CH324981A - Verfahren zur Herstellung von polymerisierbaren oder copolymerisierbaren Verbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von polymerisierbaren oder copolymerisierbaren Verbindungen

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CH324981A
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formaldehyde
polymerizable
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methylol
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Richard Dr Sallmann
Arthur Dr Maeder
Daniel Dr Porret
Ernst Dr Leumann
Otto Dr Albrecht
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Ciba Geigy
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  Verfahren zur Herstellung von     polymerisierbaren    oder     copolymerisierbaren    Verbindungen    Das     Hauptpatent    Nr.     316408    betrifft, ein  Verfahren zur Herstellung von     amidartigen,          polymerisierbaren    oder     copolymerisierbaren          Verbindungen,    das dadurch gekennzeichnet  ist,

   dass man     Formaldehydkondensationspro-          dukte    von mit Formaldehyd     Methylolverbin-          dungen        bildenden    Verbindungen der     Amino-          triazingruppe,    welche     Forma.ldehydkondensa;

            tionsprodukte    im     TNIolekül    mindestens eine  freie     Methylolgruppe    oder mindestens eine  mit einem     niedrigmolekularen    Alkohol     ver-          ätherte        Methylolgruppe    aufweisen, mit Ni  trilen von ungesättigten     polymerisierba.ren     oder     eopolymerisierbaren    Säuren in Gegen  wart von sauren Kondensationsmitteln um  setzt.  



       Gegenstand    des vorliegenden Zusatzpa  tentes ist, nun ein Verfahren zur Herstellung  von     amidartigen,    polymer     isierbaren    oder     copo-          lymerisierbaren    Kondensationsprodukten, das  dadurch gekennzeichnet ist,     da.ss    man     Form-          aldeliydkondensationsprodukte    von mit.

   Form  aldehyd     N-Methylolverbindungen    bildenden  Verbindungen der     Aminotriazingruppe,    wel  che     Formaldehydkondensationsprodukte    min  destens eine freie     N-Methylolgruppe    oder       mindestens    eine mit einem     niedrigmolekularen     Alkohol     verätherte        N-Methylolgruppe    aufwei  sen, und in welchen     Formaldehy        dkondensa-          tionsprodukten    durch Reaktion mit Form  aldehyd noch weitere     N-Methylolgruppen    ge  bildet werden können,

   mit     Nitrilen    von unge-    sättigten,     polymerisierbaren    oder     copolymeri-          sierbaren    Säuren in Gegenwart von sauren       Kondensätionsmitteln    umsetzt und dann in  den erhaltenen Verbindungen durch Reaktion  mit Formaldehyd noch weitere     N-Methylol-          grUppen    bildet. Die     Formaldehydkondensa-          tionsprodukte    der angegebenen Art können  sich zum Beispiel von     Melamin    ableiten.

   Ge  nannt seien zum Beispiel     Dimethylolmelamin,          Trimethylolmelamin    oder     Trimethy        lolmelamin-          trimethyläther.    Die Verbindungen können in  vorwiegend     monomerem    oder teilweise vor  kondensiertem Zustand vorliegen. Als     Nitril     wird auch für dieses Verfahren vorzugsweise       Acrylnitril    verwendet. Die Umsetzung zwi  schen der teilweise     methyl.olierten    Verbindung  und dem     Nitril    erfolgt in Gegenwart von  sauren Kondensationsmitteln.

   Als saure Kon  densationsmittel kommen auch hier vorzugs  weise starke anorganische Säuren, wie Phos  phorsäure und insbesondere Schwefelsäure in  Betracht, die zweckmässig in wasserfreier  Form zur Anwendung gelangen. Das Konden  sationsmittel wird auch im vorliegenden Falle  vorteilhaft im Überschuss zugesetzt. Die an  schliessende Reaktion mit dem Formaldehyd  kann unter den für die Einführung von       Methy        lolgruppen    üblichen Bedingungen durch  geführt werden; zweckmässig wird das zuerst  erhältliche Umsetzungsprodukt mit konzen  trierter wässeriger.     Formaldehydlösung    unter      Zusatz geringer Mengen einer Säure oder  einer alkalisch reagierenden Verbindung er  wärmt.  



  Die neu eingeführten     lleth@>lolgruppen          können    in den Endprodukten belassen wer  den; sie können aber nachträglich noch ganz  oder teilweise durch Reaktion mit     Alkoholen,     Säuren, Estern,     Amiden    oder     N-Methylol-          amiden    umgesetzt werden, wodurch die Eigen  schaften der Erzeugnisse verändert. werden  können. Ebenso ist. eine     teilweise        naehträgliehe          Absättia        ing    der Doppelbindungen durch An  lagerung von Verbindungen mit einem aktiven  Wasserstoffatom möglich.

   Die     Polymerisation     und die gegebenenfalls durchzuführende Här  tung der erfindungsgemäss zugänglichen Ver  bindungen kann nach bekannten Methoden er  folgen.  



  Die erfindungsgemäss erhältlichen Pro  dukte können für die verschiedensten Zwecke  benützt werden. Sie sind im allgemeinen über  all dort einsetzbar, wo     Kondensations-    oder       Polymerisationsharze    zur Anwendung     gel        an-          gen.    Sie können zur Herstellung von     Press-          massen    und Formkörpern, von Filmen, Klebe  mitteln oder Lacken Anwendung finden. Die  erhältlichen Produkte eignen sich, falls sie  aus geeigneten Ausgangsstoffen hergestellt  wurden, u.     a..    als Hilfsstoffe in der Textil-,  Leder- und Papierindustrie.

