CH325151A - Vorrichtung zum Wiegen im Vakuum - Google Patents

Vorrichtung zum Wiegen im Vakuum

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CH325151A
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Ulbricht Hans
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Ulbricht Hans
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    • G—PHYSICS
    • G01—MEASURING; TESTING
    • G01G—WEIGHING
    • G01G1/00—Weighing apparatus involving the use of a counterweight or other counterbalancing mass

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Vacuum Packaging (AREA)

Description


  
 



  Vorrichtung zum Wiegen im Vakuum
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vor  richtung    znm   Wiegen    im Vakuum in einem Rezipienten mit einer Schleuse und einer Pumpanlage mit zentraler Steuerung.



     (her    die Vorteile von Wägungen im Va  kuum.    sei hier nieht näher   eingegangen.    Das Wiegen im Vakuum ermöglicht unter anderem die grösstmögliche   Annäherung    an absolute Ermittlung der Masse; ausserdem werden Klimaeinflüsse auf ein Minimum beschränkt und   gewisse    physikalische und chemische Reaktionen können entweder ausgeschaltet oder näher   untersucht    werden.



   Vakuumwägeeinrchtungen höchster Präzision sollen einfaches bedienbar sein und Bedienungsfehler weitestgehend verhindern, um   den    Bedienenden nicht unnötig mit komplizierten Handgriffen nnd Kontrollen zu be  lasten    und ihm die Möglichkeit   zu    geben, sich   der    eigentlichen   Aufgabe,    nämlich dem   Die      geil      selbst,    mit konzentrierter Aufmerksam- keit widrnen zu können.



     Die    bisher bekannten Vorrichtungen   znm    Wiegen im   Vakuum      tragen    den angeführten Forderungen nicht genügend Rechnung und sind daher nur   durch    Physiker oder Chemiker mit Spezialkenntnissen bedienbar.



   Vorliegende Erfindung macht es sieh daher zur Aufgabe, die genannten Mängel zu beseitigen. Erfindungsgemäss ist die Schleuse von zylindrischer oder   prismatischer      Gestalt    so angeordnet, dass deren Längsachse parallel zur   Drehachse      des    Waagebalkens und genau oder annähernd durch das Mittellot des Waagengehänges für das Wiegegut verläuft, wobei das   Unterteil    des Rezipienten ein U-förmiges Innenprofil aufweist, dessen Schenkel parallel zum   Waagebalken    verlaufen.



   Ans   der      Zeichiang    sind Ausführungsbei-   spiele    der   Erfindung    dargestellt.



     Fig.    1 zeigt die   gesamte    erste Vorrichtung   in    Frontansicht, wie sie sieh dem Bedienenden   bietet   
Fig. 2   stellt    einen Vertikalschnitt durch das Unterteil des Rezipienten und   den    Waagenständer dar.



   Fig. 3 zeigt im Schema die Anordnung von Vakuumanlage und Schleuse sowie die An  schlüsse      der    Bedienungselemente an die   Waage.   



   Fig. 4 zeigt ein Detail des Rezipienten und des Glockengefässes.



   Fig. 5 stelltdie Konstruktion eines Fördergetriebes für den Transport des wiegegutes durch die Schleuse unter Darstellung in drei   Phasen    dar.



   Fig. 6 gibt ein   Detail    der Konstruktion nach Fig. 5 wieder.



   Fig. 7 veranschaulicht die getrieblichen Zusammenhänge   der    Arretierung der Waage mit dem Fördergetriebe.



   Fig. 8   stellt    einen Teilschnitt nach Linie A-B von Fig. 7   dar.     



   Fig. 9 ist eine Schalt tabelle für die in Fig. 10   dargestellte    Hochvakuumanlage.



   Fig. 10 gibt   das    Schaltbild einer Hoch-   vakuumanlage,    zu deren Erläuterung die Tabelle nach Fig. 9 dient.



   Fig. 11 zeigt den Zweiweghahn aus Fig. 10 in Gaseinlassstellung.



   Fig. 12 ist die Ansicht des Steuerhebels für die in Fig. 10 dargestellte ochvakuumanlage. Die Erklärung hierfür gibt die Tabelle nach Fig. 9.



