CH326522A - Verfahren zur Gewinnung von Wasserstoffperoxyd - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Wasserstoffperoxyd

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CH326522A
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Rinard Keeler William
James Evans Roy
John Pierotti Gino
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Bataafsche Petroleum
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B15/00Peroxides; Peroxyhydrates; Peroxyacids or salts thereof; Superoxides; Ozonides
    • C01B15/01Hydrogen peroxide
    • C01B15/022Preparation from organic compounds
    • C01B15/026Preparation from organic compounds from alcohols

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Description


  Verfahren zur Gewinnung von     Wasserstoffperoxyd       Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver  fahren zur Gewinnung von     -#Vasserstoffper-          oxyd    aus einem Rohgemisch aus Wasserstoff  peroxyd und sauerstoffhaltigen organischen  Verunreinigungen.  



  Neuerdings sind gewisse Verfahren zur  Herstellung von Wasserstoffperoxyd durch  partielle Oxydation von Alkoholen mit bis  zu 6     Kohlenstoffatomen    im Molekül, insbeson  dere von     Isopropylalkohol,    unter Schutz ge  stellt worden. Bei der Herstellung von Wasser  stoffperoxyd nach diesen Verfahren fällt ein       t-lemisch    aus unverbrauchtem     Alkohol,    dem  dem Alkohol entsprechenden     Keton,    in     eini-          gen    Fällen organischen Peroxyden, und Was  serstoffperoxyd an. Dabei bilden sieh in den  Reaktionsgemischen kleine Mengen von mit.

    Wasser mischbaren, sauerstoffhaltigen orga  nischen Verbindungen verschiedener chemi  scher     Typen,    die offenbar infolge von Neben  reaktionen entstehen, bei welchen der     als          Ausgangsmaterial    benutzte     Alkohol    entweder  allein oder zusammen mit dem     als    Neben  produkt gebildeten     Keton    beteiligt ist.

   Zusam  men mit den     organischen    Peroxyden stellen  diese sauerstoffhaltigen     organischen    Verbin  dungen Stoffe von sowohl untereinander     wie     hinsichtlich des     Wasserstoffperoxydes    vonein  ander verschiedener Flüchtigkeit und in An  wesenheit von Wasserstoffperoxyd vonein  ander verschiedener Stabilität dar, was sich    insbesondere unter den bei der Destillation  wässriger Systeme normalerweise herrschenden       Bedingiuigen    bemerkbar macht.

   Es hat sich  gezeigt, dass dabei unter anderem     aliphatisehe     Aldehyde,     Ketone,    organische Säuren und  deren Ester und ähnliche relativ stabile, mono  funktionelle, sauerstoffhaltige     aliphatische     Verbindungen, ebenso     wie    weniger flüchtige  organische     Verbindungen    mit höherem Sauer  stoffgehalt,     einschliesslich    polt'     funktioneller          sauerstoffhaltiger    organischer     Verbindungen     und     Polymerisaten    organischer Peroxyde, ge  bildet werden.

   Die Menge der sauerstoffhalti  gen     organischen    Verbindungen, die     als    Ver  unreinigungen anwesend     sind,        ist    stets gering.  Die     typischen        Rohprodukte    aus der Oxydation  enthalten     als        in    Form derartiger sauerstoff  haltiger     organischer        Verbindungen    anwesen  den Kohlenstoff Mengen von höchstens etwa       ä        GeZi        :

  %,        insbesondere        weniger        als        etwa     3     Gew. /o    des     Wasserstoffperoxyds.     



  Für     gewisse    technische und     militärische     Zwecke ist es wesentlich, über ein konzen  triertes (d. h.     mehr        als        80o/aiges)    Wasserstoff  peroxyd     zu        verfügen,    das     durch    hohe     Reinheit          und        insbesondere        durch        Freisein    von organi  schen     Veri-mreinigangen    ausgezeichnet ist.

    Während es sich gezeigt hat, dass     zur    Tren  nung des Hauptanteils des unverbrauchten       Alkohols    und der als Nebenprodukt vorhan  denen     Carbonylverbindung    von dem Wasser-           stoffperoxyd        eine    einfache     Destillation    der  durch partielle Oxydation der Alkohole erhal  tenen     Rohprodukte    ausreicht, haben sich die  bisher angewandten     Destillationsmethoden    als  ungenügend     erwiesen,    wenn es sich darum  handelte, das     Wasserstoffperoxyd    von den  geringen Mengen normalerweise anwesender,  anderer organischer Verbindungen zu be  freien.  



  Es wurde nun gefunden, dass die orga  nischen     Verbindungen,    wie sie während der  Oxydation niederer     sekundärer        Alkohole        unter     zur Erzeugung von Wasserstoffperoxyd ge  eigneten     Bedingungen    in geringen Mengen  gebildet werden, sauerstoffhaltige organische  Verbindungen darstellen, die in Anwesenheit  von Wasserstoffperoxyd unter den bei der       Destillation    wässriger Systeme herrschenden       Bedingungen    fähig sind,     mannigfache    che  mische Reaktionen einzugehen, und dass  man diese chemische Reaktionsfähigkeit mit  Vorteil dazu benutzen kann,

   die erwähnten  sauerstoffhaltigen organischen Verbindungen  von dem Wasserstoffperoxyd abzutrennen. Das  Verfahren nach der     Erfindung    beruht daher       grundsätzlich    auf der Durchführung einer  Mehrzahl aufeinanderfolgender, gesteuerter,  teilweiser Abbaureaktionen oder Umsetzungen  von sauerstoffhaltigen organischen Stoffen,  die anfänglich in der Lösung vorhanden sind.

    Die Abbau- oder     Umsetzungsreaktionen    kön  nen derart ausgeführt oder gesteuert werden,  dass eine wesentliche Zersetzung des Wasser  stoffperoxyds vermieden wird, während gleich  zeitig von dem Wasserstoffperoxyd durch  technische     Destillationsinethoden        abtrennbare     sauerstoffhaltige organische Verbindungen  gebildet bzw. als solche in dem der Reinigung  unterworfenen Gemisch zurückgehalten wer  den.  



  Das vorliegende Patent betrifft dement  sprechend ein Verfahren zur Gewinnung von  Wasserstoffperoxyd aus einem durch teilweise  Oxydation eines niederen     Alkohols    entstan  denen Rohgemisch aus     unverbrauchtem    Alko  hol, Wasserstoffperoxyd, einer bei der Oxyda  tion entstandenen     Carbonylverbindung    und  geringeren Mengen von andern sauerstoffhalti-    gen organischen     Verbindungen.    Das Verfah  ren ist dadurch gekennzeichnet,

   dass man das  Rohgemisch     zunächst        einer    ersten Wärme  behandlung     -unter        Abdestillieren    des unver  brauchten     Alkohols    und der als     Nebenprodukt     vorhandenen     Carbonylverbindimg        unterwirft,     wobei eine flüssige Fraktion     zurückbleibt,    die  eine     wässrige        Wasserstoffperoxi>dlösung    mit  einem Gehalt an merklichen Restmengen von  sauerstoffhaltigen     organischen        Verbindungen     darstellt,

   worauf man diese flüssige     Fraktion     einer zweiten     Wärmebehandlung        unterwirft,     um die verbliebenen, sauerstoffhaltigen orga  nischen     Verbindungen    in solche überzuführen,  die sich von dem Wasserstoffperoxyd leichter  abtrennen lassen.  



  Die     Produkte,    aus denen Wasserstoffper  oxyd gewonnen     und    von denen     es    gereinigt  wird, enthalten z. B., berechnet auf wasser  freier Grundlage, etwa 25 bis etwa 80     Gew.o/o     des als Ausgangsmaterial für die Oxydation  benutzten sekundären Alkohols, wie     Isopropyl-          alkohol,    sek.

       Butylalkohol    oder andere     selitui-          däre        aliphatische    Alkohole mit bis zu 6     Koh-          lenstoffatomen,    etwa 1 bis etwa 30     Gew.o/o,    Was  serstoffperoxyd und eine im wesentlichen dem       @@,        asserstoffperoxyd        stöchiometrisch    äquiva  lente Menge an     Keton,    das bei der partiellen  Oxydation des Alkohols entstanden ist.

