CH327123A - Verfahren zur Herstellung neuer Pyridazine - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Pyridazine

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CH327123A
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Jean Dr Druey
Paul Dr Schmidt
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Ciba Geigy
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Description


      Verfahren    zur Herstellung neuer     Pyridazine       Gegenstand der vorliegenden     Erfindung          ist    die     Herstellung    von     Pvrida.zinen,    die in       6-Stellung    eine     verätherte        Oxv-    oder     lIer-          eaptogruppe,    z.

   B. eine     aliphatiseh    v     erätherte          Oxygruppe,    vorzugsweise eine niedere     Alkoxy-          tyruppe,        aufweisen    und in     5-Stellung    eine  freie oder funktionell abgewandelte     Carboxyl-          @ruppe,    wie eine veresterte oder     amidierte            Carboxylgruppe,    oder vorzugsweise eine  C     ;van        gruppe,    besitzen.

   Das erfindungsge  mässe Verfahren eignet sich     insbesondere    für  die Herstellung solcher     Pyridazine,    die in S  und     4-Stellung    niedere     Alkrl-    wie     Methyl-          reste    tragen, z. B. das     6-1Iethoxy-5-cyan-3,-1-          dimeth@rl-pyridazin    der Formel  
EMI0001.0033     
    Die neuen Verbindungen können als Heil  mittel oder als Zwischenprodukte Verwen  dung finden. Sie sind     analgetisch    wirksam.

         Besonders    wertvoll sind in dieser Beziehung  die     5-Cy        anpyridazine,    die in     6-Stellung    eine       1Iethoxygruppe    besitzen.  



       Das    erfindungsgemässe Verfahren zur       Herstellung    der neuen     Pyridazine    ist dadurch       gekenimeiehnet.,    dass man Verbindungen der  Formeln     RX    und     FR',    worin R einen in       5-Stellung    eine ' freie oder funktionell     ab,-("-          wandelte        Carboxylgruppe    enthaltenden     Pyrid-          a.zyl-(6)-rest    und R' den     organischen    Rest  eines Alkohols bedeutet,

   und     worin    X und     Y     unter     Hinterlassung    eines R und R'     verbin-.          denden    Sauerstoff- oder Schwefelatoms     ab-          spaltbare    Reste sind, unter Abspaltung von    X und V miteinander umsetzt. X kann be  sonders ein Halogenatom oder .eine freie     Oxy-          oder        Mereaptogruppe    sein, die in üblicher  Weise, z.

   B. durch Behandlung mit Alko  holen oder     Merca.ptanen,        gegebenenfalls    in  Form ihrer     ll_etallsalze    oder reaktionsfähigen       Elstern,    durch die v     erätherte        Oxy-    oder       Mercaptogruppe    ersetzt werden kann. Bei  diesen Umsetzungen arbeitet man unter  üblichen Bedingungen, vorzugsweise in An  wesenheit von organischen Lösungsmitteln.  



  Die Ausgangsstoffe sind bekannt, oder  lassen sich nach an sieh bekannten Methoden  gewinnen. So erhält. man z. B.     6-Mereapto-          pyridazine    in sehr guter Ausbeute durch -Um  setzung von     6-Halogen-pyridazinen    mit.     Thio-          harnstoff.    Die     6-Halogen-pj-ridazine    werden      ihrerseits durch     Halogenierung    mit     Phosphor-          oxyhalogeniden    aus den entsprechenden     6-          Oxyverbindungen    gewonnen.  



  Die Erfindung wird in den folgenden  Beispielen     beschrieben.    Zwischen Gewichts  teil und     Volumteil    besteht. die gleiche Be  ziehung wie zwischen Gramm und Kubik  zentimeter. Die Temperaturen sind in Celsius  graden angegeben.  



  <I>Beispiel 1</I>  In eine     Natriummethylatlösung,    herge  stellt aus 2,6 Gewichtsteilen Natrium und  150     Volumteilen    Methylalkohol, werden 16  Gewichtsteile     6-Chlor-5-cyan-3,4-dimethyl-          pyridazin    eingetragen und während 3 Stunden  bei     Zimmertemperatur    gerührt. Man dampft  dann die Reaktionslösung im Vakuum zur  Trockne ein, nimmt den Rückstand in 100       Volumteilen    Wasser auf und schüttelt die  wässerige Lösung mit Chloroform aus. Nach  Eindampfen des Chloroforms wird der Rück  stand aus     Ligroin    umkristallisiert.

   Man er  hält so     6-hlethoxy-5-cyan-3,4-dimethyl-pyri-          dazin    in weissen Kristallen vom F. = 93  bis 94 . Ausbeute     52 /o-.     



  Das     als        Ausgangsstoff    verwendete 6  Chlor-5-cyan-3,4-dimethyl-pyridazin kann wie  folgt erhalten werden:  20 Gewichtsteile     6-Oxy-5-cyan-3,4-dinie-          thyl-pyridazin    werden während 1 Stunde in  einem Bade von 100  zusammen mit 90     Vo-          lumteilen        Phosphoroxychlorid    erhitzt..     ;Man     dampft im     Vakuum    vom überschüssigen     Phos-          phoroxychlorid    ab und versetzt. den Rück  stand mit Eiswasser. Die wässerige     @ösuü:     wird mit 2-n.

