Empfangseinrichtung für nach dem Impulsintervallverfahren arbeitende Fernsteuerungsanlagen, insbesondere für Zentralsteuerungsanlagen in Netzen zur Verteilung elektrischer Energie Es sind Empfangseinrichtungen bekannt, bei denen mit Hilfe eines von einem Synchron motor angetriebenen, drehbaren Schaltarmes die fernzusteuernden Schalter mechanisch be tätigt werden.
Sofern für eine Mehrzahl von solchen Schaltern nur ein einziger Schaltarm benützt wird, sind diese Schalter naturgemäss kreisförmig um die Drehachse ihres Schalt armes angeordnet, was die nachfolgend auf- geführten Nachteile bedingt Erstens müssen in allen Empfängern für alle Befehlsnummern diesen Nummern zuge ordnete Plätze vorgesehen werden. Hat man nun beispielsweise total 22 voneinander unab hängige Befehlsnummern, so sind in allen Empfängern 22 Plätze hierfür vorzusehen, von denen aber meistens nur einige wenige wirklich ausgenützt werden.
Zudem ist das Verstellen eines Schalters von einer Befehlsnummer auf eine andere verhältnismässig kompliziert, da der Schalter hierfür samt der ihm zugeord neten Verdrahtung von einem Platz auf einen andern versetzt werden muss.
Sieht man anderseits für jeden Schalter einen eigenen Schaltarm vor, so geht ebenfalls viel Platz für diese Schaltanne verloren, da ja für alle diese Schaltarme der Raum für eine volle Umdrehung von 360 derselben frei gelassen werden muss.
Die vorliegende Erfindung vermeidet diese Nachteile und besteht darin, da.ss der Syn chronmotor zum Antrieb des Empfangswäh- lers sowie zur mechanischen Betätigung der fernzubetätigenden Schalter in eine um ihre Achse drehbare Trommel eingebaut ist, auf welcher Trommel wahlweise auf je einen der verschiedenen Befehle einstellbare Selektions- organe sowie Betätigungsorgane für die fern zusteuernden Schalter angeordnet sind.
In der beiliegenden Zeichnung ist ein Aus führungsbeispiel einer erfindungsgemässen Empfangseinrichtung dargestellt.
Fig. 1 zeigt ein der Steuerimpulse, Fig.2 das elektrische Schaltschema sowie einen Teil des mechanischen Teils der Emp fangseinrichtung, Fig.3 perspektivisch und teilweise ge schnitten den mechanischen Teil der Emp- fangseinrichtttng,
Fig. 4 ebenfalls perspektivisch einen fern- zubetätigenden Schalter in der Null -Stellung und Fig.5 perspektivisch und teilweise ge schnitten einen fernzubetätigenden Schalter in der Ein -Stellung.
Die Empfangsvorrichtung, kurz Empfän ger genannt, arbeitet mit dem Starkstromnetz überlagerten tonfrequenten Steuerimpulsen, wobei die Unterscheidung von beispielsweise 22 voneinander unabhängigen Doppelbefehlen (1 Doppelbefehl-Einschaltung +-Ausschaltung) mit Hilfe des nachfolgend beschriebenen Im pulsintervallverfahrens erfolgt Bei jeder Befehlsänderung wird eine ganze Impulsserie von der Sendeanlage ins Stark stromnetz gegeben. Fig.l zeigt als Impuls- Zeit-Diagramm den prinzipiellen Aufbau einer solchen Impulsserie.
Dabei ist der erste Im puls 100, der sogenannte Startimpuls, bei jeder Impulsserie unentbehrlich. Er hat die Aufgabe, in allen Empfangsapparaten des betreffenden Netzes einen normalerweise ruhenden Synchronmotor einzuschalten, womit in jedem Empfänger ein von diesem Synchron motor angetriebenes Zeitwerk in Bewegung ge setzt wird.
Da Sender und Empfänger in einer Zentralsteuerungsanlage immer an ein- und demselben Starkstromnetz angeschlossen sind, ergibt sich für beide Teile Frequenz gleichheit und damit in jedem Fall genau synchroner Lauf zwischen der ebenfalls von einem Synchronmotor angetriebenen Geber einrichtung des Senders und den Zeitwerken der Empfänger.
