Vorrichtung zum Wiegen im Vakuum
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vor richtung znm Wiegen im Vakuum in einem Rezipienten mit einer Schleuse und einer Pumpanlage mit zentraler Steuerung.
(her die Vorteile von Wägungen im Va kuum. sei hier nieht näher eingegangen. Das Wiegen im Vakuum ermöglicht unter anderem die grösstmögliche Annäherung an absolute Ermittlung der Masse; ausserdem werden Klimaeinflüsse auf ein Minimum beschränkt und gewisse physikalische und chemische Reaktionen können entweder ausgeschaltet oder näher untersucht werden.
Vakuumwägeeinrchtungen höchster Präzision sollen einfaches bedienbar sein und Bedienungsfehler weitestgehend verhindern, um den Bedienenden nicht unnötig mit komplizierten Handgriffen nnd Kontrollen zu be lasten und ihm die Möglichkeit zu geben, sich der eigentlichen Aufgabe, nämlich dem Die geil selbst, mit konzentrierter Aufmerksam- keit widrnen zu können.
Die bisher bekannten Vorrichtungen znm Wiegen im Vakuum tragen den angeführten Forderungen nicht genügend Rechnung und sind daher nur durch Physiker oder Chemiker mit Spezialkenntnissen bedienbar.
Vorliegende Erfindung macht es sieh daher zur Aufgabe, die genannten Mängel zu beseitigen. Erfindungsgemäss ist die Schleuse von zylindrischer oder prismatischer Gestalt so angeordnet, dass deren Längsachse parallel zur Drehachse des Waagebalkens und genau oder annähernd durch das Mittellot des Waagengehänges für das Wiegegut verläuft, wobei das Unterteil des Rezipienten ein U-förmiges Innenprofil aufweist, dessen Schenkel parallel zum Waagebalken verlaufen.
Ans der Zeichiang sind Ausführungsbei- spiele der Erfindung dargestellt.
Fig. 1 zeigt die gesamte erste Vorrichtung in Frontansicht, wie sie sieh dem Bedienenden bietet
Fig. 2 stellt einen Vertikalschnitt durch das Unterteil des Rezipienten und den Waagenständer dar.
Fig. 3 zeigt im Schema die Anordnung von Vakuumanlage und Schleuse sowie die An schlüsse der Bedienungselemente an die Waage.
Fig. 4 zeigt ein Detail des Rezipienten und des Glockengefässes.
Fig. 5 stelltdie Konstruktion eines Fördergetriebes für den Transport des wiegegutes durch die Schleuse unter Darstellung in drei Phasen dar.
Fig. 6 gibt ein Detail der Konstruktion nach Fig. 5 wieder.
Fig. 7 veranschaulicht die getrieblichen Zusammenhänge der Arretierung der Waage mit dem Fördergetriebe.
Fig. 8 stellt einen Teilschnitt nach Linie A-B von Fig. 7 dar.
Fig. 9 ist eine Schalt tabelle für die in Fig. 10 dargestellte Hochvakuumanlage.
Fig. 10 gibt das Schaltbild einer Hoch- vakuumanlage, zu deren Erläuterung die Tabelle nach Fig. 9 dient.
Fig. 11 zeigt den Zweiweghahn aus Fig. 10 in Gaseinlassstellung.
Fig. 12 ist die Ansicht des Steuerhebels für die in Fig. 10 dargestellte ochvakuumanlage. Die Erklärung hierfür gibt die Tabelle nach Fig. 9.
Die in Fig. 1 dargestellte Ausführung der Vorrichtung zum Wiegen im Vakuum ist auf einem Tisch 1 von der Form eines Schreibtisches angebracht. Das Mittelfeld 2 des Schreibtisches ist nicht durchgehend offen, sondern nimmt hinten einen Teil der Hoch- vakuumpumpanlage, nämlich ein Ventilaggre- gat 3 und eine Hochvakuumpumpe 111 auf.
Die beiden Seitenteile 5 und 6 des Tisches dienen zur Aufnahme der übrigen Elemente der Hochvakuumanlage und als Ablage für Geräte und Werkzeug. Die Hinterwand des Mittelteils 2 trägt die elektrischen Anschlüsse, den Kühlwasseranschluss und den Gasanschluss. In der Mitte des Tisches 1 unterhalb der Tischplatte ist eine Schalttafel 10 angeordnet. Zur besseren Bedienbarkeit der Anlage und zur Erhöhung der Übersicht ist diese Schalttafel 10 von der Vorderkante der Tischplatte eingerückt und geneigt angebracht.