   Orga  nische Peroxyde können anwesend sein und       ihre        Menge        kann        bis        75        %        des        Wasserstoff-          peroxyds    betragen. Andere sauerstoffhaltige  organische Verbindungen sind im allgemeinen  nur in kleinen Mengen, gewöhnlich zwischen  etwa 1 und etwa 5     Gew.o/o    des Gemisches  (berechnet auf wasserfreier Grundlage) an  wesend. Wasser kann anwesend sein.

   Wenn  Wasser ursprünglich in kleineren Mengen an  wesend ist, sollte es vor Beginn des Verfah  rens gemäss der Erfindung bis zu einer Menge  von 5-35, vorzugsweise von 10-30     Gew.o/o    des  Wasserstoffperoxyds dem Ausgangsgemisch  zugesetzt werden. Ein Stabilisator für das  Wasserstoffperoxyd kann vorzugsweise an  wesend sein.     Als    Stabilisator kann dabei einer  der bekannten Stabilisatoren, wie ein Alkali  stannat, ein     Pyrophosphat    oder eine andere  ein     Phosphation    abgebende Substanz oder           8-Oxy        chinolin    allein oder in Mischung dienen.

    Dabei kann die     ganze    Menge des zu benutzen  den     Stabilisators    von Anfang an in den für  das Verfahren bestimmten Ansatz eingearbei  tet werden, oder er kann in zunehmender  Menge an mehreren über das Verfahren ver  teilten Stellen zugefügt werden.

   Das erfin  dungsgemässe Verfahren kann zum Beispiel  wie folgt durchgeführt werden:  In einer ersten Stufe dieser Ausführungs  form des Verfahrens wird das Rohprodukt  aus der Oxydation, welches Wasserstoffper  oxyd und organische Verbindungen der weiter  oben beschriebenen Art enthält, einer ersten       Wärmebehandlung    unterworfen, um die in  dem Ansatz enthaltenen, relativ unstabilen,  jedoch relativ schwerflüchtigen organischen  Stoffe in relativ flüchtigere und stabilere  organische Produkte     umzuwandeln.    Zum min  desten ein wesentlicher Anteil der so gebil  deten, relativ flüchtigeren organischen Pro  dukte wird, zusammen mit dem     Ltnverbrauch-          ten    Alkohol,

   dem als Nebenprodukt vorhan  denen     Keton    und der ursprünglich anwesen  den, relativ flüchtigen organischen Verunrei  nigungen, der Destillation unterworfen und  damit verflüchtigt, und aus dem wärme  behandelten Gemisch abgezogen. Die bei der  ersten Wärmebehandlung angewandte Tem  peratur muss hoch genug sein, um die not  wendigen chemischen Umsetzungen zu bewir  ken, soll jedoch nicht so hoch sein, dass sich  das Wasserstoffperoxyd     pyrolytisch    oder  durch Reaktion mit den verschiedenen an  wesenden organischen Stoffen in grösserem  Masse zersetzt. Die Temperatur kann zwischen  75 und     120     C schwanken, wobei ein bevor  zugter Temperaturbereich     zwischen    85 und  110  C liegt.

   Die Dauer der Wärmebehand  lung kann,     je-nach    dem besonderen, zur Rei  nigung bestimmten Einlauf, und je nach der  Temperatur, von 5 Minuten. bis zu 100 Minu  ten variiert werden, wird jedoch vorzugs  weise innerhalb des Bereiches von 10-30 Mi  nuten gehalten.  



  Obgleich die erste Wärmebehandlung des  rohen     Oxydationsproduktes    und-die Destilla  tion des wärmebehandelten Produktes in auf-         einanderfolgender    Weise, z. B. durch Er  hitzen des rohen flüssigen Produktes in einem  beheizten Tank oder einem andern geeigne  ten Reaktionsgefäss, und anschliessende frak  tionierte Destillation des wärmebehandelten  Gemisches unter Vakuum,     durchgeführt    wer  den kann, werden die erste Wärmebehandlung  und die Destillation vorzugsweise gleichzeitig  durchgeführt, so dass der     unverbrauchte    Alko  hol und das als Nebenprodukt vorhandene       Keton    aus dem     Rohprodukt        abdestilliert    wer  den,

   wobei gleichzeitig relativ unstabile und  relativ schwerflüchtige organische Stoffe  mindestens teilweise in relativ flüchtigere or  ganische Produkte überführt werden,     die    aus  dem Gemisch derart verdampft werden, dass  sie dieser ersten     Wärmebehandlung    im wesent  lichen ebenso schnell     unterzogen    werden, wie  sie sich in dem Gemisch bilden. Relativ flüch  tige Verunreinigungen, die ursprünglich in  dem Rohprodukt anwesend sind, werden eben  falls, wenigstens zu einem wesentlichen Teil,       abdestilliert.     



  Wird die erste Wärmebehandlung und die  Destillation gleichzeitig     durchgeführt,    so wird  das Verfahren derart geführt, dass man einen  kontinuierlichen Strom des rohen Oxydations  produktes in eine     Rektifizierkolonne    von ge  eigneter Grösse, wie eine mit Gitterböden,  Siebböden, Glockenböden oder dergleichen aus  gerüstete Kolonne     einführt.    Der Einlauf kann  in die Kolonne in mittlerer Höhe eingeführt  werden. Die durch die Kolonne aufsteigenden  Dämpfe streifen den     Alkohol    und das als  Nebenprodukt vorhandene     Keton    aus dem  nach - unten fliessenden flüssigen Anteil des  Einlaufes ab.

   Relativ     schwerflüssige    und un  stabile organische Bestandteile des Einlaufes  werden während des Durchganges des flüssi  gen Anteils des Einlaufes nach abwärts durch  die Kolonne in     höherflüchtige    organische Pro  dukte umgewandelt.

   Um eine optimale Um  wandlung der relativ unstabilen, relativ  schwerflüchtigen, sauerstoffhaltigen     Verunrei-          nigungen    zu     höherflüchtigen    Produkten zu  erzielen, wird die     Kolonie    zweckmässiger  weise mit einer Höchsttemperatur (gemessen  am     R,iiekv        erdampfer)    von mindestens     75     C,           vorzugsweise    mindestens 90  C, betrieben.

    Temperaturen im Innern von Kolonne und  Rückverdampfer oberhalb 120  C müssen ver  mieden werden, da     sonst    Wasserstoffperoxyd  durch     pyrolytische    Zersetzung und durch       Reaktion    mit den anwesenden organischen  Stoffen verlorengehen kann.     Temperaturen     von nicht über 105  C im Innern der Kolonne  und des Rückverdampfers sind     bevorzugt.    Je  nach den     gewünschten        Temperaturen    und dem  jeweiligen Einlauf kann der Druck im Innern  der Kolonne dem Aussendruck entsprechen,  oder er kann etwas darüber bzw. darunter  liegen.

   Bei aus der Oxydation von     Isopropyl-          alkohol    stammenden Einläufen wird die Tem  peratur im Rückverdampfer mit Vorteil zwi  schen 75 und 100  C gehalten, während der  Druck, gemessen am Kopf der Kolonne, inner  halb von 400-700     mm/Hg    gehalten werden       muss.    Die     Verweilzeit    des flüssigen Einlauf  anteils in der Kolonne und dem Rückver  dampfer (d. h. die     Verweilzeit    bei den     Reakti-          fikationstemperaturen)    sollte etwa 5 Minuten  überschreiten, damit man eine entsprechende  Umsetzung,     Zersetzung    bzw.

   einen entspre  chenden Abbau der relativ unstabilen     Ver-          unreinigungen    erreicht, soll jedoch 100 Minu  ten nicht überschreiten, da längere Verweil  zeiten zu einem Verlust an Wasserstoffper  oxyd durch     Zersetzung    und Reaktion mit vor  handenen organischen Stoffen führen. Die       Verweilzeit    wird vorzugsweise zwischen 10 und  a<B>30</B> Minuten gehalten.  



