CH327730A - Verfahren zur Herstellung von Kobaltphthalocyaninzwischenprodukten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kobaltphthalocyaninzwischenprodukten

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CH327730A
CH327730A CH327730DA CH327730A CH 327730 A CH327730 A CH 327730A CH 327730D A CH327730D A CH 327730DA CH 327730 A CH327730 A CH 327730A
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cobalt
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Fritz Dr Baumann
Berthold Dr Bienert
Heinrich Dr Vollmann
Georg Dr Roesch
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Bayer Ag
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Description


  Verfahren     zur    Herstellung von     Kobaltphthalocyaninzwischenprodukten    .    In der deutschen. Patentschrift, Nr. 839939  ist die     Herstellung        neuartiger        K.obaltkomplex-          verbindungen    beschrieben worden, welche als       gemeinsaures    Kennzeichen rotorange     bis    bräun  lichgelbe Farbe     aufweisen    und welche bei der       Einwirkung    reduzierender Mittel - zum Teil  schon bei Raumtemperatur - leicht. in Kobalt  phtlralocy     anin        überführbar    sind.

   In der deut  schen Patentschrift     Nr.855710        ist    eine Ver  besserung des     Herstellungsverfahrens        besehrie-          ben,    die durch die     Mitverwendung    von Am  monnitrat. als     Oxydationsmittel    gekennzeich  net ist.  



       Kobaltkomplexverbindungen    mit     grund-          sätzlich    gleichem Verhalten sind auch in der  deutschen Patentschrift.     Nr.914250    sowie in  den Schweizer Patenten     Nrn.    297833, 303660,       30605\?        und.    306237 beschrieben.

   Sie können,  wie     dort        beschrieben,    aus     Kobaltphthalocyanin     durch Einwirkung von Oxydationsmitteln, wie       Salpetersäure    oder aus     Kobaltphthalocyanin     und     1-Amino-3-imino-isoindoleninnitrat    erhal  ten werden;     ebenso    sind sie auch durch Er  hitzen von     1.-Amino-3-imino-isoindolenin    mit     1-          Amino-3-imino-isoindolenin-Nitrat.und.    Kobalt  chlorid erhältlich.

   In der genannten deutschen  Patentschrift ist     ferner        beschrieben,    dass ein  gelber     Kobaltkomplex,    welcher 4     Isoindolenin-          reste    auf 1     Kobaltatom    enthält, durch Ein  wirkung von     1-Amino-3-imino-isoindolenin    in  einen     andern.        Kobaltkomplex    übergeführt wer-    den kann, welcher 40     C-Atome    auf 1     Co-Atom     enthält (d. h. fünf     3-Imino-isoindoleninreste     im Komplex enthält).  



  Die     Entstehungsart    dieser     Kobaltkomplexe,     ihr chemisches und physikalisches Verhalten,       insbesondere    der Seichte Übergang in     Kobalt-          phthalocyanin,    sowie die Ergebnisse einer gro  ssen Zahl von Analysen der verschiedenen Ab  wandlungsformen dieser Komplexe     werden     am     bersten    verständlich, wenn man annimmt,  dass ihnen ein     gemeinsames    Bauprinzip zu  grunde     liegt.    Wahrscheinlich handelt es sich  in allen Fällen um Komplexe mit.

       koordinativ          6wertigem    Kobalt, in denen der     Phthalo-    .       cyaninring    in irgendeiner     Form    vorgebildet  ist und die im folgenden als     Phthalocyano-          kobaltkomplexe    bezeichnet werden.  



  In den deutschen     Patentschriften    Num  mern 861300 und 899698 ist die Verwendung .  solcher     Kobaltkomp,lexe,    die in alkalischen       Mitteln    löslich sind, für die Textilfärberei und       Druckerei    beschrieben.  



  Es wurde nun gefunden, dass man für den  gleichen Zweck gut. geeignete     Kobaltphthalo-,          cyanin-Zwischenprodukte    erhalten kann, wel  che in verdünnter     Essigsäure    löslich sind,       wenn    man in alkalischen Mitteln lösliche       Phthalocy        anin-Kobaltkomplexe    durch     Umset-          zung    mit Polyaminen in in verdünnter Essig-,       säure    lösliche     Phthalocyanin-Kobaltzwischen-          produkte    überführt.