Auf der Schalttafel 10 sind die Bedienungsorgane für die Gesamtvorrichtung, besonders für die Hochvakuumanlage, angeordnet. Hierzu gehört der Steuerknauf 11 für die Steuerzug des Ventilaggregates 3, wel eher auch als Steuerhebel 100 aiisgebildct sein kann.
Ausserdem sind folgende Bedienunge- organe vorgesehen: der Pumpenschalter 13 für die Hochvakuumpumpe 111 und die zugehörige Kontrollampe 14, der Kühlwasserschalter 15 für die Hochvakuumpumpe 111 und die zugehörige Kontrollampe 16, der Vorschalter 17 für den Antrieb der Vorvakuumpumpe 112 und die Kontrollampe 18 hierzu sowie der Beleuchtungsschalter 19 für die Waage und die Ablesvorrichtung nebst der Kontrollampe 20.
Über die Tischplatte erhebt sich der Rezipient 22, welcher aus zwei Hauptteilen, dem Unterteil 23 und dem Glockengefäss 24 besteht. Auf die Gestaltung dieser Teile wird später eingegangen. Am Unterteil 23 sind an dessen geneigter Vorderfläche folgende Geräte angebracht: der Vorvakuummesser 25, das Gewichtszählwerk 26, die Skala 27, meist eine Projektionsskala, und der Vakuummesser 28.
In der Mitte sind noch der ämpfungsknopf 29 und der Arretierhebel 30 angeordnet. An den Seitenflächen des Unterteils 23 sind vorn die Schleusendeckel angebracht, rechts der äussere Schleusendeckel 31, auf welichem der Behälter 32 mit dem Wiegegut angedeutet ist, und auf der linken Seite der Knauf 33 für den innern Schleusendeckel 34. Beiderseite sind die Drehknöpfe 35 für die Gewichts- auflage sowie der Bildschärfenknopf 36 und der Nullpunktsknopf 37 angeordnet.
Das Glockengofäss 24 ist umhüllt von der Überglocke 38, welche oben Wölbungen aufweist, worin die Beleuchtungsvorrichtungen für das Innere des Rezipienten 22 unter- gebracht sind. Uni die Wärmeentwicklung klein zu halten, kann als Lichtquelle eine Leuchtstofflampe verwendet werden. Die Üborglocke hat ein oder mehrere Fenster 39, wodurch das Innere des Reziplenten 22 beobaehtet werden kann. Weitere Einzelheiten über den Rezipienten folgen.
Zur Erleichterung der Bedienung und für Schreibarbeiten sind nnter der Tischplatte seitlich herausziehbare Schreibplatten 40 an geordnet.
Nach Fig. 2 hat das Mittelteil 23 des Rezipienten innen ein #-förmiges Längsprofil, senkrecht zur Zeichenebene verlaufend, und nimmt den Waagenständer 41 auf, welcher auf einem Sockel 42 ruht. Zwischen dem Sockel 42 und dem Unterteil 23 sind Fcderii 43 angeordnet, welche nichtlineare Federeharakteristiken, das heisst progressive Wiek- lungssteigung, aufweisen. Ausserdem sind zwischen Unterteil 23 und Sockel 42 Bremsvorrichtungen 44 angeordnet, welche zur Ver nichtung der kinetischen Energie, die durch Schwingungen des Unterteils 23 entsteht, dienen.
Das Unterteil 23 ist über ein Wellrohr 45 oder einen Faltenbalg aus iletall elastisch und vakuumdicht mit dem Sockel 42 verbunden.
Der Anschluss der Hochvakuumanlage erfolgt ebenfalls über ein Wellrohr 46.
Das Unterteil 23 steht in einem Ausschnitt des Tisches 1. In diesem Ausschnitt ist eine Manschette 47 angebracht, so dass Stösse nicht von einem Teil auf das andere übertragen werden. Der Tisch 1 ruht auf einem Enter- rund, welcher schwingungstechnisch von dem Sockel 42 isoliert ist.
Die Einstellgetriebe für die Gewiehtsme- chanismen, das Gewichtszählwerk 26 und die andern Bedienungselemente befinden sich ausserhalb des U-Profils und somit ausserhalb des Vakuums. Durch die Wandunge 48 des U-Profils hindurch treten die Wellen der Ge- triebe und sie sind mit topfbuchsen 49 ge dichtet. Zur Verbindung mit den Gewichts- mechanismen und weiteren Getrieben an der Waage selbst dienen elastische Kupplungen 50 oder biegsame Wellen 51. Hierdurch werden Erschütterungen auf die Waage verhin- dort.
