CH323905A - Verfahren zur Herstellung aromatischer Isocyanate - Google Patents

Verfahren zur Herstellung aromatischer Isocyanate

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CH323905A
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amine
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aromatic
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Francis Irwin Carl
Wurl Swamer Frederic
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Du Pont
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C263/00Preparation of derivatives of isocyanic acid
    • C07C263/10Preparation of derivatives of isocyanic acid by reaction of amines with carbonyl halides, e.g. with phosgene

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Description


  



  Verfahren zur Herstellung aromatischer Isocyanate
Die Erfindung betrifft die Herstellung von Isocyanaten aus aromatischen Aminen und Phosgen in Anwesenheit einer nicht in Reaktion tretenden Flüssigkeit.



   Eine der üblichsten Methoden zur Her  stellung aromatischer Isoeyanate    bestand bislang in der direkten Reaktion zwischen Phosgen und einem bestimmten aromatischen Amin,   wEbei-EICl abgespalten    und   die-NCO-Gruppe    gebildet wird. Diese Methode besitzt gewisse Schwierigkeiten, deren eine darin besteht, dass die-NCO-Gruppe sehr   reaktionsfähig    ist und leieht mit den Amino-Gruppen reagiert.



  Das gebildete aromatische Isocyanat kann so   nnmittelbar    mit einem in der Reaktionsmasse enthaltenen freien Amin reagieren.



  Zum Teil kann diese Schwierigkeit dadurch   nmgangen    werden, dass man an Stelle des freien Amins das Hydrochlorid desselben verwendet. In jedem Falle muss die Reaktion jedoch chargenweise bei verhältnismässig nied   riger Temperatur durchgeführt werden, wozu    eine ziemlieh lange Reaktionszeit benötigt wird. Bei Anwendung höherer Temperaturen wird die Reaktionszeit abgekürzt, es bilden sich jedoch unerwünschte Nebenprodukte und   Teerstoffe.   



   Es wurden auch bereits Verfahren in der Dampfphase vorgeschlagen, jedoch ergeben diese niedrige Ausbeuten, und es entstehen dabei ebenfalls   Teerprodukte.   



   In der   US-Patentschrift    Nr.   248'0088    ist ein Verfahren betreffend die Reaktion pri  märer    Amine mit Phosgen unter Erzeugung eines Carbamylehlorids beschrieben, welches anschliessend in einer getrennten Verfahrensstufe in das entsprechende Isocyanat zersetzt wird. Die Ausbeuten bei diesem Verfahren sind verhältnismässig gering.



   Ein anderes kontinuierliches Verfahren betrifft ein   Kaskadensystem,    bei welchem ein Amin oder sein Hydrochlorid bei   verhältnis-    mässig hohen Temperaturen in aufeinanderfolgenden Reaktionsgefässen in einem   Lösungs-    mittel mit Phosgen behandelt wird. Dieses Verfahren besitzt jedoch den Nachteil, dass für die einzelnen Gefässe mit Zubehör zusammen verhältnismässig viel Platz benötigt wird. Auch sind die Ausbeuten bei diesem Verfahren ebenfalls gering, und zwar unge  fähr    dieselben, wie man sie bei dem   ubliehen    ehargenweisen Verfahren erzielt.



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung aromat. ischer Isocyanate, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man ein aromatisches Amin mit Phosgen in Anwesenheit einer nicht reagierenden Flüssigkeit zur Reaktion bringt, das nicht umgesetzte Phosgen und den gebildeten Chlorwasserstoff abtrennt und das reine aromatische Isocyanat isoliert, wobei die Reaktionstemperatur über dem Zersetzungspunkt des als   Zwischenpro-      dukt    gebildeten   Carbamylchlorids    liegt. 



   Die Erfindung gliedert sich in zwei Aus  führungsformen.    Bei der ersten wird das aromatische Amin mit einer nichtreagierenden Flüssigkeit gemischt, deren Siedepunkt über dem Siedepunkt des zu bildenden aromatischen Isocyanats liegt. Die Reaktion mit Phosgen wird bei einer Temperatur oberhalb des Siedepunktes des aromatischen Isocyanats, jedoch unterhalb des Siedepunktes der   nicht-    reagierenden Flüssigkeit durchgeführt, und das aromatische Isoeyanat wird im Masse   sei-    ner Bildung abdestilliert-.



   Bei der zweiten Ausführungsform der Erfindung wird das aromatische Amin in einem nichtreagierenden Losungsmittel, und zwar   zweckmä#ig    einem chlorierten aromatischen Kohlenwasserstoff mit einem niedrigeren Siedepunkt als das zu bildende Iso  eyanat gelöst.    Die Reaktion mit Phosgen wird unter Rückfluss bei einer Temperatur zwisehen   130    und   300  C durchgefiihrt. Chlor-    wasserstoff und nicht umgesetztes Phosgen werden durch den Rückflusskühler entfernt.



   Beide Ausführungsformen sind verhältnismässig einfach und können in einem Reak  tionsgefäss durchgeführt,    werden, das auf die gewünschte Temperatur erhitzt wird und mit einem Rührwerk, zum Beispiel einem flachen Flügelrührer, versehen ist, um eine   sorgfältige    Verteilung des   gasformigen    Phosgens zu gewährleisten. Das Reaktionsgefäss besitzt ferner   zweekmässig    ein unter die Oberfläche der Flüssigkeit reiehendes Einlassrohr zur Einleitung eines Gases und einen Ansatz zur Zuführung von Flüssigkeit. Die Rück  flussapparatur und    die Abführungsleitungen für die Dämpfe aus dem Reaktionsgefäss können üblicher Art sein.



   Bei der ersten Ausführungsform der Erfindung wird ein Lösungsmittel mit einem Siedebereich von zum Beispiel etwa 350 bis 40O    C    in das Reaktionsgefäss eingebracht und auf mehrere Grade über den Siedepunkt des herzustellenden   aromatischen Isoeyanats    erhitzt. Eine ein Lösungsmittel für das aro  matische    Isoeyanat enthaltende Vorlage ist   vorgesehen,welcheauf    einer zur Verhinde  rting    der Bildung des entsprechenden Carbamylehlorids ausreiehend hohen Temperatur gehalten wird. Bei dieser Temperatur ist die   Loslichkeit von Phosgen und HCl    in dem Lösungsmittel minimal.

