CH324676A - Verfahren zur Herstellung von Disazofarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Disazofarbstoffen

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CH324676A
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Markus Dipl Ing Chem Kappeler
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Sandoz Ag
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B35/00Disazo and polyazo dyes of the type A<-D->B prepared by diazotising and coupling
    • C09B35/02Disazo dyes
    • C09B35/039Disazo dyes characterised by the tetrazo component
    • C09B35/08Disazo dyes characterised by the tetrazo component the tetrazo component being a derivative of biphenyl

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Description


  Verfahren zur Herstellung von     Disazofarbstoffen       Es wurde gefunden,- dass man neue wert  volle     Disazofarbstoffe    erhält, wenn man 1     Mol     eines     tetrazotierten        4,4'-Diamino-tetramethyl-          1,1'-diphenyls    mit 1     Mol    einer     Oxynaphthalii.-          disulfonsäure,    welche durch einen     Acylamino-          rest    weiter substituiert sein kann,

   und mit  1     Mol    eines in     para-Stellung    zur     Oxygruppe     kuppelnden     Oxybenzols,    oder     Oxynaphthalins,     welches im     oxygruppenfreien    Ring hydriert  sein kann, kuppelt.  



  Die Kupplung des     Tetrazokörpers    mit den  beiden     Azokomponenten    kann in beliebiger  Reihenfolge ausgeführt werden.  



  Der so erhaltene     Disazofarbstoff    kann  gegebenenfalls durch Behandeln der zur einen       Azogruppe        paraständigen        Oxygruppe    mit  einem reaktionsfähigen funktionellen Ab  kömmling einer     Arylsulfonsäure    in den ent  sprechenden     Arylsulfonsäureester    übergeführt.  werden.  



  Als     4,4'-Diamino-tetramethyl-1,1'-diphe-          nyle,    die im neuen Verfahren zur Herstellung  der     Tetrazoverbindungen    verwendet werden,  kommen beispielsweise in Betracht das     4,4'-          Diamino-2,5,2',5'-tetramethyl-1,1'-diphenyl,    das       4,4'-Diamino-2,3,2',3'-tetramethyl-1,1'-diphenyl     und das     4,4'-Diamino-2,6,2',6'-tetramethyl-1,1'=          diphenyl.    Von dem     Oxynaphthalindisulfönsäu-          ren,    die sich zur Herstellung der neuen     Disazo-          farbstoffe    eignen, seien genannt zum Beispiel.

    die     1-Oxynaphthalin-3,6-disulfonsäure,    die     1-          Oxz>naphthalin-4,8-disulfonsäure,    ferner ihre    im Kern durch     Acylaminogruppen    substi  tuierten Abkömmlinge.

   Als     Oxybenzole,    die in       para-Stellung    zur     Oxygruppe    kuppeln, dienen  beispielsweise das     Oxybenzol    selbst sowie die  im     Benzolkern    durch     Alkyl-    oder     Acyjamino-          gruppen    substituierten     Oxybenzole;

      als in       para-Stellung    zur     Oxygruppe    kuppelnde     Oxy-          naphthaline    zum Beispiel das     1-Oxynaphtha-          lin    und - das     1-Oxy-5,6,7,8-tetrahydronaph-          thalin.     



  Zur Ausführung des Verfahrens     tetrazo-          tiert    man das     -4,4'-Diamino-tetramethy        1-1,1'-          diphenyl    mit Vorteil in direkter Weise durch       Zutropfen    einer konzentrierten     Natriumnitrit-          Lösung    zur salzsauren Lösung des     Diamins.     Die Kupplung der     Tetrazoverbindung    mit der       Oxynaphthalindisulfonsäure    wird zweckmässig  in     natriumcarbonatalkalischem    Mittel vorge  nommen.

   Die gebildete     Diazomonoazoverbin-          dung    wird, gegebenenfalls nach deren Aus  fällen mit     Natriumchlorid,    mit dem in     para-          Stellung    zur     Oxygruppe    kuppelnden     Oxy-          benzol    oder     Oxynaphthalin,    das im     .oxygrup-          penfreien.    Ring hydriert sein kann, in -: alka  lischem Mittel vereinigt.