  Das Destillat bzw. die Kopffraktion aus  der in der ersten     Stufe    verwendeten     Fraktio-          nierkolonne    enthält hauptsächlich den unver  brauchten     Alkohol    zusammen mit Wasser in  einer Menge, die     ziun    mindesten ausreicht,  um ein     azeotropes    Gemisch aus     Alkohol    und  Wasser zu bilden,

   und das als     Nebenprodukt     entstandene     Keton.    Das     Keton    kann mit oder  ohne vorherige     Trennung    von     'dein    wieder  gewonnenen umverbrauchten Alkohol durch  Hydrierung wieder in Alkohol überführt wer  ;

   den, und der Alkohol kann in die Oxydations  stufe zurückgeführt werden, wo er zur weite  ren Oxydation zwecks Erzeugung von Wasser  stoffperoxyd benutzt     wird.       Das Sumpfprodukt der Destillation in der  ersten Stufe ist     eine        wässrige    Lösung von  etwa 5 bis etwa 35     Gew.o/o    Wasserstoffper  oxyd, meist nur Spuren des unverbrauchten       Alkohols    und der als Nebenprodukt ent  standenen     Carbonylverbindung    und, zusätz  lich, geringen Anteilen an relativ schwer  flüchtigen und relativstabilen, sauerstoffhalti  gen organischen Verunreinigungen.

   Die Menge  derartiger     Verunreinigungen    beläuft sich im  typischen Fall auf weniger als etwa 2 0%       Kohlenstoff,    berechnet auf das Gewicht des       Wasserstoffperoxyds,        polyfunktionelle    Alde  hyde,     Ketone,        Säuren    und Peroxyde von  hohem     Molekulargewicht    und wahrscheinlich  polymerer Natur, scheinen einen grossen An  teil an derartigen     Verunreinigungen    darzu  stellen.  



  In der zweiten Stufe der vorliegenden  Ausführungsform des Verfahrens wird die       wässrige        Wasserstoffperoxydlösung,    die bei  der ersten Stufe als     Sumpfprodukt    anfällt,  einer zweiten Wärmebehandlung unterworfen  und gleichzeitig mit einem grossen Volumen  Dampf, vorzugsweise im kontinuierlichen  Gegenstrom, in Berührung gebracht.     VerLin-          reinigungen    von nur mittlerer Flüchtigkeit  (d. h.

   die bei Temperaturen oberhalb des       Siedepunktes    von Wasser sieden, jedoch bei  unendlicher Verdünnung mit Wasser eine  Flüchtigkeit aufweisen, die grösser ist als die  jenige von Wasserstoffperoxyd) werden aus  der Lösung durch die Einwirkung des     Par-          tialdrückes    des Dampfes verdampft und da  mit, obwohl sie nur in kleinen Mengen vor  handen sind, in wirkungsvoller Weise von  dem     Wasserstoffperoxyd    getrennt.

   Gleich  zeitig werden relativ schwerflüchtige, orga  nische Verunreinigungen, einschliesslich der  hochsiedenden organischen Peroxyde und  ihrer Polymere, durch die Wirkung der  Wärme und des Dampfes zersetzt und ergeben  relativ stabile organische Produkte von mitt  lerer Flüchtigkeit, die im gleichen Masse ab  getrennt werden, wie sie gebildet werden. Ein  Verlust an Wasserstoffperoxyd bei der zwei  ten Stufe wird auf ein Minimum verringert,  indem man den Dampf, nachdem er mit der           wässrigen        Wasserstoffperoxydlösung    in     De-          ziihrung    war, mit Wasser auswäscht.

   Das  Wasser dient dazu, dem Dampf kleine Men  gen von Wasserstoffperoxyd, die durch, ihn  oder mit ihm zugleich     verflfichtigt    worden  sind, durch     Rückfhisswirkung        zii    entziehen.  Das     \Y#Tasser,    welches das aus dem Dampf  wiedergewonnene Wasserstoffperoxyd enthält,  wird mit der Hauptmenge an     wässrigem     ,Wasserstoffperoxyd, die später in die dritte  Verfahrensstufe überführt wird, vereinigt.

    Die zweite Verfahrensstufe wird vorzugs  weise so durchgeführt, dass man die in der  ersten Verfahrensstufe erhaltene Wasserstoff  ;     peroxydlösung    in mittlerer Kolonnenhöhe in  eine zwischen 65 und 100  C gehaltene     Rekti-          fizierkolonne    einführt und den flüssigen Ein  lauf abwärts durch den untern Teil der Ko  lonne fliessen lässt, wobei man dieser Flüssig  keit im Gegenstrom Dampf entgegenschickt,  der nahe den- Kolonnensumpf eingeführt wird  und durch die Kolonne aufsteigt.  



  Der Dampf wird vorzugsweise im Über  schluss, bezogen auf das     Gewieht    des Einlaufes,  angewendet.     Gewichtsverhältnisse    von Dampf  zum Einlauf von zwischen 0,4 und 5 sind  geeignet, vorzugsweise wählt man ein Ge  wichtsverhältnis     zwischen    0,8 und 3.  



  Es ist von Vorteil, die Kolonne bei etwas  unter dem     Atmosphärendruck    liegenden     Drük-          ken    zu betreiben, obwohl die     Temperatur    bei  besonders niedrigen Drücken soweit fällt, dass  sie die für den beabsichtigten Abbau der  relativ schwerflüchtigen Verunreinigungen  förderliche Temperatur unterschreitet. Abso  lute Drücke von etwa 200 bis etwa 700 mm     Hg     sind geeignet und entsprechen     Temperaturen     für den gesättigten Dampf von etwa 66 bis       117     C.

   Die     Verweilzeit    des flüssigen Einlaufes       i    innerhalb der Kolonne muss ausreichend sein  für die Durchführung des gewünschten Ab  baues der relativ     sehwerflüchtigen    Verunrei  nigungen,     mxiss    jedoch anderseits so weit be  grenzt sein, dass ein Verlust an Wasserstoff  peroxyd durch thermische Zersetzung oder  Reaktion mit den anwesenden     organisehen     Stoffen vermieden wird. Die     Verweilzeit    sollte       daher    90     Hinuten    nicht überschreiten und    vorzugsweise nicht höher sein als 60 Minuten.

    Die     Verweilzeit    soll 5 Minuten übersteigen  und liegt vorzugsweise innerhalb des Bereiches  von 10 bis 45. Minuten.  



  In dem obern Teil der     Fraktionierkolonne,     oberhalb der Höhe, an welcher der flüssige       Einlauf    eingeführt wird, wird das aufstei  gende Gemisch aus Dampf und den aus dem  flüssigen Einlauf verflüchtigten Verunreini  gungen mit einer     ldeinen    Menge Wasser in       Berührung    gebracht, das kontinuierlich am  Kolonnenkopf oder in dessen Nähe in die       Kolonne    eingeführt wird.

   Durch seine Rück  fluss-und Waschwirkung scheidet das Wasser,  gegebenenfalls durch Kondensation, aus den  aufsteigenden Dämpfen den grösseren Teil des  etwa damit verdampften Wasserstoffperoxyds  ab und nimmt das abgeschiedene oder konden  sierte     Wasserstoffperoxyd-durch    die     Kolonne     mit nach unten, wo es sich mit der Haupt  menge der     wässrigen    Wasserstoffperoxyd  lösung im untern Teil der Kolonne vereinigt.  In den obern Kolonnenteil brauchen nur ge  ringe Mengen Wasser, beispielsweise etwa -das  0,05- bis etwa     0,06fache    des Gewichtes des Ein  laufes, zugeführt zu werden.

   Wurde die Ko  lonne mit einem Gewichtsverhältnis Dampf zu  Einlauf von 3,70 und bei einem Innendruck  in der Kolonne von 450     mm/Hg    betrieben, so  erhielt man bei einem     Gewichtsverhältnis    zwi  schen Absorptionswasser und Einlauf von  0,418 aus der dampfförmigen Kopffraktion  einen 98     o/oigen    Entzug des in dem Einlauf  enthaltenen Wasserstoffperoxyds.