   Das Amin wird dann in einem niedriger siedenden chlorierten aro   matischen Losungsmittel, welches zweckmässig    dasselbe wie in der Vorlage ist, gelöst und in das Reaktionsgefäss unterhalb des Spiegels der darin enthaltenen Flüssigkeit eingeführt.



  Gleichzeitig wird ein   Phosgenstrom    unter die Oberfläehe der Reaktionsmasse eingeleitet.



  Das   aromatische Isoeyanat bildet sich unter    Entstehung von HCl. Da die Temperatur der Reaktionsmasse über dem Siedepunkt des   IsocyanatsHegt,verdampft    das letztere sofort und gelangt mit dem Chlorwasserstoff und dem   iibersehiissigen    Phosgen in die Vorlage, wobei die beiden letztgenannten infolge der geringen Loslichkeit in dem darin befindlichen Lösungsmittel bei der   herrsehenden    Temperatur, entweichen. Das   Isoeyanat    kondensiert sich in der Vorlage, so dass eine Losung desselben entsteht, und HCl und Phosgen, die aus dem   Rückflu#kühler austreten,    werden in   eine Wasehvorriehtung geleitel.   



   Bei dieser Ausführungsform siedet das für das Amin   verwendete Losungsmittel vor-    zugsweise aueh unterhalb der Temperatur des Reaktionsgefässes, so dass es ebenfalls in die Vorlage überdestilliert und sich nicht im Reaktionsgefäss ansammelt. Diese   Ausfüh-      rungsform    hat den sichtlichen Vorteil, dass ss das   Isoeyanat    sofort ans der Reaktionszone entfernt wird, so dass es keine Gelegenheit hat, mit dem als Ausgangssubstanz   verwen-    deten Amin zu reagieren. Bei Verwendung einfacher Amine verläuft die Umwandlung in das entsprechende   Isoeyanat praktisch      quantitativ.

   Aueh mit    den Diisocyanaten sind die Ausbeuten sehr hoch,   und zwar 90    bis   25      zozo    hoher als bei den vorstehend erwähnten früheren Verfahren.



   Als Losungsmittel für die Reaktion wird zweckmässig eine hochsiedende zyklische Kohlenwasserstoff-Fraktion oder eine chlorierte aromatische   Kohlenwasserstoff-Fraktion ver-    wendet. Es kann ein beliebiges solches Lo  sungsmittel, wie    zum Beispiel höher siedende   naphthenische    oder aromatische Kohlenwasserstoffe verwendet werden, wenn es nur gegen über den Reaktionsteilnehmern und den Re  aktionsprodukten    inert ist und ohne   wesent-    liche Veränderungen deren Einwirkung bei den angewendeten Temperaturen ausgesetzt werden kann. Der Siedepunkt des   Losungs-    mittels hängt vom Siedepunkt des zu bildenden Isocyanats und der angewendeten Tem  peratur ab.

   Der Siedepunkt    des   Lösungs-    mittels braucht nur etwa   20    bis 50 C höher   zii    liegen als die Reaktionstemperatur. Er kann natürlich auch hoher sein. Im allgemeinen wird der Siedepunkt nicht unter etwa 180  C liegen. Bestimmte, aus Petroleum oder andern Quellen stammende Kohlenwasserstoff Fraktionen, zum Beispiel   naphthenische      Frai-    tionen, sind geeignet. Direkt oder indirekt aus Petroleum oder Kohlenteer erhaltene Koh   lenwasserstoffe, zumBeispiel p-Diphenyl-ben-    zol, Diphenylmethan und Triphenylmethan, sind ebenfalls geeignete typische aromatische Kohlenwasserstoffe. Die aromatischen Kohlenwasserstoffe können zur Erhöhung ihrer Siedepunkte   ehloriert    werden.

   Solche chlorierte aromatisehe Kohlenwasserstoffe sind sehr ge Der Chlorierungsgrad ist nicht wichtig.



  Eine hauptsächliche Bedingung besteht ausser dem Siedebereieh darin, dass das Lösungsmittel mit Phosgen, Chlorwasserstoff, dem Amin und dem Isocyanat im wesentliehen nicht reagiert und auch bei der Reaktions   íemperatur thermiseh stabil ist Bevorzugte      ehlorierte    Kohlenwasserstoffe sind die   chlo-    rierten Diphenyle, zum Beispiel die unter dem   Handelsnamen   Aroclor   verkauften    sowie die chlorierten Benzole.   Andere geeig-    nete Kohlenwasserstoffe sind die aus asphal  t isehen Rohölen stammenden, höher    siedenden naphthenischen Fraktionen.

   Bei der Herstellung niedrig siedender Isocyanate, zum Beispiel von Phenylisocyanat, können einfaclie chlorierte Kohlenwasserstoffe, wie zum Beispiel   Triehlorbenzol,    als Lösungsmittel verwendet werden. Das Lösungsmittel für das Amin und für das gebildete aromatische Isoeyanat kann ebenfalls ein chlorierter aroma  tiseher    Kohlenwasserstoff, jedoch mit für gewöhnlich geringerem Chlorgehalt, sein, zum Beispiel Monochlorbenzol oder   o-Dichlor-    benzol. Dieses Lösungsmittel soll zweckmässig in einem solchen Bereieh sieden, dass es mit dem Isocyanat überdestilliert.



   Die Reaktionstemperatur muss über dem Zersetzungspunkt des als Zwischenprodukt   gebildeten Carbamylchlorids    liegen, und zweck  mässigerweise    liegt sie in der Reaktionsmasse einige wenige Grade hoher als der Siedepunkt des herzustellenden Isocyanats. Höhere   Tem-    peraturen sind nicht   zweckmä#ig,    da sie eine stärkere Erhitzung erfordern und uner  wünschte    Nebenreaktionen ergeben können.



  Ein praktischer Bereich liegt zwischen   1    und 20  C oberhalb des Siedepunktes des Isocyanats. Wenn natürlich die Temperatur dem Siedepunkt des Lösungsmittels zu nahekommt, destilliert ein zu grosser Teil des Lösungsmittels aus dem Reaktionsgefäss in die Vorlage über. Bevorzugte Temperaturen zur Durchführung der Reaktion liegen zwischen etwa 100 und   300  C. Höhere Temperaturen    sind nicht zweckmässig, da dann eine gewisse Zersetzung des   Isoeyanats    stattfinden kann.