   Die in Fig. 1 dargestellte   Ausführung    der   Vorrichtung    zum Wiegen im Vakuum ist auf einem Tisch 1 von der Form eines Schreibtisches angebracht. Das Mittelfeld 2 des Schreibtisches ist nicht durchgehend offen, sondern nimmt hinten einen Teil der Hoch-   vakuumpumpanlage,      nämlich    ein   Ventilaggre-    gat 3 und eine Hochvakuumpumpe 111 auf.



  Die beiden Seitenteile 5 und 6 des Tisches dienen zur Aufnahme der übrigen Elemente der Hochvakuumanlage und als Ablage für   Geräte    und   Werkzeug.    Die Hinterwand des Mittelteils 2 trägt die   elektrischen      Anschlüsse,    den Kühlwasseranschluss und den Gasanschluss. In der Mitte des Tisches 1 unterhalb der Tischplatte ist eine   Schalttafel    10 angeordnet. Zur   besseren    Bedienbarkeit der Anlage und zur Erhöhung der Übersicht ist diese Schalttafel 10 von der Vorderkante der Tischplatte eingerückt und geneigt angebracht.

   Auf der Schalttafel 10 sind die Bedienungsorgane für   die    Gesamtvorrichtung, besonders für die Hochvakuumanlage, angeordnet.   Hierzu    gehört   der    Steuerknauf 11 für   die      Steuerzug    des Ventilaggregates 3,   wel    eher auch als Steuerhebel 100   aiisgebildct    sein kann.

   Ausserdem sind folgende   Bedienunge-    organe vorgesehen: der Pumpenschalter 13 für die Hochvakuumpumpe 111 und die zugehörige Kontrollampe 14, der Kühlwasserschalter 15 für die Hochvakuumpumpe 111 und die zugehörige Kontrollampe 16, der Vorschalter 17 für den Antrieb der Vorvakuumpumpe   112    und die Kontrollampe 18 hierzu sowie der Beleuchtungsschalter 19 für die Waage und die Ablesvorrichtung nebst der Kontrollampe   20.   



  Über die Tischplatte erhebt sich der Rezipient 22, welcher   aus    zwei Hauptteilen, dem   Unterteil    23   und      dem    Glockengefäss 24 besteht. Auf die Gestaltung   dieser    Teile wird später eingegangen. Am Unterteil   23    sind an dessen geneigter Vorderfläche folgende Geräte angebracht: der Vorvakuummesser   25,    das Gewichtszählwerk   26,    die   Skala 27,    meist eine Projektionsskala, und der Vakuummesser 28.



  In der Mitte sind noch der ämpfungsknopf   29    und der Arretierhebel 30 angeordnet. An den Seitenflächen des Unterteils 23 sind vorn die Schleusendeckel angebracht, rechts der äussere Schleusendeckel 31, auf welichem der Behälter 32 mit   dem    Wiegegut   angedeutet    ist,   und    auf der linken Seite der Knauf 33 für den innern Schleusendeckel 34. Beiderseite sind die Drehknöpfe 35 für die Gewichts- auflage sowie der Bildschärfenknopf 36 und der Nullpunktsknopf 37   angeordnet.   



   Das   Glockengofäss 24    ist umhüllt von der Überglocke 38, welche oben Wölbungen aufweist, worin die Beleuchtungsvorrichtungen für das Innere des Rezipienten 22 unter- gebracht sind.   Uni    die Wärmeentwicklung klein zu halten, kann als Lichtquelle eine Leuchtstofflampe verwendet werden. Die   Üborglocke    hat ein   oder    mehrere Fenster 39, wodurch das Innere des Reziplenten 22 beobaehtet werden kann.   Weitere    Einzelheiten über den Rezipienten folgen.



   Zur   Erleichterung    der Bedienung und für Schreibarbeiten sind nnter der Tischplatte seitlich herausziehbare Schreibplatten 40 an  geordnet.   



   Nach   Fig. 2 hat    das Mittelteil 23 des Rezipienten innen ein   #-förmiges    Längsprofil, senkrecht zur Zeichenebene verlaufend, und nimmt den Waagenständer 41 auf, welcher auf einem Sockel   42 ruht.    Zwischen dem Sockel 42 und dem   Unterteil 23    sind   Fcderii    43 angeordnet, welche nichtlineare Federeharakteristiken, das heisst progressive   Wiek-    lungssteigung, aufweisen. Ausserdem sind zwischen Unterteil 23 und Sockel 42 Bremsvorrichtungen 44 angeordnet, welche zur Ver  nichtung    der   kinetischen    Energie, die   durch      Schwingungen    des   Unterteils      23    entsteht, dienen.

