CH543461A - Bodenregenerierungsmittel und Verfahren zu dessen Herstellung - Google Patents

Bodenregenerierungsmittel und Verfahren zu dessen Herstellung

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CH543461A
CH543461A CH162170A CH162170A CH543461A CH 543461 A CH543461 A CH 543461A CH 162170 A CH162170 A CH 162170A CH 162170 A CH162170 A CH 162170A CH 543461 A CH543461 A CH 543461A
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CH
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water
waste paper
soil
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regeneration agent
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Application number
CH162170A
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English (en)
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Ruesch Friedrich
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Ruesch Friedrich
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05FORGANIC FERTILISERS NOT COVERED BY SUBCLASSES C05B, C05C, e.g. FERTILISERS FROM WASTE OR REFUSE
    • C05F11/00Other organic fertilisers
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05GMIXTURES OF FERTILISERS COVERED INDIVIDUALLY BY DIFFERENT SUBCLASSES OF CLASS C05; MIXTURES OF ONE OR MORE FERTILISERS WITH MATERIALS NOT HAVING A SPECIFIC FERTILISING ACTIVITY, e.g. PESTICIDES, SOIL-CONDITIONERS, WETTING AGENTS; FERTILISERS CHARACTERISED BY THEIR FORM
    • C05G5/00Fertilisers characterised by their form
    • C05G5/40Fertilisers incorporated into a matrix

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Pest Control & Pesticides (AREA)
  • Fertilizers (AREA)

Description


  
 



   Die bisher bekannten Düngungsverfahren, bei welchen wasserlösliche Dünger zum Einsatz kommen, weisen alle den Nachteil auf, dass bei Regenanfall die Pflanzennährstoffe in kurzer Zeit aus den oberen Bodenschichten ausgewaschen werden und in tiefere Schichten des Bodens abwandern, wo sie der Ausnutzung durch die Wurzeln der Pflanzen verloren gehen.



   Um diesen Nachteil zu vermeiden, wurden bereits langsam wirkende Düngmittel, sog. Depotdünger, entwickelt.



   Die Depotwirkung dieser Dünger beruht entweder auf der Umhüllung herkömmlicher granulierter Dünger mit Stoffen geringer Wasserlöslichkeit oder auf der Verwendung von Stickstoffverbindungen, welche den Stickstoff nur langsam abgeben (vgl. Ullmanns Encyklopädie der technischen Chemie, Ergänzungsband (3. Auflage, 1970), Seiten   54S541).   



  Beide Massnahmen waren aber auf ganz bestimmte Pflanzennährstoffe beschränkt.



   Anderseits wurde auch schon vorgeschlagen, das Isolierund Wasserrückhaltevermögen von Flocken aus Schaum-Polystyrol zur Verbesserung von schlecht durchlüfteten und zur Vernässung neigenden Lehm- und Tonböden auszunutzen (vgl. Umschau 1964, 429). Pflanzennährstoffe wurden dabei jedoch nicht in den Boden eingebracht.



   Zweck der Erfindung ist die Schaffung eines neuartigen Bodenregenerierungsmittels, welches die eingangs erwähnten Nachteile nicht aufweist.



   Das erfindungsgemässe Bodenregenerierungsmittel ist dadurch gekennzeichnet, dass es mindestens teilweise aus zerfasertem Altpapier als wasserzurückhaltendem Stoff mit daran adsorbierten Pflanzennährstoffen besteht.



   Auch bei starkem Regenanfall werden die Pflanzennährstoffe aus dem erfindungsgemässen Bodenregenerierungsmittel nur sehr langsam und haushälterisch freigesetzt. Diese überraschende Wirkung beruht einerseits auf der der Wasserrückhaltung des Bodenregenerierungsmittels, welches aus diesem Grunde auch feuchtigkeitsregulierend auf den Boden wirkt und diesen vor rascher Austrocknung schützt, an der seits auf der Adsorption der Pflanzennährstoffe an einen   TräJ    gerstoff.



   Das zerfaserte Altpapier kann für sich allein oder im Gemisch mit Torfmull und/oder Tonerde eingesetzt werden.



   Als Pflanzennährstoffe können sowohl leicht wasserlösliche als auch in Wasser schwerlösliche oder unlösliche, wie z. B. Klärschlamm, verwendet werden.



   Für die Herstellung eines erfindungsgemässen Bodenregenerierungsmittels auf der Basis von Altpapier geht man zweckmässig wie folgt vor:
Altpapier wird in Wasser unter Zusatz von Borsäure eingeweicht. Einerseits bewirkt die Zugabe von Borsäure in der Folge eine bessere   Zerfaserung,    anderseits ist sie als Pflanzennährstoff ohnehin erwünscht. Nach dem Einweichen wird das Altpapier in einem Mixer zerschnetzelt. Dann wird die Masse in der Zentrifuge vom Wasser befreit und getrocknet.



  Anschliessend wird sie, gegebenenfalls nach Zugabe von weiterem wasserzurückhaltenden Stoffen, wie Torfmull und/oder Tonerde, im Kollergang feingemahlen und gleichzeitig aufgeschlossen, so dass sie watteähnliche Eigenschaften erhält.