   Die     Umsetzung    mit den           Polyaminen    kann durch kurzes Verrühren  oder Erwärmen     zweckmässig    in einer     An-          schlemmung    der komplexen     Kobaltv        erbin-          dungen    in Methanol,     Aeet:on        usw.        evtl.    in Ge  genwart von Alkalien durchgeführt werden.  Als Polyamine können z. B.     Äthylendiamin,          Diäthylentriamin    und andere Polyamine, wie  sie in den Beispielen     beschrieben    sind, ver  wendet werden.  



  Die so erhältlichen Zwischenprodukte ent  wickeln sich, wenn sie in schwach saurer     Lö-          sung    auf die Faser oder allgemein auf Sub  strate gebracht werden, durch     Einwirkung    von  Reduktionsmitteln, zum Teil auch schon durch  Erwärmen     allein,    leicht zu tiefblauen Färbun  gen oder     Drucken    von hervorragend guter  Wasch- und Lichtechtheit.  



  Diese basischen, komplexen     Kobaltverbin-          dingen    besitzen gegenüber den oben erwähn  ten bekannten Verbindungen den     Vorteil,    dass  man mit ihnen haltbare     Färbe-    oder     Drack-          präparate    herstellen kann, welche sich auch       zum    Klotzen von Faserstoffen eignen. Ausser  dem kann die Fixierung der Farbstoffe nicht  nur im     Neutraldampf,    sondern auch im Säure  dampf     erfolgen.     



       Beispiel   <I>1</I>  Man erhitzt eine     Mischung    von Gewichts  teilen     Pht.halsäureanhydrid,    60     Gewichtsteilen          Harnstoff,    12     Gewichtsteilen    wasserfreiem       Kobaltchlorid,    8,2     Gewichtsteilen    Ammonium  nitrat und 0,1 Gewichtsteilen     Ammonium-          molybdat    in 120     Gewichtsteilen    Nitrobenzol  unter Rühren zunächst 1 Stunde auf     140     und  dann so lange auf 160 bis 170 ,

   bis neben den       blaxien    Nadeln des     Kobaltphthalocyanins    die  braungelben     Kristalle,der    komplexen Kobalt  verbindung erscheinen.  



       Anschliessend    rührt man 1     Stunde    bei 170 ,  1 Stunde bei 180  und etwa 2 bis 3 Stunden  bei 200 bis 205 ,     bis    die blauen Kristalle des       Kobaltphthaloeyanins    wieder     verschwunden          sind.    Man lässt dann die Schmelze erkalten,       verdünnt    mit     Methanol,    saugt die gelbbraunen,  derben     Kristalle    der komplexen     Kobaltver-          bindung    ab,     wäscht    mit Methanol     und    Wasser  und trocknet.

   Man erhält etwa 42 Gewichts-    teile     eines    gelbbraunen, in alkalischen Mitteln  löslichen     Phthalocyanokobaltkomplexes.     



  1 Gewichtsteil     dieses    Komplexes wird mit  6 Gewichtsteilen     Methanol    und 1 Gewichtsteil       Äthylendiamin    unter Rühren     10--20    Minuten  zu gelindem Sieden erhitzt, bis eine Probe  in verdünnter Essigsäure leicht löslich     ist.     Nach dem Erkalten wird das     R.eaktions.pro-          dukt    abgesaugt, mit Methanol und     Wasser        ge-          waschen        und     Man erhält in vor  züglicher Ausbeute einen bräunlich     bis    orange  gelben,

   gut     kristallisierten        Körper,    -welcher  sich leicht in verdünnter Essigsäure löst, eine       gewisse    Affinität     zui    pflanzlichen, tierischen  und synthetischen     Fasern        zeigt    und auf Zu  satz von Reduktionsmitteln, z. B.     Natrimu-          hyposulfit,    rasch     Kobaltphthalocyanin    bildet.

         Beispiel     In eine     Mischung        von        \?        Gewichtsteilen     eines     aliphatischen    Polyamins mit 0,6 Ge  wichtsteilen     ATethanol    trägt man unter Rühren  bei 10-15  1 Gewichtsteil des im     Beispiel    1 als  Ausgangsprodukt     verwendeten        Kobaltkomple-          xes    ein und rührt bei dieser Temperatur etwa       1/,1    bis 1/2 Stunde.

   Dann lässt man noch etwa  5 Gewichtsteile     341ethanol    langsam zufliessen,  rührt     1/.1    bis     1%    Stunde weiter, saugt das Um  setzungsprodukt ab und verfährt weiter wie  in Beispiel 1.  



