CH324905A - Verfahren zur Herstellung von Alkylenimino-chinonen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Alkylenimino-chinonen

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CH324905A
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CH
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alkyleniminoquinones
methanol
alcohol
benzoquinone
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Walter Dr Gauss
Siegfried Dr Petersen
Domagk Gerhard Prof Dr Dr H C
Christian Dr Med Hackmann
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Bayer Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D203/00Heterocyclic compounds containing three-membered rings with one nitrogen atom as the only ring hetero atom
    • C07D203/04Heterocyclic compounds containing three-membered rings with one nitrogen atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings
    • C07D203/06Heterocyclic compounds containing three-membered rings with one nitrogen atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings having no double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D203/08Heterocyclic compounds containing three-membered rings with one nitrogen atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings having no double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with only hydrogen atoms, hydrocarbon or substituted hydrocarbon radicals, directly attached to the ring nitrogen atom
    • C07D203/14Heterocyclic compounds containing three-membered rings with one nitrogen atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings having no double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with only hydrogen atoms, hydrocarbon or substituted hydrocarbon radicals, directly attached to the ring nitrogen atom with carbocyclic rings directly attached to the ring nitrogen atom

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description


  Verfahren zur Herstellung von     Alkylenimino-chinonen       Es wurde gefunden, dass man zu     Alkylen-          imino-chinonen        gelangt,    indem man     Chinone,     die noch mindestens eine umsetzungsfähige     o-          Stellung    besitzen, mit     a,ss-Alkyleniminen    zur  Reaktion bringt. Je nach der Konstitution des       Chinons    treten ein oder mehrere     Alkylenimin-          Reste    in das Molekül ein.  



  Als geeignete     Chinone    seien beispielsweise  die     Chinone    der Benzol- und     Naphthalinreihe,       wie     Benzochinon-    (1,4),     Toluchinon-    (1,4),       Naphthochinon-(1,4)    und     2-Methylnaphtho-          chinon-(1,4)    genannt.  



  Die Umsetzung des     Benzochinon-(1,4)    mit       Äthylenimin    verläuft vermutlich analog der  bekannten Umsetzung von     Benzochinon-(1,4)     mit andern     primären    oder sekundären Aminen  nach folgendem Schema:  
EMI0001.0024     
    In analoger Reaktion wird ein zweites  Molekül     Äthylenimin    addiert.  



  Als     a,ss-Alkylenimine    können z. B.     Äthylen-          imin,        2-Methyläthylenimin,        2,2-Dimethyl-          äthylenimin    und     Cyclohexen-imin    verwendet    werden. Die Umsetzungen werden vorzugs  weise bei Raumtemperatur oder schwach er  höhter     Temperatur,    in manchen Fällen auch  unter Kühlen, vorteilhaft unter Verwendung  eines geeigneten indifferenten Lösungsmittels      ausgeführt. Als     Verdünnungsmittel    haben sich  z.

   B. die niederen     Alkohole        gut    bewährt, da die       gewünschten    Reaktionsprodukte darin meist  schwer löslich sind und daher bequem abge  trennt werden können.  



  Die in der Literatur     bisher    noch nicht be  schriebenen     Alkylenimino-chinone    sind kri  stallisierte farbige Körper; die durch Um  kristallisieren oder     Umfällen        gereinigt    wer  den können. Bei erhöhter Temperatur schmel  zen sie unter Zersetzung oder     Polymerisation.     



  Sie besitzen therapeutisches Interesse, da  sie das     Wachstum    von Tumorzellen zu hem  inen vermögen.  



  <I>Beispiel 1</I>  Zu einer unter     Eiskühhulg    gerührten Sus  pension von 108 g = 1 \Hol     Benzochinon-(1,4)     in 2 Liter Alkohol gibt man auf einmal 52     cm3          =    1 Mal     Äthylenimin.    Die Temperatur     steigt     rasch auf 20-25      und    fällt alsbald wieder ab,  wobei sich das Reaktionsgemisch tief dunkel  färbt. 10 Minuten nach der Zugabe des     Äthy-          lenimins    wird abgesaugt und gründlich mit  Alkohol gewaschen. Der Rückstand stellt ein       braungelbes    Kristallpulver dar; seine Menge  beträgt     lufttrocken    40 g.

