Anlage zum Sortieren von hintereinander bewegten einzelnen Blechstreifen Die Erfindung bezieht sich auf eine An lage zum Sortieren von hintereinander beweg ten Blechstreifen.
Bei den bekannten Anlagen zu diesem Zweck musste ein Bedienungsmann Skalen von Prüfgeräten, gegebenenfalls auch die Bleehstreifen selbst beobachten und einen fehlerhaften Streifen durch Auslösen einer Vorrichtung aus der Bahn der Streifen erster Wahl entfernen.
Demgegenüber besteht. die eine Sortier- anlage betreffende Erfindung darin, dass in Bewegungsrichtung der Blechstreifen gesehen hintereinander mindestens eine Prüfvorrich tung, mindestens eine von dieser ausgelöste, einen fehlerhaften Blechstreifen markierende Vorriehtung und eine auf eine Markierung ansprechende, das Aussortieren der fehler haften Blechstreifen einleitende Vorrichtung angeordnet. sind.
Fig. 1 zeigt, eine beispielsweise Ausfüh rungsform der Anlage nach der Erfindung in Verbindung mit. einer Ba.ndzerteilanlage in schematischer Darstellung von oben ge sehen.
Fig. 2, 3 und 4 zeigen schematisch ein Ausführungsbeispiel einer Markierungsvor, riehtung im Rahmen der erfindungsgemässen Anlage in verschiedenen Arbeitsstellungen.
Nach Fig. 1, in der eine Ausführungsform der erfindungsgemässen Anlage in Verbin dung mit einer Bandzerteilanlage schematisch dargestellt ist, ist eine Vorratsrolle 1, die ein einige hundert Meter langes Blechband ent halten kann, in einer Haltevorrichtung 2 ge lagert. Das Blechband 3 ist von der Vorrats rolle weg durch ein Richtgerät 4 hindurch zu einem Prüfgerät 5 geführt, das in der dar gestellten Ausführungsform die Dicke des Blechstreifens prüft. Das Blechband wird nach Durchtritt durch diesen Dickenmesser 5 zu der Schere 6 geführt, die das Band in ein zelne Streifen 7 bestimmter Länge zerteilt.
Die Blechstreifen 7 werden auf einem Trans portband 8 zu Markierungsvorrichtungen 9, 10, 11 befördert, die fehlerhafte Blechstreifen mit Papierklebestreifen 12 kennzeichnen. Die Blechsteifen werden zu einer auf die Markie rung ansprechenden Vorrichtung 13 weiter bewegt, die das Aussortieren der markierten Bleehstreifen durch die Sortiervorrichtung 14 einleitet. In der dargestellten Ausfüh rungsform werden die markierten Blech streifen durch die Sortiervorrichtung, z. B. magnetisch, auf das Förderband 15 gehoben, während die nicht markierten Blechstreifen auf das Förderband 16 fallen. Die auf den Bändern 15 bzw. 16 weiterbeförderten Blech streifen werden durch besondere Stapelvor richtungen gestapelt.
Der Dickenmesser 5 enthält zwei Organe 17 und 18. Das Organ 17 spricht an, wenn die Dicke des durch den Dickenmesser lau fenden Bandabschnittes grösser als das ein- gestellte Prüfmass ist, das Organ 18 dann, wenn der durchlaufende Bandabschnitt dünner als dieses Mass ist.
Die Organe 17 und 18 geben Steuer impulse so verzögert über die Leitungen 19 bzw. 21 an den Magneten 20 in der Markier vorrichtung 10 bzw, an den Magneten 22 in der Markiervorrichtung 11, dass diese Mar- kiervorrichtung 10 bzw. 11 in dem Augen blick ausgelöst wird, in dem der Blechstreifen mit der von dem Prüfmass abweichenden Dicke durch diese Markiervorrichtung läuft.
Die Markiervorrichtung 9 enthält. eine Vor ratsrolle 24 mit. gelbem, die Markiervorrich- tung 10 eine Vorratsrolle 24 mit rotem und die Markiervorrichtung 11 eine Vorratsrolle 24 mit. grünem Papierklebeband.