  Man erhält     meistens    in fast quantitativer  Ausbeute die gelb-     bis        rötlichorangebraunen          Umsetzungsprodukte    der komplexen Kobalt  verbindungen mit den Polyaminen.

   Als Poly  amine können     beispielsweise    verwendet. wer  den:     Äthylendiamin,        Diäthylentriamin,        Hexa-          methylendiamin,        y,y'        -Diaminopropylmethyl-          amin,        1-Amino-3-dimeth@-laminopropan,        1-Di-          äthylamino-4-amino-n-perrtan    oder a. m.

   Alle       diese    Polyamine     liefern    Umsetzungsprodukte,  die sich leicht in verdünnter     E <  < sigsäLire    lösen  und zur Erzeugung von Färbungen oder  Drucken verwendet werden können.  



  Die Herstellung von     Klotzlösungen    bzw.  Druckpasten kann zwecks besserer     Entwick-          Ring    und     Fixierring    der     Farbstoffe-        unter     Zuhilfenahme von     Reduktions-    und Lösungs  mitteln erfolgen.

        <I>Beispiel 3</I>  2 Gewichtsteile einer basischen, komplexen       Kobaltverbindung    .gemäss     Beispiel    1 oder 2  werden mit 10 Gewichtsteilen eines     Lösungs-          mittelgemisches,    welches,       428        Clewichtsteile        Formamid,     100 Gewichtsteile     Thiodiglykol,     1.15 Gewichtsteile     Diglykol,     7 2     Gewichtsteile    Glycerin und  28.5 Gewichtsteile     Glykomonomethyläther    in  7000 Gewichtsteilen enthält, angerührt.

   Dann  gibt man 5 Gewichtsteile Eisessig oder Amei  sensäure zu und füllt mit Wasser auf 100  Gewichtsteile auf.  



  Mit     dieser    Lösung kann Baumwolle,     Vis-          kosereyon,        Lavabelseide    oder     Zellwolle    ge  klotzt. und nach einer     kurzen    Zwischentrock  nung bei 40-70  neutral oder sauer gedämpft  oder auch eine kurze Zeit auf 100-150  er  hitzt werden.     Anschliessend    kann zur vollstän  digen Entwicklung des Farbtones etwa.

   5  bis 10 Minuten mit verdünnter,     natrium-          bisulfithaltiger        Ameisensäure    (20 g Ameisen  säure und 1-5g     Natriumbisulfitlösung    von  40      B6    im Liter) auf etwa 90  erhitzt, gespült  und geseift werden. Besonders schöne Aus  färbungen erhält man, wenn man die Ware  vor oder während des     Seifens    kurze Zeit mit  verdünnter Natronlauge und     Glukose    (je 1       bis    2 g im Liter) behandelt.

   In ähnlicher       Weise    wie oben beschrieben, lassen sich durch  Zugabe von in der     Zeugdruckerei    üblichen  Verdickungsmitteln haltbare Druckpasten her  stellen. In vielen Fällen, z. B. beim Bedrucken  von Baumwohle oder     Lavabelseide,    kann man  auch ohne     organische    Lösungsmittel arbeiten,  wobei es     vorteilhaft    sein kann, Gemische von       .Ameisensäure    und Essigsäure oder andern  Säuren zu verwenden.

   Als     druckverstärkende     Zusätze, namentlich beim Druck von Zellwolle  oder     Viskoseseide,    haben sich neben Harn  stoff bzw.     Thioharnstoff    und ihren Derivaten  besonders     Halogencarbonsäuren    und deren  funktionelle Derivate, Aldehyde, z.

   B.     Para-          formaldehyd,        Paraa.eet.ataldehyd,        Chloralhy-          drat,        Benzaldehyd    oder     Furfurol,        aromatische          Oxyverbindungen,        insbesondere        Hydrochinon,          Resorcin    oder     Brenzkat.echin,        fernem        Ketone,            Lactame,        Lactone    und ähnliche Verbindungen,  z.

   B.     Caprolaetam,        y-Butyrola:cton,        Pyrrolidon     und a. m. oder     Gemische    derselben     bewährt.     



  Mit diesen     Mitteln    lassen sich kräftige       Aiwfärbungen    oder Drucke von     Kobaltphthalo-          cyaninen    auf Faserstoffen erzeugen, welche  durch einen schönen,     klaren    Farbton und her- ;  vorragende Echtheitseigenschaften ausgezeich  net sind.  