Durch Aufteilung der Zeit nach Beendi gung des Startimpulses 100 bis zum Ende der ganzen Impulsserie in beispielsweise 22 gleich lange Zeitabschnitte kann also jedem der 22 vorgesehenen Doppelbefehle ein bestimmter Zeitabschnitt 1, 2, 3 usw. bis 22 zugeordnet werden. (Vergleiche Fig.1: Impuls-Zeit-Dia- gramm.) Dabei ist die Sendeanlage so beschaffen, dass in den den einzelnen Befehlen zugeord neten Zeitabschnitten jeweils ein aktiver Im puls beispielsweise 102, 108, 109, 112, 116, 117 und 122 2 gesendet wird, wenn der betreffende Schalter in allen angeschlossenen Empfängern in die Stellung Ein gebracht oder in der Stellung Ein belassen werden soll.
Soll hin gegen in den Empfängern der betreffende Schalter in die Stellung Aus gebracht oder in der Stellung Aus belassen werden, so gibt der Sender während des betreffenden, diesem Befehl zugeordneten Zeitabschnittes keinen Impuls (sogenannte Impulslücke).
Das in Fig. 1 dargestellte Impuls-Zeit-Dia- gramm bewirkt also beispielsweise, dass in allen Empfängern die Schalter mit den Befehls nummern 2, 8, 9, 12, 16, 17 und 22 einge schaltet oder in der Stellung Ein belassen werden. Umgekehrt werden die Schalter mit den Befehlsnummern 1, 3, 4, 5, 6, 7, 10, 11, 13, 14, 15, 18, 19, 20 und 21 ausgeschaltet oder in der Stellung Aus belassen.
Im folgenden soll nun im Detail gezeigt werden, wie die Empfänger arbeiten und wie sie die beschriebenen Steuerimpulsserien ver werten: Fig. 2 zeigt zu diesem Zweck das elektrische Schema der Steuerstromkreise und einen Teil des Steuermechanismus des Empfängers.
Der 50periodige Starkstrom sowie die die sem überlagerten tonfrequenten Steuerimpulse werden dem Empfänger über die Klemmen 201 und 202 zugeführt. Das zweikreisige Band filter, bestehend aus den Filterspulen 203 und 204 und den Filterkondensatoren 205 und 206 hat die Aufgabe, die tonfrequenten Steuer impulse vom 50periodigen Starkstrom zu tren nen und gleichzeitig die Spannung der ton- frequenten Steuerimpulse transformatorisch zu erhöhen.
Der spannungsabhängige Widerstand 207 hat bei den Steuerimpulsen normaler Span nung nur eine kleine, nicht. ins Gewicht fal lende, zusätzliche Dämpfung des Stromes in der Filterspule 203 zur Folge. Tritt aber eine z. B. durch Stoss erzeugte sehr hohe Störspan nung in den Empfänger ein, so sinkt der momentane Widerstand des spannungsabhän gigen Widerstandes 207 stark und bewirkt so eine starke Dämpfung des Stromes in der Filterspule 203, was auch ein bedeutendes Ab schwächen der Störspannung selbst zur Folge lzat (Näheres siehe Schweizer Patent Nr. 302285). Die Sicherung 208 schützt. den Empfänger auf bekannte Weise im Falle eines internen Kurz schlusses vor weiteren Zerstörungen.
Die ausgefilterten tonfrequenten Steuer impulse werden dann dem Gleiehrichter 209 zugeführt, von diesem in Gleichstromimpulse umgewandelt und hierauf in den Speicher kondensator 210 hineingeladen. Sofern es sich um den ersten Impuls einer Impulsserie, also um einen sogenannten Startimpuls 100, han delt, erfolgt die Aufladung des Speicherkon- densators 210 so lange, bis die Spannung an den beiden. Klemmen 211 Lund 212 des Spei- cherkondensators 210 gleich der Zündspan- nung der Glimmröhre 213 wird.
Die letztere wird damit vom Isolator zum Leiter, so dass sieh die im Speicherkondensator 210 aufge speicherte, elektrostatische Energie in sehr kurzer Zeit, dafür aber mit grosser Leistung über die Wicklung des Relais 214 entladen kann. Im Entladestromkreis ist der Ausgleich widerstand 215 durch die in der Ruhestellung des Empfängers geschlossenen Kontaktfedern 223 und 224 überbrückt Die beschriebene, sogenannte Speicher schaltung hat zwei ganz bedeutende Vorteile, nämlich Die ankommenden Steuerimpulse werden erstens leistungsmässig bedeutend verstärkt, bevor sie das eigentliche Relais 214 zu be tätigen haben.