Ausserdem wird die Wärmeübertragung durch Leitung auf die Waage auf ein. Min- destmass reduziert, zumal, wenn für die eln- stischen Kupplungen 50 ein Werkstoff mit geringer Wärmeleitfähigkeit vorgesehen wird.
Aber auch Teile der starren Verbindungs- stücke können aus Werkstoffen mit geringer Wärmeleitfähigkeit vorgesehen sein.
Die Schenkel des U-Profils des Unterteils 23 verlaufen parallel zum Waagebalken 135 und die Profilmittellinie liegt in der Verbindungslinie der Durchstosspunkte der Mittellote der Waageugohäuge 52 bzw. der Waagschalen mit dem Profil. Hierdurch gestaltet sich der Ranm des Rezipienten 22 klein und das Auspumpen erfordert wenig Zeit.
Die obere Fläche 54 des Unterteils 23 dient zusammen mit einer gummielastischen Dichtungsplatte 55 ans Gummi oder ähnlichem zur Dichtung von Unterteil 23 und Glockengefäss 24. Auf der obern Fläche sind Führungsstücke 56 befestigt, welche der Dichtungsplatte 55 als Halt gegen Verschieben und dem Glockengefäss 24 als Führung dienen.
Die Führungsstücke 56 können auch nach oben verlängert ausgebildet werden, um eine sichere Führung des Glockengefässes 24 zu gewährleisten und Beschädigimgen der Waage beim Aufsetzen zu verhüten.
Ans Fig. 3 erkennt man den Zusammen- hang der Hochvakuumpumpanlage mit dem Rezipienten 22 und der Schleuse 63. Der Sauganschluss 64 und der Lufteinlass 66 der Hochvakuumanlage sind etwa in der Mitte des Waagenständers 41 angeordnet und abgedeckt, so dass die Waage bei Lufteinlass nicht durch Luftströmung Schaden erleidet.
Das Ventilaggregat 3 ist unterhalb des Unterteils 23 angeordnet und ist durch den Steuer- hebel 100 bedienbar. Beachtenswert ist noch die Anordnung eines Vorvakuumgefässes 65 an dem Druckanschluss 67 der Hochvakuumpumpe 111, auf dessen Bedeutung später eingegangen wird. Weiterhin sei der Schleusenhahn 68 erwähnt, welcher in mechanischer oder elektrischer Verbindung mit einem Sperrglied 69, hier einem Sperrhebel, steht so dass das Sperrglied 69 den äussern Schleusendekkel 31 dann sperrt, das heisst dessen Öffnen verhindert, wenn der Schleusenhahn 68 die Schleusenventile 70 und 71 und somit die Schleuse 63 mit der Hochvakuumanlage verbindet.
Diese Stellung ist in Fig. 3 dar gestellt. Der Vakuummesser 28 ist direkt an den Rezipienten 22 angeschlossen, während der Vorvakuummesser 25 den Druck in dem Druckanschluss 67 des Vorvakuumgefässes 65 misst.
Der innere Schleusendeckel 34 besitzt einen Aufleghebel 72, der gabelförmig und federnd ausgebildet ist Mit diesem Aufleghebel 72 bewegt der innere Schleusendeckel 34 den Behälter 32 mit dem Wiegegut durch die Schleuse 63 über die Waagschale 53.
Das Glockengefäss 24 ist ganz oder tell- weise durchsichtig. Bei Ausführung aus Glas oder andern elektrisch schlecht leitenden Werkstoffen ist ein Teil der Ineien- und Aussenflächen mit einem metallenen Überzug versehen, um elektrostatische aufladungen im Innern und Erwärmung von aussen zu verhindern. Weiterhin ist über dem Gloeken- gefäss 24 die Überglocke 38 angeordnet, wel ehe mit Öffnungen versehen ist, um in das Innere des Rezipient ! 22 sehen zu können.
Der Zwischenraum zwischen Überglocke 38 und Glockengefäss 24 ist, wie in Fig. 4 dargestellt, mit einem wärmedämmenden und stossmindernden Werkstoff ausgefüllt. Die mechanische Verbindung des Glockengefässes 24 mit der Überglocke 38 erfolgt durch ein gummielastisches Glied, z. B. einen Zwischen- ring 73 aus Gummi, so, dass die Verbindung formschlüssig ist. Der Formschluss wird dadurch erzielt dass das Glockeugofäss 24 einen Wulst 74 und die Überglocke 38 einen eingezogenen Rand 75 besitzt. Der Zwischenring 73 ist dazwischengelegt. Die Überglocke 38 besitzt zum Abheben mehrere Griffmulden 76.