  <I>Beispiel 4</I>  1 Gewichtsteil eines in alkalischen Mitteln  löslichen     Phtha.locyano-kobaltkomplexes    (Her- ,       stellung    siehe     unten)    wird mit 5 Teilen reinem  (keine     reduzierend    wirkenden     Verunreinigun-          gen    enthaltenden) Eisessig     verrührt    und die  bei schwachem Erwärmen klare tieforange  gefärbte Lösung kurz     zum    Sieden erhitzt. ,  Hierbei scheidet sich ein     schwerlöslicher        Ko-          baltkomplex,    der Essigsäure in festgebundener  Form enthält, ab.

   Dieser in     Eisessig    unlös  liche Komplex     wird.    mit 8 Gewichtsteilen  Methanol verrührt, und, bei     Raumtemperatur     wird so lange     35-40    %     ige    Natronlauge zu  getropft, bis eine klare     orangebraune    Lösung  vorliegt. Man versetzt nun mit 0,5 Gewichts  teilen     Äthylendiamin    und erwärmt zum Sie  den.

   Der sich hierbei in     hell        rötlichbraunen      Nädelchen abscheidende     basische    Komplex  wird abgesaugt, mit     iVlethanol    gewaschen     und     bei 80  getrocknet.     Ausbeute    etwa 1 Gewichts  teil. Das so erhaltene     Produkt        ist    in kalter  5     %        iger        Essigsäure        klar        gelblöslich        und        färbt        j     Baumwolle gelb an.

   Beim Eintauchen der ab  gequetschten Färbung in eine     wässrige        sodar          alkalische        Ilydrosrdfitlösung    entwickelt sich       sofort    eine tiefblaue Färbung von     Kobalt-          phtha'locyanin.    In gleicher     Weise    können auch ,       Wolle    oder Seide gefärbt werden.  



  Der als     Ausgangsmaterial    verwendete     Ko-          baltkom:plex        kann    nach folgendem, in der  deutschen Patentschrift.     Nr.839939    beschrie  benen Verfahren     erhalten    werden: Man     lässt     < .

    bei 170-180  148     Teile        Phthalsäureanhydrid,     240 Teile     Harnstoff,    40 Teile     Ammonnitrat,     32,5 Teile     wasserfreies        Kobaltchlorid    und 0,3  Teile     Ammoniummolybdat.    in 200 ein-' Nitro  benzol 5 bis 6 Stunden rühren, kühlt dann     s     auf unter 50  ab, verdünnt mit Methanol und           saugt,    ab. Nachdem mit.

   Methanol gewaschen  und dann getrocknet     wurde,    erhält man ein       Gemisch,        das        etwa        25%        Kobaltphthalocyanin     und     751/o    eines leicht in     Eisessig    löslichen       Phthaloeyanokobaltkomplexes    enthält. Die  Trennung     erfolgt    am     einfachsten    durch Ver  rühren der     Mischung    mit Eisessig bei 30 bis  40 .

   Nach dem Absaugen verbleibt reines     Ko-          baltphthaloeya.nin    als     Rückstand,    während die  gelborangefarbige     Eisessiglösung    durch Er  wärmen auf 80-110  dien oben beschriebenen,       sehwerlöslichen         Acetat -Komplex    abscheidet.  



  Die Trennung von     Kobaltphthalocyanin     und dem gelben Komplex     kann    aber auch  quantitativ durch Extraktion mit     Methylen-          ehlori,d    im     Soxlethapparat    erfolgen. Die Be  endigung der Extraktion wird am farblosen  Ablauf erkannt.

   Im Rückstand verbleibt     Ko-          baltphthaloeyanin,    während der     Phthalocyano-          i        kohalt-komplex        teils    in rotorangefarbenen, der  ben Rhomben     aus    der     Methylenchloridlösung          kristallisiert,    teils in einer andern, in     Methy-          lenchlorid    leichtlöslichen Form anfällt.

   Beide  Formen geben mit     Eisessig    erwärmt den       sehwerlöslichen        Aeetatkomplex,    welcher sich  in Methylalkohol auf Zusatz von Natronlauge  löst und sich mit     Polyaminen    leicht     umsetzt.     Der in     Eisessig    leicht lösliche Komplex bleibt  in Methanol auf Zusatz von Natronlauge un  i     gelöst    und setzt     sich    auch mit     Äthylendiamin     schlecht um.

   Seine Zusammensetzung ent  spricht     laut    Analyse der Summe aus 1     Mol          Kobaltphthaloeyanin,    1     Mol        1-Amino-3-imino-          isoindolenin,    1 Mal Ammoniak und 1     Mol     Wasser; er     ist    jedoch halogenfrei.