Der Vorteil einer derartigen Ausführungs form der Anlage, bei der die fehlerhaften Blechstreifen entsprechend den festgestellten Fehlern verschieden markiert werden, liegt darin, dass die fehlerhaften Blechstreifen durch die das Aussortieren einleitende Vor richtung nach den verschiedenen Fehlerkate gorien getrennt aussortiert werden können, und da.ss, auch wenn eine nach den festgestell ten Fehlern. getrennte Aussortierung nicht. gleich erfolgt., bei Weiterverarbeitung des Ausschusses ohne weitere Prüfung erkennbar ist, warum ein Blechstreifen aus den Blech streifen erster Wahl aussortiert wurde.
Bei jeder der Markiervorrichtungen 9, 10 und 11 ist nach Fig. 2 bis 4 ,die Vorratsrolle 24 auf einer Welle 23 gelagert. Mit einer Treibrolle 25 ist ein Zahnrad 26 drehfest ver bunden, mit. dem ein Zahnrad 27 in Eingriff steht, das von einem auf der Welle 28 be festigten Zahnrad 29 angetrieben ist. Auf der Welle 28 ist ein Klinkenrad 30 befestigt., das mit einer an dem Gestängeteil 31 angelenkten Klinke 32 zusammenarbeitet.
Der Gestänge- teil 31 ist am Arm 34 eines um die Achse 33 schwenkbar gelagerten zweiarmigen Hebels 34, 35 angelenkt. Der Arm 35 des Hebels 34, 35 ist mit einem von dem Magneten 20 (22) bewegbaren Verbindungsglied 36 gelenkig verbunden. An dem Hebelarm 34 ist, ein Ober messer 37 .einer Schneidvorriehtung 37, 38 befestigt. Das Untermesser 38 steht fest. Ani Ende des Hebelahnes 34 ist ein Gummi drucker 39 um die Achse 40 schwenkbar ge lagert.
Eine Feder 41 ist. bestrebt, den Gummidrücker in der in Fig. 2 und 3 ge zeichneten Lage zu halten. Das Obermesser 37 kann auch am. Cxummidrüeker 39 und mit ihm um die Achse 40 schwenkbar befestigt sein.
Wenn der Magnet 20 (22) von dem Organ 17 (18) des Dickenmessers .5 einen Strom impuls erhält, so schwenkt der Hebel 34, 35 um die Achse 33, so dass die Klinke 32 das Klinkenrad 30 um einen Zahn in Pfeilrich tung verdreht. Die Übersetzung der Zahn räder 29, 27 und 26 ist so gewählt, dass die Drehung der Treibrolle 25 ausreicht, um das zwischen ihr und einer Andrüekrolle 44 hin durchgeführte Band 42 etwa. um 4 cm von der Vorratsrolle abzuziehen und zwischen die Messer<B>37,</B> 38 vorzuschieben. Am Ende der Schwenkbewegung des Armes 34 schneidet das Obermesser 37 den Papierstreifen 12 von dem Band 42 ab (Fug. 4).
Zugleich wird der Papierstreifen von dem Cnmmidrüeker 39 gegen den an der 3larkiervorriehtung vorbei laufenden fehlerhaften Blechstreifen 7 ge drückt. Das Papierband ist nicht. auf seiner ganzen Unterseite klebend, sondern nur längs seiner Mittellinie klebend ausgebildet, so dass der Markierungsstreifen später wieder leicht entfernt werden kann, ohne dass Rück stände auf der Blechoberfläche zurückbleiben. Wird der Magnet 20 (22) stromlos, so geht. die Markiervorrichtung in ihre in Fig. 2 ge zeichnete Ausgangsstellung zurück.
Bei dem dargestellten Ausführungsbei spiel wird die Markiervorriehtung 9 nicht selbsttätig durch eine Prüfvorrichtung 5, son dern durch einen Bedienungsmann ausgelöst, der die vorbeibewegten Bleelistreifen darauf hin prüft, ob ihre Oberfläche einwandfrei ist. Dadurch können auch Blechstreifen markiert werden, die einen von einem Bedienungsmann festgestellten Fehler aufweisen, auf den die Blechstreifen durch eine Präfvorrichtung nicht. geprüft werden.
