CH325511A - Einrichtung zur Ermittlung der Fehlerortsentfernung in elektrischen Kabeln und Leitungen - Google Patents

Einrichtung zur Ermittlung der Fehlerortsentfernung in elektrischen Kabeln und Leitungen

Info

Publication number
CH325511A
CH325511A CH325511DA CH325511A CH 325511 A CH325511 A CH 325511A CH 325511D A CH325511D A CH 325511DA CH 325511 A CH325511 A CH 325511A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
current
fault
voltage
magnetization
proportional
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Neugebauer Hermann Ing Dipl
Original Assignee
Siemens Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Ag filed Critical Siemens Ag
Publication of CH325511A publication Critical patent/CH325511A/de

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R31/00Arrangements for testing electric properties; Arrangements for locating electric faults; Arrangements for electrical testing characterised by what is being tested not provided for elsewhere
    • G01R31/08Locating faults in cables, transmission lines, or networks

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Locating Faults (AREA)

Description


  



  Einrichtung zur Ermittlung der   Fehlerortsentfernung    in elektrischen Kabeln und Leitungen
Es ist zur   Vermeidung grösserer Sehäden       Aufgabe eines neuzeitlichen Leitungsschutzes,    im Falle eines Kurz-oder Erdsehlusses die   felilerbehaftete    Leitung so   raseh    wie möglich aus dem Netzgebilde selektiv herauszusehalten.   baller    werden die   Schutzrelais so gebaut,    dass die Abschaltung von Fehlern über den grössten Teil der Strecke in Zeiten erfolgt, die unterhalb   0,    1 sec liegen.   



   Eine messtechnische Sonderaufgabe liegt    nun darin, ein Messverfahren zur Feststel  lung tier Fehlerortsentfemung    zu finden, das   ermöglieht,    bis zur Abschaltung der fehlerbehafteten   Kabel-oder Leitungsstreeke trotz    der kurzen zur Verfügung stehenden Zeit    auch die Fehlerortsmessung'durchzuführen.   



   Die hierfür bisher bekannten Mittel lösen diese Aufgabe nicht befriedigend. Bei der genannten   sehnellen    Arbeitsweise moderner   Schutzrelais    ist es auch nieht mehr wie   frü-    her möglich, aus der Arbeitskennlinie der Relais Sehlüsse auf die   Fehlerortsentfernung    zn ziehen.



   Durch die Erfindung kann mit einfachen Mitteln ein zuverlässig und genau arbeitendes   (¯terät    gesehaffen werden, welches in der   l. age    ist, die   Fehlerortsentfernung    vor dem Ansprechen der   Leistungssehalter    festzuhalten und direkt anzuzeigen. Damit wird ein   dringendes    Bedürfnis befriedigt.



  An der Überwachungsstelle besteht   dadureh    unmittelbar nach Eintreten der Störung die Möglichkeit, den der Fehlerstelle am nächsten liegenden   Störtrupp    an dem richtigen Ort einzusetzen.



   Bei der erfindungsgemässen Einrichtung zur Ermittlung der   Fehlerortsentfernung    in elektrischen Kabeln und Leitungen wird vorzugsweise eine bereits bekannte Einrichtung zur Messung eines Augen  blickswertes,    insbesondere des   Höehstwer-    tes einer veränderlichen Strom-oder Spannungsgrösse angewendet, die auf einem nach Art eines Drehspulinstrumentes aufgebauten Messsystem beruht, in dem ein oder mehrere magnetisch wirksame Teile aus einem Werkstoff hoher Remanenz bestehen, die durch einen der zur messenden Grösse proportionalen Strom magnetisiert werden und anschliessend durch Abstossung oder Anziehung beweglicher 'Teile den Messwert zur Anzeige bringen.



   Bei einer Ausführungsform dieser   bekann-    ten   Messeinrichtung    ist das Messsystem mit einem orts oder gerätefesten   magnetisier-    baren Teil und mit einer dazu beweglichen Spule ausgeführt, so dass es den äussern Aufbau eines Drehspulinstrumentes hat. In diesem Falle kann der Strom oder die Spannung, deren   Maximalwert oder Augenblicks-    wert gemessen werden soll-bei Wechselstrom nach   Gleichricht. ung-an eine Spule    gelegt werden, die den feststehenden   magnetisier-    baren Teil umgibt. Dieser magnetisierbare Teil besteht aus Stahl oder einem andern magneti sierbaren Werkstoff hoher Remanenz, der zur Vermeidung von Wirbelströmen vorteilhaft unterteilt ist.