   Den erhaltenen     Dis-.          azofarbstoff    fällt man durch Zusatz von Salz  zur Kupplungsmasse aus, filtriert ihn hierauf       ab    und reinigt ihn mit Vorteil durch Um  losen in heissem Wasser. Zur gegebenenfalls  vorzunehmenden     überführung    in den     Aryl-          su1fonsäureester    wird der gereinigte     Disazo-          farbstoff    in alkalischer Lösung mit einem  reaktionsfähigen -     funktionellen.        Abkömmling         einer     Arylsulfonsäure,    vorzugsweise einem       Arylsulfonsäurechlorid,    versetzt.

   Die Auf  arbeitung des     Sulfonsäureesters    des     Disazo-          farbstoffes    erfolgt nach den üblichen Metho  den durch     Abfiltrieren    und Trocknen.  



  Die neuen     Disazofarbstoffe    mit freier       Okygruppe    eignen sich sehr gut zum Färben  von Wolle aus neutralem oder schwach saurem  Bad, ferner von Seide, Leder und synthe  tischen     Polyamidfasern.    Sie ergeben auf die  sen Fasern reine rote Töne von guter Licht  echtheit und sehr guter     Walk-    und Wasch  echtheit.

   Die durch     Veresterung    der zur einen       Azogruppe        paraständigen        Oxygruppe    mit  einer     Arylsulfonsäure    erhaltenen     Disazofarb-          stoffe    färben Töne, welche gegenüber den  jenigen der nicht veresterten Produkte ver  besserte     Nassechtheiten    zeigen.  



  Die nachfolgenden. Beispiele kennzeichnen  die vorliegende     Erfindung.    Dabei bedeuten  die Teile Gewichtsteile     und    die Grade Celsius  grade.  



       Beispiel        1,   <I>-</I>  24 Teile     4,4'-Diamino-2,5,2',5'-tetramethyl-          1,1'-diphenyl    werden in Form des     Dichlor-          hydrats    in eitlem Gemisch aus 250 Teilen kal  tem Wasser     und    35 -Teilen 3Q     o/oiger        Salzsäure          aufgeschlämmt    und durch.

       Zutropfen    einer  konzentrierten     wässrigen    Lösung     von.14    Teilen       Natriumnitrit    innerhalb von ungefähr einer  Stunde     tetrazotiert,    wobei die Temperatur  durch Eiszusatz auf 0  gehalten wird. In die  klare, schwach gelbliche     Tetrazolösung    werden  hierauf 25 Teile     1-Oxynaphthalin-4,8-disulfon-          säure    in Form des festen     Dinatriuunsalzes    ein  gestreut.

   Zur Kupplung lässt man bei 0  zum  klaren Gemisch eine konzentrierte Lösung von  25 Teilen Soda langsam     zutropfen.    Die ent  standene     Zwisehenverbindung    wird durch Zu  satz von 3-5     Vol.         /o        Natriumchlorid    voll  ständig ausgefällt. Hierauf, wird die Mischung  mit einer konzentrierten     wässrigen    Lösung aus  1.0 Teilen     1-Oxybenzol    und mit 15 Teilen Soda  versetzt und über Nacht gerührt.. Der gebil  dete     Disazofarbstoff    wird durch .Salzzusatz       ausgefällt,        abfiltriert    und zur Reinigung aus  heissem Wasser umgelöst.

   Er färbt Wolle,  Seide und synthetische     Polyamidfasern    in    reinen roten Tönen von guter Lichtechtheit  und sehr guter Walk- und Waschechtheit.  



  Zur V     esterung    wird der gereinigte     Disazo-          farbstoff    in einer Mischung von 1500 Teilen       =Wasser        .und:    5     Teilen        100%igem        Natrium-          hydroxyd    bei 70-80  gelöst. In diese Lösung  werden unter gutem Rühren 20 Teile     4-Methyl-          benzol-l-sulfonsäurechlorid    in kleinen -Antei  len eingestreut. Der erhaltene     Sulfonsäure-          ester        des'Disazofarbstoffes    wird bei 80  mit.

