Verfahren zur Herstellung von Kopien, besonders Druckformen, mit Hilfe von wasserunlöslichen Diazoverbindungen Im Patent Nr. <B>2192832</B> ist ein Verfahren zur Herstellung von druelzfähigen Bildern, besonders Druelzformen für das graphische Gewerbe, mit Hilfe von wasserunlöslieher, Diazoverbindungen beschrieben, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man -unter Verwen- dting von wasserunlösliehen Diazoverbindun- geil,
die sich von einem Naphthochinon-(1,2)- diazid herleiten, auf einem Schiehtträger eine lielitempfindliehe Schicht herstellt, diese hin ter einer Vorlage belichtet und die belichtete Schicht mit einer verdünnten alkalischen Lö <U>sung</U> behandelt.
Für das Verfahren kommen solebe wasserunlösliehen Diazoverbindungen in Betracht, die die chemische Konstitution von Estern bzw. Amiden von SullosäLiren oder Carbonsäuren eines Naphthochinon <B>-</B> (1,2) - diazids besitzen.
Ii',s können auch alkalilösliehe Harze den zu verwendenden Diazoverbindungen beige- nAseht oder als besondere Schicht zwischen Sellielitträger und lichtempfindlicher Schicht aufgetragen werden und das Erhitzen kann iinterbleiben <B>'.</B> auch dann, wenn in Abwesen- i-,eit von alkalilösliehen Harzen gearbeitet ,#vird.
Nach obigeln. Patent Nr. <B>292832</B> werder na -h positiven Vorlagen Positive und nach negativen Vorlagen Negative erhalten.
<B>C</B> In dein Hauptpatent Nr. <B>315139</B> ist ein Verfahren zur Herstellung von Kopien, be sonders Druekformen, mit Hilfe von. -wasser unlöslichen Diazoverbindungen beschrieben, das dadurch gekennzeichnet ist, dass licht empfindliche Schichten verwendet werden, welche solche Ester der Naphthochinon-(1.,2)- diazid-suliosäuren enthalten, die konstit-Li- tionsmässig Ester aus diesen Sulfosäuren mit.
iin Imidazolring am Stickstoff, gegebenenfalls, auch, am 2-Kohlenstoffatom, durch Alkyl substituierten 0,xynaphtlioimidazolen sind, und dass zwecks Gewinnung von positiven Bil dern nach negativen Vorlagen oder von nega tiven Bildern nach positiven Vorlagen die unter einer Vorlage belichteten Schichten mit sauren Mitteln behandelt werden, denen gegebenenfalls organische Lösungsmittel bei gemischt sind.
Es ist nun weiter gefunden worden, dass man Kopien, besonders Druckformen, mit Hilfe von wasserunlöslichen Diazoverbindun- gen auch dadurch herstellen kann, dass man, gemäss vorliegender Erfindung,
unter Ver- wendang von wasserunlöslichen Sullosäure- estern von ortho-Chinondiaziden der Benzol- reihe oder Naphtbalinreihe entsprechend der allgemeinen Formel D-SO2-0-R-C1I2--X worin<B>D</B> für den Rest eines ortho-Benzoeliinon- diazids oder ortho-I\Taphthoehinondiazids,
<B>E</B> für einen aromatisch-carboeyelischen Ring oder aromatiseh-heteroeyelisellen Ring und X für den Rest einer sekundären organisehen Base mit<B>2-5</B> C-Atomen stehen, auf einem Schicht träger eine lichtempfindliche Schicht herstellt, diese hinter einer Vorlage belichtet und die belichtete Schicht zwecks Gewinnung von positiven Bildern nach negativen Vorlagen und von negativen Bildern nach positiven Vorlagen mit sauren Mitteln behandelt.
Gute Ergebnisse werden mit Estern aus den genannten ortho-Chinondiazidsiilfosä-ui- ren mit mehrkernigen Oxyverbindungen er zielt, beispielsweise solchen der Naphthalin- oder Diphenylenoxyd- oder Carbazol- oder Fluoren-Reihe, die als basischen Rest eine -Piperidyl-Allzyl-Gruppe enthalten.
Die Darstellung der erfindungsgemäss zür Herstellung der lielitempfindliehen Schicht zu verwendenden Ester bzw. Amide kann nach an sich bekannten Methoden erfolgen. Zum Beschiehten des Trägers kann man auieh Mi- sehun-en zweier oder mehrerer der erfin dungsgemäss zu verwendenden ortho-Chinon- diazidabkämmlinge nehmen. Dadurch wird bis weilen eine Verbesserung der Schichten erreicht, besonders bei solchen Verbindungen, welche stärker zur Kristallisation neigen.