  In diesem Zustand vermag sie bis das Dreissigfache ihres Eigengewichtes an Flüssigkeit aufzunehmen.



   Dann setzt man die gewünschten Nährstoffe, soweit wasserlöslich zweckmässig in Form einer konzentrierten wässrigen Lösung, sofern in Wasser nicht oder nur schwer löslich in Form einer wässrigen Aufschlämmung, zu. Klärschlamm kann direkt mit dem Wassergehalt, mit dem er anfällt, zugesetzt werden. Zweckmässig behandelt man die Masse bis zur vollständigen Sättigung. Dann wird das Erzeugnis getrocknet, gegebenenfalls mit weiteren wasserzurückhaltenden Stoffen wie Torfmull und/oder Tonerde, oder Streckmitteln vermahlen und in Säcke abgefüllt.



   Beispiel
Man stellt aus Altpapier auf die oben beschriebene Weise einen Fertigdünger her, welcher pro 100 kg des trockenen Fertigdüngers die folgenden Mengen Nährsalze enthält: KH2PO4 75 g NiSO4 55 g   MgSO4    65 g Co(NO3)2 45 g   Ca(NOs)2    190 g TiO2 45 g KCI 40 g   H3BO3    35 g   FeCls    10 g   MnCl2    40 g   SnCle    60 g KJ 35 g   CuSO(    65 g ZnSO4 45 g Al2(SO4)3 55 g H2MoO4 50 g LiCI 45 g KBr 45 g
PATENTANSPRUCH I
Bodenregenerierungsmittel, dadurch gekennzeichnet, dass es mindestens teilweise aus   zerfasertem    Altpapier als wasserzurückhaltendem Stoff mit daran adsorbierten Pflanzennährstoffen, besteht.



   UNTERANSPRUCH



   1. Bodenregenerierungsmittel nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass es als wasserzurückhaltenden Stoff ein Gemisch von zerfasertem Altpapier mit Torfmull und/oder Tonerde enthält.



      PATENTANSPRUCH II   
Verfahren zur Herstellung eines Bodenregenerierungsmittels nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man eingeweichtes Altpapier zerfasert, dass man die Fasermasse mit den Pflanzennährstoffen innig vermischt, derart, dass diese an den wasserzurückhaltenden Stoff adsorbiert werden, und dass man das Produkt trocknet.

 

   UNTERANSPRÜCHE
2. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass man das Altpapier unter Zugabe von Borsäure einweicht.



   3. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Produkt weitere wasserzurückhaltende Stoffe zugibt.



   4. Verfahren nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Produkt die weiteren wasserzurückhaltenden Stoffe nach dem Trocknen zugibt.



   5. Verfahren nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Produkt als weitere wasserzurückhaltende Stoffe Torfmull und/oder Tonerde zugibt.

**WARNUNG** Ende DESC Feld konnte Anfang CLMS uberlappen**.



   

Claims (1)