   Natronlauge auf     pH    = 7 ge  stellt, mit Chloroform     ausgezogen,    und der       Chloroformrückstand    aus     Ligroin    umkristal  lisiert.     6-Chlor-5-cy        an-3,4-dimethyl-pyr        idazin     wird so in weissen Kristallen vom F. 81-82        erhalten.        Aiusbeiite        90%,.     



  <I>Beispiel 2</I>  Man löst 2,6     Gewichtsteile    Natrium in  150     Volumteilen    Äthylalkohol und gibt, so  bald die     Natriumalkoholatbildung    beendet. ist,  16     Gewichtsteile        6-Chlor-5-cya.n-3,4-diinethyl-          pyridazin    dazu. Die Mischung wird während  drei Stunden bei Zimmertemperatur gerührt,    im Vakuum eingedampft, der Rückstand in  100     Volumteilen    Wasser aufgenommen und  die wässerige Lösung mit Chloroform aus  gezogen.

   Durch     Umkristallisieren    des     Chloro-          formrüekstandes    aus     Petroläther    erhält man  6 -     Äthoxy-5    -     ev    an-     3,4-dimethv        l-pvr        idazin    in  weissen Kristallen von F. = 71-790.     Aus-          beute        63        %.        Beispiel.   <I>3</I>  In 50     Volumteilen    2-n.

   Natronlauge löst  man 17 Gewichtsteile     6-1Iereapto-5-eyan-3,-1-          dimethyl-pyridazin    und gibt     langsam    in drei  Portionen 13     Gewichtsteile        Dimethvlsulfat     dazu. Es wird     1/2    Stunde bei Zimmertempera  tur stehengelassen, dann mit 2-n. Natron  lauge alkalisch gestellt und mit Chloroform  ausgezogen. Nach Abdampfen des Chloro  forms wird der Rückstand aus     Ligroin        uni-          kristallisiert    und so     6-1-Iet.hylmercapto-5-          cyan-3,4-dimethyl-pyridazin    in gelben Kristal  len von F. 66-67  erhalten.

   Ausbeute 41     oio.     



  Das als Ausgangsmaterial verwendete  6 -     Mercapto    - 5 - Cyan- 3,4 -     dimethyl-pyridariri     kann wie folgt erhalten werden:  16,7 Gewichtsteile     6-Chlor-5-cyan-3,4-cIi-          methyl-pyridazin,    8,5     Gewiehtsteil.e        Thioliarn-          stoff    und 100     Volumteile        Äthvlalkohol    werden  während 12 Stunden unter Rühren zum  Sieden erhitzt. Man lässt erkalten und     im,tsclit     von den gelb     ausgefallenen    Kristallen ab.

    Nach     Umkristallisieren    aus siedendem     Äthyl-          alkohol    wird das     6-Mercapto-5-evan-3,4-dinre-          thyl-pyridazin    in gelben Kristallen     vom     F.     213-21-1     erhalten. Ausbeute 74 /o.    <I>Beispiel</I>  In 150     Volumteilen        Isopropyla.lkohol    wer  den 1,3     Gswichtsteile    Natrium eingetragen.

    Wenn alles Natrium umgesetzt ist, gibt man  eine Lösung von 8 Gewichtsteilen     6-Chlor-:i-          cyan-3,4-dimethvl-pyridazin    in 300     Voluni-          teilen    Benzol dazu und rührt während  10 Stunden bei     Zinimerteniperatur.    Es wird  dann     rin    Vakuum zur Trockne     ein,edainhft     und der Rückstand mit     Petroläther    ausgezo  gen.

   Nach     Abdestillieren    des     Petrolätliei,s     wird das erhaltene Öl im Vakuum     destilliert.          6-Isopropoxy        =5:-cy        an..3,4-        dissnethv        1-py        ridazin     der Formel    
EMI0003.0001     
    geht unter 0,1 mm     Hg        Druck    bei     138-140      über. Ausbeute     30"/".  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung neuer Py ri- dazine, dadurch gekennzeichnet, dass man Verbindungen der Formeln RX und YR', worin R einen in 5-Stellung eine freie oder funktionell abgewandelte Carboxylgruppe enthaltenden Pyrida.zyl-(6)-rest und R' den organischen Rest eines Alkohols bedeutet, und worin X und Y unter Hinterlassung eines R und R' verbindenden Sauerstoff- oder Schwefelatoms abspaltbare Reste sind,
    unter Abspaltung- von X und V miteinander um setzt. . UNTERANSPRL; CHE 1. Verfahren nach Patentaiispiaich, da durch gekennzeichnet, dass man Pyridazine, die in 5-Stellung eine freie oder funktionell abgewandelte Carboxylgruppe besitzen und in 6-Stellung ein Halogenatom aufweisen, als Ausgangsstoffe verwendet. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man Pyridazine, die in 5-Stellung eine freie oder funktionell abgewandelte Carboxylgruppe besitzen und in 6-Stellung eine freie Oxy- oder Mercapto- gruppe aufweisen, als Ausgangsstoffe ver wendet. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Untera,nsprueh 1, dadurch gekennzeichnet, da.ss man 5-Cyan-6-halogen-pyridazine als Ausgangsstoffe verwendet. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man 5-Cyan-6-halogen-pyridazine, die in 3- und 4-Stellung niedere Alkylreste tragen, als Ausgangsstoffe verwendet. 5. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1, 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass man 5-Cyan-6-halogen- 3,4-dimethyl-pyrida.zine mit .einem Metall- methylat. umsetzt.
CH327123D 1954-05-11 1954-05-11 Verfahren zur Herstellung neuer Pyridazine CH327123A (de)

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