Auspuff Motorbremse Die vorliegende: Erfindung bezieht sich auf eine Auspuff-Motorbremse, insbesondere an Kraftfahrzeugen, bei der über ein Motor bretnsgestänge ein in der Auspuffleitung an geordnetes Absperrglied betätigbar ist.
Man kann den Motor dadurch in ver stärktem Masse zum Bremsen des von ihm angetriebenen Fahrzeuges heranziehen, dass man die Auspuffleitung durch ein Absperr glied verschliesst.
Bei den bisher bekannten Anlagen solcher Auspuff-Motorbremsen ergab sich aber (bei Kraftfahrzeugen) folgender Gefahrenpunkt: Wenn bei eingeschalteter Motorbremse und steiler werdendem Gefälle der Fahrer versuchte, einen Gang zurückzuschalten, was normalerweise unter Doppelkuppeln und Zwi schengas erfolgen muss, so blieb der Motor unter Umständen schon beim Auskuppeln stehen, weil die Leerlaufkraftstoffmenge nicht ausreichte, den Motor gegen den hohen Druck im Auspuff zu betreiben, wenn nicht. über haupt durch eine an sich richtige Verriege lung bei eingeschalteter Motorbremse die Ein. Spritzpumpe auf Stop stand. Der Fahrer musste also auch im kritischsten Moment erst die Motorbremsen von Hand ausschalten.
Dies konnte leicht in der Aufregung vergessen werden und nahm auch extra Zeit in An sprueh.
Die vorliegende Erfindung vermeidet diese Nachteile dadurch, dass das Motorbrems- gestänge bei eingeschalteter Bremse durch ein Verbindungsgestänge mit einem weiteren, an sich von der Motorbremse unabhängigen Bedienungsgestänge in Wirkungsverbindung steht und durch Betätigen dieses weiteren Bedienungsgestänges so bewegt wird, dass es das Absperrglied in dessen Öffnungslage verstellt.
Zweckmässig wird das beim Einschalten der Motorbremse zwarngläufig in die Stop stellung bewegte Bedienungsgestänge für das die Motorleistung regelnde Gerät beim Aus kuppeln zwangläufig von der Stopstellung auf die Leerl,aufstelliuig zu verstellt.
Die Motorbremsanlage lässt sich in beson ders vorteilhafter Weise mit der Einstel lungsvorrichtung für die Leerlaufdrehzahl und mit der Motor-Abstellvorrichtung kom binieren: ,So kann ein Glieddes sich beim Schalten der Motorbremse bewegenden Gestänges als Leerlaufanschlag für das die Motorleitung regelnde Bedienungsgestänge dienen, wobei dann die @Öffnungsendlage des Motorbrems- gestänges durch einen einstellbaren Anschlag zur Regelung der Leerlaufdrehzahl veränder bar ist.
In der beiliegenden Zeichnung sind drei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegen standes dargestellt. Es zeigen Fig.1 die Gesamtanordnung einer Aus puff-Motorbremse, Fig.2 eine Ansicht in Pfeilrichtung auf die Drosselklappenfeder der Bremse nach Fig.1. Fig. 3 die Gesamtanordnung einer andern Auspuff-Motorbremse, Fig. 4 die Anordnung einer weiteren Aus- puff-1Vl:
otorbremse, Fig. 5 eine Ansieht in Pfeilrichtung B auf die Gestängezwischenwelle der Anlage nach Fig. 4; Fig. 6 zeigt eine Ansicht in Pfeilrichtung C, also von unten her, auf die Lenksäule und den Schalthebel für die Motorbremse nach Fig. 4, Fig.7 einen Schnitt nach Linie D-D in F'ig.6.
An der Lenksäule 1 ist die Betätigungs welle 2 mit dem !Schalthebel 3 für die Motor bremse befestigt. Die Drehbewegung der Be tätigungswelle 2 wird auf die Drosselklappen welle 4 der in der Auspuffleitung 5 angeord neten Drosselklappe 6 übertragen. 7 ist das Gas- und 8 das Kupplungspedal-.