   Das   Unterteil 23    ist über ein Wellrohr 45  oder einen Faltenbalg aus   iletall    elastisch und vakuumdicht mit dem Sockel   42    verbunden.



     Der    Anschluss der Hochvakuumanlage erfolgt ebenfalls über ein Wellrohr 46.



   Das Unterteil   23    steht in einem Ausschnitt des Tisches 1.   In diesem    Ausschnitt ist eine Manschette 47 angebracht, so dass Stösse   nicht    von einem Teil auf das andere übertragen   werden.    Der Tisch 1 ruht auf einem   Enter-      rund,    welcher   schwingungstechnisch    von dem Sockel 42 isoliert ist.



   Die Einstellgetriebe für die   Gewiehtsme-    chanismen, das Gewichtszählwerk 26 und die andern Bedienungselemente befinden sich ausserhalb des U-Profils und somit   ausserhalb    des Vakuums. Durch die Wandunge 48 des U-Profils hindurch treten die Wellen der Ge- triebe und sie sind mit topfbuchsen 49 ge  dichtet.    Zur Verbindung mit den Gewichts- mechanismen und weiteren Getrieben an der   Waage      selbst    dienen   elastische    Kupplungen 50 oder biegsame Wellen 51. Hierdurch werden Erschütterungen auf   die Waage      verhin-    dort.

   Ausserdem   wird    die Wärmeübertragung   durch    Leitung auf die Waage auf   ein.    Min- destmass reduziert, zumal, wenn für die   eln-    stischen Kupplungen 50 ein Werkstoff mit geringer Wärmeleitfähigkeit vorgesehen   wird.   



  Aber auch Teile   der    starren Verbindungs- stücke können aus Werkstoffen mit geringer Wärmeleitfähigkeit vorgesehen sein.



   Die   Schenkel    des U-Profils des Unterteils 23 verlaufen parallel zum Waagebalken 135 und die Profilmittellinie liegt in der Verbindungslinie der Durchstosspunkte der Mittellote der   Waageugohäuge    52 bzw. der Waagschalen mit dem Profil. Hierdurch gestaltet sich der   Ranm    des Rezipienten   22    klein   und    das Auspumpen erfordert wenig Zeit.



   Die obere Fläche 54 des Unterteils 23 dient zusammen mit einer gummielastischen Dichtungsplatte 55   ans    Gummi oder ähnlichem zur   Dichtung    von Unterteil 23 und Glockengefäss   24.    Auf der obern Fläche sind Führungsstücke 56 befestigt, welche der Dichtungsplatte 55 als Halt gegen Verschieben und   dem      Glockengefäss      24    als Führung dienen.



     Die    Führungsstücke 56 können auch nach oben verlängert ausgebildet werden, um eine sichere Führung des Glockengefässes 24 zu gewährleisten und   Beschädigimgen    der Waage beim Aufsetzen zu verhüten.



   Ans Fig. 3 erkennt man den Zusammen- hang der Hochvakuumpumpanlage mit dem Rezipienten 22 und der Schleuse 63. Der Sauganschluss 64 und der Lufteinlass 66 der Hochvakuumanlage sind etwa in der Mitte des Waagenständers 41 angeordnet und abgedeckt, so dass die Waage bei   Lufteinlass    nicht durch Luftströmung Schaden erleidet.



  Das Ventilaggregat 3 ist unterhalb des Unterteils 23   angeordnet    und ist durch den Steuer- hebel 100 bedienbar. Beachtenswert ist noch die Anordnung eines Vorvakuumgefässes 65 an dem Druckanschluss 67 der Hochvakuumpumpe 111, auf dessen   Bedeutung    später eingegangen wird. Weiterhin sei der Schleusenhahn 68 erwähnt, welcher in mechanischer oder elektrischer Verbindung mit einem Sperrglied 69, hier einem Sperrhebel,   steht    so dass das Sperrglied 69 den äussern Schleusendekkel 31 dann sperrt, das heisst   dessen    Öffnen verhindert, wenn der Schleusenhahn 68 die Schleusenventile 70 und 71 und somit die   Schleuse    63 mit der Hochvakuumanlage verbindet.

