CH327781A - Vorrichtung zur Kompensation von Anzeigefehlern einer Waage - Google Patents

Vorrichtung zur Kompensation von Anzeigefehlern einer Waage

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CH327781A
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CH
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balance
pendulum
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force
compensation
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Inventor
Adrianus Van Duyn
Original Assignee
Berkel Ag
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01GWEIGHING
    • G01G1/00Weighing apparatus involving the use of a counterweight or other counterbalancing mass

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measurement Of Force In General (AREA)

Description


  



  Vorrichtung zur Kompensation von Anzeigefehlern einer Waage
Gegenstand der   vorliegenden Erfindwj    ist eine Vorrichtung zur Kompensation von Anzeigefehlern einer Waage, die dann auftreten, wenn die Waage durch Verschwenken nm eine Axe, die zur   Schwenkaxe    eines durch die   Ausgleiehskräfte    bewegbaren Teils der Waage, zum Beispiel zu einer   Waagebalken-    axe, parallel verläuft, aus ihrer Normallage gebracht ist.



   Mit   Normallage   ist üblicherweise jene Lage gemeint, für welche die Waage eingestellt wurde. Diese Lage wird meist durch ein   Luftniveau angezeigt..   



   Bei einer bekannten Vorrichtung der ge  nannten    Art, ist ein   Kompensationspendel    vorgesehen, wobei die   Pendelaxe    zur Waage-    axe-    balkenaxe parallel ist. Ein Nachteil dieser bekannten Vorrichtungen besteht darin,   da#    das   Kompensationspendel die    Anzeige auch dann beeinflusst, wenn die Waage vertikal steht, was dazu führt, dass das Einstellen der   CHeichgewichtselemente    unter gewissen Umständen schwierig oder gar unmöglich wird.



   Da eine Waage normalerweise für den Ge  brauch    in Normallage gebaut ist und die   Schräglage nur eine    Ausnahme darstellt, die durch   Nachlässigkeit des Bedienungspersonals    eintreten kann, oder wenn Tiseh oder Boden, auf welchem die Waage steht, nicht starr   genug    ist, versteht es sich, dass die Kom  pensationsvorrichtung    nur dann wirksam sein sollte, wenn die Waage tatsächlich nicht ihre Normallage einnimmt, das heisst nur in diesem Fall sollte sie die Gleichgewichtslage der Waage beeinflussen.



   Erfindungsgemäss ist die Kompensations  vorriehtung    dadurch gekennzeichnet, dass 3ie ein Kompensationspendel aufweist, das mit dem genannten durch die   Ausgleichskräfte    bewegbaren Teil der Waage verbunden ist, wobei die Schwenkaxe des Pendels in der Normallage der Waage vertikal ist.



   Die Lage eines Pendels mit vertikaler   Pendelaxe    ist für sich allein betrachtet indifferent, das heisst das Pendel kann in irgendeiner seiner Schwenklagen im Gleichgewicht sein.



   Ein Ausführungsbeispiel der   erfindungs-    gemässen Kompensationsvorrichtung ist in der beiliegenden Zeichnung dargestellt ; es zeigt :
Fig.   1    in Draufsicht eine Waage der Roberval-Bauart mit einer Vorrichtung nach der Erfindung,    Fig. 2 einen Schnitt nach    der Linie II-II in Fig.   l und   
Fig. 3 das   Kompensationspendel    der Vorriehtung im Schnitt naeh der Linie III-III in Fig. 1.



   Die   Wägeplatte    1 (in Fig.   1    aus Gründen der Übersichtlichkeit weggelassen) ist auf einem Träger 2 abgestützt. An seinen beiden Enden trägt der Träger zwei Lager 3a und 3b, welche auf den Schneiden   4a    bzw.   4b    des Waagebalkens 5 aufliegen. Am Waagebalken 5 sind ausserdem Schneiden 6a und 6b vor gesehen, welche auf Lagern 7a bzw. 7b ruhen, welche zusammen die ortsfeste Abstützung (Fig.   1)    der Waage bilden.