  1. **WARNUNG** Anfang CLMS Feld konnte Ende DESC uberlappen **.
    Die bisher bekannten Düngungsverfahren, bei welchen wasserlösliche Dünger zum Einsatz kommen, weisen alle den Nachteil auf, dass bei Regenanfall die Pflanzennährstoffe in kurzer Zeit aus den oberen Bodenschichten ausgewaschen werden und in tiefere Schichten des Bodens abwandern, wo sie der Ausnutzung durch die Wurzeln der Pflanzen verloren gehen.
    Um diesen Nachteil zu vermeiden, wurden bereits langsam wirkende Düngmittel, sog. Depotdünger, entwickelt.
    Die Depotwirkung dieser Dünger beruht entweder auf der Umhüllung herkömmlicher granulierter Dünger mit Stoffen geringer Wasserlöslichkeit oder auf der Verwendung von Stickstoffverbindungen, welche den Stickstoff nur langsam abgeben (vgl. Ullmanns Encyklopädie der technischen Chemie, Ergänzungsband (3. Auflage, 1970), Seiten 54S541).
    Beide Massnahmen waren aber auf ganz bestimmte Pflanzennährstoffe beschränkt.
    Anderseits wurde auch schon vorgeschlagen, das Isolierund Wasserrückhaltevermögen von Flocken aus Schaum-Polystyrol zur Verbesserung von schlecht durchlüfteten und zur Vernässung neigenden Lehm- und Tonböden auszunutzen (vgl. Umschau 1964, 429). Pflanzennährstoffe wurden dabei jedoch nicht in den Boden eingebracht.
    Zweck der Erfindung ist die Schaffung eines neuartigen Bodenregenerierungsmittels, welches die eingangs erwähnten Nachteile nicht aufweist.
    Das erfindungsgemässe Bodenregenerierungsmittel ist dadurch gekennzeichnet, dass es mindestens teilweise aus zerfasertem Altpapier als wasserzurückhaltendem Stoff mit daran adsorbierten Pflanzennährstoffen besteht.
    Auch bei starkem Regenanfall werden die Pflanzennährstoffe aus dem erfindungsgemässen Bodenregenerierungsmittel nur sehr langsam und haushälterisch freigesetzt. Diese überraschende Wirkung beruht einerseits auf der der Wasserrückhaltung des Bodenregenerierungsmittels, welches aus diesem Grunde auch feuchtigkeitsregulierend auf den Boden wirkt und diesen vor rascher Austrocknung schützt, an der seits auf der Adsorption der Pflanzennährstoffe an einen TräJ gerstoff.
    Das zerfaserte Altpapier kann für sich allein oder im Gemisch mit Torfmull und/oder Tonerde eingesetzt werden.
    Als Pflanzennährstoffe können sowohl leicht wasserlösliche als auch in Wasser schwerlösliche oder unlösliche, wie z. B. Klärschlamm, verwendet werden.
    Für die Herstellung eines erfindungsgemässen Bodenregenerierungsmittels auf der Basis von Altpapier geht man zweckmässig wie folgt vor: Altpapier wird in Wasser unter Zusatz von Borsäure eingeweicht. Einerseits bewirkt die Zugabe von Borsäure in der Folge eine bessere Zerfaserung, anderseits ist sie als Pflanzennährstoff ohnehin erwünscht. Nach dem Einweichen wird das Altpapier in einem Mixer zerschnetzelt. Dann wird die Masse in der Zentrifuge vom Wasser befreit und getrocknet.
    Anschliessend wird sie, gegebenenfalls nach Zugabe von weiterem wasserzurückhaltenden Stoffen, wie Torfmull und/oder Tonerde, im Kollergang feingemahlen und gleichzeitig aufgeschlossen, so dass sie watteähnliche Eigenschaften erhält.
    In diesem Zustand vermag sie bis das Dreissigfache ihres Eigengewichtes an Flüssigkeit aufzunehmen.
    Dann setzt man die gewünschten Nährstoffe, soweit wasserlöslich zweckmässig in Form einer konzentrierten wässrigen Lösung, sofern in Wasser nicht oder nur schwer löslich in Form einer wässrigen Aufschlämmung, zu. Klärschlamm kann direkt mit dem Wassergehalt, mit dem er anfällt, zugesetzt werden. Zweckmässig behandelt man die Masse bis zur vollständigen Sättigung. Dann wird das Erzeugnis getrocknet, gegebenenfalls mit weiteren wasserzurückhaltenden Stoffen wie Torfmull und/oder Tonerde, oder Streckmitteln vermahlen und in Säcke abgefüllt.
    Beispiel Man stellt aus Altpapier auf die oben beschriebene Weise einen Fertigdünger her, welcher pro 100 kg des trockenen Fertigdüngers die folgenden Mengen Nährsalze enthält: KH2PO4 75 g NiSO4 55 g MgSO4 65 g Co(NO3)2 45 g Ca(NOs)2 190 g TiO2 45 g KCI 40 g H3BO3 35 g FeCls 10 g MnCl2 40 g SnCle 60 g KJ 35 g CuSO( 65 g ZnSO4 45 g Al2(SO4)3 55 g H2MoO4 50 g LiCI 45 g KBr 45 g PATENTANSPRUCH I Bodenregenerierungsmittel, dadurch gekennzeichnet, dass es mindestens teilweise aus zerfasertem Altpapier als wasserzurückhaltendem Stoff mit daran adsorbierten Pflanzennährstoffen, besteht.
    UNTERANSPRUCH
    1. Bodenregenerierungsmittel nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass es als wasserzurückhaltenden Stoff ein Gemisch von zerfasertem Altpapier mit Torfmull und/oder Tonerde enthält.
    PATENTANSPRUCH II Verfahren zur Herstellung eines Bodenregenerierungsmittels nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man eingeweichtes Altpapier zerfasert, dass man die Fasermasse mit den Pflanzennährstoffen innig vermischt, derart, dass diese an den wasserzurückhaltenden Stoff adsorbiert werden, und dass man das Produkt trocknet.
    UNTERANSPRÜCHE 2. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass man das Altpapier unter Zugabe von Borsäure einweicht.
    3. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Produkt weitere wasserzurückhaltende Stoffe zugibt.
    4. Verfahren nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Produkt die weiteren wasserzurückhaltenden Stoffe nach dem Trocknen zugibt.
    5. Verfahren nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Produkt als weitere wasserzurückhaltende Stoffe Torfmull und/oder Tonerde zugibt.
CH162170A 1970-02-04 1970-02-04 Bodenregenerierungsmittel und Verfahren zu dessen Herstellung CH543461A (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0360982A3 (en) * 1988-09-27 1990-08-29 Friedrich Priehs Component used for a fertilizer mixture or such like
EP0593795A1 (de) * 1991-10-23 1994-04-27 Hans Dipl.-Ing. Knauth Verfahren zur Herstellung von weisstorfähnlichen Bodenverbesserungsmitteln aus Altpapier

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0360982A3 (en) * 1988-09-27 1990-08-29 Friedrich Priehs Component used for a fertilizer mixture or such like
EP0593795A1 (de) * 1991-10-23 1994-04-27 Hans Dipl.-Ing. Knauth Verfahren zur Herstellung von weisstorfähnlichen Bodenverbesserungsmitteln aus Altpapier

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