   Diese Stellung ist in Fig. 3 dar  gestellt.    Der Vakuummesser 28 ist direkt an den Rezipienten 22 angeschlossen, während der Vorvakuummesser 25 den Druck in dem Druckanschluss 67 des Vorvakuumgefässes 65 misst.



   Der innere Schleusendeckel 34 besitzt einen Aufleghebel 72, der gabelförmig und federnd ausgebildet   ist    Mit diesem Aufleghebel 72 bewegt der innere Schleusendeckel 34 den Behälter 32 mit dem Wiegegut durch die Schleuse 63 über die Waagschale 53.



   Das Glockengefäss 24 ist ganz oder   tell-    weise   durchsichtig.    Bei Ausführung aus Glas oder andern elektrisch schlecht leitenden Werkstoffen ist ein Teil der   Ineien- und    Aussenflächen mit einem metallenen   Überzug    versehen, um elektrostatische aufladungen im Innern und Erwärmung von aussen   zu    verhindern.   Weiterhin    ist über dem   Gloeken-    gefäss 24 die Überglocke 38 angeordnet, wel  ehe mit Öffnungen versehen ist, um in   das    Innere des   Rezipient !      22      sehen    zu können.



  Der Zwischenraum zwischen Überglocke 38 und Glockengefäss 24 ist, wie in Fig. 4 dargestellt, mit einem wärmedämmenden und stossmindernden Werkstoff ausgefüllt. Die mechanische   Verbindung    des Glockengefässes 24 mit der Überglocke 38 erfolgt durch ein gummielastisches Glied, z. B. einen   Zwischen-    ring 73 aus Gummi,   so,    dass die Verbindung formschlüssig ist. Der Formschluss wird dadurch   erzielt    dass das   Glockeugofäss    24   einen    Wulst 74 und die Überglocke 38 einen eingezogenen Rand 75 besitzt. Der Zwischenring 73 ist dazwischengelegt. Die Überglocke 38 besitzt zum Abheben mehrere Griffmulden 76.



   In Fig. 5 und 6 ist eine Ausführungsform eines Fördergetriebes für das Einbringen des Wiegegutes durch die Schleuse 63 in den Rezipienten 22 dargestellt. Der äussere Schleusendeckel 31 ist als Winkelhebel 92 ausgebildet und besitzt eine Mulde 118. Er ist über ein Scharnier 91 mit dem   Unterteil    23 gelenkig verbunden. Der Winkelhebel   92    besitzt einen oder zwei Stifte 119, in   welche    der Behälter 32 für das Wiegegut eingehängt wird.   Hierzu    sind an den Behälterstegen 93 Schlitze 94 angeordnet. Die Behälterstege 93 weisen oberhalb der Schlitze 94 Öffnungen 95 und Lagermulden 96 auf. In der Schleuse 63 sind der   Scliwenkhebol    98 und der Sperrhebel 99 drehbar gelagert.

   Schwenkhebel   98    und Sperrhebel 99 sind insofern in getrieblicher Verbindung miteinander, als der Sperrhebel 99 durch Mitnehmer 114 am Schwenk  hebel    98 geführt ist. Die Relativbewegung beider Hebel 98 und 99   ist    daher annähernd eine Verschiebung. Mit dem innern Schleusendeckel 34 ist eine Stossstange 117 gelenkig verbunden, die an dem Schwenkhebel   9S    an gelenkt ist.



   Das Getriebe arbeitet wie folgt:   Nach    Einhängen des Behälters 32 in die Stifte 119 des Winkelhebels 92 wird der äussere Schleusendeckel 31 geschlossen. Hierbei ist der innere Schleusendeckel 34 geschlossen. Das Getriebe ist in   der    in Fig. 5 Ausgezogen gezeichneten Lage. Durch Einschwenken des Behälters 32 gelangen die öffnungen 95 über einen losen Bolzen 97. Dieser ist in der ausgezogen ge  zeichneten    Stellung mit   Hilfe    des Sperrhebels 99   formschlüssig    mit dem Schwenkhebel   9s    verbunden. Der Bolzen 97 stellt die getriebliche Verbindung des Behälters   32    mit dem Schwenkhebel 98 dar.