In Fig. 5 und 6 ist eine Ausführungsform eines Fördergetriebes für das Einbringen des Wiegegutes durch die Schleuse 63 in den Rezipienten 22 dargestellt. Der äussere Schleusendeckel 31 ist als Winkelhebel 92 ausgebildet und besitzt eine Mulde 118. Er ist über ein Scharnier 91 mit dem Unterteil 23 gelenkig verbunden. Der Winkelhebel 92 besitzt einen oder zwei Stifte 119, in welche der Behälter 32 für das Wiegegut eingehängt wird. Hierzu sind an den Behälterstegen 93 Schlitze 94 angeordnet. Die Behälterstege 93 weisen oberhalb der Schlitze 94 Öffnungen 95 und Lagermulden 96 auf. In der Schleuse 63 sind der Scliwenkhebol 98 und der Sperrhebel 99 drehbar gelagert.
Schwenkhebel 98 und Sperrhebel 99 sind insofern in getrieblicher Verbindung miteinander, als der Sperrhebel 99 durch Mitnehmer 114 am Schwenk hebel 98 geführt ist. Die Relativbewegung beider Hebel 98 und 99 ist daher annähernd eine Verschiebung. Mit dem innern Schleusendeckel 34 ist eine Stossstange 117 gelenkig verbunden, die an dem Schwenkhebel 9S an gelenkt ist.
Das Getriebe arbeitet wie folgt: Nach Einhängen des Behälters 32 in die Stifte 119 des Winkelhebels 92 wird der äussere Schleusendeckel 31 geschlossen. Hierbei ist der innere Schleusendeckel 34 geschlossen. Das Getriebe ist in der in Fig. 5 Ausgezogen gezeichneten Lage. Durch Einschwenken des Behälters 32 gelangen die öffnungen 95 über einen losen Bolzen 97. Dieser ist in der ausgezogen ge zeichneten Stellung mit Hilfe des Sperrhebels 99 formschlüssig mit dem Schwenkhebel 9s verbunden. Der Bolzen 97 stellt die getriebliche Verbindung des Behälters 32 mit dem Schwenkhebel 98 dar.
Die Schleuse 63 ist nun geschlossen und wird ausgepumpt. Ist ein genügendes Vakuum erreicht, wird der innere Schleusendeckel 34 geöffnet, indem er geradlinig nach innen gezogen wird. Er gelangt durch das Waage gehänge hindurch.Gleichzeitig wird über die Stossstaiige 117 der Schwenkhebel 98 eingeschwenkt. Die getriebliche Verbindung des Behälters 32 mit dem Winkelhebel 92 wird gelöst, indem die Schlitze 94 aus den Stiften 119 herausgleiten.
Der Behälter 32 schwenkt, getragen von dem Bolzen 97, mit herum und gelangt in die in Fig. 6 strichpunktiert ge zeichnete Lage. Hierdurch setzt sich der Behälter 32 auf die Waagschale 53. Die Bewegung des Schwenkhebels 98 ist indes noch nicht abgeschlossen; er schwenkt weiter und löst sich von dem Bolzen 97. Dies wird durch folgende Massnahme ermöglicht: Der Sperrhebel 99 schwenkt um einen Drehpunkt 11.5, welcher genau oder angenähert aui der Ver- bindungslinie des Drehpunktes 116 des Schwenkhebels 98 mit dem Durchstosspunkt der Achse des Bolzens 97 liegt.
Die Länge des Sperrhebels 99 ist so bemessen, dass er in Aussenstellung (ausgezogen gezeichnet) mit dem Schwenkhebel 98 zusammen mit dem Bolzen 97 einen Formschluss bildet, während noch vor Erreichen der Innenstellung (strichpunktiert ausgezogen) der Spcrrhcbel 99 sieh infolge der Anordnung seines Drehpunktes 115 gegenüber dem Schwenkhebel 98 so (relativ) verkürzt, dass letzterer allein durch Form- oder Kraftschluss über den Bolzen 97 in getrieblicher Verbindung mit dem Behälter 32 steht. Somit löst sich diese getriebliche Verbindung des Schwenkhebels 98 mit dem Bolzen 97 bei Aufsetzen des Behälters 32 auf die Waagschale. Der Bolzen 97 legt sieh in die Lagermulden 96 der Behälterstege 93.
