CH326078A - Verfahren zum Silieren von Rohfutter - Google Patents
Verfahren zum Silieren von RohfutterInfo
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Description
<B>Verfahren zum</B> Silieren <B>von Rohfutter</B> (legenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zum Konservieren von ei weissarmem Rohfutter durch Silierung, wel ches dadurch gekennzeichnet ist, dass dem Rohfutter der ySauerstoff grösstenteils ent- zog-en und der pH-Wert der Rohfutterniasse gleichzeitig durch Zusatz einer geringen Menge einer Säure sofort auf etwa 5 gebracht wird,
worauf das Gemisch luftdicht abge- sehlossen wird.
Allgemein wurde bisher angenommen, dass rum Silieren (Einsäuern) von eiweissarmem Rohfutter keine Hilfsstoffe, wie Zucker oder Säuren, nötig sind, um zu einer guten Konser vierung bei der Silierung zu gelangen. Zugabe solcher Hilfsstoffe wurde daher bei der Silie- rung von eiweissarmem Rohfutter bisher nie angewendet.
Unter eiweissarmem Rohfutter wird Roh futter verstanden, dem nach den bisher gel tenden Auffassungen kein Konservierungs mittel zu-esetzt zu werden braucht, um eine gute Konservierung zu erzielen. Unter diese Definition fallen insbesondere diejenigen Roh futter, deren Verhältnis Eiweiss- zu Stärke wert niedriger als 1 : 6 liegt. Für Luzerne, die ein sehr eiweissreiches Rohfutter ist, beträgt dieses Verhältnis 1. : ? und für Zuckerrüben, die ein sehr eiweissarmes Rohfutter sind, be trägt dieses Verhältnis 1<B>:35.</B>
Es wurde jedoch gefunden, dass man mit @,rol@em Vorteil einen sauren Hilfsstoff beim Silieren verwenden kann, sofern man der Rohfuttermasse den Sauerstoff grösstenteils rasch entzieht, vorzugsweise durch Verdich ten, indem man zum Beispiel weiches Futter schneidet oder hartes Futter zerquetscht, und nachher die angesäuerte Futtermasse luftdicht abschliesst. Die in der verdichteten und ange säuerten Futtermasse noch vorhandene ge ringe Menge Sauerstoff wird dann bei Luft- absehluss in kurzer Zeit durch Enzymwirkung aufgebraucht.
Es zeigte sich nämlich, dass man in dieser Weise zu einem konservierten Futter kommt, dessen Stärkewert, berechnet auf Trocken stoff, ebenso hoch oder sogar höher als der des Ausgangsmaterials liegt. Der Stärkewert, berechnet auf Trockenstoff, ist mit dem Roh fasergehalt negativ korreliert.
Diese Erscheinung ist vermutlich darauf zurückzuführen, dass der Stärkewert nach Silierung die Resultante eines Verlustes und eines Gewinnes ist. Der Verlust entsteht durch wilde Gärungen, die den Stärkewert herab setzen. Der Gewinn entsteht durch Hydrolyse eines Teils der Rohfaser, das heisst Umsetzung eines Teils der Rohfaser in besser verdauliche Stoffe.
Durch Zusatz einer geringen Menge Säure bei gleichzeitigem Sauerstoffentzug und anschliessendes Fernhalten des Luftsauer stoffes wird der Stärkewertverlust beschränkt, während die in reichlichem Masse gebildete Milehsäure die Hydrolyse eines Teils der Roh faser fördert.. Bei dem üblichen Silierungs- verfahren für eiweissarmes Rohfutter ist der Verlust an Stärkewert immer grösser als der Gewinn. Bei dem erfindungsgemässen Ver fahren verhält sieh dies umgekehrt.
Es hat sieh also als möglich erwiesen, durch Anwendung des erfindungsgemässen Verfahrens zu Rohfutter mit einem niedrige ren Rohfasergehalt zu gelangen, was einen ausgiebigeren Gebrauch von Rohfutter in den Viehrationen gestattet.
Als Säure für die Ansäuerung der Rah futtermasse lä.sst sieh fast jede Säure benutzen, die, in kleinen Mengen zugegeben, das PH der Rohfuttermasse sofort. auf etwa 5 bringt. Diese kleine Säuremenge muss selbstverständ lich innig mit. der Masse vermischt werden, was am besten mechanisch durch eine Silie- rungsmaschine mit grossem Mischeffekt er folgt. <I>Beispiel</I> Rüben werden mit Hilfe einer Silierungs- rnaschine zwecks Verdichtung zerschnitzelt und dabei gleichzeitig innig mit einer kleinen.
Säuremenge vermischt, und zwar mit, 1 kg 90 /oiger Ameisensäure auf 1 t Rüben. Diese Säuremenge wird vorher in 10 Liter Wasser eingeführt. Die in dieser Weise erhaltene Masse wird in üblicher Weise unter Luftab- sehluss siliert. <I>Beispiel 2</I> Maiskolben werden mit einer Silierungs- maschine unter Zusatz einer geringen Säure menge, der das pH auf etwa 5 bringt, zwecks Verdichtung gequetscht.
Die in dieser Weise erhaltene Masse wird unter einer Doppel schicht von Kunststoffbahnen möglichst luft dicht gelagert, wobei zwischen beide Schichten eine dünne Schicht. organischen Materials, das etwa eindringende Luft, von Sauerstoff be freit, gebracht wird. Dadurch wird ein Sauer stoffzutritt zu der Masse verhindert.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zum Konservieren von eiweiss armem Rohfutter durch Silierung, dadurch gekennzeichnet, dass dem Rohfutter der Sauer stoff grösstenteils entzogen und der pH-Wert der Rohfuttermasse gleichzeitig durch Zusatz einer geringen Menge einer Säure sofort auf etwa 5 gebracht wird, worauf das Gemisch liftdicht abgeschlossen wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man weiches Futter zwecks Entzug des Sauerstoffes durch Schneiden verdichtet. 2.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man hartes Futter zwecks Entzug des Sauerstoffes durch Quet schen verdichtet.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH326078T | 1954-02-18 |
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|---|---|---|---|
| CH326078D CH326078A (de) | 1954-02-18 | 1954-02-18 | Verfahren zum Silieren von Rohfutter |
Country Status (1)
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| CH (1) | CH326078A (de) |
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1954
- 1954-02-18 CH CH326078D patent/CH326078A/de unknown
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