Erfolgt nämlich beispielsweise die Aufladung des Speicherkondensators 210 durch die Eingangsleistung Np eines ankom inenden Steuerimpulses während 5 Sekunden, die Entladung über die Relaiswieklung aber in r/ioo Sekunde, so ist die mittlere Ent ladungsleistung Nit,l - die zur Relaisbetäti gung zur Verfügung steht - theoretisch 500 mal grösser als<B>NE.</B> Praktisch ergeben sich allerdings Verluste im Speicherkondensator und in der Glimmröhre, aber es bleibt zur Re laisbetätigung ein ansehnlicher Leistungs gewinn,
der einerseits die Verwendung eines einfachen und robusten Gleichstromrelais in den Empfängern ermöglicht und anderseits auf der Senderseite auch nur kleine und ein fache Tonfrequenzgeneratoren und Kopp. lungsglieder erfordert.
Die Speicherschaltung macht die Empfän ger zweitens-unempfindlich gegen die in den Starkstromnetzen häufig auftretenden und sehr gefürchteten, durch Stoss erzeugten Stör spannungen. Diese Störspannungen sind be kanntlich in ihrer Amplitude sehr gross, glüek- liehei,#veise aber nur von kurzer Dauer. Ihr Energieinhalt ist deshalb verhältnismässig klein und infolgedessen nicht in der Lage, den Spei- elierkondensator bis zur Auslösung einer Fehl schaltung aufzuladen.
Durch den spannungs- t -ibhi ängigen b Widerstand 207, der parallel der ersten Filterspule geschaltet ist, wird die Un- empfindlichkeit der Empfänger auf Störspan nungen, wie bereits dargelegt, noch erhöht.
Gegen eventuell sich oft wiederholende, durch Stoss erzeugte Störspannungen schützt der dem Speicherkondensator 210 parallel ge schaltete Entladewiderstand 233, indem er zwischen den einzelnen Störspannungen die er folgten Teilladungen des Speicherkondensators 210 immer wieder abbaut. Die Störenergie der einzelnen Stösse kann sich so nicht addieren und also ebenfalls keine Fehlschaltungen aus lösen. Für eine Einrichtung gemäss vorliegen der Erfindung ist das beschriebene Speicher verfahren zwar sehr vorteilhaft, aber nicht un bedingt notwendig.
Das Relais 214 könnte beispielsweise auch direkt durch die tonfrequenten Steuerimpulse oder direkt durch die gleichgerichteten Im pulse- betätigt werden. Das Aufladen des Speicherkondensators 210 durch einen rich tigen Steuerimpuls und die dann eingeleitete Entladung bewirkt ein Anziehen des drehbar gelagerten Relaisankers 216, wodurch die Nase 217 des Relaisankers den mit der Achse 234 ebenfalls drehbar gelagerten Steuerrechen 218 entriegelt, so dass sich derselbe unter dem Einfluss der Zugfeder 219 in Richtung der eingezeichneten Pfeile a drehen kann. Mit dem Steuerrechen 218 bewegt sich das Isolierplätt- chen 220 in Richtung des eingezeichneten Pfeils b, wobei ihm die Kontaktfedern 221 und 222 unter dem Einfluss eigener Feder kraft folgen.
Dadurch wird in erster Linie über den nunmehr geschlossenen Startkontakt 222, 223 der Synchronmotor 225 an die 50- periodige Netzspannung gelegt. Der Synchron motor 225 beginnt sich zu drehen und treibt über ein zeichnerisch nur angedeutetes Unter setzungsgetriebe 226 die Trommel 227 aus Bakelit in Richtung des Pfeils c an. Der Einbau des Synchronmotors 225 in die Trom- inel 227 wirkt sich sehr raumsparend aus.
Durch den sich nach der Relaisbetätigung ebenfalls schliessenden Sucherkontakt 221, 223 wird der Speicherkondensator 210 durch den Widerstand 228 und den Widerstand der Re laiswicklung geshuntet, so dass ein noch maliges fehlerhaftes Aufladen des Speicher- kondensators 210 durch einen eventuellen Rest des Startimpulses 100 vermieden wird. Das Drehen der Trommel 227 bewirkt nun ein Auf laufen der Nase 229 auf den ersten Nocken 301- der Trommel 227.