Man erhält dann bei Verwendung von Mischungen der ortbo-Cbinondiazidabkömmlinge gleich mässig laekartige Schichten, die gute Abreib- festigkeiten auf den Unterlagen besitzen.
Ein Erhitzen kann beim Arbeiten gemäss vorliegender Erfindung im allgemeinen, unter bleiben. Eine Mitverwendung von alkalilösli- ehen Harzen bietet beim Arbeiten gemäss vor liegender Erfindung im allgemeinen keinen Vorteil. Gegebenenfalls kann eine Ätzung des .Materials vorgenommen werden, zweckmässig nachdem die fette- Druckfarbe angetragen ist.
Die Entfernung der bei der Belichtung unter einer Vorlage -unverändert gebliebenen Diazoverbindung kann entweder mit Säuren oder mit sauer reagierenden Salzen in wäss- rigem Medhim vorgenommen werden. Bei spielsweise sind wässrige Lösungen von Mine- ralsäuren, wie Phosphorsäure oder Schwefel säure, oder von Alkalibistilfat sehr geeignet.
Besonders wasserlösliebe organische Lösungs mittel, wie niedere aliphatische Alkohole, z. B. Kthanol, Propanol, Äthylenehlorhydrin, Glv- kol, Glykolmonoalkyläther, Dig17kol, Triglykol, ferner Aeeton, Tetrahydrofuran, Dioxan und ähnliche, können mit Vorteil den sauren Ent- wieklern zugesetzt werden, zweel-,
mässig in geringen Mengen. Den sauer reagierenden Lö sungen, die man in geeigneter Weise, z. B. mittels eines Tampons, auf das belichtete Ma terial aufträgt oder in denen man das belieh- tete Material badet, kann man verdickend wirkende Substanzen, wie Dextrin, wasser- lösliehe CellLiloseäther oder ähnliche Stoffe zusetzen;
die Säurewirkung kann durch Zu- satz o puffernd wirkender Salze gemildert wer- den. Auch Zusatz von Salzen, wie Natrium- chlorid, Caleiumchlorid, Ammoniumehlorid oder Magnesiumsulfat, ist häufig vorteilhaft.
Als Schiehtträger kommen vor allem die auch im Flaehdraek, viel benutzten metal lischen Unterlagen in Frage, beispielsweise solche aus Aluminium oder Zink, deren Ober- fliehe auch in bekannter Weise mechanisch, z. B. durch Bürsten oder Sandstrahlen, oder chemisch, z.
B. mit Hilfe von Phosphatbädern, oder elektrochemisch vorbehandelt sein kön,- nen. Die Arbeitsweise sowohl bei der Besehich- tung des Schiehtträgers und der Beliehtung des lichtempfindlichen Materials zur Erzeu gung des Bildes in der lichtempfindlichen Schicht als auch bei der Verwendung zurn Zwecke der Herstellung von Reproduktionen stimmt mit der in den Schweizer Patenten Nr. <B>292832</B> und Nr. <B>315.1.39</B> beschriebenen überein.
<I>Beispiele.</I> 1. Eine 2%ige Lösung des Esters aus Benzoehinon- (1,2) -diazid- (2) -5-methyl-4-sulio- säure und 3-Oxy-2-piperidylmethyldiphenvien- oxyd mit der Formel<B>1-</B> in Glykolmonomethyl- äther wird nach den in der graphischen Technik üblichen Methoden, z.
B. durch Auf schleudern, auf eine einseitig aufigerauhte Aluminiumplatte aufgebracht und die licht empfindliche Schicht vermittels eines etwa 6011 <B>C</B> warmen Luftstromes gut getrocknet. Niaeli der Belichtung der sensibilisierten Foliie unter einer transparenten Vorlage erhält man von einer positiven Vorlage ein schwach rot gefärbtes Negai-ivbild auf gelbem Gruind., (las durch Tamponieren mit<B>5</B> 1/oiger Phos phorsäure entwickelt wird.
Nach dem<B>Ab-</B> spülen der Platte mit Wasser und Einfärben ,nit fetter Farbe erscheint das Negativbild kräftig auf blankem metallischem Unter grund.
An Stelle der Diazoverbindung mit der Formel<B>1</B> lassen sieh zur Herstellung der lichtempfindlichen Schicht mit gleich gutem Ercebnis die Diazoverbindungen mit den Formeln. 2 und<B>3</B> in<B>1</B> 1/oiger Lösung verwen den.