  Im allgemeinen bestimmt der Zersetzungspunkt des gebildeten   Isoeyanats    die obere Temperaturgrenze, jenseits welcher die Aus  beuten    stark zurückgehen.



   Das Lösungsmittel in der Vorlage wird im allgemeinen auf einer solchen Temperatur gehalten, dass ein leichter   Büekfluss    stattfindet.



   Nachdem das ganze Amin zu der Reak  tionslösung      zugegeben-wurde, wird noch    eine kurze Zeit weiter Phosgen eingeleitet, um die Reaktion mit etwa noch nicht umgesetztem Amin zu   vervollständigen. Trockener. Stick-    stoff wird dann zur Entfernung des gesamten gelösten   Chlorwasserstoffes    und   Phosgens    durch das ganze'System geleitet. Darauf wird das   Isocyanat durch Abdestillation des Lo-    sungsmittels und Fraktionierung des aromatischen Isocyanats gewonnen. Dies wird in der Regel bei Atmosphärendruck durchgeführt. Bei zur Zersetzung neigenden Isoeyanaten soll die Destillation jedoch zur Er   niedrigung    der Siedepunkte   Tmter vermin-    dertem Druck durehgeführt werden.



   Alle in den Beispielen   angeführten Men-    genangaben beziehen sich auf Gewicht, falls nichts anderes angegeben ist.



      Beispiel I   
In ein mit einem Rührwerk, einem Thermometer, einer Gaszuführung, einer Flüssig  keitszuführung    und einem Kondensator versehenes, erhitztes Reaktionsgefäss wurden 450 Teile eines chlorierten Polyphenyls, wie das von der   Monsanto Chemical    Co. als     Aro-      clor Nr. 1260 verkaufte,    mit einem Siedebereich von 385 bis 420  C eingebracht. Die Temperatur wurde auf   260  C eingestellt.   



  Durch die unter die Oberfläche des   chlorier-    ten   Polyphenyls reichende Flüssigkeitszulei-      tung    wurde dann eine Losung von 16 Teilen   2, 4-Toluylen-diamin    in 260 Teilen   o-Dichlor-    benzol eingebracht. Dies   dauerte 50 Minuten,    wobei während dieser Zeit die Reaktionsmasse durchgerührt und die Temperatur auf 255 bis 265  C gehalten wurde. Gleiehzeitig leitete man während der 50 Minuten durch das Gaseinleitungsrohr, welches   ebenfalls tm-    ter die Oberfläehe der Flüssigkeit reichte, 60 Teile Phosgen mit gleichmässiger   Geschwin-      digkeit    in die Reaktionsmasse ein.



   Das gebildete 2,4-Toluylen-dissocyanat destillierte im   Masse    seiner Bildung aus der Reaktionsmasse zusammen mit dem o-Diehlorbenzol ab und wurde in einer Vorlage kon  densiert und gesammelt,    deren Temperatur auf 180 bis   1815     C gehalten wurde, um die Bildung des   entspreehenden    Carbamylehlorids zu verhindern. Das während der Reaktion gebildete HCl und nicht umgeset. ztes Phosgen ging mit dem Diisocyanat und dem o-Dichlorbenzol über und wurde durch einen auf der Vorlage sitzenden Rüekflusskühler entfernt.



  Die Temperatur von 180 bis 185  C in der Vorlage reichte aus, um einen leichten Rückfluss zu unterhalten, wodurch die Loslichkeit des HCl in der Lösung auf einem Mindestmass gehalten wurde.



   Nach Zugabe des gesamten   2, 4-Toluylen-      d'iamins wurde noch während    weiteren   20    Minuten Phosgen eingeleitet, während welcher Zeit die Temperatur der Reaktionsmasse auf   255    bis 265  C gehalten wurde. Nach beendeter Phosgeneinleitmg wurde Stickstoff durch die in Rüekfluss befindliche   Flüssig-    keit in der Vorlage geleitet, um etwa noch darin enthaltenes HCl und Phosgen zu entfernen. Dann wurde das o-Dichlor-benzol aus der Vorlage abdestilliert und das gewonnene 2,   4-Toluylen-diisocyanat    wurde bei 4    mm Hg    bei 80 bis   85     C fraktioniert destilliert. Die Ausbeute betrug 20, 5 Teile oder   88, 5"/o    der Theorie.



   Beispiel II
Unter Verwendung der Einrichtung von Beispiel I wurden in den Reaktionskolben 200 Teile Trichlorbenzol und   50    Teile Monoehlorbenzol   eingebraeht.    In die Vorlage gab man 200 Teile Monochlorbenzol. Das System wurde durch Erhitzen auf etwas über 100  C unter Durchleiten eines   trockenen Stickstoff-    stromes, bis Spuren von Wasser   herausdestil-    liert waren, getrocknet.

   Dann wurde das Reaktionsgefäss auf 180  C erhitzt, und man leitete während 15 Minuten Phosgen mit einer Geschwindigkeit von 50 Teilen pro Stunde hindurch.   Aldann    leitete man durch die unter die Oberfläehe der Reaktionsmasse reiehende Flüssigkeitszuleitung während   2%    Stunden eine   Lösung von 45    Teilen Anilin in 290 Teilen trockenem   Monoehlorbenzol    mit gleichmässiger Geschwindigkeit ein. Phosgen wurde weiter eingeleitet, und die Temperatur wurde auf   180    bis 190 C gehalten. Es bildete   sich Phenylisocyanat. und    destillierte   zusam-    men mit Monochlorbenzol und etwas   Triehlor-    benzol in die auf   1309 C    gehaltene Vorlage über.

   Nachdem das ganze Anilin zugegeben war, wurde die Temperatur während 40 Minuten auf   i'12     C erhöht.



   Der Phosgenstrom wurde unterbrochen, und man leitete   während 30 Minuten zur Ent-       fernung von HCl und Phosgen Stickstoff    durch die in leiehtem Rückfluss befindliehe Flüssigkeit in der Vorlage. Man erhielt aus der Vorlage   56,    5 Teile   Phenylisoeyanat,    was einer Ausbeute von 98  /o der Theorie entspricht. 



   In dem vorstehenden Beispiel kann an Stelle des Anilins   p-Chlor-anilin    zur Bildung von   p-Chlor-phenylisocyanat verwendet    wer  chien.   



