
Fig. 5 eine Seitenansieht einer abgeänder- ten Ausführung der Vorrichtung nach Fig. 3,
Fig. 6 eine Draufsicht dieser abgeänderten Ausführung und
Fig.
7 eine Draufsieht einer weiteren Ausführungsform einer Vorrichtung nach der Er findung.
Der in Fig. 1 dargestellte Rechen besitzt ein Gestell, das durch einen von Laufrädern 2 und 3 unterstützten Balken 1 gebildet ist, welcher Balken sechs Rechenräder 4,5,6,7,8 und 9 tr#gt und durch über die Rechenräder geführte Bügel 10 und 1 mit einem Zugpunkt 12 verbunden ist. Das Laufrad 2 ist selbsteinstellend, während das Laufrad 3 eine feste Lage hat. Die Vorrichtung kann durch Verbindung des Punktes 12 mit einem Schlepper fortbewegt werden. Falls im Punkt 12 ein drittes Laufrad angeordnet wird, kann die Vorrichtung aueh durch ein Zugtier gezogen werden.
Die Reehenräder 4-9 sind auf den Zapfen der am Balken 1 gelagerten Kurbeln 4A-9A gelagert, wodurch sie in senkrechtem Sinne in bezug auf das Gestell bewegbar sind und sich je für sich den Unebenheiten des Geländes anpassen können. Die Aussendureh- messer D der Rechenräder 4-8 sind einander gleieh und betragen etwa 0,80 m, während der Aussendurchmesser des Rechenrades 9 gr##er ist, und zwar etwa 1,20 m beträgt. Eine Feder 9B verbindet das obere Ende eines am Arm der Kurbel 9A befestigten Nockens mit einem Punkt des Balkens 1, wodurch der Druck des Rades 9 auf den Boden vermindert wird und kleiner ist als das Gewicht dieses Rechenrades.
Die Rechenräder 4-8 sind dagegen nicht mit solehen den Raddruck herabsetzenden Einrich- tungen versehen.
In Fig. 1 ist der Abstand zwischen den Naben zweier benachbarter Rechenräder, beispielsweise der Rechenräder 6 und 7, in einer Richtung gemessen, die rechtwinklig zu der durch den Pfeil V angegebenen Fahrtrichtung des Rechens verläuft, mit A bezeichnet. Die Achsen der Rechenräder bilden einen Winkel von etwa 45 mit der Fahrtrichtung V. Bei der dargestellten Vorrichtung beträgt der Abstand A ungefähr 0,30 m, also beträehtlich mehr als ein Siebentel der Summe der Durchmesser der Rechenräder 6 und 7.
Die gute Wirkung dieser Vorrichtung beruht in erster Linie auf der Tatsache, dass das aufgestaute Gut, wenigstens bei den Re chenrädern 4-8, eine rollende Bewegung aus- f#hrt, wodurch das von den Rechenrädern hinaufgeführte Gut nur bis zu einer Hohe von etwa 0,30 m an diesen R#dern angepresst liegt, jedoch oberhalb dieser H#he in einigem Abstand vom Rad bleibt.
Man kann deshalb grundsätzlich die Rechenräder eines Reehens mit seitlicher Abgabe des Gutes ohne Bedenken halb so gross w#hlen, wobei man, damit eine #berlappung der Räder vorhanden bleibt und die Räder zusa. mmen dieselbe Arbeitsbreite aufweisen, natürlich die Anzahl der Reehen r#der vergrössern mu#. Wenn man bei einer li.
albierung des Durchmessers die Anzahl verdoppelt, erreicht man sehon eine beträchtliche Gewichts-und Kostenersparnis der Rechen r#der, da ein kleines Rad ungefähr nur ein Viertel des Werkstoffes eines im Dureh- messer doppelt so grossen Rades erfordert, so da# insgesamt die Hälfte des benötigten Materials eingespart wird, was deshalb von Be deutung ist, weil f#r die Speiehen und Zinken der Räder kostspieliger Federstahl benutzt wird.
Ausserdem bekommen die kleinen Räder je ein so gringes Gewieht, dass man das Rad mit seiner vollen Schwere auf dem Boden aufruhen lassen kann, wodurch für diese Räder den Raddruck herabsetzende Einrichtungen, wie z. B. Federn, in Fortfall kommen können.
Ausser einer Kostenersparnis führt dies noch zu dem Vorteil, dass in einfaehster Weise ein Raddruek ermöglieht wird, der von der Lage des Rades v#lling unabhängig ist. Die Bügel 10 und 11 können wesentlich flacher gewählt werden als bei einer Vorrichtung mit derselben Grundform des Gestelles, jedoch mit Reehenrädern grösseren Durchmessers. Es treten deshalb in diesen B#geln viel kleinere Bie gungsmomente auf, und diese können daher leiehter ausgeführt werden.