Dabei bleiben sowohl der Sucherkontakt 221, 223 als auch der Startkon takt 222, 223 geschlossen, selbst dann, wenn etwas später auch die Nase 230 des Steuer rechens 218 ebenfalls auf den Nocken 301 auf läuft. Dieses letztgenannte Auflaufen hat hingegen zur Folge, dass die Nase 217 des Ankers 216 des nunmehr nicht mehr erregten Relais 21'_4 wieder unter die Andrehung des zylindrischen Verriegelungsstiftes <B>231</B> des Steuerrechens 218 eingreifen kann. Noch etwas später fällt die Nase 229 der Kontaktfeder 223 über die erste Nocke 301 ab.
Damit wird der Sucherkontakt 221, 223 geöffnet und die Shun- tung des Speicherkondensators 210 aufge hoben. Zeitlich geschieht dies in demjenigen Zeitintervall, das im Impuls-Zeit-Diagramm dem Befehl Nr.1 zugeordnet ist. Gibt der Sender nun während dieses Zeitintervalles einen aktiven Impuls, also einen Einsehalt, Befehl für die Schalter mit Befehlsnummer 1, so wird der Speicherkondensator 210 durch diesen Impuls aufgeladen. Noch innerhalb des Zeitintervalles für den Befehl Nr. 1 fällt auch die Nase 230 des Steuerrechens über die Kante des Nockens 301.
Dabei folgen das Isolierplättchen 220 mit der Kontaktfeder 221. Der Sueherkontah-t 221, 223 wird geschlossen, so dass sich der Speicherkondensator 210 sofern er durch einen Impuls Nr.1 aufgeladen worden ist - schlagartig über den Ausgleich widerstand 228 und die Relaiswicklung ent laden kann. Der Relaisanker 216 zieht in die sem Falle wieder an, so dass der Steuerrechen 218 respektive sein zylindrischer Verriege- lungsstift 231 sich an der Nase 217 des Re laisankers 216 vorbeibewegen kann. Der Steuerrechen kommt so in die in Fig.2 ge strichelt eingezeichnete Lage.
Ha.h der Sender hingegen während des Inpulsinterv alles 1 keinen aktiven Impuls ge geben, so konnte sich der Speicherkondensator 210 während der Öffnungszeit des Sucher kontaktes 221, 223 nicht aufladen. Beim Schliessen des Sucherkontaktes 221, 223 kann in diesem Falle selbstverständlich auch keine Entladung und somit keine Erregung des Re lais 214 stattfinden. Der Steuerrechen 218 kann sich deshalb nur so weit zurückdrehen, bis sein Verriegelungsstift. 231 an der Nase 217 des Relaisankers ansteht.
Das weitere, rein mechanische Funktionie ren des Empfängers, das heisst die eigentliche Betätigung der zu steuernden Schalter, sei später an Hand der perspektivischen Fig. 3, 4 und 5 erklärt.
Vorläufig sei nur festgehalten, dass der Steuerrechen 218 beim Eintreffen eines akti ven Betätigungsimpulses nach dem Abfallen seiner Nase 230 über den Nocken 301 sich bis in die gestrichelt gezeichnete Stellung drehen kann und dass er anderseits bei einer Impuls lücke durch den Relaisanker verriegelt bleibt, so dass er sich nur bis zur ausgezogen ge zeichneten Stellung zurückdrehen kann.
Die Trommel 227 dreht sich natürlich wei ter, wodurch die Nasen 229 und 230 im näch sten Zeitabschnitt auf den Nocken 302 auf laufen und wieder abfallen.
Dabei wiederholt sich das für den Nocken 301 beschriebene Spiel, mit dem einzigen Un terschied, dass sich diesmal der Sucherkontakt 221, 223 in demjenigen Zeitintervall öffnet, das im Impuls-Zeit-Diagramm dem Befehl Nr. 2 zugeordnet ist. Es wird also diesmal der Befehl Nr.2 empfangen. Im weiteren zeit lichen Ablauf wiederholt sich das Spiel wei tere 20mal für die Noeken 303, 304 bis 322 und die zugeordneten Befehle Nr. 3, 4 bis 22. Nachher hat. die Trommel 227 eine Umdrehung von 360 vollendet, und die Nase 229 der Kontaktfeder 223 fällt in die extra tiefe Null stellungslücke 232. Damit wird nicht nur der Sucherkontakt 221, 223, sondern auch der Startkontakt 222, 223 geöffnet.