    5     Vol.        %.        Natriumehlorid        ausgefällt,        bei        un-          gefähr-4011        abfiltriert    und hierauf getrocknet.

    Er ist ein dunkelrotes Pulver; das Wolle,  Seide und     synthetische        Polyamidfasern    in  reinen roten Tönen von guter Lichtechtheit  und vorzüglicher Walk- und Waschechtheit  färbt:  <I>Beispiel 2</I>  24 Teile     4,4'-Diamino-2,5,2',5'-tetramethyl-          1.,1'-diphenyl    werden nach der Vorschrift von  Beispiel 1     tetrazotiert.    Man versetzt die       Tetrazolösung    mit einer konzentrierten     wäss-          rigen        Lösung    von 30;

  4 Teilen     1-Oxynaphthalin-          3,6-disulfonsäure.    Das Gemisch wird durch  Zugabe von 30 Teilen Soda     alkalisch    gestellt.  Nach     _    beendeter Bildung der Zwischenverbin  dung, was ungefähr     3-4    Stunden. dauert,  werden zur Lösung der     Diazomonoazoverbin-          dung,    deren Temperatur durch Eiszusatz auf  0  gehalten wird, 10 Teile     1-0xybenzol    und  10 Teile Soda zugegeben.

   Der nach     kurzer    Zeit  gebildete     Disazofarbstoff    wird durch Zusatz  von     NatAumchlorid    ausgefällt, durch Filtrie  ren abgetrennt und durch     Umlösen    aus heissem  Wasser gereinigt.  



  Der nach der Vorschrift von Beispiel 1,  Absatz 2, hergestellte     Sulfonsäureester    ist ein  dunkelrotes Pulver, das Wolle,. Seide und syn  thetische     Polyamidfasern        in    reinen roten  Tönen von.     guter    Lichtechtheit und     vorzüg-.          licher    Walk- und Waschechtheit färbt.  



  Das Färben kann zum Beispiel wie folgt       meschehen:     In ein Färbebad, enthaltend 1 Teil des  nach Beispiel 2 erhältlichen     Disazofarbstoffes,     10 Teile Natriumsulfat, 2 Teile Essigsäure  und 8000 Teile Wasser, werden bei     -40-50      100 Teile Wolle eingebracht. Das Bad wird      zum Kochen erhitzt, 30 Minuten bei Koch  temperatur gehalten und hierauf auf unge  fähr 70  abgekühlt, worauf ihm weitere 2 Teile  Essigsäure zugesetzt werden. Nun wird es  nochmals 30 Minuten zum Kochen erhitzt. Die  Wolle wird herausgenommen, gespült und ge  trocknet; sie ist in echten, reinen roten Tönen  angefärbt.  



  In sehr ähnlicher Weise werden synthe  tische     Polyamidfasern    und Seide gefärbt,  wobei die letztere -nicht gekocht, sondern nur  auf 90-95  erhitzt wird. \

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Disazofarb- stoffen, dadurch gekennzeichnet, dass man 1 Mol eines tetrazotierten 4,4'-Diamino-tetra- methyl-1,1'-diphenyls mit 1 Mol einer Oxy- naphthalindisulfonsäure und mit 1 Mol eines in para-Stellung zur Oxygruppe kuppelnden Oxybenzols oder Oxynaphthalins, welches im oxygruppenfreien Ring hydriert sein kann, kuppelt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man den erhalte nen Disazofarbstoff durch Umsetzung der zur einen Azogruppe paraständigen Oxy- gruppe mit einem reaktionsfähigen Abkömm ling einer Arylsulfonsäure in den entsprechen den Arylsulfonsäureester überführt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als die eine Azokomponente eine Oxynaphthalindisulfon- säure wählt, welche durch einen Acylamino- rest weitersubstituiert ist.
CH324676D 1954-04-15 1954-04-15 Verfahren zur Herstellung von Disazofarbstoffen CH324676A (de)

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