           Beispiel   <I>5</I>  60     GewichtsteileiNitrobenzol,    5,71 Gewichts  teile     Kobaltphthalocyanin    und 4,44 Gewichts  teile 1-     Amino-3-imino-isoindolenin-nitrat    wer  den etwa 2 bis 3 Stunden auf 200-210  er  hitzt, bis die blauen Nadeln des     Kobalt-          phthalocyanins        verschwunden    sind. Nach dem  Abkühlen saugt man ab und wäscht mit     Aee-          ton    und     Ligroin    nach.

   Man erhält 6,25 Ge  wichtsteile eines     schwerlöslichen,    in alkalischen  Mitteln löslichen     Kobaltphthaloeyanin-Zwi-          schenproduktes.       1 Gewichtsteil dieses Produktes wird in  10 Gewichtsteile Methanol mit. 1 Gewichtsteil       Äth        :ylen.diamin        und        etwa        40        %        iger        Natron-          lauge    auf 50  erwärmt.. Es erfolgt rasch völlige  Lösung mit tief gelbbrauner Farbe.

   Wird  diese Lösung zum Sieden erhitzt, so scheidet  sich innerhalb weniger Minuten ein hell. bräun  lich-orange-gelber,     kristallisierter,        basischer     Komplex ab. Ausbeute nach Absaugen,     Wa-          sehen    mit Methanol (worin der Komplex prak  tisch unlöslich ist) und Trocknen etwa 1-,05       Gewichtsteile.    Dieses Produkt ist. in kalter       5%iger        Essigsäure        klar        mit        gelber        Farbe     löslich. Die Lösung gibt auf Zusatz starker  Reduktionsmittel, wie z.

   B.     Hydrosulfit,    schon  bei Raumtemperatur, mit schwächeren Reduk  tionsmitteln, wie z. B.     Sulfit,    bei     schwachem     Erwärmen eine nahezu quantitative     Abschei-          dung    von     Kobaltphthaloey        anin.    Die analy  tische     Zusammensetzung        entspricht    etwa der  Summenformel     C421135N"0"Co    mit einem     Mol-          gewicht    von etwa 81.2.

      <I>Beispiel 6</I>  Behandelt man 1     Gewichtsteil    des aus 1  Aznino-3-imino-isoindolenin,     1-Amino-3-imino-_          isoindol#enin-nitrat    und     Kobalteblorid    in Nitro  benzol bei 180  hergestellten, in     alkalischen     Mitteln löslichen     Kobaltkomplexes    in     Illethanol     in Gegenwart.

   von etwas Natronlauge, wie im  vorigen     Beispiel    angegeben, mit     Ät.hylendi-          amin,    so erhält man in guter Ausbeute einen       basischen        Koba.ltkomplex,        der        in    5     %        iger        wäss-          riger        Essig-    oder Ameisensäure     gut,    löslich     ist..     Dieser Komplex     ist    seinem Verhalten nach  mit dem im vorigen Beispiel beschriebenen  identisch.  



  <I>Beispiel i</I>  Nach folgender Vorschrift kann ein in  5     %        iger        Essigsäure        gat        löslicher        Phthalocyano-          kobaltkomplex    auch in einer Stufe hergestellt  werden.  



  Eine     Mischung    von 5000 Gewichtsteilen       Phthalsäureanhy        drid,    6300 Gewichtsteilen       Harnstoff,    1000 Gewichtsteilen     Kobaltehlorid,     800     Gewichtsteilen        Ammonnitrat    und 10 Ge  wichtsteilen     Ammoniummolybdat:

      werden in  <B>10000</B>     Gewichtsteilen        Nitrobenzol    unter Durch-      leiten eines Luft- oder Stickstoffstromes von  40     000--50    000     Volumteilen    pro Stunde und un  ter Rühren und     Rüekflusskühlung    so lange auf  l78-182  erwärmt., bis bei mikroskopischer  Prüfung keine dunklen     Koba1tphthalocyanin-          nadeln,    mehr sichtbar sind. Gesamtdauer     des          Erhitzens    etwa 12 bis 16 Stunden.

   Das     End-          volumen    der hell     orangebraunen        Suspension,     die den in alkalischen Mitteln löslichen     Phthalo-          eyaninhomplex    enthält, beträgt 8000-9000       Volumteile.     