Das gleiche gilt bei etwaigem Anhängen des Behälters 32 an das Waagengehänge 52. In dieser Lage kann die Wägung erfolgen, ohne dass sie behindert wird, ada dafür gesorgt ist, dass die Grösse der Loslösung ausreiehend ist.
Nach Vorwegnahme eines Ausführungsbei- spiels und Klarstellung der Funktioneines Fördergetriebes sei noch einiges Grundsätzliches beschrieben: Die Schleuse hat prismatische oder zylindrische Form. Die Längsachse ist parallel zur Schneidenachse oder Torsionsachse des Waagebalkens angeordnet. Die Längsachse schneidet nach innen genau oder annähernd das Mittellot durch das Waaocn gehänge 52 für das Wiegegut. Die Schleusendeckel sind Bestandteile des Fördergetriebes und sind mit diesem zum Teil lösbar gekuppelt. Die Lösung und Kupplung erfolgt zwangsweise und die Kupplung kann kraftoder formschlüssig sein. Hierzu können auch Federn dienen.
Der innere Schleusendeckel 34 bewegt sich durch das Waagengehänge 52 hindurch, ohne mit diesem eine getriebliche Verbindung einzugehen. Das Fördergetriebe meist ein oder mehrere an sich lose Verbin dungsgl ieder auf, wel ehe zeitweise wechsel- seitig mit einem Teil der Getriebeglieder in Verbindung stehen. Der Behälter 32 ist mit den Getriebegliedern gelenkig so verbunden, dass er durch das Eigengewicht senkrecht hängt. Die Betätigung des Fordergetriebes erfolgt allein durch die Handhabung der Schleusendeckel.
Zur Sicherung der Schleusenanlage und Vermeidung von Bedienungsfehlern sind noch folgende Massnahmen vorgesehen: Der innere Schleusendeckel 34 schliesst in seiner Öffnungsstellung einen Kontrollschalter. Dabei ruht der Behälter 32 auf der Waagschale 53.
Der Kontrollscalter lässt eine signallampe aufleuchten, was bedeutet, dass der Wiegevorgang beginnen kann.Der Kontrollschalter kann aber aneh im Stromkreis der Licht- quelle für das Gcwichtszählwerk oder die Skala bzw. die Projektionsoptik für die An zeigt angeordnet sein.
Eine weitere Sieherung gegen Fehlbedienung kann durch folgende anordnung erzielt werden: Der innere Schleusendeckel 34 ist mit einer Sperre ausgerüstet, welche von dem Vorvakuummesser elektrisch dann freigegeben s rd, wenn in der Schleuse das erforderliche Vakuum herrscht und die Absperrorgane zwischen Schleuse und Hochvakuumanlage geschlossen sind. Hierzu ist an den Absperrorganen ein weiterer Kontrollschalter oder ein Schalt schütz vorgesehen.
Der Vakuummesser kann mit einem Kontrollschalter derart ausgerüstet sein, dass letzteurer geschlossen wird, wenn das zur Meist sung nötige Vakuum im Rezipienten erreicht ist. Eine Signallampe zeigt sodann an, dass die Messung durchgeführt werden darf. Der Kontrollschalter kann aber auch, wie bereits beschrieben, d'ie Lichtquelle für Gewichtsanzeige oder Skala einschalten. Diese Sicherungen gewinnen dann erhöhte Bedeutung, wenn es sich um besonders empfindliches Wiegegut, z. B. Medikamente oder Vorprodukte dieser, handelt.
Dieselbe Anordnung kann dazu verwendet werden, die zeitweise miteinander verbundenen Behälter und die Schleuse mit einem Clas zu füllen und den gesamten Prozess einschliesslich des Wiegens in diesem Gas abzuwickeln.
Die hierzu nötige Vorrichtung zum Füllen mit Gas wird später beschrieben.
Das Fördergetriebe kann auch in getrieblicher Verbindung mit der Arretiervorrichtung der Waage gebracht sein, wie Fig. 7 und 8 darstellen. Am innern Schleusendeckel 34 ist über eine Tragfeder 120 ein Aufleg- hebel 72, weicher gabelförmig anisgebildet. ist, angebracht. Ist der innere Schleusendeckel 34 in Schliessstellung, so ragt der Aufleghebel 72 in die Schleuse hinein und bei geöffnetem äusserem Schleusendeckel 31 kann der Behälter 32 an den Anfleghebel 72 gehängt werden. Die Tragfeder 120 ist so bemessen, dass ihre Durchbiegung mässig ist. Nach Schliessen und Auspumpen der Schleuse wird nun der innere Schleusendeckel 34 nach innen gebracht und der Behälter gelangt über die Waagschale 53.