Kleine Reehenräder wie beschrieben haben den Vorteil, dass sie sich den Unebenheiten des Gel#ndes genauer anpassen können und dadurch das Gut besser aus Bodenvertiefungen, wie Gr#ben oder dergleichen, entfernen.
Wenn man die Durehmesser einer Reihe von Rechenrädern und deren gegenseitige Ab st#nde halbiert, so wird auch die H#he der freien Öffnung, die sieh zwisehen zwei sich überlappenden Reehenrädern und dem Boden bildet und die ersichtlich ist, wenn man in einer Richtung rechtwinklig zu den Ebenen dieser Räder sieht, halbiert. Diese Verminderang ist grundsätzlieh nicht nötig, woraus sich ergibt, dass bei der Halbierung der Durchmesser der Rechenräder der Abstand zwischen den Aehsen nieht auf die H#lfte herabgesetzt werden muss. Daraus geht hervor, dass die Anzahl der Reehenräder nicht verdoppelt, sondern z.
B. nur 1,5 bis 1,7 mal so gross ge wählt werden muss, was eine weitere beträcht- liche Ersparnis an Materialkosten und Gewicht bedeutet. Während bei bekannten Vorriehtungen der in Fig. 1 angegebene Abstand A bedeutend kleiner als zwei Siebentel der Abmessung D sein soll, kann man bei den be schriebenen kleineren Rechenrädern dieses Verhältnis grösser wählen. Sind die Durch- messer von zwei sich überlappenden Rechen- rädern einander nicht vollkommen gleich, so kann man für diese Räder den Abstand A g als ein Siebentel der Summe der Durehmesser wählen.
Wenn die Vorrichtung nach Fig. 1 in Betrieb genommen wird, führt sie das auf dem Boden liegende Gut 13 und/oder das schon eher gem## einem länglichen Haufen 14 zu sammengerechte Gut nach links, wo es als ein länglicher Haufen 15 liegen bleibt. Das gerade vor den Rechenrädern befindliche Gut 16 er streekt sieh in schräger Richtung. Daran n sehliesst sich das Cut 15 unter einem Winkel an.
Dadurch, dass das Rechenrad 9 sich gerade bei diesem Übergang befindet, ergeben sich für dieses Rad etwas andere Verhältnisse als für die Reehenräder 4-8. Das von diesem Rad abgegebene Gut wird nicht von einem nächsten Rad übernommen, so dass das Gut das Bestreben hat, aueh in grösserer Höhe am Rad angepresst zu liegen. Dadurch könnte das Gut von der obern H#lfte des Rades 9 wieder naeh vorn geführt werden, so dass das Rad sieh festlaufen würde. Um dies zu verhindern, ist das Rad 9 im Durehmesser grösser ausge- führt als die Räder 4-8.
Die Vorrichtung nach Fig. 2 umfasst zwei f rruppen von Rechenradern, und zwar drei Re chenräder 17,18 und 19, die mittels Kurbeln an einem Balken 20 gelagert sind, und drei Rechenräder 171, 18A und 19A, die an einem Balken 20. 1 befestigt sind. Die Balken 20 und 20A sind durch einen U-förmigen B#gel 21'l. miteinander verbunden, dessen naeh unten gerichtete Sehenkel um senkrechte Ach- sen drehbar mit den Balken 20 und 20A verbunden sind. Der Bügel 21A ist mit einem Zugarm 221 versehen, dessen Ende 23A an einem Schlepper befestigt werden kann.
Der Balken 20 bzw. 20A wird von einem Laufrad 24 bzw. 24A unterstützt. In der durch voll ausgezogene Linien angegebenen Lage bildet die Vorrichtung einen Rechen mit seitlicher Abgabe des Gutes. Sie kann aber in einen Schwadenwender umgewandelt werden, indem die Teile, deren Bezugsziffern ein A enthalten, in die mit gestrichelten Linien gezeichnete Lage, in der die Teile 17A-24A mit 17B-24B bezeichnet sind, versetzt werden.
Die R#der 17,18,17A und 18A sind mit einem Durchmesser kleiner als 1 m ausgeführt.