   Durch Anlegen eines   Gleich-    stromes an die bewegliche Spule des Systems kann der Grad der Magnetisierung und damit die Hohe des Stromes, der die Magnetisierung bewirkt hat, festgestellt werden.



   Vor bzw. nach jeder Messung muss dann der magnetische Teil des Messsystems wieder   entmagnetisiert    werden, was in an sich be  kannter      Weise,zum    Beispiel durch Anlegen eines Weehselstromes, gesehehen kann, dessen Stärke allmählich auf Null abnimmt.



   Die erfindungsgemässe   Einriehtung ist    dadurch gekennzeichnet, dass zwei   Drehspul-    systeme mit mindestens je einem magnetisch wirksamen Teil aus einem Werkstoff hoher Remanenz vorhanden sind, von denen der magnetisierbare Teil des einen Systems ab  hängig vom Fehlerstrom    (Stromsystem) und der magnetisierbare Teil des ändern Systems mindestens von der Fehlerspannung (Span  nungssystem) abhängig erregt    wird, so dass das Verhältnis der Magnetisierung der beiden Systeme zueinander ein Mass für die   Leitungs-    impedanz und damit für die   F'ehlerortsent-      fernung    darstellt :

  
Die Grössen I und   F können    der   Messein-    riehtung mittels Strom-und   Spannungswand-    ler über Gleiehriehter, vorzugsweise   Trocken-    gleichrichter in Doppelwegschaltung in pro  portionaler    Form zur Verfügung gestellt werden.



   Diese durch den Grad der Magnetisierung in den beiden   Drehspulsystemen    festgehaltene Leitungsimpedanz lässt sich anschliessend auf einfaehe   Weise dadureh feststellen, d'ass die      Drehspulen    der beiden Systeme derart an eine veränderbare Gleichstromquelle legbar sind, dass sie jeweils von Gleichstrom gleicher Höhe durchflossen werden.

   Bringt man an der Anzeigeskala des vom Leitungsstrom beeinflussten    Messsystems eine der höchstmöglich auftreten-    den Fehlerstromstärke entsprechende Eichma. rke an, und erhöht, man den die   Drehspulen    beider Messsysteme durehfliessenden Strom so weit, bis der Zeiger auf die   genannte Eieli-    marke zeigt, so wandert der Zeiger des span  nungsabhängigen Messsystems-wie noch    näher ausgeführt wird-auf einen    Ans-    sehlag, weleher der   Leitungsimpeda. nz    entspricht.



   Der Vorteil der   erfindungsgemässen Mess-      einriehtung liegt    somit in der nnverzögerten   gleiehzeitigen Erfassung    der   Augenblickswerte    von Strom und Spannung in dem fehlerbetroffenen Leitungsstück vor dem Abschalten des selben und in der Mögliehkeit ihrer sofortigen   dite    die in der gegebenenfalls selbsttätigen Bildung des   Verhältniswertesvonr    besteht, womit auch   zugleieh    die Fehlerortsentfernung bestimmt ist. Das Patent betrifft aueli ein   Betriebsverfahren für die erfindungs-    gemässe Einrichtung.



   An Han der auf der   Zeiehnung    in den    Fig.2bis-tdargestelltenAusführungsbei-    spiele der erfindungsgemässen Einrichtung werden die   Erfindungen noch näher er-      läutert    :
Fig. 1 zeigt ein vorbekanntes, nach Art eines Drehspulmessgerätes aufgebautes   Meus-    system zur Feststellung des Augenblickswertes eines Stromes oder einer Spannung.



  Das Messgerät selbst besteht aus einem   ma-    gnetisierbaren Kern 1, zwischen dessen Sehenkeln   sieh    die Drehspule   2 befindet. DerwKern    besteht entweder ganz, zumindest aber in dem die   Erregerspule    3 tragenden Teil aus einem   hochwertigen    magnetisierbaren Werkstoff hoher   Remanenz. lIittels    eines Sehalters 4 ist die Spule 3 an die zu   untersuehende    Grosse anschliessbar. Es sei angenommen, dass der   Augenbliekswert    eines Weehselstromes festgestellt werden soll, weleher dem beim Auftreten eines Kurzschlusses in einer Weehsel  stromleitung vorhandenen Fehlerstrom    entsprieht.