   Die Schleuse 63 ist nun geschlossen und wird   ausgepumpt.    Ist ein genügendes Vakuum erreicht, wird der innere Schleusendeckel 34 geöffnet, indem er geradlinig   nach    innen gezogen wird. Er gelangt durch das   Waage    gehänge hindurch.Gleichzeitig wird über die   Stossstaiige    117 der Schwenkhebel   98    eingeschwenkt. Die getriebliche Verbindung des Behälters   32      mit    dem Winkelhebel   92    wird gelöst, indem die Schlitze 94 aus den Stiften 119 herausgleiten.

   Der Behälter   32    schwenkt, getragen von dem Bolzen 97,   mit    herum und gelangt in die in Fig. 6 strichpunktiert ge  zeichnete    Lage.   Hierdurch    setzt sich der Behälter 32 auf die Waagschale   53.    Die Bewegung des Schwenkhebels 98 ist indes noch nicht abgeschlossen; er schwenkt weiter und   löst    sich von   dem    Bolzen 97. Dies wird durch   folgende      Massnahme    ermöglicht: Der Sperrhebel 99 schwenkt um einen   Drehpunkt      11.5,    welcher   genau    oder angenähert aui der Ver- bindungslinie des Drehpunktes 116 des Schwenkhebels 98 mit dem Durchstosspunkt der Achse des Bolzens 97 liegt.

   Die Länge des Sperrhebels 99 ist so bemessen,   dass    er in Aussenstellung (ausgezogen gezeichnet) mit dem Schwenkhebel 98 zusammen   mit      dem    Bolzen 97 einen Formschluss   bildet,    während noch vor Erreichen der Innenstellung (strichpunktiert ausgezogen) der   Spcrrhcbel    99 sieh infolge der Anordnung seines Drehpunktes 115 gegenüber dem Schwenkhebel 98 so (relativ) verkürzt, dass letzterer allein durch Form- oder Kraftschluss über den Bolzen 97 in getrieblicher Verbindung mit dem Behälter 32 steht. Somit löst sich diese getriebliche Verbindung des Schwenkhebels 98 mit dem Bolzen 97 bei Aufsetzen des Behälters 32 auf die   Waagschale.    Der Bolzen 97 legt sieh in die Lagermulden 96 der Behälterstege 93.



  Das gleiche gilt bei etwaigem Anhängen des   Behälters 32 an das Waagengehänge 52. In dieser Lage kann die Wägung erfolgen, ohne   dass    sie   behindert    wird, ada   dafür    gesorgt ist,   dass    die   Grösse    der Loslösung   ausreiehend    ist.



     Nach    Vorwegnahme eines Ausführungsbei- spiels und Klarstellung der Funktioneines Fördergetriebes sei noch einiges Grundsätzliches beschrieben: Die Schleuse hat prismatische   oder    zylindrische Form. Die Längsachse ist parallel zur Schneidenachse   oder    Torsionsachse des Waagebalkens angeordnet. Die Längsachse schneidet nach innen genau   oder    annähernd   das    Mittellot durch das   Waaocn    gehänge 52 für das Wiegegut. Die Schleusendeckel sind Bestandteile des Fördergetriebes und sind mit diesem zum Teil lösbar gekuppelt. Die Lösung und Kupplung erfolgt zwangsweise und die Kupplung kann kraftoder formschlüssig sein. Hierzu können auch   Federn    dienen.

   Der   innere    Schleusendeckel 34 bewegt sich durch das Waagengehänge 52 hindurch, ohne mit diesem eine getriebliche   Verbindung    einzugehen. Das Fördergetriebe meist ein oder mehrere an sich lose Verbin  dungsgl ieder    auf,   wel ehe    zeitweise   wechsel-    seitig mit einem Teil der Getriebeglieder in Verbindung stehen. Der Behälter 32 ist mit   den    Getriebegliedern gelenkig so verbunden,   dass    er durch das Eigengewicht senkrecht hängt. Die Betätigung des Fordergetriebes erfolgt allein durch die   Handhabung      der    Schleusendeckel.