  Nach Abkühlen der Suspension auf     7011     wird mit 25 000, Gewichtsteilen Methanol ver  dünnt, auf 28  gekühlt und 1200     Volumteile          45        %        ige        Natronlauge        zugesetzt.        Die        Tempera-          tur        steigt-    dabei auf 35  an.

   Nach weiterem  Rühren während 15 bis 20 Minuten werden       2000        Volumteile        73        %        iges        Ät.hy        lendiamin        zu-          gesetzt..    Der     Äthylendiaminkom.plex    scheidet  sich aus der zunächst klaren braunen Lösung  beim     anschliessenden    Erwärmen auf 55-60        kristallisiert.    ab. Die     Abscheidung    ist inner  halb einer Stunde beendet.

   Eine     abfi:ltrierte          Probe        ist        in        5%iger        Essigsäure        löslich.        Man     saugt nun bei 30  ab und wäscht zur Ent  fernung des     Nitrobenzols    erst. mit. Methanol,  dann mit     Wasser    und trocknet     anschliessend     bei 70-80o. Ausbeute etwa. 4700 Gewichtsteile.  Das Produkt. eignet sich, wie in den Beispielen  1-3 näher angegeben ist, zum Färben und  Bedrucken von Textilfasern     aus        wässizger    Lö  sung.  



       Beispiel   <I>8</I>  Zur Umsetzung mit     Äthylendiamin    gemäss  Beispiel 1 wird ein     Phthalocy        ano-kobaltkom-          plex        verwendet,    welcher nach folgendem Ver  fahren hergestellt wurde:

    148     Gewichtsteile        Phthalsäureanhydrid,    240  Gewichtsteile Harnstoff, 40 Gewichtsteile     was-          serfreies    Kobalt     (II)-chlorid    und 12 Gewichts  teile     Titantet.rachlorid    werden innerhalb einer  Stunde unter Rühren auf 160  erwärmt und  während 3 Stunden bei     dieser    Temperatur    verrührt.

   Dann setzt man zum Umsetzungs  gemisch 25     Gewichtsteile        Ammonnitrat        z.i    und  verrührt weitere 3 Stunden bei 180 , dann  noch etwa 11/2 Stunden bei     200-205 ,    bis die       mikroskopische    Prüfung einer Probe keine       dunklen,    Nadeln von     Kobaltphthalocyaiiin    mehr  zeigt.

   Es     liegt    nunmehr eine     bräunlichgelbe     Suspension vor, welche nach     Abkühlung    auf  90  mit 700     Vo:lumteilen    Methanol verdünnt.,       bei    30  abgesaugt und anschliessend mit Me  thanol gewaschen wird.     CxeringeMengenPhthal-          imid    können durch     kurzes    Verrühren mit  5     %        iger        wässriger        Natronlauge,        Absaugen        und     Waschen mit Wasser entfernt werden.

   Aus  beute nach Trocknen bei 90  etwa 130     Ge-          wiclitsteile    eines hell     bräunlichgelben    fein  kristallinen     Pulvers,    das beim     Verrühren    mit       Methanol        unter        Zusatz        von        40%iger        Natron-          lauge    mit tief gelbbrauner Farbe in     Lösung     geht.

   Der aus dieser Lösung beim Erwär  men mit     Ät.hylencliamin        auskristallisierende          Pht-haloeyanoä,thylend'iam.in-komplex        ist.    nach  den Eigenschaften zu     ;schliessen        identisch    mit  dem nach Beispiel 1-     erhaltenen;

      er     ist    in       5%iger        Essigsäure        leicht        löslich        und        seine          analytische    Zusammensetzung entspricht   nach Trocknen bei l00  - der Summe von  1.     Mol        Kobaltphth@alocyanin,    1     Mol        1-Amino-3-          imino-isoind'olenin,    1     Mol        Äthylendiamin    und  2     DIol    H     ?0.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung von Kob all phthalocyaninzwisehenprodukten, dadurch ge kennzeichnet, dass man in alkalischen Mitteln lösliche Phthalocyanin-Kobaltkomplexe durch Umsetzung mit Polyaminen in in verdünnter Essigsäure lösliche Phthalocyaninkobalt-Zwi- schenpro,
    dukte überführt. Il. Verwendung der nasch dem Verfahren des Patentanspruches I hergestellten Kob-alt- phthalocyanin-Zwischenprodukte zur Herstel lung beständiger Färbe- oder Druckpräparate.
CH327730D 1952-10-11 1953-10-09 Verfahren zur Herstellung von Kobaltphthalocyaninzwischenprodukten CH327730A (de)

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