   Bei einem  G     ewichtsverhältnis    von Dampf zu flüssigem  Einlauf von 1,81 und einem Gewichtsverhält  nis von Absorptionswasser zu     Einlauf    von       0,1.28    wurde ein 97     o/oiger    Entzug des Wasser  stoffperoxyds aus der     dampfförmigen    Kopf  fraktion aus der Kolonne erhalten.

   An in dem  Einlauf für die     Fraktionierkolonne,    wie er in  der zweiten Verfahrensstufe angewendet       wurde,    enthaltenem Kohlenstoff     ,wurden    in  der zweiten Verfahrensstufe bis zu 70 bis       80%        entfernt,        wobei        als        Sumpfprodukt        eine          wässrige,    5- bis 35-, vorzugsweise 15- bis       30gew.1/oige        Wasserstoffperoxydlösung    anfiel,

    aus     weleher    so gut wie alle organischen Ver-           unreinigungen    von hoher und mittlerer  Flüchtigkeit, ebenso wie die weniger flüchti  gen, jedoch unstabilen Verunreinigungen ent  fernt waren.  



  In der dritten Stufe der vorliegenden Aus  führungsform des Verfahrens wird Wasser  stoffperoxyd durch Verdampfung von den  anwesenden, im wesentlichen schwerflüchtigen  Verunreinigungen unter Bedingungen abge  trennt, bei denen ein späterer Abbau der orga  nischen     Verunreinigungen    auf einem Mini  mum gehalten wird.

   Zusätzlich werden flüch  tige Verunreinigungen von geringer, jedoch  messbarer Flüchtigkeit aus den entwickelten  Dämpfen abgetrennt,     indem    man einen klei  nen Anteil der entwickelten Dämpfe konden  siert, so dass sie als Kondensat eine an Wasser  stoffperoxyd angereichert     wässrige    Lösung er  geben, dieses Kondensat unter     Rückfluss    und       Wiedererhitzen    den     entwickelten    Dämpfen im  Gegenstrom entgegenführt, hiernach das Kon  densat wieder zu der     wässrigen    Wasserstoff  peroxydlösung, aus welcher die Dämpfe ent  wickelt worden waren, zufügt und den rest  lichen Teil des dampfförmigen Gemisches kon  densiert,

   wobei die gereinigte     Wasserstoffper-          oxydlösung    anfällt. Durch die     Auswasch-    oder  Extraktionswirkung dieser zurückfliessenden  konzentrierten     Wasserstoffperoxydlösung    wer  den aus den Dämpfen Verunreinigungen ent  fernt, die eine merkliche, jedoch niedrige  Flüchtigkeit aufweisen und eben wegen ihrer       merklichen    Flüchtigkeit sonst in unerwünsch  ten Mengen mit dem dampfförmigen Gemisch  von Wasserstoffperoxyd und Wasser in die  letzte, konzentriertere Wasserstoffperoxyd  lösung mit hinüber genommen würden. Auf  diese Weise kann ein geringer Anteil, z. B.

    das 0,02-     bis    etwa     0,3fache    (Gewichtsbasis), der  entwickelten Dämpfe     kondensiert    und unter       Rückfliess    zu den Verdampfern zurückgeleitet  werden, wobei ein     Rückflussverhältnis    (Ge  wichtsverhältnis von     Rückfluss    zu     Einlauf)     von beispielsweise etwa 0,1 zu einer wirkungs  vollen Trennung führt. Verunreinigungen,  wie nichtflüssige anorganische Beimengungen  und organische Verunreinigungen mit nied  riger     FMchtigkeit,    werden auf diese Weise    von dem Wasserstoffperoxyd abgetrennt und  sammeln sich im Verdampfer an.

   Sie werden  daraus abgezogen, indem man in Abständen  oder kontinuierlich einen Teil des flüssigen       Verdampferinhaltes    abzieht oder reinigt. Die  abgezogene oder gereinigte Menge kann etwa  5 bis etwa 25     Gew. /o,    des Einlaufes entspre  chen, was von dem Gehalt des dem Ver  dampfer zugeführten Einlaufes an     Veriulrei-          nigungen    und von der Wasserstoffperoxyd  konzentration abhängt, wobei der Kohlenstoff  gehalt der Flüssigkeit im Verdampfer     vorzugs-          lveise    unter 3, insbesondere unterhalb von  2     Gew. /o,    gehalten wird.  



  Bei der     Durchführung    dieser dritten Stufe  der vorliegenden Ausführungsform des Ver  fahrens werden Wasserstoffperoxyd und Was  ser aus einem kleinen Volumenanteil Flüssig  keit verdampft, der durch Zufügung der aus  der zweiten Verfahrensstufe erhaltenen     wäss-          rigen        Wasserstoffperoxydlösung    auf konstan  tem Volumen gehalten wird; die entwickelten  Dämpfe werden vorzugsweise durch eine Zone  zur     Abscheidung    der     mitgeführten    Flüssig  anteile geschickt, wo ihnen etwaige geringe,  mit den Dämpfen mitgerissene Flüssigkeits  mengen entzogen werden, die dann zu der  Hauptmenge der Flüssigkeit zurückgeleitet  werden.

   Die Dämpfe werden dann in eine       Fraktionierzone    am oder nahe dem untern  Ende der Kolonne geleitet, wo sie teilweise  kondensiert werden. Die konzentrierte     wäss-          rige.        Wasserstoffperoxydlösung,    die als Kon  densat anfällt, lässt man durch die Kolonne  nach unten fliessen, wobei die     abwärtsflie-          ssende    Flüssigkeit die aufsteigenden Dämpfe  auswäscht und kühlt.

   Die herunterfliessende  Flüssigkeit wird am untern Ende der Kolonne  abgezogen     lind        zur    Hauptmenge zurückge  führt, aus der die Dämpfe     entwickelt        werden.          Unkondensierte    Dämpfe werden dem Kopf  der Kolonne entzogen und einer zweiten     -Frak-          tionierzone    zugeführt, wo sie teilweise konden  siert werden und als Sumpffraktion eine Was  serstoffperoxydlösung ergeben, die konzen  trierter ist     als-    der Einlauf des Verdampfers,  während als kopf- oder dampfförmige Fraktion  Wasser mit nur Spuren von Wasserstoffper-      Oxyd anfällt..

   Da die Zufuhr an flüssigem Ein  lauf zum Verdampfer und die Verflüchtigung  von Wasserstoffperoxyd und Wasser daraus  weitergehen, sammeln sieh die nichtflüchtigen  Verunreinigungen, die in dem Einlauf ent  halten sind, in der Flüssigkeit an. Die Ver  unreinigungen werden dem System entzogen.

    Die Ansammlung von gefährlich hohen Kon  zentrationen organischen Materials in der  Flüssigkeit wird vermieden, indem man kon  tinuierlich oder in Abständen einen kleinen  Teil der Flüssigkeit aus dem Verdampfer ab  zieht.     Vorzugsweise    wird dieser aus dem Ver  dampfer abgezogene Flüssigkeitsanteil einer  dritten Wärmebehandlung unterworfen, wie  dies noch ausführlicher beschrieben wird, so  dass die darin enthaltenen organischen Stoffe  noch weiter abgebaut werden und Wasser  stoffperoxyd sowie flüssige Umsetzungspro  dukte aus dem wärmebehandelten Gemisch  verflüssigt und vorzugsweise zwecks Rück  gewinnung des Wasserstoffperoxyds in die  zweite Verfahrensstufe zurückgeführt wer  den können.  



  Bei der dritten Stufe wird die Verdamp  fung von Wasserstoffperoxyd und Wasser  und das darauffolgende Auswaschen der  Dämpfe mit Kondensat sowie die Konden  sation der ausgewaschenen Dämpfe vorzugs  weise bei Unterdruck ausgeführt, wobei die  bevorzugten Drücke unterhalb von 150 mm     Hg     absolut, insbesondere unterhalb 100 mm     Hg     absolut liegen. Die     Verweilzeit    des flüssigen  Einlaufes im Verdampfer sollte auf einem  Minimum gehalten werden, um den Abbau der  Verunreinigungen zu flüchtigeren Produkten  zu verringern. Obgleich     Verweilzeiten    bis zu  20 Minuten angewendet werden können, sind       Verweilzeiten    nicht über 4 Minuten vorzu  ziehen.