   Zur Sicherung der Schleusenanlage und Vermeidung von Bedienungsfehlern sind noch folgende Massnahmen   vorgesehen:    Der innere Schleusendeckel 34 schliesst in seiner Öffnungsstellung einen Kontrollschalter. Dabei ruht der   Behälter    32 auf   der    Waagschale 53.



  Der Kontrollscalter lässt eine signallampe aufleuchten, was   bedeutet,    dass der Wiegevorgang beginnen kann.Der Kontrollschalter   kann    aber   aneh    im   Stromkreis    der   Licht-    quelle für   das      Gcwichtszählwerk      oder    die Skala bzw. die Projektionsoptik für die An  zeigt    angeordnet sein.

   Eine weitere Sieherung gegen Fehlbedienung kann durch folgende anordnung erzielt werden: Der innere Schleusendeckel 34 ist mit einer Sperre ausgerüstet, welche von dem Vorvakuummesser    elektrisch dann freigegeben s rd, wenn in    der Schleuse das   erforderliche      Vakuum    herrscht und die   Absperrorgane    zwischen Schleuse und Hochvakuumanlage geschlossen sind.   Hierzu    ist an den Absperrorganen ein weiterer Kontrollschalter oder ein Schalt  schütz vorgesehen.   



   Der Vakuummesser   kann    mit einem Kontrollschalter derart ausgerüstet sein, dass letzteurer geschlossen wird, wenn das   zur    Meist sung nötige   Vakuum    im Rezipienten erreicht ist. Eine Signallampe zeigt sodann an, dass die Messung durchgeführt werden darf. Der Kontrollschalter kann aber auch, wie bereits beschrieben,   d'ie    Lichtquelle für Gewichtsanzeige oder Skala einschalten. Diese Sicherungen gewinnen dann erhöhte Bedeutung, wenn es sich um besonders empfindliches Wiegegut, z. B. Medikamente oder Vorprodukte dieser, handelt.



   Dieselbe Anordnung kann dazu   verwendet    werden, die   zeitweise    miteinander verbundenen Behälter   und die    Schleuse mit einem   Clas    zu füllen und den gesamten Prozess einschliesslich des Wiegens in diesem Gas   abzuwickeln.   



  Die hierzu nötige Vorrichtung zum Füllen mit Gas wird später beschrieben.



   Das Fördergetriebe kann auch in getrieblicher Verbindung mit der Arretiervorrichtung der Waage   gebracht    sein, wie Fig. 7 und 8   darstellen.    Am innern Schleusendeckel 34 ist über eine Tragfeder 120 ein Aufleg- hebel 72, weicher   gabelförmig      anisgebildet.    ist, angebracht. Ist der innere Schleusendeckel 34 in Schliessstellung, so ragt der Aufleghebel 72 in die   Schleuse    hinein und bei geöffnetem äusserem Schleusendeckel 31 kann der Behälter 32 an den   Anfleghebel    72 gehängt werden. Die Tragfeder   120    ist so bemessen, dass ihre Durchbiegung mässig ist. Nach Schliessen und Auspumpen der Schleuse wird nun der innere Schleusendeckel 34 nach innen gebracht und der Behälter gelangt über die Waagschale 53.

   Wird nun die Arretierung der Waage mit   dem      Arretierhebel    30 gelöst   und    gelangt die Arretierstange 121 nach unten, so drückt diese über den Stift 122 den am Waagenstän  der 41 drehbar gelagerten Lösehebel 123 mit herab. Die Ausgleichsfeder   124    sorgt dabei für Zwangsläufigkeit.

   Der Lösehebel 123 ge  langt    dabei von seiner obern (gestrichelt angedeuteten) Stellung nach unten, wobei er auf den Aufleghebel 72 trifft und diesen nach unten drückt.   Dadurch    setzt sich der Behälter 32 auf die Waagschale oder hängt sich an das Waagengehänge   59      und    bei weiterem   Herabdrücken      löst    sich der Aufleghebel 72 von dem Behälter 32 so weit,   dass    die   Waage    Pendelfreiheit erlangt. Hierbei muss die Federkraft der Ausgleichsfeder 124 grösser bemessen sein als diejenige der Tragfeder 120.



