Gruppenwahl-Empfangseinrichtung für nach dem Impulsintervallverfahren arbeitende Fernsteuerungsanlagen, insbesondere für Zentralsteuerungsanlagen in Netzen zur Verteilung elektrischer Energie Es sind Cxruppenwahl-Empfangseinrich- tungen bekannt, bei denen mit Hilfe eines von einem Synchronmotor angetriebenen, drehbaren Selraltarmes die fernzusteuernden Sehalter mechanisch betätigt werden.
Sofern für eine Mehrzahl von solchen Schaltern nur ein einziger Sehalta.rm benützt. wird, sind fliese Schalter und Gruppenwa.hlvorrieht.un- ,en naturgemäss hreisförmi- um die Dreh achse ihres Schaltarmes angeordnet (ver- gfeiehe Schweizer Patente Nrn. 262661 und '_'63773), was die nachfolgend aufgeführten Nachteile zur Folge hat:
Erstens müssen in allen Empfängern für alle Befehls- und Gruppenwa.hlnummern diesen Nummern zugeordnete Plätze vorge sehen werden. Hat man nun beispielsweise total 22 voneinander unabhängige Befehls und Gruppenwahlnummern, so sind in allen Empfängern ?\? Plätze hierfür vorzusehen, von denen aber meistens nur einige wenige wirklich ausgenützt werden.
Zudem ist. das Verstellen eines Schalters von einer Befehls nummer auf eine andere verhältnismässig kompliziert., da der Schalter hierfür samt. der ihm zugeordneten Verdrahtung von einem Platz auf einen andern versetzt werden mufi..
Sieht man anderseits für jeden Schalte einen eigenen Schaltarm vor, so geht eben falls viel Platz für diese Schaltarme verloren, cla ja für alle diese Schaltarme der Raum für eine volle Umdrehung von 360 derselben freigelassen werden muss.
Die vorliegende Erfindung vermeidet diese Nachteile und besteht darin, dass der Synchronmotor zum Antrieb des Empfangs wählers sowie zur mechanischen Betätigung der fernzusteuernden Sehalter in eine um ihre Achse drehbare Trommel eingebaut ist, auf welcher Trommel für jeden mit Gruppen wahl fernzubetä.tigenden Schalter je ein auf eines von verschiedenen Giuppenwahlzeiehen einstellbares Vorselektionsorgan sowie je ein wahlweise auf einen der verschiedenen Be fehle einstellbares Selektionsorgan und Betä tigungsorgan angeordnet sind.
In den beiliegenden Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemä ssen Empfangseinrichtung dargestellt.
Fig. 1 zeigt ein Impuls-Zeit-Diagramm der Steuerimpulse für ein System ohne. Gruppenw ahl, Fig. 2 ein Impuls-Zeit-Diagramm der Steuerimpulse für ein System mit Gruppen- wahl, Fig. 3 das elektrische Schaltschema.
sowie einen Teil des mechanischen Teils der Emp fangseinrichtung (mit. oder ohne Gruppen wahl), Fig. 4 perspektivisch und teilweise ge schnitten den mechanischen Teil der Emp fangseinrichtung (ohne Gruppenwahl), Fig. .5 ebenfalls perspektivisch einen fern- zubetätigenden Schalter in der .N7ull -Stel- lung, Fig. 6 perspektiviseh und teilweise ;
e schnitten einen fernzubetätigenden Schalter in der Ein -Stellung, Fig. 7 im Schnitt nach der Linie Z-Z der Fig. 4 ein mechanisches Detail der Empfangs- einriehtung für Gruppenwahl, Fig. 8 eine Ansicht (teilweise geschnitten)
nach der Linie Y-1' des genannten mechani- sehen Details von Fig. 7 und Fig. 9 einen Schnitt nach der Linie X-Y in Pig. 7 desselben Details, in grösserem Mass stab,
Fig. 10 und 11 zeigen als Ansieht in Rieh- tung des Pfeils 1V in Fig. 7 dasselbe Detail in zwei verschiedenen Operationsstellungen und Fig. 12 und 13 endlich je eine Ansicht in Richtung der Pfeile Tr in Fig. 10, 11 das -e- nannte Detail in denselben verschiedenen Operationsstellungen.
Die Gruppenwahl-Empfangseinriehtung, kurz Gruppenwahl-Empfänger genannt, ar beitet mit. den Starkstromnetz überlagerten, tonfrequenten Steuerimpulsen, wobei die Unterscheidung von beispielsweise 120 von einander unabhängigen Doppelbefehlen (ein Doppelbefehl = Einschaltung -f- Ansschal- t.ung) mit Hilfe des nachfolgend beschriebe nen Impulsintervallverfahrens für Gruppen wahl erfolgt.
Bei jeder Befehlsänderung wird eine ganze Impulsserie von der Sendeanlage ins Stark- stronunetz gegeben. Fig. 1 und 2 zeigen als Impuls-Zeit-Diagramm ohne und mit Grup penwahl den prinzipiellen Aufbau solcher Impulsserien. Dabei ist. der erste Impuls 100, der sogenannte Startimpuls, bei jeder Impuls serie -unentbehrlich. Er hat. die Aufgabe, in allen Empfangsapparaten des betreffenden Netzes einen normalerweise ruhenden Svn- ehronmotor einzuschalten, womit in jedem Empfänger ein von diesem Synchronmotor angetriebenes Zeitwerk in Bewegung gesetzt wird.
Da Sender und Empfänger in einer Zentralsteuerungsanlase immer an ein und demselben Starkstromnetz angeschlossen sind, ergibt sieh für beide Teile Frequenzgleichheit und damit in jedem Fall genau synchroner Lauf zwischen der ebenfalls von einemi-n- chronntotor angetriebenen (-ebereinriehtun\;- des Senders und den Zeitwerken der Emp fänger.