   Beispiel III
Es wurde die Einrichtung von Beispiel   1    verwendet. Der Reaktionskolben wurde mit 450 Teilen eines handelsüblichen chlorierten   Polyphenyls    (von der monsanto   Chemical    Co. als          Aroelor   12. 62 verkauft)    mit einem Siedebereich von   400    bis 430    C    beschickt. In die   Vorla2e gab    man   100    Teile o-Dichlor-benzol.



  Die Reaktionslösung wurde unter Einleiten von   50    Teilen Phosgen pro Stunde während etwa 30 Minuten auf 250 C erhitzt. Dann   l'illite    man durch die Flüssigkeitszuleitung eine   Lösung von 22    Teilen m-Phenylen-diamin in 258 Teilen o-dichlor-benzol während zwei Stunden zu. Der Phospgenstrom wurde auf einer Geschwindigkeit von 100 Teilen pro Stunde und die Reaktionstemperatur auf 245   bis 250"C gehalten.    Die Vorlage wurde auf einer Temperatur von   180    bis   186  C gehal-    ten, um einen   leiehten    Rückfluss zu ergeben.



     I) as m-Phenylen-diisoeyanat    destillierte zusammen mit etwas o-dichlor-benzol in die Vorlage über.



   Während der Zugabe der   Ammlosung    be  merkte    man, dass sieh um das   Flüssigkeits-      einleitungsrohr    ein wenig   rotliehsehwarzen,      kornigen    Niederschlags absetzte. Nach beendeter Zugabe der Lösung wurde daher eine zweite Losung   von 32. Teilen m-Phenylen-    diamin in 200 Teilen   o-Diehlor-benzol    unter   Zusatz von 22 Teilen    des vorstehend erwähnten   chlorierten Polyphenyls hergestellt und    während 11/2 Stunden in den Reaktionskolben unter   Aufreehterhaltung einer Temperatur    von   240    bis 245 C eingeleitet.

   Die Geschwindigkeit   der Phosgeneinleitung    blieb bei 100 Teilen pro Stunde. Am Ende des Flüssig  keitseinleitungsrohres bildete sieh    kein Nie  dersehlag.   



   Man leitete dann   während weiteren 45 Mi-    nuten Phosgen ein. Durch die in leichtem Rückfluss befindliehe Flüssigkeit in der Vorlage leitete man hierauf 30 Minuten zur Entfernung von   HCI    und Phosgen Stickstoff hindurch. Das Losungsmittel wurde bei 50 mm   Hg    abdestilliert, und das rohe m-Phenylen  diisoeyanat    wurde unter Erzielung von   46    Teilen m-Phenylen-diisocyanat oder einer Ausbeute von   71 I/o,    der Theorie fraktioniert. Sein Siedepunkt bei 8 mm betrug 95 bis   100       C.   



   Beispiel   IV   
Der Reaktionskolben der Apparatur von Beispiel I wurde mit 300 Teilen einer stark sauren, gewaschenen naphthenischen Kohlenwasserstoff Fraktion mit einer Saybolt-Universalviskosität von 353 Sekunden bei   37,      9       C,    einem spezifischen Gewicht von 0, 8799 bei 15,   6     C und einem Destillationsbereich von 151 bis   280     C bei einem Druck von 5 mm beschickt. In die Vorlage brachte man n 200 Teile o-Dichlor-benzol. Das System wurde mit trockenem Stickstoff gereinigt, worauf der Reaktionskolben nach und nach auf   260     C unter durchleiten eines langsamen Phosgenstromes zur Sättigung des Systems erhitzt wurde.

   Die Vorlage wurde während dieser Zeit auf   18, 0 bis 1850    C gehalten. Dann wurde der Phosgenstrom verstärkt und auf 100   Tei-    len pro Stunde gehalten. Gleichzeitig leitete man in das im Reaktionskolben enthaltene öl eine Lösung von 50 Teilen m-Toluylendiamin und 30 Teilen des vorstehend erwähnten naphthenischen Öls, gelost in 500 Teilen o-Dichlor-benzol, mit einer   gleichmä#igen    Geschwindigkeit während 21/4 Stunden ein. Die Temperatur des   Reaktionskolbens    wurde während dieser Zeit auf 260 bis   276 'C    gehalten.



  Nach Zugabe des gesamten Amins wurde während weiteren   2, 0'Minuten    Phosgen durch den Reaktionskolben geleitet, und die Temperatur wurde zur Entfernung des restlichen Isocyanats auf 280    C    gehalten. Dann leitete man Stickstoff durch die Vorlage, um ge  lostesPhosgenundgelosten    Chlorwasserstoff zu entfernen. Das o-Diehlor-benzol wurde von dem in der Vorlage enthaltenen Produkt abdestilliert. Man erhielt 65 Teile 2, 4-Toluylendiisocyanat, was einer Ausbeute von 89 % der Theorie entspricht.



   Obschon bei den diese   Ausfiihrungsform    der Erfindung erläuternden Beispielen aro   matische    Amine wie   2,    4-Toluylen-diamin, Anilin, m-Phenylen-diamin und Chloranilin verwendet wurden, kann natürlich jedes primäre   aromat-ische    Amin, zum Beispiel o-oder p  Phenylen-diamin,    o-, m-oder   p-Amino-toluol    oder andere Toluylen-diamine, verwendet werden. Im allgemeinen sind Amine, welche unterhalb etwa 300  C bei Atmosphärendruck siedende Isocyanate ergeben, geeignet. Sie können in dem aromatischen Ring   Alkyl-oder    Halogensubstituenten enthalten.

   Mit der Iso  eyanatgruppe reagierende    Gruppen werden jedoch   zweckmä#ig vermieden, und    zwar sind dies-OH, -SH, -COOH, -CONH2, -SONH2 usw. Bei Herstellung der hoher siedenden Isoeyanate kann unter vermindertem Druek gearbeitet werden, in welchem Falle natürlich dann ein hoher siedendes   Lösungs-    mittel erforderlich ist.



   Bei der zweiten Ausführungsform der Erfindung wird das Verfahren in der Regel in einem einzigen Behälter   durchgefiihrt.   



  Eine kleine Menge Lösungsmittel wird dabei in das   Reaktionsgefä# eingebracht und    auf die Rückflusstemperatur erhitzt. Das aromatische Amin wird in einer weiteren   IIenge       desselben Losungsmittels gelost und aus einem      Speisebehälter gleichzeitig mit    dem aus einer beliebigen Quelle stammenden gasförmigen Phosgen dem Reaktionsgefäss zugeführt. Die   Mischung    in dem Reaktionsbehälter wird zweckmässig gut durchgerührt und   ausreiehend    erhitzt, um sie im Sieden zu halten.