   Auch hierbei ist der Arretierhebel 30 mit der Arretiervorrichtung über eine elastische Kupplung 50 oder biegsame Welle verbunden. Der Lösehebel 123 ist als ungleicharmiger Hebel ausgebildet, derart, dass er   den    Arretierhub vergrössernd auf den Aufleghebel 72 überträgt.



   Die Arretiervorrichtung kann aber auch mit einer mechanischen oder elektrischen Sperre versehen sein, welche die Arretiervor  richtung    dann freigibt, wenn der Behälter auf die Waagschale aufgesetzt ist.   Wesentlich    und charakteristisch für die beschriebene   Aus-    bildung ist es, dass die getriebliche Verbin  dann    der Arretiervorrichtung mit   deni    Fördergetriebe eingeleitet und von   dem    Arretiergetriebe fortgesetzt' wird, wobei   gegeneinander    abgestimmte Federn in wechsel- und gegenseitig getriebliche Beziehung treten.



   Die Eigenheiten   einer    Wägung im Vakuum lassen es erforderlich erscheinen, abweichend von den bekannten Hochvakuumpumpanlagen eine solche   zu    verwenden, bei der die Vorvakuumpumpe 112 einen Kontrollschalter aufweist, welcher sieh dann   sc-hliesst,    wenn die Vorvakuumpumpe 112 stillgesetzt ist. Hiermit ist eine Signallampe   verbunden,    welche in diesem Zustande aufleuchtet. Der Kontrollschalter kann   aber    auch im   Stromkreis    der Skalenbeleuchtung oder Gewichtsanzeige angeordnet sein.



   Nach den Fig. 9 bis   12    weist das Ventilaggregat 3 eine   Sebaltkombination    auf, bei der die Hochvakuumpumpe 111 über ihren Sauganschluss 64 mit dem Rezipienten   22    und über ihren Druckanschluss 67 mit dem Vorvakuumgefäss 65 verbunden ist, wobei genannte Verbindung von der übrigen Anlage völlig abgeschaltet ist. Dabei ist die Vorvakuumpumpe 112   stillgesetzt.    Diese   Sehaltkombination    kann durch entsprechende Anordnung der Ventilnocken in dem Ventilaggregat 3 leicht erzielt werden. Die unterste Zeile der Tabelle   naeh      Fig.    9 gibt an, in welcher Stellung dabei die einzelnen Ventile 101 bis 104 und der Hahn 105 sind.

   In dieser Schaltstellung erfolgt die eigentliche   Wägung.      Hierbei    ist   grösstmögliche    Erschütterungsfreiheit gewährleistet, da die Vorvakuumpumpe, welche meist eine mecha  nisch      arbeitende    Pumpe ist, stillsteht.

   Dieser Schaltzustand   kann    und soll kein Dauer  zustand    sein.   Im    Falle der   bereits    früher   he-      schriebenen    Ausrüstung des   ATorvakuurllmes-    sers 25 mit einem Kontrollschalter ist die Möglichkeit gegeben, den hier beschriebenen Betriebszustand zu   überwachen    und dafür   zn    sorgen, dass dieser Schaltzustand nicht länger als nötig eingehalten   wird.    Er   mul,'    nämlich dann   beendet    werden, wenn der Druck im Vorvakuumgefäss 65 ein gewisses   Mass    erreicht.

 