   Ein Lenker 8, der einerends auf einem fixierten Drehzapfen   9ì und anderends    mittels eines Drehzapfens   10    am Träger 2 gelagert ist, sorgt in bekannter Weise dafür, dass sich die   Wägeplatte 1    nur parallel zu sich selbst bewegen kann. Am einen Ende des Waagebalkens 5 ist eine Schneide 11 vorgesehen, welche mit. einem Lenker   12    zusammenwirkt.



  Der Lenker ist mit dem   Gleichgewichtsorgan    verbunden, das zum Beispiel ein Pendel, eine Feder oder ein mit   Sehiebegewieht    versehener Hebel. sein kann. Da die Wahl des   Gleich-      gewichtsorgans    mit der vorliegenden Erfindung in keinem Zusammenhang steht, soll hier nicht weiter darauf eingegangen werden.



   Auf die Schneidenlager 3a, 3b und 4a, 4b wird eine durch das Gewicht des zu wägenden Gegenstandes, das Gewieht der   Wägeplatte      usw. bestimmte Kraft K ausgeübt. Diese Kraft      E wirkt    stets vertikal nach unten, gleichgültig, welche Lage die Waage jeweils einnimmt.



   Wenn die Waage aus ihrer Normallage hinaus   versehwenkt    wird, ändert die Wirkungsrichtung der Kraft. K bezüglich der Waage, wie dies bei K' in Fig. 1 angedutet ist. Da die   Neigungswinkel #    der Waage zur Normallage stets klein sind,   kann cos#    =   1    gesetzt werden. Die Komponente der Kraft K' in der ursprünglichen Wirkungsrichtung der Kraft K' wird somit annähernd gleich K.



  Durch das Verschwenken der Waage wird aber eine Kraftkomponente   senkrecht zur    W-irkungsrichtung. von K erhaltem, deren   Wert K # tg #    ist. Zufolge dieser   Kraftkom-    ponente versucht der Waagebalken 5 sich um die   Längsaxe 6, 7 zu verschwenken, und zwar    beim. gezeichneten Beispiel im   Uhrzeigersinu,    das heisst der Anzeigefehler hat das gleiche   Vorzeiehen wie    das   Lastmoment,    mit ander Worten, es ist positiv. Der Wert des Momentes   a#K#tg # (Fig.2) hängt    von der   Abwei-    ehung des Waagebalkens 5 von seiner Normallage ab.



   Die Vorrichtung zur Kompensation des    ge-      nannten Anzeigefehlers    besitzt ein   Pendel 1 : 3    mit einem Gewicht 14, das um eine vertikale Axe 15 schwenkbar ist.



   Das Pendel 13 trägt einen Drehzapfen 16, um welchen ein kleiner Block 17 drehbar ist.



  Der Block 17 trägt seinerseits einen horizontalen Drehzapfen 18, um welchen ein Lenker   19    drehbar ist. Das   andereEnde des Lenkers    19 ist un einen Drehzapfen 20 in einem kleinen Block 21 schwenkbar, der seinerseits   tini,    einen   voiii.   



  Waagebalken 5 getragenen Drehzapfen 22 schwenkbar ist. Wie ersichtlich, bilden die Teile 16, 17, 18 einerseits und die Teile   20,    21,   22    anderseits je ein Universalgelenk. Es ist zu bemerken, dass die Drehzapfen 16 und 18 einerseits und die Drehzapfen 20 und 22 anderseits sich nicht notwendigerweise krenzen müssen.



   Fig.   3    zeigt im Detail das Pendel 13 mit dem Drehzapfen 16. Das Pendel 13 ist an n einer Stütze   23    abgestiitzt, welche einen Teil des Gestelles der Waage bildet.