Für Systeme ohne Gruppenwahl ergibt sich ein Impuls-Zeit-Diagramm nach Fig, 1, bei dem die Zeit naeli Beendigung des @tatt- impulses 100 bis zum Ende der ganzen Im pulsserie in beispielsweise<B>22</B> gleich lange Zeitabschnitte 1, 2, 3, 4 usw. bis 22 aufgeteilt wird. Es kann also jedem der \?? verschiedenen Doppelbefehle ein bestimmter Zeitabschnitt 1, 2, 3, 4 usw. bis 22 zugeordnet werden.
Dabei ist die Sendeanlage so beschaffen, dass in .den den einzelnen Befehlen zugeord neten Zeitabsehnitten jeweils ein aktiver Iiti- puls, beispielsweise 10?, 108, 109, 112, 116, <B>117</B> und 122, gesendet wird, wenn der betref fende Befehl in allen angeschlossenen Emp fängern in die Stellung Ein gebracht oder in der Stellung Ein belassen werden soll.
Soll hingegen in den Empfängern der betref fende Schalter in die Stellung Aus>> ge bracht oder in der Stellung Aus belassen werden, so gibt. der Sender während des be treffenden, diesem Befehl zugeordneten Zeit abschnittes keinen Impuls (sogena.nnte Im pulslücke).
Das in Fig. 1 dargestellte Impuls-Zeit- Diagramin bewirkt also beispielsweise, dass in allen Empfängern ohne Gruppen uvahl die Schalter mit den Befehlsnunumern ?, h, 9, 12, 16, 17 und 22 eingeschaltet oder in der Stellung Ein belassen werden. Umgekehrt werden die Schalter mit den Befehlsnuni- inern 1, 3, 4, ä, 6, 7, 10, 11, 13, 14, 15, 18, 19.
ZO und 21 ausgeschaltet oder in der Stellung Aus belassen.
Für Giuppenwahlsvsteine können gemäss Fig. 2 durch Aufteilung der Zeit. nach Be endigung des Startimpulses 100 bis zum Ende der ganzen Impulsserie in beispielsweise 1'? gleich lange Zeitabsehnitte a, b, c bis in. für die Vorwahl einer von total 12 Gruppen _l, B,<B>C</B> bis .7l und 10 weitere gleich lange Zeit- eibsehnitte l., 2, 3,
4 bis 10 für die Befe!ils- auswahl innerhalb jeder Gruppe beispiels weise 12 i; 10 = 120 Doppelbefehle vonein ander unterschieden werden.
Dabei ist die Sendeanlage so beschaffen, (lass mit. Hilfe einer Impulsserie jeweils nur die 10 Befehle, die ein und derselben Gruppe angehören, ins Netz gegeben werden können. 1)ie Unterscheidung der 12 verschiedenen Gl@uppen erfolgt. durch den zeitlichen Ab stand .des Gruppenwahlimpulses 130 vom Startimpuls 100. Für die Gruppe _1 wird also beispielsweise der Gruppenwa.hlimpuls 130 unmittelbar nach dem Startimpuls 100 gesen det.
Für die Gruppe B ergibt sich zwischen Startimpuls und Gruppenwa.hliinpuls B ein zeitlicher Zwischenraum von einem Impuls intervall; für die Gruppe C von 2 Impuls intervallen usw.
In den Gi@ippenwahlempfängern bewirkt. der Startimpuls 100, wie beim Empfänger ohne Gruppenwahl, ein Anlaufen des Syn- ehronmotors und des zugehörigen Zeitwerkes. Effektive Schaltungen können aber beim Gruppenwahlempfänger im Gegensatz zum normalen Empfänger nur ausgeführt. werden, wenn nach dem Startimpuls noch mindestens ein Gxu.ppenwahlimpuls folgt, auf den der betreffende Gruppenwahlempfänger einge stellt ist. Wie dies geschieht., wird später de tailliert beschrieben.
Innerhalb jeder Gruppe werden die 10 Doppelbefehle 1, 2, 3, l bis 10 so unterschieden, dass in den den einzel nen Befehlen zugeordneten Zeitabsehnitten jeweils ein aktiver Impuls beispielsweise 102, 703, 106, 109 und 1l.0 gesendet wird, wenn. der betreffende Schalter in allen angeschlos senen Empfängern in die Stellung Ein ge- braelit oder in der Stellung Ein belassen werden soll.
Soll hingegen in den Empfän- 7ern der betreffende Schalter in die Stellung Aus gebracht oder in der Stellung Aus belassen werden, so gibt, der Sender während des betreffenden, diesem Befehl zugeordne- ten Zeitabschnittes keinen Impuls (sogenannte Impulslücke-). Die Befehlsauswahl innerhalb der Gruppen ist somit im Prinzip genau gleich wie die Befehlsauswahl beim System ohne Gruppenwahl.
Das in Fig. 2 dargestellte Impuls-Zeit- Diagramm bewirkt, also beispielsweise, dass in allen Gruppenwahl-Enipfängern, die für die Gruppe C eingestellt sind, die Schalter mit den Befehlsnummern C", C3, C6 ,Co und Clo eingeschaltet oder in der Stellung Ein be lassen werden. Umgekehrt, werden die Schal ter mit den Befehlsnummern Cl, C,1, <I>C5, C7</I> und Cs ausgeschaltet oder in der Stellung Aus belassen.
Sämtliche Sehalter, die den Gruppen t1, <I>B, D, E, F, G, H,</I> J, <I>K, L</I> oder<B>31</B> zugeteilt sind, werden naturgemäss durch :die in Fig. 2 als Beispiel dargestellte, für die Gruppe C bestimmte Impulsserie überhaupt nicht be einflusst.
Im folgenden soll nun im Detail gezeigt. werden, wie die Cxrüppen-#vahl-Empfä.nger arbeiten und wie sie die beschriebenen Steuer- impulsserien verwerten: Aus Gründen der besseren Verständlich keit wird hierzu an Hand der Fig. 1, 3 und 4 vorerst das Funktionieren eines Empfängers ohne Gruppenwahl beschrieben.
Fig. 3 zeigt zu diesem Zweck das elektri sche Schema der Steuerstromkreise und einen Teil des Steuermeehanismus des Empfängers.