Der Syn chronmotor 225 wird spannungslos und lässt die Trommel 227 in ihrer Ruhestellung stehen. Der ganze Ablauf wiederholt sich erst beim Eintreffen des Startimpulses 100 der näch sten Befehlsserie.
An Hand von Fig. 3 sollen nun der me chanische Aufbau und die mechanische Wir- kungsweise des tmpfängers näher erläutert werden: Man erkennt in Fig. 3 sofort die Trommel 227 mit ihren Nocken 301, 302, 303 usw. sowie die Kontaktfedern 221, 222, 223 und 224. Rechts von den Kontaktfedern befindet sich einer, 243, von beispielsweise drei fernzubetä- tigenden Schaltern 241, 242 und 243. Die bei den genau gleichen Schalter 241 und 242 könnten unmittelbar links vom Schalter 243 in. den Empfänger eingebaut werden.
Sie sind der besseren Zbersiehtliehkeit halber in Fig. 3 nicht eingezeichnet.
Selbstverständlich kann jedem Schalter eine beliebige Befehlsnummer zwischen 1 und 22 zugeordnet werden. Montage oder De montage der Schalter erfolgt mit. je einer ein zigen. Schraube. An Stelle von drei einpoligen C\msehaltern finden im Bedarfsfalle auch ein dreipoliger Schalter und ein einpoliger Um schalter Platz.
Ferner können die Empfänger auf Wunsch von Kunden vorerst auch mit nur einem ein zigen oder zwei Schaltern ausgerüstet, gekauft und benützt werden. Ergibt sieh dann im Laufe der Zeit. das Bedürfnis nach mehr Schal tern pro Empfänger, so können dieselben als Einzelteile nachgekauft und sehr einfach mit einer einzigen Schraube in die Empfänger montiert, werden.
Oberhalb der Schalter 241, 242 und 243 sind auf der Trommel 227 drei Selektorringe 251, 252 und 253 angebracht, die jeweils dem ent sprechenden Schalter 241, 242 oder 243 zuge ordnet sind. Mit Hilfe dieser Selektorringe, die sieh von Hand auf der Trommel 227 in einer zu deren Achse senkrechten Ebene ver drehen lassen, können die einzelnen Schalter auf die gewünschten Befehlsnummern einge stellt, werden. Hierzu sind die Selektorringe 251, 252 und 253 mit je einer ringförmigen Bronzefeder 261, 262 und 263 ausgerüstet, die nur auf der einen Seite mit je zwei Nieten 254 an den eigentlichen Selektorringen befestigt sind.
Zwischen diesen Nieten sind die Bronze federn 261, 262 und 263 als Rasterfedern 255 usw. ausgebildet, mit deren Hilfe die komplet- ten Selektorringe in einer der Nuten 401, 402 bis 422 eingerastet werden können. Die je weilige Stellung der Selektorringe ist an den auf ihnen aufgeprägten Ziffern 1, 2 bis 22 leicht erkennbar, da als Bezugsmarke die Nute 415 der Trommel 227 weiss oder farbig aus gelegt ist. Die auf den einzelnen Selektorrin- gen unmittelbar über der markierten Nute 45 erscheinende Ziffer zeigt dabei an, welcher Befehlsnummer der zugehörige Hauptschalter zugeordnet ist.
Eine eventuell gewünschte Än derung dieser Befehlsnummer lässt sich auf einfachste Weise durch blosses Verdrehen der Selektorringe von Hand bewerkstelligen (in Richtung des eingezeichneten Pfeils d).
Die Bronzefedern 261, 262 und 263 besit zen auf der ihren Rasterfedern 255 gegenüber- , liegenden Seite je einen Schaltstift 271, 272 und 273. Da die Bronzefedern 261, 262 und 263 mechanisch vorgespannt sind, liegen die genannten Schaltstifte 271, 272 und 273 nor malerweise seitlich hart an ihren Selektorringen an. Die Schaltstifte 271, 272 und 273 lassen sieh aber durch äussere Kräfte in Richtung der Trommelachse 256 nach rechts auslenken. Eine solche Auslenkung kann nun durch die Nase 281, 282 resp. 283 des Steuerrechens 218 er folgen.