Im ersten Ausführungsbeispiel (Fig. 7. und 2) ist die Betätigungswelle 2 durch ein Kreuzgelenk 9 mit der Drosselklappenwelle 4 verbunden. An dieser ist ein Hebel 10 ange bracht, der über eine Verbindungsstange 11 einen ZVinkelhe'bel 12: um die feste Achse 13 verschwenkt. Auf der Kupplungspedalwelle 14 sitzen, an sich unabhängig voneinander, schwenkbar, das Kupplungspedal 8, dessen Bewegungen durch das Gestänge 15 zur Kupplung weitergeleitet werden, und der Anschlaghebel 16. Beim Niedertreten des Kupplungspedals 8 wird der Anschlaghebel 16 durch den Anschlagnocken 17 mitgenom men.
Vom Anschlaghebel 16 führt die Ver bindungsstange 18 zum Winkelhebel 12. Das Gaspedal 7 ist durch die Stange 19 über eine Kulisse<B>20'</B> mit dem am Einspritzpumpen- regler 21 angebrachten Regelhebel: 22 ver bunden. Regelhebel 22 wird durch eine Feder (in der Figur schematisch eingezeichnet) nach rechts in die Stopstellung gezogen. Die Stange 19 ist durch Anschläge 213, 24 mit dem Winkelhebel 12 in Verbindung gebracht. An der Stange 19 befindet sich der Leerlauf- anschlag 25, der mit dem um die feste Achse 26 schwenkbaren Leerlaufwinkelhebel 27 zu sammenarbeitet.
Dieser wird über den Bow denzug 28 und die Zugfeder 29 betätigt.
Die Drosselklappe wird durch die Drossel klappenfeder 30 stets nach einer der beiden Endlagen (geschlossen bzw. voll offen) ge zogen.
Im zweiten Ausführungsbeispiel (Fig. 3) ist an der Betätigungswelle 2 ein Hebel 31 angebracht, der über die Verbindungsstange 32 den auf der festen Achse 33 gelagerten Bremswinkel'hebel 34 bewegt. Von diesem führt ein Gestänge 3'5, 3'6 zur Drosselklappen- welle 4.
Leber einem einstellbaren Anschlag 37 steht der Bremswinkelhebel 34 mit. dem um die feste Achse 38 schwenkbaren Gaswinkel hebel 3,9 in Verbindung. Dieser wird vom Gaspedal: 7 bzw. von der Stange 40 betätigt und überträgt seine Bewegungen über das Gestänge 41 auf die Regeleinrichtung der Einspritzpumpe. Um die feste Achse 42 kann sich der Leerlaufzwischenhebel 43 bewegen, dessen Stellung durch die Vorrichtung 44 (Abstell- und Leerlaufeinstellvorrichtung) be stimmt ist. Über den Anschlag 4:
5 wirkt. der Leerlaufzwischenhebel 43' mit. dem Gaswinkel- hebel 39 zusammen.
Das Kupplungspedal 8 arbeitet mit dem Anschlag 46 des Bremswinkelhebels 35 zu sammen.
Im dritten Ausführungsbeispiel (Fig. 4 bis 7) befindet sich an der Betätigungswelle 2 wieder ein Hebel<B>31,</B> der über eine Verbin dungsstange 32 die: Drosselklappenwelle 4 betätigt.
Ferner ist, an der Betätigungswelle ? der Hebel 10 angebracht, der über die Verbin dungsstange 11 den Winkelhebel -17 und damit die Gestängezwischenwelle 48 bewegt. Der untere 'Schenkel des Winkelhebels 47 kommt bei bestimmten Stellungen mit dem am Kupp lungspedal 8 angebrachten Bolzen 49 in Be rührung.