In dem Augenblick, in dem ein Blechstreifen mit fehlerhafter Ober- fläehe an einer Marke .15 vorbeibewegt wird, betätigt der Bedienungsmann den Hebel .16, wodurch über eine entsprechende Verzöge rungsschaltung die Markiervorrichtung 9 in dem Moment ausgelöst wird, in dem der fehlerhafte Blechstreifen an ihr vorbeiläuft. Die Klebestreifen der Markiervorrichtung 9 werden an einer andern Stelle der Blechstrei fen aufgeklebt, als die Klebestreifen der Mar- kiervorriehtungen 10 und 11, z.
B. neben den Klebestreifen der Markierv orrichtungen 10 und 11.
Die Farben der Papierklebestreifen sind so gewählt, dass ein Blechstreifen, der dünner als, das Prüfmass ist, durch ,einen grünen Klebestreifen, ein Blechstreifen, der dicker ist als das Prüfmass, durch einen roten Klebe streifen und ein Blechstreifen mit fehler hafter Oberfläche durch einen gelben Klebe streifen gekennzeichnet die Markierungsvor- richtungen 9, 10, 11 v erlässt.
Das die Aussortierung einleitende Gerät spricht auf die Veränderung der Reflexion der Blechoberfläche durch die Klebestreifen an.
Wenn die fehlerhaften Blechstreifen ent sprechend den verschiedenen Fehlern geson dert gestapelt. werden sollen, so wird eine auf die einzelne Farbe des Klebestreifens an sprechende, z. B. auf die Grösse der Reflexion in gleich- und andersfarbigem Licht mit Hilfe liehtelektriseher Zellen ansprechende Vorrich tung verwendet.
Bei einer andern Ausführungsform der Anlage nach der Erfindung werden die. Steuerimpulse von dem Dickenmesser nicht verzögert, sondern in dem Augenblick an die 1Vlarkiervorrichtung abgegeben, in dem ein Blechabschnitt mit einer Dicke durch den Dickenmesser läuft, die aus der eingestellten Masstoleranz herausfällt. Durch diesen Steuer impuls wird die Markiervorrichtung unter Strom gesetzt und die Auslösung vorbereitet.
Zur Auslösung der hlarkiervorrichtung dient eine mechanische oder lichtelektrische Aus lösevorriehtung, die in der Blechlaufrichtung hinter dieser Markiervorrichtung angeordnet ist und anspricht, wenn die Vorderkante des betreffenden Blechstreifens an dieser Aus- lösevorriehtung vorbeiläuft. Die Auslöse vorrichtung ist in der Bewegungsrichtung der Blechstreifen verschieb- und einstellbar an geordnet.
Dadurch kann der Abstand einge stellt werden, in dem die markierenden Klebestreifen von der Blechstreifenvorder- kante entfernt. durch die Markierungsvorrich tung aufgeklebt werden. Es ist zweckmässig, die Markierung höchstens 10 bis 15 cm von einer Endkante eines Blechstreifens entfernt anzubringen. Auch die von Hand betätigte Markiervorrichtung 9 kann entsprechend die ser zuletzt beschriebenen Ausführungsform durch eine besondere Auslösevorrichtung ausgelöst werden.
Es kann auch zweckmässig sein, bei einer Ausführungsform der Anlage nach der Er findung die Markierungsvorrichtungen nicht in Bewegungsrichtung der Blechstreifen hintereinander, sondern nebeneinander anzu ordnen.
Der Dickenmesser oder ein anderes Prüf gerät kann auch hinter der Schere angeord net sein. Die Dicke der Bleche wird dann zweckmässig berührungslos, z. B. mit Hilfe der von der Blechdicke abhängigen Absorp tion von radioaktiver Strahlung gemessen.
Die Anlage kann auch mehrere Prüfvor richtungen zum Prüfen der Masse und (oder) wichtiger Materialeigenschaften des Blech streifens aufweisen. Die einen fehlerhaften Blechstreifen markierende Vorrichtung kann auch so ausgebildet sein, dass sie jedes fehler hafte Blech unabhängig von dem festgestell ten Fehler mit der gleichen Markierung kenn zeichnet.. Bei andern Ausführungsformen der Anlage sind einzelne Gruppen von Prüfvor richtungen je einer besonderen Markierungs vorrichtung zugeordnet, oder es ist nur eine Markierungsvorrichtung vorgesehen, . die so ausgebildet ist, dass sie den Fehlerkategorien entsprechend verschiedene Markierungen auf den fehlerhaften Blechstreifen anbringen kann.