Der 50periodige Starkstrom sowie die die sem überlagerten, tonfrequenten Steuer impulse werden dem Empfänger über die Klemmen 201 und 202 zugeführt. Das zwei kreisige Bandfilter, bestehend aus den Filter spulen 203 und 204 und den Filterkondensa toren 205 und 206 hat die Aufgabe, die ton frequenten Steuerimpulse vom 50.periodigen Starkstrom zu trennen und gleichzeitig die Spannung der tonfrequenten Steuerimpulse transformatorisch zu erhöhen.
Der spannungsabhängige Widerstand 207 bat. bei den Steuerimpulsen normaler Span nung nur eine kleine, nicht ins Gewicht fal lende, zusätzliche Dämpfung des Stromes in der Filterspule 203 zur Folge. Tritt aber eine z. B. durch Stoss erzeugte sehr hohe Stör spannung in den Empfänger ein, so sinkt der momentane Widerstand des spannungsabhän- gigen Widerstandes 207 stark und bewirkt so eine starke Dämpfung des Stromes in der Filterspule 203, was auch ein bedeutendes Abschwächen der Störspannung selbst zur Folge hat (Näheres siehe Schweizer Patent Nr.<B>302285)
.</B> Die Sicherung 208 schützt den Empfänger auf bekannte Weise im Falle eines internen Kurzschlusses vor weiteren Zerstörungen.
Die ausgefilterten tonfrequenten Steuer impulse werden dann dem Gleichrichter 209 zugeführt, von diesem in Gleichstromimpulse umgewandelt und hierauf in den Speicher kondensator 210 hineingeladen. Sofern es sieh um den ersten Impuls einer Impulsserie, also um einen sogenannten Startimpuls 100 han delt, erfolgt die Aufla.dung des Speicher- kondensators 210 so lange, bis die Spannung an den beiden Klemmen 211 und '12 des Speicherkondensators 210 gleich der Zünd spannung der Glimmröhre 213 wird.
Die letz tere wird damit vom Isolator zum Leiter, so dass sieh die im Speicherkondensator 210 auf gespeicherte, elektrostatische Energie in sehr kurzer Zeit, dafür aber mit grosser Leistung:, über die Wicklung des Relais 214 entladen kann. Im Entladestromkreis ist. der Aus gleichwiderstand 215 durch die in der Ruhe stellung des Empfängers geschlossenen Kon taktfedern 223 und 224 überbrückt.
Die beschriebene, sogenannte Speicher- sehaltung hat zwei ganz bedeutende Vorteile, nämlich Die ankommenden Steuerimpulse werden erstens leistungsmässig bedeutend verstärkt, bevor sie das eigentliche Relais 214 zu betä tigen haben.
Erfolgt nämlich beispielsweise die Aufladung des Speieherkondensators 210 durch die Eingangsleistung NE eines ankom menden Steuerimpulses während 5 Sekunden, die Entladung über die Relaiswicklung aber in 1/1()0-Sekunde, so ist die mittlere Entla dungsleistung Na", - die zur Relaisbetäti gung zur Verfügung steht - theoretisch 500mal grösser als<B>NE.</B> Praktisch ergeben sich allerdings Verluste im Speicherkondensator und in der Glimmröhre, aber es bleibt zur Re- laisbetätigang ein ansehnlicher Leistungs- gewinn,
der einerseits die Verwendung eines einfachen und robusten Gleichstromrelais in den Empfängern ermöglicht und anderseits auf der Senderseite auch nur kleine und ein fache Tonfrequenzgeneratoren und Kopp lungsglieder erfordert.
Die Speicherschaltung macht die Emp fänger zweitens unempfindlich gegen die in den Starkstromnetzen häufig auftretenden und sehr gefürchteten, durch Stoss erzeugten Störspannungen. Diese Störspannungen sind bekanntlich in ihrer Amplitude sehr gross, glücklicherweise aber nur von kurzer Dauer. Ihr Energieinhalt ist deshalb verhältnismässig klein und infolgedessen nicht. in der Lage, den Speieherkondensator bis zur Auslösung einer Fehlschaltung aufzuladen. Durch den spannungsabhängigen Widerstand 207, der parallel der ersten Filterspule geschaltet ist, wird die Unempfindlichkeit der Empfänger auf Störspannungen, wie bereits dargelegt, noch erhöht.
Gegen eventuell sich oft wiederholende, durch Stoss erzeugte Störspannungen schützt der dem Speicherkondensator 210 parallel ge schaltete Entladewiderstand 233, indem er zwischen den einzelnen Störspannungsstössen die erfolgten Teilladungen. des Speicher- kondensators 210 immer wieder abbaut. Die Störenergie der einzelnen Stösse kann sielt so nicht addieren und also ebenfalls keine Fehl- seha.ltungen auslösen.
Für eine Einrichtung gemäss vorliegender Erfindung ist das be schriebene Speicherverfahren zwar sehr vor- teilhaft., aber nicht unbedingt. notwendig.
Das Relais 21.1 könnte beispielsweise auch direkt durch die tonfrequenten Steuerimpulse oder direkt durch die gleiehgeriehteten Im pulse betätigt werden.
Das Aufladen des Speieherkondensators 210 durch einen riehtigen Steuerimpuls und die dann eingeleitete Entladung bewirkt ein .Anziehen des drehbar gelagerten Relaisankers 216, wodurch die Nase 217 des Relaisankers den mit der Achse 23.1 ebenfalls drehbar ge lagerten Steuerreelren 218 entriegelt, so =lass sich derselbe unter dem Einfluss der Zug feder 219 in Richtung der eingezeiehnefen Pfeile er. drehen kann.
'Mit dem Steuerree'nen 218 bewegt sich das Isolierplättehen '_'?0 in Richtung des eingezeiehneten Pfeils b, wobei ihm die Kontaktfedern 221 und 222 unter dem Einfluss eigener Federkraft. folgen. Da durch wird in erster Linie über den nunmehr geschlossenen Startkontakt 222, 223 der Syn- chronmotor 225 an die 5Operiodige Netzspan nung gelegt.