   Die   Aminlosmg    und das Phosgen werden mit einer solchen Geschwindigkeit zugeführt, dass das Phosgen in einem mindestens 50prozentigen Überschuss gegenüber der theoretisch zur Reaktion mit dem Amin erforderlichen   stöehiometrisehen    Menge vorhanden ist.

   Das gebildete Isocyanat löst sich in dem Lösungsmittel, und mit fortschreitender Reaktion erreicht. die Konzentration des Isocyanats allmählich einen Wert, welcher der   Won      zentration    des Amins in der   Speiselö-    sung   entspricht-.    Wenn die Materialmenge in dem Reaktionsgefäss die durch dessen Grosse bestimmte Grenze erreicht, wird die Zufuhr von Amin und Phosgen unterbrochen, und das erzeugte Isocyanat wird durch frak  tionierte    Destillation oder nach einer andem üblichen Methode aus seiner   Losung      gewon-    nen. In einigen Fällen mag es   zweekmässig    sein, das Isocyanat direkt in Form einer Losung zu verwenden.



   Die Reaktion kann anstatt chargenweise auch kontinuierlich durchgeführt werden, indem man mit. ungefähr derselben Geschwindigkeit, mit welcher die   Aminlosung    in den Reationsbchälter eingeführt wird, Lösung kontinuierlich aus demselben abzieht. Das erfolgt   zweekmässig    erst, nachdem die Konzentration des   Isoeyanats    in dem Behälter einen gewissen   Werterreicht    hat, der dann durch entsprechende Zufuhr an Aminlösung und Abzug der das gebildete Isocyanat enthaltenden Lösung konstant aufrechterhalten werden kann. Gegebenenfalls kann Isocyanat auch zu der   Ausgangslosung    zugesetzt werden, so dass dieser Konzentrationswert gleieh zu Beginn der Reaktion vorliegt.

   Man kann das Verfahren auch   halbkontinuierlich durch-    führen, indem man einen kontinuierlichen Zustrom der Reaktionsteilnehmer vorsieht und periodisch Teile der Isoeyanatlosung abzieht.



  Die Reaktionsgeschwindigkeit scheint von der Isocyanatkonzentration ziemlich unabhängig zu sein, so dass es von diesem Standpunkt aus keine Rolle spielt, ob das Verfahren in dem   Reaktionsgefäss mit reinem Losungsmittel öder    mit einer Isoeyanatlosung begonnen wird.



   Die bei dieser zweiten Ausführungsform des   erfindungsgemässen Verfahrens verwen-      deten    Lösungsmittel sind zweckmässig   chlo-      rierte aromatische Kohlenwasserstoffe, welciie    bei Atmosphärendruck zwischen 130 und   300"C    sieden. Es können jedoch naphthenische oder aromatische Kohlenwasserstoffe verwendet werden. Das Losungsmittel muss einen niedrigeren Siedepunkt als das herzustellende bestimmte   aromatische Isoeyanat be-    sitzen, damit das Isocyanat während des Rückflusses der Losung gelöst bleibt.

   Typische Vertreter der bewvorzugten Lösungsmitteelklasse sind Monoehlorbenzol, o-Dichlor-benzol,   p-Di-      chlor-benzol,    die Trichlor-benzole, die ensprechenden chlorierten Toluole und Xylole,   (lie    Chloräthylbenzole, Monochlordiphenyl und   α- und ss-Naphthyl-chlorid. o-dichlor-benzol    ist für die meisten Isocyanate ein bevorzugtes Lösungsmittel, während Monochlorbenzol zur Herstellung der niedriger siedenden Isocyanate besonders geeignet, ist. Es können auch Lö  sungsmittelmischungen verwendet    werden.



  Mit nicht chlorierten aromatischen Kohlen   wasserstoffen verläuft die Beaktion langsamer.   



  Es hat sich auch gezeigt, dass bei Verwendung eines nicht chlorierten Lösungsmittels eine   Neignng    zur Bildung beträchtlicher   Vlengen    fester   Teerstoffe    in dem Realitionsbehälter besteht, und zwar dann, wenn die Aminlösung zu schnell eingeführt wird. Paraffinische Lösungsmittel lösen nicht genug Amin oder   Isoeyana. t, um    einen glatten und   rasehen Verlauf    der Reaktion zu ermöglichen.



   Beim Arbeiten bei   Rüekflusstemperaturen    verläuft die Reaktion zwischen dem Amin und dem Phosgen raseh, und das als   Zwischen-    produkt gebildete Carbamylehlorid wird unter Bildung des Isocyanats sofort zersetzt. Das Arbeiten unter Rückfluss erlaubt auch eine   einfaehe    Regelung der Temperatur der Re  aktionsmasse,    da jede   Änderung der Reak-    tionswärme sofort durch Verdampfung von mehr oder weniger Lösungsmittel kompensiert wird. Temperaturen über 300  C sind unzweckmässig, da. dabei eine Zersetzung des Reaktionsproduktes oder der Reaktionsteilnehmer unter Verminderung der Ausbeute stattfinden kann.

   Temperaturen unterhalb   etwa 130  C sind ebenfalsls ungeeignet,    da die    Reaktionsgeschwindigkeit abnimmt-und das    als Zwischenprodukt gebildete   Carbamyl-    chlorid weniger vollständig zersetzt wird. Da   Monoehlorbenzol,    das einfachste der chlorierten aromatischen Kohlenwasserstoffe, bei etwa 132  C siedet, ist es auf jeden Fall nicht gut, bei dieser Ausführungsform der Erfindung wesentlich unterhalb dieser Temperatur zu arbeiten. In der Regel   wird bei Atmospharen-    druck gearbeitet., obwohl auch höhere oder niedrigere Drücke   Anwendung finden kön-    nen.



   Das Amin wird in das Reaktionsgefäss als   Lösung, und    zwar zweckmässig in einem chlorierten aromatischen Kohlenwasserstoff gelöst, eingeführt. Wie bei der ersten Ausführungsform der Erfindung soll   diese Losung    5 bis 305 des Amins enthalten. Wenn die Konzentration des Amins 30  /o stark übersteigt, so ist es schwierig, genug Phosgen in Lösung zu bekommen, um sicher zu sein,   da# das    Amin mit dem Phosgen und nicht mit dem Isoeyanat reagiert. Wenn die   Amin-    konzentration in der Lösung zu hoch ist, so bildet sich auch eine unlösliche Verbindung von unbekannter Zusammensetzung. Diese Verbindung enthält einen grossen Prozentsatz an nicht   hydrolysierbarem    Chlor und zersetzt sich nicht unter Bildung eines Isocynats.