   Geeignete kurze     Verweilzeiten    können       durch-    Verwendung von     Zwangsumlaufver-          dampfern    oder gleichwertigen Einrichtungen,  die eine die gewünschte niedrige     Verweilzeit     ermöglichende Kapazität besitzen, erreicht  werden.  



  Das Dampfgemisch aus Wasserstoffper  oxyd und Wasser, das in dem in der dritten  Stufe verwendeten Verdampfer erzeugt wird,    enthält Wasserstoffperoxyd und Wasser in  Anteilen, welche dem     Anteilsverhältnis    dieser  Stoffe in dem bei der dritten Stufe zugeführ  ten Flüssigkeitseinlauf entsprechen.

   Mit Hilfe       einer    gegenüber dem beim Beginn des Ver  fahrens angewandten Einlauf etwas verdünn  teren Charge kann die     Wasserstoffperoxyd-          Konzentration    in der     Verdampferflüssigkeit     eingestellt werden, indem man Dämpfe er  zeugt, die einen etwas höheren Wassergehalt  aufweisen, bis ein Gleichgewicht oder gleich  bleibende Verhältnisse     zwischen    der Konzen  tration und absoluten Menge an Wasserstoff  peroxyd in dem Einlauf, den Konzentrationen       und    Mengen an Wasserstoffperoxyd in der  Reinigungsflüssigkeit für die entwickelten  Dämpfe aus dem Verdampfer und der konzen  trierten     Wasserstoffperoxydlösung,

          die    kon  densiert und in den Verdampfer zurückge  führt     wird,    erreicht sind. Die Wasserstoff  peroxydkonzentration in dem Einlauf sollte  zwischen etwa 5 und etwa 35, vorzugsweise  zwischen etwa 15 und etwa 30     Gew:o/o:    liegen,  während die     Wasserstoffperoxydkonzentration     in der Gesamtflüssigkeit vorzugsweise durch       Einstellung    von Rücklauf zu Flüssigkeit und       Reinigungsmittelmenge        zwischen    etwa 50 und  etwa 85, insbesondere zwischen 65 und 85     Gew.    %,  gehalten werden sollte.

   Der     Siedepunkt    einer       67,5gew. /oigen    Lösung von Wasserstoffper  oxyd in Wasser liegt unter einem absoluten  Druck von 80 mm     Hg    bei etwa 66  C, und die  beim Sieden damit im Gleichgewicht befind  lichen Dämpfe enthalten etwa 61     Gew     /o  Wasserstoffperoxyd. Unter den als Beispiel  gewählten, konstanten     Arbeitsbedingungen     enthält die siedende Flüssigkeit im Verdamp  fer etwa 67,4     Gew.o/o    und die entwickelten  Dämpfe etwa 24,7     Gew. /o    Wasserstoffperoxyd.

    Die etwa 20     Gew:o/o,        Wasserstoffperoxyd    ent  haltende Füllflüssigkeit wird dem Verdamp  fer mit einer Geschwindigkeit von etwa  100 Teilen je Stunde zugeführt. Reini  gungsflüssigkeit wird dem Verdampfer mit  einer Geschwindigkeit von beispielsweise  etwa 5,9 Teilen je     Stunde    entzogen.

   Die  entwickelten Dämpfe werden, nachdem sie  durch den     Abseheider    für mitgerissene Flüs-           sigkeit    durchgegangen sind,     teilweise    konden  siert, so dass etwa 15,8     Gew.o/oa    der Dämpfe       zum        Rückfliess    gebracht und dem Verdampfer  als eine etwa     66gew.o/oige        Wasserstoffper-          oxydlösung    wieder     zugeführt    werden.

   Unter  diesen Bedingungen werden aus der     R.ück-          fluss-    und     Auswaschzone    als     dampfförmige     Fraktion etwa 94,1 Teile je Stunde an Dämp  fen mit einem Gehalt von etwa 17     Gew.o/o     Wasserstoffperoxyd     abgezogen.    Diese     dampf-          förmige    Fraktion kann teilweise kondensiert  werden und ergibt dann eine konzentriertere       Wasserstoffperoxydlösung,    oder sie kann, falls  gewünscht, im ganzen kondensiert werden,

    wobei sie eine     wässrige    Lösung mit derselben       Wasserstoffperoxydkonzentration    wie die  Dämpfe ergibt.  



  Der in der     dritten    Stufe der beschriebenen  Ausführungsform des     Verfahrens    aus dein  Verdampfer abgezogene Rückstand stellt eine       konzentrierte    (d. h. 65- bis     85gew.o/oige)        wäss-          rige        Wasserstoffperoxy        dlösung    dar, die weder       nichtflüchtige    anorganische     Verunreinigungen,     hoch     schwerflüchtige    organische Verunreini  gungen, noch organische Verunreinigungen  von niedriger Flüchtigkeit enthält.

   Das in die  sem Rückstand enthaltene Wasserstoffperoxyd  kann bis zu einem bemerkenswerten Teil, im  typischen Fall etwa 5 bis 20     Gew.o/o,    des in der  dritten Verfahrensstufe zugeführten Wasser  stoffperoxyds anwachsen. Vorzugsweise wird.  das in diesem konzentrierten Rückstand ent  haltene Wasserstoffperoxyd mittels einer drit  ten Wärmebehandlung gereinigt und wieder  gewonnen, wobei man zum mindesten eine  Fraktion der wärmebehandelten Flüssigkeit in  eine Verfahrensstufe zurückleitet, die in dem       Gesamtverfahren    mindestens so weit vorn  liegt     wie        die    zweite Wärmebehandlung.

   Bei  der Durchführung der dritten Wärmebehand  lung wird der Rückstand in eine beheizte Ko  lonne oder einen Tank eingeführt, deren Tem  peraturen vorzugsweise im Bereich von 60 bis  170  C oder höher liegen und darin über eine  Zeitdauer gehalten, die zwischen 5 Minuten       und    einer Stunde und mehr betragen kann,  um zum mindesten einen wesentlichen Anteil  der organischen Verunreinigungen in flüehti-    geie     organische    Produkte zu überführen. Das       wärmebehandelte    Material wird dann vorzugs  weise zur     Wärmebehandlung    in die zweite  Stufe zurückgeleitet.

   Ein kleiner Anteil des  wärmebehandelten Materials wird vorzugs  weise abgezogen, um die Ansammlung von  schwerflüchtigen organischen     Ver        unreinigun-          -en    in dem System zu verhindern.  



  Zur Durchführung des Verfahrens nach  der Erfindung geeignete Vorrichtungen sowie       beispielsweise    Ausführungsformen des Ver  fahrens werden im     folgenden    an Hand der       Fig.    1 und 2 der Zeichnungen, in welchen die  Vorrichtungen schematisch dargestellt sind,  beschrieben.  



  In der in     Fig.    1 dargestellten Vorrichtung  wird die erste Verfahrensstufe in der Kolonne  _4 durchgeführt. Die zweite     Stufe        wird    in  Kolonne B durchgeführt. hie dritte Stufe  wird in Verdampfer C im Zusammenwirken  mit dem     Abscheider    D und der Kolonne     E     durchgeführt. Der aus dem Verdampfer C  abgezogene     Riickstand    wird in der Kolonne F       weiter    wärmebehandelt.

   Das Wasserstoffper  oxyd zusammen mit den     durch    diese weitere       #Närmebehandlung    erzeugten, flüchtigen orga  nischen Stoffen werden in Kolonne F durch  direkten Dampf verdampft und zu der zwei  ten Verfahrensstufe (Kolonne B) zurückge  führt. Die     Konzentrierung    des gereinigten  Wasserstoffperoxyds auf<B>90</B>     Gew.o/o    wird in  den Kolonnen G und H     durchgeführt.     



