DE257843C - - Google Patents
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- DE257843C DE257843C DENDAT257843D DE257843DA DE257843C DE 257843 C DE257843 C DE 257843C DE NDAT257843 D DENDAT257843 D DE NDAT257843D DE 257843D A DE257843D A DE 257843DA DE 257843 C DE257843 C DE 257843C
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- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01N—INVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
- G01N27/00—Investigating or analysing materials by the use of electric, electrochemical, or magnetic means
- G01N27/72—Investigating or analysing materials by the use of electric, electrochemical, or magnetic means by investigating magnetic variables
- G01N27/82—Investigating or analysing materials by the use of electric, electrochemical, or magnetic means by investigating magnetic variables for investigating the presence of flaws
- G01N27/90—Investigating or analysing materials by the use of electric, electrochemical, or magnetic means by investigating magnetic variables for investigating the presence of flaws using eddy currents
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 257843 KLASSE 42 k. GRUPPE
Apparat zum Prüfen von Förderseilen. Patentiert im Deutschen Reiche vom 14. Februar 1912 ab.
Die bisher angewandten Methoden zur Prüfung der Beschaffenheit von zur Menschenfahrt
dienenden Förderseilen sind noch nicht hinreichend zuverlässig. Dasselbe gilt von
dem Verfahren, unter Benutzung einer Transformatorwirkung in den Sekundärstromkreis
des betreffenden Transformators geschaltete Anzeigeapparate zu betätigen, wobei das Förderseil
als Transformatorkern dient. Ein Förderseilprüfapparat entspricht nur dann den Bedürfnissen der Praxis, wenn er sehr empfindlich
ist und die Möglichkeit gewährt, das zu prüfende Seil dauernd mit einem Normalseil,
also einem Stück neuen Seiles derselben Beschaffenheit und Konstruktion oder einem diesem gleichwertigen Stoff zu vergleichen
und so die Abweichungen in der Güte des Prüfseiles von der des Normalseiles anzuzeigen.
Außerdem ist hierbei eine zuverlässige Registrierung erforderlich, um nicht von der
Aufmerksamkeit des Prüfenden abhängig zu sein, und um durch das Diagramm eine Urkunde
der Seilbeschaffenheit zu erhalten.
Ein derartiger Apparat, der Erfindungsgegenstand, ist in einer beispielsweisen Ausführungsform nachstehend beschrieben.
Es wird bezeichnet mit:
ι eine Gleichstrombatterie, die den Strom zur Betätigung des ganzen Verfahrens liefert, 2 ein Induktor mit Unterbrecher, in dessen beiden Spulen der Batteriegleichstrom in pulsierenden Gleichstrom oder Wechselstrom von höherer Spannung und erforderlicher Frequenz umgewandelt wird,
Ein derartiger Apparat, der Erfindungsgegenstand, ist in einer beispielsweisen Ausführungsform nachstehend beschrieben.
Es wird bezeichnet mit:
ι eine Gleichstrombatterie, die den Strom zur Betätigung des ganzen Verfahrens liefert, 2 ein Induktor mit Unterbrecher, in dessen beiden Spulen der Batteriegleichstrom in pulsierenden Gleichstrom oder Wechselstrom von höherer Spannung und erforderlicher Frequenz umgewandelt wird,
3 ein Kondensator zur Verstärkung der Wirkung, ■
4 das zu prüfende Förderseil,
5 das zugehörige, als Meßspule dienende Solenoid,
6 das Normalseil, z. B. ein Stück eines neuen Seiles derselben Konstruktion wie das
zu prüfende Förderseil, das während der ganzen Messung gleichzeitig mit dem Prüfseil eingeschaltet
ist, so daß der Apparat stets die Differenzen in der Beschaffenheit beider Seile
anzeigt,
7 das zugehörige als Meßspule dienende Solenoid,
8 eine Vorrichtung, die auf einen dem Normalseil entsprechenden Wert eingestellt werden
kann,
9 ein durch eine geschlossene Leitung mit der Spule 5 in Verbindung stehender Elektromagnet,
10 ein durch eine geschlossene Leitung mit der Spule 7 in Verbindung stehender Elektromagnet,
11 ein zweiarmiger Hebel, der die Registrierung übermittelt, die betätigt wird durch die