   Es wird daher ein dem Kurzschlussstrom proportionaler Strom i der Spule 3 über eine Gleichrichteranordnung 5 zugeführt, zu der ein Kondensator 6 parallel liegen kann.



  Das Einlegen des Sehalters 4 kann in Ab  hängigkeit    vom Ansprechen des Selektivschutzrelais und die Aussehaltung mit dem Öffnen des Leistungsschalters erfolgen, das abhängig von dessen Anspreehzeit in meistens weniger als 0, 1 see eintritt. In dieser kurzen   Beein-    flussungszeit wird also der Kern 1   des Mess-    systems auf einen dem Strom i proportionalen Grad magnet. isiert. Nach erfolgter Öffnung   des Schalters 4 kann über    einen Sehalter 7    die Drehspule 2 an eine Gleichstromquelle 8    gelegt werden, um den Grad der   Magnetisie-    rung festzustellen.

   Dabei kann, wie an sich   bekannt ist,    die Skala des Messsystems so geeieht sein, dass der Zeiger den   Magnetisie-    rungsstrom i unmittelbar anzeigt, wenn an die Drechspule 2 eine Gleichspannung ganz be  stimmter Höhe gelegt    wird. Um diese einzu  regeln, können ein Messinstrument 9    und ein Regelwiderstand 10 in den Stromkreis eingeschaltet sein.



   Nach erfolgter Ablesung des Instrumentes muss der Kern 1 entmagnetisiert werden, um für eine neue Messung vorbereitet zu sein.



     Ilierzu    kann über einen Schalter 11 an die Spule   3    ein Wechselstrom angelegt werden, welcher zum Beispiel durch den veränderbaren Widerstand 12 allmählich auf Null   herabge-    regelt wird.



   Es werden nun zur Ermittlung der   Fehler-    ortsent. fernung zwei derartige Messsysteme verwendet, von denen das eine vom Leitungsstrom und das andere von der   Leitungsspan-      nung    beeinflusst wird, und wobei zur Ermitt   lung des Magnetisierungsgrades ebenfalls    Gleichstrom an die   Drehspulen angelegt wird.   



  Die Auswertung erfolgt   jedoch unterschied-    lieh zum Ausführungsbeispiel nach Fig.   1    auf andere Weise.



   In Fig. 2 ist ein Beispiel hierfür   schema-    tiseh   dargestellt. Gleiche Bezugszeichen ver-    weisen auf gleiche Teile wie in Fig.   l.    Das MEsssystem 1 2, 3 (Stromsystem) wird von einem dem   Fehlerstrom    proportionalen Strom   i,    und das Messsystem 1', 2', 3' (spannungssystem) von einem der Spannung propor  tionalen Strom    e magnetisiert. Die   zugehöri-    gen Strom-und Spannungswandler sind nicht dargestellt.



   Die Einwirkung der   Erregerströme    dauert   nur von    der Einsehaltung   der Messeinrich-      tune,    die mit dem Ansprechen des Selektiv  schutzrelais erfolgt,    bis   zu ihrer Ausschaltung    mit dem Öffnen des Leistungsschalters. Da es sieh bei der Widerstandsmessung nur um die   Enn. ittl. ung d'es Verhältniswertes von    Spannung zu Strom handelt, braucht der Absolutwert der einzelnen Grössen nicht   fest-    gestellt zu werden, sondern es können   ledig-    lich die Ausschläge beider Instrumente miteinander verglichen werden.



   Werden die beiden Drehspulen   2    und 2' von gleichen   Gleichströmen durchflossen,    so entspricht der Ausschlag von   2i dem FehLer-    Strom und der Ausschlag von 2' der Fehlerspannung. Bekanntlich ist nun die VFehlerortsentfernung proportional der Leitungsimpedanz Z, das heisst dem Verhältnis von Fehlerspannung zu   Fehlerstrom.    Wandelt man dieses Verhältnis Z = U/I so ab, dass I = 1, das heisst 100% des höchstmöglichen Fehlerstromes wird, dann wird Z = U.