Die Räder 19 und 19A sind jedoeh grosser bemessen, und zwar deshalb, weil das Rad 19A immer das hintere Rad einer Reihe sich überlappender Rechenräder bildet, und weil das Rad 19 in der Lage der Räder als Schwadenwender ebenfalls das hinterste Rad seiner Reihe ist. Da dieses Rad nie mehr als einen Schwad zu wenden hat, ist es aber auch möglieh, dieses Rad klein auszuführen.
Fig. 3 zeigt einen Rechen mit seitlicher Gutabgabe, der besonders für leichte Arbeiten geeignet ist. Der Reehen besitzt einen Balken 25, an dem mittels Kurbeln vier kleine Re chenräder 26,27,28 und 29 gleichen Durch- messers gelagert sind. Der Durchmesser dieser Reehenräder beträgt 0,60 m, und ihr gegenseitiger Abstand, senkrecht zur Fahrtrichtung gemessen, beträgt ungefähr 0,25 m. Der Balken 25 wird von einem durch Motorkraft be wegten, zweirädrigen Fahrzeug 30 getragen, das mit Handgriffen 31 versehen ist und für vielerlei Zweeke in der Landwirtschaft und im Gartenbau benutzt werden kann.
Der Balken 25 ist drehbar um eine senkrechte Achse 32 am Fahrzeug befestigt und mit einem halbkreisförmigen Ring 33 versehen, der beispielsweise durch Einsteeken eines Stiftes in ein Loch des Ringes zur Feststellung der Winkelstellung des Balkens 25 in bezug auf die Fahrtrichtung benutzt wird.
Um zu verhindern, dass die obere Hälfte des Rechenrades 29 in unbeabsichtigter Weise mit dem seitwärts abgegebenen Gut in Berührung kommt, ist am Balken 25 eine F#h- rungsplatte 34 (siehe auch Fig. 4) angeordnet, die sich vor dem Rad 29, jedoch hinter dem Rad 28 befindet. Die Verwendung eines grö- sseren hintern Rechenrades ist in diesem Fall nicht erforderlich.
Die Fig. 5 und 6 zeigen noch eine dritte Losung, wie man der Schwierigkeit am Ende einer Reihe von kleinen Rechenrädern begegnen kann. Hier ist beim Rechenrad 29 der Vorrichtung nach Fig. 3 statt der Führungsplatte 34 eine auf dem auf-und umgebogenen Ende 35 des Balkens 25 gelagerte, vorzugsweise am Umfang mit Zinken versehene Seheibe 36 vorgesehen, die teilweise vor einem Teil des Reehenrades 29 liegt. Die Scheibe 36 ist in einer praktisch zur Ebene des Rechen- rades 29 parallelen Ebene um eine Achse drehbar und bildet gewissermassen ein Rechenrad, das aber so hoch über dem Boden liegt, dass es nur durch das passierende Gut in Drehung versetzt werden kann.
Dieses Rad verhindert, dass das seitwärts bewegte Gut in ungewiinschte Berührung mit der obern Hälfte des Rechenrades 29 kommt.
Mit durchwegs relativ kleinen Rechenrädern versehene Vorrichtungen, wie die nach den Fig. 3-6, können für schwerere Arbeit dadurch geeignet gemacht werden, dass vor der Reihe der Rechenglieder eine Reihe Hilfsrechenglieder vorgesehen wird, welche Hilfsrechenglieder sich in Abstand über dem Boden befinden. Eine solche Vorrichtung ist in Fig. 7 dargestellt. Sechs kleine Reehenräder 39 sind mittels Kurbeln an einem auf Laufrädern 40A abgestützten Balken 40 befestigt.
In der Fahrtrichtung vor dieser Reihe befindet sich eine Reihe von vier Hilfsrechenglie- dern 41, die um zueinander parallele Achsen drehbar sind. Diese Achsen bilden mit der Fahrtrichtung R einen Winkel, der kleiner ist als der Winkel, den die Achsen der Rechen- räder 39 mit dieser Richtung bilden. Die Rechenräder 41 befinden sich in Abstand über dem Boden, und ihre Achsen sind zu einem Träger 42 vereinigt.
Bügel 43 und 44 verbinden den Träger 42 und den Balken 40 miteinander und mit dem Zugpunkt 45. Wenn erwünscht, kann die Achse des hintern Rechen- rades 41 einen grösseren Winkel mit der Fahrtrichtung bilden als die Achsen der andern Re ehenräder 41.
Falls man mehr als ein Hilfsrechenglied verwendet, so erhält man die beste Wirkung, wenn von zwei benachbarten Hilfsrechengliedern die Abfuhrseite des vordern Gliedes in der Fahrtrichtung vor dem hintern Glied liegt, wie es bei der Vorrichtung nach Fig. 7 der Fall ist.