Differenz beider in den Elektromagneten 9 und 10 wirkenden Kräfte,
12 der Zeiger der Registrierung, die durch Fuiikenschrift erfolgt, wobei die von dem Induktor
2 gelieferte hohe Spannung stets von Platte 1^1 über den Zeiger 12 nach Platte I32
überspringt, den zwischenliegenden Papierstreifen 14 durchschlägt und geradlinige Ordinaten
an Stelle von Bogenkoordinaten zeigt,
15 eine Rolle, von der der Diagrammstreifen
14 sich abwickelt,
16 eine Rolle, die das Ablaufen des Papierstreifens 14 veranlaßt,
5. 17 eine Antriebsvorrichtung, bestehend aus
entsprechend geformten, messerartigen Körpern, welche die um die Seilachse laufenden
Windungen der Litzen umfassen und dadurch eine auf einem Kugellager ruhende Seilscheibe
18 in Umdrehung versetzen,
19 eine zweite Seilscheibe, die durch Seilscheibe 18 bewegt wird und ihrerseits die
Welle 20 dreht,
21 ein Zahnradvorgelege, das durch die Welle 20 bewegt wird und die mit Zähnen versehene
Trommel 16 in Umdrehung versetzt, wodurch der Diagrammstreifen der Registrierung
genau der Seilgeschwindigkeit entsprechend abgewickelt wird,
22 eine Kontaktvorrichtung, die dazu dient, den Meßstrom periodisch so ein- und auszuschalten,
daß jeder Teil des Seiles nur einmal geprüft wird. Ist das innerhalb der Spule 5
befindliche Seilstück durch den Meßstrom geprüft, so wird er durch die Kontaktvorrichtung
22 so lange ausgeschaltet, bis das geprüfte Seilstück die Spule 5 vollständig verlassen hat
und ein neues Stück in die betreffende Spule eingetreten ist. Erst dann wird der Stromkreis
wieder einen kurzen Moment geschlossen, und der Zeiger 12 der Funkenregistrierung
macht einen Ausschlag, der auf dem Papierstreifen als Ordinate erscheint, und deren Höhe
der Güte des geprüften Seilteiles entspricht, 23 eine Warnglocke, die ertönt, sobald der
Zeiger 12 bei maximalem Ausschlag einen beliebig einstellbaren Kontakt berührt,
24 das Schaltungsschema des elektrischen Seilprüfapparates,
25 ein den ganzen Apparat tragendes Stativ, um dessen Längsachse sich die teleskopartig
ausziehbaren Arme 2^11 und 252 drehen lassen,
so daß der Apparat sich allen Schwankungen des Förderseiles anpassen kann,
26 die zweiteiligen Meßspulen im Querschnitt, 27 der Grundriß der Antriebsvorrichtung 17
mit Seilscheiben 18 und 19 sowie deren Kontaktvorrichtung
22.
Die Wirkungsweise des Apparates ist folgende:
Soll eine Seilprüfung vorgenommen werden, so werden die bekannte zweiteilige Meßspule 5
und die ebenfalls zweiteilige Arbeitsvorrichtung 17 um das zu prüfende Seil gelegt. Jede
der beiden Spulenhälften ist bekanntlich so beschaffen, daß nur das Drahtende der einen
Hälfte mit dem Anfang der anderen verbunden zu werden braucht. Der Anfang der Spulenwicklung wird an den Induktor 2, das
Ende an den Elektromagneten 9 angeschlossen, wodurch ein geschlossener Stromkreis entsteht.
In derselben Weise werden Spule 7 und · Vorrichtung 8 mit dem Induktor 2 und dem Elektromagneten
10 verbunden, das Normalseil 6 in die Spule 7 eingeführt und die Vorrichtung 8
eingestellt.
Wird nun das Prüfseil 4 in Bewegung gesetzt, so dreht sich die Antriebsvorrichtung.
Durch diese Bewegung wird einerseits die gezahnte Rolle 16 in Umdrehung versetzt und
der Papierstreifen 14 der Seilgeschwindigkeit entsprechend abgewickelt, andererseits die die
Kontaktvorrichtung 22 tragende Welle 20 gedreht. Schließt die Kontaktvorrichtung 22,
die sich ebenfalls der Seilgeschwindigkeit entsprechend dreht, den Stromkreis, so werden
beide Spulen 5 und 7 von pulsierendem Gleichstrom, der sich wie Wechselstrom verhält,
durchflossen. Dieser Strom ruft in der Spule Selbstinduktion hervor, die auf den Primärstrom
schwächend einwirkt. Die Selbstinduktion ist abhängig von dem metallischen Querschnitte
des Seiles und der Permeabilität, also von der im Seil entstehenden magnetischen
Kraftlinienzahl. Nimmt die Kraftlinienzahl ab durch Verminderung des Seilquerschnittes,
durch Verrosten und Spröderwerden des Seiles, so nimmt der Primärstrom entsprechend zu.