Der Synchronmotor 22.5 beginnt sieh zu drehen und treibt über ein zeichne risch nur angedeutetes Untersetzungsget.riebe 226, die Trommel 227 aus Bakelit. in Richtung des Pfeils c an. Der Einbau des Synchron motors 225 in die Trommel 227 wirkt sieh sehr raumsparend aus.
Durch den sieh nach der Relaisbetätigung ebenfalls schliessenden Sucherkontakt 2''l, 223 wird der Speiehe:r- kondensator 210 durch den Widerstand 228 Lind den Widerstand .der Rela.iswieklung ge- shuntet, so da.ss ein nochmalio-es fehlerhaftes Aufladen des Speicherkondensators ?10 durch einen eventuellen Rest des Startimpulses 100 vermieden wird.
Das Drehen der Trommel '27 bewirkt nun ein Auflaufen der Nase 299 auf den ersten Nocken 301 der Trommel 227. Dabei bleiben sowohl der Sucherkontakt ;)91, 223 als mich der Startkontakt 222, 223 ge schlossen, selbst dann, wenn etwas später auch die Nase 230 des Steuerrechens 218 ebenfalls auf den Nocken 301 aufläuft.
Dieses letztgenannte Auflaufen hat hingegen zur Folge, dass die Nase 217 des Ankers 216 des nunmehr nicht mehr erregten Relais 214 wieder unter die Andrehung des zylindri- sehen \Terriegelungsstiftes 231 des Steuer rechens<B>218</B> eingreifen kann. Noch etwas später fällt die Nase 229 der Kontaktfeder 223 über die ,erste Noeke 301 ab.
Damit wird der Sucherkontakt 221, 223 geöffnet und die Shuntung des Speicherkondensators ?10 auf<B>-</B> gehoben. Zeit.lieli geschieht. dies in demjeni gen Zeitintervall, das im Impuls-Zeit-Dia- gramm dem Befehl Nr. 1 zugeordnet ist. Gibt der Sender nun während dieses Zeitintervalles einen aktiven Impuls, also einen Einsebalt- befehl für die Schalter mit Befehlsnummer 1, so wird der Speicherkondensator 910 durch diesen Impuls aufgeladen.
Noch innerhalb des Zeitintervalles für den Befehl Nr. 1 fällt auch die Nase 230- des Steuerrechens über die Kante des Noekens 301. Dabei folgen das Isolierplättchen 220 mit der Kontaktfeder 221. Der Sucherkontakt 221, 223 wird ge schlossen, so dass sich der S.peieherkondensa- tor 210 - sofern er durch einen Impuls Nr. 1 aufgeladen worden ist. - schlagartig über den Ausgleichwiderstand 228 und die Relais wicklung entladen kann.
Der Relaisanker 216 zieht, in diesem Falle wieder an, so da.ss der Steuerrechen 218 respektive sein zylindrischer Verriegelungsstift 231, sich an der Nase 217 des Relaisankers 216 vorbeibewegen kann. Der Steuerrechen kommt so in die in Fig. 3 ge strichelt eingezeichnete Lage.
Hat der Sender hingegen während des Impulsintervalles 1 keinen aktiven Impuls gegeben, so konnte sieh der Speicherkondensa tor 210 während der Öffnungszeit des Sucher kontaktes 221,<B>223</B> nicht aufladen. Beim Schliessen des Sucherkontaktes 221, 223 kann in diesem Falle selbstverständlich auch keine Entladung und somit keine Erregung des Relais 214 stattfinden. Der Steuerrechen 218 kann sieh deshalb nur so weit zurückdrehan, bis sein Verriegelungsstift 231 an der Nase 217 des Relaisankers ansteht.
Das weitere, rein mechanische Funktionie ren des Empfängers, das heisst die eigentliche Betätigung der zu steuernden Schalter, sei später, an Hand der perspektivischen Fig. 4, 5 und 6 erklärt.
Vorläufig sei nur festgehalten, dass der Steuerrechen 218 beim Eintreffen eines akti ven Betätigungsimpulses nach dem Abfallen seiner Nase 230 über den Nocken 301 sich bis in die gestrichelt gezeichnete Stellung drehen kann und da.ss .er anderseits bei einer Im pulslücke durch den Relaisanker verriegelt bleibt, so dass er sich nur bis zur ausgezogen gezeichneten Stellung zurückdrehen kann.
Die Trommel 227 dreht sich natürlich weiter, wodurch die Nasen 229 und 230 im nächsten Zeitabschnitt. auf den Nocken 302 auflaufen und wieder abfallen.
Dabei wiederholt sich das für den Nocken 301 beschriebene Spiel, mit dem einzigen 17n- tersehied, dass sieh diesmal der Sucherkontakt '?21, 323 in demjenigen Zeitintervall öffrr->t, das im Impuls-Zeit-Diagramm dem BeteM Nr. 2 zugeordnet ist. Es wird also diesmal der Befehl Nr, 2 empfangen. Im weiteren zeit lichen Ablauf wiederholt sieh das Spiel wei tere 20mal für die Nocken 303, 304 bis ='22 und die zugeordneten Befehle Nr. 3, 4 bis 22.
Nachher hat die Trommel 227 eine C tn- d rehung von 360 vollendet. und die Nase 229 der Kontaktfeder 223 fällt in die extra liefe Nullstelluna,slücke 232.
Damit wird nicht nur der Sucherkontakt 221, 223, sondern auch der Startkontakt. 222, 223 geöffnet, Der Svrr- ehronmotor 225 wird spannungslos und 1ä P)t die Trommel 227 in ihrer Ruhestellung- stehen. Der ganze Ablauf wiederholt sich erst beim Eintreffen des Startimpulses 100 der nächsten Befehlsserie.
An Hand von Fig. 4 sollen nun der nr.e- ehanische Aufbau und die mechanische kungsweise des Empfängers näher erläutert.
werden: Man erkennt in Fig. 4 sofort die Trommel 227 mit ihren Nocken 301, 302, 303 usw. so wie die Kontaktfedern 221, 222, 223 und 22.1. Rechts von den Kontaktfedern befindet sich einer, 243, von beispielsweise drei fernzubetä: tigenden Schaltern 241, 242 und 2-13. Die bei den genau gleichen Schalter 241 und 242 könnten unmittelbar links vom Schalter 24:) in den Empfänger eingebaut -werden. Sie sind der besseren Übersichtlichkeit. halber in Fig. 4 rieht eingezeichnet.