  Sie ist daher weder das   Aminhydroehlorid    noch ein Carbamylehlorid. Bei   Konzentratio-    nen unter   510/a    ist das   Verfahren auch dureh-    führbar, man benötigt jedoch unwirtsehaftlich grosse Lösungsmittelmengen. Im allgemeinen verwendet man   zweekmässig    Aminlösungen, welche 5 bis 20 Gewichtsprozent t des Amins enthalten, wobei der bevorzugte Bereich bei 8 bis 12 Gewichtsprozent liegt.



  Die Aminlösung kann vor Einbringung in das Reaktionsgefäss vorerhitzt werden. Das ist insbesondere dann günstig, wenn das in einer bestimmten Zeit zugegebene Lösungsvolumen einen wesentlichen Teil des Volumens der siedenden Lösung in dem Reaktionsgefäss ausmacht.



   Bei beiden Ausführungsformen wird das Phosgen zweckmässig in einem mindestens   SOprozentigen    stöchiometrischen   tbersehuss    in bezug auf die für eine vollständige Reaktion mit dem Amin theoretisch notwendige Menge verwendet. Bei kleineren Phosgenmengenreagiert ein Teit des Amins   mit dem Isoeyanat    unter Bildung teeriger Niedersehläge, wodurch die Ausbeute abnimmt. Vorzugsweise ist das Phosgen in einem 80 bis 100prozentigen   stöchiometrischen Überschu# vorhan-    den. Die Verwendung grösserer Mengen hat keinen schädlichen Einfluss ausser den zusätzlichen Kosten und der Notwendigkeit, den   Übersehuss    zu verwerten. Der Phosgenüberschuss kann wiedergewonnen und im Kreislauf geführt werden. 



   Nach der zweiten Ausführungsform der Erfindung kann nahezu jedes primäre aro  matische    Amin in das entsprechende Isocyanat übergeführt werden, solange das gebildete Isocyanat einen höheren Siedepunkt als   VTonochlorbenzol,    das   hei#t      132"C,    besitzt. Das Amin kann ein   ZIonoamin,    ein Diamin   oder ein anderes Polyamin sein. DasVerfahren    ist auf aminosubstituierte Kohlenwasserstoffe, z. B.

   Anilin, Toluidin, Benzidin, die Napthylamine,   2, 4-Toluylendiamin, 2, 6-'Toluylen-    diamin, die   Phenylendiamine, 4 Diamino-    diphenylmethan,   1,    5-Naphthylen-diamin und   1-Amino-3- (4-aminophenyl)-propan,    anwendbar, sowie auf Verbindungen, wie zum Beispiel Anisidin, die Chloraniline usw. Viele Amine, welche nach den bisherigen Verfahren gar nicht verwendet werden konnten oder sehr geringe Ausbeuten ergaben, können nach dem   erfindung'sgemässen    Verfahren unter Erzielung hoher Ausbeuten an den entspreehenden   Isoeyanaten    in zufriedenstellender Weise zur Reaktion gebracht werden.

   Es ist völlig   überrasehend,    dass bei Anwendung der er  findungsgemässen    hohen Temperaturen in der flüssigen Phase hohe Ausbeuten erhalten werden, da man es bisher für notwendig hielt, die Reaktion zur Vermeidung der Bildung von Nebenprodukten bei niedriger Temperatur zu beginnen. Überraschend ist auch, dass   zwisehen    dem Amin und dem bereits gebildeten, in der Lösung vorhandenen Isocyanat eine verhältnismässig schwache Reaktion stattfindet. Das scheint auf die besonderen verwendeten Lösungsmittel, die Temperatur, bei welcher die Reaaktion durchgeführt wird, und auf den beträchtlichen   Phosgenüberschu#    zurückzuführen zu sein.



   Das Verfahren gemäss der zweiten Ausführungsform der   Erfindung    wird durch die folgenden Beispiele erläutert.



   Beispiel V
Die in diesem Beispiel verwendete Apparatur besteht aus einem mit einem Rührwerk, einem Tropftrichter, einem Thermometer, einem Rückflusskühler und einer unter die Flüssigkeitsoberfläche reichenden Phosgenzuleitung versehenen Kolben. Das Ende des Tropftrichters reicht ebenfalls unter die Flüssigkeitsoberfläche in dem Kolben. Der Kolben hat am Boden einen Auslass, so dass Losung aus dem Kolben entfernt werden kann.



   Eine   Vorratslösung    zur Beschickung des Kolbens, welche 55 g 2, 4-Toluylen-diamin in 652, 5 g   o-Diehlor-benzol    enthält, wird durch Erwärmen unter einer   Stiekstoffatmosphäre    hergestellt. In den Reaktionskolben werden 652, 5 g auf 176 bis 180 C erhitztes   o-Diehlor-    benzol eingebracht. Bei dieser Temperatur findet ein leichter Rückfluss statt. Die Speiselosung wird dann mit gleichmässiger Geschwin  digkeit    während drei Stunden eingeleitet, während gleichzeitig   60    bis 65 g Phosgen pro Stunde eingeführt werden. Chlorwasserstoff und übersehüssiges Phosgen entweichen durch den Rüekflusskühler. In Abständen von etwa   35    oder 40 Minuten werden jeweils etwa 100 cm3 des Reaktionsmediums abgezogen.



  Der Inhalt des Kolbens wird dann abgekühlt, mit der abgeogenen Flüssigkeit, vereinigt und naeh Zusatz eines trockenen   Filterungshilfs-    mittels zur Entfernung kleiner   Mengen ge-    bildeter Feststoffe filtriert. Das   o-Diehlor-    benzol wird abdestilliert, wobei 2, 4-Toluylendiisocyanat in 87prozentiger Ausbeute zu  rückbleibt.   