  Bei der Durchführung des     Verfahrens     mittels der in     Fig.    1 dargestellten Ausfüh  rungsform der Vorrichtung     wird    das     durch     die partielle Oxydation von beispielsweise     Iso-          propylalkohol    erhaltene Rohprodukt über     Zu\-          fuhrleitung    1 in Kolonne A eingeführt. Die  Kolonne A kann eine     Fraktionierkolonne     üblicher Form, wie eine Rost- oder Gitter  bödenkolonne sein, die zur Durchführung der  Trennung des     azeotropen    Gemisches aus Alko  hol und Wasser geeignet ist.

   Sie ist über die  Leitungen 2 und 3 mit dem wassergekühlten       Rüekflusskondensator    4     und    über die Leitun  gen 5 und 6 mit einem dampfbeheizten Rück  verdampfer 7 verbunden. Mittels einer hier       nieht    gezeigten Vakuumpumpe wird in Ko-           lonne     < 1 ein verminderter Druck aufrecht  erhalten. Der Druck wird entsprechend dem  jeweiligen Kolonnen     einlauf    so eingestellt, dass  die Temperatur im Rückverdampfer zwischen  85 und 120, vorzugsweise zwischen 90 und  1l0  C, liegt.  



  Das     azeotrope        Alkohol-Wassergemisch,    zu  sammen mit. den in dem Einlauf eingeführten,  als Nebenprodukt entstandenen     Carbonylver-          bindLtngen    und den flüchtigen organischen  Verunreinigungen, die von Anfang an in dem  Einlauf vorhanden waren, sowie den flüchti  gen Produkten, die in der Kolonne durch  Abbau von weniger     flüchtigen    Verunreini  gungen entstanden sind,     werden    als Destillat  über den     Auslass    B abgezogen. Die zurück  bleibende     wässrige        Wasserstoffperoxydlösung     wird über.

   Leitung 9 abgezogen und der Ko  lonne B     zugeführt.     



  Kolonne B ist eine     Fraktionierkolonne     von üblicher Bauart und ist mit einem  Einlass 11 für Dampf und einem Einlass  7 2 für flüssiges Wasser versehen. Die Ab  dämpfe aus der Kolonne B werden über den       Auslass    13 abgezogen und können mittels Kon  densator 14 kondensiert und bei 15 abgeführt  werden. In der Kolonne B wird der von der       Einlasshöhe    der Leitung 9 herabfliessende  Flüssigkeitseinlauf erhitzt und mit dem über  Einlass 11 eingeleiteten Dampf in innige Be  rührung gebracht.  



  Die     wässrige        Wasserstoffperoxydlösiulg,     aus der die Verunreinigungen mittlerer     Flüeh-          tigkeit    nun entfernt sind, wird über Leitung  7 6 aus Kolonne B abgezogen und in den Tank  1.7 überführt. Dieser ist über die absteigende       Leitung.,18,    die Pumpe 19 und die Leitung  20 mit dem     Zwangsumlaufverdampfer    C ver  bunden.

   Mitgerissene Flüssigkeit wird von  den     entwiekelten    Dämpfen in dem     Abscheider     D getrennt, und die bei der Verdampfung  anfallende konzentrierte (65- bis     851/oige)          wässrige        1Vasserstoffperoxy        dlösung    wird über  die Leitungen 21, 22,      _.3    und die Pumpe 19  sowie die Leitung 20 in den Verdampfer C       zurüekgeleitet.    Ein kleiner, nach dem über  Leitung 18 eingeführten Einlauf berechneter       ;

  Anteil    wird durch die Leitung 24 abgezogen,    um einen     geeigneten-niedrigen    Gehalt an orga  nischen sowie anorganischen Verunreinigun  gen in dem zirkulierenden,     konzentrierten          wässrigen    Wasserstoffperoxyd aufrechtzuer  halten.  



  Das     aus    dem     Abscheider    D erhaltene  dampfförmige Gemisch von Wasserstoffper  oxyd und Wasser     wird    über     Leitring    25 in  die     Fraktionierkolonne    E eingeleitet, die mit  dem wassergekühlten Innenkondensator 26  versehen ist. Die in Kolonne E eingeführten  Dämpfe werden an dem Kondensator 26 teil  weise kondensiert. Das flüssige Kondensat  fliesst abwärts durch die Kolonne, wobei es  an den verschiedenen Stellen gekühlt und wie  der erhitzt wird, und wird dann aus Kolonne  E über Leitung 27 wieder mit der im     Ver-          dampfersystem    19, 20, 21, 22, 23 und dem  Verdampfer C enthaltenen Flüssigkeit ver  einigt.  



  Zur Erzeugung von konzentriertem Was  serstoffperoxyd, wie Wasserstoffperoxyd von  Konzentrationen von 85     %        -und    mehr, dienen  die Kolonnen G und     H.    Kolonne G ist mit  einem innern     Teilkondensator    28 ausgerüstet.  Kolonne<I>11</I> ist zwecks     Aufnalune    des Rück  standes aus Kolonne G über Leitung 29 mit  dieser verbunden und ist mit innern Kühl  schlangen 30, innern Heizschlangen 31, einem  Auffangboden 32     und    einem     Auslass    33 ver  sehen.

   Die     Kolonnen    G und     H    können über  die Oberleitungen 34 und 35 und die     Leitung     36 mit Einrichtungen zur Aufrechterhaltung  von verminderten Drücken in der Kolonne  verbunden werden. In der Kolonne G wird  das dampfförmige Gemisch von Wasserstoff  peroxyd     und-Wasser    fraktioniert und ergibt  einen Rückstand mit etwa 50     Gew. /a    Wasser  stoffperoxyd und eine dampfförmige Frak  tion, die im wesentlichen aus Wasser besteht.  Die dampfförmige Fraktion wird über Lei  tung 34 abgezogen und der Rückstand     wird     über Leitung 29 in die Kolonne     H    überführt.

    In Kolonne     H    wird der Rückstand aus Ko  lonne G weiter fraktioniert, bis er als     dampf-          förmige    Fraktion     .Wasser    ergibt, das nur  Spuren von Wasserstoffperoxyd aufweist,

    während er als flüssige Fraktion konzen-           triertes    Wasserstoffperoxyd mit einem Gehalt       von        85        %        und        mehr        Wasserstoffperoxyd        lie-          fert.    Die Wärme     wird    der Kolonne H durch  Heizschlangen 31     zugeführt,    die in eine     i11     dem untern Ende der Kolonne enthaltene  Menge Kondensat eintauchen. Das konzen  trierte Wasserstoffperoxyd sammelt sich im  Auffangboden 32 und wird über den Alls  lass 33 kontinuierlich abgeführt.  



  Der aus dem     Verdampfersystem    19, 20, 21,  22, 23 und dem Verdampfer C über Leitung  24 abgezogene Rückstand     wird    in das obere  Ende der Kolonne F eingeführt. Über Leitung  37 wird am untern Ende der Kolonne Dampf       zugeführt.    In Kolonne F wird der Rück  stand aufgeheizt, während er durch die Ko  lonne nach unten strömt. In der Einlauf  flüssigkeit für Kolonne F anwesende orga  nische Verunreinigungen werden zum Teil zu  flüchtigeren organischen Produkten abgebaut,  und diese flüchtigeren organischen Produkte  zusammen mit Wasserstoffperoxyd werden am  Kopf der Kolonne F über Leitung 38 entnom  men und in Kolonne B zurückgeführt, worin  ihre Abtrennung durchgeführt wird.

   Nicht  flüchtige, relativ stabile organische Verunrei  nigungen, die während der Wärmebehandlung  in Kolonne F nicht abgebaut wurden, werden,  zusammen mit andern Substanzen, wie     anorga-          nisehen    Verunreinigungen und dem Stabili  sator, in dem Rückstand aus der Kolonne F  über Leitung 39 abgeführt.  



