CH350295A - Verfahren zur Herstellung von therapeutisch wirksamen Verbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von therapeutisch wirksamen Verbindungen

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CH350295A
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naphthoquinone
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benzoquinone
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Gauss Dr Koeln-Stammhei Walter
Siegfried Dr Petersen
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Bayer Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D203/00Heterocyclic compounds containing three-membered rings with one nitrogen atom as the only ring hetero atom
    • C07D203/04Heterocyclic compounds containing three-membered rings with one nitrogen atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings
    • C07D203/06Heterocyclic compounds containing three-membered rings with one nitrogen atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings having no double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D203/08Heterocyclic compounds containing three-membered rings with one nitrogen atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings having no double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with only hydrogen atoms, hydrocarbon or substituted hydrocarbon radicals, directly attached to the ring nitrogen atom
    • C07D203/14Heterocyclic compounds containing three-membered rings with one nitrogen atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings having no double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with only hydrogen atoms, hydrocarbon or substituted hydrocarbon radicals, directly attached to the ring nitrogen atom with carbocyclic rings directly attached to the ring nitrogen atom

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Description


  



  Verfahren zur Herstellung von therapeutisch wirksamen Verbindungen
In der Patentschrift Nr. 324905 sind Umsetzungen unsubstituierter,   alkoxylierter    und halogenierter Chinone mit   a"B-Alkyleniminen    beschrieben. Im letzten Fall entsteht beispielsweise aus Chloranil und Äthylenimin das 2,5-Dichlor-3,6-bis-äthylenimino-benzochinon ; entsprechend geht 2,3-Dichlornaphthochinon-1,4 in   2-Chlor-3-äthylenimino-naph-    thochinon über. Die verbliebenen Halogenatome dieser beiden Halogen-äthylenimino-chinone lassen sich gemäss der Patentschrift Nr. 335673 durch   Alkoxy-,    Alkylmercapto-, Aryloxy-und Arylthio-Gruppen mit Hilfe der entsprechenden   Alkylmetallverbindungen    ersetzen.

   Hingegen sind Alkyleniminochinone, die die Struktur
EMI1.1     
 enthalten, bisher noch unbekannt.



   Es wurde nun gefunden, dass man zu neuen Chinonderivaten gelangt, die die Gruppierung
EMI1.2     
 ein-oder zweimal im Molekül enthalten und worin R einen aliphatischen Rest oder Wasserstoff,   Ri    Wasserstoff oder eine Alkylgruppe und R'einen aliphatischen oder aromatischen Rest darstellen, indem man Chinone, in denen die Gruppierung
EMI1.3     
 ein-oder zweimal vorkommt, mit   co"B-Alkyleniminen    umsetzt.



   Als   Chinonverbindungen,    die für das erfindungsgemässe Verfahren herangezogen werden können, seien zunächst beispielsweise solche aus der Naphthalinreihe genannt : 2-Chlor-3-acetylamino-1, 4-naphthochinon,   2-Chlor-3-acetylmethylamino-1,    4-naphthochinon,   2-Chlor-3-acetyl-äthylamino-1,    4-naphthochinon, 2-Chlor-3-benzoylamino-1, 4-naphthochinon, 2-Chlor-3-benzoyl-methylamino-1, 4-naphthochinon, 2-Brom-3-acetyl-äthylamino-1, 4-naphthochinon.



   Abkömmlinge des Benzochinons, die als Ausgangsstoffe verwendet werden können, sind beispielsweise : 2-Chlor-3-acetyl-methylamino-5,6-dimethyl
1,4-benzochinon, 2,5-Dichlor-3,6-bis-acetylamino-1,4-benzochinon, 2,5-Dichlor-3,6-bis-acetylmethylamino
1,4-benzochinon, 2,5-Dichlor-3,6-bis-acetyl-äthylamino
1,4-benzochinon, 2,5-Dichlor-3,6-bis-benzoylamino-1,4-benzochinon, 2,5-Dichlor-3,6-bis-benzoyl-methylamino
1,4-benzochinon, 2,5-Dibrom-3,6-bis-benzoyl-methylamino
1,4-benzochinon.



   Als reaktionsfähige   ce-"B-Alkylenimine    seien z. B. genannt : Äthylenimin, 2-Methyl-äthylenimin und 2,2-Dimethyl-äthylenimin.



   Die Umsetzungen der   Halogen-acylamino-chinone    mit   a,      ss-Alkyleniminen    werden vorteilhaft in inerten Verdünnungsmitteln wie etwa Kohlenwasserstoffen, halogenierten Kohlenwasserstoffen, Estern oder Äthern vorgenommen. Da pro Atom austauschbares Halogen ein Mol Halogenwasserstoff gebildet wird, gegen den der   Äthylenimin-Ring    empfindlich ist, empfiehlt sich die Zugabe einer ausreichenden Menge eines tertiären Amins, wie z. B. Triäthylamin, als Säureacceptor. Sein Hydrohalogenid kann nach beendeter Reaktion wegen seiner Unlöslichkeit in unpolaren Lösungsmitteln und infolge seiner guten Wasserlöslichkeit bequem von dem gewünschten   Chinonderivat    abgetrennt werden.



   Die nach dem erfindungsgemässen Verfahren erhaltenen neuen Verbindungen sind farbige feste Körper mit meist definierten Schmelz-oder Zersetzungspunkten. Sie besitzen physiologisches Interesse, da sie das Wachstum von Tumoren zu hemmen vermögen.