2. Nach den in Beispiel<B>1</B> gemachten Angaben wird eine Aluminiumfolie mit einer <B>1</B> 1/oigen. Lösung einer Diazoverbindung mit der Formel 4 oder<B>5</B> in Glykolmonomethyl- äther beschiehtet und auf der sensibilisierten, ,gut getrockneten Folie durch Belichtung an einer Bogenlampe -unter einer Vorlage ein Bild hergestellt.
Dieses wird durch Über- wisehen der belichteten Folie mit einem mit <B>3-5</B> O/eiger Phosphorsäure durehtränkten Wattebausch entwickelt und nach dem<B>Ab-</B> spülen der Platte mit Wasser mit fetter Farbe eingefärbt. Man erhält von einer ne,-a- liven Vorlage ein positives Bild.
<B>3.</B> Eine Aluminiumfolie wird in üblicher Weise mit einer<B>1</B> Iffigen Lösung der Diazo- verbinduna- mit der Formel<B>6</B> in GIvkolmono- methyläther lichtempfindlich gemacht. Man stellt durch Belichten der beschichteten Folie hinter einer negativen Vorlage ein Bild her und entwickelt dieses durch Tamponieren mit<B>1</B> Ihiger Phosphorsäure. Die entwickelte Platte kann in einem der gebräuchlichen F laehdruckapparate eingespannt und zur Herstellung von Vervielfältigungen verwendet <B>?n</B> ;n werden. Man erhält positive Kopien von der negativen Vorlage.
An Stelle der oben genannten Diazover- bindung kann mit gleich gutem Ergebnis auch die Diazoverbindung mit der Formel<B>7</B> verwend(it werden. 4. Auf eine an der Oberfläche aufge- rauhte Aluminiumfolie wird eine 1%ige Lö- sung der DiazoverbindLing von der Formel<B>8</B> in Dimethvjformamid aufgestriehen. Auf der getrockneten sensibilisierten Folie
wird durch Belichten unter einer Vorlage gemäss Bei spiel 2 ein Bild hergestellt, das mit einer Lösung aus<B>5</B> Teilen 51/oiger Phosphorsäure und 2 Teilen Äthylalkohol überwiseht und so entwickelt wird. Man erhält von einer nega tiven Vorlage ein positives Bild.
<B>5.</B> Entsprechend den Angaben von Bei spiel 4 wird eine Aluminiumfolie mit einer 111/oigen Lösung der Diazoverbindung mit der Formel<B>9</B> besehichtet und das sensibili sierte Material zur Bilderzeugung verwendet. Die Bildentwicklung wird mit 111/aiger Phos phorsäure vorgenommen. Man erhält von einer negativen Vorlage ein positives Bild, das fette Farbe aufnimmt und als Druekform verwendet werden kann.
6. Eine mit einer 1%igen Lösung der Diazoverbindung mit der Formel<B>10</B> in Dioxan besehichtete Aluminiumplatte wird unter einer transparenten Vorlage belichtet und das er zeugte Bild mit<B>1</B> II/oiger Phosphorsäure ent- wiekelt. Das erhaltene Bild, das im Verhält nis zur Vorlage negativ ist, kann mit fetter Farbe eingefärbt werden und ist druckfertig.
Verwendet man an Stelle der Diazoverbin- dung mit der Formel<B>10</B> die Diazoverbindung mit der Formel<B>11,</B> so ist für die Entwicklung 3-10 %ige Phosphorsäure erforderlich.
<B>7.</B> Eine Aluminiumfolie wird in üblicher -Weise mit einer<B>1</B> "/aigen Lösung der Diazo- verbindung entsprechend der Formel 12 in Glykolmonomethyläther beschichtet. Die Ent- wieklung des durch die Belichtung hinter einer Vorlage entstandenen Bildes geschieht mit 0,511/oiger Phosphorsäu:re. Beim Einfär ben der entwickelten Sehiehtseite mit fetter Farbe erscheint das bezüglich der -#Torlage negative Bild kontrastreich auf blankem inetallischern- Untergrund.
Die Diazoverbindung entsprechend \der Formel 12, deren Herstellung ohne Schwie rigkeiten aus Naphthochinon-(1,2)-diazid-(2)- 4-sulfoehlroid und 1-Oxy-2-nitro-4-piperidyl- aeetyl-aminobenzol gelingt, sintert beim tr- bitzen im Kapillarröhrehen bei 9011 <B>C</B> und zer setzt sieh bei 12011 c.