   Daher ka. nn man den vorzugsweise   hintereina. ndergeschal-    teten Drehspulen der beiden Messsysteme durch   Sehliessen    des Schalters 7 aus der gemeinsamen Gleichstromquelle 8, zum Beispiel über den   Regelwiderstand    10, einen   Gleich-    strom solcher Höhe zuführen, bis der mit der Drehspule 2 verbundene Zeiger die der   höchst-    möglich auftretenden Stromstärke entsprechende   Eichmarke      lOO/o    auf der   Sala,    erreicht hat (Fig.   2a).    Die   Zeigerstellung    des Spannungssystems gibt dann unmittelbar den   Impedanzwert    Z in  /o der   Leitungslänge    an bzw.

   bei entsprechender Eichung der Skala direkt die   FehLerortsentfernung,    beispielsweise in km (Fig. 2b).



   Die Messeinrichtung'nach Fig. 3 unterscheidet sich von der in Fig. 2 dargestellten dadurch, dass dem ma. gnetisierbaren Teildes Spannungssystems ausser dem   spannungspro-    portionalen   Magnetisierungsstrom    e noch ein dem Leitungsst. rom proportionaler   Magneti-      sierungsstrom i,    vorzugsweise über eine getrennte Vieklung 3", im entgegengesetzten Sinne zugeführt wird. Die Erregung beider Systeme durch einen dem Leitungsstrom proportionalen Magnetisierungsstrom i kann dazu dienen, eine gleichmässigere Magnetisierung der zwei Messsysteme zu erreichen, beispielsweise für den Fall, dass bei geringen Fehler   ortsent. fernungen    der   Magnetisierungsstrom e    sehr klein wird.

   Durch die zusätzliche Erregung im umgekehrten Sinne erhält man auf dem Spannungssystem den Wert i-e. Wenn   e    = i ist, gibt das Spannungssystem keinen   Aussehlag mehr,    was bedeutet, dass der Fehler am Messende der Leitung liegt. Stellt man n das Stromsystem wieder durch Anlegen eines entspreehend hohen Gleiehstromes mit Hilfe des Regelwiderstandes 10 auf Endaussehlag bzw. Ausschlag 100% ein, so gibt der Zeiger des Spanmmgssystems wiederum in Prozenten der   Leitungslängs    den Fehlerort an, soweit die Skala nieht   zweekmässigerweise    in   Längeneinheiten    (km) geeicht ist.



   In den Ausführungsbeispielen nach Fig. 2 und 3 ist ein satter   Erd-oder Kurzschluss    vorausgesetzt. Vielfach tritt aber an der Fehlerstelle ein Liehtbogen auf,   dessen Wider-    stand   berüeksiehtigt werden muss. Hierfür    gibt das Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 einen Lösungsweg.



   Die Fig. 4 unterscheidet sich von dem in Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel dadurch dass der dem Spannungssystem zugeführte   Magnetisierungsstrom zusätzlich    in bei   Impedanzschutzrelais bekannter    Weise um einen den Lichtbogenwiderstand berück   sichtigenden stromabhängigen Korrekturbe-    trag (ki) vermindert ist.

   Dies kann-wie    dargestellt-beispielsweise dadurch gesche-    hen, dass ein Dreiwielclungstransformator 13 vorgesehen wird, dessen eine Eingangswick-   @-    lung von der spannungsproportionalen Messgrosse e und   dessen zweite Eingangswieklung    im   entgegengesetzten Sinne von der strom-    proportionalen Messgrösse i durchflossen wird, wobei der   Betrag M durch    einen Abgriff an dieser Wicklung einstellbar ist. Die Auswer  tung erfolgt    wieder in der gleichen Weise wie beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 3.



   Die   Ein-bzw.AbschaltungderMagneti-       sierungswieklungen der Messsysteme kann-    wie schon an   Hand der Fig. 1 beschrieben-    in Abhängigkeit vom zugehörigen Selektiv  schutzrelais    bzw. vom zugeordneten Leistungs  sehalter    oder auch durch ein. Zeitrelais   selbst-    tätig erfolgen, Auch der Messvorgang selbst kann in   einfaeher Weise automatisiert werden,    zum Beispiel dadurch, dass naeh beendeter Magnetisierung selbsttätig eine   Antriebsvor-    riehtung, zum Beispiel ein Kleinmotor, eingeschaltet wird, welcher durch Verdrehen bzw.