   Wenn die   Sehwerkraft    in der   Wirkungs-    richtung der Kraft K' wirkt, übt das Pendelgewicht 14 eine naeh rechts gerichtete Kraft und auf den Lenker   19    eine Kraft P aus. Eine Komponente   P'dieser Kraft wircl vom Gelenk    20,   21,    22 aufgenommen und auf den Waage  ba. lken 5 übertragen.    Die Kraftkomponente P", deren   Wirkungsrichtungmit    der   Schnei-      denkante    des Waagebalkens zusammenfällt, hat auf die Gleichgewichtslage keinen Ein  fluR.    Die Komponente   P"'der Kraft    P, die rechtwinklig zur Richtung des Waagebalkens 5 wirkt, versucht den Waagebalken in der Zeichnung im Gegenuhrzeigersinn zu drehen  (Fig. 2) ;

     mit ändern Worten, sie wirkt    der den Anzeigefehler bewirkenden Neigung   ent-    gegen, Wie leieht einzusehen, ist dies auch dann der Fall, wenn der Waagebalken nach unten gerichtet ist. Ist die Waage gegenüber der    Normallage auf die entgegengesetzte Seite    geneigt, entsteht im Lenker 19   f-ine Zugkraft.   



  Wenn dagegen die Waage ihre Normallage einnimmt, wirkt auf den Lenker 19 keine Kraft.



   Da der Lenker 19 an einer Stelle, die zwisehen dem.   Pendelgewicht 14 lmd    der   Schwenk-    axe 15 liegt, mit dem Pendel verbunden ist, kann das Pendelgewieht relativ klein gehalten sein.



   Durch geeignete Dimensionierung, zum Beispiel durch geeignete Wahl des   Gewichtea    14, kann erreicht werden, dass der zufolge der Schräglage der Waage auftretende An  zeigefehler    an keiner Stelle   des Wägebereiehes    der Waage ein bestimmtes Mass übersteigt.



   Es versteht sieh, dass an Stelle der gezeichneten Drehzapfenlager weniger Reibung aufweisende Lager vorgesehen sein können.



   So kann zum Beispiel das Pendel auf einem   Messerlager    oder einem Kugellager gelagert sein, und der Lenker kann zum Beispiel   naeh    Art von Parallelführungslenkern gebaut sein.



   Ferner versteht es sich, dass der Lenker nicht direkt bis zum Waagebalken hin geführt sein muss ; so kann zum Beispiel der Lenker 19 zur Verbindungsstelle mit dem   Gleichgewichtsorgan    12 geführt sein.



   Die beschriebene Kompensationsvorrieh  tung kann aueh dann vorgesehen    sein, wenn das Element, um dessen Axe die Waage verschwenkt werden kann, kein Hebel oder Waage   balken im. vorangehend beschriebenen Sinne,    sondern zum Beispiel ein Pendel ist. Obwohl in den meisten Fällen die Kompensation auf bekannte Art mittels einem weiteren mit dem ersten gekoppelten PendeL erreicht wird, kann der Fall eintreten (zum Beispiel bei Platzmangel in gewissen Riehtungen), dass mit einem einzigen Pendel bekannter Art ausgekommen werden sollte.

   In diesem Fall kann der als Folge der Schräglage der Waage aufretende Anzeigefehler dadurch kompensiert werden, dass ein, wie hier ausführlich be  sehriebenes Pendel    mit vertikaler Axe vorgesehen ist, das zum Beispiel mittels eines Lenkers oder einer Feder mit dem andern Pendel verbunden ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Vorrichtung zur Kompensation von Anzeigefehlern einer Waage, die dann auft. reten, wenn die Waage durch Verschwenken um eine Axe, die zur Schwenka. xe eines durch die Aus gleichskräfte bewegbaren Teils der Waage parallel verläuft, aus ihrer Normallage gebracht ist, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein Kompensationspendel aufweist, das mit dem genannten bewegbaren Teil der Waage verbunden ist, wobei diie Schwenkaxe des Pendels in der NormaUage der Waage vertikal 1 ist.
    UNTEEANSPRUCH Vorrichtung nach Patentanspruch, da- durch gekennzeichnet, dass ein Lenker an einer Stelle des Pendels zwischen dem freien, das Pendelgewicht t. ragende Pendelende und der vertikalen Drehaxe des Pendels mit dem letzteren verbunden ist.
CH327781D 1954-01-27 1955-01-27 Vorrichtung zur Kompensation von Anzeigefehlern einer Waage CH327781A (de)

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