Befindet sich der letztere in seiner durch das Relais 214 verriegelten Lage (wie in Fig. 2 voll ausgezogen gezeichnet), so passieren die Schaltstifte 271, 272 und 273 den Steuer rechen 218, ohne von dessen Nasen 281, 282 und 283 beeinflusst zu werden. Die Schalt stifte 271, 272 und 273 werden in diesem Falle nicht ausgelenkt und passieren so den ihnen zugeordneten Schalter 241, 242 und 243 links seiner Trennwand 257.
Ist ander seits der Steuerrechen 21.8 wie früher be schrieben durch einen eintreffenden aktiven Steuerimpuls durch das erregte Relais 214 ent riegelt worden und damit in die - in Fig. 2 gestrichelt eingezeichnete - Lage gelangt, so stösst der zu dieser Zeit den Steuerrechen 218 passierende Schaltstift 271, 272 oder 273 an der entsprechenden Nase 281, 282 oder 283 des Steuerrechens 21.8 an. Der Schaltstift 271, 272 oder 273 wird dadurch nach rechts aus gelenkt, so dass er den ihm zugeordneten Schalter 241, 242 oder 243 nur rechts seiner Trennwand 257 passieren kann.
Durch das Einstellen (von Hand) der Selektorringe 251, 252 und 253 auf bestimmte Nummern wurden die Schaltstifte 271, 272 und 273 relativ zur Trommel 227 in folgende, genau definierte Lage gebracht: Wenn nach Eintreffen eines Startimpulses 100 sich die Trommel 227 - angetrieben durch -den Synchronmotor 2<B>2</B>5 - zu drehen beginnt, so gelangen die Schaltstifte 271, 272 und 273 gerade in dem Moment unmittelbar vor den Steuerrechen 218, in welchem sich der Sucherkontakt 221, 223 zur Aufnahme des jenigen Steuerimpulses schliesst, dessen Ord nungsnummer mit der auf dein Selektorring 251, 252 und 253 eingestellten Ziffer überein stimmt.
Selbstverständlich kann dabei jeder Selek- torring auf eine andere Befehlsnummer ein gestellt sein.
Es sei nun folgendes rekapituliert Erstens: Sollen die fernzusteuernden Schal ter 211, 212 und 243 mit bestimmten Befehls nummern eingeschaltet werden, oder in der Stellung Ein belassen werden, so gibt der Sender während den diesen Befehlen zugeord neten Zeitintervallen einen aktiven Impuls. Der durch den Startimpuls<B>100</B> in Bewegung gesetzte Empfänger nimmt diese Impulse in seiner Speichereinrichtung auf und gibt sie durch Schliessen des Sucherkontaktes 221, 223 gerade in demjenigen Moment an das Relais 214 ab, in welchem die diesen Schaltern 241, 242 oder 243 zugeordneten Schaltstifte 271, 272 oder 273 sich unmittelbar von dem Steuer rechen 21.8 befinden.
Das Relais 211 wird er regt und gibt den Steuerrechen 218 frei, so dass sich der letztere bis in die in Fig. 2 ge strichelt gezeichnete Lage drehen kann. Die Schaltstifte 271, 272 und 273 stossen infolge dessen an den ihnen zugeordneten Nasen 281, 282 und 283 des Steuerrechens 218 an und werden dadurch nach rechts aasgelenkt, so dass sie die ihnen zugeordneten Schalter 211, 242 und 243 rechts von deren Trennwände 257 passieren müssen. Es wird später eingehend gezeigt werden, dass dieses Passieren rechts der Trennwand 257 eine Einschaltoperation zur Folge hat. Sollten sich die Schalter 211, 212 und 213 schon in der Ein -Stellung be finden, so werden sie in der Ein -Stellung belassen.
Zweitens: Sollen anderseits Schalter 211, 212 oder 213 mit bestimmten Befehlsnummern ausgeschaltet werden oder in der Stellung Aus belassen werden, so gibt der Sender während den diesen Befehlen zugeordneten Zeitinterwallen keinen Impuls (Impulslücke). Die Speichervorrichtung des Empfängers kann also nichts aufnehmen. Beim Schliessen des Sucherkontaktes 221, 223 kann keine Ent ladung stattfinden. Das Relais 214 wird also nicht erregt. Der Steuerrechen 218 kann sich nur bis zur Verriegelungsstelle am Relaisanker drehen (das heisst bis zu der in Fig. 2 voll ge zeichneten Stellung). Infolgedessen passieren die Schaltstifte 271, 272 und 273 unbeeinflusst von den ihnen zugeordneten Nasen 281, 282 oder 283 des Steuerrechens 218.