  Bei der in     Fig.    2 dargestellten Anlage  werden die beiden ersten     Stufen    in der Ko  lonne A bzw. B durchgeführt. Die dritte       Stufe    wird in dem Verdampfer C in Zusam  menwirken mit dem     Abscheider    D     und    in  Kolonne E durchgeführt. Die Konzentration  des Wasserstoffperoxyds erfolgt in den Ko  lonnen G und H.

   Der Abbau der nichtflüch  tigen     Verunreinigungen,    die in der aus dem  Verdampfer C erhaltenen konzentrierten Was  serstoffperoxydlösung enthalten sind, wird in  dem     Wärmebehandlungsgefäss    J durchge  führt, und die wärmebehandelte konzentrierte  Lösung     wird    zwecks     Entfernung    der durch  die     Wärmebehandlung    gebildeten flüchtigen  Produkte und zur restlosen     Zurückgewinnung       des Wasserstoffperoxyds in     Kolonne    B zu  rückgeführt.

   Die aus     ,Kolonne    B abgezogene  Flüssigkeit wird in den     Perkolatoren        g    mit  einem     Ionenaustauschharz    behandelt, um Spu  ren von Metallionen zu entfernen, mit denen  die Flüssigkeit gegebenenfalls bei gelegent  licher Berührung mit Metallteilen der Anlage  verunreinigt     wurde.     



  Die Kolonnen E und G sind in     Fig.    2 als  in einem. einzigen Mantel vereinigt gezeigt.  Ein Auffangboden 40 mit der     Pumpe    41 und  den     zugehörigen.    Leitungen 42 und 43 kann  vorgesehen sein, um dafür zu sorgen, dass das  Kondensat mit einer gesteuerten, bemessenen  Geschwindigkeit an das obere Ende der Ko  lonne zurückkehrt. Die an der Kolonne G ab  fliessende Flüssigkeit wird auf einem Auf  fangboden 44 gesammelt und über Leitung  29 abgezogen.  



  In dem     Wärmebehandlungsgefäss    J wird  der in der dritten Stufe abgetrennte     Riick-          stand    in flüssigem Zustand erhitzt, wobei     or        ga-          nische    Verunreinigungen, die nichtflüchtig  sind oder eine nur geringe Flüchtigkeit be  sitzen, teilweise durch Reaktion mit Wasser  stoffperoxyd zu flüchtigeren organischen Pro  dukten abgebaut oder umgewandelt bzw. zer  setzt werden.

   Ein kleiner Anteil der wärme  behandelten Flüssigkeit, die aus dem     Wärme-          behandlungsgefäss    J abgezogen wird, kann  über den     Auslass    45 abgeleitet werden, um  nichtflüchtige     inerte    Verunreinigungen zu  entfernen, während der     übrige    wärmebehan  delte Rückstand über Leitung 46 in die Ko  lonne B zurückgeführt wird.  



  Das folgende Beispiel erläutert das     Ver-          Fahren    in seiner Durchführungsform in einer  Vorrichtung nach     Fig.    1. Die Teile sind Ge  wichtsteile und die Prozente Gewichtspro  zente.    <I>Beispiel</I>  Durch partielle Oxydation von     Isopropyl-          alkohol    nach dem Verfahren der Schweizer  Patentschrift     Nr.    316726     wurde    ein rohes  Oxydationsprodukt mit einem Gehalt an Was  serstoffperoxyd hergestellt.

        Das rohe Oxydationsprodukt hatte etwa  die folgende Zusammensetzung (wasserfreie  Basis)  
EMI0011.0001     
  
    Komponente <SEP> Prozent
<tb>  Isopropylalkohol <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 72
<tb>  Aceton <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 10
<tb>  Gesamter <SEP> aktiver <SEP> Sauerstoff, <SEP> als <SEP> H202 <SEP> 9,4
<tb>  Ester, <SEP> Aldehyde, <SEP> Säuren <SEP> und <SEP> andere
<tb>  sauerstoffhaltige <SEP> organische <SEP> Ver  bindungen <SEP> (berechnet <SEP> als <SEP> Kohlen  stoff <SEP> und <SEP> bezogen <SEP> auf <SEP> den <SEP> aktiven
<tb>  Sauerstoff, <SEP> ausgedrückt <SEP> als <SEP> H202) <SEP> 2,2
<tb>  Organische <SEP> Peroxyde, <SEP> als <SEP> H202 <SEP> . <SEP> . <SEP> 3,9
<tb>  11202 <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> .

   <SEP> . <SEP> 5,5
<tb>  Kaliumpyrophosphat <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 0,002       Zu dem Rohprodukt     wurde        entionisiertes     Wasser in einer     derartigen    Menge zugeführt,  dass sich ein verdünntes Produkt mit etwa       27        %        Wasser        oder        etwa        4,2        Teilen        Wasser        je     Teil aktivem Sauerstoff, ausgedrückt als       B202,        ergab,

          das        ausserdem        0,005        %        Kalium-          pyrophosphat    enthielt. Das verdünnte Pro  dukt wurde kontinuierlich einer     Fraktionier-          kolonne    A aus Glas mit 35 Siebböden     zuge-          tührt,    wobei der Einlauf bei dem 20. Sieb  boden von unten eingeführt wurde.

   Die Zu  fuhrgeschwindigkeit     wurde    so eingestellt, dass  sich eine     Verweilzeit    der     Einlaufflüssigkeit     in der Kolonne A und dem Rückverdampfer 7  von etwa 16 Minuten ergab, wobei die folgen  den Bedingungen innerhalb der Kolonne A  aufrechterhalten     wurden:        Temperatur    oben:  68  C; Druck oben: 480 mm     Hg;    Temperatur  im Sumpf: 93  C;     Rückflussverhältnis    (Rück  fluss :     Produkt)    0,5.

   Der vom     Sumpf    der Ko  lonne A kontinuierlich abgezogene     Rückstand          enthielt        98,1%        des        aktiven        Sauerstoffes        des          Einlaufes        als        etwa        27,5%ige        wässrige        Wasser-          stoffperoxydlösung.    - Die Kopffraktion aus       der        Kolonne    A     enthielt        67,

  5%        Isopropyl-          alkohol,        16,9%        Aceton,        15,2%        Wasser        und     geringe Menge organischer Ester, Aldehyde  und Säuren.  



  Die so in der ersten Stufe erhaltene     wäss-          rige        Wasserstoffperoxydlösung        wurde    konti-         nuierlich    einer     Kolonne    B aus Glas mit 40       (Ilockenböden    zugeleitet. Sie wurde bei dem  24.

   Boden von unten mit einer Geschwindig  keit eingeleitet, die einer     Verweilzeit    der Ein  laufflüssigkeit in der Kolonne von etwa 40  Minuten     entsprach.    Im Sumpf der     Kolonne    B       wurde    Dampf mit einer Geschwindigkeit von  etwa 2 Teilen je Teil Flüssigkeitseinlauf ein  geleitet, während gleichseitig dem obern Ende  der Kolonne B Wasser mit einer Geschwindig  keit von etwa einem Teil je 10 Teilen Einlauf  flüssigkeit zugeleitet     wurde.    Die Kolonne D       wurde    unter folgenden     Bedingungen    betrie  ben: Druck am obern Ende 430 mm     Hg;    Tem  peratur am obern Ende 85  C; Temperatur im  Sumpf 93  C.

   Die vom obern Ende der Ko  lonne B abgezogenen Gase enthielten     ausser          Wasser    ein Gemisch von organischen     -Säuren,     Aldehyden, Estern und andern flüchtigen,  sauerstoffhaltigen Verbindungen in einer  Menge von 3 bis 4     Gew.0/e    des der Kolonne  zugeführten Wasserstoffperoxyds.

   Die- vom  Sumpf der Kolonne B abgezogene Flüssigkeit       stellte        eine        19,5%ige        wässrige        Wasserstoffper-          oxydlösung    mit einem Gehalt an organischen  Stoffen in einer Menge von etwa 0,1     bis     0,2     Gew.O/o    Kohlenstoff dar.  