   Zur Reinigung löst  man warm in 600     cms    Chloroform, klärt mit  Tierkohle und giesst in 2 Liter Methanol. Das       2,5-Bis-        (äthylenimino)-benzochinon-(1,4)    schei  det sich     sofort    in     Gestalt    kleiner orangefar  bener     Nädelchen    aus. Nach 1 Stunde saugt  man ab, wäscht mit Methanol und lässt an der  Luft trocknen; Ausbeute 30 g. Die Verbin  dung zersetzt sich bei 201-202  unter Dunkel  färbung. Sie kann zur weiteren Reinigung  aus Essigester     umkristallisiert    werden.

      <I>Beispiel 2</I>  Zu einer unter     Eiskühlung    gerührten  Suspension von<B>108</B> g = 1     Mol        Benzochinon-          (1,4)    in 2 Liter Alkohol     fügt    man auf einmal  70     cm3    = 1     Mol        2-Methyl-äthylenimin.    Die  Temperatur     steigt    rasch auf 21 , ,um dann  wieder abzufallen. 15 Minuten nach der Zu  gabe saugt man ab, wäscht mit kaltem Alkohol  aus und lässt an der Luft trocknen.

   Das so  erhaltene rohe 2,5-Bis-(2-methyl-äthylen-         imino)-benzochinon-(1,4)    (18,6 g) besteht aus  orangeroten lockeren Blättchen vom Schmelz  punkt 157,5-159,5  unter Zersetzung. Zur  Reinigung kristallisiert man aus Methanol um  und erhält orangefarbene flache     Nadeln    vom  Schmelzpunkt 166-167  unter Zersetzung.  <I>Beispiel 3</I>  Eine aus 15,8 g = 0,1     Mol        Naphthochinon-          (1,4),    200     cm3    Alkohol und 5,2     cm3    = 0,1     Mol          Äthylenimin    bestehende Suspension     wird    50  Stunden bei Raumtemperatur gerührt.

   Dann  saugt man ab und wäscht den Rückstand mit  kaltem Alkohol aus. Das dunkelfarbene Reak  tionsprodukt extrahiert man erschöpfend mit  siedendem Alkohol und vereinigt die durch       Abkühlung    der     Extrakte    und Absaugen ge  wonnenen     Kristallisate.    Letzte löst man warm  in möglichst wenig Chloroform, behandelt mit  Kohle und giesst in das 6fache Volumen Me  thanol. Das     2-Äthylenimino-naphthochinon-          (1,4)    fällt in Gestalt langer gelber Nadeln aus,  die wie üblich isoliert werden. Lässt man das  Präparat einige Stunden unter der Mutter  lauge stehen, so tritt Umwandlung in Würfel  ein.

   Zur Reinigung wird mehrmals aus     Chloro-          form-Methanol    umgefällt und dann 1 Stunde  im Vakuum bei 40  über P205 getrocknet. Der  Schmelzpunkt liegt bei 173,5-178,5  unter  Zersetzung.  



  <I>Beispiel 4</I>  Eine aus 8,6 g = 0,05     Mol        2-Methyl-naph-          thochinon-(1,4)    50     cm3    Alkohol und 2,6     cm3     = 0,05     Mol        Äthylenimin    bestehende Mischung  wird 50 Stunden bei Raumtemperatur ge  rührt. Dann kühlt man auf -20  ab, saugt  ab und wäscht sorgfältig mit möglichst wenig  gekühltem Methanol aus. Die Menge an luft  trockenem Reaktionsprodukt     beträgt    4,4 g. Es       schmilzt    bei 127-129  und besteht     aus        schmut-          ziggelben    Nadeln.

   Zur Reinigung löst man  in möglichst wenig lauwarmem Chloroform  und verdünnt mit dem 5fachen Volumen Me  thanol. Das     2-Methyl-3-äthylenimino-naphtho-          chinon-(1,4)    fällt     sofort    in gelben Nadeln aus.  Es wird abgesaugt, mit Methanol gewaschen  und an der Luft     trocknengelassen.    Der      Schmelzpunkt liegt bei     127-130     unter Zer  setzung.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Alkylen- imino-chinonen, dadurch gekennzeichnet, dass man Chinone, die noch -mindestens eine um setzungsfähige o-Stellung enthalten, mit Alkyleniminen umsetzt.
CH324905D 1953-10-20 1954-08-23 Verfahren zur Herstellung von Alkylenimino-chinonen CH324905A (de)

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