Selbstverständlich kann jedem Schalter eine beliebige Befehlsnummer zwischen 1 und 22 zugeordnet werden. Montage oder Demon tage der Schalter erfolgt mit je einer einzi gen Schraube. An Stelle von drei einpoligen Umschaltern finden im Bedarfsfalle auch ein dreipoliger Schalter und ein einpoliger Um schalter Platz.
Ferner können die Empfänger auf Wunsch von Kunden vorerst auch mit nur einem einzi;en oder zwei Schaltern ausge rüstet, gekauft und benützt werden. Ergibt sich dann im Laufe der Zeit das Bedürfnis mach mehr Sehaltern pro Empfänger, so kön- neu dieselben als Einzelteile naehgelzauft und sehr einfach mit einer einzigen Sehraube in die Empfänger montiert werden.
Oberhalb der Schalter 341, 242 und '?43 sind auf der Trommel 227 drei Selektorrin ce 251, 252 und 253 angebracht-, die jeweils dem entsprechenden Schalter 241, 242 oder 21 zugeordnet sind.
Mit Hilfe dieser Selektor- ringe, die sieh von Hand auf der Trommel 227 in einer zu deren Achse senkrechten Ebene verdrehen lassen, können die einzelneu Sehalter auf die gewünschten Befehlsnum- mern eingestellt werden.
Hierzu sind .die Se- lektorringe 251, 252 und 253 mit je einer ringförmigen Bronzefeder 261, 262 und 263 ausgerüstet, die nur auf der einen Seite mit je zwei Nieten 254 an den eigentlichen Selek- torringen befestigt. sind.
Zwischen diesen Nieten sind die Bronze federn ?61, 262 und 263 als Rasterfedern 255 usw. ausgebildet, mit deren Hilfe die kom pletten Selektorringe in einer der 1NTuten 401, 4-02 bis 422 eingerastet. werden können. Die jeweilige Stellung der Selektorringe ist an den auf ihnen aufgeprägten Ziffern 1, 2 bis 22 leicht erkennbar, da als Bezugsmarke die Nute 4-15 der Trommel 227 weiss oder far,rig ausgelegt ist.
Die auf den einzelnen Selektor- ringen unmittelbar über der markierten Nute 415 erscheinende Ziffer zeigt. dabei an, wel- eher Befehlsnummer der zugehörige Haupt schalter zugeordnet ist.
Eine eventuell ge wünschte Änderung dieser Befehlsnummer lässt sieh auf einfachste Weise dareh blosses Verdrehen der Selektorringe von Hand be werkstelligen (in Richtung des einge7eichne- ten Pfeils d).
Die Bronzefedern 261, 262 und 263 be sitzen auf der, ihren Rasterfedern 255 -e-en- überliegenden Seite je einen Schaltstift<B>271,</B> 272 und 273.
Da die Bronzefedern 261, 262 und 263 me ehanisch vorgespannt sind, liegen die genann ten Schaltstifte 271., 272 und 273 normaler weise seitlich hart an ihren Selektorringen an. Die Schaltstifte 271, 272 und \373 lassen sich aber durch äussere Kräfte in R.ichtun,- der Trommelachse 256 nach rechts auslenken. Eine solche Aaslenkung kann nuri durch die Nase 281, 282 resp. 283 des Steuerrechens 918 erfolgen.
Befindet sieh der letztere in seiner durch das Relais 214 verrie;Yelten Lage (wie in Fier. 2 voll ausgezogen gezeichnet). so passieren die Schaltstifte 271, 272 und 273 den Steuerreeben 2.18, ohne von dessen Nasen '1, 282 und 283 beeinflusst zu werden.
Die Schaltstifte 271, 272 und 273 werden in die seni Falle nicht. aasgelenkt. und passieren so den ihnen zugeordneten Schalter 241, 2.1'_' und 43 links seiner Trennwand<B>257.</B> Ist ander seits der Steuerrechen 218, wie früher be- sehrieben, durch einen eintreffenden aktiven Steueinmpuls durch das erregte Relais 214 entriegelt worden und damit in die - in Fig. 2 gestrichelt eingezeichnete - Lage ge langt,
so stösst der zu dieser Zeit den Steuer= reellen 218 passierende Schaltstift<B>271,</B> 272 oder 273 an der entsprechenden Nase 281-, 282 oder 283 des Steuerrechens 218 an. Der Schaltstift 271,<B>272</B> oder '?73 wird dadurch nach rechts aasgelenkt, so dass er den ihm zugeordneten Schalter 2-11, 2-12 oder ?43 nur rechts seiner Trennwand 257 passieren kann.
Dureli das Einstellen (von Hand) der Sel,ektorriii--e 2.51, 252 und 253 auf bestimmte Nummern wurden die Schaltstifte '71, 272 und 2/3 relativ zur Trommel 227 in folgende, genau definierte Lage gebracht:
Wenn nach Eintreffen eines Startimpulses 100 sieh die Trommel 927 - angetrieben durch den Synchronmotor 225 - zu drehen beginnt, so gelangen die Schaltstifte '?J71, 272 wind 273 gerade in dem Moment unmittelbar vor den Steuerrechen ?18, in welchem sieh der Sucherkontakt. 221, 223 zur Aufnahme desjenigen Steuerimpulses schliesst., dessen ()rdnungsnumm,er mit der auf dem. Selektor- ring 251, 252 und 253 eingestellten Ziffer übereinstimmt.
Selbstverständlich kann dabei jeder @e- lektorring auf eine andere Befehlsnummer eingestellt sein.