   Beispiel 1
In eine aus 200 cm3 Benzol, 15,3 cm3 (0,11 Mol) Triäthylamin und 11,4 cm3 (0,22 Mol) Äthylenimin bestehende Mischung trägt man 25,0 g (0,1 Mol) fein gemahlenes 2-Chlor-3-acetylamino-naphthochinon-1, 4 ein und rührt 20 Stunden lang bei Raumtemperatur.



  Anfangs ist gelinde Kühlung erforderlich. Nach der angegebenen Zeit saugt man ab und wäscht mit wenig Benzol. Aus dem Rückstand wird nach Trocknen das   Triäthylamin-ChIorhydrat    durch Auslaugen mit Wasser entfernt. Das ungelöste, rohe   2-Äthylen-      imino-3-acetyl-amino-naphthochinon-1,    4   (lufttrocken      17,    6 g vom Zersetzungspunkt   182183)    wird zweimal aus Alkohol umkristallisiert und schmilzt dann bei   194-195, D unter   
Die Herstellung des als Ausgangsmaterial verwendeten Chinons ist von J. R. E. Hoover und A. R.



  Day im J. Am. Chem. Soc. 76,4150 (1954), beschrieben.



   Beispiel 2
Zu einer aus 13,18 g (0,05 Mol) 2-Chlor-3-acetylmethyl-amino-naphthochinon-1,4,100 cm3 Benzol und 8,4   cm3    (0,06 Mol) Triäthylamin bestehenden Mischung lässt man unter Rühren und Kühlen mit fliessendem Wasser innerhalb 10 Minuten ein Gemisch aus 3   cm3    (0,058 Mol) Äthylenimin und 15 cm3 Benzol tropfen. Dann wird 16 Stunden lang nachgerührt, abgesaugt und mit Benzol gewaschen.



  Den luftgetrockneten Rückstand laugt man alsdann zur Entfernung des salzsauren Triäthylamins mit Wasser aus. Dabei bleibt ein gelbes Kristallpulver (lufttrocken 10,8 g vom Fp.   168-169  unter    Zers.) zurück, das aus Methyläthylketon umkristallisiert wird. Man erhält 7 g völlig reines 2-Äthylenimino3-acetylmethyl-amino-naphthochinon-1, 4 vom Fp.



     186-189  unter    Zers. in Gestalt braungelber Blättchen.



   Das als Ausgangsmaterial verwendete Chinon lässt sich durch Acetylierung von 2-Chlor-3-methylamino-naphthochinon-1,4 herstellen.



   Beispiel 3
Man legt eine aus 27,7 g (0,1 Mol) 2-Chlor-3acetyl-äthylamino-naphthochinon-1,4,200 cm3 Benzol und 16,8 cm3 (0,12 Mol) Triäthylamin bestehende Mischung vor und lässt unter Rühren und Kühlen mit fliessendem Wasser im Laufe von 20 Minuten 6 cm3 (0,116 Mol) Äthylenimin, verdünnt mit 20 cm3 Benzol, zutropfen. Es wird über Nacht nachgerührt. Dann saugt man das salzsaure Triäthylamin ab und wäscht dieses mit warmem Benzol so lange, bis es farblos ist. Die vereinigten Filtrate werden im Vakuum zur Trockene eingedampft. Man erhält 27 g eines braungelben kristallinen Materials, das bei etwa   145     unter Zersetzung schmilzt.

   Zur Reinigung kri  stallisiert    man aus 100 cm3 Alkohol um und gewinnt hierdurch 22,3 g 2-Äthylenimino-3-acetyl-äthylamino-naphthochinon-1,4 vom Zersetzungspunkt 150 bis   151 .    Nochmaliges Umkristallisieren steigert den Zersetzungspunkt um weitere   2 .   



   Das als Ausgangsmaterial verwendete Chinon wird durch Acetylieren von 2-Chlor-3-äthylaminonaphthochinon-1,4 erhalten.



   Beispiel 4
Zu einer aus 29,1 g (0,1 Mol) 2,5-Dichlor-3,6bis-acetyl-amino-benzochinon-1,4,100 cm3 Benzol und 30,6   cm3    (0,22 Mol) Triäthylamin bestehenden Suspension lässt man unter Rühren innerhalb 30 Minuten eine Mischung aus 31,2 cm3 (0,6 Mol) Äthylenimin und 70   cm3    Benzol tropfen. Die Temperatur wird durch Kühlen bei   30     gehalten. Man beobachtet noch etwa eine Stunde lang eine Nachreaktion. Sodann wird noch etwa vier Stunden bei Raumtemperatur nachgerührt. Man saugt ab und wäscht den Rückstand mit Benzol, bis dieses farblos abläuft. Der Rückstand wird nach Trocknen an der Luft erschöpfend mit kaltem Methanol ausgelaugt.



  Man erhält 16,3 g rohes 2,5-Bis-äthylen-imino-3,6bis-acetylamino-benzochinon-1,4 in Form eines rotbraunen mikrokristallinen Pulvers vom Zersetzungspunkt   191 .    Zur Reinigung kristallisiert man aus Dimethylformamid und gewinnt 9,0 g eines Produktes, das sich bei   219221     nach Einstecken bei   210     zersetzt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von therapeutisch wirksamen Verbindungen, dadurch gekennzeichnet, dass man Chinone, in denen die Gruppierung EMI3.1 worin R einen aliphatischen Rest oder Wasserstoff und R'einen aliphatischen oder aromatischen Rest darstellen, ein-oder zweimal vorkommt, mit a, ss-Al kyleniminen umsetzt.
CH350295D 1955-11-19 1956-10-18 Verfahren zur Herstellung von therapeutisch wirksamen Verbindungen CH350295A (de)

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