Mit der Gestängezwischenwelle f8 fest verbunden ist der doppelarmige An schlaghebel 50, lose sitzt hingegen auf dieser Welle der Gasübertragun@gshebel 51, dessen Endstellungen jeweils durch die Anschläge an den beiden Armen des Anschlaghebels 50 bestimmt sind. Das Gaspedal 7 überträgt seine Bewegungen mittels der Stange 52, des Gas- übertragungshebels 51 und der Stange 53 auf die Regelstange 2'2' des Einspritzpumpen reglers 21.
Diese Regelstange wird durch eine (schematisch angedeutete) Feder stets nach rechts in die 8topstellung gezogen.
Der .Schalthebel 3 für die Motorbremse hat einen Fortsatz, der gegen die Leerlauf- Einstellschraube 54 zu liegen kommt.
Die im ersten Ausführungsbeispiel be schriebene Drosselklappenfeder 30, die an einem an der Drosselklappenwelle 4 ange brachten Hebel angreift, ist auch bei der jetzt beschriebenen Anlage vorgesehen.
Die )Wirkungsweise der beschriebenen Aus- führungsbeispiele ist die folgende: Die F'ig. 1 und 2 des ersten Ausführungs beispiels zeigen die Motorbremse in einge- sehal,teter Stellung, bei der also die Drossel klappe 6 den Auspuffgasen den Austritt ins Freie versperrt. Durch die Anschläge 24 und 1'7 ist zwangläufig erreicht, dass der Motor keinen Kraftstoff bekommt (Regelhebel 22 kann dem Zug der Feder in Stoprichtung ungehindert folgen), und dass die Kupplung eingerückt ist.
Muss aus irgendeinem Grund plötzlich Gas gegeben werden, so braucht der Fahrer nicht erst die Motorbremse durch Umlegen des Schalthebels 3 auszuschalten, sondern allein durch Niederdrücken des Gaspedals 7 wird über den Anschlag 24 der Winkelhebel 12 bewegt und dadurch im Sinne der einge zeichneten Pfeile das Gestänge so verstellt, dass die Drosselklappe 6 geöffnet wird.
Beim Niederdrücken des Kupplungspedals wird ebenfalls zwangläufig die Motorbremse ausgeschaltet: Über den Anschlag 17 wird der Anschlaghebel 16 mitgenommen. Dadurch wird das Gestänge wie im Falle des Gas gebens in Pfeilrichtung verstellt. Der An schlag 23 sorgt dafür, dass die Stange 19 beim Durchtreten des Kupplungspedals nach links verschoben und dadurch, nach Überwindung des Spiels in der Kulisse .20; der Regel- hebel 22 von der Stop- in die Leerlaufstellung bewegt wird.
(Andernfalls würde der Motor beim Auskuppeln stehenbleiben.) Bei der Öffnungsbewegung wird die Dros selklappenfeder 30 bis zum Erreichen der jenigen halboffenen Stellung der Drossel klappe 6, bei der sie durch die Totlage geht, gespannt, um dann die Bewegung in die (-Öffnungs-) Endlage wirksam zu unter stützen.
Ist die Motorbremse ausgeschaltet, so dient der Leerlaufwinkelhebel 27 als Gegenanschlag für den Leerlaufanschlag 25, der sich dann links von dem Leerlaufwinkelhebel 217 befin det. Die Windungen der Feder 29 sitzen dann aufeinander auf.
Wird der Bowdenzug 23 zum Abstellen nach unten bewegt, wirkt die Zugfeder 29 als starres Übertragungsglied und verstellt den Leerlaufwinkelhebel 2;7 im Ge- genuhrzeigersinn. Dadurch gibt dieser den Leerlaufanschlag 25 frei, so dass die Stange 19 dem Bestreben des R.egelhebel's 22, in Stopstellung zu gehen, nachgeben kann.
Die am Regelhebel 22 angreifende Feder kann also den Leerlaufwinkelhebel 27 gegen die starke Zugfeder 29 nicht im Gegenuhrzeiger sinn bewegen, wohl aber wird der Zug dieser" Feder beim Einschalten. der Motorbremse überwunden (gezeichnete Stellung).