  In der dritten Stufe wurde der aus der  Kolonne B abgeführte Rückstand kontinuier  lich in einen dampfgeheizten     Zwangsumlauf-          v        erdampfer    C eingeleitet, in welchem ein.  kleines, im      wesentlichen    konstantes     Vohunen          von        etwa        70        %igem        wässrigem        Wasserstoff-          peroxyd    unter einem Druck von etwa 80     mm          Hg    zirkulierte.

   Die     Verweilzeit    des Einlaufes  betrug etwa 11/4     Minuten.    Die entwickelten  Dämpfe     wurden    nach oben     dLtrch    den     Ab-          scheider    D und von dort in das untere Ende  einer     neunbödigen        Rostböden-Fraktionier-          kolonne    E geführt.

   Mittels des Kondensators       26        wurde        aus        den        Dämpfen        eine        etwa        67        %ige          1Vasserstoffperoxydlösung        kondensiert,    - die  man durch die Kolonne E     abwäxts    fliessen  liess. Das     konzentrierte        wässrige    Wasserstoff  peroxyd aus dem untern Ende der Kolonne E  wurde kontinuierlich in den Verdampfer C  zurückgeführt.

   Die von dein obern Ende der  Kolonne E abgenommene     dampfförmige    Frak-           tion    wurde zunächst in einer     sechsbödigen          Glöckenbodenkolonne    Gaus Glas fraktioniert,  wobei sie eine 50     o/oige        wässrige    Wasserstoff  peroxydlösung ergab.

   Das Wasser     wurde    als       dampfförmige    Kopffraktion aus der Kolonne  G abgezogen, und die 50     ohige        wässrige    Lösung       wurde    dann in einer     zehnbödigen        Glocken-          bodenkolonne    H aus Glas fraktioniert und  ergab 90     o/oiges    Wasserstoffperoxyd. Das  90     o/oige    Wasserstoffperoxyd war optisch klar,  farblos und stabil. Die gesamte, als Wasser  stoffperoxyd wiedergewonnene Menge des  aktiven Sauerstoffes aus dem, ursprünglichen  Ansatz betrug etwa 85      /o..     



  Aus der im Verdampfer C zirkulierenden  Menge -     konzentrierten    Wasserstoffperoxyds       wurde    kontinuierlich ein Strom abgezogen, der  einem     Wasserstoffperoxydgehalt    von 15 bis       20        %        der        dein        Verdampfer        C        zugeführten     Flüssigkeit entsprach.

   Dieser Strom wurde       abwärts    über eine     zehnbödige        Rostböden-Ko-          lonne    F geleitet, die bei einem Innendruck von  250 mm     Hg    gehalten wurde, wobei die     Ge-          schwindigkeit    einer     Verweilzeit    in der Ko  lonne von etwa 20 bis 30 Minuten entsprach.       Gleichzeitig    wurde der Dampf. eingeleitet, der  durch die Kolonne F mit einer Geschwindig  keit nach oben stieg, die, in     Gewichtseinheiten,     das 16fache der     Zufuhrgeschwindigkeit    für  die     Einlaufflüssigkeit    betrug.

   Von den in dem  Ansatz     anwesenden    organischen     Verunreini-          g        tingen        wurden        37        %        in        leichtflüchtige        orga-          nische        Produkte        überführt,        und        12        %        wurden     zu Kohlendioxyd oxydiert.

   Die dampfförmige  Kopffraktion aus der Kolonne F, die die  flüchtigen organischen Stoffe zusammen mit  Wasserstoffperoxyd enthielt, wurde in die       Fraktionierkolonne    B zurückgeleitet. Der nach  Entfernen der flüchtigen organischen Pro  dukte und     des    Wasserstoffperoxyds übrig  bleibende Rückstand wurde aus dem untern  Ende der Kolonne abgezogen und verworfen.

Claims (1)

  1. - PATENTANSPRUCH Verfahren zur Gewinnung von Wasser stoffperoxyd .aus einem durch teilweise Oxy dation- eines niederen Alkohols entstandenen Rohgemisch aus unverbrauchtem Alkohol, Wasserstoffperoxyd, einer bei der Oxydation entstandenen Carbonylverbindung und ge ringeren Mengen von andern sauerstoffhalti gen organischen Verbindungen, dadurch ge kennzeichnet, dass man das Rohgemisch zu nächst einer ersten Wärmebehandlung unter Abdestillieren des unverbrauchten Alkohols und der als Nebenprodukt vorhandenen Car bonylv erbindung unterwirft, wobei eine flüs sige Fraktion zurückbleibt,
    die eine wässrige Wasserstoffperoxydlösung mit einem Gehalt an merklichen Restmengen von sauerstoff haltigen organischen Verbindungen darstellt, worauf man diese flüssige Fraktion einer zweiten Wärmebehandlung unterwirft, um die verbliebenen sauerstoffhaltigen organischen Verbindungen in solche überzuführen, drei sich von dem Wasserstoffperoxyd leichter abtren nen lassen. UNTERANSPRÜCIIE 1. Verfahren nach Pateltanspruch, da durch gekennzeichnet, da.ss die zweite Wärme- behandlung in Anwesenheit von zugefügtem Dampf durchgeführt wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die zweite Wärme- behandlung bei einer Temperatur zwischen 82 und 97 C und während einer Zeitdauer zwi schen 10 und 45 Minuten durchgeführt wird. 3. Verfahren nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass das Gewicht des Dampfes zwischen dem 0,4fachen und dem. 5fachen Wert des Gewichtes der wässrigen Lösung, die mit dem Dampf in Berührung gebracht wird, liegt. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Destillation in Gegenwart einer Wassermenge stattfindet, die zur Entstehung einer wässrigen Lösung mit einem Gehalt von 5 bis 35 gew.o/oa Wasser stoffperoxyd ausreicht. 5. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Destillation bei einer Flüssigkeitstemperatur zwischen 75 und 120 C und während einer Verweilzeit des zu destillierenden Gemisches in der Destil- lationskAnne zwischen 5 und 100 Minuten durchgeführt wird. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass nach der zweiten Wärmebehandlung das Wasserstoffperoxyd zusammen mit im Ausgangsgemisch vorhan denem Wasser verdampft wird, derart, dass das verdampfte Wasserstoffperoxyd von den übrigbleibenden, relativ stabilen, jedoch relativ schwerflüchtigen organischen Verunreinigun gen unter Bedingungen, die den Abbau dieser organischen Verunreinigungen nicht begün stigen, getrennt wird, wobei das verdampfte Wasserstoffperoxyd zum flüssigen Zustand kondensiert wird. 7.
    Verfahren nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass die Wasserstoff peroxyd und Wasser enthaltenden Dämpf mit einer konzentrierten wässrigen Wasser- stoffperoxydlösung, die einen grösseren Was sergehalt aufweist als die Flüssigkeit, aus der das Wasserstoffperoxyd und Wasser ver dampft wird, ausgewaschen werden und min destens das Wasserstoffperoxyd anschliessend kondensiert wird. B.
    Verfahren nach Unteranspruch 7, da durch gekennzeichnet, dass die zum Aus- waschen benutzte konzentrierte wässrige Was serstoffperoxydlösung nach dem Auswaschen mit der Flüssigkeit, aus welcher das Wasser stoffperoxyd und das Wasser verdampft wer den, vermischt und das Gemisch zwecks mindestens teilweiser Überführung der darin enthaltenen, nicht- und schwerflüchtigen orga nischen Stoffe in flüchtigere organische Pro dukte einer dritten Wärmebehandlung unter worfen wird und mindestens das Wasserstoff peroxyd und die entstandenen flüchtigeren organischen Stoffe in die Zone zurückgeleitet vi-erden, in welcher die zweite Wärmebehand lung stattfindet. 9.
    Verfahren nach Unteransprüchen 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die aus der Zone, in der die zweite Wärmebehandlung er folgt, abgezogene Flüssigkeit, bevor das Was serstoffperoxyd und das Wasser verdampft werden, mit einem als Ionenaustauscher die nenden Harz behandelt wird.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN113999094A (zh) * 2021-09-30 2022-02-01 西安吉利电子新材料股份有限公司 一种直接生产电子级过氧化氢和丙酮的方法

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