Die Schalt stifte 271, 272 oder 273 werden also nicht nach rechts aasgelenkt. Sie passieren die ihnen zu geordneten Schalter 211, 242 oder 243 links von deren Trennwänden 257. Wie später ge zeigt wird, hat dies eine Ausschaltung oder ein Belassen in der Aus -Stellung der Schal ter 211, 212 oder 213 zur Folge.
Selbstverständlich kann mit einer einzigen Impulsserie auch ein Teil der Schalter 241, 242 und 243 ein und desselben Empfängers eingeschaltet und der andere Teil der Schalter ausgeschaltet werden.
An Hand der Fig.4 und 5 soll nun er läutert werden, wie die Betätigung der fern zusteuernden Schalter 211, 212 und 243 er folgt: Der in Fig. 4 perspektivisch dargestellte Schalter befindet sich in der Aus - oder 0 -Stellung. Er weist zwei feste Kontakte 211 und 245 aus silberplattiertem Material auf, die in ein Bakelitgehäuse 247 eingelegt sind. Da zwischen befindet sieh der bewegliche Kontakt. 216, dessen in zwei Stellungen kippbarer Arm 248 in einer Schneide 249 der Kontaktabnahme 210 schwenkbar gelagert ist.
Das Umlegen des kippbaren Armes 248 erfolgt durch den kurzen Arm 264 des Betäti gungshebels 265 über die omegaförmige Kipp- feder 266. Dabei kann der Antrieb des Betäti gungshebels 265 entweder von Hand oder fern- gesteuert durch die Schaltstifte 271, 272 oder 273 erfolgen. Bei den Schaltungen von Hand kann der Betätigungshebel 265 an seinem Arm 267 leicht gefasst und umgelegt werden. Zusammen mit einer in Fig. 3 nicht eingezeich neten Abdeckplatte dient der Arm 267 zu gleich als leicht erkennbarer Stellungsanzeiger für die einzelnen Schalter 271, 272 oder 273.
Bei ferngesteuerter Betätigung passiert einer der Schaltstifte 271, 272 oder 273 gemäss der vorgenommenen Rekapitulation bei einer Ein -Schaltoperation den Schalter bekannt lich rechts von dessen Trennwand 257. (Die Blickrichtung ist in den Fig.4 und 5 durch einen Pfeil B angedeutet.) Der Schaltstift er fasst dabei den Hilfshebel 268, der um eine Achse 269 drehbar gelagert ist und mit seiner Verlängerung 270 über den am Betätigungs hebel 265 befestigten Zapfen 274 mit dem Betätigungshebel 265 gekuppelt ist.
Der Schaltstift. 271, 272 oder 273 drückt den Hilfs schalthebel 268 links (Fig.4, 5) nach unten und damit über die genannte Kupplung die linke Seite 284 des eigentlichen Betätigungs- liebels 265 nach oben, in die in Fig. 5 einge zeichnete Ein -Stellung. Es sei ganz speziell darauf aufmerksam gemacht, dass bei eventuell am Empfänger ein treffenden weiteren Ein -Befehlen für einen Hauptschalter 241, 242 oder 243, der sich schon in der Ein -Stellung befindet, der Schaltstift 271, 272 oder 273 den Schalter 241, 242 oder 243 wiederum rechts der Trennwand 257 passiert.
Dabei kann er keinerlei Schalt operationen ausführen, so dass der Schalter in der Ein -Stellung verbleibt.
Bei ferngesteuerten Ausschaltungen pas siert einer der Schaltstifte 271, 272 oder 273 den ihm zugeordneten Schalter 241, 242 oder 243 bekanntlich links der Trennwand 257. Der .Schaltstift erfasst dabei den Teil 284 des Armes<B>265</B> und drückt ihn nach unten, so dass der Schalter in die Aus -Stellung zurück kippt.
Selbstverständlich passiert der Schaltstift seinen Schalter bei einem Aus -Befehl eben falls ohne irgend etwas zu ändern, wenn sich der Schalter bereits in der Aus -Stellung be findet.
Da die Schalter 241, 242 und 243 als Um schalter ausgebildet werden können, ist es natürlich ohne weiteres auch möglich, einen fernzusteuernden Verbraucher oder ein fern zusteuerndes Gerät so an seinen Schalter an zuschliessen, dass einem aktiven Impuls eine Ausschaltung und einer Impulslücke eine Ein schaltung zugeordnet ist.