  Versehieben des   Regelwiderstandes 10    den Strom durch die   Drehspulen      2, 2'so lange    erhöht, bis der Zeiger des Systems 2 den   Aussehlag erreicht    hat, der bei dem höchstmöglichen   Fehlerstrom    auftreten würde.



  Durch Kontaktgabe in dieser Stellung kann der Verstellantrieb stillgesetzt werden. Das Messergebnis braucht dann vom Beobachter am   Spannungssystem    nur abgelesen zu werden ; es kann gegebenenfalls aber   auch auto-      matisch registriert    werden. Die neue Messeinriehtung kann auch als   schreibendes    Gerät ausgeführt werden.



   Die Entmagnetisierung kann naeh erfolgter Messung und naeh deren Quittierung von Hand oder aueh selbsttätig ausgeführt werden. Hierbei werden die   Drehspulen 2, 2'nach    der Messung von der Gleichstromerregung durch den   Sehalter      7    abgeschaltet und die Systeme durch Zuschalten von Wechselstrom auf die Magnetisierungsspulen 3, 3', 3" in bekannter Weise wieder entmagnetisiert.



   Dabei kann es günstig sein,   wenn zur Ent-    magnetisierung nicht die Messspule, das heisst die magnetisierende Spule, verwendet wird, sondern wie bei bekannten Einrichtungen eine andere, unabhängige Spule, die das zu ent  magnetisierende    Element   umschliesst.   



   Es ist ausserdem schon   vorgeschlagen wor-    den, zur Vermeidung der hohen Luftspaltverluste e bzw. zur Verringerung der für die Magnetisierung erforderlichen Stromstärke und um für jeden Magnetisierungsvorgang den gleichen   magnetisehen    Widerstand vorliegen   zizi    haben, den Luftspalt während der Ma   gnetisierungsdauer und gegebenenfalls auch    während der   Entmagnetisierungszeit durch    ein Sehlussstüek   m      überbrüeken.    Diese    Massnahme der Anordnung eines magne-    tisehen Nebensehlusses kann auch bei den beschriebenen Ausführungsbeispielen mit Vorteil angewendet werden.

   Das Ein-und ausrücken des Schlussstückesw kann dabei in Abhängigkeit vom schalter 7 vorgenommen werden, so dass der Luftspalt ausserhalb der abgleichs- und Ablesezieit überbrückt ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Einrichtung zur Ermittlung der Fehler- ortsentfernung in elektrischen Kabeln und Leitungen, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Drchspulsysteme mit mindestens je einem magnetisch wirksamen Teil aus einem Werkstoff hoher Remanenz vorhanden sind, von denen der magnetisierbare Teil des einen Stems abhängig vom Fehlerstrom (Strom system) und der magnetisierbare Teil cles andern Systems mindestens von der Fehler- spannung (Spannungssystem) abhängig er- regt.
    wird, so dass das Verhältnis der Magneti- sierung der beiden Systeme zueinander ein Mass für die Leitungsimpedanz und damit für die Fehlerortsentfernung darstellt.
    II. Verfahren zum Betrieb der Einrich tung naeh Patentansprueh I, dadurch ge kennzeiehnet, dass nach erfolgter Magnetisie rung der magnetisierbaren Teile der beiden Messsysteme an die Drehspulen der beiden Messsysteme ein Gleichstrom solcher Grösse wird, dass der Zeiger des Stromsystems einen Wert anzeigt, welcher der höchstmög- liehen in der Leitung auftretenden Fehler- stromstärke entspricht, so dass die Anzeige des Spannungssystems der Leitungsimpedanz (Z) proportional ist.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehspulen der beiden Messsysteme derart an eine verän- derliche Gleichstromquelle legbar sind, dass sie jeweils von Gleichstrom gleieher Grösse durchflossen werden.
    2. Einrichtung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass sie so ausgebildet ist, dass dem magnetisierbaren Teil des Spannungssystems ausser dem spannungspropor- tionalen Magnetisierungsstrom noch ein dem Fehlerstrom proportionaler Magnetisierungs- strom in entgegengesetzt wirkendem Sinne zugeführt wird.
    3. Einrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine gesonderte Wicklung vorgesehen ist, über welche der dem Fehlerstrom proportionale Magnetisierungsstrom dem magnetisierbaren Teil des Span nungssystems zugeführt wird.
    4. Einrichtung nach Unteransprueh 3, dadurch gekennzeichnet, dass der dem Span nnngssystem zugeführte Magnetisierungsstrom um einen Korrekturbetrag g (ki) vermindert ist, um einen Liehtbogenwiderstand zu berück- sichtigen.
    5. Einrichtung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass sie so ausgebildet ist, dass ihre Einschaltung selbsttätig erst beim Ansprechen des sselektivsehutzrelais und ihr Ausschalten selbsttätig mit dem Öffnen des Leistungsschalters erfolgt.
CH325511D 1953-10-22 1954-10-08 Einrichtung zur Ermittlung der Fehlerortsentfernung in elektrischen Kabeln und Leitungen CH325511A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE325511X 1953-10-22