   Die Vorrichtung ist grundsätzlich   anrh    für Wägungen oder ähnliche Messvorgänge in einem   Gas    verwendbar. Der Hahn 105 ist dann so gestell 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Vorriehtung zum Wiegen im Vakuum in einem Rezipienten mit einer Schleuse und einer Pumpanlage mit zentraler Steuerung, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleuse von zylindrischer oder prismatischer Gestalt so angeordnet ist dass deren Längsachse parallel zur Drehachse des waagebalkens und genau oder annähernd durch das Mittellot des Waagengehänges für das Wiegegut verläuft, und dass das Unterteil des Rezipienten ein U-förmiges Innenprofil aufweist, dessen Schenkel parallel zum Waagebalken verlaufen.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der innere Schleusendeckel bei seiner Öffnungsbewegung teilweise oder ganz durch das Waagengehänge für das Wiegegut hindurchtritt.
    2. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch geennzeichnet, dass das Fördergetriebe für das Wiegegut einen Schwenkhebel auf weist und dass der äussere und der innere chleusendeckel Bestandteile dieses Fördergetriebes sind, welches durch Handhabung der Sehleusendeekel betätigt wird.
    3. Vorrichtung n aeh Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der änssere Schleusendeckel als Winkel- hebel ausgebildet ist, mit welchem der Behälter für das Wiegegut kraft-und formschlüssig verbunden ist, wobei diese Verbindung durch die Bewegung des innern Schleusendeckels nach innen gelöst wird.
    4. Vorrichtung nach Patentnaspruch und Unteransprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die getriebliche Verbindung des äussern Schleusendeckels mit dem Schwenkhebel durch einen losen Bolzen erfolgt.
    5. Vorrichtung nach Patent anspruch und Unteransprüchen 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass dem Schwenkhebel ein Spei.r- glied zugeordnet ist, welches in Aussenstel- lung des Schwenkhebels mit diesem zusammen eine formschlüssige Lagerung für den Bolzen bildet, während in Innenstellung des Schwenkhebels die formschlüssige Lagerung des Bolzens allein durch den Schwenkhebel erfolgt.
    6. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 2 bis 5, dadurch gekenn- zeichnet, dass das Sperrglied ein Sperrhebel ist, dessen Drehpunkt etwa oder genau auf der Verhindungslinie des Drehpunktes des Schwenkhebels mit dem Durchstosspunkt der Achse des Bolzens liegt, und dass der Sperrhebel mit dem Schwenkhebel über Mitnehmer auf Schwenkung verbunden ist.
    7. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 2 bis 6, dadurch gekeml- zeichnet, dass die Verbindung des Schwenk- hebels mit dem Sperrhebel dnreh ein oder mehrere elastische Glieder kraftschlüssig ist.
    8. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkhebel während der Beförderung des Behält'ers durch die Schleuse über den Bolzen mit dem Behälter verbunden ist und der Kraftschluss dieser Verbindung durch das Gewicht des Behälters erzeugt wird.
    9. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der äussere Schleusendeckel ein Sperrglied aufweist, welches in Verbindung mit einem Schleusenhahn steht, derart, dass das Sperrglied den äussern Schleusendeckel dann sperrt, wenn der Schleusenhahn die Schleuse mit der Vakuumpumpanlage $verbindet.
    10. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der innere Schleusendeckel einen Kontrollschalter dann schliesst, wenn der Behälter auf die Waagschale aufgesetzt oder an das Waagengehänge angehängt ist, und dieser Kontrollschalter ein optisches Signal auslöst.
    11. Vorrichtung nach Patentausprneh, da- durch gekennzeichnet, dass der innere Schleusendeckel eine Sperre aufweist, welche von dem Vakuummesser elektrisch dann freigegeben wird, wenn in der Schleuse ein bestimmtes Vakuum herrscht und die Absperrorgane zwischen Schleuse und Vakuumpump- anlage geschlossen sind.
    12. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der innere Schleusendeckel mit einem aufleghebel zum Tragen des Behälters über eine Tragfeder verbunde ist.
    13. Vorriehtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Arretiervorrichtung der Waage einen Lösehebel besitzt, welcher bei Lösen der Arretierung in getriebliche Verbindung mit dem Aufleghebel üift, und nach gemeinsamer Bewegung von Löschebel und Aufleghebel die getriebliche Verbindung des Aufleghebels mit dem Behälter gelöst wird, wähnend letzterer auf der Waagschale ruht oder an dem Waage gengehänge hängt.
    14. Vorriehtung nach Patentanspruch, mit Vor- und Hochvakuumpumpe, dadurch ge kennzeichnet, dass eine Schaltkombination der Ventile vorgesehen ist, bei der die Hochvakuumpumpe über ihren Sauganschluss mit dem Rezipienten und über ihren Druckan- schluss mit einem Vorvakuumgefäss verbunden ist und diese Verbindung in sich geschlossen ist.
CH325151D 1953-04-01 1954-03-19 Vorrichtung zum Wiegen im Vakuum CH325151A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1266996B (de) * 1963-02-20 1968-04-25 Netzsch Maschinenfabrik Gassperre fuer Vakuum-Thermowaagen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1266996B (de) * 1963-02-20 1968-04-25 Netzsch Maschinenfabrik Gassperre fuer Vakuum-Thermowaagen

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