Es sei nun folgendes rekapituliert Erstens: Sollen die fernzusteuernden Sehalter 941, 249 und 243 mit bestimmten Befehlsnummern eingeschaltet werden oder in der Stellung Ein belassen werden, so gibt der Sender während der diesen Befehlen zugeordneten Zeitintervallen einen aktiven Impuls. Der durch den Startimpuls 100 in Bewegung gesetzte Empfänger nimmt diese Impulse in seiner Speichereinrichtung auf und gibt. sie durch Schliessen des Sucher kontaktes 221, 223 gerade in demjenigen Moment an das Relais 214 ab, in welchem die diesen Schaltern 941, 242 oder 243 zugeord neten Schaltstifte 271, 272 oder 273 sich un mittelbar vor dem Steuerrechen 218 befin den.
Das Relais 214 wird erregt und gibt den Steuerrechen 218 frei, so dass sich der letz tere bis in die in Fig. 2 gestrichelt gezeich nete Lage drehen kann. Die Schaltstifte 271, 272 und 273 stossen infolgedessen an den ihnen zugeordneten Nasen 281, 282 und 283 des Steuerrechens 218 an und werden da durch nach rechts aasgelenkt., so dass sie die ihnen zugeordneten Schalter 241, 242 und 243 rechts von deren Trennwänden 257 pas sieren müssen. Es wird später eingehend ge zeigt werden, da.ss dieses Passieren rechts der Trennwand 257 eine Einschaltoperation zur Folge hat.
Sollten sieh die Schalter 241, 242 und 243 schon in der Ein -@Stellung befin den, so werden sie in der Ein -Stellung be lassen.
Zweitens: Sollen anderseits die Schalter 241, 242 oder 2-13 mit bestimmten Befehls nummern ausgeschaltet werden, oder in der Stellung Aus belassen werden, so gibt. der Sender während der diesen Befehlen zuge ordneten Zeitintervallen keinen Impuls (Im pulslücke). Die Speichervorrichtung des Empfängers kann also nichts aufnehmen. Beim Schliessen des Sucherkontaktes 221, 223 kann keine Entladung stattfinden. Das Re lais 214 wird also nicht erregt. Der Steuer rechen 218 kann sich nur bis zur Verriege- lungsstelle am Relaisanker drehen (das heisst bis zu der in Fig. 3 voll gezeichneten Stel lung).
Infolgedessen passieren die Schalt stifte 271, 272 und 273 unbeeinflusst von den ihnen zugeordneten Nasen 281, 282 oder 2'83 des Steuerrechens 218. Die Schaltstifte 271, 272 oder 273 werden also nicht. nach rechts ausgelenkt. Sie passieren die ihnen zu geordneten Schalter 241, 2-12 oder 243 links von deren Trennwänden 257. 'Wie später ge zeigt wird, hat dies eine Ausschaltung oder ein Belassen in der Aus -Stellung der Schal ter 241, 242 oder 243 zur Folge.
Selbstverständlich kann mit einer ein zigen Impulsserie auch ein Teil der Schalter 241, 242 und 243 ein und .desselben Empfän gers eingeschaltet und der andere Teil der Schalter ausgeschaltet werden.
An Hand der Fig. 5 und 6 soll nun er läutert werden, wie die Betätigung der fern zusteuernden Sehalter 241, 242 und 243 er folgt: Der in Fig. 5 perspektivisch dargestellte Schalter befindet sich in der ALis - oder 0 -Stellung. Er weist zwei feste Kontakte 244 und 245 aus silberplattiertem Material auf, die in ein Bakelitgehä:use 247 eingelegt sind. Dazwischen befindet sich .der bewegliche Kontakt 246, dessen in zwei Stellungen kipp barer Arne 2-18 in einer Schneide 249 der Kontaktabnahme 240 schwenkbar gelagert ist.
Das Umlegen des kippbaren Armes 248 erfolgt durch den kurzen Arm 264 des Betä tigungshebels 265 über die omegaförmige Kippfeder 266. Dabei kann der Antrieb des Betätig ingshebels 265 entweder von Hand oder ferngesteuert durch die Schaltstifte 271, 272 oder 273 erfolgen. Bei den von Hand kann der Betätigungshebel 265 an seinem Arm 267 leicht gefasst und um gelegt werden.
Zusammen mit einer in Fig. 4 nicht eingezeichneten Abdeckpla,tte dient der Arm 267 zugleich als leicht erkennbarer Stellungsanzeiger für die einzelnen Schalter 271, 272 oder 273. Bei ferngesteuerter Betäti gung passiert. einer der Schaltstifte 271, 272 oder 273 gemäss der vorgenommenen Rekapi tulation bei einer Ein -Schaltoperation den Schalter bekanntlich rechts von dessen Trenn wand 257.
(Die Blickrichtung ist in .den Fig. 5 und 6 durch .einen Pfeil ss angedeutet.) Der Schaltstift erfasst dabei den Hilfshebel 268, der um eine Achse 269 drehbar gelagert ist und mit seiner Verlängerung 270 über den am Betätigungshebel 265 befestigten Zapfen 27-1 mit dem Betätigungshebel 265 ge kuppelt ist. Der Schaltstift 271, 272 oder 273 drückt den Hilfsschalthebel 268 links (Fig. 5, 6) nach unten und damit über die genannte Kupplung die linke Seite 284 des eigentlichen Betätigungshebels 265 nach oben, in die in Fig. 6 eingezeichnete Ein -Stellung.
Es sei ganz speziell darauf aufmerksam gemacht, dass bei eventuell am Empfänger eintreffenden weiteren Ein -Befehlen für einen Hauptschalter 241, 242 oder 243, der sieh schon in der Ein -Stellung befindet der Schaltstift 271, 272 oder 273 den Schalter 241, 242 oder 243 wiederum rechts der Trenn wand 257 passiert. Dabei kann er keinerlei Schaltoperationen ausführen, so dass der Schalter in der Ein -Stellung verbleibt.
Bei ferngesteuerten Ausschaltungen pas siert einer der Schaltstifte 271, 272 oder 273 den ihm zugeordneten Sehalter 241, 242 oder 243 bekanntlich links der Trennwand 257. Der erfasst dabei den Teil 284 des Armes 265 und drückt ihn nach unten, so dass der Sehalter in die Aus -Stellung zu rückkippt.