   Beispiel VI
Bei dem in Beispiel V beschriebenen Verfahren nimmt die Konzentration an   2,    4-Toluylen-diisocyanat in dem. Reaktionsgefäss all  mählich    von Null bis zu der   Endkonzentra-    tion   zu.    Das Verfahren von Beispiel V wird    nun unter Einhaltung der gleichen Bedin-      gungen    wiederholt, nur mit der Ausnahme, dass zu der   Ausgangsmenge,    das heisst zu den anfänglich im Reaktionskolben vorhandenen   652, 5    g o-Dichlro-benzol 78   g    2, 4-Toluylendiisocyanat zugegeben werden, was einer aus   S      2,4-Toluylen-diaminentstandenen    Diisocyanatmenge äquivalent ist.

   Der Inhalt des Kolbens wird wie zuvor bis zum leichten   Rückflu#    erhitzt, und dieselben Mengen 2,4 Toluylen-diamin in   o-Diehlor-benzol    und Phosgen werden mit derselben Geschwindigkeit zugegeben. Das nicht umgesetzte Phosgen und der gebildete Chlorwasserstoff entweichen durch den Kühler. Am Ende des Versuches wird das o-Dichlor-benzol abdestilliert, und man erhält eine 98prozentige Ausbeute an   ,    4-Toluylen-diisocyanat mit einem Reinheitsgrad von 97,   5, I/o,.   



   Beispiel   VII       Die.verwendeteApparatur    ist dieselbe wie in Beispiel V. Eine   Besehiekungslösung    von   197    g 4,4' Diamino-diphenyl-methan in   14315    g   o-Diehlor-benzol    wird   hergestetlt.    In den Re  aktionskolben    werden dann 7813 g   o-Dichlor-    benzol gegeben, und die Temperatur des Losungsmittels wird auf 1716 bis 180  C eingestellt. Die   Diamin-Beschickungslösung    wird dann mit einer Gesehwindigkeit von 197 g pro Stunde zugegeben, während Phosgen mit einer Geschwindigkeit von   70    g pro Stunde eingeleitet wird.

   Nach Zugabe des gesamten Materials wird die Lösung erhitzt, unter einem leichten Vakuum entgast und dann filtriert. Das   o-Diehlor-benzol    wird darauf abdestilliert. Man erhält eine 91prozentige Ausbeute an   Methylen-bis-      (4-phenyl-iso-      eyanat).   



   Beispiel VIII
Eine   Besehickungslosung    wird   aus 2S1 g    2,   6-Toluylen-diamin    in 2740g o-Dichlor-benzol hergestellt. Ein Reaktionskolben, ähnlich dem in Beispiel V verwendeten, wird mit 130 g o-Dichlor-benzol beschickt und auf 178 bis 181  C erhitzt. Die Beschickungslosung wird dann mit einer Geschwindigkeit von   283    g pro Stunde in den Reaktionskolben eingebracht, während Phosgen mit einer   Geschwin-      digkeit von    70 g pro Stunde eingeleitet wird.



  Die Zugabe wird 31/2 Stunden lang fortgesetzt, über Nacht unterbrochen und dauert dann noeh weitere 7 Stunden. Auf diese   Weisewerdeninsgesamt231    g des Diamins zugegeben. Die Reaktionsmasse wird wie in den vorhergehenden Beispielen   entgast, fil-    triert und destilliert, wobei man   301      g 2, 6-    Toluyien-diisocyanat erhält. Das entspricht einer Ausbeute von 91,5%. Die Reinheit des   Diisoeyanats beträgt laut    Analyse 99, 1 %.



   Beispiel IX
Die verwendete Apparatur ist dieselbe wie in Beispiel V. Eine aus 90 g Anilin in   1107    g Monochlorbenzol bestehende   Beschickungslö-    sung wird hergestellt. Der Reaktionskolben wird mit   1'11    g auf   129    bis   188.    C erhitztem   Monochlorbenzol besehickt,    welches bei dieser Temperatur einen leichten Rückfluss unterhält. Die Beschickungslosung wird dann mit einer Geschwindigkeit von   240    g pro Stunde zugegeben, während Phosgen mit einer Geschwindigkeit von 70 g pro Stunde eingeleitet wird. Das wird 5 Stunden lang fortgesetzt. Die Lösung wird dann, wie vorstehend beschrieben, durch Entgasen und Abdestillieren des Monochlorbenzols aufgearbeitet.



  Man erhält 111, 6 g Phenylisocyanat, was einer theoretischen Ausbeute von 97    /o    entspricht.



   Ein ähnlicher Versuch unter Verwendung von   p-Chlor-toluol    an Stelle   von Monochlor-    benzol und einer 2'3prozentigen anstatt 7, 5prozentigen Anilinlosung wird durchgeführt.



  Eine Lösung von   3B    g Anilin in 107   g      p-Chlor-    toluol wird zu   3211    g im   Rückflu#    befindlichem p-Chlor-tolul von 162 bis 165 C unter Einleiten von Phosgen wie vorstehend, zugegeben. Man erzielt ähnliche Ergebnisse.



   Beisipiel X
Eine Mischung von o-Dichlor-benzol und p-Dichlor-benzol wird durch Destillation eines rohen chlorierten Benzols erhalten, wobei das   unterhalb'66  C Uberdestülierende    abgetrennt wird. Eine Lösung von 110 g   2,    4-Toluylendiisocyanat in 913 g dieser Mischung wird in den   Reaktionskolben gebraeht    und bei 167 bis   170     C zum leichten Rückfluss erhitzt. Eine Beschickungslösung, die 110 g 2, 4-Toluylendiamin in 1310 g der Dichlorbenzol-Mischung gelöst enthält, wird mit einer Geschwindigkeit von   2 ! 37    g pro Stunde zugegeben, während Phosgen mit einer Geschwindigkeit von   75    g pro'Stunde eingeleitet wird.

   Nach sechs Stunden sind 110   g    2,   4-Toluylen-diamin    zugegeben worden. Das Reaktionsprodukt wird durch Erhitzen unter Vakuum entgast und dann filtriert. Darauf wird das Dichlorbenzol abdestilliert. Man erzielt eine Ausbeute von 254 g 2,4-Toluylen-diisocyanat, was 95% der Theorie entspricht.



   Beispiet XI
In eine ähnliehe Apparatur wie in Beispiel V werden etwa   1700    g o-Dichlor-benzol eingebraeht, d'as bei 176 bis 180  C in leichtem Rüekfluss gehalten wird. Dann gibt man eine   Losung    von   120    g m-Phenylen-diamin in   1200    g o-Dichlor-benzol mit einer   Geschwindig-    keit von   380    g pro Stunde zu, während Phosgen   mit einer Gesehwindigkeit    von 195 g pro Stunde eingeleitet wird. Nachdem die Be  sehickung    beendet ist, wird die Reaktionsmasse entgast, abgekühlt und filtriert. Das o-Dichlor-benzol wird unter Vakuum entfernt, wobei man   123 g m-Phenylen-diisocyanat    erhält, was einer Ausbeute von 73  /o entspricht.