Wirkt dieser Strom auf einen Elektromagneten 9, so sind die in demselben wirkenden go
magnetischen Kräfte umgekehrt proportional der Seilbeschaffenheit. Da die in dem Elektromagneten
10 wirkende Kraft stets gleich ist, weil sich die im Normalseil 6 und der Verstellvorrichtung
8 entstehende Kraftlinienzahl nicht ändert, so entspricht der Ausschlag des Zeigers 12, der nur erfolgt bei ungleicher Beschaffenheit
beider Seilstücke, genau dem Betrage, um den das Prüfseil in dem angegebenen Sinne schlechter geworden ist als das mit ihm
verglichene Normalseil 6. Die Bewegungen des Zeigers werden durch Funkenschrift auf
den Papierstreifen 14 übertragen. Die Kontaktvorrichtung 22 (s. Schaltungsschema) besitzt
zwei Nasen, deren Umfangsgeschwindigkeit der Seilgeschwindigkeit proportional ist.
Dadurch, daß nur dann erst ein Kontakt, also ein Schließen des Stromkreises erfolgt,
wenn das geprüfte, in der Spule 5 befindliche Seilstück diese vollständig verlassen hat und
ein neues, noch nicht geprüftes Seilstück in die Spule 5 eingetreten ist, wird erreicht, daß
jeder Teil des Seiles nur einmal geprüft wird. Da zu jedem geprüften Seilstück, welches
immer gleich der Länge der Meßspule 5 ist, eine bestimmte Ordinate auf dem Papierstreifen
gehört, und der Papierstreifen der Länge des Förderseiles proportional ist; läßt
sich die Beschaffenheit des Seiles an jeder beliebigen Stelle durch Besichtigen des Papier-Streifens
genau bestimmen, so daß der Papierstreifen eine wichtige Urkunde der Seilbe-
schaffenheit darstellt. Auf besonders schlechte Stellen des Seiles wird durch ein Signal der
Alarmglocke 23 aufmerksam gemacht.
Das Anordnen einer zweiten Meßspule 7 mit eingeführtem Normalseil 6 hat nicht nur den
Zweck, festzustellen, um wieviel sich die Beschaffenheit des geprüften Seiles gegenüber dem
Normalseil ändert, sondern es werden hierdurch auch alle störenden Einflüsse durch
Spannungsabfall der Batterie, Erwärmung der Spulen usw. ausgeschaltet, weil sich diese Einflüsse
gleichmäßig an beiden Enden des zweiarmigen Hebels 11 äußern, so daß eine einwandfreie
Messung erzielt wird.
Claims (4)
- Patent-Ansprüche:i. Apparat zum Prüfen von Förderseilen, bei dem das zu prüfende Seil durch ein Solenoid geführt wird, gekennzeichnet durch zwei gleiche Solenoide, von denen das eine das zu untersuchende Seil, das andere das Normalseil aufnimmt.
- 2. Apparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle des Normalseiles ein in der zweiten Spule verschiebbarer Eisenkern angeordnet ist.
- 3. Apparat nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch eine von den um die Seilachse laufenden Windungen der Seillitzen angetriebene Vorrichtung, die das Diagrammformular proportional der Geschwindigkeit des Seiles abwickelt und gleichzeitig eine Kontaktvorrichtung betätigt, welche durch Schließen und Unterbrechen des Meßstromes die infolge der Zustandsänderungen hervorgerufenen Ausschläge eines Differentialgalvanometers hervorruft und demgemäß die Registrierung bewirkt.
- 4. Apparat nach Anspruch 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Hauptteile des Prüfapparates von einem Stativ mit sich um die Stativachse drehenden, teleskopartig ineinander verschiebbaren Armen getragen werden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE257843C true DE257843C (de) |
Family
ID=515719
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT257843D Active DE257843C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE257843C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE739657C (de) * | 1938-06-28 | 1943-10-01 | Rudolf Kuerth | Vorrichtung zur UEberwachung von bewegten Zugorganen und aehnlichen Langgestreckten ORganen in Foerderanlagen |
| DE758730C (de) * | 1937-07-11 | 1953-09-28 | Martha Woernle | Zweiteilige Messspule fuer mit Gleichstrom betriebene Vorrichtungen zur magnetischenPruefung (Feststellung von mechanischen Zerstoerungen) von Stahldrahtseilen |
| EP1905929A1 (de) * | 2006-09-29 | 2008-04-02 | Siefried Willa | Vorrichtung zur Arretierung eines Fensterladens |
-
0
- DE DENDAT257843D patent/DE257843C/de active Active
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE758730C (de) * | 1937-07-11 | 1953-09-28 | Martha Woernle | Zweiteilige Messspule fuer mit Gleichstrom betriebene Vorrichtungen zur magnetischenPruefung (Feststellung von mechanischen Zerstoerungen) von Stahldrahtseilen |
| DE739657C (de) * | 1938-06-28 | 1943-10-01 | Rudolf Kuerth | Vorrichtung zur UEberwachung von bewegten Zugorganen und aehnlichen Langgestreckten ORganen in Foerderanlagen |
| EP1905929A1 (de) * | 2006-09-29 | 2008-04-02 | Siefried Willa | Vorrichtung zur Arretierung eines Fensterladens |
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