Selbstverständlich passiert der Schaltstift seinen Sehalter bei einem Aus -Befehl eben falls ohne irgend etwas zu ändern, wenn sieh der Schalter bereits in der Aus -Stelluno,* befindet.
Da die Schalter 241, 242 und 243 als Uiu- scha:lter ausgebildet werden können, ist es natürlich ohne weiteres auch möglich, einen fernzusteuernden Verbraucher oder ein fern zusteuerndes Gerät so an seinen Schalter an zuschliessen, dass einem aktiven Impuls eine Ausschaltung und einer Impulslücke eine Einschaltung zugeordnet ist.
An Hand der Fig. 2 und 7 bis 13 werden nun die für die Gruppenwahl notwendigen zusätzlichen 3leeha.nismen und Funktionen beschrieben: Die Trommel 227 der Gruppenwahl- empfä.nger wird statt mit, einfachen Selektor- ringen 251 usw. mit doppelten, konzentrisch angeordneten Selektorringen 251 lisw. und 291 usw. ausgerüstet (vgl. Fig. 7 bis 13).
Dabei dient der neu hinzugekommene Selek- torring- 291 zur Auswahl der Gruppe _1, B, C usw. bis JI und der Selektorring 251 zur Auswahl einer der Befehle 1, 2, @3 bis 10 innerhalb jeder Gruppe.
Dementsprechend sind die Selektorringe 251 mit Ziffern 1, 2, 3 bis 10 und die Selek- torringe 291 (von nun an Gruppenwahlringe benannt.), mit Buchstaben .l, B, (" usw. bis JI versehen.
Die ringförmigen Bronzefedern 261 usw. sind mit je zwei Spezialnieten 31 mit. verdick tem Schaftteil 32 und einer Begrenzungs scheibe 33 an den Selektorringen 251 usw. befestigt. Auf der einen Seite besitzen die Bronzefedern 261 usw. die bereits bekannten Schaltstifte 271, auf der andern Seite die Rasterfeder 255 zum Einrasten der Selektor- ringe 251 usw. in die ---\-rtten 401, -102 bis 422 der Trommel 227.
Die CTruppentvahlringe 291 usw. sitzen in einer zur Trommelachse senkrechten Ebene verdrehbar auf je einem zugehörigen Hilfs- i-ing 41 usw. Dieser Hilfsring 41 usw. ist auf der einen Seite mit einem Ausleger 34 aus- erüstet, welcher eine Arretierfeder 35 trägt. Mit Hilfe dieser Arretierfeder 35 und den Nuten 501, 502 usw. in den Ringen 291 usw. lassen sieh die Gruppenwahlringe \?91 usw.
in bestimmten Winkelstellungen auf dem Hilfsring 41 arretieren. Auf der andern Seite ist. der Hilfsring 41 usw. über eine Zu;-feder 36 mit der zugehörigen Bronzefeder 261 usw. gekoppelt. Gruppenwahlring 291 und Hilfs- ring- 41 sind zusammen als Einheit in bogen- förmi-en Aussparungen. 37, 37' und<B>37"</B> des Ililfsringes 41 durch die Schaftteile 32 der Befestigungsnieten 31 und durch den Schaft.
38 einer speziellen Arretierniete relativ zum Selektorring 251 um einige Winkelgrade leicht drehbar gelagert.
Da, der Selektorring 251 durch die Raster feder 255 des zugehörigen Bronzeringes 261 in bezug auf die Trommel 227 in einer Nut arretiert ist, werden Gruppenwahlring 291 usw. und Hilfsring 41 usw. durch die Zug feder 36 in Richtung des eingezeichneten Pfeils e gedreht, bis der Schaltstift<B>271</B> am Ausleger @34 anstösst (siehe Fig. 7 und 11).
Wird die Bronzefeder 261 mit dem Sehalt: seift<B>271</B> auf irgendeine Weise in Richtung des eingezeichneten Pfeils f (Fug. 11) aus gelenkt, so können sich Gruppenwahlring 291 und Hilfsring 41 noch etwa 1 mm weiter drehen, worauf das Ende der Aussparung 37 des Hilfsringes 41 am Schaft 38' der Arre- tierniete 38 anstösst (vgl. Fig. 12).
In diesem Falle bleibt die Bronzefeder 261 mit dem Schaltstift 271 in der in den Fig. 8 und 10 gezeichneten, stark ausgelenkten Lage durch den Ausleger 34 arretiert. Diese Stel lung entspricht der Ruhelage der Gruppen- Wahl-Empfänger. Der Schaltstift befindet sich in der sogenannten Leerlaufstellung. Wird nun der Gruppenwahl, Empfängers urch einen Startimpuls 100 gestartet, so beginnt sieh die Trommel 227 in Richtung des Pfeils C (Fug. 7) zu drehen.
Die Gruppenwahl- und Selektorringe pas sieren mit ihren Schaltstiften 271 usw. vor den zu betätigenden Schaltern 241 usw. So fern kein geeigneter Graippenwahlimpuls den Gruppenwahl-Empfänger erreicht, bleiben die Schaltstifte 271 usw. in der stark ausge- lenkten Leerlauflage (wie in Fig. 10 ge zeichnet) arretiert und sie passieren so die Schalter 241 usw.
längs der in Fig. 8 gestri ehelt gezeichneten Linie g, das heisst voll ständig ausserhalb der Betätigungshebel 268 und 28-1. Eine Seha.lterbetätigung kann also ; weder beim Eintreffen noch beim Ausblei ben von Betätigungsimpulsen erfolgen.
Nun nehmen wir an, der Gruppenwahlring 291 sei durch Drehen von Hand relativ zum Hilfsring 41 und der Trommel 227 auf die, Gruppe C -eingestellt worden. Der Buchstabe C dieses Gruppenwahlringes erscheint. dann direkt über der weiss ausgelegten Nut. 415 der Trommel 227, und er wird in .dieser Stellung durch die Arretierfeder 35, und die Nut 503, im Gruppenwahlring festgehalten.