   Sie können zur       Herstellung    von Imprägnierungen und Be  schichtungen dienen;     zum    Beispiel können  Textilien mit geeignet. substituierten Verbin  dungen wasserabstossend gemacht werden.  Weitere Verwendungsmöglichkeiten für die  neuen Produkte bestehen im Färben, Drucken  und Appretieren von natürlichen oder Kunst  fasern mit Pigmenten.  



  Im allgemeinen besitzen die mit, erfin  dungsgemäss hergestellten Produkten erzeug  ten Ausrüstungen eine gute     Cfebraiichstücli-          tigkeit,    insbesondere weisen Produkte, die       polymerisierbar    und     härtbar    sind, günstige  Eigenschaften auf.  



  In den nachfolgenden Beispielen bedeuten  die Teile Gewichtsteile. Die Temperaturen  sind in     Celsiusgraden    angegeben.    <I>Beispiel 1</I>  In 1920 Teile 93     o/oige    Schwefelsäure trägt  man in 40 Minuten bei einer unterhalb 10   liegenden Temperatur unter Rühren 380 Teile       Dimethylolmelamin    ein.

   Hierauf lässt man in  30 Minuten 220 Teile     Aerylnitril        zutropfen,     wobei die     Temperatur    durch     Kühlung    unter  20  gehalten     wird.        Naeh        3stündigem    Stehen  bei Raumtemperatur wird die Reaktionsmasse  auf Eis gegossen und die Säure mit konzen  trierter Natronlauge neutralisiert. Das Um  setzungsprodukt wird     abfiltriert    und mit  Wasser gewaschen. Nachher wird es in 600 Tei  len     40o/oaiger    wässriger     Formaldehydlösung,     die durch Zugabe von wenig Natronlauge auf  ein. PH von 8,5-9 eingestellt worden war,  suspendiert.

   Das     Reaktionsgemiseh    wird auf  60  erwärmt, wobei nach 10 Minuten alles  in Lösung geht. Die Lösung wird durch Fil  tration von wenig Verunreinigungen befreit.  und anschliessend in einem     Zerstäubungs-          troekner    zur Trockne verdampft. Man erhält  ein Pulver, das vollständig wasserlöslich und       polymerisierbar    ist.  



  Die in diesem Beispiel verwendeten Men  gen der     Reaktionskomponenten    sind derart.  gewählt, dass auf 1     Mol        Dimethylolmelamin     2     Mol        Aerv        lnitril    und 4     Mol        Formaldehvd     entfallen.  



  <I>Beispiel</I>  Man verfährt. wie in Beispiel 1 beschrieben,  verwendet aber auf 1     Mol        Dimethv        lolmelamin     und 2     Mol        Aery        lnitril    nur 2 Mole oder 3     Mol     Formaldehyd. Zu ähnlichen Produkten ge  langt man auch, wenn man 1.     Mol        Trimethylol-          m.elamin    zuerst mit 3     Mol        Aerylnitril    umsetzt  und anschliessend 1-3     Mol    Formaldehyd ein  wirken lässt.  



       Beispiel   <I>3</I>  Man kondensiert nach dem Verfahren von  Beispiel 1 380 Teile     Dimethy        lolmelamin    mit.  110 Teilen     Acry        lnitril    durch Eintragen in  1650 Teile     93'o/oige    Schwefelsäure.

   Nach dem  Ausgiessen des Reaktionsgemisches auf Eis  und Neutralisieren der Säure mit konzentrier  ter Natronlauge wird das w     asserlösliehe    Kon  densationsprodukt mit     n-Butanol    ausgeschüt-           telt.    Hierauf wird das     Butanol    im Vakuum  entfernt, der Rückstand in 1000 Teilen Was  ser gelöst und die Lösung mit 500     Teilen          38        %iger        Formaldehydlösung        versetzt.        Das        PH     der Lösung wird durch Zugabe von wenig       Natronlauge    auf 8,

  5-9 gebracht und die     Mi-          sehung    während 15 Minuten auf 60  erwärmt.  Das Kondensationsprodukt wird hierauf  durch Trocknung im     Zerstäubungstrockner     als weisses, wasserlösliches Pulver erhalten.  



  Die in diesem Beispiel verwendeten     Men-          -en    der Reaktionskomponenten sind derart       gewählt,    dass auf 1     Mol        Dimethylolmelamin     1     Mol        Acry        lnitr    il und ungefähr 3     Mol    Form  aldehyd entfallen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von poly meri- sierbaren oder eopolymerisierbaren amidarti- gen Kondensationsprodukten, dadurch ge kennzeichnet, dass man Formaldehydkonden- sationsprodukte von mit Formaldehyd N Met.hylolverbindungen bildenden Verbindun gen der Aminotriazingruppe,
    welche Form- tildehy dkondensationsprodukte mindestens eine freie N-Methylolgruppe oder mindestens eine mit einem niedrigmolekularen Alkohol ver- ätherte N-Methylolgruppe aufweisen, und in welchen Formaldehydkondensationsprodukten durch Reaktion mit Formaldehyd noch wei tere N-Methylolgruppen gebildet werden kön nen, mit Nitrilen von ungesättigten,
    polyme- risierbaren oder eopolymerisierbaren Säuren in Gegenwart von sauren Kondensations mitteln umsetzt und dann in den erhaltenen Verbindungen durch Reaktion mit Form aldehyd noch weitere N-Methylolgruppen bildet. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man von Melamin- derivaten ausgeht. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man Acrylnitril verwendet. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, da,- durch gekennzeichnet, dass man 1 Mol Di- methjolmelamin mit 2 Mol Acrylnitril kon densiert und das Kondensationsprodukt mit 4 Mol Formaldehyd umsetzt.
CH324981D 1952-08-29 1952-09-05 Verfahren zur Herstellung von polymerisierbaren oder copolymerisierbaren Verbindungen CH324981A (de)

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