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH325511A true CH325511A (de) 1957-11-15

Family

ID=6182995

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH325511D CH325511A (de) 1953-10-22 1954-10-08 Einrichtung zur Ermittlung der Fehlerortsentfernung in elektrischen Kabeln und Leitungen

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH325511A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN112834955A (zh) * 2021-02-23 2021-05-25 国网山西省电力公司电力科学研究院 干式空心电抗器匝间短路故障模拟装置和故障模拟方法

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN112834955A (zh) * 2021-02-23 2021-05-25 国网山西省电力公司电力科学研究院 干式空心电抗器匝间短路故障模拟装置和故障模拟方法

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2706547C3 (de) Verfahren und Anordnung zum Messen des elektrischen Stromes in einem Leiter, der von einem magnetischen Kern umfaßt wird und in diesem einen magnetischen Fluß erzeugt
DE4230939A1 (de) Schaltungsanordnung zum Ändern oder Kompensieren elektrischer Eigenschaften eines Stromwandlers mit Magnetfeldkompensation
DE2542774C3 (de) Magnetmeßvorrichtung
DE1051411B (de) Gepolter Schutzrohrwechselkontakt
CH325511A (de) Einrichtung zur Ermittlung der Fehlerortsentfernung in elektrischen Kabeln und Leitungen
DE511292C (de) Elektromagnetische Vorrichtung zur ununterbrochenen Fernanzeige der Stellung beweglicher Organe
EP0508089B1 (de) Verfahren und Einrichtung zur Prüfung einer Armatur
DE1010159B (de) Einrichtung zur Ermittlung der Fehlerortsentfernung in elektrischen Kabeln und Leitungen
DE1027789B (de) Verfahren zum Messen der Fehlerstellenentfernung bei Leitungskurzschluessen
DE257843C (de)
DE516564C (de) Verfahren zur Fehlerortsbestimmung in Wechselstromnetzen
DE558540C (de) Vorrichtung zur elektrischen Fernuebertragung von Messwerten o. dgl. durch Induktionswirkung unter Verwendung einer von der Messgroesse beeinflussten beweglichen Stromspule
DE453372C (de) Fehlerortrelais mit zwei Messgeraeten
DE2710827C3 (de) Anordnung zur Prüfung der Oberspannungswicklung eines fertig montierten induktiven Spannungswandlers
DE683038C (de) Pruefjoch zum Messen der Kennwerte magnetischer Teile
DE542082C (de) Vorrichtung zum Anzeigen eines Erdschlusses der Rotorwicklung von Synchronmaschinen
DE549687C (de) Pruefvorrichtung fuer einen Anzeiger von Rissen in elektrischen Leitern
DE921333C (de) Messgeraet fuer Verkehrsbeobachtungen in Fernsprechanlagen
DE2644253A1 (de) Einrichtung zur pruefung einer wicklung auf windungs- oder lagenschluss
DE171600C (de)
DE898773C (de) Einrichtung zur Pruefung von Kurzschlusslaeufern fuer Asynchronmotoren auf Gussfehler im Laeuferkaefig
DE880169C (de) Verfahren zur Pruefung lamellierter Leiterstaebe auf Teilleiterschluss
DE493213C (de) Vorrichtung zur Messung des Wirk- oder Blindwiderstandes eines Stromkreises, insbesondere fuer Leitungsschutzzwecke
AT137835B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Messung der Temperatur eines Wechselstromleiters unter Belastung.
DE822275C (de) Verfahren und Vorrichtungen zur Regelung oder Anzeige der Stromverteilung auf die Elektroden einer Elektrolysezelle