Im zweiten Ausführungsbeispiel ist die Motorbremse eingeschaltet darge stellt (F'ig. 3).
Es ist ohne weiteres ersichtlich, dass die Anschläge 37 und 46 des Bremswinkelhebels 34 dafür sorgen, dass bei eingeschalteter Mo torbremse das Gasgestänge auf Leerlauf steht und die Kupplung eingeschaltet ist. Ebenso klar kann man erkennen, dass durch Nieder treten des Gaspedals 7 oder des Kupplungs pedals 8 die Drosselklappe 6 geöffnet wird (Pfeile). In der gezeichneten ;Stellung steht die Einspritzpumpe auf Stop , das heisst, der Leerläufzwischenhebel 43 ist gegen die Kraft der Feder in Vorrichtung 44 in Gegen- uhrzeigersinn geschwenkt worden.
Gibt nun beim Auskuppeln der Anschlag 37 den (Gas-. winkelhebel 39 frei, so wird der Gaswinkel hebel 39 durch die Federraft der Vorrieb. tung 44 unter Überwindung der allgemeinen Rückstellfederkraft im Gasgestänge über den Leerlaufzwischenhebel 43 in die Leerla-uf- stell;ung gebracht.
Wird hingegen der Leerlaufzwisehenhebel 43 mit Hilfe der Vorrichtung 44 im Gegen uhrzeigersinn gedreht, so gibt Anschlag 45 den Gaswinkelhebel <B>39</B> frei, so dass die all gemeine Rückstellfederkraft im Gasgestänge das Gestänge in Stopst.ellung bringt..
Das dritte Ausführungsbeispiel (Feg. @4 bis 7) ist bei ausgeschalteter Motorbremse dargestellt. (Die, Drosselklappe 6 befindet. sieh in Öffnungsstellung,) Die Stellung des'Schalt- hebels 3 wird durch die Leerlaufeinstell- schraube 54 bestimmt. Diese Schraube legt also die Öffnungsstellung des gesamten Ge stänges fest, insbesondere die des Anschlag hebels 50, dessen rechter Arm als Leerlauf ansehlag für den Gasübertragungshebel 51 dient.
Wird der 'Schalthebel 3 etwas in Rieh- tung bremsen bewegt, so bewegt sich der Anschlaghebel 50 im Gegenuhrzeigersinn: Gasübertragungshebel 51 kann dem Druck des Grasgestänges in Richtung Stop folgen, und der Motor wird abgestellt. Man erspart sich also eine gesonderte Motorabstellvorrichtung.
Ist der Schalthebel 3 ganz umgelegt und dadurch die Drosselklappe 6, in Schliessstel lung, so liegt der untere Schenkel des Winkel hebels 47 an dem Bolzen 49 des Kupplungs pedals 8 an, so dass auf jeden Fall einge kuppelt ist. Ebenso sorgt der linke Arm des Anschlaghebels 5'0 dafür, da.ss der Gasiiber- tragungshebel 51 in Stopstel;lung steht.
Wird nun Gas gegeben, so muss sich dieser linke Arm nach links bewegen, wodurch die Drosselklappe 6 in Öffnungsstellung gebracht wird.
Ebenso wird die Motorbremse 6 aiisge- scha.ltet, wenn man das Kupplungspedal 8 niedertritt: Der Bolzen 49 bewegt hierbei den untern Schenkel des Winkelhebels 47 nach links, wodurch wiederum das Brems .betätigungsgestänge in Richtung Öffnen in Bewegung versetzt wird. Der Gasübertra- gungshebel 51 wird hierbei durch den rechten Arm des Anschlaghebels 50 von der Stop stellung in die Leerlaufstellung gedrückt.
Diese Öffnunggbewegtuigen brauchen vom Gas- bzw. Kupplungspedal nur so weit einge leitet werden, dass die Drosselklappenfeder 31 durch ihre Totlage geht. Die Weiterbewe gung wird dann durch diese Feder besorgt.