   Beispiel   XII   
600 g   Triehlorbenzol    werden im Reaktionskolben zum Rückfluss bei   etwa 210    bis   215  C    erhitzt und mit Phosgen gesättigt.



  Gleichzeitig mit dem gasförmigen Phosgen wird eine 7, 8pozentige Lösung von 2, 4-To  luylen-diamin    in   Triehlorbenzol    eingeführt.



  Die Reaktion verläuft während 10 Stunden unter Anwendung einer Phosgeneinleitungsgeschwindigkeit von   65    g pro Stunde und einer   Zugabegesehwindigkeit    der Aminlösung von   325    g pro Stunde. Teile der Reaktionsmasse werden periodiseh aus dem Kolben abgezogen, und zwar etwa 300   bis 350    g pro Stunde. Eine Analyse der das   2,    4-Toluylendiisocyanat enthaltenden zusammengesetzten Triehlorbenzollösung ergibt eine Ausbeute von   95,      5"/o, bezogen auf    das zugegebene   2,-i-      Toluylen-dia. min. Das Diisocyanat    wird, wie vorstehend beschrieben, durch Entgasen und Fraktionierung der Reaktionsmasse im Va   kuum gewonnen.



   Beispiel XIII       112    g 1,   5-Diamino-naphthalin    werden in   1600 g siedendem Isoamylalkohol gelöst,    worauf   160    g Natrium in kleinen Mengen zugegeben werden. Die Lösung wird so lange im Sieden gehalten, bis kein Natrium mehr darin zu sehen ist. Dann wird die Lösung auf   100a C abgekühlt, und    man gibt 750   em.    3 Wasser hinzu. Die sich bildenden zwei Schichten werden mit einem   Hershberg-Rüh-    rer kräftig durchgerührt, bis die Mischung auf Raumtemperatur abgekühlt ist, was etwa   31/2 Stunden dauert.    Die das 1, 5-Diaminotetrahydronaphthalin enthaltende Isoamylalkoholsehicht wird dann von der Wasserschicht abgetrennt.

   Die Alkoholsehieht wird mit konzentrierter HCl gerade sauer gegen Laekmus gemaeht, und der Alkohol wird abdestilliert, bis sieh Kristalle zu bilden beginnen. Der   Rückstand wird mit-1000 em3 Äthyl-    ä. ther verdünnt und in einem Eisbad gekühlt, worauf 4 Stunden lang feuchte Kohlensäure eingeleitet wird.   Der gebildete Niedersehlag    wird abfiltriert und an der Luft getrocknet.



  Er wiegt   104    g.



   Das so gebildete   1,      5-Diamino-tetrahydro-      naphthalinearbonat    wird in 800 cm3 7prozentiger Essigsäure gelost, und die erhaltene Lösung wird filtriert. Das Filtrat wird in einen 500   em3    o-Diehlor-benzol und   200      g 50-    prozentige   KOH-Losung      enthaltenden 2-1-Kol-    ben gebracht. Die Mischung wird unter kräf  tigem    Umrühren erhitzt. Die Schichten werden in einem Seheidetriehter getrennt, und die das freie Diamin enthaltende o-Diehlorbezolschicht wird durch   Verkochen    eines Teils des   Losungsmittels    entwässert.



   Die   o-Dichlor-benzol-Losung (450 cm3)    von 1, 5-Diamino-tetrahydronaphthalin wird mit einer gleichmässigen Geschwindigkeit von 225 cm3 pro Stunde zu siedendem   o-Dichlor-    benzol zugegeben, in welches Phosgen mit einer Geschwindigkeit von   83    g pro Stunde eingeleitet wird, wobei die Apparatur ähnlich der in Beispiel V verwendeten ist. Unumgesetztes Phosgen und gebildeter Chlorwasserstoff entweiehen durch den   R. ückflusskühler.   



   Beim Abkühlen und Filtrieren bleibt nur eine   pleine    Menge Feststoffe als Rückstand.



  Das o-Dichlor-benzol wird im Vakuum abdestilliert, wobei man 47 g 1, 5-Tetrahydronaphtahalin-dissocyanat erhält, das bei   127    bis 130 C bei 1 bis   2 mm    Hg siedet. Das abdestillierte Produkt ist hellgelb. 



   Sowohl bei   kontinuierlichem als auch char-      genweisem Betrieb    erzielt man Isocyanataus  beuten,    welche in den meisten Fällen zwisehen 90 und 97 % liegen. Bessere Ausbeuten werden jedoch im allgemeinen erzielt, wenn das Verfahren kontinuierlich und nieht chargenweise durchgeführt wird. Eine Tempera  turregelung    ist bei der zweiten   Ausführungs-    form der Erfindung unter Anwendung von   Rückflusstemperaturen sehr    viel einfacher als bei den bisherigen Verfahren.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung aromatischer Isoeyanate, dadurch gekennzeichnet, dass man ein aromatisches Amin mit Phosgen in An wesenheit einer nicht reagierenden Flüssig- keit zur reaktion bringt, das nicht umgesetzte Phospen und den gebildeten Chlor- wasserstoff abtrennt und das reine aromatische Isoeyanat isoliert, wobei die Reaktionstemperatur iiber dem Zersetzungspunkt des a ! s Zwischenprodukt gebildeten Carbamyl- chlorides liegt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Reaktionstem- peratur zwischen 130 und 300 C liegt.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Phosgen gleich- zeitig mit einer Lösung des Amins zugeführt wird, und zwar in einem mindestens 50prozentigen Überschuss in bezug auf die dem Amin stöehiometriseh äquivalente Menge.
    3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das gebildete aromatische Isocyanat in Dampfform abgeführt wird.
    4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil der das Isocyanat enthaltenden Lösung kontinuierlich aus der flüssigen Phase abgezogen wird.
    5. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das zugegebene Amin in einem chlorier- ten aromatischen Kohlenwasserstoff gelöst ist und 5 bis 30 Gewiehtsprozent des chlorienten aromatischen Kohlenwasserstoffes ausmacht.
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