(Nut 501 entspräche der Gruppe A, Nut 502 der Gruppe B usw., aber nur dann, wenn der Selektorring <B>251</B> auf Befehl 2 eingestellt ist.) Ein Startimpuls 100 bringe die Trommel 227 in bekannter Weise zum Anlaufen. -.Mit einem zeitlichen Zwischenraum von zwei Impuls intervallen sende der Sender auch den Grup- penwa.hlimpuls C.
Dadurch wird in bereits bekannter Weise das Relais 211 ein zweites 11a1 erregt, so dass der Steuerrechen 218 in die in Fig. 7 gestrichelt, eingezeichnete Lage <B>218'</B> fällt, und zwar so, dass die Nase 39 des Steuerreehens unmittelbar vor den auf dem (lruppenwahlring 291 befestigten Noeken 39' ztt liegen kommt.
Beim Weiterdrehen der Trommel<B>2127</B> stösst. der Nocken 39' an der Nase 39 an, wodurch der Gruppenwahlring 291 samt dem Hilfsring 11 entgegen der Wirkung der Zugfeder 36 aufgehalten Wird, während gleichzeitig der Selektorrin- 251 mit denn Schaltstift 271 in Riclxtun- des Pfeils C wei- terdrehen. Dadurch bewegt. sich der <B>271</B> relativ zum.
Ausleger 31 in Rieh- tun- des Pfeils h (siehe Fig. 10). Der Schali- st.ift 271 befreit. sich so von seiner Arretie rung durch den Ausleger 31 und springt durch Federkraft der Bronzefeder '361 in die in Fig. 11 gezeichnete Lage.
Damit. ist der Gruppenwahl-Empfänger funktionsmässig genau so geworden, wie der bereits eingehend beschriebene Empfänger ohne Gruppenwahl. Die Betätigung der Schal ter erfolgt je nach den nach dem Gruppen- wahlimpu,ls eintreffenden Betätigungsimpul- sen, und zwar in genau derselben Art und Weise, wie dies schon für den Empfänger ohne Gruppenwahl beschrieben worden ist.
Nach erfolgter SchalterbetätigLing stossen die Betätigungsstifte 271,<B>272</B> und 273 auf je einen, ihnen zugeordneten Rückführungsflii- o-el 15, die auf dem Steuerrechen 218 angeord net sind.
Die Betätigungsstifte werden hier durch wieder stark in Richtung des Pfeils T ausgelenkt (Fig. 11), so dass sieh der Grup- penw ahlring <B>291</B> mit dem Hilfsring 11 unter dem Einfluss der Zugfeder 36 in Richtung des eingezeiehneten Pfeils e dreht, bis der Hilfsring 11 mit. seiner Ausspaxaing 37 am Arretierniet 38 anschlägt (siehe Fig. 12).
So werden die Betätigungsstifte 271,<B>272</B> und <B>273</B> nach dem Passieren der Rückführungs- flügel 45 wieder in der in den Fig. 10 und 12 dargestellten vollständig ausgelenkten L eerlauflage verriegelt.
Dabei ist es durchaus möglich, aber auch belanglos, dass diese RüeAführungen der Be tätigungsstifte 271,<B>272</B> und 273 erst nach erreichter Nullstellung der Trommel 227 und nach erfolgtem neuem Start der Trommel 227 vollendet werden. Die R.üekfülxrungen müssen aber selbstverständlich vollendet sein, bevor sieh beim neuen Start. ein Gruppen- wahlimpu 1s auswirken kann.
,Selbstverständlieh können mit der be schriebenen Gruppenwahl-Empfangseinrich- tung die fernzubetätigenden Schalter .ein und desselben Empfängers unabhängig von einander auf beliebig verschiedene Gruppen eingestellt werden. Dies bedeutet in der Praxis einen wesentlichen Fortschritt, da man an vielen Stellen des Netzes, bei denen Schalter zu, betätigen sind, die verschiedenen Gruppen angehören, nur noch einen Empfän ger braucht.
Es sei auch noch erwä eint, dass die als Beispiel beschriebene Aufteilung der ?? Zeit intervalle in 12 Gruppen mit, je 10 Befehlen geändert werden kann, ohne dass die kon- struktive Ausführung der Empfangsapparate geändert werden müsste. So sind beispiels weise zwei Gruppen -1 und B mit je<B>20</B> Be fehlen oder drei Gruppen _l, B und (' mit je 19 Befehlen ausführbar usw.
Ferner ist es möglich, in ein und lein selben Empfänger für einzelne fernzubetäti- ()ende Schalter an Stelle von Selektionsrin-en mit Gxuppenwahlringen zur Vorwahl, nur gewöhnliche ',,elektiousringe ohne (Truppen- wahl vorzusehen.
In diesem Falle wird im zugehörigen Sen der zweekmässigex@weise eine sogenannte Null gruppe für Befehl ohne Gruppenwahl g@ebil- eet. Die dieser Nullgruppe zugeordneten Ini- pulsintervalle können dann aber nicht mehr für Grtppenwahlbefehle verwendet @verden. Bei total 22 Impulsintervallen ergibt sieh also beispielsweise folgende Kombinationsmöglich- keit: Erstens: Eine Nullgruppe mit sieben Dop pelbefehlen.
Zweitens: Fünf Gruppenwahlgruppen mit je zehn Doppelbefehlen.
Dies ergibt, total 7 + 5 X 10 = 57 Doppel befehle und 7 + 5 + 10 = 22 Impulsinter valle.
In der Praxis werden dann aus wirt- sehaftliehen Gründen (wegen der einfacheren Empfänger) die Doppelbefehle der Null- (1 hauptsächlich für sogenannte Massen- aufgaben, wie Steuerung von Haushalttarifen, I taushaltheisswasserspeichern,. Stra ssenbel.euch- 1 i(ligen usw. eingesetzt, während die Doppel befehle mit Gruppenwahl eher für stärker differenzierte Schaltaufgaben vorbehalten bleiben (z. B.
Steuerung von grossen Elektro kesseln oder von 13ochspannungsschaltern).