Wird nun die Arretierung der Waage mit dem Arretierhebel 30 gelöst und gelangt die Arretierstange 121 nach unten, so drückt diese über den Stift 122 den am Waagenstän der 41 drehbar gelagerten Lösehebel 123 mit herab. Die Ausgleichsfeder 124 sorgt dabei für Zwangsläufigkeit.
Der Lösehebel 123 ge langt dabei von seiner obern (gestrichelt angedeuteten) Stellung nach unten, wobei er auf den Aufleghebel 72 trifft und diesen nach unten drückt. Dadurch setzt sich der Behälter 32 auf die Waagschale oder hängt sich an das Waagengehänge 59 und bei weiterem Herabdrücken löst sich der Aufleghebel 72 von dem Behälter 32 so weit, dass die Waage Pendelfreiheit erlangt. Hierbei muss die Federkraft der Ausgleichsfeder 124 grösser bemessen sein als diejenige der Tragfeder 120.
Auch hierbei ist der Arretierhebel 30 mit der Arretiervorrichtung über eine elastische Kupplung 50 oder biegsame Welle verbunden. Der Lösehebel 123 ist als ungleicharmiger Hebel ausgebildet, derart, dass er den Arretierhub vergrössernd auf den Aufleghebel 72 überträgt.
Die Arretiervorrichtung kann aber auch mit einer mechanischen oder elektrischen Sperre versehen sein, welche die Arretiervor richtung dann freigibt, wenn der Behälter auf die Waagschale aufgesetzt ist. Wesentlich und charakteristisch für die beschriebene Aus- bildung ist es, dass die getriebliche Verbin dann der Arretiervorrichtung mit deni Fördergetriebe eingeleitet und von dem Arretiergetriebe fortgesetzt' wird, wobei gegeneinander abgestimmte Federn in wechsel- und gegenseitig getriebliche Beziehung treten.
Die Eigenheiten einer Wägung im Vakuum lassen es erforderlich erscheinen, abweichend von den bekannten Hochvakuumpumpanlagen eine solche zu verwenden, bei der die Vorvakuumpumpe 112 einen Kontrollschalter aufweist, welcher sieh dann sc-hliesst, wenn die Vorvakuumpumpe 112 stillgesetzt ist. Hiermit ist eine Signallampe verbunden, welche in diesem Zustande aufleuchtet. Der Kontrollschalter kann aber auch im Stromkreis der Skalenbeleuchtung oder Gewichtsanzeige angeordnet sein.
Nach den Fig. 9 bis 12 weist das Ventilaggregat 3 eine Sebaltkombination auf, bei der die Hochvakuumpumpe 111 über ihren Sauganschluss 64 mit dem Rezipienten 22 und über ihren Druckanschluss 67 mit dem Vorvakuumgefäss 65 verbunden ist, wobei genannte Verbindung von der übrigen Anlage völlig abgeschaltet ist. Dabei ist die Vorvakuumpumpe 112 stillgesetzt. Diese Sehaltkombination kann durch entsprechende Anordnung der Ventilnocken in dem Ventilaggregat 3 leicht erzielt werden. Die unterste Zeile der Tabelle naeh Fig. 9 gibt an, in welcher Stellung dabei die einzelnen Ventile 101 bis 104 und der Hahn 105 sind.
In dieser Schaltstellung erfolgt die eigentliche Wägung. Hierbei ist grösstmögliche Erschütterungsfreiheit gewährleistet, da die Vorvakuumpumpe, welche meist eine mecha nisch arbeitende Pumpe ist, stillsteht.
Dieser Schaltzustand kann und soll kein Dauer zustand sein. Im Falle der bereits früher he- schriebenen Ausrüstung des ATorvakuurllmes- sers 25 mit einem Kontrollschalter ist die Möglichkeit gegeben, den hier beschriebenen Betriebszustand zu überwachen und dafür zn sorgen, dass dieser Schaltzustand nicht länger als nötig eingehalten wird. Er mul,' nämlich dann beendet werden, wenn der Druck im Vorvakuumgefäss 65 ein gewisses Mass erreicht.
Die Vorrichtung ist grundsätzlich anrh für Wägungen oder ähnliche Messvorgänge in einem Gas verwendbar. Der Hahn 105 ist dann so gestell